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Phonologische Bewusstheit und Zählstrategien bei Kindergartenkindern

Hausarbeit 2009 31 Seiten

Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil
2.1 Begriffserklärung Zählstrategien und phonologische Bewusstheit
2.2 Entwicklung der Zählstrategien und der phonologischen Bewusstheit
2.3 Neurologische Fundamente der beiden Leistungen
2.3.1 Strukturen und Funktionen des menschlichen Gehirn
2.3.2 Neurologische Gemeinsamkeiten zwischen den Zählstrategien und der phonologi- schen Bewusstheit
2.3.3 Das Arbeitsgedächtnis
2.4 Felduntersuchung
2.4.1 Test der Phonologischen Bewusstheit mit den geprüften Fähigkeiten
2.4.2 Test der Zählstrategien mit den geprüften Fähigkeiten
2.4.3 Resultate der durchgeführten Tests in Kindergarten, Sprachheilkindergarten und logopädischer Therapie
2.5 Praktische Überlegungen zur Förderung der Zählstrategien

3. Fazit

Anhang: -Test der phonologischen Bewusstheit -Test der Zählstrategien

1. Einleitung

Mit dieser Arbeit möchte ich Zusammenhänge zwischen der phonologischen Bewusstheit und den Zählstrategien bei Kindergartenkindern darlegen und aufzeigen, inwieweit ein eingeschränktes phonologisches Bewusstsein die Zählstrategien beeinflussen kann.

Kinder im Vorschulalter sind deshalb besonders interessant, da sich in diesem Alter die Zählstrategien entwickeln und automatisieren sollten. Mich beschäftigt die Frage, ob sich eine Einschränkung des phonologischen Bewusstseins auch auf die Zählstrategien, die eine wichtige Voraussetzung für das Rechen in der Schule sind, auswirken.

Zu diesem Zweck möchte ich die Zählstrategien, die phonologische Bewusstheit und deren Entwicklung vergleichen. In einer kleinen Felduntersuchung habe ich mit einem selber zusammengestellten Test Kindergartenkinder in den Zählstrategien und dem phonologischen Bewusstsein geprüft. Den Test stelle ich kurz vor und erkläre, nach welchen Gesichtspunkten ich ihn erarbeitet habe. Dieser Kurztest soll Interessierten zur Verfügung stehen.

Ich habe Kinder in einem Sprachheilkindergarten und als Kontrollgruppe „normale“ Kindergartenkinder untersucht. Meine Annahme war, dass Kinder im Sprachheilkindergarten ein eher eingeschränktes phonologisches Bewusstsein haben, was sich auch auf deren Zählstrategien auswirken müsste. Logopädinnen meiner Supervisionsgruppe haben zudem Kindergartenkinder in ihrer Therapie mit meinen Test untersucht, was Hinweise darauf geben könnte, wie sich eine sprachliche Förderung, unter anderem auch der phonologischen Bewusstheit auf das Zählen auswirken könnte.

Die Ergebnisse dieser Tests werde ich in dieser Arbeit auswerten und die sich daraus ergebenden Resultate zusammenfassen und versuchen zu interpretieren.

Mit der Arbeit hoffe ich, dass Kinder mit sprachlichen Defiziten nicht nur durch ein Training der pho- nologischen Bewusstheit auf den Schriftspracherwerb vorbereitet werden, was heute in vielen Kinder- gärten schon gemacht wird, sondern, dass durch ein zusätzliches Training der Zählstrategien auch das Rechnen in der Schule besser gelingen soll. Auf jeden Fall muss man in diesem Alter auch die Zähl- strategien überprüfen, um Hinweise zu bekommen, ob eine Förderung des Zählens notwendig ist.

2. Hauptteil

2.1 Begriffserklärung Zählstrategien und phonologische Bewusstheit

Zählstrategien

Den Begriff Zählstrategien habe ich von Michael von Aster übernommen. Darunter hat man das Benutzen der Zahlwortreihe und der Zählprinzipien zu verstehen. Elisabeth Moser Opitz verwendet dafür auch den Ausdruck Zählkompetenz.

