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Gestaltungstechniken der kommerziellen Internetkommunikation bei Nonprofit-Organisationen

Eine Untersuchung am Beispiel des Internetauftritts des Deutschen Roten Kreuz

Hausarbeit (Hauptseminar) 2013 39 Seiten

Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Hintergrund des Dritten Sektors und seiner Organisation

3. Finanzierungsmöglichkeiten von NPO

4. Das Marketingkonzept des Fundraising
4.1 Fundraisinginstrumente
4.2 Online-Fundrai

5. Vorstellung des Deutschen Roten Kreu

6. Vorgehenswei

7. Untersuc

8. Zusammenfassun

9. Quellenverzeichn
9.1 Literaturverzeic
9.2 Internetquell
9.3 Sonstige Quellen

1. Einleitung

Ob mit Plakaten, Informationsständen in Einkaufsstraßen oder durch öffentliche Aktionen, überall trifft man heute auf gemeinnützige Organisationen, die für ihre „gute Sache“ werben und eintreten. Die Gemeinnützigen sind nicht mehr wegzudenken und in allen gesellschaftlichen Bereichen aktiv. Sowohl für Problematiken der Politik, Umwelt als auch der Humanität, haben sich Menschen zusammengeschlossen und organisiert, um im Kollektiv Veränderungen zu bewirken. Die Vielfältigkeit der Bewegungen, Meinungen und Problematiken, spiegelt sich auch in der begrifflichen Bestimmung dieser Organisationen wieder. Sie werden als Nonprofit-, Nongovernmental- oder auch Nichtregierungs-organisationen bezeichnet, wobei diese aktuell noch synonym verwendet werden. Dennoch zeigt der wissenschaftliche Diskurs, dass eine Unterscheidung oder zumindest eine nähere Bestimmung notwendig ist. Einigkeit besteht nur in der Zuordnung zum Dritten Sektor. Auch die Möglichkeiten für den Bürger solche Organisationen zu unterstützen sind vielfältig. Aus diesem Grund beschäftigt sich der erste Teil dieser Arbeit mit der theoretischen Grundlage des Nonprofit-Bereichs, seiner Begrifflichen Einordnung, seinen Finanzierungsmöglichkeiten sowie das daraus hervorgehende, branchenspezifische Fundraising.

Im weiteren Verlauf konzentriert sich diese Arbeit speziell auf die finanzielle Spenden und den Beschaffungsmaßnahmen, auf die die Organisationen zurückgreifen. In der Literatur finden sich eine Vielzahl an Artikeln und Berichten über das branchenspezifische Fundraising und seine Instrumente. Beat Hunziker zum Beispiel beschäftigt sich in seiner Dissertation „Abwanderungsverhalten von Spendern. Eine Analyse des Abwanderungs-prozesses und der Rückgewinnungsmöglichkeit“ ausführlichen mit dem Phänomen der finanziellen Zuwendungen an gemeinnützige Organisationen, ihre Beschaffungs-maßnahmen als auch ihrer Spenderpflege.[1] Auch die von Monika Bär, Jan Borcherding und Bernhard Keller herausgegebene Aufsatzsammlung widmen sich ausführlich den zahlreichen Facetten, Umsetzungsmöglichkeiten und den aktuellen Marktforschungs-ergebnissen des Fundraisings im Dritten Sektor.[2] Das wissenschaftliche Interesse an diesem Sektor und speziell seiner Kapitalbeschaffung ist in den letzten Jahren gestiegen. Doch trotz detaillierter Beschreibungen des Handlungsspielraums und möglicher Instrumente, wird über die konkrete Umsetzung und möglichen Gestaltungstechniken kaum berichtet. Bisherige wissenschaftliche Herangehensweisen basieren auf Modellen und Strategien des Profit-Sektors, die in ihren Grundlagen auf den Nonprofit-Bereich übertragen werden. Daher handelt es sich dabei nur um ein Grundverständnis zur Annäherung, welches noch nicht zu einer eigenständigen Theorie des Nonprofit-Marketings geführt hat.[3] Daher soll im zweiten Teil der Arbeit das konkrete Beispiel des virtuellen Spendenportals des Deutschen Roten Kreuzes gesichtet werden. Ziel dieser Untersuchung soll eine Antwort auf die Frage geben, in wieweit sich Gestaltungstechniken der kommerziellen Internetkommunikation auch im Nonprofit-Bereich finden und anwenden lassen.

