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Mitarbeiterführung im Wandel der Zeit

Seminararbeit 2013 8 Seiten

BWL - Personal und Organisation

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffsdefinition ‚Führung‘

3 Klassische Führungsansätze

4 Moderne Führungsansätze

5 Zusammenfassung

6 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Jeder Mensch gerät im Laufe seines Lebens früher oder später mit irgendeiner Form von Führung in Kontakt. Diese Tatsache hat mich dazu veranlasst, auf den folgenden Seiten das Thema der erfolgreichen Mitarbeiterführung - speziell im Hinblick auf die historischen Veränderungen - genauer aufzuarbeiten.

Seit Aufgaben von Gemeinschaften arbeitsteilig erfüllt werden, wird auch von Führung gesprochen - in allen Ländern und in allen Zeiten. Außerdem ist Führung keineswegs ausschließlich auf das Berufsleben beschränkt, sondern findet sich in sämtlichen Gemeinschaften wieder. Zusätzlich kann im Tierreich, insbesondere als Einflussverhalten im Revierbereich, von Führungsverhalten gesprochen werden. (Vgl. Wunderer 2006, S. 4)

ÄKundenzufriedenheit ist in erster Linie eine Funktion der Mitarbeiterzufriedenheit.“ (Laufer 2011, S. 14) Dieses Zitat spiegelt wieder, dass dem Humankapital eines Unternehmens aktuell und vor allem zukünftig eine immer noch bedeutend werdende Rolle als strategischer Erfolgsfaktor zugeschrieben wird. Somit stellt sich für mich die Frage, wie denn geführt werden muss, um den maximalen Führungserfolg zu erreichen?

Dabei ist besonders darauf zu achten, dass die heutige Zeit durch einen starken Wandel, hinsichtlich gesellschaftlicher Werte, gekennzeichnet wird. Dieser beeinflusst auch die Ar- beitswelt in Verbindung mit Führung. D.h. Führungskräfte müssen Veränderungen der Um- welt, sowie unternehmensintern als auch -extern, richtig auffassen und ihr Führungsverhal- ten dementsprechend anpassen um einen messbaren Erfolg erzielen zu können.

Im folgenden Kapitel wird der Begriff ÄFührung“ mithilfe von verschiedener fachspezifischer Literatur definiert. Um einen Überblick über zeitgemäße Führungsmodelle zu bieten, werden darauffolgend sowie klassische, als auch moderne Führungsansätze näher beschrieben. Dabei wird auch auf die Gründe der stetig steigenden Anforderungen an Führungspersönlichkeiten in der heutigen Zeit eingegangen. Am Ende werden die wichtigsten Erkenntnisse in einer Zusammenfassung festgehalten.

2 Begriffsdefinition ‚Führung‘

Im Verlauf der Geschichte haben sich unzählige Autoren mit dem Begriff der Führung auseinandergesetzt. Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass es keine einheitliche Definition des Wortes gibt. Wunderer versteht Führung Äals ziel- und ergebnisorientierte, aktivierende und wechselseitige, soziale Beeinflussung zur Erfüllung gemeinsamer Aufgaben in und mit einer strukturierten Arbeitssituation.“ (Wunderer 2006, S. 4)

In der deutschen Sprache wird der Begriff des ‚managen‘ oft mit ‚leiten‘ oder ‚führen‘ übersetzt. Wobei das ‚Führen‘ für das Umgehen mit Mitarbeitern in einem Unternehmen verwendet wird. Für Laufer hingegen besteht die Hauptaufgabe von Führungspersonen darin, ÄMitarbeitern die Orientierung auf die Arbeitsziele zu geben sowie sie auf dem Weg dorthin zu ermutigen und zu unterstützen.“ (Laufer 2011, S. 17)

Grundlegend kann die Führungsfunktion auf zwei Gruppen reduziert werden. Die Lokomotion dient dazu, Organisationsmitglieder sachbezogen auf die angestrebten Ziele auszurichten. Dieser Aufgabenbereich wird als sach-rationale Dimension der Führung bezeichnet. Hinge- gen die Kohäsion beschreibt Aufgaben die zum Zusammenhalt der Gruppe bzw. zur Auf- rechterhaltung von gruppeninternen Beziehungen dienen. Zusammenfassend lassen sich die Lokomotionsfunktion auf die fachlichen Aspekte und die Kohäsionsfunktion auf die sozialen Aspekte eines Verantwortungsbereichs reduzieren. (Vgl. Hentze 2005, S. 24-25)