Unter den Zählstrategien versteht man zunächst die Fähigkeit zu zählen. Bei diesem einfachen Vor- gang müssen die Zahlwörter und auch die Abfolge der Zahlen bekannt sein. Es ist im engeren Sinn eine Tätigkeit, die keine besonderen Denkprozesse benötigt. Das Zählen ist durch das Zuhören und Ausprobieren vom Kind häufig selber gelernt worden. Solch automatisierten Vorgänge brauchen noch kein inhaltliches Verstehen. Je weiter die Gedächtnisspanne reicht, desto mehr kann die Reihenfolge aufgebaut und wieder reproduziert werden. Einzig eine artikulatorische Fähigkeit die Zahlwörter mit den entsprechenden Lauten zu bilden und eine genügende auditive Aufmerksamkeit (phonologische Schleife), um die zu sprechenden Zahlwörter vorauszuhören und beim Sprechen zu kontrollieren sind eine wichtige Voraussetzung, wobei die automatisierten Inhalte keine besondere Aufmerksamkeit mehr verlangen.

Im weiteren Sinn umfassen die Zählstrategien aber nicht nur die Zahlenspanne vorwärts, auch die Zahlenspanne rückwärts, das Zählen ab einer bestimmten Zahl vorwärts und rückwärts, sowie das Benennen der Nachbarszahlen zeigen, ob die Zählstrategien beim Kind vorhanden sind. Elisabeth Moser Opitz spricht von der unflexiblen Zahlwortreihe, wenn ein Kind immer bei eins mit der Zahlwortreihe beginnen muss. Das reversible Zählen umfasst das Vorwärts- und Rückwärtszählen in unterschiedlichen Schrittgrössen von jeder Zahl aus.

Vom Schwierigkeitsgrad her ist nach dem Vorwärtszählen das flexible Zählen vorwärts (von einer bestimmten Zahl weiterzählen), danach erst das Rückwärtszählen und das flexible Rückwärtszählen möglich, da der differenziertere Umgang mit der Zahlenreihenfolge immer schwieriger wird, braucht das Kind immer spezifischere Kompetenzen. In dem Alter, welches Kinder vor dem Schuleintritt haben, sollten die Zählfertigkeiten aber ohne spezielle Übung abrufbar sein.

Phonologische Bewusstheit

Phonologische Bewusstheit bezeichnet die Einsicht in die Lautstruktur der Sprache, beziehungsweise die Fähigkeit, gesprochene Sprache zu manipulieren. Das Sprachbewusstsein geht über die die auto- matisierte Verwendung von Sprache als Kommunikationsmittel hinaus (E. Hartmann Möglichkeiten und Grenzen… S. 44 ff). Das Kind muss sich also vom inhaltlichen Aspekt des Gehörten lösen und seine Aufmerksamkeit auf die Form der Sprache lenken. Dabei gehen verschiedene Sprachforscher davon aus, dass Kinder das Bewusstsein für höhere phonologische Levels (grössere Einheiten wie Wörter) früher erlangen, als das Bewusstsein für niedrige Levels (kleine Einheiten wie Phoneme). Diese Entwicklung zeigt eine Fähigkeit auf, Einheiten immer mehr zu diskriminieren und kleinere Einzelheiten erfassen zu können.

Die Phonologische Bewusstheit benötigt keine besonderen Denkprozesse. Voraussetzung ist ein Auf- merksamkeitswechsel vom Inhalt der Äusserung auf die Form, ein intaktes Gehör und die Fähigkeit Sprachlaute, Silben und Wörter aufzunehmen, weiterzuleiten, zu differenzieren und zu speichern. Wichtig scheint mir noch darauf hinzuweisen, dass die auditive Wahrnehmung und Verarbeitung im Sprachverarbeitungsmodell nach Stackhouse u. Wells (C.D. Schnitzler, Phonologische Bewusstheit und Schriftspracherwerb S. 10) eine Stufe tiefer stattfindet als das phonologische Bewusstsein, wel- ches auf das phonologische Unterscheiden und das phonologische Erkennen aufbaut.

