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1968. Die APO als intellektuellenkritische Intellektuellenbewegung

Hausarbeit 2013 16 Seiten

Geschichte Europa - Deutschland - Neuere Geschichte

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Frankfurter Schule und Kritische Theorie – intellektuelles Selbstverständnis

3. APO – Intellektuellenkritik und intellektuelles Selbstverständnis

4. Schlussbetrachtung

5. Literaturverzeichnis

6. Quellenverzeichnis

7. Videoquellen

1. Einleitung

„Sie haben zwei Stunden lang hier sich selbst befriedigt! Sie haben Reden gehalten, akademische, die in der Bevölkerung nicht verstanden worden sind!“ [1]

Diese harschen Worte schleuderte Hans-Jürgen Krahl, Mitglied im Bundesvorstand des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes (SDS) und Doktorand bei Theodor W. Adorno, am 28. Mai 1968 bei einer Diskussionsveranstaltung zu den Notstandsgesetzen in Frankfurt am Main dem Psychoanalytiker und Sozialpsychologen Alexander Mitscherlich entgegen. Anwesend bei dieser Veranstaltung waren neben Mitscherlich zahlreiche weitere Intellektuelle von hohem Bekanntheitsgrad, so etwa Heinrich Böll, Hans Magnus Enzensberger und Rudolf Augstein.[2] Deren öffentliches Auftreten sei – so Krahl – nichts als „Selbstagitation“[3] gewesen. „Selbstagitation“ und „Selbstbefriedigung“ – beide provokativ gewählten Begriffe belegen die so bezeichneten Personen mit dem Vorwurf des letztlich egozentrischen Kreisens um sich selbst – die öffentliche intellektuelle Tätigkeit als bloßer Selbstgenuss und Eigeninteresse. – Spricht aus diesen Worten die Aversion gegen Intellektuelle im Allgemeinen? Haben wir es hier vielleicht sogar mit Antiintellektualismus zu tun? Bei Krahl, der selbst ein hochgradig belesener Intellektueller war, wäre dies eher verwunderlich. Ebenso verwunderlich wäre es aber, träfe der Vorwurf des Antiintellektualismus auf die Außerparlamentarische Opposition (APO), für die Krahl neben Rudi Dutschke einer der bekanntesten Sprecher war, als Ganzes zu, da sie schon des Öfteren als „Intellektuellenbewegung“ bezeichnet worden ist, so etwa von Jürgen Habermas,[4] aber auch mehrmals von Krahl selbst.[5] Der Text des Linguisten Dietz Bering, der sich mit dieser Problematik beschäftigt, [6] ist m.E. nur bedingt aufschlussreich. Im Grunde genommen lässt sich die Quintessenz seiner Studie zur Frage, ob die revoltierenden Studenten „anti-intellektuelle Intellektuelle“ waren, wie folgt zusammenfassen: „Neigungen in diese Richtung waren da, wenn auch nicht bei allen.“[7] Eine reichlich ungenaue Formulierung! Weder wird zwischen verschiedenen Gruppen und Einzelpersonen innerhalb der APO differenziert, noch wird der Begriff des „Anti-Intellektualismus“ genauer bestimmt. Hier liegt auch eines der größten Mankos von Berings Text: er differenziert nicht zwischen Antiintellektualismus und Intellektuellenkritik. Stattdessen werden kritische Äußerungen gegenüber Intellektuellen pauschal in die Kategorie „negative Festlegungen“ eingeordnet. Wissenschaftlich hilfreich ist solch eine Undifferenziertheit nicht.

Um die Frage nach Intellektuellenkritik oder Antiintellektualismus in der APO zu beantworten, erscheint es als sinnvoll, ihre Angehörigen zunächst als Intellektuelle inhaltlich zu begreifen, d.h., jene Gedanken und Theorien, welche sie intellektuell bewegten, nachzuvollziehen. Unweigerlich stößt man hierbei auf die Frankfurter Schule als „intellektueller Quellort der späteren Studentenbewegung“.[8] Von ihr gingen, insbesondere während der Formationsperiode der Neuen Linken bis zur Mitte der 60er-Jahre, „die wichtigsten theoretischen Impulse aus“[9] und ihre Vertreter gelten geradezu als „“Väter“ der Studentenbewegung.“ [10] Aber noch aus einem anderen Grund ist es unerlässlich, zur Klärung der Ausgangsfragestellung die Frankfurter Schule mit einzubeziehen. Die Rezeption der von ihr vertretenen Kritischen Theorie durch die Studentenbewegung und die aus dieser spezifischen Rezeption erwachsene Kritik an den Frankfurter Professoren enthält bereits wesentliche inhaltliche Momente einer allgemeineren Intellektuellenkritik, einer Kritik, die wesentlich auf dem von den Studenten konstatierten „Missverhältnis zwischen Theorie und Praxis“ [11] bei den „klassischen“ Intellektuellen basierte. Im Nachfolgenden sind daher zunächst wesentliche inhaltliche Aspekte der Kritischen Theorie dargelegt, wie sie von ihren Hauptvertretern der ersten Generation – Max Horkheimer, Theodor W. Adorno und Herbert Marcuse – entwickelt wurden, unter besonderer Berücksichtigung des Verhältnisses von Theorie und Praxis. Danach soll die bereits erwähnte Rezeption der und Kritik an der Frankfurter Schule durch die Studentenbewegung im Hinblick auf eine darin enthaltene Intellektuellenkritik inhaltlich untersucht werden.

