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Praktikumsbericht. Fabeln im Deutschunterricht der 5. Klasse

Praktikumsbericht (Schule) 2009 23 Seiten

Didaktik - Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Hauptteil
2.1 Die Grundschule als Eingangsstufe des Schulwesens
2.2 Die Darstellung der Grundschule am Arkonaplatz
2.2.1 Schulprofil
2.2.2 Die Klasse meiner Mentorin
2.3 Unterrichtseinheit „Fabeln“
2.3.1 Was ist Unterricht?
2.3.2 Sachanalyse
2.3.3 Bedeutung für das Kind
2.3.4 Ziele
2.3.5 Tabellarische Darstellung der Stunden
2.3.6 Unterrichtsplanung der siebten Stunde (Unterrichtsbesuch)
2.3.7 Reflexion des Unterrichtsbesuchs

3 Fazit

Literaturverzeichnis

Anhang

1 Einleitung

Mein Name ist Carolin xxx. Ich bin 23 Jahre alt und studiere im dritten Semester Grundschulpädagogik mit dem Modulangebot Französische Philologie an der Freien Universität Berlin auf Bachelor mit Lehramtsoption.

Das vierwöchige Unterrichtspraktikum vom 09.03.2009 bis 03.04.2009, welches ich an der Grundschule xxx absolvieren werde, diese seit 2004 eine von den insgesamt vier deutsch-französischen Europaschulen in Berlin ist, ermöglicht mir neben dem eigenen Unterrichten außerdem weitere Unterrichtsstunden aus der Perspektive des Lehrers zu hospitieren, analysieren und bewerten zu können. Das Unterrichtspraktikum eröffnet mir darüber hinaus durch das eigene Unterrichten die Möglichkeit zu lernen Unterricht zu planen, vorzubereiten und schließlich durchzuführen. Weiterhin erhoffe ich mir von diesem Praktikum, die theoretischen Unterrichtsmethoden in der Praxis kennenzulernen und in meinem Unterricht selbst ausprobieren zu können.

Ich habe mich erneut für die Grundschule xxx entschieden, weil ich bereits während meines Orientierungspraktikums an dieser Schule gute Erfahrungen mit den Lehrern und Schülern sammeln konnte. Entgegen des Orientierungspraktikums, wählte ich für mein Unterrichtspraktikum in Deutsch eine Regelklasse aus und keine deutsch-französische Klasse (Europaklasse).

2 Hauptteil

Im zweiten Kapitel wird zunächst der Schultyp Grundschule mit seinen Besonderheiten und Zielen beschrieben. Im Anschluss daran wird im Kapitel 2.2 die Grundschule xxx und die Klasse meiner Mentorin vorgestellt. Schließlich erfolgt im Kapitel 2.3 eine umfassende Darstellung meiner Unterrichtseinheit.

2.1 Die Grundschule als Eingangsstufe des Schulwesens

Die Grundschule, welche in Deutschland ab Ende der 1960er Jahre aus den unteren Klassen der Volksschulen hervorgegangenen ist[1], umfasst in Berlin und Brandenburg die Jahrgangsstufen 1-6 (6-12 Jahre).[2] Sie wird von allen Kindern im Rahmen der allgemeinen Schulpflicht gemeinsam besucht, sofern sie am Unterricht mit Erfolg teilnehmen können. Wie im Grundgesetz festgelegt, sind die Grundschulen fast ausschließlich öffentliche Schulen. Der Anteil der privaten Grundschulen betrug im Jahr 1998 lediglich 1,63 % (288 Schulen) in ganz Deutschland. Die Grundschule gilt als „Musterkind“ der Schulformen, denn nirgendwo anders ist Unterricht so innovativ, schülerzentriert und lebensnah.[3] Der Unterricht wird in der Regel in Jahrgangsklassen erteilt und zwar überwiegend von einem Lehrer[4], dem Klassenlehrer. Dieses wird damit begründet, dass es für Kinder im Grundschulalter das Einleben in die Schule erleichtert, indem sie eine feste Bezugsperson haben und nicht mit einer Vielzahl von Fachlehrern zu tun haben. Das Klassenlehrer-Prinzip soll die Einheit von Erziehung und Unterricht, eine durchgängige pädagogische Förderung und ein differenziertes Eingehen auf die Bedürfnisse des einzelnen Schülers gewährleisten. Jedoch werden von der Jahrgangsstufe 3 an die Schüler zunehmend von Fachlehrern unterrichtet, welches auch auf den Übergang in die Schulen des Sekundärbereiches vorbereiten soll, in denen das Fachlehrer-Prinzip herrscht. Die Grundschule soll ihre Schüler von den mehr spielerischen Formen des Lernens im Elementarbereich zu den systematischeren Formen des schulischen Lernens hinführen und das Lernangebot nach Inhalt und Form den individuellen Lernvoraussetzungen und Möglichkeiten anpassen. Ziel der Grundschule ist es, den Schülern die Grundlage für eine weiter-führende Bildung zu vermitteln. Die Grundschule sieht ihren Auftrag darin, Kinder mit unterschiedlichen individuellen Lernvoraussetzungen und Lernfähigkeiten so zu fördern, dass sich die Grundlagen für selbständiges Denken, Lernen und Arbeiten entwickeln sowie Erfahrungen zum gestaltenden menschlichen Miteinander vermittelt werden. Im Zentrum stehen dabei die Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen. Sie erwerben so eine Basis zur Orientierung und zum Handeln in ihrer Lebenswelt. Trotz oder vielleicht sogar aufgrund der Vorzüge einer Grundschule, geben immer mehr Eltern explizit oder implizit Erziehungsfunktionen an den Primarbereich ab. Die Grundschule stellt nunmehr nicht nur einen Ort des Unterrichts dar, sondern ist heutzutage ein Lebens-, Lern-, Erziehungs- und Erfahrungsraum gleichermaßen.

