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Das Hempel-Oppenheim-Schema. Möglichkeiten und Grenzen wissenschaftlicher Erklärung

Studienarbeit 2014 24 Seiten

Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache)

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Die Wirklichkeit zwischen Subjekt und Objekt

Das deduktiv-nomologische Erklärungsmodell

Das induktiv-statistische Erklärungsmodell

Schlussfolgerungen

Verwendete Literatur

Einleitung

Wann immer wir eine Aussage über einen Gegenstand oder ein Ereignis formen, tun wir das unter einer bestimmten Rücksicht. Und wenn wir ein Phänomen erklären wollen, nehmen wir von ihm in der Regel nur einen oder mehrere Aspekte unter die Lupe. Solche Fragerücksichten und Perspektiven können wir schon im Alltag deutlich unterscheiden, auch wenn wir uns das im Einzelfall meist nicht bewusst machen. Zum Beispiel hat (1) die Frage – „wie konnte er das bloß tun?“ – wahrscheinlich einen ethischen Hintergrund. Es soll erklärt werden, wie eine bestimmte Handlung moralisch zu rechtfertigen ist. Oder (2) eine Mutter erklärt ihrem jugendlichen Nachwuchs, wie er einen Staubsauger benutzen kann. Hier geht es um die Funktionsweise eines technischen Gerätes. Und (3) nehmen wir an, ein Kaufhaus ist abgebrannt, und es wird nach der Ursache des Feuers gesucht; d.h. es wird versucht, eine kausale Erklärung für das Ereignis zu finden. Die Fälle (2) und (3) kommen schon dem am nächsten, was auch Gegenstand einer wissenschaftlichen Erklärung werden kann. Im Alltag würden wir allerdings nicht bis in alle Einzelheiten angeben, welche Gesetzmäßigkeiten jeweils dahinter stehen. Hier genügen meist andeutende Erklärungen wie: „Das Kaufhaus ist abgebrannt, weil jemand ein Feuer gelegt“ oder „…weil jemand bei Schweißarbeiten nicht aufgepasst hat“. In einer Pressemitteilung wird es nicht interessieren, welche chemischen Reaktionen beim Verbrennungsvorgang abgelaufen sind. Die mögliche Brandursache wird auf die Konsequenzen hin betrachtet, die sich daraus für die Betreiber des Kaufhauses oder die Polizei u.a.m. ergeben. Im Falle einer vorsätzlichen Tat sähen diese anders aus als bei nachlässig durchgeführten Umbauarbeiten.

Auch Wissenschaftler gehen an Phänomene und Ereignisse unter bestimmten Rücksichten heran. Im Allgemeinen verfolgen sie dabei zwei Ziele: Zum einen suchen sie, Zusammenhänge in der uns umgebenden Wirklichkeit zu erkennen aus reiner Neugier. Zum anderen entwickeln sie mit Hilfe der gewonnenen Erkenntnisse technische Anwendungen, die unsere Umwelt und unsere Lebensbedingungen unmittelbar verändern. In den Wissenschaften werden Erklärungen strengeren Prinzipien unterworfen, als das im Alltag nötig ist. Die Umstände, die zu einem Phänomen oder Ereignis führen, müssen einerseits so genau als möglich angegeben werden; das heißt, die benannten Wirkursachen hinter den „Umständen“ sollten möglichst eindeutig mit dem Ereignis oder Phänomen zusammenhängen. Andererseits werden wissenschaftliche Erklärungen mit dem Anspruch vertreten, allgemein zu gelten und für jedermann nachvollziehbar zu sein. Wie schwierig es mitunter ist, diese beiden Forderungen einzulösen, ist den Wissenschaftlern durchaus bewusst und wird auch in der Wissenschaftsphilosophie diskutiert. Folgendes Beispiel aus der Astronomie soll einmal illustrieren, welche Folgen es hat, wenn die Prämissen einer Erklärung zu wünschen übrig lassen und warum es so wichtig ist, sich in der wissenschaftlichen Arbeit seiner systematischen Grundlagen zu versichern. Im 16. Jh. stellte der evangelische Bischof von Magdeburg, Andreas Celichius, über die Erscheinung von Kometen folgende These auf. Eine solche Himmelserscheinung