2. Theoretischer Hintergrund des Dritten Sektors und seiner Organisationen

Alle Organisationen der Bundesrepublik Deutschland werden je nach Zielsetzung und Motivationen einem Sektor zugeordnet. Zum Sektor des Staates zählen alle Gruppie-rungen, deren Finanzierung im Wesentlichen durch staatliche Mittel erfolgt, um so staatliche Aufträge zu erfüllen. Dem gegenüber steht der Sektor des Marktes, dessen Ziele und Aufgaben auf den erwerbswirtschaftlichen Gewinn ausgerichtet sind. Dem Dritten Sektor gehören alle weiteren Gruppierungen an, die weder dem ersten noch dem zweiten Sektor eindeutig zuzuordnen sind, da sie weder primär gewinn- noch regierungsorientiert handeln. Es handelt sich dabei unter anderem um Vereine, Stiftungen oder Interessengruppen, die privat, gesellschaftlich oder sozial motiviert sind und demnach handeln. Daher wird dieser Sektor teilweise auch als Nonprofit-Sektor bezeichnet.[4] Die Organisationen dieses Sektors werden in der Literatur oft als Nongovernmental- bzw. Nichtregierungsorganisationen (NGOs) oder auch Nonprofitorganisationen (NPOs) bezeichnet.[5] Aus den jeweiligen primären Zielen ergeben sich allerdings auch verschiedene Aufgaben, Funktionen sowie Umsetzungsmöglichkeiten. Grundlegende allgemeingültige Eigenschaften der Dritte-Sektor-Organisationen formulieren sich über ihre Gegensätzlich-keit zu den anderen beiden Sektoren. Zum einen also in der Unabhängigkeit vom Staat und dessen Regierung und zum anderen zum kommerziellen, gewinnbringenden Leitbild des Marktes. Die Intensität der jeweiligen Abgrenzungen ist je nach Organisation unterschiedlich, weshalb die Literatur dementsprechend auf die Synonyme der NGOs oder NPOs zurückgreift.[6] Im Folgenden sollen überblicksartig die Merkmalsausprägungen beider Begrifflichkeiten erläutert werden.

