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Sozialer Status von Berufen

Forschungsarbeit 2002 48 Seiten

Medien / Kommunikation - Methoden und Forschungslogik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis:

1 Einführung

2 Ziele und Nicht-Ziele
2.1 Ziele
2.2 Nicht-Ziele

3 Sozialer Status: ein sozialpsychologischer Zugang
3.1 Das Wesen des Status
3.2 Determinanten des Status

4 Beschreibung der Berufe
4.1 Lehrer an AHS (Allgemeinbildenden Höhere Schulen)
4.2 Tischler
4.3 Betriebs-, Unternehmensberater
4.4 Psychologe
4.5 Arzt (Allgemeiner Arzt)
4.6 Bankangestellter (Akademischer Beruf)

5 Methode:
5.1 Versuchsplanung
5.1.1 Fragestellung 1:
5.1.2 Fragestellung 2:
5.1.3 Fragestellung 3:
5.2 Versuchspersonen:
5.3 Versuchsmaterial:
5.4 Versuchsablauf:

6 Ergebnisse
6.1 Fragestellung 1:
6.2 Fragestellung 2:
6.3 Fragestellung 3:

7 Interpretation

8 Bibliographie:

9 Anhang:
9.1 Fragebogen
9.2 Häufigkeiten
9.3 Ergebnisse des BTL-Modells:
9.4 Ergebnisse des Chi-Quadrat-Tests:

1 Einführung

In der vorliegenden Untersuchung wurden mit Hilfe der Paarvergleich-Methode Unterschiede in der Bewertung des sozialen Status von verschiedenen Berufen überprüft. Dabei bewerteten jeweils 30 Studenten der Wirtschafts- und Hauptuniversität sechs verschiedene Berufe. Erwartungsgemäß wurde der Arzt als Beruf mit dem höchsten Stellenwert eingestuft, gefolgt vom Psychologen, Lehrer, Unternehmensberater, Bankangestellten und Tischler.

Zusätzlich wurden Unterschiede in der Bewertung des sozialen Status zwischen Studenten der Wirtschafts- und Hauptuniversität untersucht. Von den insgesamt 15 Paarvergleichen ergaben sich zwei signifikante Unterschiede zwischen den beiden Gruppen. Im Vergleich zu den Studenten der Wirtschaftsuniversität bewerten die Studenten der Hauptuniversität den sozialen Status des Psychologen signifikant höher als den des Unternehmensberaters und den des Bankangestellten.

Hingegen ergab die Untersuchung hinsichtlich Unterschiede in der Bewertung zwischen Männern und Frauen keine signifikanten Ergebnisse.

2 Ziele und Nicht-Ziele

2.1 Ziele

- Mit Hilfe meiner Untersuchung möchte ich einen Anstoß für eine detailiertere Untersuchung geben.
- Ich wollte Trends nachweisen, die für folgende Untersuchungen von Nutzen sein könnten.
- Ich wollte meine Untersuchung auf Studenten der Hauptuniversität und Wirtschaftsuniversität von 18 – 25 Jahren beschränken.
- Mit Hilfe der Paarvergleich-Methode möchte ich den sozialen Status von Berufen erfassen.
- Außerdem wollte ich mittels des Chi-Quadrat-Tests Unterschiede in der Beurteilung des sozialen Status zwischen Männern und Frauen bzw. Wirtschafts- und Hauptuniversitäts-Studenten untersuchen.
- Die Berufauswahl beschränkt sich auf solche, die gerade für Wirtschafts- und Hauptuniversitäts-Studenten relevant sein dürften.

2.2 Nicht-Ziele

- Die Untersuchung sollte nicht geschlechterspezifisch sein.
- Keine Beeinflussung der Versuchspersonen: alle Probanten bekamen die selbe schriftliche Instruktion.
- Ich wollte keine bevölkerungsrepräsentative Untersuchung durchführen, sondern mich nur auf Studenten zwischen 18 – 25 Jahren beschränken.
- Ich möchte keine umfassende Untersuchung aller relevanten Berufe durchführen.

3 Sozialer Status: ein sozialpsychologischer Zugang

3.1 Das Wesen des Status

Status ist der von einer Gruppe oder Klasse von Menschen geschätzte Wert einer Person. Sehr oft bestimmt die soziale Kategorie oder Position den Status eines Menschen: z.B. in seinem Beruf oder seiner Rolle als Führer einer Gruppe. Grundlage dieser Bestimmung des Wertes eines Menschen ist das Ausmaß, in dem die Eigenschaften, Charakterzüge, der Besitz oder die Rolle in den Augen der Gruppe oder Klasse von Menschen, welche ihm den Status zuerkennen, einen Beitrag leisten zur Erreichung der gemeinsamen Werte und zur Befriedigung der gemeinsamen Bedürfnisse.