„sei der dicke, alltäglich, allstündlich, ja in jedem Augenblick stinkend und abscheulich vor Gottes Angesicht aufsteigende und sich schließlich zu einem Kometen mit gelockten und geflochtenen Zöpfen verdichtende Brodem menschlicher Sünden, der vom heißen und feurigen Zorn des Höchsten Himmlischen Richters in Brand gesteckt werde.“[1]

Darüber mögen wir heute schmunzeln; als der Bischof diese Erklärung veröffentlichte, nahm er sie leider sehr ernst. Heute wissen wir, dass zwischen dem astronomischen Objekt und dem menschlichen Verhalten kein plausibler Zusammenhang hergestellt werden kann. Aber um da anzukommen, musste die Menschheit einen langen Weg hartnäckiger und mutiger Forschungsarbeit beschreiten. Die These von Herrn Celichius hätte man allerdings schon längst widerlegen können, ohne auch nur eine Ahnung von der Beschaffenheit eines Kometen zu haben. Ein eingehendes Studium der menschlichen Geschichtsschreibung würde nämlich auf so viele Kometen-Erscheinungen schließen lassen, dass es in der Nacht geradezu taghell sein müsste. Das ist offensichtlich nicht der Fall. Wir werden auf das Beispiel zurückkommen, wenn es darum gehen wird, eine tragfähige wissenschaftliche Erklärung für das Auftreten von Kometen zu formulieren.

Sichtet man die wissenschaftsphilosophische Literatur zum Thema Erklärung, kommt man kaum zu einem einheitlichen Bild. Dennoch gibt es einige Grundcharakteristika der Erklärung, die in den verschiedensten Wissenschaftszweigen wiederkehren und die eine Abgrenzung von nichtwissenschaftlichen Erklärungsmustern ermöglichen. Diese Grundcharakteristika wollen wir anhand des Schemas der wissenschaftlichen Erklärung nach Carl G. Hempel und Paul Oppenheim[2] nachzeichnen. Das von Hempel und Oppenheim präsentierte Modell ist zwar immer wieder auf seine Aussagekraft hin kritisch geprüft worden, seine Grundstruktur ist aber überzeugend genug geblieben, um als Ausgangspunkt für weiterführende Theorien der Erklärung zu dienen[3].

In Vorbereitung auf die Betrachtung des Schemas von Hempel und Oppenheim (H-O-Schema) wollen wir uns zunächst mit dem Spannungsbogen befassen, in dem sich menschliche Erkenntnistätigkeit immer bewegt. Dabei wird uns mit Immanuel Kant ein Großmeister der Erkenntnistheorie Pate stehen. Er machte sich bereits gründlich Gedanken darüber, wie sich das Wissen über die Welt (Objekt) genau im menschlichen Bewusstsein (Subjekt) abbildet. Anschließend werden wir anhand von zwei Versionen des H-O-Schemas sehen, wie sehr die Erkenntnisbemühungen auch auf unterschiedliche Grade an Komplexität reagieren müssen, denen die Wirklichkeit unterliegt. Das stringentere der beiden, das deduktiv-nomologische Erklärungsmodell wird zuerst vorgestellt. Mit Stringenz ist hier das Maß an logischer Folgerichtigkeit des Erklärungsansatzes gemeint. Aufgrund seines hohen Anspruchs diesbezüglich wird das deduktiv-nomologische H-O-Schema bevorzugt auf die naturwissenschaftliche Forschung angewandt. Es folgt die Betrachtung des induktiv-statistischen Modells, dessen Geltung sich über ein weit größeres Fächerspektrum erstreckt. Es reicht von Teilbereichen der Naturwissenschaften bis hin zu den in der Soziologie und Psychologie üblichen Wahrscheinlichkeitshypothesen. Dabei wird auch anzusprechen sein, wo die wissenschaftliche Erklärung an ihre Grenzen stößt. Eine eigene Überlegung zum Schluss der Betrachtung wird noch einmal auf die unterschiedliche Reichweite der Erklärungsmodelle im Hinblick darauf eingehen, dass nicht alles menschliche Verhalten zur Wirklichkeit vom gleichen Erkenntnisgrund abhebt. Die naturwissenschaftliche Erkundung der im Universum waltenden Gesetze, auf deren Basis auch neue technische Anwendungen entwickelt werden, ist erkenntnistheoretisch anders zu verorten als etwa die Analyse und Gestaltung gesellschaftlicher Strukturen, für die keine den Naturgesetzen vergleichbaren Vorgaben existieren.

