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Überblick über die heterodoxe Wirtschaftspsychologie

Hausarbeit 2014 14 Seiten

Psychologie - Arbeit, Betrieb, Organisation und Wirtschaft

Leseprobe

I. Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition von Krise
2.1 Der Wirtschaftszyklus
2.2 Die Analytische Psychologie
2.3 Das kollektive Unbewußte und die Archetypen
2.4 Archetypen bei Joseph Campbell
2.5 Lösungsansätze
2.5.1 Alternative Wirtschaftsansätze
2.5.2 Achtsamkeit

3.0 Fazit

II. Literaturliste

III. Abbildungen

Anmerkung:

Um dem Leser die Lektüre zu erleichtern, wurde durchgängig auf doppelte Formulierungen, wie Angestellte und Angestellter, Mitarbeiterin und Mitarbeiter verzichtet und statt dessen in der Regel die allgemein übliche männliche Form gewählt.

1. Einleitung

Der Studienblock „Business Psychologie 2“ vom 24.01. – 26.01.2014 vermittelte einen von der herrschenden Lehre abweichenden Blick auf die Wirtschaftsökonomie. Diese andere Betrachtungsweise ist um so notwendiger heranzuziehen, als die Wirtschaftswissenschaften die Dynamik von Krisen nicht erklären können. Dies liegt insbesondere darin begründet, daß die akademische Wissenschaft hier noch immer das Menschenbild des „homo oeconomicus“ im Zentrum stehen hat. (Kirchler, 1995, S. 6) Nach diesem Menschenbild handelt der Mensch stets rational und ökonomisch.

Die empirische Wirtschaftspsychologie weist jedoch die Irrationalität menschlicher Entscheidungen nach. Die Frage: „Wie handelt der Mensch?“ bleibt weitgehend unbeantwortet.

Die analytische Psychologie nach Carl Gustav Jung (1875 – 1961) bietet ausgehend vom Modell des kollektiven Unbewußten und der archetypischen Dimensionen der Psyche, einen Erklärungsansatz anhand der Dynamik von Angst und Gier an. (http://www.cgjung.de/ap, 2014) Durch kulturgeschichtliche Vergleiche, repetitiv auftretende Muster in verschiedenen Kontexten und Inszenierungen soll eine Basis für ein Verstehen geschaffen werden. Ebenso wird ein Lösungsansatz durch Individuation und Integration der Schattenanteile aufgezeigt.

Daneben wird der Einfluß von Spiritualität und Ethik auf menschliches Handeln dargestellt, und durch die Berücksichtigung von Achtsamkeit ein Modell angeboten, das zur Überwindung von negativen Emotionen, zum Wohle in jedem Lebenskontext beitragen kann. Gleichfalls betont wird auch die Verantwortung für das Handeln des Einzelnen.

Erörtert wurden an diesem Modulwochenende auch noch andere Zugänge aus der Systemtheorie, die Heldenreise, der Philosophie, der Spieltheorie, Suchtdynamiken und neurowissenschaftliche Zugänge auf die Wirtschaftswissenschaften.

Zielsetzung dieser Arbeit ist es, einen Überblick über die heterodoxe Wirtschaftspsychologie zu geben und mit einer verständlichen Zusammenfassung Interesse für diese Heran-gehensweise zu wecken.

2. Definition von Krise

Der Duden bezeichnet Krise erstens als schwierige Lage, Situation oder Zeit (die den Höhe- und Wendepunkt einer gefährlichen Entwicklung darstellt); als kritische Situation; Zeit der Gefährdung, des Gefährdetseins, und zum zweiten in der (Medizin) als kritischen Wende-punkt bei einem Krankheitsverlauf; Krisis. (http://www.duden.de/rechtschreibung/Krise, 2014)

In der Wirtschaft versteht man unter einer Krise einen plötzlichen Zusammenbruch der Konjunktur. Krisen gehen über „normale“ Konjunkturschwankungen hinaus und sind mit panikartigen Verhaltensweisen in allen Bereich des öffentlichen Lebens verbunden. (http://www.wirtschaftslexikon24.com/d/krise/krise.htm, 2014) Beispiele dafür sind in der Geschichte z. B. die Tulpenkrise (http://web.ard.de/galerie/content/nothumbs/default-/890/html/1177_8391.html, 2014), der „schwarze Freitag“ (http://www.sueddeutsche.-de/geld/historische-crashs-schwarze-tage-wenn-es-an-der-boerse-kracht-1.1128390-2, 2014), sowie die Immobilienkrise 2007/2008 in den USA, die zu einer weltweiten Finanzkrise führte. Die Geschichte der Wirtschaft ist voll von Krisenzeiten.

