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Aufbauorganisationsformen in Unternehmen

Überblick, Besonderheiten und kritischer Vergleich

Studienarbeit 2013 16 Seiten

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Einleitung und Leitfrage
1.2 Definition zur Aufbauorganisation

2 Leitungssysteme
2.1 Allgemeines
2.2 Einliniensystem
2.3 Mehrliniensystem
2.4 Stabliniensystem

3 Organisationsformen
3.1 Allgemeines
3.2 Funktionale Organisation
3.3 Divisionale Organisation
3.4 Matrixorganisation

4 Kritischer Vergleich

Literaturverzeichnis

Erklärung

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Idealtyp des Einliniensystems mit Fayolscher Brücke

Abbildung 2: Idealtyp des Mehrliniensystems

Abbildung 3: Idealtyp eines Stabliniensystem

Abbildung 4: Beispiel einer funktionalen Organisationsstruktur

Abbildung 5: Beispiel einer divisionalen Organisationsstruktur

Abbildung 6: Beispiel einer Matrixorganisationsstruktur

1 Einleitung

1.1 Einleitung und Leitfrage

Für wirtschaftlich denkende Unternehmen ist es wichtig, ständig wettbewerbsfähig zu bleiben. Hierfür spielt nicht nur die Art der Produkte und Dienstleistungen eine wichtige Rolle, sondern vor allem interne Strukturen.

Der Aufbau eines Unternehmens wird durch den Begriff Aufbauorganisation beschrieben. Diese Aufbauorganisation legt beispielsweise fest, welche Hierarchiestrukturen im Unternehmen herrschen. Es gibt unterschiedliche Formen der Aufbauorganisation, die sowohl Stärken als auch Schwächen aufweisen. Folglich stellt sich folgende Leitfrage:

Welche Form der Aufbauorganisation ist für Unternehmen am geeignetsten?

In dieser Studienarbeit werden die drei geläufigsten Aufbauorganisationsformen betrachtet, da diese durch ihre große Verbreitung am wichtigsten sind. Neben der Beschreibung der Formen wird vor allem Wert auf die Vor- und Nachteile der Aufbauorganisationsformen gelegt. Zuvor wird der Begriff Aufbauorganisation genauer beschrieben und die verschiedenen Leitungssysteme werden erklärt. Ziel ist es, die Leitfrage in einem kritischen Vergleich zu beantworten, indem die verschiedenen Aufbauorganisationsformen verglichen werden und anschließend eine Aussage darüber getroffen wird, welche die geeignetste Form für Unternehmen ist.

1.2 Definition zur Aufbauorganisation

Die Aufbauorganisation beschreibt die Aufteilung von Arbeitsaufgaben und Kompetenzen in Unternehmen, um einen sinnvolle, strukturierte Gliederung der Arbeit zu ermöglichen.[1] Die Verteilung der Kompetenzen und Aufgaben wird beispielsweise in einem Organigramm ersichtlich.[2]

Es werden für die Betriebsabteilungen die Tätigkeitsfelder definiert und festgelegt wie die Abteilungen mit einander kooperieren.[3]

2 Leitungssysteme

2.1 Allgemeines

In Unternehmen werden Stellen und Abteilungen gebildet, die hierarchisch mit einander zusammenhängen, sodass Organisationseinheiten entstehen, die über-, unter- oder nebengeordnet sind.[4] Die Unterteilung in verschiedene Leitungsebenen bringt unterschiedliche Aufgaben mit sich. Während die oberste Leitungsebene vor allem wichtige Grundsatzentscheidungen fällt und die Gesamtverantwortung für die Unternehmung trägt, nehmen sowohl die Wichtigkeit der Entscheidungen als auch die generellen Kompetenzen der Führungskräfte von oben nach unten ab, sodass die unterste Hierarchieebene eine sogenannte Ausführungsebene bildet, in der die Mehrzahl der Mitarbeiter arbeitet.[5] Im Folgenden werden die zwei „idealtypischen Grundformen von Leitungssystemen“[6] und das Stabliniensystem, welches eine Besonderheit des Einliniensystem ist, vorgestellt.