Die Wirklichkeit zwischen Subjekt und Objekt

Welche Kriterien für eine hinreichende Erklärung aufgestellt werden, hängt in entscheidendem Maße davon ab, wie wir unser Verhältnis als Subjekte der Erkenntnis gegenüber der uns umgebenden Wirklichkeit sehen. Im Laufe der Philosophiegeschichte hat es verschiedene, in Variationen immer wiederkehrende Vorschläge gegeben, wie dieses Verhältnis zu bestimmen sei. Diese lassen sich im Wesentlichen zwischen vier Polen einordnen, was hier einmal an einer Art Diagramm mit zwei Ebenen veranschaulicht werden soll. Diese Graphik stellt auf einer Ebene (A) das Spannungsfeld zwischen Aufnahme und Verarbeitung von Eindrücken dar, in dem der Erkenntnisprozess stattfindet, und auf einer Ebene (B) das Spannungsfeld zwischen Wirklichkeit rezipieren und Wirklichkeit selber schaffen. Die zweite Ebene gibt auch an, inwiefern die Außenwelt im jeweiligen Erkenntnismodell als gegeben angenommen wird. Das Diagramm ist nicht als Kreuz zu denken mit einem Nullpunkt im Zentrum, sondern als Feld, zwischen dessen Rändern die Variationsbreite der möglichen Konzepte in Bezug auf Erkenntnis- und Wirklichkeitsgrad ablesbar ist[4]. Damit bilden die Ränder des Diagramms zwei mal zwei Pole bzw. Grenzfälle, zwischen denen sich die menschliche Erkenntnistätigkeit abspielt.

Ein für besagte Verhältnisbestimmung entscheidender Faktor wurde eben schon genannt: das Subjekt der Erkenntnis. Sein Gegenüber ist das angezielte Erkenntnisobjekt, bei dem es sich in der Regel um einen ausgesuchten Teilbereich der Wirklichkeit handelt. Die Beschränkung der Untersuchung auf Wirklichkeitsausschnitte ist in den empirischen Wissenschaften notwendig, sofern die Welt nur schwer in ihrer Gänze zum Gegenstand erfahrungsbasierter Erkenntnis gemacht werden kann. Natürlich werden auch kosmologische Modelle entworfen, um einen Überblick über Aufbau und Entwicklung des physischen Universums insgesamt zu bekommen. Aber auch dies geschieht auf der Grundlage vieler Einzeluntersuchungen und ist Ergebnis einer großen Abstraktions- und Kombinationsleistung.

(A) Erkenntniskonzepte lassen sich also zunächst einmal dahingehend unterscheiden, ob sie sich mehr auf die Seite des Erkenntnissubjekts oder -objekts konzentrieren. Wer den Schwerpunkt im Erkenntnisakt mehr auf die Seite des Subjekts legt, wird dessen Aktivitäten mehr Bedeutung beimessen in dem, was wahrgenommen, durchdacht und erklärt wird. Das Subjekt bildet die Begriffe und Kategorien, wenn nicht das Kategoriensystem gar zum Teil als angeboren angesehen wird. Somit wird in einem subjektzentrierten Ansatz die Konstruktion der Begriffe und Theorien zum vorherrschenden Kriterium. In der Philosophiegeschichte wird diese Richtung repräsentiert von den Vertretern des Rationalismus. Wer dagegen die Priorität beim Erkenntnisobjekt sieht, wird das Augenmerk viel stärker auf die Beobachtung und systematische Sammlung der empirischen Daten legen. Je weniger er sich dabei um das System der Begriffe und Kategorien kümmert und in die Fülle der Erscheinungen da draußen eintaucht, um so mehr wird sich seine Arbeit aber auch auf deren Beschreibung beschränken müssen. Mit diesem Ansatz sind die verschiedenen Spielarten des Empirismus gemeint. Im Spannungsfeld zwischen Rationalismus und Empirismus kann aber noch nicht entschieden werden, wofür die zu erklärenden Erscheinungen selber zu halten seien.