Welche Eigenschaften den Status mitbestimmen, hängt von den Personen ab, die die Statusbewertung vornehmen. Dabei können Statusattribute mit Werten und Bedürfnissen im Zusammenhang stehen, die nur einer kleinen Gruppe oder die der ganzen Gesellschaft gemeinsam sind. Betrachtet man unsere eigene Gesellschaft, so sind die Schönheit, besonders bei Frauen, und der Besitz von Reichtum, Beispiele für Statusattribute. Beispiele für Eigenschaften, deren Bedeutung für die Statuszuweisung von Gruppe zu Gruppe variiert, sind folgende: unter Ärzten hat der Chirurg einen hohen Status, unter Heranwachsenden verleiht der Besitz eines Wagens einen hohen Status, und unter Professoren trägt die Publikation von bedeutsamen Forschungsergebnissen zum Status bei. Diese Eigenschaften sind jedoch manchmal breit definiert, wie z.B. die Schönheit bei Frauen. Sie können in spezifischen Gruppen von Eigenschaften zerfallen, in diesem Falle in Wahrnehmungsqualitäten wie die Form und Konfiguration der Gesichts- und Körperzüge.

Es spielen dabei nur jene Eigenschaften eine Rolle, die von den Gruppenmitgliedern ähnlich bewertet werden. Einzigartige Eigenschaften, die nur für eine kleine Minderheit einer großen Gruppe von Wert sind, bestimmen nicht den Status einer Person. Nehmen wir einmal an, dass zwei Mitglieder eines Fussballvereins auch Schach spielen können. Beide werden diese Fähigkeit zwar positiv bewerten und jeder der beiden den anderen dadurch hervorheben, innerhalb der Gruppe wird ihnen aber kein höherer Status zuerkannt. Andererseits wird der beste Fussballspieler des Vereins einen sehr hohen Status besitzen.

3.2 Determinanten des Status

Zu den Faktoren, die den Status begründen, gehört die Fähigkeit eines Menschen, jene zu belohnen, mit denen er in Interaktion steht; es gehören dazu die Seltenheit jener Fähigkeit, das Ausmaß an Belohnungen, die ihm selbst, wie die anderen feststellen, zuteil wird, sowie die Art der von ihm gemachten Kosten und seine Investitionen.

- Belohnungswert von Personen mit hohem Status:
- Ein hoher Status wird jemanden in dem Maße zuerkannt, wie seine Eigenschaften und sein Verhalten für einen beträchtlichen Prozentsatz der Gruppenmitglieder belohnend wirken. Diejenige Eigenschaft, die der größten Zahl das Höchstmaß an Belohnung bringt, erhält eine maximale soziale Zustimmung und somit einen hohen Status. Außerdem muss man hier die relative Seltenheit der belohnenden Eigenschaft erwähnen: dies sind Aktivitäten, die für sehr wichtige Werte der Gruppe von Bedeutung sind und an denen alle Gruppenmitglieder beteiligt sind. Kein einziges Mitglied hat davon für seinen Status einen Vorteil. Nur die Eigenschaften, die selten vorkommen, verleihen einen hohen Status. So verleihen die Mitglieder einer Fussballmannschaft denjenigen Mann einen hohen Status, der dank seiner hervorragenden Fähigkeiten ein Spiel für sie gewinnen kann. Ähnlich verhält sich das ganze in einem Forscherteam, in dem ein/e Mann/Frau einen hohen Status genießt, weil er/sie schwierige wissenschaftliche Probleme lösen kann, die von den anderen Mitglieder als unlösbar angesehen werden.

