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Wie mit Hilfe von Empowerment das Konzept des "neuen" Gruppenleiters in einer Werkstatt für behinderte Menschen etabliert werden kann

Seminararbeit 2004 32 Seiten

Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik

Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Allgemeines

3. Besondere Merkmale der Gruppe
3.1 Rechtliche Grundlage
3.2 Personal
3.3 Räumliche und zeitliche Ausstattung
3.4 Die Arbeit in der Gruppe

4. Die Mitarbeiter der Gruppe

5. Vor- und Nachteile

6. Möglichkeiten zur finanziellen und personellen Realisierung einer solchen Gruppe
6.1 Konzept des „neuen“ Gruppenleiters
6.1.1 Bedeutung von Arbeit
6.1.2 Selbstverwirklichung
6.1.3 Empowerment
6.2 Umsetzung des Konzeptes des „neuen“ Gruppenleiters
6.3 Auswahlverfahren
6.4 Chancen und Risiken des Konzeptes

7. Fazit und Ausblick

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Am 18.11.2002 öffnete die neu gebaute Werkstatt für geistig behinderte Menschen des Lebenshilfewerkes Annaberg e.V. ihre Pforten. Neben all den Neuerungen für Mitarbeiter und Personal, welche daraus entstanden, wurde auch ein bis dato für viele noch völlig unbekanntes Gruppenkonzept ins Leben gerufen. Die „Arbeitsgruppe mit erhöhtem Betreuungsaufwand“ entstand und wurde innerhalb der Werkstatt etabliert.

Was genau ist nun aber diese besondere Form der Gruppe? Dies zu klären, soll der erste Teil meiner Seminararbeit sein. Wie ist diese Gruppe aufgebaut, welche Arbeiten werden von ihr durchgeführt und wie ist sie überhaupt im Allgemeinen zu beschreiben und umsetzbar? Anhand von Fallbeispielen möchte ich die Gruppe gern einmal skizzieren, die Arbeitsweise des Personals vorstellen und danach auf die Vor- und Nachteile einer solchen Art der Betreuung und Förderung eingehen. Im zweiten Teil wird es mir darum gehen, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie eine Umsetzung und Realisierung einer solchen Gruppe in einer Werkstatt für behinderte Menschen möglich ist, ohne das dadurch eine höhere finanzielle und arbeitstechnische Belastung für das Betreuungspersonal entsteht. Zum Schluss möchte ich noch einen kleinen Ausblick für die Zukunft dieser besonderen Art der Arbeitsgruppe in einer Werkstatt geben, die gewonnenen Erkenntnisse noch einmal zusammenfassen und ein Ergebnis formulieren.

Da speziell zu dem Thema der Arbeitsgruppe mit erhöhtem Betreuungsaufwand bis jetzt noch keinerlei Fachliteratur vorliegt und ich selbst nach ausgiebiger Recherche, auch zusammen mit der Werkstattleiterin, weder in Zeitschriften, Broschüren oder Handbüchern, noch in Arbeitsanweisungen etwas dazu finden konnte, werden sich meine Ausführungen betreffend der Arbeitsgruppe mit erhöhtem Betreuungsaufwand auf Gespräche, Interviews und eigene Erlebnisse und Erfahrungen aufbauen und stützen. Da ich als angehender Sozialpädagoge immer bestrebt sein sollte meinen Horizont zu erweitern und für neue Handlungsansätze und Arbeitsweisen offen sein muss, möchte ich mir trotz des noch fehlenden wissenschaftlichen Hintergrundes dieses Thema einmal vornehmen und versuchen, es fundiert und stichhaltig zu bearbeiten. Außerdem möchte ich anhand des Vortrages meinen Kommilitonen diese Gruppenform einmal vorstellen und vielleicht bietet es sich ja in der einen oder anderen Einrichtung sogar an, dies selbst einmal auszuprobieren.

2. Allgemeines

Ich möchte nun die Arbeitsgruppe mit erhöhtem Betreuungsaufwand ganz allgemein erst einmal vorstellen. Konzipiert ist sie für zehn Werkstattgänger, wobei sie im Moment mit acht Mitarbeitern belegt ist. Diese sind von der Art und Schwere ihrer Behinderung her werkstattfähig, wobei aber ihr Einsatz in einer „normalen“ Arbeitsgruppe nur sehr schwer realisierbar ist. Andererseits ist die Beschäftigung in einer Förder- und Betreuungsgruppe der Werkstatt jedoch auch nicht durchführbar und auch keineswegs erwünscht oder gewollt. Somit stellt die Arbeitsgruppe mit erhöhtem Betreuungsaufwand eine Zwischenform, einen Mittelweg dar zwischen Arbeitsgruppe sowie Förder- und Betreuungsgruppe. Dies soll erst einmal zur generellen Einordnung der Gruppe und zur Einordnung der Gruppe in der Werkstatt genügen. Ich möchte nun zu den besonderen Spezifika übergehen.