Alle diese Leistungen sollten schon beim Kindergartenkind vorhanden sein. Die Bewusstheit für Phoneme entwickelt sich aber erst während der ersten Klasse mit dem Beginn des Schriftspracherwerbs endgültig, da das Kind nun die Sprachlaute mit Hilfe der erlernten Buchstaben besser wahrnehmen, isolieren und verbinden kann.

Wichtige Voraussetzung, damit sich die Zählstrategien und das Phonologische Bewusstsein entwi- ckeln können, ist jedoch das Arbeitsgedächtnis mit den für diese Leistungen wichtigen Hilfssystemen Zentrale Exekutive und phonologische Schleife.

2.2 Entwicklung der Zählstrategien und der phonologischen Bewusstheit

Zählstrategien

Ganz junge Säuglinge haben schon eine Vorstellung von Zahlen, welche aber auf kleine Mengen (1,2,3) begrenzt sind. Forscher haben bemerkt, dass ca. fünf Monate alte Säuglinge überrascht reagie- ren, wenn mit kleinen Einheiten von Spielzeug unlogisch manipuliert wird. Diese frühen numerischen Fähigkeiten (core systems abilities) sind basal und werden nicht sprachlich verarbeitet (M.von Aster).

Kinder lernen dann mit ca. einem Jahr erste Wörter zu sprechen. Ab dem zweiten Lebensjahr brau- chen sie auch erste Zahlwörter, die sie in ihrer Umgebung hören, was zuerst ein Nachsprechen ohne Sinnverständnis ist. „Rechnen soweit die Sprache reicht“, konnte bei Eingeborenen im Amazonasge- biet erforscht werden. Nach M. von Aster (Vorlesungsunterlagen) verfügen die Indianer über die Zahlworte eins- zwei- drei- vier- fünf und viele. Sie sind mit ihrem Inventar nicht fähig weiter zu zählen oder exakt zu rechnen. Mit dem Sprechen lernen kommt nach Dehaene (Für das Hirn ist Ma- thematik mehr als nur rechnen) das exakte Rechnen beim Kind dazu, welches sich im Lauf der Evolu- tion mit der Sprache entwickelt hat.

Mit etwa drei Jahren beginnen Kinder mit dem Zählen, wobei sie Zahlwörter auf Gegenstände beziehen (Bsp.: Das sind zwei Äpfel). Zwei- bis dreijährige Kinder verstehen, wenn man ihnen nur ein Material zur Verfügung stellt, dass Zählen in einer bestimmten Reihenfolge passiert und dass der genannte Begriff den Wert der Menge bedeutet. Zählen hat für diese Kinder noch nichts mit dem Wissen zu tun, wie viel von etwas vorhanden ist. Diese Fertigkeit wird ihnen, im Laufe der weiteren Entwicklung, über die Umwelt (Eltern, Geschwister) vermittelt.

Untersuchungen von Kindergartenkindern mit nicht deutscher Muttersprache hat auch gezeigt, dass diese fremdsprachigen Kinder oft besser auf deutsch zählen, als in ihrer eigenen Sprache. Dies hat sicher damit zu tun, dass sich das Zählen in der Kindergartenzeit immer mehr erweitert und automati- siert, was mit der veränderten Förder- und Gruppensituation zusammenhängt, in der die Kinder nun oft anzutreffen sind. Die Mehrsprachigkeit kann auch ein Risikofaktor sein, da die Zahlwörter zum Teil anders strukturiert sein können, als in der Muttersprache und die Kinder so verwirren (E. Moser Opitz, unveröffentlichte Studie).

Das Kindergartenalter scheint nach M. von Aster( Tagungsunterlage SAL) auch eine sensitive Periode für die Zahlenverarbeitung zu sein, in der auch das unterschiedliche Interesse der Geschlechter am Rechnen seinen Ursprung haben könnte. Knaben wollen sich in diesem Alter sehr gerne messen, sie wollen wissen, wer schneller, grösser oder stärker ist. Für solche Wettbewerbe ist es wichtig, dass man auf weit entwickelte, gut funktionierende Zählstrategien zurückgreifen kann und diese Strategien spie- lerisch immer weiter übt.

