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Erfahrungen deutscher Studierender in den Niederlanden

Empirische Untersuchung

Projektarbeit 2011 102 Seiten

Sozialwissenschaften allgemein

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Analyse
2.1 Exkurs über den Fremden
2.2 Warum in Europa studieren?
2.3 Transnationale Mobilität
2.4 Schwelle der Gleichgültigkeit
2.5 Studenten im Überblick
2.6 Faktorenkonzept – Beeinflussung der Mobilitätsentscheidung
2.7 Erfahrungen im „Intra- and Interpersonal Development“

3. Eigener Ansatz

4. Empirische Analyse
4.1 Hypothesen im Überblick
4.1.1 Oberhypothese
4.1.2 Unterhypothesen
4.2 Auswertung des Datensatzes
4.2.1 Demografische Daten
4.3 Erläuterungen der Zusammenhangsmaße
4.4 Empirische Analysen der Unterhypothesen
4.4.1 Unterhypothese
4.4.1.1 Unterhypothese
4.4.1.2 Unterhypothese
4.4.2 Unterhypothese
4.4.3 Unterhypothese
4.4.4 Unterhypothese

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Die im Zuge der Globalisierung zunehmende ökonomische Vernetzung der Nationalstaaten hat eine Vielzahl neuer, supranationaler Möglichkeiten der Lebensplanung mit sich gebracht. Sie bietet breiten Bevölkerungsschichten einerseits neue Chancen auf dem Arbeitsmarkt, stellt jedoch andererseits hohe Erwartungen an Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in puncto Flexibilität und fachlicher Kompetenz.

Entsprechend dieser neuen Erwartungen auf einem sich internationalisierenden Arbeitsmarkt, haben sich auch die Erwartungen an ein Hochschulstudium verändert. Diese Entwicklung nehmen auch die Studierenden selbst wahr. Dies verdeutlicht unter anderem eine statistische Erhebung von TNS/Infratest aus dem Jahr 2007. Dabei wurden über 1000 deutsche Studenten gefragt, „was ihnen zum Thema Globalisierung einfällt.“ Demnach gaben 3,8% an, dass Sprachkenntnisse wichtiger werden, 2% verbinden Globalisierung mit dem Begriff „Auslandsstudium“, 1,4% mit der Anpassung der Bildung auf internationales Niveau und 1,3% mit dem Begriff „Auslandsaufenthalten“.[1] Die Prozentwerte scheinen auf den ersten Blick sehr niedrig zu sein. Wenn man sich jedoch vor Augen führt, dass keine festen Antwortmöglichkeiten vorgegeben waren, so wird klar, dass ein verhältnismäßig großer Teil der Studierenden Globalisierung mit den genannten Begriffen assoziiert. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass die Zahl der Studierenden, die ihr Studium im Ausland absolvieren, im Zeitalter der Globalisierung stetig zunimmt:

Während 1998 lediglich ca. 46.300 Deutsche an ausländischen Hochschulen studierten, stieg die Zahl bis 2008 auf ca. 102.800 an.[2] Dabei ist die Niederlande noch vor Österreich und Großbritannien unter Deutschen Studierenden das beliebteste Land für ein Auslandstudium. Während laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2000 lediglich knapp über 3000 Deutsche in den Niederlanden studierten, stieg die Zahl im Wintersemester 2009/2010 auf über 20.000.[3]

Das Thema unseres Lehrforschungsprojektes „Erfahrungen Deutscher Studierender in den Niederlanden“ passt in den Kontext dieser gesellschaftlichen Entwicklung. Die zunehmende Zahl deutscher Studierender an niederländischen Hochschulen ist ein eindeutiger Beleg hierfür. Das Hochschulstudium in den Niederlanden gilt allgemein als praxisnahe und problemorientiert, was insbesondere in der Wirtschaft sehr gefragt ist, wodurch die Attraktivität eines Auslandssemesters in den Niederlanden erhöht wird. Ein weiterer Grund, weshalb viele Deutsche ein Studium in den Niederlanden absolvieren, könnte auch in der geographischen Nähe zu Deutschland liegen, da hierdurch die Reise in den Heimatort mit einem wesentlich geringeren zeitlichen Aufwand verbunden ist und soziale Kontakte wesentlich leichter aufrecht zu erhalten sind.

Uns stellt sich die Frage, ob Auslandsaufenthalte bzw. Auslandssemester in den Niederlanden und die während des Aufenthaltes in den Niederlanden gesammelten Erfahrungen, Studierende dahingehend beeinflussen, dass sie auch nach Absolvierung des Semesters oder Studiums bei ihrer künftigen Lebensplanung über nationale Grenzen hinweg denken. Dies könnte Aufschluss darüber geben, ob die veränderten Erwartungen an ein Studium und der daraus resultierende Trend hin zu mehr Auslandsstudien eine Verstärkung der Lebensplanung im Ausland impliziert.

Dieses Forschungsprojekt wendet quantitative Methoden der empirischen Sozialforschung an, um Zusammenhänge zwischen positiven wie negativen Erfahrungen deutscher Studierender in den Niederlanden, der dort angewendeten Lebensweise und der zukünftigen Lebensplanung zu beleuchten.

Im Mittelpunkt unserer Untersuchungen steht dabei die Frage, ob und inwiefern positive private und universitäre Erfahrungen während des Studiums oder des Auslandssemesters zu einer Arbeitsplatz- und Wohnortauswahl bezüglich der künftigen Lebensplanung beitragen.

Ausgehend von theoretischen Bezügen zum Thema „Studieren im Ausland“ versuchen wir anhand der Analyse einer Erhebung, bei der deutsche Studierende zu den Erfahrungen und Hintergründen ihres Auslandssemesters in den Niederlanden befragt wurden, zu untersuchen, welche Faktoren inwiefern Einfluss auf unsere Fragestellung haben und unsere Annahme, dass positive Erfahrungen zu einer Arbeitsplatz- und Wohnortauswahl bezüglich der künftigen Lebensplanung beitragen, bestätigen oder verwerfen.

2. Theoretische Analyse

2.1 Exkurs über den Fremden

Definition des Fremden nach Georg Simmel

Georg Simmel hat sich in seinem Exkurs über den Fremden mit dem Thema des fremd Seins bzw. der Migration befasst. Wie auch bei allen anderen Themen sind positive wie auch negative Seiten vorhanden, die es zu beleuchten gilt. Der Fremde verfügt über Eigenschaften, die es ihm erlauben aus einem objektiveren Blickwinkel die Geschehnisse, in der für ihn neuen Gesellschaft zu analysieren und zu beurteilen. Darauf aufbauend lässt sich über die Besonderheit der internationalen Studenten diskutieren, in unserem Fall besonders über die Position der deutschen Studenten in den Niederlanden.