3 Klassische Führungsansätze

Die Führungsstilforschung geht bis in die dreißiger Jahre zurück. Dabei wurde versucht das Führungsverhalten zu klassifizieren und die Auswirkungen auf den Führungserfolg zu ermit- teln. Sowohl Hentze als auch Wunderer definieren den Führungsstil als ein innerhalb situati- ver Bandbreiten und Führungskontexten wiederkehrendes Verhalten. (Vgl. Wunderer 2006, S. 204)

Kurt Lewin bildetet mit seinen Untersuchungen an der ‚Iowa University Elementary School‘ den Auftakt zur empirischen Führungsstilforschung. Mithilfe einer Studie - bei der er die Auswirkungen von Führung auf Kindergruppen untersuchte - teilte Lewin das Führungsverhalten in zwei Kategorien. Durch die Gegenüberstellung von ‚autoritärem‘ und ‚demokratischem‘ Führungsverhalten lässt sich dieser Ansatz als eindimensionales Führungsstilkonzept einordnen. Die Blütezeit dieser eindimensionalen Konzepte war in den siebziger Jahren und prägte die weitere Führungsstilforschung nachhaltig. Die daraus ableitbaren Führungsstile können wie folgt erläutert werden: (Vgl. Hentze 2005, S. 238-240)

- Beim autoritären Führungsstil werden die Mitglieder wenig bis gar nicht in den Füh- rungsprozess miteinbezogen, d.h. die Führungsperson bestimmt die Ziele und Auf- gaben der Beschäftigten. Außerdem hat das Personal kein Mitspracherecht bei der Aufgabenverteilung, diese obliegt ausschließlich der Führungsperson. Die Durchfüh- rung der Arbeit wird streng kontrolliert und durch die Verantwortlichen bewertet, die Maßstäbe der Beurteilung sind jedoch nicht ersichtlich. Durch die fehlende Möglich- keit Ideen einzubringen, wird die Kreativität der Mitglieder nur wenig gefördert.
- Der demokratische Führungsstil charakterisiert sich dadurch, dass die Aktivität glei- chermaßen bei Vorgesetzten und Mitgliedern liegt. Dadurch werden beide Gruppen gleichmäßig in den Führungsprozess integriert. Gruppenmitglieder werden ermutigt, ihre Aktivitäten und Ziele zum Gegenstand von Gruppendiskussionen und - entscheidungen zu machen. Mitglieder werden ermutigt Probleme selbstständig zu lösen, Fremdkontrolle wird bestmöglich durch Selbstkontrolle ersetzt.
- Beim laissez-fairen Führungsstil genießen Mitglieder volle Freiheit bzw. keine Kon- trolle. Die Führungsperson tritt in den Hintergrund und antwortet auf Fragen mit den gewünschten Informationen, ansonsten nimmt sie eine passive Rolle wahr. Durch den Verzicht auf jegliche Strukturierung der Arbeit sollen die Potentiale der Mitglieder voll ausgeschöpft werden. Die Bewertung Einzelner oder der Gruppe werden vermie- den. Da die unmittelbare Verbindung zum Unternehmensziel fehlt, stellt diese Art der Führung eine Sonderform dar.

4 Moderne Führungsansätze

Aufgrund von zunehmender Schwierigkeit Beschäftigte zu optimalen Arbeitsleistungen und einer loyalen Haltung gegenüber dem Unternehmen zu bewegen, steigen auch stetig die Anforderungen an Führungspersönlichkeiten in der heutigen Zeit. Die Hauptursachen für die Führungserschwernisse in den letzten Jahrzehnten lassen sich in vier Ursachen gliedern: (Vgl. Laufer 2011, S. 20-22)

- Innerhalb kurzer Zeit verändern sich komplette Berufsbilder oder entwickeln sich neue. Die Arbeitsaufgaben und -anforderungen sind wesentlich komplexer gewor- den. Somit können Führungspersonen heutzutage nicht mehr alle Details beherr- schen und sind auf das Fachwissen ihres Personals angewiesen.

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Details

Seiten
8
Jahr
2013
ISBN (eBook)
9783656555827
ISBN (Buch)
9783656555971
Dateigröße
459 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v265879
Institution / Hochschule
Fachhochschule Vorarlberg GmbH
Note
2,0
Schlagworte
Mitarbeiterführung leadership team

Autor

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Titel: Mitarbeiterführung im Wandel der Zeit