Lade Inhalt...

Steuermoral. Eine empirische Studie zur Akzeptanz von Steuerhinterziehung

Bachelorarbeit 2012 41 Seiten

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1 Einleitung

2 Literaturüberblick

3 Theoretische Analyse
3.1 Begriffsabgrenzung von Steuermoral und Steuerhinterziehung
3.2 Hypothesenformulierung

4 Empirische Analyse
4.1 Datensatz
4.2 Steuermoral im Ländervergleich
4.3 Steuermoral im Kontext anderer Verhaltensnormen
4.4 Determinanten der Steuermoral
4.4.1 Operationalisierung der Variablen
4.4.2 Bivariate Analyse
4.4.3 Multiple lineare Regression

5 Fazit

Anhang

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabellenverzeichnis

Tab. 1: Kennzahlen der Bewertung von Steuerhinterziehung, WVS 2005

Tab. 2: Ergebnisse der bivariaten Analyse, WVS 2005.

Tab. 3: Ergebnisse der multivariaten Analyse für Deutschland, WVS 2005.

Tab. 4: Bewertung der Steuerhinterziehung im Ländervergleich, WVS

Tab. 5: Auszug der Ergebnisse des U-Tests nach Mann und Whitney, WVS 2005

Tab. 6: Ergebnisse der bivariaten Analyse moralisch umstrittener Handlungen für Deutschland, WVS 2005

Tab. 7: Ergebnisse der bivariaten Analyse für Deutschland, WVS 2005

Tab. 8: Ergebnisse der bivariaten Analyse für Spanien, WVS 2005

Tab. 9: Ergebnisse der bivariaten Analyse für Schweden, WVS 2005

Tab. 10: Ergebnisse der bivariaten Analyse für Polen, WVS 2005

Tab. 11: Ergebnisse der bivariaten Analyse zur Auswahl der Kontrollvariablen für Deutschland, WVS 2005

Tab. 12: Ergebnisse der multivariaten Analyse für Spanien, WVS 2005

Tab. 13: Ergebnisse der multivariaten Analyse für Schweden, WVS 2005

Tab. 14: Ergebnisse der multivariaten Analyse für Polen, WVS 2005

1 Einleitung

Die Hinterziehung von Steuern ist sowohl ein aktuelles Thema von öffentlichem Interesse als auch Gegenstand zahlreicher theoretischer und empirischer Analysen. In dieser Arbeit wird die Steuermoral untersucht. Sie gilt als wesentliche Einflussgröße bei der Entscheidung einer Person, eine Steuerhinterziehung zu begehen.1 Das soziale Phänomen der Steuermoral ist dabei allerdings schwierig zu erfassen.2 Es beschreibt eine intrinsische Motivation einer Person, Steuern zu zahlen. Diese Motivation wird durch eine Vielzahl kultureller und institutioneller Faktoren beeinflusst.3 Im Rahmen dieser Arbeit soll der Frage nachgegangen werden, inwieweit Unterschiede in der Steuermoral der Bevölkerung in Deutschland, Spanien, Schweden und Polen bestehen und welchen Einfluss soziodemographische Determinanten auf die Steuermoral im Ländervergleich ausüben. Es soll aufgezeigt werden, in welchen Ländern eine eher höhere Steuermoral herrscht und ob ein Zusammenhang zwischen der Einstellung zum Steuerdelikt und der Haltung gegenüber anderen Straftaten, aber auch nicht strafbaren Handlungen, besteht. Das zentrale Ziel liegt darin, den Effekt des Alters, des Ehe- und Kinderstatus‘ sowie der Religiosität auf die Steuermoral zu quantifizieren und zu klären, ob dieser Einfluss im Ländervergleich verschieden ist.