Zu Beginn betitelte der Begriff des Fremden einen Wanderer, „ der heute kommt und morgen geht “, in der heutigen Zeit ist der Fremde allerdings der, „der heute kommt und morgen bleibt“.[4]

Im Laufe der Geschichte hat sich der Begriff des Fremden grundlegend verändert. Als Erstes waren es Kaufleute die ihre Waren in fremden Ländern verkauft haben. Sie haben den Menschen das Leben erleichtert, da sie ihnen den Weg erspart haben in ferne Länder zu reisen um die Waren dort zu erwerben. Demnach sind Fremde, Menschen die aus der Ferne kommen und sich in irgendeiner Form in die „neue“ Gesellschaft integrieren. Diese Fremden sind weder gebunden an die neue Gesellschaft, aufgrund von Landbesitz, noch durch soziale Bindungen, was es ihnen ermöglicht eine objektive Sicht auf die Geschehnisse zu erlangen.[5] Es ist also ein Gegensatz zur Sesshaftigkeit mit seiner Fixiertheit an einen „ gegebenen Raumpunkt “.[6] Somit verkörpert der Fremde beides, die „ Gelöstheit des Kommens und Gehens[7] und die Sesshaftigkeit. Er hat sich zwar an einem Ort niedergelassen, kommt jedoch aus einer anderen Kultur, was ihm einen besseren Handel ermöglicht, wie auch besondere berufliche Positionen. Denn Richter beispielsweise wurden immer aus fernen Städten gerufen, damit sie objektiver entscheiden konnten und nicht aufgrund familiärer Verhältnisse, subjektive Urteile gefällt haben.

Somit ist Objektivität als Freiheit zu betiteln, denn der objektive Mensch ist durch keinerlei Festlegungen gebunden.[8] Es herrscht also eine Art von Distanz in dem Verhältnis zwischen den Menschen, der Nahe ist folglich fern und das Fremdsein bedeutet, dass der Ferne nah ist. Simmel spielt hier mit Worten. Der Fremde ist nahe weil die räumliche Distanz zu ihm gering ist, fremd ist er dennoch, da er besondere Eigenschaften aus seiner alten Kultur inne hat. Dies ist übertragbar auf die Studenten, sie müssen sich in die lokalen „Spiele“ erst hineinfinden. Sie befinden sich zwar in der neuen Gesellschaft jedoch sind die Einheimischen zunächst fern und sie selbst werden als fremd betitelt. Denn räumliche Nähe bedeutet nicht emotionale Nähe oder Vertrautheit. Die Studenten betrachten die Gesellschaft aus einer objektiveren Perspektive. Wobei der menschliche Geist niemals völlig von subjektiven Gefühlen, Meinungen, Wertevorstellungen und Haltungen freigesprochen werden kann.

Objektivität ist hier nicht mit Nicht-Teilnahme gleichzusetzen. Die Studenten partizipieren genauso wie damals die Kaufleute oder Richter und sie bewerten anders als die Einheimischen, es könnte von einer freieren Teilnahme gesprochen werden.

Nach Simmel ist der Begriff des Fremden folglich positiv zu bewerten, denn er ist der Freiere, er kann die vorherrschenden Verhältnisse vorurteilsloser betrachten und ist in seinen Handlungen weder durch Gewohnheit noch durch Prioritätensetzung gebunden.

Der Begriff des Fremden, basierend auf der vorherigen Definition, besagt nichts über das jeweilige Individuum. Der Begriff ist generell gehalten, was wiederum aussagt, dass nicht über ein bestimmtes Individuum gesprochen wird, sondern über den Fakt, dass jemand aus der Ferne kommt.[9] Ebenso verhält es sich mit den Studenten, die ins Ausland gehen. Es wird von einer generellen Gruppe gesprochen. Dies ist genauso generell gehalten wie der Ausdruck des Nahen. Zudem ist der Fremde trotz seines fremd Seins ein „ organisches Glied der Gruppe“, sonst wäre er nicht fassbar. Der Begriff des Fremden, um diesen Aspekt abzuschließen, betitelt also das eigenartige Verhältnis aus Nähe und Ferne.[10]

„Georg Simmel betrachtet in seinem Exkurs über den Fremden die Fremdheit als eine Beziehung, in der sich Nähe und Distanz zu einer besonderen Form der Wechselwirkung verbinden “.[11]

2.2 Warum in Europa studieren?

“Mobility is the quality of those who can easily move and adapt to different environment”[12]

Damit die Studenten Erfahrungen im Ausland sammeln und ihre weitere Lebensplanung international ausrichten können, muss erst einmal eine Möglichkeit dazu gegeben werden. Denn im Verlauf der Geschichte hat sich die Form der Migration gewandelt. Früher waren die Gründe einer Migration in andere Länder ökonomisch oder politisch bedingt - heute emigrieren vor allem gut ausgebildete, professionalisierte Arbeiter. Genau zu dieser Gruppe gehören auch die Studenten, die sich besser auf dem globalisierten Arbeitsmarkt zurechtfinden wollen. Dieser neue Typ an zeitlich begrenzten Emigranten nennt sich „ student travelers “ und führt zugleich eine neue Form der Europäer ein.

Die in den Niederlanden studierenden Deutschen unterliegen dem Einfluss der europäischen Umwelt. Somit ist die deutsch-niederländische Studentenmobilität, also die student travelers, in folgender Definition zu fassen.

"Unter horizontaler Europäisierung werden Kontakte, Interaktionen und soziale Beziehungen zwischen unterschiedlichen europäischen Ländern sowie Formen paneuropäischer Mobilität verstanden (Austausch und Verflechtung zwischen den Mitgliedsstaaten)"

Aufgrund der Tatsache, dass eine gute Infrastruktur in Europa entwickelt wurde, wie zum Beispiel ein umfangreiches Straßen- und Schienennetz, ein ausgebautes System des öffentlichen Verkehrs und in der Kommunikation, ist die horizontale Europäisierung grundlegend vereinfacht.[13]

Es wird herausgestellt, dass jegliche Transaktionen zwischen den Ländern auch zu engerem Austausch zwischen den Individuen führen. Dies wurde erst durch die Ausweitung der neueren Kommunikationsmittel ermöglicht, da dadurch erst eine problemlose Aufrechterhaltung in beruflichen, freundschaftlichen oder verwandtschaftlichen Belangen über große Entfernungen hinweg ermöglicht wurde.

Aufgrund eben dieser neuen Form der Kommunikation, ist es also jedem möglich Kontakt zu Menschen auf der ganzen Welt aufzubauen und zu halten. Es entsteht ein Prozess der virtuellen Mobilität, welche durch die „ student travelers “ ausgelebt wird. Es entstehen immer mehr interkulturelle Kontakte, welche das Ferne gar nicht mehr so fern erscheinen lassen und das heutige Europa immer weiter vereinen.[14]

Durch den Prozess der virtuellen Mobilität, die Öffnung der Grenzen und einem gemeinsamen Europa haben viele die Möglichkeit freier zu entscheiden wo sie leben oder studieren wollen. Die Migration aufgrund politischer oder ökonomischer Gründe, innerhalb welcher das Verlassen des Heimatlandes wichtiger war, als das Ankommen in ein neues Land, haben sich insoweit gewandelt, dass nun das Erreichen eines neuen/fremden Landes mehr von Bedeutung ist, als das Verlassen des Heimatlandes. Aus Angst und Flucht wurden neue Möglichkeiten und Erweiterung des Horizontes.[15]

Genau diese Möglichkeiten machen sich die „ student travels “ zunutze. Durch die studentische Mobilität befinden sie sich zwischen ihrer eigenen Nationalität und einem gemeinsamen Europa, mit dem dazugehörigen europäischen Gefühl. Sie erscheinen hier als eine Randgruppe, als diejenigen, die sich als Europäer sehen und auch in ihrem Europa leben wollen, unabhängig davon, ob in ihrem Heimatland oder in einem anderen Mitgliedstaat. Sie sind offen für andere Staaten Europas und es gehört zu ihrer europäischen Ausbildung und zur Erweiterung ihrer soziokulturellen Erfahrungen, dass sie über ihre nationalen Grenzen hinweg schauen. Um auf dem europäischen Arbeitsmarkt mithalten zu können, müssen sie „europäisch denken“.[16]

2.3 Transnationale Mobilität

Um auf die Frage eingehen zu können, inwieweit Erfahrungen eines Auslandssemesters die weitere Lebensplanung der Studenten beeinflussen, müssen die Studenten charakterisiert werden. Um überhaupt Erfahrungen im Ausland sammeln zu können, müssen die Studenten schließlich den Schritt ins Ausland wagen und sich auf das Abenteuer einlassen. Dabei spielt die transnationale Mobilität eine entscheidende Rolle. Nicht nur für die Studenten im speziellen Fall, sondern auch auf dem internationalen Arbeitsmarkt.