M. von Aster konnte in einer Studie über numerische Bewusstheit bei der Entwicklung des ZAREKIK zeigen, dass Kindergartenknaben diese Fähigkeit vom 1. zum 2. Kindergartenjahr so stark entwickeln, dass sie die Mädchen hinter sich lassen.

Bei Kindern, welche Schwierigkeiten beim Vorwärtszählen über 10 oder beim Rückwärtszählen von 10 an abwärts haben, hat Michael von Aster festgestellt, dass diese Schwäche eine Voraussetzung für eine Dyskalkulie (sprachlicher Subtyp) sein kann. Kindern mit Sprachentwicklungsstörungen, die sich beispielsweise so zeigen, dass gewisse Sprachlaute nicht gebildet, differenziert oder verbunden wer- den, kann das verbale Zählen Schwierigkeiten bereiten.

Die Zahlwortreihe muss beherrscht werden, damit eine Menge richtig bestimmt werden kann. Somit ist der Gebrauch der Zahlwörter in der korrekten Reihenfolge eine Voraussetzung für die Entwicklung des Anzahlbegriffs und für das Rechnen.

Phonologische Bewusstheit

Säuglinge scheinen schon in einem ganz frühen Alter auf das Erlernen und Verstehen von Sprache vorbereitet zu sein. Sie orientieren sich von Geburt an auf lautliche Reize, die sprachlicher Natur sind (G. Szagun, Sprachentwicklung beim Kind, 2006 S.43 ff). Um eine Sprache lernen zu können, müssen die Sprachlaute (Phoneme) differenziert werden können. Diese Fähigkeit und die Fähigkeit alle Sprachlaute der Welt nachzusprechen, haben die Säuglinge schon von Geburt an, wobei Neugeborene eine Sensibilität gegenüber ihrer Muttersprache haben. Das ist ein Hinweis dafür, dass das Erlernen der Laute der eigenen Sprache bereits im Mutterleib beginnt (S.-J. Blakemore /U.Frith, Wie wir ler- nen,2005 S.60). Diese Leistung beruht auf einem allgemeinen Mechanismus zur Verarbeitung von auditiven, sprachlichen und nichtsprachlichen Reizen (G.Szagun, S. 47). Im Alter von 8 - 12 Monaten verlieren sie jedoch diese Offenheit und sprechen nur noch Sprachlaute nach, die sie in ihrer Umwelt hören. Die bessere Wahrnehmung und Differenzierung der Laute der Muttersprache nimmt zu, wäh- rend die anderen Lautkontraste weniger wahrgenommen werden können und so immer mehr verblas- sen.

Der Akzent der Muttersprache (Prosodie) wird sehr früh gefestigt und ist Teil unserer Persönlichkeit. Neugeborene erkennen bereits die Betonungsmuster ihrer Muttersprache, die prosodischen Muster müssen also schon pränatal gelernt werden (G.Szagun, S. 48). Die frühe Festlegung auf eine Mutter- sprache, macht es schwierig eine Fremdsprache akzentfrei zu lernen. Die prosodischen Merkmale der Fremdsprache werden an die Muttersprache angeglichen, ausser, wenn ein Kind unter drei Jahren re- gelmässig die andere Sprache hört, kann diese Zweitsprache mit der dafür spezifischen Prosodie gefes- tigt werden. Die frühe Fähigkeit zur Nutzung von prosodischen Hinweisreizen ist nicht nur für die phonologische Entwicklung grundlegend, sondern auch speziell für den Grammatikerwerb. Die Proso- die (Sprechausdrucksmerkmale wie Melodie, Dynamik, Rhythmus) wird nach bedeutenden Sprach- entwicklungsforschern (Zvi Penner) schon in der Lallphase ab zwei Monaten geübt. Die Merkmale „betont-unbetont“ lassen sich gut in Zweisilbern erkennen (Kä-fer, Blu-me), bei denen in der deut- schen Sprache immer die erste Silbe (linker Wortrand) betont ist. Man kann also annehmen, dass so- gar ganz kleine Kinder über diese prosodischen Hinweisreize schon auf die Silben und Wörter auf- merksam werden. Durch diese Betonungsmuster der Lautsequenzen lernen Babys schon im ersten Lebensjahr einzelne Wörter im Redestrom zu identifizieren.

