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Apekte der Erziehungsberatung

Hausarbeit 2013 14 Seiten

Didaktik - Allgemeine Didaktik, Erziehungsziele, Methoden

Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

1 Einleitung

2 Allgemeines zur Erziehungsberatung
2.1 Definition
2.2 Qualitätssicherung in der Beratung
2.3 Stadt-Land-Unterschiede

3 Ausgewählte Anwendungsbereiche der Erziehungsberatung
3.1 Trennung/Scheidung
3.2 Gewalt

4 Systemisches Elterncoaching

5 Fallbeispiel aus der systemischen Beratung

6 Schlusswort

7 Literaturverzeichnis

8 Anhang

1 Einleitung

Erziehungsberatung findet heute immer und überall statt. Sei es unter Freunden und Bekannten, wenn schlichtweg Ratschläge ausgetauscht werden, über das Internet (professionell oder laienhaft), in den Medien durch Zeitung oder Fernsehen oder in einer professionellen Familien- und Erziehungsberatungsstelle.

Es gibt für die Klienten viele verschiedene Anlässe eine solche Beratungsstelle aufzusuchen. Für die Berater gibt es vielfältige Konflikte, mit denen sie umgehen müssen. Die Berater müssen viele Voraussetzungen mitbringen, um erfolgreich beraten zu können, die Qualität muss stetig überwacht werden und immer auf einem hohen Niveau sein. Weiterhin kann der Berater kann verschiedene Methoden der Beratung einsetzen. Auf all diese Punkte versucht die folgende Arbeit auszugsweise einzugehen, ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

2 Allgemeines zur Erziehungsberatung

2.1 Definition

Die Erziehungsberatung ist einerseits durch das Kinder- und Jugendhilfegesetz im Paragraph 27, andererseits durch die Praxis in den Erziehungsberatungsstellen definiert. Nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz sollen die Erziehungsberatungs-stellen Kinder, Jugendliche und Erziehungsberechtigte bei Trennung und Scheidung unterstützen, zur Lösung von Erziehungsfragen beitragen und zur Klärung und Überwindung individueller und familienbezogener Problemlagen verhelfen (vgl. Hundsalz 1995). Natürlich wird diese gesetzliche Definition, wie bereits erwähnt, erweitert durch die Fragestellungen, die in der Praxis bei den Ratsuchenden auftreten. Dies können beispielsweise emotionale Probleme (z.B. Ängste, Einsamkeit), soziale Probleme (z.B. Kontaktschwierigkeiten, Aggressionen), Schul-probleme (z.B. Schulschwänzen, Leistungsversagen), familiäre Probleme (z.B. kör-perliche Gewalt) oder psychosomatische Probleme (z.B. Bettnässen, Essstörungen) sein (vgl. Hundsalz 1995). Das Kinder- und Jugendhilfegesetz formuliert weiterhin, dass Fachkräfte aus verschiedenen Fachbereichen zusammenarbeiten und mit verschiedenen Methodiken vertraut sein sollten. Dies geschieht in der Praxis, indem in den Beratungsstellen viele verschiedene Berufsgruppen (zusammen-)arbeiten, wie zum Beispiel Sozialpädagogen, Sozialarbeiter, Psychologen, Ärzte, Therapeuten und Pädagogen. "Außerdem kommen verschiedene (psycho-)therapeutische Methoden wie z.B. analytische, gesprächspsychotherapeutische, verhaltenstherapeutische und familientherapeutische Verfahren zum Einsatz" (Hundsalz 1995). Durch verschie-dene Beratungsformen, wie zum Beispiel Elternberatung, Familienberatung, Gruppen- oder Einzeltherapie, können sich die Berater immer individuelle auf den Klienten und sein Problem einstellen. Die Beratung basiert basiert immer auf Freiwilligkeit und unterliegt dem Datenschutz.

2.2 Qualitätssicherung in der Beratung

Wenn man die Qualität einer bestimmten Sache begutachten will, kann man dies natürlich aus verschiedenen Blickwinkeln und Sichtweisen tun. So auch bei der Bera-tung. Man kann die Qualität aus Sicht der Berater, der Ratsuchenden, des Staates, der Einrichtung oder der Forschung beurteilen (vgl. Hörmann u.a. 2008). Als Instrument zur Qualitätssicherung dient meist die Evaluation. Hier wird meist die fachliche Qualität der Arbeit, sowie Struktur und Organisation der Beratungsstelle auf Verbesserungen überprüft (vgl. Menne 1998). In der Praxis stehen die Berater diesem Prozess jedoch eher skeptisch und reserviert gegenüber. Sie befürchten eine Bürokratisierung und Einschränkung ihrer Handlungs- und Entscheidungsfreiheit (vgl. ebd.). Sie sehen in der Evaluation teilweise sogar einen Vorwand, um personelle oder materielle Einsparungen zu treffen. Evaluationen sind jedoch notwendig, um eine gezielte Bewertung und Reflexion i der Praxis anzustreben, vor allem aufgrund der sich verändernden Probleme der Klienten, mit denen die Berater tagtäglich kon-frontiert sind. Auch der soziale Wandel und die damit verbundenen Belastungen für Kinder und Eltern müssen reflektiert werden. Hier reichen Team- und Fallbe-sprechungen und Supervision nicht mehr aus (vgl. ebd.).