2.1 Der Wirtschaftszyklus

Die Konjunkturtheorie teilt den Wirtschaftszyklus in vier markante Abschnitte.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1 Konjunkturphasen

(http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Archiv/54617/konjunkturphasen-v5.html, 2014)

(1) Die Aufschwungphase nach dem unteren Wendepunkt wird als Erholungs- oder Expansionsphase bezeichnet. Sie ist gekennzeichnet durch eine verbesserte Kapazitäts-auslastung, ansteigende private Investitionen und Beschäftigung, zunehmendes Volks-einkommen und einen erhöhten privaten Konsum.
(2) In der zweiten Phase geht die Erholung in den sog. „Boom“ (Hochkonjunktur, Prosperität) über, sobald die Produktionsfaktoren mehr als im Trend üblich ausgelastet sind. Diese Phase dauert an, bis die Volkswirtschaft ihre Auslastungsgrenze erreicht hat, und eine Erhöhung des realen Volkseinkommens nicht mehr möglich ist. Es kommt zu starken Preissteigerungen und Störungen auf dem Geld- und Kapitalmarkt.
(3) Nach dem Erreichen des oberen Wendepunktes geht die Entwicklung in einen Abschwung über, in dem in der Boomphase bei überhöhtem Zinsniveau durchgeführten Investitionen sich als unrentabel erweisen. Daher kommt es nun zu einem Rückgang der privaten Investitionen, steigender Arbeitslosigkeit und zu einer Stagnation des privaten Konsums. Die Gewinne und die Beschäftigung sinken ab, zahlreiche Unternehmen geraten in Schwierigkeiten.
(4) Die Phase vor dem unteren Wendepunkt ist die Depression auch Krise genannt. Sie ist gekennzeichnet durch hohe Arbeitslosigkeit, geringe Kapazitätsauslastung, geringe Investitionstätigkeit und hohe Bankenliquidität.

(http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Archiv/54617/konjunkturphasen-v5.html, 2014)

Der Konjunkturzyklus wird zwischen Beginn der ersten und Ende der letzten Konjunkturphase gemessen. Die Konjunkturtheorie unterscheidet dabei Zyklen von verschiedener Länge:

Kitchin-Zyklus (drei bis vier Jahre), wird auch als Mitchell-Zyklus bezeichnet; 1923 von J. Kitchin in den USA und Großbritannien festgestellt; seine Existenz ist umstritten;

Juglar-Zyklus (sieben bis elf Jahre); 1860 von C. Juglar festgestellt; dieses ist der Konjunkturzyklus i. e. S.;

Kondratieff-Zyklus (50 – 60 Jahre); 1926 von N. D. Kontratieff festgestellt.

(http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Archiv/55281/konjunkturzyklus-v5.html, 2014)

2.2 Die Analytische Psychologie

Die analytische Psychologie wurde von dem Schweizer Psychiater Carl Gustav Jung (* 26. Juli 1875, † 6. Juni 1961), zumeist kurz C. G. Jung genannt, begründet. Die analytische Psychologie gehört zusammen mit der Psychoanalyse Sigmund Freuds und der Individualpsychologie Alfred Adlers zu den klassischen tiefenpsychologischen Richtungen.

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Details

Seiten
14
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783656650591
ISBN (Buch)
9783656650614
Dateigröße
587 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v272734
Institution / Hochschule
Donau-Universität Krems - Universität für Weiterbildung
Note
1,0
Schlagworte
überblick wirtschaftspsychologie

Autor

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