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Die Unternehmensrechtsformen AG und eG. Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Studienarbeit 2013 20 Seiten

BWL - Allgemeines

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung und Problemstellung

2 Unterschiede der Gesellschaftsarten reflektierend auf eG und AG

3 Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei den Entscheidungskriterien zur Rechtsformwahl eG und AG
3.1 Haftung
3.1.1 Haftung eG
3.1.2 Haftung AG
3.1.3 Gemeinsamkeiten und Unterschiede
3.2 Leitungsbefugnis
3.2.1 Leitungsbefugnis eG
3.2.2 Leitungsbefugnis AG
3.2.3 Gemeinsamkeiten und Unterschiede
3.3 Gewinn- und Verlustbeteiligung
3.3.1 Gewinn- und Verlustbeteiligung eG
3.3.2 Gewinn- Verlustbeteiligung AG
3.3.3 Gemeinsamkeiten und Unterschiede
3.4 Finanzierungsmöglichkeiten
3.4.1 Finanzierungsmöglichkeiten eG
3.4.2 Finanzierungsmöglichkeiten AG
3.4.3 Gemeinsamkeiten und Unterschiede
3.5 Steuerliche Belastung
3.5.1 Steuerliche Belastung eG
3.5.2 Steuerliche Belastung AG
3.5.3 Gemeinsamkeiten und Unterschiede
3.6 Publizitätszwang
3.6.1 Publizitätszwang eG
3.6.2 Publizitätszwang AG
3.6.3 Gemeinsamkeiten und Unterschiede

4 Fazit: Kritischer Vergleich und Ausblick

Anhangsverzeichnis

Anhang

Literaturverzeichnis…

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung und Problemstellung

Bei einer Unternehmensgründung ist neben der Wahl des Standortes (Standortfaktoren) die Rechtsform ein wesentliches Kriterium. Bei den Rechtsformen der Unternehmen unterscheidet man grundsätzlich zwischen Personen- und Kapitalgesellschaften.[1] In der vorliegenden Facharbeit werden ausschließlich die Aktiengesellschaft und die Genossenschaft näher betrachtet. Während es sich bei der Aktiengesellschaft um eine Kapitalgesellschaft handelt, liegt bei der Genossenschaft eine Mischform aus Kapitalgesellschaft und eingetragenem Verein vor. In beiden Fällen handelt es sich um eine juristische Person mit eigener Rechtspersönlichkeit.

In der Gliederung meiner Facharbeit werden daher die wesentlichen Kriterien einer Rechtsformwahl, reflektierend auf Genossenschaft und Aktiengesellschaft ausführlich dargestellt. Die Auswahlkriterien sind im Einzelnen:

- Haftung
- Leitungsbefugnis
- Gewinn- und Verlustbeteiligung
- Finanzierungsmöglichkeiten
- Steuerliche Belastung
- Publizitätszwang

Anhand dieser Auswahlkriterien werden die wesentlichen Unterschiede zwischen einer Aktiengesellschaft und einer Genossenschaft herausgearbeitet. Mittels dieser Darstellung soll verdeutlicht werden, ob Genossenschaften auch im Rahmen der verschärften Wettbewerbssituation konkurrenzfähig bleiben können. Es stellt sich daher die Frage, „inwieweit sich die Genossenschaften langfristig am Markt, insbesondere gegenüber Aktiengesellschaften behaupten können?“

Abschließend soll die Frage beantwortet werden, in wie weit die Genossenschaften regional und überregional eine Zukunft haben.

2 Unterschiede der Gesellschaftsarten reflektierend auf eG und AG

Bei der Rechtsform der Unternehmen wird grundsätzlich zwischen Personengesellschaften und Aktiengesellschaften unterschieden. Die Aktiengesellschaft ist eindeutig den Kapitalgesellschaften zuzuordnen. Die eingetragene Genossenschaft kann als Rechtsform weder den Kapitalgesellschaften noch den Personengesellschaften eindeutig zugeordnet werden. Genossenschaften sind Gesellschaften von nicht geschlossener Mitgliederzahl. Detaillierte Regelungen sind im Genossenschaftsgesetz normiert.[2]

3 Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei den Entscheidungskriterien zur Rechtsformwahl eG und AG

3.1 Haftung

Die Ausgestaltung der Haftung ist bei einer Unternehmensgründung ein wichtiges Kriterium. Die unbeschränkte Haftung bedeutet, dass jede Person für ihre Verbindlichkeiten mit ihrem gesamten Vermögen haftet.[3] Der Einzelunternehmer haftet damit für seine Verbindlichkeiten mit seinem gesamten Betriebs- und Privatvermögen. Will man die Haftung verändern, ist eine Umwandlung des Einzelunternehmers in eine juristische Person notwendig. Hierzu gehören u.a. die Aktiengesellschaft und die Genossenschaft.