2.4 Schwelle der Gleichgültigkeit

Henk Van Houtum und Martin Van Der Velde thematisieren die Probleme des transnationalen Arbeitsmarktes in Europa in Bezug auf ihr seltenes Aufkommen. Einleitend stellen sie fest, dass das Ziel der EU unter anderem die Verbesserung der transnationalen Mobilität war. Im Gegensatz zu der Mobilität von Gütern, Finanzen und Informationen ist der "Produktionsfaktor" Arbeit nicht derartig angestiegen. Hieraus folgt ihre Leitfrage, weshalb dies nicht der Fall ist. Denn den Statistiken aus 2002 zufolge, gibt es nur 3 Millionen Menschen auf dem europäischen Arbeitsmarkt aus anderen EU-Staaten, was 1,7 Prozent entspricht. 98 Prozent der Arbeiter sind somit nicht mobil in ihrem Arbeitsplatz. Trotz der politischen Schritte wird sich in der weitestgehend vorhersagbaren Zukunft nichts radikal ändern.[17]

Für einen optimal funktionierenden Arbeitsmarkt ist eine Erhöhung der transnationalen Mobilität ein wichtiges Instrument. Schon bei Simmel wird die Bereicherung einer Gesellschaft oder eines Teams durch einen „Fremden“ deutlich, wie es unter anderem das Beispiel mit dem Richter zeigt. Ein europäischer Arbeitsmarkt wird durch die Entfernung von Barrieren, Reduzierung von Anpassungskosten und Angleichen der Fähigkeiten erreicht.

Mithilfe einer so genannten "High Skilled Task Force", also einer Expertengruppe, wurden die Charakteristika des neuen Arbeitsmarktes identifiziert. Es sollten Probleme ermittelt werden, die den Ausbau des Arbeitsmarktes behindern. Dies galt insbesondere in Bezug auf Fähigkeiten und Mobilität, welche eine Schlüsselrolle einnahmen. Hierdurch sollten Lösungsmöglichkeiten entwickelt werden. Die Expertengruppe kam zu dem Entschluss, dass gravierende Hindernisse wie der Mangel an Transparenz und Wissen im Arbeitsmarkt die transnationale Mobilität behindert.

Um den Sachverhalt zu erörtern, wird seitens Van Houtums und Van Der Veldes von der Rationalitätstheorie Gebrauch gemacht. Es wird demnach davon ausgegangen, dass die Menschen stets versuchen, den höchst möglichen Profit aus der Arbeit zu erreichen. So wird die plausible Gleichung aufgestellt, dass, wenn sich ein Umzug in ein anderes Land nicht lohnt, es zu keinem Umzug kommen wird. Damit sich das Arbeiten außerhalb der eigenen Grenzen rentiert, wird eine Harmonisierung und Synchronisierung der Regeln für den Arbeitsmarkt gefordert.

Des Weiteren wird angeführt, dass von den 34 Millionen Menschen in Grenzregionen lediglich 500.000 für ihre Arbeit pendeln müssen. Somit sind von den ca. 98 Prozent nicht mobilen Arbeitern und den ungefähren 1,7 Prozent mobilen Arbeitern in Europa 0,2 Prozent Pendler. Hieraus wird geschlussfolgert, dass zur Klärung der Immobilität die Rationalitätstheorie nicht genügend ist. Die sozialen Netzwerke sind ebenfalls ein wichtiger Faktor.[18]

Das rationale Denken der Menschen wird von dem so genannten " Habitus " beeinflusst. Der Habitus ist eine kollektiv und sozial konstruierte Vorstellung der Umgebung, des Ursprungs, der Werte, der Normen und des Wissens. So wird auch ein nationaler Habitus konstruiert. Nationale Grenzen bewirken daher noch immer ein "wie hier" und "die anderen dort" Gedanken. Demzufolge kann trotz physikalischer, geographischer Nähe (des Arbeitsmarktes) eine nationale Grenze Befremdung und Ablenkung hervorrufen. Dieser Sachverhalt ähnelt dem Ansatz von Simmel des Fremdseins. So besteht trotz physischer Nähe eine Distanz aufgrund verschiedener Kulturen und Werte.

Allerdings haben Pendler und Migranten gedanklich bereits eine bestimmte Gedankenphase vollzogen. Die " threshold of indifference " oder "Schwelle der Gleichgültigkeit" ist gedanklich überschritten worden. Diese Schwelle der Gleichgültigkeit stellt den Unterschied zwischen der beruflichen Mobilität (innerhalb des Nationalstaates) und der transnationalen Mobilität dar.

Die Überwindung der Schwelle führt zu einem Entscheidungsprozess, bei der die Chancen der Gegenwart (Zuhause) und der möglichen neuen Gelegenheit oder Lage (fern) berechnet werden. Hierauf folgt die Entscheidung der Mobilität, ob in der aktuellen Lage verharrt oder eine neue Umgebung gewählt wird.[19] Diese Theorie ist hervorzuheben, da sie das Besondere von den Studenten mit Auslandserfahrungen festmacht. Der von den verschiedenen Faktoren beeinflusste Entscheidungsprozess wird, wie wir innerhalb unserer Darlegung noch erfahren werden, auch für die Entscheidung des Arbeitsmarktes wichtig.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Bearbeitung

Die voranstehende Grafik macht deutlich, dass die Studenten aufgrund ihrer durch Erfahrung geprägten Persönlichkeit die Schwelle überschritten haben und sich der Hochschulen außerhalb der eigenen nationalen Grenzen bewusst sind.

Grenzen spielen also noch immer eine große Rolle als sozial konstruierte Grenze, in der die Möglichkeiten auf der "anderen Seite" keine Beachtung finden können. Einigen Stimmen zufolge, ist gerade wegen des Integrationswillens der EU, ein Belebungsprozess des Nationalismus der nationalen Regierungen zu erkennen. So werden nationale und regionale Vorteile oder die national-kulturellen Unterschiede hervorgehoben.

