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Der Fußfall Barbarossas und die Forderung Heinrichs des Löwen nach Goslar in Chiavenna

Von Fiktionen und Handlungsspielräumen

Hausarbeit (Hauptseminar) 2011 30 Seiten

Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Heinrich der Löwe als wichtigster Verbündeter des Kaisers

2. Abkühlung des Verhältnisses zwischen Kaiser und Herzog?

3. Chiavenna und der Fußfall - ‚inversive Implantate‘?
3.1 Chiavenna
3.2 Der Fußfall des Kaisers
3.2 Zum Stellenwert Chiavennas
3.2.1 Die rechtliche Verpflichtung zur Heerfolge Heinrichs des Löwen
3.2.2 Die Glaubwürdigkeit des Berichts Arnolds von Lübeck
3.2.3 Handlungsspielräume Heinrichs des Löwen und Friedrichs I

Resümee

Literaturverzeichnis

Quellen

Darstellungen

Einleitung

Die Rolle der Begegnung von Heinrich dem Löwen und Friedrich Barbarossa in Chiavenna wird gemeinhin als der Wendepunkt in den Beziehungen zwischen den beiden angesehen. Das Bild, das die Quellen aus der Rückschau über die Vorgänge in Chiavenna zeichnen, ist angetan, den Herzog als überheblich, undankbar, als Rechtsbrecher und Erpresser erscheinen zu lassen. So hat die Forschung ihn denn auch oftmals gesehen.1 Die Rollen sind klar verteilt: Der Kaiser als der um Hilfe bittende, der dem Herzog in seiner Verzweiflung und um des Reiches willens sogar zu Füßen fällt und andererseits der sture und hartherzige Sachsenherzog, der sich verweigert und seinen Vetter im Stich lässt.

Doch hat es sich so zugetragen? In der älteren Forschung ging man von einer Machtprobezweier Vertreter einander entgegengesetzter Dynastien aus: einer vermeintlichen Erbfeindschaft zwischen Welfen und Staufern.2 Diese habe dann letztlich auch zur Entmachtungdes Löwen geführt.3

In dieser Arbeit soll zunächst gezeigt werden, dass im Gegenteil Heinrich der Löwe undFriedrich Barbarossa ein geradezu symbiotisches4 Verhältnis pflegten, ja dass Heinrich dieÄzuverlässigste Stütze Barbarossas“5 war und wohl auch eine entscheidende Rolle bei derKönigswahl Friedrichs gespielt hat, wie jüngst hervorgehoben wurde6. Die Verbindungender Vettern waren also - dies eine These, die hier aufgestellt werden soll - auch nichtdurch einseitige Begünstigung, sondern durch ein Verhältnis nach dem Grundsatz des do utdes charakterisiert. Das rückt auch Heinrichs Rolle in Chiavenna in ein anderes Licht.Leistung verlangte offenbar nach adäquater Gegenleistung: ist der Kaiser von diesemGrundsatz abgerückt, indem er die Belehnung mit Goslar als Kompensation für militärische Hilfe verweigerte und erklärt sich daraus Heinrichs abschlägiges Verhalten?

Wieso aber hat Heinrich Goslar zur Bedingung seiner persönlichen Heerfolge gemacht?Während die Handlungsspielräume Barbarossas zur Genüge von der Forschung ausge- leuchtet sind7, wurde dies für Heinrich den Löwen eher vernachlässigt. Was aber waren dessen Handlungsspielräume? Inwiefern konnte bzw. wollte er der Aufforderung nach militärischem Zuzug Folge leisten und war er überhaupt rechtlich dazu verpflichtet?