2. Frankfurter Schule und Kritische Theorie – intellektuelles Selbstverständnis

Theoretischer Ursprung der Kritischen war die Marxsche Theorie. In ihrer Frühphase, den 20er- und 30er-Jahren, verstand sich die Kritische Theorie als „Erbin der marxistischen Philosophie“[12], die einer „gründliche[n] Neuüberprüfung“ [13] unterzogen und den historischen Veränderungen seit Marx gemäß modifiziert werden sollte. Damit grenzte sie sich sowohl gegen den bürokratisch erstarrten Marxismus der Kommunistischen Parteien, als auch gegen den „ökonomischen Dogmatismus der 2. [sozialdemokratischen] Internationale“[14], welcher jede Form von Philosophie für nichtig erklärte, ab. So entstand im 1924 in Frankfurt am Main gegründeten Institut für Sozialforschung eine Form der interdisziplinären theoretischen Arbeit, welche Marxismus, Philosophie, Psychoanalyse und empirische Sozialforschung miteinander verband. Das wesentliche Element der Marxschen Theorie, das in der Kritischen Theorie bei allen Modifikationen bestimmend blieb, war das dialektische Denken,[15] also das Begreifen der Gesellschaft als Ganzes (Totalität) und das Erfassen der ihr selbst immanenten Widersprüche, die in einander konträren gesellschaftlichen Tendenzen in Erscheinung treten. Nach klassischem dialektischem Dreischritt lösen sich hierbei Grundtendenz (These) und Gegentendenz (Antithese) auf höherer Stufe ineinander auf (Synthese). Damit aber erfasst das dialektische Denken nicht nur – im Sinne des Positivismus – diejenigen „Tatsachen“, die empirisch im Bestehenden unmittelbar nachweisbar sind, sondern zugleich „diejenigen Tendenzen, die aus ihm hinaus-, über es hinausweisen“[16], und zwar in die Richtung der „geschichtlichen Möglichkeit einer besseren Gesellschaft“.[17] „Daraus entstehen dann unmittelbar die Antriebe für gesellschaftsverändernde Praxis “. [18] Als Subjekt einer solchen Praxis wurde anfangs in Marxscher Tradition das Proletariat bestimmt, im Verlauf der 30er-Jahre aber konstatierten die kritischen Theoretiker zunehmend die „völlige Integration des Proletariats in die Gesellschaft“ [19] vermittelst des sich entwickelnden Staatskapitalismus, den Horkheimer daher geradezu als „Parodie der klassenlosen Gesellschaft“[20] bezeichnete. Damit aber hatte sich gezeigt, dass sich die mögliche Entwicklung zum Sozialismus keineswegs „automatisch“, gleichsam naturwüchsig vollzog, womit es eine eindeutige Geschichtsteleologie gäbe. „Die kritische Theorie […] kehrt sich gegen das Wissen, auf das man pochen kann.“[21] Sie „weist dem bewussten Willen die objektiven Möglichkeiten.“[22] – Die voluntas, also der Wille zur Veränderung und das richtige Bewusstsein (von Vulgärmarxisten als bloß „überbaumäßig“ und daher sekundär diffamiert) rückten nunmehr in den Fokus. Freilich war hiermit die Frage nach dem Träger der Veränderung noch immer nicht beantwortet und entsprechend blieben auch die Überlegungen zur politischen Praxis, zu Aktionsstrategien und zur Organisationsfrage defizitär,[23] ein Umstand, der – so viel Vorgriff sei erlaubt – von Krahl später stark kritisiert wurde.[24] Zugleich hatte dieser Umstand einen direkten Einfluss auf das Verhältnis von Theorie und Praxis: da in die Arbeiterklasse vorerst keine Hoffnung mehr gesetzt wurde, entwickelte sich das kritische Denken, die Theorie zum „Statthalter der Freiheit“.[25] „Denken ist ein Tun, Theorie eine Gestalt von Praxis“[26], brachte es Adorno auf den Punkt, denn als wesentliches Konstitutiv für den bisherigen negativen Verlauf der Menschheitsgeschichte erkannten die kritischen Theoretiker die Bewusstlosigkeit der die Geschichte gestaltenden Menschen.[27] Die Schulung des Bewusstseins, die „Enthüllung und Kritik des falschen Bewusstseins“ [28], sowie das „ Bewusstmachen der Möglichkeiten, zu denen die geschichtliche Situation selbst herangereift ist“[29], war für alle drei Theoretiker die conditio sine qua non einer richtigen gesellschaftlichen Praxis. Gleichwohl blieb diese Praxis notwendigerweise abstrakt, rhetorisch wurde sie durchaus beschworen. So schrieb Horkheimer 1940: „Die Umwälzung, die der Herrschaft ein Ende macht, reicht so weit wie der Wille der Befreiten. Jede Resignation ist schon der Rückfall in die Vorgeschichte.“[30] – Ein mehr als eindeutiger Appell an ein gleichwohl noch unbekanntes Subjekt. Gerade aber aufgrund dieser mangelnden Eindeutigkeit des so Angesprochenen konnte sich theoretisch jeder als solcher empfinden, was „Adornos Wort von der ‚Flaschenpost’“[31] entsprach: die Hoffnung, dass jemand die Schriften rezipieren und die richtigen Konsequenzen hieraus ziehen möge. Dieses abstrakte Hoffen markiert zugleich den Niedergang der Rolle der Praxis in der Kritischen Theorie. War Praxis wie bei Horkheimer, so auch bei Adorno in dessen Frühschriften noch konstitutiv,[32] so verschwindet, auch und wesentlich vor dem Hintergrund des Stalinismus, die Praxisbedeutung im weiteren Verlauf fast vollständig aus den Schriften beider Theoretiker.[33] Sie beschränkten sich ab den 1940er-Jahren auf das „Aussprechen der Negativität“ [34] im Bestehenden.