Bisher fokussierte sich die EU auf die Transparenz von (national unterschiedlichen) Regeln und Gesetzen des Arbeitsmarktes. Allerdings reicht es aufgrund der sozialen Bindung zum eigenen Staat nicht aus. Nationalität wirkt der transnationalen Mobilität entgegen. Van Houtum und Van Der Velde schließen damit ab, dass die Politik die eigentümlichen, besonderen Nationalitäten nicht hervorheben, sondern nationale Unterschiede unterbewerten soll.[20]

2.5 Studenten im Überblick

Das Studium im Ausland aufzunehmen bedeutet oftmals eine komplette Veränderung des Alltags und kann als erster Schritt in eine internationale Karriere münden. Hier werden Besonderheiten wie interkulturelle Kompetenzen, Fremdsprachenkenntnisse, Aufbau eines sozialen Netzwerkes mit Menschen aus anderen Ländern und das Lösen von alltäglichen Problemen in fremder Umgebung erworben. Industrienationen sind besonders interessiert Studenten aus anderen Staaten zu empfangen oder die eigenen Studenten in das Ausland zu schicken, so eben auch Deutschland. Innerhalb Europas sind auch andere europäische Staaten beliebtes Ziel für ein Studium.[21]

Studenten gehören zu der Bildungselite jedes Landes, sie sind die Zukunft auf die gesetzt wird. Doch um in unserer globalisierten Welt Fuß zu fassen benötigen die Studenten nicht nur eine fundierte Ausbildung, sondern auch besondere Fähigkeiten, die es ihnen ermöglichen, auf dem europäischen Markt tätig zu sein.[22] Dazu zählt eben auch für immer mehr Studenten, wie auch für Arbeitgeber, der Aufenthalt im Ausland. Es gilt nicht nur, die Sprachfähigkeiten zu verbessern oder gar eine neue Sprache zu erlernen, viel wichtiger sind die sog. soft skills, soziokulturellen Erfahrungen, welche die Studenten in ihrem Auslandsaufenthalt verbessern und erweitern.[23] Sie erweitern ihren Horizont auf so unterschiedliche und vielfältige Weise, dass das Erlernen einer Sprache schon fast zur Nebensache wird. „ Students in this way become, more mature, sophisticated, hungry for knowledge, culturally aware and sensitiv “.[24] Dabei sind sowohl die guten wie auch die schlechten und schwierigen Erfahrung für den zukünftigen Werdegang von größter Bedeutung. Alles fließt positiv in die Entwicklung und die zukünftige Lebensplanung ein.[25]

Zudem werden die Erfahrungen, welche die Studenten im Ausland gesammelt haben, nach ihrer Rückkehr in das Heimatland in ihrem Bildungs- und Entwicklungsprozess eingebettet. Somit profitieren nicht nur die Studenten positiv von ihrem Austausch, sondern auch ihr Heimatland, weil es über höher qualifizierte Studenten verfügt.[26] Den Studenten stehen also nach ihrem Auslandsaufenthalt mehr Türen offen, denn sowohl ihrem Heimatland wie auch

anderen Ländern sind diese höheren Qualifikation bewusst.

Die Studenten, welche sich für einen Austausch entscheiden, sind meist zwischen 20 und 26 Jahre alt, das Durchschnittsalter liegt bei 23 Jahren. Diese Studierenden haben die Gemeinsamkeit, dass sie noch keine familiäre Verantwortung tragen.[27] Prozentual wagen genauso viele Männer wie auch Frauen den Schritt ins Ausland. Je nach Fachrichtung variieren die Prozentanteile von Frauen und Männern, es kann aber nicht von einem Überschuss an Männern oder von Frauen gesprochen werden. Die meisten dieser Studenten haben ausländische Wurzeln und Reisen gehörten schon immer zu ihrer Familiengeschichte, bis es zu ihrer persönlichen Geschichte wird.[28]

Ready to move“ ist ein viel verwendeter Begriff der Studierenden, sie fühlen sich bereit für einen radikalen Wandel ihrer Umgebung in Bereich Sprache, Lifestyle, Kultur und vieles mehr. Das Wichtigste ist das bevorstehende Abenteuer, die Studenten wissen nicht, wie es sein wird, ob sie sich zurechtfinden und wohlfühlen werden, „ be prepaired its not going to be a rose garden“.[29] Es gibt so viele Faktoren die nicht einkalkuliert werden können. Werden sie sich mit ihren Kommilitonen verstehen? Wird das Heimweh überhand nehmen? Werden ihre Erwartungen erfüllt werden? Denn obwohl ihnen niemand sagen kann, wie es sein wird und was sie erwartet, hat natürlich jeder von ihnen seine geheimen Erwartungen, welche sich möglichst erfüllen sollen.

Aus ökonomischer Sicht ist der Schritt ins Ausland ein Wagnis, denn finanziell gesehen werden die Studenten definitiv keinen Vorteil aus einem Auslandssemester oder Studium ziehen können. Die Kosten für so ein Wagnis sind unkalkulierbar, der persönliche Benefiz hingegen ist unwahrscheinlich hoch. Um bei der ökonomischen Sicht zu bleiben, erhöhen die Studenten jedoch ihr ‚Kapital’ für die Zukunft. Gary Becker hat sich in seinem Werk „ Human Capital: A Theoretical and Empirical Analysis, with Special Reference to Education“ (1964), genau mit diesem Thema beschäftigt. Er sagt, dass in jedem Menschen ein bestimmtes Wissen eingebettet ist. Human Kapital ermöglicht den Menschen ihr schon vorhandenes Wissen zu erweitern.[30]

Mobility capital’ ist eine Subkomponente dieses Kapitals. Die Studenten erweitern ihre Kenntnisse, indem sie über eine Fülle von Auslandserfahrungen verfügen, welche durch ein Auslandsstudium produziert werden. Aus ökonomischer Sicht kann also ein Auslandsstudium, wenn es langfristig betrachtet wird, doch von großer Bedeutung und Nutzen sein.[31] Das ‚ mobility capital’, besteht aus vier Elementen: Persönliche und familiäre Geschichte, bisherige Erfahrungen im Bereich Sprache und Mobilität und Adaption und persönliche Eigenschaften des potentiellen Wanderers.

Der persönliche Background der Studenten spielt eine entscheidende Rolle für die Entscheidung eines Auslandsstudiums. Die meisten Studenten, welche ins Ausland gehen, kommen aus multikulturellen Familien. Eines ihrer Elternteile ist entweder emigriert, die ganze Familie lebt in einem fremden Land oder das Reisen an sich gehörte einfach schon immer zu den Gewohnheiten der Familien. Die Studenten haben also einen anderen Blickwinkel auf Mobilität, sie sind damit groß geworden und empfinden es als normal. Sie denken europäischer bzw. denken über die nationalen Grenzen hinaus und beziehen alle Länder und Städte für ein Studium in Betracht. Die bereits angesprochene Schwelle der Gleichgültigkeit ist gedanklich bewältigt. Für sie ist es leichter sich in fremden Ländern zurechtzufinden und die Gegebenheiten einer neuen Kultur zu adaptieren. Das ist ein entscheidender Unterschied zu anderen Studenten, für die ein Auslandssemester nicht in Frage kommt. Studenten, die es gewohnt sind ihre Freizeit und Urlaube innerhalb ihrer nationalen Grenzen zu verbringen, denken seltener über die nationalen Grenzen hinweg.[32]

For, quite obviously, mobility is not given to everyone: it must be learned!” [33]

Natürlich kann nicht generalisiert werden, dass auch Studenten ohne multikulturellen Hintergrund sich für ein Auslandsstudium entscheiden. Dies ist allerdings der geringere prozentuale Anteil. Die Studenten an sich müssen vor ihrem Auslandsstudium schon auf irgendeine Weise mit Mobilität in Kontakt gekommen sein. Viele Eltern versuchen ihre Kinder schon frühzeitig an Mobilität zu gewöhnen, sie planen internationale Urlaube, Sprachreisen oder Sportcamps im Ausland. Somit wurde es für die Studenten zum Alltag, sich in fremden Ländern zurecht zu finden.