Die Berühmtheit der Begegnung in Chiavenna geht vor allem auf den angeblichen Fußfalldes Kaisers vor dem Herzog zurück, der in vielen unterschiedlichen Varianten, je abhängigvon der Darstellungsabsicht der Autoren, überliefert wird. Ein Großteil der Forschung hältdiesen für realistisch.8 Die Ehrverletzung des vergeblich bittenden Kaisers ist bereits in denQuellen und auch von vielen Historikern als zentrales Motiv für die Entmachtung des Löwen angesehen worden. In den jüngsten Publikationen zu dem Themenkomplex ist dieDebatte um die Glaubwürdigkeit dieser Ereignisse wieder angefacht worden. So hat unlängst Johannes Fried in seinem ÄSchleier der Erinnerung“ postuliert, das Treffen der Vettern habe überhaupt nicht stattgefunden und sei nur Produkt staufischer Propaganda, diesich - als sogenanntes ÄImplantat“ - in das kulturelle Gedächtnis eingegraben habe.9 Ineine ähnliche Richtung geht Knut Görich. Ihm zufolge lohne es sich immer noch über dieMöglichkeit nachzudenken, dass ÄChiavenna samt der Selbstdemütigung des Kaisers nichtstattgefunden“ habe.10 Er stellt zur weiteren Diskussion, ob die Geschichte von Chiavennanicht vielmehr erzählt wurde, um die durch das Fürstenurteil deutlich eingeschränktenÄGrenzen [der] Handlungskompetenz“11 Barbarossas zu rechtfertigen. Auf Bestandteiledieser Ansätze soll in dieser Arbeit zurückgegriffen werden, wenn geprüft wird, ob derFußfall tatsächlich kompatibel mit dem weiteren Verhalten der beiden Akteure sein kann.

Für die nachfolgende Argumentation kommt dabei der Chronik Arnolds von Lübeck einebesondere Bedeutung zu. In einer kürzlich erschienenen Publikation wurde ob dessen tendenziöser Darstellung zugunsten des Welfen und zahlreicher Abweichungen von den Darstellungen anderer Chronisten in Bezug auf den Sturz des Löwen gar gefordert seinen Bericht Äzunächst vollständig zu eliminieren und die Geschichte ohne ihn zu konstruieren“12.Es wird sich allerdings im Gegenteil zeigen, dass Arnolds Bericht als Quelle für unsdurchaus einigen Wert besitzt. Zumal die tendenziöse Berichterstattung zugunsten Heinrichs - zumindest in Bezug auf Chiavenna - Arnolds Chronik nicht so immanent ist, wie inder Forschung zuweilen vertreten wurde.

1. Heinrich der Löwe als wichtigster Verbündeter des Kaisers

In der Geschichtswissenschaft wurde die Auseinandersetzung zwischen Kaiser Friedrichund Herzog Heinrich lange mit einem staufisch-welfischen Gegensatz begründet. Der Konflikt stellte sich demnach als ein ÄAufeinanderprallen zweier feindlicher Geschlechter“13 dar, repräsentiert durch zwei große, gegensätzliche Persönlichkeiten der deutschen Geschichte. Die Auffassung von einer solchen dezidierten Geschlechterfeindschaft kann spätestens seit dem Erscheinen der Dissertation Werner Hechbergers als zumindest nur sehreingeschränkt gültig gelten. Hechberger legt minutiös dar, dass das Verhalten der Stauferrespektive Welfen oftmals wenig von dynastischen, sondern vielmehr von persönlichenInteressen geleitet war, und dass Staufer und Welfen untereinander paktierten solange diesnur dem Ausbau der eigenen Machtposition dienlich war; und dies bemerkenswerterweiseauch gegen König, Bruder, Vater oder Vettern.14 Die weitreichende Kooperation zwischenHeinrich und Friedrich ist in besonderem Maße geeignet, dies aufzuzeigen. Hier wird daher von machtpolitischen Erwägungen als handlungsleitenden Motiven ausgegangen unddaher dargelegt werden, dass die Förderung Heinrichs durch seinen königlichen Vettergenau kalkuliert war und dass es sich wohl in weiten Teilen nicht um die großzügige Unterstützung eines engen Verwandten und Freundes handelte, sondern dass dem Herzog einewichtige Funktion in der Politik des Kaisers zukam, die dieser sich erhalten wollte - jedenfalls solange dies günstig für ihn war. Im Folgenden soll das Verhältnis der beiden Vetternbis zum Jahr 1176 skizziert werden.

Werner Hechberger geht so weit, Heinrich mit Blick auf die Zeit bis zu den Ereignissen von Chiavenna nicht als Gegner Friedrichs, sondern als Äwichtige Säule, wahrscheinlich sogar wichtigste Säule“15 seiner Politik in den Reihen der weltlichen Fürsten zu bezeichnen und widerspricht damit der Forschung, die Heinrich als Friedrichs ÄHauptrivalen“16 angesehen hatte. Einiges spricht für diese neue Sicht.