Nach Penner ist die Wortprosodie bei normal entwickelten Kindern schon mit ca. 2,6 Jahren vollstän- dig erworben (Z.Penner, Plädoyer für eine präventive Frühintervention bei Kindern mit Spracherwerbsstörungen, 2002).

Im Sprachentwicklungsmodell nach Gombert (Einführung - Phonologische Bewusstheit) dauert die Phase des ersten sprachlichen Handelns bis ca. 1, 6 Jahre. In dieser Zeit erfolgt die Entwicklung des sprachlichen Handelns durch die Nachahmung der Umgebungssprache. Das Kind verknüpft die sprachliche Form fest mit dem Inhalt und bildet so Paare. Dabei stösst es aber bald an seine Grenzen, da seine kognitiven Fähigkeiten sich erweitern und die Wörter mit dem fest verknüpften Inhalt nicht mehr ausreichen.

In einer weiteren Phase, bis etwa 5 Jahre, muss das Kind die Paare aus sprachlicher Form und Inhalt zu weiteren möglichen Kontexten um die entsprechende sprachliche Form neu gruppieren. Nun kann das Kind bei unbekannten Wörtern oder Inhalten mit seinen gemachten Gruppen vergleichen und wei- terverarbeiten. Das Kind kann dann alltägliche Kommunikationsanforderungen immer besser bewälti- gen. Die implizite Sprachbeherrschung geht so in eine explizite Sprachbewusstheit über. Kinder mit etwa drei Jahren können schon bewusst Reimpaare wie Maus-Haus wahrnehmen und am spielerischen Umgang mit Sprache ihre Freude haben.

Mit der immer zunehmenden Fähigkeit der Kinder Wörter bewusst zu hören, artikulatorisch nachzu- sprechen, zu speichern, zu differenzieren, zu manipulieren und bei Bedarf wieder abzurufen braucht es ein gutes Arbeitsgedächtnis, damit die immer komplexere Sprache mit den schon bekannten Inhalten im Langzeitgedächtnis verglichen werden kann. Auch immer kleinere Spracheinheiten werden nun bewusst gehört und differenziert. Das Kind kann allmählich seinen Fokus vom Inhalt des Gesproche- nen zu der Sprachform leiten.

2.3 Neurologische Fundamente der beiden Leistungen

2.3.1 Strukturen und Funktionen des Gehirns

Die Grosshirnrinde ist entwicklungsgeschichtlich der jüngste Teil des Gehirns und besteht aus folgen- den Strukturen: Dem Frontallappen, der durch den präfrontalen Cortex (PFC) die Verhaltenskontrolle (exekutive Funktionen) übernimmt und hinsichtlich seiner Reifung erst im jungen Erwachsenenalter voll zur Verfügung steht. Auch das Arbeitgedächtnis wird, durch die Aufmerksamkeitssteuerung eben- falls vom PFC her reguliert. Der dorso-laterale Bereich des Frontallappens ist für die Planung und für Suchprozesse im Arbeitsgedächtnis zuständig. Für die verbale Verarbeitung von Gefühlen ist der ventro-laterale Bereich des Frontallappens verantwortlich. Die Kontrolle von Emotionen und Gefühlen wird vom orbito-frontalen Cortex übernommen und dem Broca-Areal, welches für die Sprachproduktion zuständig ist und ebenfalls im Frontallappen liegt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Seitenansicht Grosshirnrinde links , http://mentalakademie.info/blog/wp-content/uploads/2008/12/Grosshirn.jpg

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Details

Seiten
31
Jahr
2009
ISBN (eBook)
9783668281790
ISBN (Buch)
9783668281806
Dateigröße
877 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v270457
Institution / Hochschule
Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik, Zürich
Note
Schlagworte
Phonologische Bewusstheit Zählstrategien Kindergartenkinder

Autor

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Titel: Phonologische Bewusstheit und Zählstrategien bei Kindergartenkindern