3. Besondere Merkmale der Gruppe

3.1 Rechtliche Grundlage

Im Moment ist es noch so, dass es für diese Art der Gruppe keine rechtliche Grundlage gibt. Zwar steht im SGB IX geschrieben: „Die Werkstatt steht allen behinderten Menschen [...] unabhängig von Art oder Schwere der Behinderung offen, sofern erwartet werden kann, dass sie spätestens nach Teilnahme an Maßnahmen im Berufsbildungsbereich wenigstens ein Mindestmaß wirtschaftlich verwertbarer Arbeitsleistung erbringen werden.“ ( SGB IX § 136, Absatz 2, Satz 1 ) aber wenn dies eben nicht gegeben ist, bleibt dann nur noch der Gang in eine Förder- und Betreuungsgruppe übrig. Denn, „Behinderte Menschen, die die Voraussetzungen für eine Beschäftigung in einer Werkstatt nicht erfüllen, sollen in Einrichtungen oder Gruppen betreut und gefördert werden, die der Werkstatt angegliedert sind“ ( SGB IX § 136, Absatz 3 ). Es stellt sich jetzt das Problem, dass diese Klienten aus der Arbeitsgruppe mit erhöhtem Betreuungsaufwand zwar kein Mindestmaß an verwertbarer Arbeitsleistung erbringt, oder zumindest nur so selten, dass es keiner ökonomischen Rentabilität entspricht und sie somit eigentlich nicht werkstattfähig wären. Aber auf der andere Seite sind sie auch nicht Förder- und Betreuungsgruppenfähig, da sie, abgesehen von der Arbeitsleistung, über sehr große persönliche und soziale Kompetenzen verfügen. Dadurch wären sie im Förder- und Betreuungsbereich unterfordert und könnten dort nicht ihren Fähigkeiten entsprechend gefördert und gebildet werden.

Da die rechtliche Situation im Moment so gestaltet ist, dass die Werkstattfähigkeit allein über die verwertbare Erbringung von Arbeitsleistungen definiert wird und ansonsten den behinderten Menschen nur noch die Alternative einer Förder- und Betreuungsgruppenkarriere übrig bleibt, kann ich es nur als äußerst positiv ansehen, dass es in unserer Werkstatt diese andere Alternative gibt. Weil eben durch diese gesetzliche Regelung, vor allem eine Finanzierung sehr schwierig ist, müsste dringend darüber nachgedacht werden, ob es nicht einmal zu einer Gesetzesänderung und damit verbunden zu einer Verbesserung der Situation von den behinderten Menschen dieser „schwierigen“ Klientel kommen sollte. Mit dieser Auffassung stehe ich auch keineswegs allein, denn „Die Einrichtung und Sicherung eines Arbeitsplatzes [...] in einer Werkstatt für Behinderte, [...] scheint in der Behindertenhilfe längst noch nicht selbstverständlich zu sein. Eher stoßen wir auf die Auffassung, dass dies alles viel zu schwierig und letztlich kaum realisierbar sei. Richtig ist, dass die derzeitigen Rahmenbedingungen einer Werkstatt für Behinderte [...] denkbar ungünstig sind. Eine verantwortungsbewusste, im Interesse der Betroffenen operierende Behindertenpädagogik sollte solche Unzulänglichkeiten und nihilistischen Aussagen aber nicht länger hinnehmen, sondern sie hat über Alternativen und Möglichkeiten nachzudenken und sich entsprechend einzubringen“ (Theunissen, 1995, S. 52 – 53 ). Um genau solch eine Alternative zur Veränderung der Situation von behinderten Menschen in einer Werkstatt für behinderte Menschen handelt es sich bei der Arbeitsgruppe mit erhöhtem Betreuungsaufwand.

3.2 Personal

Wie im vorhergehenden Absatz beschrieben, ist die Arbeitsgruppe mit erhöhtem Betreuungsaufwand rechtlich gesehen eine normale Arbeitsgruppe in der Werkstatt. Daraus würde sich auch ein normaler Personalschlüssel von 1:12 ergeben. Da dies aber bei weitem nicht ausreichend ist, beträgt der Schlüssel bei uns 1: maximal 10, in Bezug auf das Fachpersonal. Die Gruppenleiterin ist Ergotherapeutin, die zur Zeit die dreijährige Zusatzqualifikation für Gruppenleiter absolviert. Ihr zur Seite gestellt ist mindestens noch ein Gruppenhelfer. Dies sind Praktikanten der unterschiedlichsten Ausbildungseinrichtungen, Studenten oder Zivildienstleistende. Daraus ergibt sich schon einmal ein Minimalschlüssel von 1:5. Normalerweise sind aber meistens zwei Gruppenhelfer anwesend und ein oder zwei behinderte Mitarbeiter sind im Schnitt auch krank oder haben Urlaub. Somit ist fast immer eine 1:3 Betreuung gegeben.