Schon bei der Königswahl Friedrichs 1152 in Frankfurt hat Heinrich eine wichtige Rollegespielt. In einer der neuesten Publikationen zur Entmachtung des Löwen hat Knut Görichgute Gründe dafür angeführt, dass Äursprünglich die Wahl und Krönung des jungen Friedrich, des minderjährigen Sohnes des verstorbenen Konrads geplant [war] und nicht dieseines Neffen.“17 Um seine Krönung durchzusetzen, war der Staufer auf Unterstützung angewiesen, die er sich von Welf VI. und insbesondere Heinrich dem Löwen erhoffte.Görich kommt zu dem Ergebnis, Ädass der Welfe höchstwahrscheinlich einer der wichtigsten Helfer Barbarossas bei dessen Aufstieg zum König war“, was eine wohl nicht zu unterschätzende Bindung bewirkte.18 Pointiert ausgedrückt bedeutet das: Friedrich verdankteseinem Vetter zu einem guten Teil sein Königtum.19 Eine Gegenkandidatur Heinrichs, vonder ein anonymer Autor aus Laon berichtet, sei dagegen nach Görich als definitiv unglaubwürdig einzustufen.20

Zum Dank bzw. als einzulösendes Wahlversprechen21 hat der neugewählte König seinenwelfischen Unterstützer wohl mit dem Herzogtum Bayern belehnt. Bedenkt man die Konflikte der Vergangenheit um das bayerische Dukat und den Anspruch, den Heinrich erbrechtlich geltend machte, musste es für Friedrich wohl auch darum gehen, die für einenRomzug nötige Ruhe im Reich zu schaffen. Dies geschah durch die Anerkennung des väterlichen Erbanspruchs Heinrichs des Löwen, sodass im Juni 1154 durch Fürstenspruch dasbayerische Herzogtum Heinrich II. Jasomirgott ab- und dem Löwen zugesprochen wurde.

Wahrscheinlich hat der König Heinrich 1152 auch die Reichsvogtei Goslar in Sachsen verliehen.22 Darauf wird noch zurückzukommen sein. Die Verleihung des Bischofsinvestiturrechts für die ostelbischen Bistümer an Heinrich diente laut Joachim Ehlers dazu, die Teilnahme Heinrichs am Italienzug, der ab Oktober 1154 erfolgte, sicherzustellen. Die Belehnung mit Goslar erklärt sich wohl auch daher.

Bereits die Größe des herzoglichen Aufgebots, der sehr wahrscheinlich Ävon allen amRomzug Beteiligten“ dem König Ädas größte Kontigent“ zugeführt hat23, zeigt, dass Heinrich sich zu revanchieren wusste. Otto Morena, Konsul von Lodi, berichtet zum Februar1154, dass der Löwe kaum weniger schwere Reiter als der Kaiser nach Italien gebrachthabe.24 Heinrichs Einsatz war dabei durchaus nicht ohne Gefahr für ihn, Ädenn Bayern hatte er noch nicht wiedergewonnen“25. Sein rechtlich zwar bestätigter Anspruch musstemittelalterlicher Rechtspraxis gemäß erst militärisch gegen den Babenberger durchgesetztwerden. Darüber hinaus konnten seine Feinde in Sachsen die voraussehbar lange Abwesenheit des Herzogs leicht nutzen. Kaum war dieser losgezogen formierte sich eine Äbreitangelegte Opposition ostsächsischer und bayerischer Magnaten im Böhmerwald“ undHeinrich verlor die Burgen Stade, Bremervörde, Harburg und Freiburg an der Oste an Erzbischof Hartwig von Bremen.26

In Italien zeichnete sich währenddessen Heinrich derart durch seinen Einsatz für den vonPapst Hadrian IV. gerade gekrönten Kaiser gegen die aufsässigen römischen Bürger aus,dass Helmold in seiner Slawenchronik vermerkt, dass Äder Name des Herzogs vor allenanderen im Heer gerühmt wurde“ (magnificatum est nomen ducis super omnes qui erant inexercitu)27. So ist für Ehlers wiederum der Einsatz des Kaisers nach dem Romzug fürHeinrich eine Leistung die auf ÄGegenseitigkeit“ beruhte.28 Denn weil sich Heinrich derLöwe, da Heinrich II. Jasomirgott die Unterstützung des bayerischen Adels genoss, inBayern nicht gegen diesen durchsetzen konnte, musste eine andere Lösung für das bayerische Dukat gefunden werden. Um Jasomirgott zufriedenzustellen und Heinrich Bayerntatsächlich zu verschaffen, wurde daher die Markgrafschaft Österreich abgetrennt und zumneuen Herzogtum Österreich erhoben, in dem der Babenberger über weitreichende Privilegien verfügen sollte. Helmold bestätigt, dass sich der Kaiser derart für Heinrich einsetzte,weil er ihn auf dem Zuge nach Italien und in anderen Angelegenheiten des Reiches treubefunden hatte (eo quod fidelem eum in Italica expeditione et ceteris negociis regnipersenserit).29 Hier klingt auch Heinrichs besonderer Einsatz bei der Belagerung vonTortona an.30