2.2 Die Darstellung der Grundschule xxx

2.2.1 Schulprofil

„Die gemeinsame Aufgabe aller am Schulleben Beteiligten ist, Schule so zu gestalten, dass sie ein Ort des Lernens und der Freude ist.“ Die Schule liegt in einem ruhigen, teils modernisierten, kinderfreundlichen und sehr verkehrsgünstigen Gebiet, welches mit der Tram, U-Bahn und dem Bus gut zu erreichen ist.

Sie wird von Kindern im Alter von 5½ bis 12 Jahren besucht, die hauptsächlich im Einzugsbereich der Schule wohnen. Insgesamt kommen 37% der Kinder aus sozialschwachen Familien. 2,9% der Schüler besitzen einen Integrationsstatus (Sprache, Lernen, emotionale und soziale Entwicklung, Hören und körperlich motorische Entwicklung).

Die Grundschule xxx ist eine Altbauschule mit mittelgroßen Unterrichtsräumen (50 bis 55 qm). Fachräume stehen aufgrund der gestiegenen Schülerzahlen nur in geringem Umfang zur Verfügung.

Dennoch verfügt sie über ein Computerkabinett mit 22 Schülerarbeitsplätzen und einem Lehrerarbeitsplatz.

Seit dem Schuljahr xxx bietet die Schule in den Klassen eins bis vier Montessori-orientierten Unterricht an. Nach Montessori werden Kinder dazu ermutigt, das Tempo, das Thema und die Wiederholung der Lektionen selbstständig zu steuern. Gleichzeitig kann das Kind, neben dem Erwerb sozialer Kompetenzen in der Gemeinschaft, unterschiedliche Lernstrategien ausprobieren und so das „Lernen lernen“. In den Montessori-orientierten Klassen werden vielfältige Unterrichtsformen praktiziert wie Freiarbeit, Gruppen- und Partnerlernen und Projektarbeit, wobei die Freiarbeit einen großen Raum einnimmt und Kernstück der pädagogischen Arbeit ist.

Ein weiterer Schwerpunkt der Schularbeit ist der Freizeitbereich, welcher nach der Reggio- Pädagogik[5] arbeitet und in dem Kinder von 6.00Uhr bis 18.00Uhr betreut werden können.

Im Sommer 2004 wurde die Grundschule xxx zu einer staatlichen Europa-Schule Berlin (SESB) erweitert. Der deutsch- französische Zweig läuft einzügig, das heißt, dass es seit 2005/2006 jedes Jahr neben den normalen Regelklassen eine bilinguale 1.Klasse gibt.

Zum Konzept des SESB gehören unter anderem folgende Punkte:

- Deutsch und Französisch sind durchgängig gleichberechtigte Unterrichtssprachen
- alle Lehrkräfte unterrichten, außer im Fremdsprachenunterricht, nur in ihrer Muttersprache
- der Unterricht in den Fächern Mutter- und Partnersprache findet nach Sprachgruppen getrennt und in gleicher Stundenanzahl statt
- es werden Kinder aller Berliner Bezirke aufgenommen
- es werden jeweils zur Hälfte Kinder mit den Muttersprachen Deutsch bzw. Französisch aufgenommen
- die SESB[6] ist eine Ganztagsschule

Die SESB bietet die einmalige Chance, Kindern anderer Muttersprachen als Deutsch einen sprachintensiven Unterricht zu erteilen.[7] Die unterschiedlichen Lernvoraussetzungen der Schüler werden in besonderer Weise sichtbar, bedingt durch die geografische Herkunft, den familiären Verhältnissen, den kulturellen Hintergründen und den unterschiedlichen Sprachkenntnissen der Schüler. Diese Heterogenität in den Gruppen ist jedoch als Grundlage für die Bereicherung und Erweiterung der Kenntnisse und Erfahrungen aller Schüler zu betrachten.