Genauso wie auch Studenten ins Ausland gehen, ohne einen multikulturellen Hintergrund zu haben, gibt es natürlich auch Studenten mit multikulturellen Hintergrund, die den Schritt ins Ausland nicht wagen. Es ist nicht nur die Mobilität die erlernt werden muss, sondern die eigene Persönlichkeit spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle. Die Gefühle und Emotionen, die jedes Individuum dazu treibt den Schritt ins Ausland zu wagen und auch die gesammelten Auslandserfahrungen, variieren sehr stark. Gleiche Erfahrungen bedeuten nicht zwangsläufig gleiche Resultate.[34]

Persönliche Eigenschaften des potenziellen Wanderers, also auch der Studenten, sind Aufgeschlossenheit, Neugier und Extrovertiertheit. Studierende interessieren sich für neue Kulturen und wollen neue Menschen kennen lernen, sie brauchen und suchen die Veränderung. Wie Simmel schon angemerkt hat, haben sie einen freieren und ungebunderen Geist, sie sind frei von Befangenheit.[35]

Trotz all der Theorien über multikulturelle Hintergründe und einem Lernprozess der Mobilität ist es am Ende doch die eigene Persönlichkeit, die es einigen Studenten ermöglicht/ erlaubt ein Auslandsstudium zu absolvieren, „ personality is a key factor “.[36] Es kann also gesagt werden, dass ‚ mobility capital’ ein beständiger, aber mit behutsamer Geschwindigkeit ablaufender Prozess ist, „ and all the time learning “.[37]

2.6 Faktorenkonzept - Beeinflussung der Mobilitätsentscheidung

Der besondere Einfluss der individuellen Persönlichkeit auf den Entscheidungsprozess wird auch in der Arbeit von Mei Li und Mark Bray. Rationalität alleine reicht nicht als Erklärungsmaßstab für die Mobilitätsentscheidung aus. Es werden Studirende aus China untersucht, die sich für ein Auslandsstudium in den Sonderverwaltungszonen von China entschieden haben, welche aufgrund ihrer besonderen rechtliche Lage als sowohl in- als auch ausländisch betrachtet werden können.

Einleitend wird festgestellt, dass die grenzüberschreitende Mobilität von Studenten eine der Hauptkomponenten der Internationalisierung des Hochschulwesen ist. Die Anzahl an transnationalen Studenten ist gestiegen, zudem hat sich die Rolle von Regierungen von Sponsoring-Aufgaben zu vermittelnden und regelnden Funktionen gewandelt. Außerdem haben sich die Beweggründe im Ausland zu studieren geändert. Kultureller Austausch ist inzwischen weniger wichtig geworden als die wirtschaftliche Entwicklung.[38]

So sind neben der Persönlichkeitsentwicklung und die Horizonterweiterung auch der internationale Wettbewerb Motiv für ein Studium im Ausland. Mithilfe des Studiums im Ausland werden weitere Kompetenzen im wissenschaftlichen Bereich erlernt, was im nationalen Rahmen nicht hätte erreicht werden können.

Hieraus folgen zum einen die individuellen Fähigkeiten, wie gegen die Erfordernisse in der internationalen Zusammenarbeit gewappnet zu sein. Des Weiteren werden Fremdsprachenkenntnisse erweitert und andere soziale und wissenschaftliche Gewohnheiten kennengelernt, die im internationalen Kontext relevant sind.[39]

Nach Auswertung der Ergebnisse wurde deutlich, dass die ausschlaggebendsten Motive, ein Auslandsstudium zu beginnen, von Studenten in Hongkong und Macao unterschiedlich eingeschätzt wurden. So liegt in Hongkong der persönliche Fokus der Studenten viel mehr in Optimierung der eigenen akademischen Leistung als in Macao. Die drei wichtigsten Motive in Hongkong waren Verbesserung der akademischen Fähigkeiten, soziale und kulturelle Erfahrung und erwartetes wirtschaftliches Einkommen.

In Macao wurden wirtschaftliche Faktoren weit höher bewertet als in Hongkong. Daraus resultiert, dass das erwartete wirtschaftliche Einkommen, Wettbewerbsfähigkeit auf dem Arbeitsmarkt und soziale und kulturelle Erfahrung als wesentliche Motive erfasst wurden.[40] Aus der unterschiedlichen Bewertung kann geschlussfolgert werden, dass die beeinflussenden Faktoren verschieden gewichtet werden. Zudem ergab die Auswertung, dass die wahrgenommenen Vor- und Nachteile der Hochschulen von Hongkong und Macao sich an vielen Stellen decken. So sind gemeinsame Vorteile, dass soziale und kulturelle Identitäten beibehalten werden können und die geographische Nähe ein Bindeglied zwischen Kontinentalchina und dem Ausland darstellt. Hierin kann eine Sympathie zu der eigenen Kultur erkannt werden, die nicht völlig aufgegeben wird.

Aus einer Gegenüberstellung weiterer Studien über Studentenmobilität konnte geschlussfolgert werden, dass allumfassende, globale Pull-Faktoren vorhanden sind, die die Studentenmobilität beeinflussen. Diese Erkenntnis ist wichtig, da sie als klares Indiz für die Übertragbarkeit der Forschung auf die deutschen Studenten in den Niederlanden dient.

Weiterhin führen sie an, dass die Studenten aus Kontinentalchina den Erwerb von Qualifikationen als wichtig erachten, welche zum einen relevanten Wert an sich besitzen und zum anderen weitere Möglichkeiten eröffnen, auch künftig international im Studium und Beruf zu agieren. Die erlernten Fähigkeiten werden selbst bei Rückkehr nach Kontinentalchina als wertvoll erachtet, da sie den Umgang mit unterschiedlichen Gesellschaften und Kulturen gelernt haben. Des Weiteren wurde hergeleitet, dass die Gaststudenten in Hongkong und Macao zwar offener für weitere Tätigkeiten im Ausland sind, aber dennoch die Verbindung nach Kontinentalchina nie abgebrochen haben. Somit ist die Rückkehr zur Heimat wahrscheinlicher, als bei Studenten, die noch weit entfernter ein Auslandsstudium begonnen haben.[41]

Die Stellung der Sonderverwaltungszonen sollte besonders hervorgehoben werden, da sie vergleichbar mit der Situation „Deutschland-Niederlande“ ist. Die beiden Sonderverwaltungszonen können nämlich sowohl als einheimisch, inländisch als auch als ausländisch angesehen werden. Dies kann ansatzweise auf die deutsch-niederländische Beziehung übertragen werden, da innerhalb der Europäischen Union unter anderem eine gemeinsame Währung und gemeinsame Politiken in bestimmen Bereichen bestehen. Das Schengen-Abkommen hat die Grenze zwischen Deutschland und den Niederlanden schon physisch abgebaut.

Mei Li und Mark Brey schlussfolgern, dass die Entscheidungen bezüglich der künftigen Hochschule von der Wechselwirkung von den persönlichen, inneren Faktoren der Studenten und den Push-Pull-Keep-Repel-Faktoren bestimmt werden.

Persönliche Faktoren sind Aspekte wie familiärer Hintergrund, schulische Leistung, Erwartungen und Motivationen, welche die Bezahlbarkeit, Zugänglichkeit und die Stärke des Wunsches nach einer ausländischen Hochschulbildung prägen.