Die häufig verwendete Bezeichnung Nongovernmentalorganizations geht auf Artikel 71 der UNO Charta von 1945 zurück. Darunter werden diejenigen Interessenvertreter gefasst, die eine beratene Funktion einnehmen sollen, ohne dabei in Abhängigkeit von nationalen Regierungen zu stehen.[7] In den folgenden Jahrzehnten wurden dieser Organisationen um weitere Charakteristika ergänzt. Christiane Frantz und Kerstin Martens beschreiben die NGOs als zivilgesellschaftliche Initiativen, deren Mitglieder aus privaten Personen bestehen, die weder staatlich- noch gewinnorientiert auftreten.[8] Sie versuchen ihre Ziele innerhalb des jeweiligen gesetzlichen Rahmens zu erreichen, folgen dabei aber keinem konkreten politischen Interesse oder versuchen politische Macht zu erreichen. Damit wird eine klare Grenze zwischen den NGOs und diversen politischen Parteien gezogen, die dem Staatssektor angehören. Die Abgrenzung gegenüber dem Sektor „Markt“ erfolgt über den Umgang mit finanziellen und materiellen Ressourcen. Diese können selbst erwirtschaftet oder durch Spenden gewonnen werden, wobei die Verwendung ausschließlich der Erhaltung und der Zirkulation innerhalb der Organisation dienen darf. Während marktorientierte Unternehmen mit bestimmten Steuerbelastungen belegt werden, verschafft dieses Merkmal den NGOs einen Vorteil durch den Erhalt steuerlicher Vergünstigungen.[9] Die (namentliche) Abgrenzung zum Staat und der Regierung beruht nicht zuletzt auf dem Ziel der Aufdeckung sozialer und politischer Missstände, die in das Licht der Öffentlichkeit gerückt werden sollen. Dieses Phänomen ist bereits seit Jahrhunderten parallel zu sozialen und politischen Umwandlungsprozessen zu beobachten. Derartige aktivistische Bestrebungen konnten im Zuge des technischen Fortschritts und der Weiterentwicklungen der Kommunikationswege wachsen, da die Möglichkeiten sich zu finden, zu organisieren und dadurch Einfluss auszuüben, vereinfacht wurden.[10] Das Aufkommen der Massenmedien ermöglicht es den Gruppen ihre Botschaft in die mediale Öffentlichkeit zu tragen und auch länderübergreifend zu verbreiten. So haben sich aus vereinzelten engagierten Bürgern Kollektive gebildet, die sich zu rechtlich anerkannten Organisation strukturierten. Sie verfügen über ausformulierte Maxime und Satzungen in deren Rahmen sie ihre Aktivitäten organisieren und koordinieren.[11] Frantz und Martens beziehen sich bei ihrer Beschreibung der NGOs vor allem auf deren Stellung innerhalb des politischen Systems. Im Sinne demokratischer Gesellschaften, wollen sie Themen und Problemfelder der nationalen und auch internationalen Gemeingesellschaft aufzeigen. So leisten sie einen Beitrag zum öffentlichen Meinungsbildungsprozess, der wiederum zum gesellschaftlichen Wandel führen kann bzw. soll.[12] Die idealtypische Vorstellung einer NGO liegt in der Unabhängigkeit zum Staat. Dies beinhaltet neben möglicher oppositioneller Bestrebungen ebenfalls die Zusammensetzung aus rechtlicher Sicht (rein privater Personen) sowie die Finanzierungsquellen. Das Ausmaß dieser Unabhängigkeit ist im Dritten Sektor sehr unterschiedlich bemessen. Beispiele dafür sind die sogenannten Quasi-Nongovernmentalorganizations (QUANGO) und die Governmental-Organised-Nongovernmentalorganizations (GONGO). Sie gehören ebenfalls den NGOs an, obwohl sich beide durch staatliche Zuschüsse finanzieren und politische Akteure als Mitglieder akzeptieren. Zu den GONGOs zählen sogar diejenigen, die hinsichtlich staatlicher Anregungen ins Leben gerufen wurden.[13] Auf Grund dieser vielfältigen Auslegung der jeweiligen „Nongovernmental“-Beziehungen, ist in der Literatur der Begriff Nonprofitorganisationen ebenfalls häufig für den Dritten Sektor zu finden.

Die Bezeichnung der NPO konzentriert sich zunächst auf die Abgrenzung zum Sektor „Markt“, wobei die relative staatliche Unabhängigkeit als Bedingung weiterhin besteht. Analog zu den NGOs ist eine Beschaffung von materiellen Ressourcen erlaubt, allerdings darf die Verteilung dieser Mittel nur innerhalb der Organisation und für die Verwirklichung ihrer Ziele verwende werden.[14] Wie bereits erwähnt, werden die Ziele der NGOs auf politischen Ebenen angesiedelt, die durch Verbalisierung von Missständen und die Ausübung von kollektivem Druck auf die Regierung Veränderungen herbeiführen wollen. Die NPO identifizieren sich jedoch primär über die Abgrenzung zum Markt. Sie sind in Deutschland in allen Bereichen des alltäglichen Lebens zu finden und zeichnen sich neben ihrem formalen, offiziellen Status zusätzlich durch das freiwillige und ehrenamtliche Engagement ihrer Mitglieder aus. Somit definieren sie sich auf Grundlage ihrer gemeinnützige Aktivitäten, die nicht der Gewinnmaximierung unterliegen, sondern dem Wohl Dritter zu Gute kommen soll. Annette Zimmer und Eckhart Priller betonen in diesem Zusammenhang die gesellschaftliche Multifunktionalität. Dies schließt neben der politischen Meinungsbildung ebenfalls Aufgaben der Integration, Sozialisation und humanitären Hilfe ein.[15] Während der Bedarf der Sektoren des Staates und des Marktes durch deren Organisationen erfüllt wird, ist der Dritte Sektor auf die Bedürfnisse der Zivilgesellschaft ausgerichtet. Besonders auf nationaler und regionaler Ebene treten NPOs daher oftmals als sozialer Dienstleister auf. Für die Bundesrepublik Deutschland, die zwar als Sozialstaat gilt, jedoch immer weniger finanzielle Mittel für Soziales aufwenden kann, stellen diese Organisationstypen eine mögliche Alternative dar. Die Effizienz der NPOs liegt in ihrer schnellen Handlungsfähigkeit bei Problemen. Auf Grund ihrer Zusammensetzung, Organisation und Koordination sind sie in der Lage auf unbürokratischem Weg personelle und materielle Ressourcen schnell und effektiv zur Verfügung zu stellen. Um dies weiterhin und stabil gewährleisten zu können, erhalten solche Organisation oftmals staatliche Zuschüsse.[16] Demzufolge ist auch in der Begrifflichkeit der NPOs die staatliche Unabhängigkeit unter Vorbehalt zu sehen. Jedoch beruhen derartige Unterstützungen des Staates in Deutschland auf dem Subsidiaritätsprinzip. Dies Prinzip stammt aus der Gesellschaftslehre des Katholizismus und legitimiert die staatliche Einmischung. Dieser darf eine Hilfestellung zur Selbstverwirklichung leisten, wenn dies aus eigenen Kräften nicht möglich ist.[17]