Auch in den folgenden Jahren wird Heinrich sich als die Äzuverlässigste Stütze Barbarossas“31 erweisen. Besonders die militärische Potenz des Herzogs spielte für den Kaiser einewichtige Rolle. Im Sommer 1157 beteiligt sich der Herzog etwa an einem Feldzug Friedrichs gegen den polnischen Herzog Boleslaw, um dessen Tributleistung zu erzwingen.32 Burchard von Ursberg berichtet in seiner Weltchronik (um 1229/1230)33, dass Heinrich für den zweiten Italienzug des Kaisers im Jahr 1159/60 militärische Unterstützung in Form von gepanzerten Truppen beigesteuerte, deren Zahl mit 1200 Mann (M CC loricis) angegeben wird. Dies erscheint im Vergleich mit der Unterstützung Welfs VI., der auch über beträchtliche Territorialgüter verfügte und der nur 300 Gepanzerte (Welfo (…) cum CCC loricatis) stellte, um so beeindruckender.34

Vor diesem Hintergrund erscheint es daher zu diesem Zeitpunkt nicht ausgeschlossen,dass der Kaiser bei der Belagerung von Mailand, wie Sigebert von Gembloux berichtet,zwei imperatores für den Fall eines gewaltsamen Todes bestimmte (designavit, si forte vitadecederet, duos imperatores). Erstrangiger Nachfolger sollte der bei der Königswahl übergangene Sohn Konrads (filium Conradi praedecessoris sui), Friedrich von Rothenburg,sein. An zweiter Stelle wird Heinrich, der Herzog von Sachsen genannt (et post eumHeinricum, ducem Saxonie).35 Lange wurde darüber diskutiert, ob mit imperatores Heerführer oder tatsächlich eine Designation für die Thronfolge gemeint war.36 Da mit Konradein Kandidat nominiert wurde, der sich 1152 um seine Königsherrschaft betrogen sehenmusste37, erscheint es folgerichtig, dass der kinderlose Friedrich diesen als Nachfolger vorsah. Die enge Kooperation mit Heinrich und dessen Verdienste berechtigen zu der Annahme, dass Friedrich sich diesen als Fortsetzer seiner Politik vorstellen konnte.38

Darüber hinaus verließ Heinrich Italien kurz darauf, sodass es wenig plausibel scheint,dass Friedrich jemanden für die Nachfolge zum Oberbefehlshaber des Heeres ernannt, derItalien wenig später verlassen wollte.39 Möglicherweise lässt sich das Handeln des Kaisersnicht als eine ÄDesignation im Sinne von Heinrich Mitteis“40, jedoch zu mindestens, wiedies Ferdinand Oppl vorgeschlagen hat, als politische Demonstration der Entschlossenheitbegreifen.41 Und selbst wenn man mit Ehlers von einer Falschnachricht ausgeht, zeigte derfiktive Gehalt der Quelle im Sinne Theuerkaufs doch, dass eine wie auch immer geartete Nachfolge Friedrichs durch Konrad und eben Heinrich im Vorstellungshorizont der Zeitgenossen denkbar war.