- Push-Faktoren sind ungünstige Bedingungen im Heimatland, die ein generelles Interesse an ein Studium im Ausland erzeugen oder begünstigen. Dies wären unter anderem keine Zugangserlaubnis zu einer Hochschule (zu hoher Numerus Clausus).
- Pull-Faktoren sind die Aspekte, die das Interesse an ein spezifisches Gastland oder Hochschule erzeugen. Dies können Faktoren wie leichtere Zugangsbedingungen, gute Qualität und Ruf der jeweiligen Hochschule, oder das Interesse an der spezifischen Kultur.
- Keep-Faktoren bewirken, dass die Studenten eher im Heimatland einen Studium oder Anstellung favorisieren. Wertschätzung der eigenen Kultur und Abschlüsse können deratige Faktoren sein.
- Repel-Faktoren sind Umstände, die gegen ein spezifisches Land oder Hochschule sprechen. Dies können Aspekte sein wie die Hochschule ist in einer uninteressanten Stadt, steigende Gebühren im Gastland, einschränkende Gesetze in Bezug auf Gaststudenten/Visen, der Wert des Abschlusses wird auf dem internationalen oder deutschen Arbeitsmarkt nicht anerkannt oder Diskriminierung von ausländischen Studenten aus spezifischen Ländern.

Mithilfe des Push-Pull-Keep-Repel-Modells in Wechselwirkung mit der bereits thematisierten persönlichen Einstellung oder dem Habitus kann erklärt und nachvollzogen werden, warum einige Studenten sich entscheiden ausländische Hochschulen zu besuchen oder im Inland bleiben, um zu studieren. Anhand dieses Modells können weitere Studien über transnationale Mobilität von Studenten komplexer und detaillierter durchgeführt werden

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Bearbeitung

Es sind viele ähnliche Strukturen und Muster zwischen der grenzüberschreitenden Mobilität von Studenten in China und Deutschland festzumachen. Des Weiteren zeigen die Vergleiche von Li und Brey mit zwei weiteren Studien, dass die Faktoren, die die Mobilitätsentscheidung beeinflussen, auf andere grenzüberschreitende Ströme übertragen werden können.

Der Einfluss eines Auslandsaufenthaltes auf den zukünftigen Arbeitsplatz wird in dem Artikel von Matthias Parey und Fabian Waldinger deutlich. Demnach wird die Dringlichkeit der Darstellung des Push-Pull-Keep-Repel-Konzeptes offenbart, um unsere Hypothese hinreichend zu erläutern. In ihrer Studie werden ehemalige deutsche Studenten mit und ohne Auslandssemester gegenübergestellt und in Bezug auf ihren Arbeitsplatz untersucht. Als Quelle dienen die Daten des Erasmus-Programms, welches die Studenten im Ausland unterstützt.

So stellen Auslandsaufenthalte oftmals den ersten Schritt für eine internationale Karriere dar und werden insbesondere von den hoch entwickelten Staaten gefördert. Dies folgt aus der Annahme, dass die Studentenmobilität ein großen Effekt auf die Mobilität des Arbeitsmarktes selbst hat. Das durch die Europäische Union gegründete Erasmus-Programm hat starken Einfluss auf die Chance eines Auslandsaufenthaltes. Somit ist Erasmus ebenfalls für die Mobilität von Arbeitskräften im europäischen Arbeitsmarkt bedeutsam.

Schwerwiegenden Einfluss auf die Entscheidung ins Ausland zu gehen haben Faktoren wie die finanzielle Lage des Studenten, eine Anstellung in einem Teilzeitjob, Fremdsprachenkenntnisse, die Erwartung eines Vorteils im ausländischen Arbeitsmarkt, die Motivation und der persönliche Charakter.[42]

Die Wahrscheinlichkeit im Ausland zu studieren wird zudem durch weitere Umstände erhöht. So haben neben einem hohen Bildungsstatus der Eltern auch die Studienortsauswahl im Inland Einfluss auf die Mobilität. Bei der Immatrikulation an einer Hochschule, die nicht im gleichen Bundesland beziehungsweise weiter entfernt von dem Ort ist, wo die Hochschulzugangsberechtigung erhalten wurde, wird die Chance eines Auslandsaufenthaltes zusätzlich erhöht.[43]

Bei Betrachtung der eben genannten Faktoren wird die Meinung vertreten, dass diese Faktoren nicht nur für die Mobilitätsentscheidung für ein Auslandsstudium wesentlich sind, sondern auch für die spätere Entscheidung für den ausländischen Arbeitsmarkt.

Im Ergebnis erhöht ein Auslandsaufenthalt die individuelle Chance einer Anstellung im Ausland um 15-20 Prozent. So sind neben Faktoren der Karriere auch Aspekte wie Interesse am spezifischen Ausland, Freunde oder ein fester Partner im Ausland ausschlaggebend. Innerhalb der Befragungen der Studie wird deutlich, dass das Interesse am spezifischen Gastland grundlegend für eine Anstellung im Ausland ist. Bei Beschäftigung im Ausland aufgrund eines festen Partner wird angenommen, dass dieser während des Studiums kennengelernt wurde. So ist möglicherweise schon zur Zeit des Studiums überlegt worden, in diesem Land zu arbeiten.

Die Wahrscheinlichkeit im Ausland zu arbeiten, wird zudem von dem Ort des Auslandsaufenthaltes bestimmt. Es werden Fähigkeiten erworben, die für den spezifischen Arbeitsmarkt jenes Landes besonders relevant sind, wie zum Beispiel Sprachfertigkeiten, Informationen und Erfahrung im jeweiligen Arbeitsmarkt oder persönliche Kontakte. Arbeitgeber sind daher eher gewillt, Studenten mit Kenntnissen aus dem jeweiligen Gastland einzustellen.

Es wird zudem davon ausgegangen, dass im Ausland eine Erweiterung des Horizonts erworben wird, die die Jobsuche auf den internationalen Rahmen erhöht, unabhängig vom Gastland.

Im Verlauf des Artikels wird bewiesen, dass die Mobilität im Bildungssektor bestimmender Umstand für spätere Mobilität im Leben ist. Aufgrunddessen wird eine Verbindung zwischen den früheren Mobilitätsentscheidungen und den Mobilitätsentscheidungen im späteren Leben geknüpft.[44]

Die deutschen Studenten, die ihr gesamtes Studium im Ausland verbrachten, sind zwar nicht in die Studie mit eingerechnet worden. Allerdings wird davon ausgegangen, dass diese Studenten voraussichtlich noch häufiger im Ausland arbeiten. Der Effekt eines gesamten Studiums im Ausland auf die Mobilität im Arbeitsmarkt wäre noch höher.[45] Dies kann darauf zurückgeführt werden, dass die genannten Faktoren noch intensiver auf den Lebenslauf und die Persönlichkeit einwirken können.

2.7 Erfahrungen im „Intra- and Interpersonal Development“

Jeder Student macht im Ausland seine eigenen Erfahrungen, welche sich stark voneinander unterscheiden können. So kann bei dem Thema Erfahrungen im Ausland nie generalisiert werden. Es gibt immer Studierende, welche nicht die gleichen Ergebnisse für sich aus ihrem Auslandsaufenthalt mitnehmen. Damit sich Studenten allerdings für einen Arbeitsplatz im Ausland entscheiden, spielen viele Faktoren eine Rolle, von denen es einen Überblick zu verschaffen gilt. Was also sind die Erfahrungen, welche eine internationale Lebensplanung begünstigen?

