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Welchen Einfluss haben die Medien auf das Schönheitsideal der Jugendlichen?

Hausarbeit 2012 16 Seiten

Pädagogik - Pädagogische Soziologie

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1. Die Thematik und das Ziel der Arbeit

2. Was bedeutet eigentlich „Schönheit“?

3. Die Medien
3.1. Die Zeitschriften 
3.2. Das Internet
3.3. Der Fernseher

4. Einfluss dieser Medien auf die Jugendlichen
4.1. Schönheitswahn
4.2. Essstörungen
4.3. Depressionen und Minderwertigkeitsgefühl

5. Die Folgen dieser Einflüsse
5.1. Schönheitsoperationen
5.2. Psychische Störungen

6. Reformationen gegen den Schönheitswahn

7. Fazit

8. Literaturverzeichnis  .

1. Einleitung

1.1 Die Thematik und das Ziel der Arbeit

„Die Unzufriedenheit mit dem eigenen Aussehen beginnt bei Mädchen heutzutage bereits im Grundschulalter.“[1] Es ist allgemein bekannt, dass es besonders in der Pubertät schwer ist, mit dem eigenen Aussehen zufrieden zu sein. Entweder ist der Po zu dick, die Lippen zu dünn, die Brüste zu klein oder die Hüften zu breit. Sehr viele Jugendliche vergleichen sich selbst mit den Stars, die immer schön, super gestylt, glücklich und nahezu sogar „perfekt“ aussehen. Somit fühlen sie sich dann als „nicht schön genug“ und sehen sich selbst meistens als minderwertig an.[2]

In dieser Arbeit wird der Einfluss den die Medien, in Form von Zeitschriften, Internet und Fernsehen, auf das Schönheitsideal der Jugendlichen heutzutage hat, dargestellt. Wichtig ist, sich erstmals im Klaren zu sein, was mit dem Wort „Schönheit“ überhaupt gemeint ist? Wann wird ein Mensch als schön angesehen und warum? Hat sich die Idee der Schönheit mit der Zeit verändert? In wie weit ist das heutige Schönheitsideal realistisch oder verständlich?

Nachdem diese Fragen beantwortet wurden, wird kurz auf die verschiedenen Formen der Medien eingegangen, die den Jugendlichen das heutige Schönheitsideal vermitteln, um dann spezifisch auf die Einflüsse, die diese Medien auf das Jugendalter haben, einzugehen. Dann werden noch die zwei häufigsten Folgen, die Schönheitsoperationen und psychische Störungen, die sich aus diesem falschen und absurden Schönheitsideal ergeben, dargestellt. Zuletzt wird dann die Reformation gegen den Schönheitswahn vorgestellt, die von der Kosmetikmarke „Dove“ initiiert wurde.

2 Was bedeutet eigentlich „Schönheit“?

Das Schönheitsideal hat sich von Generation zu Generation sehr verändert. So wurde z.B. im 16. Jahrhundert ein eher umfangreicher weiblicher Körper, mit langen lockeren Haaren und ohne Schminke als schön angesehen. Der allgemeine Glaube war, je kräftiger die Frau, desto fruchtbarer musste sie sein. Später, im 19. Jahrhundert galt jedoch auf einmal die sogenannte „Wespentaille“ als attraktiv. Wenn man zu der Zeit „schön“ sein wollte, musst man ein Korsette tragen, welches manchmal so stark zugeschnürt wurde, dass keine Luft mehr zu bekommen war oder die Knochen und Organe schlimme Schäden davontrugen. Heutzutage schließlich, sind oft pralle Lippen, eine große Brust und lange Beine bei Frauen „schön“. Bei Männern wird der sogenannte „Waschbrettbauch“ oder das „Sixpack“, die Bauchmuskeln ohne Fett, als attraktiv angesehen und natürlich die extrem muskulösen Arme sind nicht zu vergessen.[3]

Einige Untersuchungen über Schönheit haben ergeben, dass es einige Merkmale gibt, die als „schön“ betrachtet werden können. Ein schönes Gesicht bei Frauen z.B. charakterisiert sich durch nicht zu weit auseinanderliegende, große Augen, voluminöse Lippen, eine kleine Nase, breite Backenknochen, aber schmale Wangen und geringe Nasen-Mund und Mund-Kiefer-Abstände. Natürlich spielen die Symmetrie und eine glatte und reine Haut im Gesicht, auch eine sehr große Rolle. Es ist nicht unbekannt, dass schöne Menschen bei ihren Mitmenschen als beliebter empfunden werden. Ihnen werden oft sehr positive Charaktereigenschaften wie fleißig, erfolgreich, gesellig, glaubwürdig, kreativ und intelligent zugesprochen, während unattraktive Menschen oft als langweilig, fantasielos und faul angesehen werden.[4]

