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Der Warenkorb als Inflationsmesser

Ausarbeitung 2013 7 Seiten

VWL - Geldtheorie, Geldpolitik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition der Begriffe
2.1. Inflation
2.2. Virtueller Warenkorb

3. Zusammensetzung des Warenkorbes

4. Beispielberechnung eines Warenkorbes

5. Kritik an der Zusammensetzung des Warenkorbes

6. Die Geeignetheit des Warenkorbes als „Inflationsmesser“

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Fragt man Personen spontan nach Begriffen, die ihnen aus dem Themengebiet der Wirtschaft einfallen, so ist das Wort „Inflation“ wahrscheinlich eines der am meisten genannten Begrifflichkeiten.

Erkundigt man sich im Anschluss bei den selben Antwortgebern danach, wie sich die Inflation berechnet, so wird ein Achselzucken die meistgesehene Reaktion auf die Befragung sein.

Im „pocket wirtschaft“ der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb)1, ist die Inflation als eine „allgemeine Teuerung“ definiert, die das Ansteigen des Preisniveaus zur Folge hat. Diese Teuerung wird mithilfe eines virtuellen Warenkorbs über einen längeren Zeitraum berechnet. Mit diesem virtuellen Warenkorb beschäftigt sich diese Hausarbeit.

Erster Bestandteil dieser Arbeit ist die genaue Auseinandersetzung mit den Begriffen „Inflation“ und „Warenkorb“. Eine weitere zu klärende Frage ist die Zusammensetzung dieses Warenkorbes, da es in der Bundesrepublik Deutschland eine Vielzahl von verschiedenen Artikel, Produkten und Gütern zu erwerben gibt. Anschließend erfolgt eine Beispielberechnung der Inflation. Doch bereits bei der Zusammensetzung ergeben sich erste Kritikpunkte am Warenkorb, da es schlichtweg unmöglich ist, alles Produktpaletten der gesamten Bundesrepublik erfassen zu können.

Nach der Klärung der Kritikpunkte setzt sich diese Arbeit abschließend damit auseinander, inwieweit der Warenkorb für die Bundesrepublik Deutschland geeignet ist, die Teuerungsrate „Inflation“ zu berechnen.

2. Definition der Begriffe

2.1. Inflation

Wie in der Einleitung herausgearbeitet handelt es sich bei der Inflation um eine „allgemeine Teuerung“. Hierbei ist es jedoch entscheidend, dass die Teuerung tatsächlich allgemein ist. Laut der Europäischen Zentralbank (EZB)2 haben sich somit die Preise einzelner Güter zu erhöhen, damit es zu einer Inflation kommt. Von einer Inflation ist deshalb nur dann zu sprechen, wenn man sich mit einem Euro allgemein weniger kaufen kann als vorher.

2.2. Virtueller Warenkorb

Der virtuelle Warenkorb dient der Messung des Preisindexes, mit diesem wiederum die Inflation berechnet werden kann. Bestandteil des Warenkorbes sind um die 750 Güter bzw. Dienstleistungen, die an den Durchschnittsverbrauch eines repräsentativen Haushaltes angepasst sind. Mit der Feststellung des Durchschnittspreises des Warenkorbes über einen längeren Zeitraum lässt sich nun die Veränderung der Preise (Inflation bzw. Deflation) feststellen.3

3. Zusammensetzung des Warenkorbes

Der Warenkorb setzt sich aus über 750 Waren und Dienstleistungen zusammen. Das „Wägungsschema für das Basisjahr 2010“ des Statistischen Bundesamtes4 unterteilt diese in zwölf verschiedene Kategorien. Die verschiedenen Warengruppen sind stark untereinander aufgeteilt. So enthält der Warenkorb beispielsweise Nahrungsmittel, aber auch Kulturveranstaltungen, wie unter anderem den Besuch eines Theaters. Unter dem Punkt „Verkehr“ befinden sich beispielsweise auch Kraftfahrzeuge und Fahrräder.

Aufgrund des immer rasanter werdenden technischen Fortschritts und der Veränderung der Gesellschaft im demografischen Wandel verändern sich die Kaufgewohnheiten der Gesellschaft. Aus diesem Grund ist die Anpassung des Warenkorbes unabdingbar, sodass die Politik reagiert und die Bestandteile regelmäßig im Abstand von fünf Jahren aktualisiert. Die letzte Aktualisierung fand im Jahr 2010 statt.

Folgende Tabelle zeigt die Bestandteile des Warenkorbes seit 1995 in % an:

[...]


1 Prof. Dr. Gerhard Willke: „pocket wirtschaft: Ökonomische Grundbegriffe“ S. 58

2 Europäische Zentralbank: http://www.ecb.europa.eu/ecb/educational/hicp/html/index.de.html

3 vgl. Prof. Dr. Gerhard Willke: „pocket wirtschaft: Ökonomische Grundbegriffe“ S. 115 f.

4 https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesamtwirtschaftUmwelt/Preise/Verbraucherpreisindizes/Warenkorb Waegungsschema/Waegungsschema.pdf?__blob=publicationFile

Details

Seiten
7
Jahr
2013
ISBN (eBook)
9783656549635
ISBN (Buch)
9783656547754
Dateigröße
433 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v265326
Institution / Hochschule
Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen; Duisburg
Schlagworte
Warenkorb Inflation Inflationsberechnung Preis Statistisches Bundesamt

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Titel: Der Warenkorb als Inflationsmesser