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass keine klare Trennung zwischen den Nongovernmental- und Nonprofitorganisationen möglich ist. Beide Organisationsformen weisen sich in ihrem Ideal über eine fast informelle Struktur, einer relativen Unabhängigkeit vom Staat, eine bedarfsorientierte Motivation sowie durch eine überwiegend Finanzierung durch freiwillige Zuwendung aus.[18] Zusätzlich können beide sowohl in regionaler, nationaler als auch in internationalen Bereichen agieren. NGOs heben sich allerdings auf Grund ihrer Leitziele ab. Sie verfolgen primär das Ziel den „[…] progressiven Wandel voran[zu]bringen, weil sie sich für soziale, ökologische und gesellschaftspolitische Anliegen einsetzen, die nicht ausschließlich ihren Mitgliedern zu Gute kommen.“[19]. Diese demokratische und ideologische Auffassung formt eine NGO. NPOs definieren sich hingegen über ihre Abgrenzung zum Profitsektor, indem sie Dienstleistungen und Produkte für das Gemeinwohl zur Verfügung stellen. Sie sind vor allem in humanitären Bereichen zu finden und kennzeichnend sich zudem durch freiwilliges Engagement aus. Die Abgrenzung zum staatlichen Sektor tritt hier vermehrt in den Hintergrund, da sie durch Subventionen und Zuschüsse finanziell gefördert werden. Auf Grundlage des Subsidiaritätsprinzips und ihrer Zusammensetzung aus privaten Personen wird ihnen dennoch eine relative Unabhängigkeit zugesprochen.[20]

Dieser Überblick verdeutlicht bereits die Komplexität und die Definitionsschwierigkeiten der Dritte-Sektor-Organisationen. Je nach Perspektive lassen sich unterschiedliche Merkmalsausprägungen feststellen und erschweren somit eine konkrete Zuordnung. Eine mögliche Definierungsdimension liegt bei der jeweiligen Finanzierung der Organisationen. Diese Arbeit konzentriert sich auf NPOs und ihre Mechanismen zur Spendengewinnung. Dazu wird zunächst ein Überblick über die Finanzierungssituation der NPOs allgemein gegeben.