(B) Das Maß, in dem ein Phänomen als vorgegeben erachtet wird, zeigt die zweite Ebene der Objektivierung versus Subjektivierung des Denkens. Je mehr jemand geneigt ist, Gegenstände als von außen vorgegeben hinzunehmen, wird sein Erklärungskonzept Wert auf objektive bzw. intersubjektiv nachprüfbare Daten legen. Dies entspricht einer Positionierung auf Seiten des Realismus. Dem gegenüber stehen die Positionen, denen es bei der Erklärung der Phänomene primär um den Eigenbeitrag des Subjekts geht. Je mehr man sich mit der Beschaffenheit des Erkenntnissubjekts beschäftigt, um so weniger traut man allerdings auch der Wirklichkeit zu, sich von sich selbst her zu zeigen. Eben das ist den Positionen des Idealismus eigen, nach deren Auffassung uns die Welt an sich nicht zugänglich ist. Der Grund dafür wird darin gesehen, dass wir immer nur durch unsere Sinne und unseren Verstand gefilterte Informationen erhalten. Noch ein paar Schritte weiter auf diesem Weg besteht allerdings die Gefahr, dass wir uns ganz und gar mit subjektiven Eindrücken von der Welt zufrieden geben müssen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Das sind die vier Pole, zwischen denen sich im Grunde alle erkenntnistheoretischen Konzepte verorten lassen, die im Laufe der Zeit schon vertreten wurden. In Reinkultur wurden die Positionen in den Randzonen freilich kaum eingenommen, es sind wie gesagt Grenzfälle. Es soll auch nicht der Eindruck entstehen, der Grad an Subjektivierung bzw. Objektivierung des Denkens ließe sich messen und mathematisch genau einordnen. Das Diagramm ist als Bild gedacht, welches veranschaulicht, wie übersichtlich wenige Grundrichtungen es eigentlich sind, zwischen denen sich der Spielraum menschlicher Erkenntnis entfaltet. Dass die verschiedenen Positionen einander nicht ausschließen müssen, wird mit der Vermeidung eines Koordinatenkreuzes sichergestellt.

Auf den Siegeszug der experimentellen Wissenschaften, in denen die Modelle der klassischen Newtonschen Mechanik ihre Erfolge feierten, reagierten Philosophen seit dem 17. Jh. einerseits mit dem Entwurf empiristischer Ansätze. Andere wiederum konzentrierten sich um so stärker auf die Bildung von Kategoriensystemen und arbeiteten an einer noch effektiveren Begrifflichkeit. Die Position von Immanuel Kant zeichnet sich dadurch aus, dass sie einen Ausgleich zwischen rationalistischem und empiristischem Ansatz sucht. Damit ist sie für das Verständnis, wie wissenschaftliche Erklärung funktioniert, noch immer höchst interessant. Sie gehört in unserem Diagramm auf der Ebene (A) ziemlich in die Mitte. Wie sehr Kant suchte, den Ansprüchen des Empirismus und des Rationalismus gerecht zu werden, zeigt sich daran, dass er beide Erkenntnisanteile, Sinnlichkeit und Verstand, gleichermaßen berücksichtigt[5]. So setzt er als Grundannahme voraus, dass „alle unsere Erkenntnis mit der Erfahrung anfange“[6] und zugleich eine Wissenschaft von den reinen Denkwerkzeugen (a priori) möglich sei. Die Sinnlichkeit hat die Aufgabe, Gegenstände in der Anschauung zu rezipieren, während der Verstand die wahrgenommenen Gegenstände denkt, d.h. sie unter Begriffe fasst und kategorisiert. Die systematische Zusammenführung dieser beiden Seiten des Erkenntnisakts spiegelt sich in folgender Schlüsselpassage aus der Kritik der reinen Vernunft wider:

„Ohne Sinnlichkeit würde uns kein Gegenstand gegeben, und ohne Verstand keiner gedacht werden. Gedanken ohne Inhalt sind leer, Anschauungen ohne Begriffe sind blind. Daher ist es eben so notwendig, seine Begriffe sinnlich zu machen (d.i. ihnen den Gegenstand in der Anschauung beizufügen), als, seine Anschauungen sich verständlich zu machen (d.i. sie unter Begriffe zu bringen). Beide Vermögen, oder Fähigkeiten, können auch ihre Funktionen nicht vertauschen. Der Verstand vermag nichts anzuschauen, und die Sinne nichts zu denken. Nur daraus, dass sie sich vereinigen, kann Erkenntnis entspringen.“[7]