Um eine Evaluation erfolgreich durchführen zu können, bedarf es einer Kon-kretisierung der Fragestellungen. Die Ergebnisevaluation zeigt dann die Effektivität und Effizienz der Arbeit und analysiert die Auswirkungen, den Erfolg der durch-geführten Maßnahmen. Bei der Prozessevaluation geht es um die Art der Durch-führung, also die konkreten Arbeitsprozesse. Innerhalb der Strukturevaluation werden organisatorische Voraussetzungen, Rahmenbedingungen und die Qualität der Arbeit betrachtet (vgl. ebd.). All diese Evaluationsprozesse können intern oder extern durchgeführt werden.

Bezogen auf die Strukturqualität einer Einrichtung ist es wichtig, dass Gebührenfrei-heit, Freiwilligkeit und Vertraulichkeit vorhanden sind (vgl. ebd.). Weiterhin sollte der Zugang zur Beratung niedrigschwellig sein, also nicht durch lange Wartezeiten, ungünstige Öffnungszeiten oder lange Anfahrtswege versperrt oder erschwert sein. Es sollten kurzfristig Beratungstermine für Notfälle angeboten werden können und das Anmeldeverfahren sollte einfach und unbürokratisch sein. Die Einrichtung sollte mit anderen Institutionen kooperieren und zusammenarbeiten und im Team sollten mehrere verschieden qualifizierte Fachkräfte arbeiten.

Schaut man sich die Prozessqualität näher an, geht es wie bereits bei der Strukturqualität darum, gezielt verschiedene Spezialisierungen und Qualifikationen einzusetzen (vgl. ebd.). Auch, dass ein individueller Beratungs- und Therapieplan erstellt wird, ist ein Qualitätskriterium (vgl. ebd.). Die Einrichtung sollte sich in ihren Arbeitsschritten transparent zeigen und die Klienten an Entscheidungsprozessen beteiligen. Natürlich spielt auch die Zufriedenheit der Ratsuchenden eine große Rolle bei der Beurteilung der Qualität einer Einrichtung, da sie einen großen Einfluss auf den Beratungserfolg hat (vgl. ebd.).

Mittelpunkt des öffentlichen Interesses ist meist die Ergebnisqualität (vgl. ebd.). Hier kommt es vor allem Kommunikation zwischen Klient und Berater an. Der Rat-suchende sollte ermutigt werden, ohne Angst über Gefühle und Erfahrungen zu reden. Auch wichtig ist, inwieweit sich die Ratschläge oder Lösungsvorschläge des Beraters in den Alltag des Klienten integrieren bzw. umsetzen lassen und auch, ob die Probleme bewältigt werden konnten (vgl. ebd.). Weiterhin spielt auch bei der Ergebnisqualität die Zufriedenheit der Klienten eine große Rolle, insbesondere in Be-zug auf die Erreichung der individuell gesetzten Ziele.

2.3 Stadt-Land-Unterschiede

Stadt-Land-Unterschiede in der Erziehungsberatung werden relativ selten betrachtet. Die städtischen sozialen Probleme lassen sich scheinbar nicht einfach auf ländliche Regionen übertragen (vgl. Hundsalz 1995). In Großstädten und Ballungsgebieten treten die Probleme logischerweise konzentrierter auf als auf dem Land. Die Gründe hierfür sind eine höhere soziale Belastung, beispielsweise durch einen höheren Anteil an Arbeitslosen, Sozialhilfeempfängern, Alleinerziehenden und ausländischen Familien. Auch höhere Scheidungszahlen, spätere Heirat, sinkende Kinderzahlen und die Erwerbstätigkeit beider Elternteile sind Kernprobleme der Städte (vgl. Kurz-Adam u.a. 1995). Dies erklärt auch die bessere Versorgung mit Beratungsstellen in den Städten im Vergleich zu ländlichen Gebieten.

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Details

Seiten
14
Jahr
2013
ISBN (eBook)
9783656621386
ISBN (Buch)
9783656621409
Dateigröße
449 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v270659
Institution / Hochschule
Universität Augsburg
Note
2,7
Schlagworte
Erziehungsberatung Gesprächsführung Aspekte

Autor

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