Durch die unterschiedlichsten Mitarbeiter kommen natürlich auch immer wieder die neuesten Therapiemethoden und Handlungsansätze zum Tragen und immer neue Ideen fließen in die Gruppe ein. Dadurch ist eine sehr gute Arbeit mit den behinderten Menschen gegeben und möglich. Auf die dadurch bis jetzt schon erreichten Verbesserungen im Verhalten und der Leistungen der Gruppenmitglieder werde ich zu einem späteren Zeitpunkt noch genau eingehen.

3.3 Räumliche und zeitliche Ausstattung

Als Erstes möchte ich bei diesem Punkt erwähnen, dass keinerlei räumliche Ausgrenzung oder Isolation stattfindet, wie es zum Beispiel bei Förder- und Betreuungsgruppen oft der Fall ist. Der Gruppenraum befindet sich, wie jeder andere Arbeitsraum auch, innerhalb der Werkstatt. Neben den normalen Einrichtungsgegenständen eines Gruppenraumes befinden sich noch zusätzliche Geräte und Möbelstücke darin. Die Gruppe verfügt unter anderem über einen eigenen Stehständer sowie über einen zusätzlichen Rollstuhl. Außerdem haben die behinderten Mitarbeiter ein eigenes Bett zur Verfügung stehen und eine zusätzliche Tisch- und Sitzgruppe, welche ausschließlich für gemeinsame Aktivitäten wie Kaffeetrinken, Spiele oder Bastelarbeiten vorgesehen ist. Es ist ein sehr großer Raum mit viel Platz, wodurch auch die unterschiedlichsten Therapieformen möglich sind. Beispielsweise Bewegungs- oder Entspannungsübungen, die ebenfalls nur durch die eigene Musikanlage möglich sind. Auch eine eigene Waschecke ist im Zimmer vorhanden, was vor allem für die Rollstuhlfahrer sehr zum Vorteil ist.

Nun möchte ich noch etwas zum zeitlichen Aspekt sagen. Die Gruppe hat vom Rahmen her die gleichen zeitlichen Regelungen wie alle übrigen Werkstattmitarbeiter auch. Das betrifft Arbeitsbeginn und Arbeitsende genauso wie die Pausenzeiten. Dies ist auch richtig und wichtig, denn eine geordnete Struktur und ein geordneter Ablauf müssen gegeben sein. Innerhalb des Tagesablaufes stehen dem Betreuungspersonal aber weitaus größere Möglichkeiten zur Verfügung, als in einer normalen Arbeitsgruppe. Dabei denke ich jetzt zum Beispiel an die zwei Stunden wöchentlich arbeitsbegleitenden Maßnahmen, die bei dieser Klientel natürlich nicht ausreichend sind. Das bedeutet also, dass wenn ein Bedarf an Arbeitsunterbrechung besteht, diesem dann auch entsprochen wird. Dies beinhaltet kleinere Spaziergänge der ganzen Gruppe, Bastelarbeiten zu bestimmten Anlässen, die Kaffeerunde am Nachmittag oder einfach ein kleines Spielchen zwischendurch zur Auflockerung. Aber auch Einzeltätigkeiten sind damit gemeint. Ein kurzer Spaziergang im Innenhof, Einzeltherapien zum Erhalt oder zur Verbesserung der Schreib-, Lese-, oder Rechenkompetenzen sowie einzelne Beschäftigungen für die Motorik, zum Stressabbau oder zur Verbesserung der geistigen Leistungsfähigkeit.

Wer den normalen Tagesablauf in einer Werkstatt für behinderte Menschen kennt, weiß, dass dies in diesem Rahmen eigentlich nicht möglich ist. Durch den erhöhten Personalschlüssel sowie mit den gelockerten zeitlichen Bedingungen ist eine dem Klientel angepasstere und angemessenere Beschäftigung und Betätigung der Gruppenmitglieder sowie mit den Gruppenmitgliedern möglich. Bei dieser Gruppenform treten reine Produktivitätsüberlegungen, zu Gunsten von mehr sozialpädagogischem Engagement, in den Hintergrund ( vgl. Theunissen, 1995, S. 57 ). Die eben von mir genannten Verbesserungen der Arbeitsbedingungen für entsprechend „schwierige“ Werkstattgänger sind vor allem dahingehend von großer Bedeutung, dass sie die Grundlagen bilden, für ein, auch für diese Menschen, erfülltes Arbeitsleben. In ähnlicher Weise formulierte das auch schon Otto Speck mit folgenden Worten: „Voraussetzung ist eine Arbeitstätigkeit, die dem Einzelnen quantitativ und qualitativ nicht überfordert, Erfolg und Anerkennung einbringt und von einer sozialen Eingliederung in den Betrieb begleitet wird. Die individuellen Arbeitsleistungen müssen der Leistungsfähigkeit des Behinderten angemessen sein und sich eindeutig als Förderung erweisen“ ( Speck, 1977, S. 140 ).