3. Finanzierungsmöglichkeiten von NPOs

NPOs erfahren durch ihren gemeinnützigen Status diverse steuerliche und rechtliche Begünstigungen, wodurch allerdings ihre Beschaffungsmöglichkeiten von finanziellen Mitteln erschwert werden. Während sich staatliche Instanzen durch die Erhebung von Steuern und kommerzielle Unternehmen durch Preisregulierungen finanziell absichern können, muss der NPO-Sektor auf einen Finanzierungsmix zurückgreifen. Im Zuge des John Hopkins Comparative Nonprofit Sector Project erfolgte eine weltweite Datenerhebung innerhalb des Nonprofit-Sektors, die zu einem besseren allgemeinen Verständnis der NPOs beitragen und ihre länderspezifischen Merkmalen aufzeigen sollte.[21] Zusätzlich wurden für die einzelnen Länder separate Datensätze erhoben, die Aufschlüsse über ihren Aufbau, ihre Funktion und Bedeutung geben. Bezüglich ihrer zunehmenden volkswirtschaftlichen Bedeutung, wurden die NPOs auch hinsichtlich ihres Finanzierungsaufbaus untersucht. Mit einer Finanzierung von durchschnittlich 64,3 Prozent mittels staatliche Zuschüsse, positionieren sich die deutschen NPO sehr staatsnah. Eigenerwirtschaftete Erlöse aus Mitgliedsbeiträgen, Gebühren oder auch Vergütungen für Dienstleistungen, folgen mit einem Anteil von durchschnittlich 33,3 Prozent. Der Finanzierungsanteil aus Spenden und Stiftungen beträgt im Vergleich zu den anderen nur durchschnittlich 3,4 Prozent.[22] Die dominante Stellung des Staates als Finanzier der NPOs wird ihrerseits legitimiert und sogar begrüßt. Sie sehen sich selbst als Helfer der Bevölkerung und somit Unterstützer des Staates, indem sie vermehrt als gemeinnützige Dienstleister auftreten. Um diese Stellung zu stabilisieren und zu etablieren, ist eine öffentlich finanzierte Absicherung von Nöten. In der Regel sind diese aber an gewisse Aufträge und Bedingungen durch den Staat gebunden.[23] Ihre sozialen Dienstleistungen werden und können nicht ausschließlich unentgeltlich angeboten werden, wodurch ein Finanzierungsanteil von einem Drittel entsteht. Allerdings orientiert sich ihr Angebot nicht am Markt und dessen Preisregulation, zu dem sie ihr gemeinnütziger Status verpflichtet.[24]

Die Angaben der John Hopkins Studie enthält die prozentuale Durchschnittsverteilung aller deutschen NPOs. Diese kann allerdings je nach Organisation schwanken. Daher sollte der geringe Anteil der privaten Zuschüsse durch Spenden und Stiftungen nicht unterschätzt werden. Dabei handelt es sich um freiwillig getätigte Beiträge privater Personen, Gruppen, Unternehmen oder Stiftungen, ohne monetäre oder materielle Gegenleistung zu verlangen und einem bestimmten Zweck zu Gute kommen sollen.[25] Helmut K. Anheier verwendet den Überbegriff der sozialen Investitionen. Dabei kann die Zuwendung monetär, immateriell oder auch als Sachspende erfolgen, solange die Prämisse der Gemeinnützigkeit gilt.[26] Demnach gelten auch Kleider- und Blutspenden sowie freiwillige Arbeit als private Zuschüsse, wenn keine ausdrückliche Gegenleistung erwartet wird. Besonders das ehrenamtliche Engagement gilt als Aushängeschild der NPOs und gilt als wichtige personelle Ressource bei der Ausübung humanitärer Dienstleistungen.[27] Im Kontext dieser Arbeit stehen jedoch die rein geldlichen, privaten Zuwendungen an die NPOs sowie deren Maßnahmen zur Beschaffung im Mittelpunkt. Zu diesem Zweck soll im folgenden Abschnitt das Prinzip des Fundraising erläutert werden.

[...]


[1] B. Hunziker, Abwanderungsverhalten von Spendern, Eine Analyse des Abwanderungsprozesses und der Rückgewinnungsmöglichkeiten, Wiesbaden, 2010

[2] M. Bär, J. Borcherding, B. Keller, Fundraising im Non-Profit-Sektor, Marktbearbeitung von Ansprache bis Zuwendung, Wiesbaden, 2010

[3] Vgl. B. Hunziker, Abwanderungsverhalten von Spendern, Eine Analyse des Abwanderungsprozesses und der Rückgewinnungsmöglichkeiten, Wiesbaden, 2010, S. 26f

[4] S. Springer Gabler Verlag (Herausgeber), Gabler Wirtschaftslexikon, Stichwort: Dritter Sektor, URL: http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/dritter-sektor.html#erklaerung , (Stand: 31.08.2013)

[5] S. C. Frantz, K. Martens, Nichtregierungsorganisationen (NGOs), Wiesbaden 2006, S. 21

[6] Vgl. A. Zimmer, E. Priller, Gemeinnützige Organisationen im gesellschaftlichen Wandel, Ergebnisse der Dritte-Sektor-Forschung, Wiesbaden, 2007, S. 15f

[7] Vgl. C. Frantz, K. Martens, Nichtregierungsorganisationen (NGOs), Wiesbaden 2006, S. 21f

[8] S. C. Frantz, K. Martens, Nichtregierungsorganisationen (NGOs), Wiesbaden 2006, S. 24