Auch in diplomatischer Hinsicht übernahm Heinrich wichtige Aufgaben für den Kaiser.Im Streit zwischen Friedrich und Hadrian IV., der auf dem Hoftag von Besancon wegender Übersetzung von beneficium als Lehen aufgetreten war, trat dieser als Vermittler auf.Er überzeugte gemeinsam mit dem Bischof von Bamberg den Papst davon, den vermittelnden Brief an Friedrich zu schreiben.42 In diesem Kontext kann angemerkt werden, dasssich anders als etwa sein Onkel Welf VI., Heinrich der Löwe stets hinter die Kirchenpolitikdes Kaisers stellte.43

Ebenfalls aus diplomatischen Gründen ließ sich Heinrich auf Wunsch seines Lehnsherren1162 von seiner Ehefrau Clementia von Zähringen scheiden, da die Zähringer ein Bündnismit dem König von Frankreich anstrebten. Heinrich war also durchaus zu machtpolitischenKonzessionen zugunsten Friedrichs bereit. Seine zweite Ehe mit Mathilde, der Tochter desenglischen Königs Heinrich II., wurde ganz im Sinne des Kaisers im Jahr 1167 geschlossen.44 Dieser setzte Heinrich, wie Hechberger hervorhebt, als ÄHeiratskandidaten für seinePolitik ein“. Die Ehe spielte eine gewichtige außenpolitische Rolle für die Anbahnung desBündnisses, das Friedrich I. mit dem englischen König anstrebte.45 Auch in diesem Punktlässt sich folgern, dass eine solche politische Ehe Ädie Vorstellung einer dauerhaften undhöchst zuverlässigen Bindung“ implizierte.46 Heinrich war zu einem Äwichtige[n] Faktorfür die internationalen Beziehungen des Kaisers geworden“47. Dass die Gesandten Heinrichs, die seine neue Frau von England nach Sachsen geleiteten, nicht nur mit Mathilde,sondern auch cum argento et auro et diviciis magnis48 heimkehrten - einer Mitgift die unter anderem den ungeheuren Geldbetrag von 5102 Pfund, also umgerechnet ca. 10.000Kölner Mark enthielt49 - dürfte Heinrichs Reichtum ebenso wie sein Ansehen nicht unerheblich gesteigert haben.

[...]


1 Vgl. etwa FUHRMANN: Kaiser Lobesam, S. 93. Ähnlich ALTHOFF: Arnold, S. 128, wonach Heinrichs Bedingungen - gemeint muss Goslar sein - Äden Tatbestand der - modern gesprochen - Erpressung erfüllten“.

2 Vgl. mit einem Forschungsüberblick dazu HECHBERGER: Staufer und Welfen, S. 199 ff. Diese These findetihre Ausläufer auch noch in der jüngeren Forschung. So macht HAVERKAMP: Handlunsspielräume, S. 25 denÄstaufisch-welfischen - und damit dynastischen - Gegensatz“ ursächlich für die Äeingeschränkten Handlungsspielräume und Wirkungsmöglichkeiten des Staufers“. Anders allerdings bereits im Jahr 1880 PRUTZ:Heinrich, S. 589-601.

3 HECHBERGER: Staufer und Welfen, S. 310 f.

4 WEINFURTER, Entmachtung, S. 183.

5 GÖRICH: Jäger, S. 107.

6 GÖRICH: Jäger, S. 106.

7 Vgl. etwa den Sammelband zu diesem Thema: HAVERKAMP (Hg.): Handlungsspielräume.

8 Vgl. etwa WEINFURTER: Entmachtung, S. 184; ALTHOFF: Arnold, S. 133.

9 FRIED: Schleier, S. 252.

10 GÖRICH: JÄGER, S. 116.

11 WEINFURTER: Entmachtung, S. 189.

12 LAUDAGE: Barbarossa, S. 281. Schon Engels hatte allerdings darauf verwiesen, dass es nicht weiterführe Ä[p]auschal die Unglaubwürdigkeit und Unzuverlässigkeit der Berichterstattung Arnolds von Lübeck zu verurteilen.“ ENGELS: Entmachtung, S. 128.

13 HECHBERGER: Staufer und Welfen, S. 310.

14 HECHBERGER: Staufer und Welfen, S. 216 ff.

15 HECHBERGER: Staufer und Welfen, S. 305.

16 Vgl. etwa ENGELS: Die Staufer, S. 115 f.

17 GÖRICH: Jäger, S. 105.

18 GÖRICH: Jäger, S. 106.

19 Darauf weist auch die Nachricht aus der Chronik des Lüneburger Benediktinerklosters St. Michaels zwischen 1229 und 1231 hin, wonach der Kaiser Heinrich dem Löwen Gutes mit Bösem vergalt, als er ihn ausseinen Herzogtümern vertrieb, denn Heinrich habe ihm doch einst zum Königtum verholfen (qui eum adinperialem promoverat celsitudinem, reddens malum pro bono). CHRONICON SANCTI MICHAELISLUNEBURGENSIS: S. 396.