Die körperliche Reizbarkeit der Models ist für die Medien von großer Bedeutung, da sie sehr wichtig für die Entstehung von Aufmerksamkeit und Interesse der Klienten ist. Die genaue Botschaft die mit der Schönheit der Models überbracht werden soll ist: „Schönheit ist gut, sie steht für machbares Glück“[5], jedoch ist diese Schönheit leider nicht echt, sondern nur eine optische Manipulation durch retuschieren der Wahrheit. Durch dieses retuschieren der wahren Schönheit, wird dem Menschen ein Maßstab vorgesetzt an denen er sich dann leider misst.

Eine Studie (Beauty-Check) der Universität Regensburg zeigt wie dieses Prinzip der retuschierten Schönheit wirkt. Den Testpersonen wurden Bilder von verschiedenen Personen vorgestellt und sie mussten beurteilen, wie attraktiv die Person auf dem Bild ist. Die Gesichter der attraktivsten Personen waren nicht real, sondern „perfekte“ Gesichter, die mit einem Computerprogramm hergestellt wurden. Die Merkmale dieser Gesichter sind bei normalen Menschen unerreichbar. Damit ist also bewiesen, dass wir uns leider mit völlig unrealistischen Maßstäben messen.[6]

3 Die Medien

Die Medien sind überall um uns herum. Sie gehören zu unserem Alltag. Ob es eine Zeitschrift in einem Wartezimmer, oder die Lieblingszeitschrift ist, die wir uns jeden Monat kaufen. Ob es das Internet ist, was wir oft zum sozialisieren oder einfach nur zum „surfen“ benutzen. Oder ob es das Fernsehen ist, wo wir zwischen unserer Lieblingsserie oder Sendung, oft auch Werbung anschauen. Jeden Tag und zu jeder Uhrzeit kommen wir mit den Medien in Kontakt. Und was sehen, hören oder lesen wir dort? Sendungen wie Germany´s Next Topmodel, wo Mädchen wie Irina, die mit 1,76 Meter nur 52 Kilo wiegen, als zu „dick“ angesehen werden und deswegen nach Hause gehen müssen.[7] Oder perfekte Gesichter und Körper in Zeitschriften, denen wir nie gleichkommen können, weil sie mit Computerprogrammen hergestellt oder retuschiert wurden.[8] All dies ist Teil unseres Lebens, ob wir es wollen oder nicht.

3.1 Die Zeitschriften

Zeitschriften sind ein sehr beliebtes Medium für die Vermittlung von falschen Schönheitsidealen. In ihnen wird man nur noch von „perfekten und glücklichen“ Gesichtern angelächelt, die uns das Gefühl geben auch so aussehen zu wollen. Man redet sich ein, wenn man auch so glücklich sein möchte, dann muss man an sich arbeiten um so auszusehen. Schlimm ist, dass diese Schönheitsideale nicht mehr nur in Modekatalogen erscheinen, sondern jetzt auch in den Diskounterkatalogen der Supermärkte wie z.B. Aldi, Lidl oder Penny.[9] Oft benutzt die Schönheitsindustrie in den Zeitschriften und auch in Werbeplakaten diese hergestellte Schönheit, um ihre Produkte erfolgreich zu verkaufen. Somit vermitteln sie, wenn man so schön sein will wie die Models auf den Bildern, muss man diese Produkte benutzen.

[...]


[1] Raabe, Katrin (s.d.) In: Der Westen (Hrsg.) (2009).

[2] Vgl. Weiß, Katharina (2011).

[3] Vgl. Schönfeld, Katrin (s.d.).

[4] Vgl. Reuter, Jürgen (2007), S. 28.

[5] Ebd., S. 29.

[6] Vgl. Ebd., S.29.

[7] Vgl. Schröder, Alwin (2006).

[8] Vgl. Reuter, a.a.O.

[9] Vgl. ebd.

Details

Seiten
16
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656630104
ISBN (Buch)
9783656630098
Dateigröße
376 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v270964
Institution / Hochschule
Westfälische Wilhelms-Universität Münster – Erziehungswissenschaft
Note
2,7
Schlagworte
Schönheitsideal Medien Pädagogik Medienpädagogik

Autor

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