3.1.1 Haftung eG

Die Haftung ist bei der eG beschränkt.[4] Ein Mindestkapital, wie etwa das Stammkapital von GmbH oder AG, ist für die Gründung einer Genossenschaft nicht erforderlich. Bei der eG haften nicht die Mitglieder mit ihrem privaten Vermögen, sondern es haftet die Haftungsmasse der eG selbst. Die Haftungsmasse, also das Vermögen der Genossenschaften, setzt sich aus den Einlagen der Mitglieder zusammen. Diese Einlagen, meist Genossenschaftsanteile, werden als Geldleistungen von den Genossen erbracht. Gemäß § 2 (GenG) haftet eine Genossenschaft für Verbindlichkeiten gegenüber den Gläubigern nur mit dem Vermögen der Genossenschaft.[5] Im Insolvenzfall einer Genossenschaft können die Mitglieder eine Nachschusspflicht laut der eigenen Satzung verordnen.

3.1.2 Haftung AG

Der Gründer einer Aktiengesellschaft haftet vor dessen Eintrag mit seinem eigenen Vermögen. Dabei muss das Gründungskapital mindestens 50.000 EUR betragen.[6]

Die Aktionäre haften gegenüber den Gläubigern mit ihrem Gesellschaftskapital. Das persönliche Vermögen der Aktionäre bleibt für die Gläubiger unantastbar. Im Falle der Insolvenz einer Aktiengesellschaft verliert der Aktionär also höchstens sein eigenes angelegtes Kapital.[7] Die Haftung der Aktiengesellschaft ist im § 2 des Aktiengesetzes (AktG) gesetzlich normiert. Die Aktiengesellschaft ist vor allem wegen ihrer beschränkten Haftung sehr beliebt. Diese ist aber nur dann gültig wenn das Geschäftsvermögen vom Privatvermögen getrennt ist.[8]

3.1.3 Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Sowohl bei den Genossenschaften als auch bei den Aktiengesellschaften ist die Haftung zunächst auf das Gesellschaftsvermögen beschränkt. Bei den Genossenschaften muss diese Aussage allerdings relativiert werden, weil laut Genossenschaftsgesetz in der Satzung eine Nachschusspflicht festgelegt werden kann. Sie kann allerdings auch beschränkt oder ausgeschlossen werden. Ist eine beschränkte oder festgesetzte Nachschusspflicht vorgesehen, so ist dies sicherlich als Nachteil gegenüber den Aktionären einer Aktiengesellschaft zu betrachten.

3.2 Leitungsbefugnis

Die Leitungsbefugnis drückt aus, wer die Entscheidungen innerhalb eines Unternehmens trifft und wer berechtigt ist, das Unternehmen nach außen hin zu vertreten.

3.2.1 Leitungsbefugnis eG

Die Leitungsbefugnis einer Genossenschaft unterliegt dem Vorstand. Im § 24 ff des Genossenschaftsgesetzes ist diese Leitung rechtlich festgelegt.[9] Die drei rechtlich vorgeschriebenen Organe einer Genossenschaft sind der Vorstand, der Aufsichtsrat und die Generalversammlung. Soweit die Genossenschaft mehr als 20 Mitglieder besitzt, muss der Vorstand von zwei Personen geleitet werden. Die Vorstandsmitglieder werden von dem dritten Organ, der Generalversammlung, auf zwei Jahre gewählt. Bei Rechtsstreitigkeiten, sowohl gerichtlich als auch außergerichtlich vertritt der Vorstand die Genossenschaft. Dazu gehören Öffentlichkeitsarbeiten, wie Herstellung von neuen Geschäftsbeziehungen.[10]

[...]


[1] Siehe Anh. 1, Unternehmensformen im Überblick, S.15

[2] Vgl. Richard/Mühlmeyer, Betriebslehre der Banken und Sparkassen, (2008), S.43ff.

[3] Vgl. Wöhe/Döring, Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, (2010), S.218

[4] Vgl. o.V., eG – eingetragene Genossenschaft, Online im Internet: URL: http://www.gruendermarkt.de/eg-eingetragene-genossenschaft.html, Stand: 03.11.2013

[5] Vgl. o.V., Genossenschaftsgesetz § 2 Haftung für Verbindlichkeiten, Online im Internet: URL: http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/geng/gesamt.pdf, Stand: 03.11.2013

[6] Vgl. Sauter, Grundlagen des Bankgeschäftes, (2010), S.150

[7] Vgl. Regli, Haftung der Aktiengesellschaft, Online im Internet: URL: http://blog.startups.ch/haftung-der-aktiengesellschaft-ag/, Stand: 03.11.2013

[8] Vgl. Sauter, Grundlagen des Bankgeschäftes, (2010), S.151

[9] Vgl. o.V., Genossenschaftsgesetz, § 24ff., (2013)

[10] Vgl. Sauter, Grundlagen des Bankgeschäftes, (2010), S. 158 und siehe Anh. 2, S.15

Details

Seiten
20
Jahr
2013
ISBN (eBook)
9783656643432
ISBN (Buch)
9783656643449
Dateigröße
1.2 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v272186
Institution / Hochschule
Universität Bremen
Note
1,0
Schlagworte
Aktiengesellschaft eingetragene Genossenschaft Publizitätszwang Haftung Leitungsbefugnis Finanzierungsmöglichkeiten Gewinn- und Verlustbeteiligung steuerliche Belastung

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