[...]


[1] http://www.youtube.com/watch?v=_zWKnVNhSRg (00:46 – 00:55, zuletzt abgerufen: 30.07.2013, 22:17).

[2] Vgl. Ingrid Gilcher-Holtey: Konkurrenz um den „wahren“ Intellektuellen. Intellektuelle Rollenverständnisse aus zeithistorischer Sicht, in: Thomas Kroll/Tilman Reitz (Hrsg.): Intellektuelle in der Bundesrepublik Deutschland. Verschiebungen im politischen Bild der 1960er und 1970er Jahre, Göttingen 2013, S. 41 – 52, hier: S. 41, Anm. 1.

[3] Ebd., S. 50, vgl. auch: Hans-Jürgen Krahl: Konstitution und Klassenkampf. Zur historischen Dialektik von bürgerlicher Emanzipation und proletarischer Revolution. Schriften, Reden und Entwürfe aus den Jahren 1966 – 1970, Frankfurt am Main52008 (nachfolgend zit. als: KuK), S. 250.

[4] Zit. n. Rudi Dutschke: Mein langer Marsch. Reden, Schriften und Tagebücher aus zwanzig Jahren. Hg. v. Gretchen Dutschke-Klotz, Helmut Gollwitzer und Jürgen Miermeister, Reinbek bei Hamburg 1980, S. 256.

[5] Krahl: KuK, S. 239, 240, 244, 246. Hentschel behauptet fälschlicherweise, Krahl habe den Begriff nur einmal und (im pejorativen Sinne) mit „kleinbürgerlich“ verknüpft, verwendet. Vgl. Rüdiger Hentschel: „Der Abarbeitungsprozess begann“: Rudi Dutschke als Intellektueller, in: Richard Faber/Uwe Puschner (Hrsg.): Intellektuelle und Antiintellektuelle im 20. Jahrhundert, Frankfurt am Main 2013, S. 79 – 106, hier: S. 79, Anm. 1.

[6] Dietz Bering: Die 68er – anti-intellektuelle Intellektuelle?, in: ders.: Die Epoche der Intellektuellen 1898 – 2001. Geburt, Begriff, Grabmal, Berlin22011, S. 381 – 405.

[7] Ebd., S. 404.

[8] Norbert Frei: 1968. Jugendrevolte und globaler Protest, München22008, S. 93.

[9] Ebd., S. 95.

[10] Günter C. Behrmann: Kulturrevolution: Zwei Monate im Sommer 1967, in: Clemens Albrecht/Günter C. Behrmann/Michael Bock/Harald Homann/Friedrich H. Tenbruck: Die intellektuelle Gründung der Bundesrepublik. Eine Wirkungsgeschichte der Frankfurter Schule, Frankfurt am Main/New York 1999, S. 312 – 386, hier: S. 318.

