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Drogenmissbrauch im Jugendalter

Am Beispiel der Jugendhilfe

Hausarbeit 2012 14 Seiten

Pädagogik - Pädagogische Soziologie

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definitionen
2.1 Definition Drogen
2.2 Definition Betäubungsmittel im Betäubungsmittelgesetz
2.3 Definition Such

3. Jugend und Drogen
3.1 Entwicklungspsychologische und jugendsoziologische Hintergründe des Drogenkonsums bei Jugendliche

4. Aktuelle Modedrogen jugendlicher Konsumenten
4.1 Liquid Ecstasy /GHB
4.1.1 Aufnahme / Wirkungsdaue
4.1.2 Nachweisbarkei
4.1.3 Körperliche Wirkungen / Risiken während des Rausches
4.1.4 Fazi
4.2 Spice
4.2.1 Aufnahme
4.2.2 Wirkung
4.2.3 Fazi

5. Drogen in der Jugendhilfe
5.1 Drogenproblematik in der Jugendhilfe
5.2 Wie kann Jugendhilfe bei Drogenkonsum helfen?
5.2.1 Kontakt- und Beratungsstellen
5.2.2 Übergangs- und Wohnprojekte

6. Ausblick und Resümee

Literaturverzeichnis

Internetquellen

1. Einleitung

In der Übergangsphase zwischen der Kindheit und der Jugend gehören der Konsum von Tabak und Alkohol heutzutage fast schon zu festen Ritualen in der Entwicklung. Nahezu alle Jugendlichen haben Drogen, seien es legale oder illegale bereits einmal in ihrem Leben probiert.

Doch neben Alkohol und Tabak besitzen illegale Drogen für Jugendliche eine ganz besondere Attraktivität. Denn wie viele andere Dinge in dieser Entwicklungsphase üben psychoaktive Stoffe gerade wegen den strikten Verboten eine hohe Attraktivität auf Jugendliche, egal welchen Geschlechts und Alters aus. Besonders Modedrogen, wie etwa die Kräutermischung Spice sind für Jugendliche aus verschiedensten Gründen attraktiv.

Um in Zukunft dem Konsum von Drogen und speziell Modedrogen im Jugendalter entgegenwirken zu können, beziehungsweise Möglichkeiten zu finden, mit den Betroffenen Jugendlichen zu arbeiten, bedarf es eines detaillierten Wissens über die verschiedenen Substanzen und ihre Wirkungsweisen. Gerade Modedrogen sind hierbei interessant, da diese besonders von jugendlichen Konsumenten bevorzugt gebraucht werden.

2. Definitionen

Um in diesem Thema einen klaren Überblick über die verschiedenen, häufig auftretenden Begriffe zu haben, bedarf es einiger Begriffsklärungen. Denn etliche der aufkommenden Begriffe werden von großen Teilen der Gesellschaft oftmals zweckentfremdet und für die verschiedensten Erklärungen genutzt.

2.1 Definition Drogen

In der Alltagssprache wird der Begriff der Droge meist vorschnell benutzt ohne zu wissen, was genau hierunter zu verstehen ist. Was versteht man also genau unter der Begrifflichkeit Drogen? Stellen Alkohol, Zigaretten und Schokolade schon Drogen dar? Oder gehören vielmehr nur alle durch das Betäubungsmittelgesetz verbotenen Stoffe hierzu? Im Folgenden wird geklärt, was der Begriff einer Droge umfasst und genauer darauf eingegangen, welche Stoffe und Substanzen hierzu zählen.

Grundsätzlich werden Drogen in legale und illegale Drogen unterschieden. Neben den legalen Drogen wie etwa Tabak und Alkohol die in unseren Kulturkreis schon seit Jahrhunderten verbreitet sind, kommen immer mehr illegale Drogen hinzu, von denen viele ursprünglich einmal beispielsweiße als Arzneimittel auf der Basis von künstlich hergestellten oder natürlichen Rohstoffen entwickelt worden sind. Insbesondere sogenannte Modedrogen sind vor allem bei der Jugend immer mehr auf dem Vormarsch. (vgl. Schneider 2010, S. 22)

„Drogen werden als psychotrope Stoffe definiert, also als Substanzen, deren Konsum eine – i.d.R. gewünschte – Veränderung des Erlebens und der entsprechenden Körperfunktionen auslöst. Diese psychoregulative Funktion ist einer der beiden zentralen Gründe dafür, Drogen zu konsumieren: man will entspannen, sich besser konzentrieren, schmerzen loswerden oder Hunger, quälenden Gedanken und Gefühlen entkommen oder einfach schlafen.“ (Evangelischer Erziehungsbund e. V. 2002, S. 8)

In dieser Hausarbeit soll vor allem auf die illegalen Modedrogen bezuggenommen werden. Hierzu gehören etwa die Kräutermischung „Spice“ und das als Vergewaltigungsdroge bekannte GHB (Gamma-Hydroybuttersäure) welches in Szenekreisen auch liquid Ecstasy genannt wird. Modedrogen selbst lassen sich grundsätzlich als psychotrope Stoffe bezeichnen, die über einen bestimmten Zeitraum, bei einer bestimmten Gruppe besonders genutzt werden.

