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Die Silbe im Deutschen

Hausarbeit 2013 10 Seiten

Germanistik - Linguistik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Silbenstruktur im Deutschen

3 Die Ausnahmen

4 Das Modell von Haus und Garage

5 Fazit

6 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Im Seminar „Einführung in die Fachdidaktik Deutsch“ haben wir Seminarteilnehmer verschiede Methoden zur Durchführung vom Deutschunterricht kennen- und durch Praxis bezogene Präsentationen anwenden gelernt.

Das Thema meiner Gruppe war die Rechtschreibung. Da dies ein sehr weites Spektrum ist, haben wir uns entschieden auf die Groß- und Kleinschreibung zu spezialisieren. Zusätzlich hat jeder Seminarteilnehmer ein Exzerpt angefertigt, in dem das Thema individuell ausgewählt werden konnte, jedoch mit dem Hauptthema der Präsentation in Verbindung stehen sollte. Ich habe mich für diesen Themenbereich der Silbenstruktur entschieden, weil jenes mich in meiner Schulzeit bereits interessiert hat und ich durch kurze Recherchen in einem Buch von Astrid Müller erfahren habe, dass in diesem Bereich Veränderungen statt gefunden haben.

Wie funktionieren deutsche Wörter? Sowohl für deutschsprachige Kinder als auch für Schüler mit Migrationshintergrund, die Deutsch als Zweitsprache lernen, ist dies eine wichtige Frage. Doch oft ist einem das Phänomen gar nicht bewusst, wodurch man meist keine Regularitäten in der Schrift sieht und unbewusst Fehler macht bzw. man nicht weiß wieso diese Fehler immer auftreten.

Diese Eigangfrage wird im Folgenden mit der Silbenstruktur beantwortet. Dazu wird gezeigt wie eine protypische Silbe aussieht und welchen Unterschied es dabei gibt. Die dazugehörigen Ausnahmen, die aber nicht in den Anfangsunterricht gehören, werden ebenso erwähnt und mit Beispielen verständlich gemacht.

Zum Schluss wird ein neues Modell mit Haus und Garage von Ursula Bredel vorgestellt, das Schülern und Schülerinnen beim Ersterwerb von Lesen und Schreiben eine große Hilfe darstellt.

Das abschließende Fazit fasst die wichtigsten Aussagen der Hausarbeit wiederholt zusammen und gibt ein Feedback zur Veränderung des Deutschunterrichts im Bezug auf Silben.

2 Die Silbenstruktur im Deutschen

Die deutsche Sprache hat mehr Phoneme als Graphe im Schriftsystem. Das bedeutet einem Buchstaben können mehrere Laute zugeordnet werden.[1] Somit lässt sich nicht immer eine Phonem- Graphem- Korrespondenz ableiten. Trotz diesem Phänomen können wir problemlos erkennen, wann der Stammvokal kurz oder lang gesprochen wird, auch wenn es keine graphematischen Hinweise zu der Aussprache gibt. Das liegt daran, dass wir uns an der Struktur der prototypischen Schreibsilbe orientieren können.

Doch was ist und bedeutet diese „prototypische Schreibsilbe“?

Deutsche Wörter regeln sich nach der trochäischen Silbenstruktur, das heißt die erste Silbe wird betont. Insgesamt gibt es zwei Silben. In jeder dieser beiden Silben ist ein Vokalgraphem zu finden, welcher den Kern der Silbe bildet. Dieser ist in der zweiten Silbe ein Schwalaut, das bedeutet das „e“ ist unbetont und wird deshalb auch oftmals als „Murmellaut“ bezeichnet.[2]

In der Stammsilbe gibt es zwei Arten des Vokalgraphems, er kann sowohl lang als auch kurz gesprochen werden. Ist die Silbe offen, endet sie also mit einem Vokalgraphem, so wird dieser auch lang gesprochen.

- Beispiele: La | den

E | sel

Ist die Silbe aber geschlossen, endet sie also mit einem Konsonantengraphem, so wird der Vokalgraphem, der unmittelbar davor steht, kurz gesprochen.

- Beispiele: Bsp.: Kan | te

brem | sen

Zusammenfassend lässt sich somit sagen, dass der Silbenschnitt Auskunft über die Länge bzw. Kürze des Vokalgraphems in der Stammsilbe gibt.

[...]


[1] Müller, Astrid: Warum schreiben wir doppelte Konsonanten? S. 32.

[2] Ebd.: S. 33.

Details

Seiten
10
Jahr
2013
ISBN (eBook)
9783656640042
ISBN (Buch)
9783656640035
Dateigröße
390 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v272422
Institution / Hochschule
Universität Hamburg
Note
1,3
Schlagworte
silbe deutschen

Autor

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Titel: Die Silbe im Deutschen