[11] Wolfgang Kraushaar: Die Wiederkehr der Traumata im Versuch sie zu bearbeiten. Die Remigration von Horkheimer und Adorno und ihr Verhältnis zur Studentenbewegung, in: Exilforschung. Ein internationales Jahrbuch, hg. im Auftrag der Gesellschaft für Exilforschung, Bd. 9, München 1991, S. 46 – 67, hier: S. 59.

[12] Ingrid Gilcher-Holtey: Primat der Theorie oder Primat der Praxis? Kritische Theorie und Neue Linke, in: dies.: Eingreifendes Denken. Die Wirkungschancen von Intellektuellen, Weilerswist 2007, S. 163 – 183, hier: S. 164.

[13] Susanne Kailitz: Von den Worten zu den Waffen? Frankfurter Schule, Studentenbewegung, RAF und die Gewaltfrage, Wiesbaden 2007, S. 58.

[14] Michael Bock: Lästige Verwandtschaft: Die kritische Theorie im Kontext der 20er Jahre, in: Albrecht, u.a. (1999), S. 36 – 56, hier: S. 36.

[15] Vgl. Theodor W. Adorno: Die Aktualität der Philosophie, in: ders.: Gesammelte Schriften, Bd. 1, hg. v. Rolf Tiedemann, Frankfurt am Main21990, S. 325 – 344, hier: S. 338: „Einzig dialektisch scheint mir philosophische Deutung möglich.“

[16] Bock: Lästige Verwandtschaft, S. 40.

[17] Ebd.

[18] Ebd., Hervorh. d. Verf.

[19] Gilcher-Holtey: Primat der Theorie…?, S. 166.

[20] Max Horkheimer: Autoritärer Staat, in: ders.: Gesammelte Schriften, Bd. 5, hg. v. Gunzelin Schmid Noerr, Frankfurt am Main 1987, S. 293 – 319, hier: S. 316.

[21] Ebd., S. 306.

[22] Ebd., S. 308, Hervorh. d. Verf.

[23] Vgl. Gilcher-Holtey: Primat der Theorie…?, S. 170.

[24] Vgl. Hans-Jürgen Krahl: Kritische Theorie und Praxis, in: ders.: KuK, S. 295 – 303.

[25] Theodor W. Adorno: Marginalien zu Theorie und Praxis, in: ders.: Gesammelte Schriften, Bd. 10.2, S. 763.

[26] Ebd., S. 761. Vgl. auch: Horkheimer: Autoritärer Staat, S. 318: „Denken selbst ist schon ein Zeichen der Resistenz, die Anstrengung, sich nicht mehr betrügen zu lassen.“

[27] Vgl. Theodor W. Adorno: Negative Dialektik, zit. n. Krahl: KuK, S. 213, Anm. 5: „Die Naturgesetzlichkeit der Gesellschaft ist Ideologie, soweit sie als unveränderliche Naturgegebenheit hypostasiert wird. Real aber ist die Naturgesetzlichkeit der bewusstlosen Gesellschaft […].“ (Hervorh. d. Verf.)

[28] Kailitz: Von den Worten…?, S. 61, Hervorh. d. Verf.

[29] Herbert Marcuse: Philosophie und kritische Theorie, in: ders.: Schriften, Bd. 3, Springe 2004, S. 227 – 249, hier: S. 249, Hervorh. d. Verf.

[30] Horkheimer: Autoritärer Staat, S. 303f.

[31] Zit. n. Jens Benicke: Von Adorno zu Mao. Die Rezeption der Kritischen Theorie und die Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen deutschen Vergangenheit von der antiautoritären Fraktion der Studentenbewegung zu den K-Gruppen, Diss., Freiburg i.Br. 2009, S. 5, online abrufbar unter: http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/7122/pdf/VonAdornozuMao.pdf (zuletzt abgerufen: 30.07.2013, 22:18).

[32] Bei Adorno allerdings scheinbar eher unter erkenntnistheoretischen Gesichtspunkten. Vgl. Adorno: Aktualität der Philosophie, S. 338f.: „In der Vernichtung der [philosophischen] Frage bewährt sich erst die Echtheit philosophischer Deutung und reines Denken vermag sie von sich aus nicht zu vollziehen: darum zwingt sie die Praxis herbei.“ (Hervorh. d. Verf.)

[33] Vgl. Benicke: Von Adorno zu Mao, S. 29.

[34] Kailitz: Von den Worten…?, S. 61.

Details

Seiten
16
Jahr
2013
ISBN (eBook)
9783656512257
ISBN (Buch)
9783656511588
Dateigröße
500 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v262308
Institution / Hochschule
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn – Institut für Geschichtswissenschaft
Note
1,3
Schlagworte
intellektuellenbewegung

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Titel: 1968. Die APO als intellektuellenkritische Intellektuellenbewegung