2.2 Einliniensystem

Das einfachste Leitungssystem der Aufbauorganisation ist das Einliniensystem. Hierbei gibt es eine hierarchische Struktur, in der eine strikte Einteilung der Weisungsbefugnisse vorliegt. Ein Untergebener erhält nur von einem Ranghöheren Weisungen. Ein Umgehen bzw. Überspringen von Hierarchieebenen ist nicht vorgesehen.[7] Diese Idee der Unternehmensstruktur folgt dem Prinzip ´Einheit der Auftragserteilung´ von Henri Fayol (1841 - 1925). [8] Folglich gibt es klare Regelungen der Hierarchieverhältnisse im Unternehmen. Die Kompetenzen der einzelnen Mitarbeiter sind klar definiert, sodass jede Leitungsstelle über gute Kontrollmöglichkeiten verfügt. Jedoch führt das Einliniensystem zu erhöhtem zeitlichen Aufwand bei Problemen oder Fragen von Kollegen, da der Dienstweg einzuhalten ist und so eine Lösung nur über die direkten Vorgesetzten erreicht werden kann.[9] Um die Nachteile der langen Dienstwege zu umgehen, ließ Fayol später eine direkte Kommunikation zwischen Mitarbeitern der gleichen Hierarchieebene zu, um den Informationsaustausch zu erleichtern. Diese Besonderheit des Einliniensystems nennt sich Fayolsche Brücke.[10] Hierbei muss der zuständige Vorgesetzte jedoch nachträglich informiert werden.[11]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Idealtyp des Einliniensystems mit Fayolscher Brücke[12]

Erläuterung des Einliniensystems anhand Abbildung 1:

Im Beispiel stellt A die Unternehmensführung dar, die der mittleren Hierarchieebene (B; C; D) direkte Weisungen erteilt. B ist der Vorgesetzte von E, F und G. Die in der Abbildung ersichtlichen Dienstwege sind einzuhalten und können sehr zeitaufwendig sein, daher wurde mit der Fayolschen Brücke eine Besonderheit eingeführt. Die Fayolsche Brücke ermöglicht B einen Informationsaustausch mit C ohne den Dienstweg über seinen Vorgesetzten A einhalten zu müssen. Da er A nun lediglich über seine Vorgehensweise informieren muss, spart B Arbeitszeit ein und arbeitet somit ökonomischer. Ähnlich ist es bei den Arbeitskräften der untersten Hierarchieebene G und H. Durch die Fayolsche Brücke ist eine direkte Kommunikation möglich, was auch zu einer Arbeitserleichterung für die Vorgesetzten führt.

[...]


[1] vgl. Wöhe, S. 157

[2] vgl. Olfert / Steinbruch S. 50

[3] Vgl. Pollert / Kirchner / Polzin, S. 256

[4] Vgl. Klimmer, S. 36

[5] Vgl. Klimmer, S. 37

[6] Klimmer, S. 39

[7] Vgl. Klimmer, S. 39

[8] Vgl. Bea / Göbel, S. 299

[9] Vgl. Klimmer, S. 40

[10] Vgl. Bühner, S. 125

Vgl. Klimmer, S. 39

[11] Vgl. Bea / Göbel, S. 299

[12] eigene Darstellung, in Anlehnung an Laux / Liermann, S. 183

Details

Seiten
16
Jahr
2013
ISBN (eBook)
9783656647577
ISBN (Buch)
9783656647492
Dateigröße
610 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v272544
Institution / Hochschule
Berufsakademie Rastede
Note
1,0
Schlagworte
aufbauorganisationsformen unternehmen überblick besonderheiten vergleich

Autor

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Titel: Aufbauorganisationsformen in Unternehmen