3.4 Die Arbeit in der Gruppe

„Im Arbeitsbereich verfügen die Werkstätten über ein breit gefächertes Tätigkeitsangebot, das die individuellen Neigungen und verschiedenen Fähigkeiten, aber auch die unterschiedliche Belastbarkeit des Einzelnen berücksichtigt“ ( Sächsisches Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Familie. S. 63 ). „In Beziehung gesetzt zur Unterschiedlichkeit der individuellen Leistungsfähigkeiten bedeutet dies, dass eine Werkstatt für Behinderte ein differenziertes Spektrum an Arbeitsmöglichkeiten aufweisen muss“ ( Speck, 1977, S. 141 ). Diesen Vorgaben in genügendem Umfang Rechnung tragen zu können, war ebenfalls ein Punkt, welcher bei der Eröffnung der Arbeitsgruppe mit erhöhtem Betreuungsaufwand eine große Rolle spielten. Da die Arbeiten in einer Werkstatt für behinderte Menschen Lohn- und Leistungsarbeiten sind, die von den Auftraggebern oft nach dem Leistungsanspruch eines Heimarbeiters entlohnt werden, muss auch ein gewisses Arbeits- und Leistungspotential vorhanden sein. Da sich nun jeder sicherlich vorstellen kann, dass die Mitarbeiter einer Arbeitsgruppe mit erhöhtem Betreuungsaufwand nicht in der Lage sind, Metall- oder Holzarbeiten nach zu gehen, musste nach fähigkeitsentsprechenden Arbeiten gesucht werden. Deswegen entschied man sich dazu, ihnen vornehmlich Leichtmontagetätigkeiten ausführen zu lassen. Was kann man sich nun darunter vorstellen? Es handelt sich hierbei größtenteils um einfache eingliedrige Aufgaben beziehungsweise Arbeiten. Dazu zählen zum Beispiel das Eintüten von Schrauben ( 2 Stück, 4 Stück oder 8 Stück ), das Einsortieren und Verpacken von Abstandskeilen, das Einsetzen einer Feder in ein KFZ Bauteil, Abzählen und Verpacken von Räucherkerzchen, einfache Klebe- oder Steckarbeiten für Seiffener Weihnachtsartikel und so weiter. Für diejenigen, die Defizite der Feinmotorik aufweisen oder die nicht abzählen können, sind von den Mitarbeitern verschiedenste Vorrichtungen entwickelt und gebaut worden, um auch diese Arbeiten für die behinderten Menschen zugänglich und verrichtbar zu machen. Ich möchte jetzt nicht den Eindruck entstehen lassen, dass dieser Gruppe die leidigen und kleinen Arbeiten übertragen werden, nur um sie zum Beispiel zu beschäftigen. Sicherlich handelt es sich nicht um hochgradig anspruchsvolle Aufgaben, jedoch um von ihnen durchführbare Tätigkeiten. Außerdem muss man bei diesen Klienten auch einmal den Aspekt des Anspruchs auf qualitativ Hochwertige Arbeit außen vor lassen und sich mehr auf einfachere Ansprüche beschränken. Damit meine ich vor allem das Vorhandensein von Tagesstruktur und Arbeit überhaupt. Denn „[i]n der Tat lässt sich nachweisen, dass auch heute noch viele geistig schwer und mehrfachbehinderte Menschen [...] tagsüber lange Zeit „untätig“ herumsitzen, „vor sich hin dösen“ und zu wenig Lebensanreize erfahren. Die Bedeutung sog. tagesstrukturierender Angebote kann deshalb zu einer sinnerfüllten Lebensgestaltung nicht hoch genug eingeschätzt werden“

[...]

Details

Seiten
32
Jahr
2004
ISBN (eBook)
9783638283502
ISBN (Buch)
9783638701990
Dateigröße
497 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v25830
Institution / Hochschule
Berufsakademie Sachsen in Breitenbrunn – Sozialpädagogik
Note
1,8
Schlagworte
Hilfe Empowerment Konzept Gruppenleiters Werkstatt Menschen Arbeitsfeldseminar

Autor

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