Durch ihr Auslandsstudium lernen Studenten viel über sich selbst, ihr Heimatland und andere Kulturen, sie sind offener und können sich selbst besser einschätzen.[46] Das interkulturelle Lernen ist zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Es ist eine Reaktion auf die Tatsache, dass in der modernen Gesellschaft der Fremde in unmittelbarer Nachbarschaft ist. Das interkulturelle Lernen erzieht zur Anerkennung der Normalität des Fremden, es geht über die Grenzen der eigenen Fähigkeit zum Verständnis hinaus.[47]

Um Erfahrungen, positive wie auch negative, sammeln zu können, durchlaufen fast alle Studierenden mehr oder minder dieselben Phasen der Integration, Abweisung, Adaption und auch des Heimwehs.

Es gilt eine gemeinsame Schnittstelle heraus zu arbeiten, die Ausschluss darüber gibt, in wie weit welche Erfahrungen eine internationale Lebensplanung begünstigen können.

Als erstes müssen die Studenten sich in ihrer neuen Umgebung zurecht finden und lernen, mit der neuen Kultur umzugehen. Die meisten Studierenden versuchen mehr über das Gastland zu erfahren und Kontakt zu den einheimischen Studenten aufzubauen[48]. Indem sie die heimische Zeitung lesen oder die Radiosender durchforsten, versuchen sie bei Gesprächen mit ihren Kommilitonen mithalten zu können. So versuchten die meisten kontinuierlichen Kontakt zu den einheimischen Studenten zu halten. Die Studenten befinden sich zuerst in der Honeymoon-Phase, sie können nichts Negatives entdecken. Alles ist besser als zu Hause oder zumindest genauso gut. Alle Menschen, die sie kennen lernen, sind freundlich und hilfsbereit. Jeder möchte mit den neuen Studenten sprechen und diese kennen lernen. All die neuen Orte sind einfach atemberaubend und keiner denkt mehr an zu Hause.

Doch auch bei solch einer Euphorie treten die ersten Probleme auf.

„Disorientation comes first as a geographical exile, a break between before and now, there and here, compelling the stranger to keep their other life silent.“[49]

Den Studenten wird nun immer deutlicher bewusst, dass sie sich nicht mehr in Deutschland befinden und in ihrem Gastland andere Regeln gelten. Sie müssen sich in ihrem neuen Leben zurecht finden und versuchen, mit den auftretenden Problemen best möglich fertig zu werden. Die gravierendsten Probleme, welche von den Studenten benannt worden sind, waren die Wohnungssuche, das Zusammenleben mit anderen Nationalitäten und die Qualität der Wohnungen. Hier geht es nun darum, wie die Studierenden mit den auftretenden Problemen umgehen und in wie weit sie unterstützt werden. Obwohl die Probleme des Wohnens am meisten genannt werden, wurde die erfolgreiche Lösung dieser Probleme auch als eine bedeutende Erfahrung benannt.

Ebenso verhält es sich mit der Sprache. Je länger sich die Studenten in ihrem Gastland befinden, umso wichtiger wird die neue Sprache. Zu Anfang haben die Sprachkenntnisse für einen Small talk vielleicht noch ausgereicht aber durch die Kontakte zu den Einheimischen müssen die Studenten ihre sprachlichen Fähigkeiten kontinuierlich ausbauen, um den Kontakt aufrecht erhalten zu können und sich weiter in die neue Umgebung eingliedern zu können.[50] Es gibt immer Studenten, die es zu Anfang leicht finden sich in eine neue Gruppe und Umgebung zu integrieren und auch kein Problem mit der Sprache haben. Allerdings gibt es auch genügend Studenten, die es nicht gewohnt sind auf fremde Menschen zuzugehen und sich alleine in einem fremden Land auf einer fremden Sprache durch zu schlagen. In diesem Zusammenhang kommt wieder der eigene Background zum Tragen. Studierende, die sich schon öfter alleine in fremden Ländern bewegt haben, oder das Fremde gewohnt sind, haben es meist leichter. Die Studenten, welche mit kleinen Problemen zu kämpfen haben, verspüren nach der Honeymoon-Phase oft eine Einsamkeit, aus der nur sie sich befreien können.[51] In dieser Zeit helfen die neuen Kontakte ungemein und die Studenten können sich quasi für das Leben im Gastland entscheiden oder sie verstärken in dieser Phase den Kontakt nach Hause, in ihre gewohnte Umgebung. Um aber einen langfristigen Bezug zu einem „internationalen“ Leben aufbauen zu können, sollten die Studenten mehr Zeit und Engagement in ihre neuen sozialen Kontakte und in das neue Land investieren. Denn ein Studium im Ausland bedeutet, das Heimatland für eine gewisse Zeit hinter sich zu lassen und sich mit der neuen Situation in Einklang zu bringen.[52] Das neue Land ist anders, was aber nicht bedeutet, dass es schlechter ist. Wie Simmel sagt, hat der Neuankömmling in einem fremden Land die Möglichkeit die vorhandenen Strukturen mit anderen Augen zu sehen. Er kann die Situation objektiver betrachten und bewerten.[53] Um dazu in der Lage zu sein, müssen die Studenten allerdings auch die Perspektive auf ihr Heimatland ändern, denn auch hier muss eine gewisse Distanz und Objektivität an den Tag gelegt werden und dazu braucht es Abstand. Zudem wird ihnen der sprachliche Vorteil im späten Leben ein Nutzen sein und sie fühlen sich auch für neue Aufgaben und neue Länder gewappnet. Wenn sie es einmal geschafft haben, sich mit einer neuen Sprache zurecht zu finden, schaffen sie es auch ein zweites Mal.[54] Nachdem die ersten Probleme beseitigt worden sind, beginnen die Studenten sich zu akklimatisieren. Den Ankunfts- oder Kulturschock haben sie erfolgreich überwunden und sie beginnen sich immer mehr in die Gesellschaft zu integrieren und diese zu verstehen. Der Do‘s and Don’ts des Landessind sie sich bewusst und Freundschaften haben sich gebildet. Denn: „ Das Fremde verunsichert nicht nur, sondern verführt auch zur Nachahmung (…).[55]

[...]


