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Die Bedeutung von Drogenkonsum in der Pubertät am Beispiel von Cannabis

Hausarbeit 2012 9 Seiten

Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Definiton Cannabis
1.1 Wirkung von Cannabis

2. Cannabiskonsum in der Pubertät

3. Entwicklungsanforderungen in der Pubertät in Bezug auf Cannabis

Fazit

Literaturverzeichnis

Einleitung

Jugendliche machen gerade in der Pubertät einige neue Erfahrungen und probieren Unbekanntes aus – weil sie das Risiko mögen, Verbotenes ausprobieren möchten, Genuss den Regeln vorziehen. Es ist nichts Neues, dass Alkohol und Tabak sehr früh und oft übertrieben konsumiert wird. Mittlerweile zählt allerdings auch Cannabis dazu, dessen Konsum in Deutschland allerdings verboten ist – und damit für Jugendliche wesentlich interessanter ist.

Im Rahmen meines Praktikums nahm ich an einem Kurs für Jugendliche zwischen 13 und 19 Jahren teil, die durch Cannabis auffällig geworden waren und meist durch eine Gerichtsauflage oder von den Eltern dorthin geschickt wurden. Bei diesem zweitägigen Kurs wurden ihnen gesundheitliche, gerichtliche, als auch soziale Folgen des – übermäßigen – Konsums von Cannabis näher gebracht. Zudem sollten sie sich mit anderen austauschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben, ihr Verhalten hinterfragen und herausfinden, wie sie in Zukunft mit ihrem Konsumverhalten umgehen möchten. Mich hat es sehr überrascht, wie gut diese Jugendliche über Cannabis informiert waren und dass sie neben all der Naivität genau darüber bescheid wussten, was sie taten – nämlich eine in Deutschland illegale Droge konsumieren.

Diesen Kurs, die Jugendlichen, die ich erlebte und die Neugier mehr zu dem Thema erfahren zu wollen, um vielleicht ein wenig besser nachvollziehen zu können, warum immer mehr Jugendliche zu Cannabis greifen, nahm ich mir zum Anlass um meinen Schwerpunkt in der folgenden Arbeit auf Cannabis zu legen.

Zur Definition und Wirkung von Cannabis, die ich in meiner Arbeit zuerst erläutern werde, beziehe ich mich hauptsächlich auf die ginko Stiftung für Prävention und den Deutschen Hanf Verband, die mir einen guten Überblick über Haschisch, Marihuana und Wirkungsweisen gaben. Der Drogen- und Suchtbericht 2011 war hilfreich, um Zahlen und Fakten zum Cannabiskonsum in Deutschland in Erfahrung zu bringen. Zudem ist mir wichtig aufzuzeigen, dass der Konsum von Cannabis keine Neuerscheinung ist und schon seit längerem ein Problem darstellt.

Zum Cannabiskonsum in der Pubertät beziehe ich mich hauptsächlich auf Marcus Freitag und Klaus Hurrelmann, deren Literatur hilfreich war, um Cannabis und Pubertät in Bezug zueinander zu stellen und Entwicklungsanforderungen aufzuzeigen. Letzteres beschreibt Thomas Geschwinde auch sehr gut, dessen Literatur ich mir zu Hilfe nahm, um das Thema von verschiedenen Blickwinkeln betrachten zu können.

Zu Entwicklung der Menschen allgemein werde ich mich auf Alexander Grob und Ute Jaschinski beziehen. In der folgenden Arbeit werde ich also zunächst einmal Cannabis definieren und beschreiben welche Wirkung es hat, anschließend darauf eingehen warum gerade Jugendliche zu Drogen greifen und dann auf den Hauptteil übergehen, nämlich auf die Entwicklungsanforderungen und Belastungen die Jugendliche zu bewältigen haben.

1. Definition Cannabis

Cannabis ist der lateinische bzw. wissenschaftliche Name für Hanf, das den berauschendenWirkstoff THC (Delta-9-Tetrahydrocannabinol) enthält, der aus der indischen – weiblichen – Hanfpflanze gewonnen wird und Stimmungen, Gefühle und Wahrnehmungen beeinflusst (vgl. www.ginko-stiftung.de, Stand 10.04.12).

Die beiden bekanntesten Cannabis-Produkte sind Haschisch und Marihuana, deren Handel, Anbau und Gebrauch laut dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG) in Deutschland verboten ist.

Haschisch wird aus dem Harz – also aus dem Pflanzensaft der Hanfpflanze – gewonnen und meist zu braunen oder schwarzen Platten oder Klumpen gepresst. Auch kann es zu konzentriertem Haschischöl verarbeitet werden, welches einen THC-Gehalt von 12 bis 60 Prozent hat, dagegen hat Haschisch nur einen THC-Gehalt von 5 bis 7 Prozent (vgl. www.ginko-stiftung.de, Stand 10.04.12).

Marihuana hingegen „besteht aus den getrockneten Blüten, Blättern und Stengeln der weiblichen Hanfpflanze“ (www.ginko-stiftung.de, Stand 10.04.12) mit einem THC Gehalt von 1 bis 7 Prozent.

1.1 Wirkung von Cannabis

Die Wirkung von Cannabis ist von einigen Faktoren abhängig. Zunächst einmal kommt es darauf an in welcher Form Cannabis konsumiert wird. Man kann es sowohl rauchen, als auch – in Kuchen oder Kekse eingebacken – essen. Meist werden Cannabisprodukte mit Tabak vermischt und als Joint oder Pfeife geraucht (vgl. www.hanfverband.de, Stand 05.05.12). Hinzu kommt die Dosis bzw. der entsprechende THC-Gehalt, aber auch die Umgebung und Erwartungen, die der Konsument an Cannabis hat.

Vor allem in Gemeinschaft von Freunden wird die Wirkung von Cannabis allgemein als sehr positiv betrachtet. Der Deutsche Hanf Verband teilt diese „positiv erlebten Wirkungen“ in sechs verschiedene Bereiche ein: Fühlen, Denken, Gedächtnis, Wahrnehmung, Kommunikation und Körpererleben. In jedem dieser Bereiche finden durch den Konsum von Cannabis Veränderungen statt (vgl. www.hanfverband.de, Stand 05.05.12).

Konsumenten sind im sogenannten Rausch positiv gestimmt und emotional vollkommen entspannt, während sich die Denkmuster verändern und neue Ideen und Gedankensprünge. Das Kurzzeitgedächtnis wird dabei allerdings beeinträchtigt und gerade Geschehenes gerät schnell in Vergessenheit. Die Wahrnehmung jedoch wird intensiver, sodass Nebensächlichkeiten, die sonst ignoriert werden, deutlich wahrgenommen werden. Durch die Störung des Kurzzeitgedächtnisses wird die Zeit als viel langsamer wahrgenommen als sie tatsächlich ist (vgl. www.hanfverband.de, Stand 05.05.12).

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Details

Seiten
9
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656514879
ISBN (Buch)
9783656514794
Dateigröße
414 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v262913
Institution / Hochschule
Frankfurt University of Applied Sciences, ehem. Fachhochschule Frankfurt am Main
Note
1,3
Schlagworte
bedeutung drogenkonsum pubertät beispiel cannabis

Autor

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