Lade Inhalt...

Auswirkungen unterschiedlicher gesellschaftlicher Werte- und Kulturvorstellungen auf die Führung multinationaler Unternehmen

Hausarbeit 2013 13 Seiten

BWL - Unternehmensethik, Wirtschaftsethik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definitionen
2.1 Multinationale Unternehmen
2.2 Kultur.

3. Kulturdimensionen nach Hofstede

4. Auswirkungen unterschiedlicher gesellschaftlicher Werte- und Kulturvorstel-
lungen auf die Führung multinationaler Unternehmen
4.1 Auswirkungen
4.2 Risiken
4.3 Chancen

5. Schluss

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Im Zuge der Globalisierung sehen sich Unternehmen mit verschiedenen Heraus-forderungen konfrontiert, angefangen von der Überwindung von Sprachbarrieren im internationalen Handel bis hin zur reibungslosen Zusammenarbeit mit Unternehmen anderer Länder. Besonders große Unternehmen beginnen deshalb häufig, sich neben ihrer Zentrale zusätzlich Standorte im jeweiligen Ausland zu suchen, um direkt vor Ort präsent zu sein und ihren jeweiligen Geschäften nachgehen zu können; diese Art von Unternehmen nennt man multinationale Unternehmen (vgl. Duden 2008, S. 229 f.).

Auf den globalen Märkten spielen multinationale Unternehmen eine große Rolle, da sie den Trend der Globalisierung durch ihren internationalen Charakter weiter vorantreiben. Durch die Tatsache, dass in diesen Unternehmen verschiedene Nationalitäten aufeinandertreffen um miteinander zu arbeiten, ergeben sich für die Führung multinationaler Unternehmen noch weitaus größere Herausforderungen als für Unternehmen, die zwar auf den internationalen Märkten handeln, jedoch lediglich Niederlassungen im Inland betreiben. Einer der wichtigsten Aspekte ist dabei das Zusammentreffen verschiedener Kulturen und Wertvorstellungen auf der multinationalen Unternehmensebene. Da diese ein multinationales Unternehmen stark beeinflussen können, befasst sich diese Arbeit mit den möglichen Auswirkungen unterschiedlicher gesellschaftlicher Werte- und Kulturvorstellungen auf die Führung eines multinationalen Unternehmens.

Um vorerst eine Grundlage zu schaffen, werden in Kapitel 2 Definitionen die Schlüsselbegriffe für diese Arbeit, nämlich multinationale Unternehmen und der Begriff der Kultur, definiert. Anschließend werden in Kapitel 3 Klassifizierung von Kultur nach Hofstede die fünf verschiedenen Dimensionen von Kultur beleuchtet um folglich in Kapitel 4 Auswirkungen unterschiedlicher gesellschaftlicher Werte- und Kulturvorstel-lungen auf die Führung multinationaler Unternehmen aufzuzeigen, wie sich diese Faktoren auf die Führung multinationaler Unternehmen auswirken und welche Chancen und Risiken dabei generiert werden können. Kapitel 5 fasst die Ergebnisse noch einmal kurz zusammen und bildet den Abschluss der Arbeit.

2. Definitionen

2.1 Multinationale Unternehmen

Wie bereits kurz angedeutet handelt es sich bei multinationalen Unternehmen, auch als „Multis” bezeichnet, um Firmen, welche international tätig sind und in verschiedenen Ländern durch Tochtergesellschaften, Betriebsstätten oder auch Niederlassungen vertreten sind (vgl. ebd.). Meist werden die Aktivitäten dabei zentral aus dem Heimatland des jeweiligen Unternehmens geleitet, wobei die Stammsitze der meisten multinationalen Unternehmen in westlichen Ländern zu finden sind (vgl. ebd.). So können diese Unternehmen die Standortvorteile der jeweiligen Staaten für sich nutzen, bringen diesen andererseits jedoch auch Vorteile ein, wie beispielweise die Schaffung neuer Arbeitsplätze (vgl. ebd.).

Folglich treffen in multinationalen Unternehmen Menschen unterschiedlicher Kulturkreise auf den verschiedensten Ebenen aufeinander. Wie genau sich der Kulturbegriff erklären lässt, wird im Folgenden näher erläutert. Die möglichen Auswirkungen, welche die unterschiedlichen Wert- und Kulturvorstellungen in multinationalen Unternehmen dabei auf die Führung haben können, werden zu einem späteren Zeitpunkt noch eingehend beleuchtet.

2.2 Kultur

Unter dem Begriff Kultur versteht man die geistige Grundhaltung von Menschen, welche durch überlieferte Annahmen, Werte, und Normen geprägt ist (vgl. Kropp, 2001, S. 47 f.). Ausgedrückt wird Kultur in Form von typischen Routinen, Institutionen oder auch der jeweiligen Sprache, welche dem entsprechenden Kulturkreis eigen ist (vgl. Kühlmann, 2008, S. 34).