[1] http://de.statista.com/statistik/daten/studie/786/umfrage/assoziationen-zum-thema-globalisierung---bildung/

[2] http://de.statista.com/statistik/daten/studie/167053/umfrage/deutsche-studierende-im-ausland/

[3] http://www.studieren-in-holland.de/pdf_files/10-08_Neue-Osnabruecker-Zeitung-Ausgabe-Nord-Seite_6-Nordwest.pdf

[4] Simmel, G.: Exkurs über den Fremden, Gesamtausgabe Band 11. Frankfurt a.M 1992, vgl. 764

[5] Simmel, G.: Exkurs über den Fremden, Gesamtausgabe Band 11. Frankfurt a.M 1992, vgl. 766

[6] Simmel, G.: Exkurs über den Fremden, Gesamtausgabe Band 11. Frankfurt a.M 1992, S. 764

[7] Simmel, G.: Exkurs über den Fremden, Gesamtausgabe Band 11. Frankfurt a.M 1992, S. 764

[8] Simmel, G.: Exkurs über den Fremden, Gesamtausgabe Band 11. Frankfurt a.M 1992, vgl. 767

[9] Simmel, G.: Exkurs über den Fremden, Gesamtausgabe Band 11. Frankfurt a.M 1992, vgl. 770

[10] Simmel, G.: Exkurs über den Fremden, Gesamtausgabe Band 11. Frankfurt a.M 1992, vgl. 771

[11] Rusterholz P.: Wie verstehen wir Fremdes?, Peter Land AG, Europäischer Verlag der Wissenschaft 2005, S. 118

[12] Murphy-Lejeune, E. : Student Mobility and Narrative in Europe, Routledge 2002, S. 4

[13] Mau, S; Verwiebe, R: Die Sozialstruktur Europas, UVK Verlagsgemeinschaft, 2009, S. 270-271

[14] Murphy-Lejeune, E. : Student Mobility and Narrative in Europe, Routledge 2002, vgl. S. 2-4

[15] Murphy-Lejeune, E. : Student Mobility and Narrative in Europe, Routledge 2002, S. 232

[16] Murphy-Lejeune, E. : Student Mobility and Narrative in Europe, Routledge 2002, S. 75

[17] Van Houtum, H; Van Der Velde, M: The Power of Cross-Border Labour Market Mobility. Outlook on Europe. Tijdschrift voor Economische en Sociale Geografie, S. 101

[18] Van Houtum, H; Van Der Velde, M: The Power of Cross-Border Labour Market Mobility. Outlook on Europe. Tijdschrift voor Economische en Sociale Geografie, S. 103-104

[19] Van Houtum, H; Van Der Velde, M: The Power of Cross-Border Labour Market Mobility. Outlook on Europe. Tijdschrift voor Economische en Sociale Geografie, S. 103

[20] Van Houtum, H; Van Der Velde, M: The Power of Cross-Border Labour Market Mobility. Outlook on Europe. Tijdschrift voor Economische en Sociale Geografie, S. 106

[21] Mau, S; Verwiebe, R: Die Sozialstruktur Europas, UVK Verlagsgemeinschaft, 2009, S. 209

[22] Kaufmann, Norman L.: Students Abroad: Strangers at home, Intercultural Press, Inc. 1992, vgl. S. 56

[23] Murphy-Lejeune, E. : Student Mobility and Narrative in Europe, Routledge 2002, S. 8

[24] Kaufmann, Norman L.: Students Abroad: Strangers at home, Intercultural Press, Inc. 1992, S. 57

[25] Murphy-Lejeune, E. : Student Mobility and Narrative in Europe, Routledge 2002, S. 230

[26] Murphy-Lejeune, E. : Student Mobility and Narrative in Europe, Routledge 2002, S. 38

[27] Murphy-Lejeune, E. : Student Mobility and Narrative in Europe, Routledge 2002, S. 47f

[28] Murphy-Lejeune, E. : Student Mobility and Narrative in Europe, Routledge 2002, S. 48

[29] Murphy-Lejeune, E. : Student Mobility and Narrative in Europe, Routledge 2002, S. 74

[30] Murphy-Lejeune, E. : Student Mobility and Narrative in Europe, Routledge 2002, vgl. S. 51-52

[31] Murphy-Lejeune, E. : Student Mobility and Narrative in Europe, Routledge 2002, vgl. S. 230

[32] Murphy-Lejeune, E. : Student Mobility and Narrative in Europe, Routledge 2002, S. 52-57

[33] Murphy-Lejeune, E. : Student Mobility and Narrative in Europe, Routledge 2002, S. 7

[34] Murphy-Lejeune, E. : Student Mobility and Narrative in Europe, Routledge 2002, S. 58-63

[35] Simmel, G.: Exkurs über den Fremden, Gesamtausgabe Band 11. Frankfurt a.M 1992, vgl. S. 766

[36] Murphy-Lejeune, E. : Student Mobility and Narrative in Europe, Routledge 2002, S. 56

[37] Murphy-Lejeune, E. : Student Mobility and Narrative in Europe, Routledge 2002, S. 234

[38] Li, M.; Bray, M.: Cross-border Flows of Students for Higher Education: Push-Pull Factors and Motivations of Mainland Chinese Students in Hong Kong and Macau, Higher Education, Vol.53, No.6, 2007, S. 791-792

[39] Das Interesse deutscher Studenten an einem vorübergehenden Studium im Ausland, 1977, S. 2

[40] Li, M.; Bray, M.: Cross-border Flows of Students for Higher Education: Push-Pull Factors and Motivations of Mainland Chinese Students in Hong Kong and Macau, Higher Education, Vol.53, No.6, 2007, S. 802

[41] Li, M.; Bray, M.: Cross-border Flows of Students for Higher Education: Push-Pull Factors and Motivations of Mainland Chinese Students in Hong Kong and Macau, Higher Education, Vol.53, No.6, 2007, S. 812

[42] Parey, M; Waldinger, F: Studying Abroad and the Effect on International Labour Market Mobility: Evidence from the Introduction of ERASMUS, The Economic Journal, vol. 121, 2010, S. 10

[43] Parey, M; Waldinger, F: Studying Abroad and the Effect on International Labour Market Mobility: Evidence from the Introduction of ERASMUS, The Economic Journal, vol. 121, 2010, S. 22

[44] Parey, M; Waldinger, F: Studying Abroad and the Effect on International Labour Market Mobility: Evidence from the Introduction of ERASMUS, The Economic Journal, vol. 121, 2010, S. 25-26

[45] Parey, M; Waldinger, F: Studying Abroad and the Effect on International Labour Market Mobility: Evidence from the Introduction of ERASMUS, The Economic Journal, vol. 121, 2010, S. 6

[46] Maiworm, F.: Learning in Europe: the Erasmus experience, Jessica Kingsley Publishers Ltd 1991, S. 145

[47] Rusterholz P.: Wie verstehen wir Fremdes?, Peter Land AG, Europäischer Verlag der Wissenschaft 2005, S. 145

[48] Maiworm, F.: Learning in Europe: the Erasmus experience, Jessica Kingsley Publishers Ltd 1991, vgl. S. 61- 63

[49] Murphy-Lejeune, E. : Student Mobility and Narrative in Europe, Routledge 2002, S. 231

[50] Kaufmann, Norman L.: Students Abroad: Strangers at home, Intercultural Press, Inc. 1992, S. 39f

[51] Murphy-Lejeune, E. : Student Mobility and Narrative in Europe, Routledge 2002, S. 64

[52] Kaufmann, Norman L.: Students Abroad: Strangers at home, Intercultural Press, Inc. 1992, vgl. S. 67

[53] Simmel, G.: Exkurs über den Fremden, Gesamtausgabe Band 11. Frankfurt a.M 1992, vgl. S. 765

[54] Maiworm, F.: Learning in Europe: the Erasmus experience, Jessica Kingsley Publishers Ltd 1991, S. 146

[55] Rusterholz P.: Wie verstehen wir Fremdes?, Peter Land AG, Europäischer Verlag der Wissenschaft 2005, S. 19

Details

Seiten
102
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783656527527
ISBN (Buch)
9783656527770
Dateigröße
1 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v263745
Institution / Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Note
1,0
Schlagworte
erfahrungen deutscher studierender niederlanden empirische untersuchung

Autor

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Titel: Erfahrungen deutscher Studierender in den Niederlanden