Neben der Begrifflichkeit der Drogen wird in der Fachliteratur häufig auch von psychotropen Substanzen beziehungsweise Betäubungsmitteln gesprochen.

2.2 Definition Betäubungsmittel im Betäubungsmittelgesetz

Das Betäubungsmittelgesetz sieht ebenfalls eine Definition des Begriffes der psychotropen Stoffe vor. Laut § 1 Abs. 1 BtMG sind Betäubungsmittel alle Stoffe die in den Anlagen I bis III aufgeführt werden. Dort werden etliche Stoffe mit ihren chemischen Stoffbezeichnungen aufgeführt, die nach § 1 Abs. 2 Nr. 1 – 3 BtMG aufgrund ihrer Wirkung vor allem im Hinblick auf das Hervorrufen einer Abhängigkeit, wegen der Möglichkeit aus einem dieser Stoffe oder unter Verwendung eines Stoffes Betäubungsmittel herstellen zu können oder zur Sicherheit oder zur Kontrolle des Verkehrs mit Betäubungsmitteln oder anderen Stoffen oder Zubereitungen wegen des Ausmaßes der missbräuchlichen Verwendung und wegen der unmittelbaren oder mittelbaren Gefährdung der Gesundheit erforderlich sind.

(vgl. BtMG 2009)

2.3 Definition Sucht

Unter Sucht versteht man eine psychische Störung, die durch ein unbezwingbares Verlangen und den zumindest periodischen Verlust der Selbstkontrolle gekennzeichnet ist. Dies führt dazu, dass bestimmte Verhaltensweisen, die eigentlich auf eine positive Veränderung des psychischen und körperlichen Befindens gerichtet sind, in einem solchen Ausmaß auftreten, dass die betreffende Person in ihren sozialen, psychischen oder körperlichen Funktionen erheblich beeinträchtigt ist oder, dass andere Personen dadurch in Mitleidenschaft gezogen werden. (vgl. Schneider 2010, S. 2)

3. Jugend und Drogen

„Jugendliche erleben Drogen meist zuerst über ihre sozialregulativen Funktionen: Drogen erscheinen als Eintrittskarte in die Erwachsenenwelt, bzw. in eine Peergroup. In einem zweiten Schritt lernen Jugendliche dann meist die psychoregulative Funktion kennen und schätzen – oder fürchten.“ (Evangelischer Erziehungsverband e. V. 2002, S. 9)

3.1 Entwicklungspsychologische und jugendsoziologische Hintergründe des Drogenkonsums bei Jugendlichen

Diese ersten Begegnungen mit legalen und illegalen psychoaktiven Substanzen finden dabei fast ausschließlich im Jugendalter statt. Denn gerade diese Phase scheint prädestiniert zu sein für den Erwerb von Erfahrungen und Kompetenzen im Umgang mit den legalen Drogen Alkohol und Tabak und einigen illegalen Drogen sowie, bei einigen Jugendlichen, für eine Beibehaltung oder sogar Erweiterung eines einmal erworbenen Konsummusters. Diesem Phänomen liegen vier Gründe zugrunde: (vgl. Freitag / Hurrelmann 1999, S. 10)

1. Der erste Grund liegt darin, dass das Erlernen eines Umgangs mit legalen und illegalen Stoffen selbst eine von mehreren Entwicklungsaufgaben darstellt. Jeder junge Mensch steht fast zwangsläufig der Notwendigkeit gegenüber, sich zu dem Thema Drogen verhalten zu müssen, sei es gegenüber den Eltern beziehungsweise dem Freundeskreis
2. Ein weiterer Grund sind die im Jugendalter neu hinzugewonnenen Freiheiten und die größere Autonomie im Freizeitbereich, die diesen Aneignungsprozess noch zusätzlich begünstigen. Ein Konsumverhalten von legalen Drogen und das Ausprobieren des Umgangs auch mit illegalen psychoaktiven Substanzen ist noch gut möglich, weil für die Jugendlichen meist noch keine beruflichen oder familiären Bindungen eingegangen wurden, die einem Konsum entgegenstehen würden
3. Über den Erwerb von Kompetenzen im Umgang mit psychoaktiven Stoffen hinaus gibt es in der Jugendphase eine Reihe weiterer zentraler Aufgaben, die die Jugendlichen bewältigen müssen. Diese Aufgaben sind beispielsweise die Ablösung von den Eltern, die Hinwendung zu Gleichaltrigen, der Aufbau von Beziehungen sowie der Aufbau eines eigenen Wert- und Orientierungssystems und die Entwicklung der Schul- und Berufskarriere.

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Details

Seiten
14
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656546221
ISBN (Buch)
9783656547044
Dateigröße
447 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v264979
Institution / Hochschule
Katholische Stiftungsfachhochschule München
Note
1,0
Schlagworte
drogenmissbrauch jugendalter beispiel jugendhilfe

Autor

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Titel: Drogenmissbrauch im Jugendalter