Auf der Ebene (B) in unserem Diagramm wird Kants Konzept allerdings seinen Platz auf der Seite des Idealismus finden müssen, da es den Eigenbeitrag der Vernunft im Erkenntnisprozess sehr hoch ansetzt. Eben die Behauptung, der denkende Mensch konstituiere den Gegenstand erst in seinem Bewusstsein, macht nach Kant die „kopernikanische Wende“ in der Philosophie aus[8]. Je mehr der Mensch aber seine Erkenntnisobjekte selber zu konstruieren meint, um so mehr droht er, zum Gefangenen seiner eigenen Vorstellungswelt zu werden. Der Abstand zum Gegenstand an sich wird größer. Nicht umsonst lehrt Kant die Unerkennbarkeit der „Dinge an sich“. Auf der Ebene (A) werden hier aber bereits die zwei grundlegenden Zutaten sichtbar, die auch für jede wissenschaftliche Erklärung unentbehrlich sind: Die sinnliche Anschauung wird dort zur systematischen Sammlung von Beobachtungsdaten ausgebaut; und das im Verstand verankerte Begriffssystem verweist auf die Theorienbildung zur Auswertung der empirischen Daten. Kants Vorschlag, sich im Erkenntnisprozess auf Ebene (B) die Gegenstände vornehmlich aus dem Theorienapparat zu konstruieren, findet übrigens in der Wissenschaftsphilosophie bis heute ihre Anhänger.

[...]


[1] A. Celichius: Theologische Erinnerung an den großen Kometen. 1578; cit. nach C. Sagan: Unser Kosmos. Eine Reise durch das Weltall, 91.

[2] C.G. Hempel (1905-1997) studierte Mathematik, Physik und Philosophie, und er gründete mit W. Dubislav und K. Grelling in Berlin eine „Gesellschaft für empirische (später wissenschaftliche) Studien“. Während eines Studienaufenthaltes in Wien kam er in Kontakt mit dem Wiener Kreis, in persona mit M. Schlick, R. Carnap und F. Waismann und war vorübergehend Assistent bei R. Carnap. Hempel arbeitete eine Zeit lang mit dem Chemiker und Wissenschaftstheoretiker Paul Oppenheim (1885-1977) in Brüssel zusammen. Zwei für die Wissenschaftstheorie bis heute entscheidende Werke verfassten Hempel und Oppenheim gemeinsam: Mit Der Typus-Begriff im Lichte der neuen Logik, Sijthoff, Leiden 1936 legten sie eine Theorie der klassifikatorischen und komparativen Begriffe vor, und mit Studies in the Logic of Explanation, in Philosophy of Science, Vol. 15, No. 2 (April 1948), 135-175 veröffentlichten sie ihr Schema der wissenschaftlichen Erklärung.

[3] Vgl. J. Speck, Handbuch wissenschaftstheoretischer Begriffe, Bd. I, 175.

[4] Wer mit der astronomischen Methode der Einordnung von Sternen nach Spektralklassen bzw. Oberflächentemperatur und Leuchtkraft vertraut ist, darf sich gern an das Hertzsprung-Russel-Diagramm erinnert fühlen. Genau das hat mir den Anstoß zu diesem Bild gegeben.

[5] Vgl. I. Kant, Kritik der reinen Vernunft, B 29.30, ed. Weischedel, 65f.

[6] I. Kant, Kritik der reinen Vernunft, B 1, ed. Weischedel, 45.

[7] I. Kant, Kritik der reinen Vernunft, B 75.76, ed. Weischedel, 98.

[8] Vgl. I. Kant, Kritik der reinen Vernunft, B 13.16-18, ed. Weischedel, 23.25f.

Details

Seiten
24
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783656673897
ISBN (Buch)
9783656673873
Dateigröße
555 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v274395
Institution / Hochschule
Hochschule für Philosophie München
Note
1,3
Schlagworte
möglichkeiten grenzen erklärung beispiel hempel-oppenheim-schemas Philosophie Wissenschaftstheorie Erkenntnistheorie Physik

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