2.2.2 Die Klasse meiner Mentorin

Die folgenden Aussagen stützen sich auf meine eigenen Beobachtungen, Gespräche mit der  Klassenlehrerin Frau xxx, den Fachlehrern der Klasse sowie den Schülern.

Zusammensetzung der Klasse

Die Klasse 5 der Grundschule xxx im Bezirk Berlin-xxx besteht aus acht Mädchen und zwölf Jungen im Alter von zehn bis zwölf Jahren. Vier Kinder von den insgesamt 20 Kindern besitzen einen Migrationsstatus. So besitzt jeweils ein Schüler die türkische, die französische, die russische und die amerikanische Staatsbürgerschaft.

Disziplin, Arbeitshaltung

Einige Schüler (fünf Jungen und zwei Mädchen) in der Klasse, im Besonderen die Jungen, zeigen Konzentrationsprobleme und teilweise sogar leichte Verhaltensauffälligkeiten. Diese äußerten sich beispielsweise durch Privatgespräche, Zwischenrufe, Zeichnen von Bildern oder auch durch Aufstehen im Unterricht. Diese Kinder hatten dementsprechend Schwierigkeiten damit, über einen längeren Zeitraum konzentriert dem Unterrichtsgeschehen zu folgen. Diese Tatsache begünstigte die fehlende Bereitschaft der mündlichen Mitarbeit in dieser Klasse, weil die oben genannten Schüler nicht nur sich, sondern auch ihre Mitschüler ablenken.

Leistungsanspruch der Klasse

Das Leistungsniveau der Klasse ist durchschnittlich und nur wenige Schüler haben überdurchschnittliche Leistungen. Somit verfügen nur vier Schüler über gute bis sehr gute Leistungen. Der überwiegende Anteil der Schüler jedoch, nämlich elf Kinder, erzielt abhängig vom Fach gute, befriedigende oder sogar nur ausreichende Leistungen, wiederum können fünf Schüler nur befriedigende und ausreichende Leistungen in allen Fächern aufweisen. Letztgenannte Schüler benötigen eine besondere Förderung und Rücksichtnahme, um dem durchschnittlichen Leistungsanspruch der Klasse gerecht zu werden.

Aus dem dargelegten Leistungsniveau der Klasse 5 geht hervor, dass sich aufgrund der Leistungsunterschiede Schwierigkeiten bei der Unterrichtsplanung ergeben. Es ist demnach unwahrscheinlich, dass alle Schüler die gestellten Aufgaben im gleichen Zeitfenster bewältigen. Infolgedessen, dass der größte Teil der Klasse über mittelmäßige Leistungen verfügt, wird für die Bearbeitung der Aufgaben mehr Zeit in Anspruch nehmen als bei einer Klasse mit einem hohen Leistungsniveau. Dies hat zur Folge, dass für die leistungsstarken Schüler zusätzliche Aufgaben bereitgestellt werden müssen und somit eine differenzierte Aufgabenstellung stattfindet.

Lernstand der Klasse

Es wurden bereits Texte verschiedener Gattungen in Abschnitte gegliedert und passende Überschriften gegeben. Aufgrund der Tatsache, dass dies noch vielen Kindern Schwierigkeiten bereitet, werde ich verschiedene Fabeln von den Schülern in Teilabschnitte unterteilen lassen. Des Weiteren werde ich den Auftrag geben, passende Überschriften für diese Abschnitte zu wählen.

[...]


[1] Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Grundschule (letzter Zugriff: 15.03.2009)

[2] Vgl. http://www.bildungsserver.de/zeigen.html?seite=558 (letzter Zugriff: 16.03.2009)

[3] Vgl. Böhmann (2004:23f.)

[4] Die Bezeichnung Lehrer und Schüler schließt im Folgenden immer auch den Personenkreis Lehrerinnen und Schülerinnen mit ein.

[5] Die Reggio- Pädagogik im Hort schließt sich an das in der Schulzeit geführte Verfahren der Freiarbeit an. Diese präsentiert sich nicht als fertiges Modell. Vielmehr handelt es sich um eine Pädagogik des Werdens, um eine experimentelle Pädagogik mit einem humanistischen Menschenbild und einer demokratischen Gesellschaftsvorstellung. (Vgl. http://www.elternweb.at/index.php ?page= Reggio _P%C3%A4dagogik (letzter Zugriff: 22.03.2009))

[6] Abkürzung für staatliche Europaschule Berlin

[7] Vgl. Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport (2003): Staatliche Europa-Schule Berlin. Vorläufiger Unterrichtsplan für die Klassen 1 bis 6. Partnersprachen Deutsch und Französisch.

Details

Seiten
23
Jahr
2009
ISBN (eBook)
9783656616320
ISBN (Buch)
9783656616252
Dateigröße
430 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v270297
Institution / Hochschule
Freie Universität Berlin
Note
2,0
Schlagworte
Grundschule Praktikum Deutsch Fabeln

Autor

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