- Erhaltener Ertrag und gemachte Kosten:
- Man teilt anderen um so eher einen hohen Status zu, je häufiger man beobachtet, dass sie Belohnungen erhalten. So wird in unserer Gesellschaft z.B. solchen Menschen ein hoher Status zugemessen, die ein hohes Einkommen haben. Dies ist wahrscheinlich durch die menschliche Neigung zu erklären, andere möglichst konsistent und ganzheitlich zu bewerten. Wenn jemand gute Eigenschaften besitzt, werden ihm noch andere zuerkannt. Ansehen ist eine andere Art von Belohnung oder Ertrag, und je öfter man feststellt, dass jemand von anderen hoch angesehen ist, desto eher erhält er auch einen hohen Status.
- Ähnlich verhält sich der „Statuszuwachs“ bei den Kosten, die jemand dafür aufwendet. So steht z.B. die Ehrenmedaille, die ein Soldat vom Kongress entgegennimmt, in direktem Verhältnis zu seinem persönlichen Opfer und der Missachtung seiner eigenen Sicherheit. Im Unterschied zum Ertrag haben nicht alle Kosten eine Bedeutung für den Status. Es zählen hier nur jene Kosten, die bei der Verwirklichung der Gruppenwerte gemacht wurden und nicht von fast jedem. Auch im Berufsleben stellen verschiedene Aspekte, wie Verantwortung und Plackerei Kosten dar, jedoch nur die erstgenannte Art von Kosten trägt zu hohem Status bei.

- Investitionen:
- Eng verknüpft mit dem Status sind die Investitionen eines Menschen, die einen intrinsischen Wert für ihn haben können. Investitionen, die keinen intrinsischen Wert haben, können durch einen Meinungskonsens einen Wert erlangen. Eine Investition verleiht einem das Recht, einen bestimmten Status zugeteilt zu bekommen: solche Investitionen sind z.B. Rasse, Geschlecht, ethnische Herkunft und Familie. Eine Investition, die einen gewissen intrinsischen Wert besitzt, ist das Dienstalter. Unabhängig vom intrinsischen Wert ist der Wert, den man einer Investition zuerkennt, dasjenige, was letztlich zählt. Ein Fabrikarbeiter, der schon lange in einem Betrieb tätig ist, erwartet sich gewisse Privilegien, die einem neuen Mitarbeiter nicht zuteil werden. Er erwartet sich z.B. einen höheren Lohn, bestimmte Urlaubsprivilegien ...

4 Beschreibung der Berufe

4.1 Lehrer an AHS (Allgemeinbildenden Höhere Schulen)

Ziel der Bildungsarbeit an allgemeinbildenden höheren Schulen ist es, eine möglichst breite Allgemeinbildung zu vermitteln, die neben kognitiven auch soziale Kompetenzen einschließen soll.

Es gehört zu den Aufgaben für LehrerInnen an allgemeinbildenden höheren Schulen den Unterricht möglichst anschaulich zu gestalten, indem sie auf aktuelle kulturelle und gesellschaftliche Problemstellungen Bezug nehmen. Sie sollen ihre SchülerInnen auch zur Selbstständigkeit und zur Mitarbeit in der Gemeinschaft anleiten und die einzelnen SchülerInnen ihren individuellen Neigungen und Möglichkeiten entsprechend fördern.

Berufliche Anforderungen:

Technisches Verständnis (dem jeweiligen Schultyp entsprechend), Kontaktfähigkeit (pädagogisches Handeln), Sprachfertigkeit mündlich (Lehrtätigkeit), Selbstständigkeit (Organisation des Unterrichts), Fähigkeit zur Zusammenarbeit (fächerübergreifender Unterricht, Schulausschüsse).

Ausbildungswege:

Zu Berufen in diesem Bereich führen verschiedene Studienrichtungen: z.B. Anglistik und Amerikanistik, Biologie und Erdwissenschaften, Biologie und Warenlehre, Chemie (Stzw. Chemie), Französisch (Stzw. Französisch - Lehramt), Geschichte (Stzw. Geschichte und Sozialkunde -- Lehramt), Haushalts- und Ernährungswissenschaften (Lehramt), Klassische Philologie, Mathematik (Stzw. Mathematik), ...

4.2 Tischler

TischlerInnen fertigen und montieren Möbelstücke und Bauteile aus Holz und Kunststoffen und führen Reparaturarbeiten an diesen Produkten durch.

Im Baubereich fertigen TischlerInnen Fenster, Türen, Fußböden, Wand- und Deckenverkleidungen sowie Treppen an. In der Möbelerzeugung stellen sie Einrichtungsgegenstände (z.B. Tische, Sessel) her, restaurieren oder bauen Stilmöbel nach. In Industriebetrieben arbeiten Bau- und Möbeltischler oft in der Serienproduktion. Die Einstellung computergesteuerter Automaten, die einzelne Arbeitsschritte wie z.B. das Fräsen ausführen, ist in Industriebetrieben infolge verstärkter Rationalisierungsmaßnahmen zu einem wesentlichen Tätigkeitsbereich der TischlerInnen geworden.