Durch ihren weitreichenden Einfluss hat eine Kultur auch Auswirkungen auf das Wahrnehmen, das Denken und das Handeln ihrer Mitglieder und ist dadurch nicht bloß eine Handlungsbedingung, sondern auch ein Handlungsergebnis (vgl. ebd., S. 36). Die Tatsache, dass Menschen verschiedener Kulturkreise auf unterschiedliche Weise mit bestimmten Situationen umgehen, resultiert aus deren Kultur, da diese das Handeln und Umgehen mit Aufgaben nachhaltig prägt und beeinflusst (vgl. ebd., S. 37). So bestimmend wie Kultur sein kann, kann sie sich jedoch auch wandeln und anpassen. Dementsprechend passt sich Kultur neuen Gegebenheiten und Anforderungen an und ist sehr wandlungsfähig, was wiederum ermöglicht, dass Personen mehreren Kulturen zur gleichen Zeit angehören können (vgl. ebd.). Hierbei kann es zu Spannungen im Umfeld der Menschen kommen, da sie teilweise zwischen den verschiedenen Kulturkreisen, denen sie angehören, abwägen und Kompromisse finden müssen, wie sie ihr Verhaltensmuster situationsabhängig gestalten (Schieck, 2008, S. 155); dieser Fall kann wiederum auch im Umfeld multinationaler Unternehmen eintreten, da hier Personen verschiedener Kulturkreise aufeinander treffen und so in Überschneidungssituationen ebenfalls Spannungen hervorgerufen werden können.

3. Kulturdimensionen nach Hofstede

Auf Grund vielfältiger möglicher Ausprägungen von Kultur haben Forscher in den vergangenen Jahren verschiedene Klassifizierungsmodelle aufgestellt, um den Einfluss unterschiedlicher Kulturkreise auf die Führung und Organisation von Unternehmen aufzeigen zu können (vgl. Kühlmann, 2008, S. 38). Ein Modell dieser Kulturklassifizierungen stellte Geert Hofstede auf, das er im Laufe der vergangenen Jahre noch ausbaute; demnach identifizierte Hofstede während seiner Forschung fünf Kulturdimensionen, welche im Folgenden kurz vorgestellt werden.

Die erste Kulturdimension nach Hofstede ist die Machtdistanz; diese beschreibt das Ausmaß, inwieweit eine Gesellschaft bereit ist, eine Ungleichverteilung von Macht zu akzeptieren (vgl. Hofstede, 2005, S. 46). Herrscht in einer Kultur eine hohe Machtdistanz vor, so ist die Akzeptanz bei ungleich verteilter Macht groß; ist die Machtdistanz jedoch gering, toleriert diese Gesellschaft eine Ungleichverteilung der Machtverhältnisse nicht und tendiert zu Gleichstellung (vgl. Kutschker, 2011, S. 720). So kann es bei der Zusammenarbeit auf internationaler Ebene schnell passieren, dass Vertreter einer Kultur mit hoher Machtdistanz ihren Gegenüber nicht ausreichend respektieren, bzw. diesen nicht als gleichwertigen Geschäftspartner ansehen und somit kulturbasierte Konflikte entstehen (vgl. Schieck, 2008, S. 156).

Eine weitere Kulturdimension stellt die Kategorie Individualismus/ Kollektivismus dar, bei welcher die Bindung zwischen den Individuen einer Gesellschaft im Vordergrund steht (vgl. ebd.). So gelten Gesellschaften als individualistisch, wenn das Netzwerk der Individuen eher locker ist und jeder nur für sich und seinen eigenen Familienkreis sorgt; wird jedoch ein enger Zusammenhalt der Individuen in Gruppen präferiert, ist die jeweilige Gesellschaft eher kollektivistisch geprägt (vgl. Hofstede, 2005, S. 76). Auch in dieser Dimension können Konflikte auftreten, indem selbstbestimmte Personen aus individualistischen Gesellschaften auf Leute treffen, die ihr Gruppengefühl auch in Geschäftsbeziehungen ausleben möchten (vgl. Schieck, 2008, S. 156).

[...]

Details

Seiten
13
Jahr
2013
ISBN (eBook)
9783656603993
ISBN (Buch)
9783656603955
Dateigröße
500 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v269343
Institution / Hochschule
AKAD-Fachhochschule Leipzig
Note
1,3
Schlagworte
auswirkungen werte- kulturvorstellungen führung unternehmen

Autor

Teilen

Zurück

Titel: Auswirkungen unterschiedlicher gesellschaftlicher Werte- und Kulturvorstellungen auf die Führung multinationaler Unternehmen