20 GÖRICH: Jäger, S. 103; EHLERS: Heinrich, S. 13 nach war der Autor Ävermutlich ein englischer Kleriker“, der seit Mitte des 12. Jahrhunderts schrieb. Die Nachricht könnte aufgrund einer Version entstanden sein, die Heinrich der Löwe als er im englischen Exil weilte, dort verbreitet hat.

21 Vgl. EHLERS: Heinrich, S. 12.

22 Dies nehmen laut HECHBERGER: Staufer und Welfen, S. 307, der in Fußnote 21 eine Zusammenstellung der Forschung zu diesem Aspekt bietet, die meisten Historiker an.

23 EHLERS: Heinrich, S. 88.

24 (…) cum non minori copia equitum quam ipse rex venerat (…). OTTONIS MORENAE HISTORIA: S. 22.

25 EHLERS: Heinrich, S. 88.

26 EHLERS: Heinrich, S. 92.

27 HELMOLD I, 81, S. 155.

28 EHLERS: Heinrich, S. 99.

29 HELMOLD I, 81, S. 166.

30 GÖRICH: Jäger, S. 107.

31 GÖRICH: Jäger, S. 107.

32 EHLERS: Heinrich, S. 101.

33 Vgl. zur Chronik Burchards und dessen Tendenz WERTHSCHULTE: Heinrich, S. 131-133.

34 BURCHARD, S. 45 f.: Anno Domini M°C°LIX. Principes, qui relicti fuerant, imperatorem subsecuntur, Hainricus videlicet dux Saxonum circa penthecosten cum imperatrice in M CC loricis, Welfo vero circa festum sancti Michahelis cum CCC loricatis.

35 SIGEBERT, S. 404: Ut autem hoc iuramentum ratum maneret, designavit, si forte vita decederet, duos imperatores, filium Conradi praedecessoris sui, et post eum Heinricum, ducem Saxonie.

36 In der jüngeren Forschung hat sich Ehlers dafür ausgesprochen, den singulären Bericht als schlichte Falschmeldung abzutun. Vgl. EHLERS: Heinrich, S. 178 f. mit entsprechenden Argumenten gegen die Authentizität des Berichtes. GÖRICH: Jäger, S. 108 übergeht die Kontroverse und auch Ehlers Ausführungen schlichtweg und geht von einer Nachfolgeregelung im Sinne einer Designation aus.

37 Vgl. GÖRICH: Jäger, S. 105.

38 Heinrich der Löwe und Friedrich von Rothenburg traten auch 1158 bei der Belagerung von Mailand auf dem zweiten Italienzug als Vermittler auf: Mediante Friderico duce de Rotinburch, Heinrico duce Bawarie et Saxonie (…) ab imperatore querunt multoque auri pondere imperatrici collato necnon infinita peccunia imperatori vix impetratam tali modo accipiunt. OTTONIS CHRONICA, S. 36.

39 EHLERS: Heinrich, S. 179.

40 HECHBERGER: Staufer und Welfen, S. 306.

41 OPLL: Barbarossa, S. 73.

42 GÖRICH: Jäger, S. 107.

43 ENGELS: Art. ‚Heinrich der Löwe‘ in LMA, Sp. 2077.

44 HELMOLD, II, 106, S. 209: In tempore dierum illorum misit Heinricus dux Bawariae et Saxoniae legatos in Angliam, et adduxerunt filiam regis Angliae cum argento et auro et diviciis magnis, et accepit eam dux in uxorem. Separatus enim fuerat a priore coniuge domna Clementia propter cognacionis titulum.

45 HECHBERGER: Staufer und Welfen, S. 306.

46 HECHBERGER: Staufer und Welfen, S. 306.

47 EHLERS: Heinrich, S. 189.

48 HELMOLD, II, 106, S. 209.

49 EHLERS: Heinrich, S. 190.

Details

Seiten
30
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783656600565
ISBN (Buch)
9783656600626
Dateigröße
916 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v269055
Institution / Hochschule
Universität zu Köln – Historisches Institut
Note
1,0
Schlagworte
fußfall barbarossas forderung heinrichs löwen goslar chiavenna fiktionen handlungsspielräumen

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Titel: Der Fußfall Barbarossas und die Forderung Heinrichs des Löwen nach Goslar in Chiavenna