In Gewerbebetrieben beschäftigte TischlerInnen stellen in der Regel Einzelanfertigungen her.

Aufstiegsmöglichkeiten

In größeren Betrieben können TischlerInnen zu ArbeitsvorbereiterInnen, VorarbeiterInnen oder WerkmeisterInnen aufsteigen.

Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung (als GewerbeinhaberIn, PächterIn oder GeschäftsführerIn) besteht für TischlerInnen in den Handwerken „Tischler“, „Binder“, „Bootbauer“, „Drechsler“ oder „Modellbauer“ oder im Gewerbe „Wagner“, das als „freies Gewerbe“ eingestuft.

4.3 Betriebs-, Unternehmensberater

Gemeinsamkeit der Tätigkeiten in betriebsberatenden Berufen ist die Beratung von Unternehmen in betriebswirtschaftlichen und organisatorischen Belangen. BetriebsberaterInnen haben die Funktion betriebsexterner ManagerInnen, wobei sie sich während ihrer Tätigkeit in unterschiedlichem Ausmaß in den zu beratenden Betrieb eingliedern. Nach der Sammlung der benötigten Informationen analysieren BetriebsberaterInnen die ihnen zur Verfügung stehenden betrieblichen Daten und erstellen für Ihre MandantInnen Gutachten, Verbesserungsvorschläge oder Konzepte für eine verbesserte Gestaltung der betrieblichen Prozesse.

Berufliche Anforderungen

Wichtige berufliche Kriterien sind Kommunikations- und Anpassungsfähigkeit, schnelle Auffassungsfähigkeit, ökonomisch-rationales Denkvermögen. Weitere notwendige Eigenschaften sind psychische Belastbarkeit, Nervenstärke, die Fähigkeit zur Auseinandersetzung und Selbstständigkeit; sprachlich-rhetorische Fähigkeiten sind ebenso erforderlich wie Präsentations- und Überzeugungsstärkte und Verkaufsqualitäten.

Ausbildungswege

Zu Berufen in diesem Bereich führen z.B. wirtschaftsorientierte Studienrichtungen wie Betriebswirtschaft, Handelswissenschaft, Internationale Betriebswirtschaft ... Weitere Ausbildungsmöglichkeiten sind z.B. die Fachhochschul-Studiengänge Wirtschaftsberatende Berufe, Unternehmensgestaltende Berufe (für Berufstätige), Finanz-, Rechnungs- und Steuerwesen (für Berufstätige), Europäische Wirtschafts- und Unternehmensführung, Internationale Wirtschaft und Management, Europäische Wirtschafts- und Unternehmensführung (für Berufstätige), Marketing und Verkauf, Betriebliches Prozess- und Projektmanagement. Voraussetzung für die selbstständige Berufsausübung ist die Ablegung der Betriebsberatungsprüfung.

4.4 Psychologe

Berufe im Bereich der Psychologie befassen sich mit dem Menschen, seinen Einstellungen, seelischen Zuständen, seiner psychischen und geistigen Entwicklung. PsychologInnen befassen sich mit dem seelischen Erleben und Verhalten sowohl in Bezug auf Erscheinungsweisen als auch auf Ursachen.

Ausbildungswege

Zu Berufen in diesem Bereich führen z. B. die Studienrichtungen Psychologie, Pädagogik sowie das Lehramtsstudium Philosophie, Pädagogik, Psychologie (PPP).

Berufliche Anforderungen

Die Berufe erfordern insbesondere Einfühlungsvermögen sowie die Fähigkeit Zusammenhänge zu erkennen; im Bereich der Forschung sind eher statistisch-methodisches, logisch-analytisches Denkvermögen, in beratender Tätigkeit vor allem Wärme, Empathie und ein hohes Maß an sprachlicher und sozialer Kompetenz erforderlich.

In jedem therapeutischen oder beratenden Beruf sind therapeutische Grundhaltungen wie Wärme, einfühlendes Verstehen und Echtheit unumgänglich. Berufliche Anforderungen bestehen sowohl in psychotherapeutischer als auch kreativer (v.a. bei Musik- und Kunsttherapie) Hinsicht. Geduld, kommunikative Fertigkeiten (auch im nicht-sprachlichen Bereich) und psychische Stabilität sind weitere erforderliche Fähigkeiten, ebenso wie ein hohes Maß an sprachlicher und sozialer Kompetenz.