[9] Vgl. ebd. S. 24f

[10] Vgl. ebd. S. 51ff

[11] Vgl. ebd. 55f

[12] Vgl. ebd. 57f

[13] Vgl. C. Frantz, K. Martens, Nichtregierungsorganisationen (NGOs), Wiesbaden 2006, S. 40ff

[14] Vgl. U. Heller, Immobilienmanagement in Nonprofit-Organisationen, Analyse und Konzeptentwicklung mit Schwerpunkt auf kirchlichen und sozialen Organisationen, Wiesbaden, 2010, S. 7f

[15] S. A. Zimmer, E. Priller, Gemeinnützige Organisationen im gesellschaftlichen Wandel, Ergebnisse der Dritte-Sektor-Forschung, Wiesbaden, 2007, S. 20

[16] Vgl. A. Zimmer, E. Priller, Gemeinnützige Organisationen im gesellschaftlichen Wandel, Ergebnisse der Dritte-Sektor-Forschung, Wiesbaden, 2007, S. 23f

[17] S. Springer Gabler Verlag (Herausgeber), Gabler Wirtschaftslexikon, Stichwort: Subsidiarität, URL: http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Archiv/7930/subsidiaritaet-v15.html , (Stand: 31.08.2013)

[18] Vgl. R. Simsa, C. Schober, D. Schober, Nonprofit Organisationen im sozialen Dienstleistungsbereich – Bedeutung, Rahmenbedingungen, Perspektiven, Studie im Auftrag der BAG „Freie Wohlfahrt“, Wien, 2004, S. 43f

[19] S. C. Frantz, K. Martens, Nichtregierungsorganisationen (NGOs), Wiesbaden 2006, S. 50

[20] Vgl. B. Hunziker, Abwanderungsverhalten von Spendern, Eine Analyse des Abwanderungsprozesses und der Rückgewinnungsmöglichkeiten, Wiesbaden, 2010, S. 15ff

[21] Vgl. A. Zimmer, E. Priller, Gemeinnützige Organisationen im gesellschaftlichen Wandel, Ergebnisse der Dritte-Sektor-Forschung, Wiesbaden, 2007, S. 30f

[22] S. A. Zimmer, T. Hallmann, Identität und Selbsteinschätzung von NPOs, In: C. Frantz, A. Zimmer, Zivilgesellschaft international, Alte und neue NGOs, Opladen, 2002, S. 279-301, S. 283f

[23] Vgl. R. Simsa, C. Schober, D. Schober, Nonprofit Organisationen im sozialen Dienstleistungsbereich – Bedeutung, Rahmenbedingungen, Perspektiven, Studie im Auftrag der BAG „Freie Wohlfahrt“, Wien, 2004, S. 46

[24] Vgl. B. Hunziker, Abwanderungsverhalten von Spendern, Eine Analyse des Abwanderungsprozesses und der Rückgewinnungsmöglichkeiten, Wiesbaden, 2010, S. 19

[25] S. Springer Gabler Verlag (Herausgeber), Gabler Wirtschaftslexikon, Stichwort: Spenden, URL: http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Archiv/54317/spenden-v10.html, (Stand: 31.08.2013)

[26] Vgl. H. K. Anheier, Von Non-Profit-Organisationen und Philanthrophie zu Sozialer Investition – Auf dem Weg zu einer neuen Forschungs-Agenda, In: H. K. Anheier, A. Schröer, Soziale Investitionen, Interdisziplinäre Perspektiven, Wiesbaden, 2012, S. 17-38, S. 18f

[27] Vgl. R. Simsa, NPOs und die Gesellschaft: Eine vielschichtige und komplexe Beziehung – Soziologische Perspektive, In: C. Badelt, Handbuch der Nonprofit Organisationen, Strukturen und Management, Stuttgart, 2002, S. 129- 152, S. 135

Details

Seiten
39
Jahr
2013
ISBN (eBook)
9783656556947
ISBN (Buch)
9783656557050
Dateigröße
547 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v265901
Institution / Hochschule
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald – Kommunikationswissenschaften
Note
1,7
Schlagworte
gestaltungstechniken internetkommunikation nonprofit-organisationen eine untersuchung beispiel internetauftritts deutschen roten kreuz

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