4.5 Arzt (Allgemeiner Arzt)

Das Aufgabengebiet von Ärztinnen/ Ärzten umfasst einerseits die Diagnose und Therapie von Krankheiten sowie andererseits Maßnahmen zur Verhütung von Krankheiten (z.B. Impfschutz, Gesundheitsberatung und -vorsorge). Das spezifische Aufgabengebiet von Ärztinnen/ Ärzten hängt von der Ausbildung ab, die nach dem Medizinstudium absolviert wird. Neben der Turnusausbildung zur Ärztin bzw. zum Arzt für Allgemeine Medizin (Praktische Ärztin, Praktischer Arzt) besteht auch die Möglichkeit einer Ausbildung zur Fachärztin bzw. zum Facharzt, womit eine Spezialisierung auf ein bestimmtes Gebiet der Medizin erfolgt.

Ausbildungswege und Zugangsvoraussetzungen:

Folgender Ausbildungsweg ist für Arztberufe zu absolvieren: Studium und Abschluss der Studienrichtung Medizin.

Das Studium umfasst 3 Abschnitte Gesamtdauer 12 Semester.

Frühestens nach Abschluss des 1. Studienabschnittes ist eine Pflichtfamulatur im Ausmaß von 16 Wochen (laut UniStG auf 24 erhöht) -- als Vorbereitung auf die praktisch-ärztliche Tätigkeit -- an Universitätskliniken oder anderen Krankenanstalten abzuleisten.

An das Medizinstudium schließt die postpromotionelle oder praktisch-ärztliche Ausbildung (Turnusausbildung) an. Die Turnusausbildung dauert in der Regel 3 Jahre. Durch die Absolvierung der Turnusausbildung und die anschließende Arztprüfung wird das ,,ius practicandi“ erworben. Es ist die Berechtigung zur selbstständigen Tätigkeit als Ärztin/ Arzt für Allgemeinmedizin.

Berufliche Anforderungen:

Wichtigstes Kriterium des Arztberufes ist die Befähigung zum Umgang mit Menschen; dazu zählen ebenso kommunikative Fähigkeiten wie Empathie, Einfühlungsvermögen u.ä. Zum Teil ist darüber hinaus mit extremen physischen (Spitalsdienst) und psychischen Belastungen (Umgang mit zum Teil schwer kranken Menschen) zu rechnen. Weitere berufliche Anforderungen ergeben sich aus der speziellen ärztlichen Tätigkeit.

4.6 Bankangestellter (Akademischer Beruf)

Der Bankbereich sowie diesem verwandte Bereiche (Versicherungswirtschaft, Kreditwirtschaft, Wirtschaftsberatung usw.) bietet zahlreiche Berufsmöglichkeiten für AkademikerInnen. Diese umfassen eine Vielzahl an betriebswirtschaftlichen Funktionen, aber auch volkswirtschaftliche, wirtschaftsmathematische, wirtschaftsrechtliche Aufgaben. Die Berufe werden in einem Angestelltenverhältnis im Banken, Sparkassen- und Versicherungsbereich und bei Vermögensberatungsunternehmen sowie freiberuflich ausgeübt.

Ausbildungswege und Zugangsvoraussetzungen:

Ausbildungsmöglichkeiten für diesen Berufsbereich sind v.a. die wirtschaftswissenschaftlichen Studienrichtungen Betriebswirtschaft (Studienzweige Betriebswirtschaft und Angewandte Betriebswirtschaft), Internationale Betriebswirtschaft (Studienversuch), Handelswissenschaft, Sozialwirtschaft, Wirtschaftspädagogik, Wirtschaftsinformatik.

Berufliche Anforderungen:

Kontaktfähigkeit, die Fähigkeit zu Kommunikation und Teamarbeit sowie Sprachfertigkeit sind ebenso erforderlich wie die Fähigkeit zu wirtschaftlich-ökonomischem und juridischem Denken. Genauigkeit, Durchsetzungsfähigkeit und Führungskompetenz sind insbesondere für kontrollierende und leitende berufliche Funktionen notwendig.

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Details

Seiten
48
Jahr
2002
ISBN (eBook)
9783638281300
Dateigröße
629 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v25543
Institution / Hochschule
Universität Wien – Publizistik- und Kommunikationswissenschaft
Note
2
Schlagworte
Sozialer Status Berufen

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Titel: Sozialer Status von Berufen