Die Arbeit ist wie folgt strukturiert: Zunächst wird in Kapitel 2 ein Literaturüberblick über die bisherige Forschung gegeben. In Kapitel 3 folgt eine Definition der Begriffe Steuermoral und der Steuerhinterziehung. Im Anschluss werden die vier ausgewählten Determinanten theoretisch analysiert, um Hypothesen bezüglich der Steuermoral ableiten zu können. Im Rahmen der empirischen Analyse in Kapitel 4 erfolgt eine Übersicht über die Höhe der Steuermoral in den vier Ländern sowie eine Einordnung der Steuermoral in den Kontext anderer Delikte und Verhaltensnormen. Die Hypothesen sollen anschließend mithilfe von Daten des World Values Survey (WVS) verifiziert oder falsifiziert werden.

2 Literaturüberblick

In den letzten Jahrzehnten sind Steuerhinterziehung und Steuermoral Gegenstand zahlreicher Forschungsarbeiten gewesen. Dabei werden diese Themen im Rahmen der Ökonomik, Soziologie und Psychologie untersucht.4

Zum einen gilt das Erwartungsnutzenmodell von Allingham/Sandmo (1972) als Grundlage der internationalen Forschung zur Steuerhinterziehung.5 Die Autoren gehen in diesem davon aus, dass lediglich zwei Determinanten der Steuerhinterziehung bestehen: Die Entdeckungswahrscheinlichkeit sowie die Strafhöhe.6 Der Einfluss der Steuermoral auf das Begehen des Steuerdeliktes wird hierbei außer Acht gelassen. Die Autoren zeigen, dass das Ausmaß der Steuerhinterziehung negativ mit der Entdeckungswahrscheinlichkeit und der Strafhöhe korreliert.7 Dieser vereinfachte Ansatz ist in der Literatur umstritten: Einige Studien bestätigen lediglich den Einfluss einer der beiden Determinanten auf die Steuerhinterziehung oder widerlegen die Ergebnisse von Allingham / Sandmo sogar vollständig.8 Zum anderen gelten die Ergebnisse von Schmölders 9 als Basis weiterer Forschungen zur Steuerhinterziehung. Er analysierte bereits Ende der 1950er Jahre die Steuerhinterziehung hinsichtlich steuerpsychologischer Aspekte. Zur Erklärung von Steuerhinterziehung identifiziert er nicht nur die Steuermoral der Bevölkerung, sondern unter anderem auch deren Bewertung in der Gesellschaft im Vergleich zu anderen Delikten. Schmölders (1970) charakterisiert die Steuerhinterziehung aufgrund seiner Ergebnisse als „Kavaliersdelikt“, dessen Begehung von der Gesellschaft toleriert wird.10 Diesen Modellansätzen folgt eine Vielzahl weiterer theoretischer und empirischer Studien, welche zeigen, dass neben Strafen und Kontrollen vor allem die Steuermoral als entscheidende Determinante der Steuerhinterziehung anzusehen ist.11 Zahlreiche Untersuchungen analysieren die Steuermoral im Ländervergleich sowie jene Faktoren, die vermutlich die Steuermoral beeinflussen.12

Ländervergleichende Studien zeigen unterschiedliche Ausprägungen der Steuermoral: Torgler/Schaltegger (2005) verdeutlichen mithilfe von Daten des Internationale Social Survey Programme von 1999 , dass die Steuermoral beispielsweise in Spanien und Schweden relativ hoch einzuschätzen ist, in Ost- und Westdeutschland eher gering.13 Das Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung Tübingen hingegen kommt im Auftrag des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) mittels Daten des WVS von 1999 bis 2002 zu dem Ergebnis, dass Deutschland eine relativ hohe Steuermoral aufweist, Spanien und Schweden eine etwas geringere.14 Ebenso stellen Alm/Torgler (2006) anhand von Daten des WVS der 1960er und 1970er Jahre eine höhere Steuermoral in nordeuropäischen als in romanischen Ländern15 fest.16 Diese Unterschiede in der Steuermoral werden mit sozialen und institutionellen Merkmalen der Länder erklärt.17 Als eine weitere Studie, die über 25 Länder hinsichtlich Steuermoral und Steuerhinterziehung vergleicht, ist beispielsweise jene von Riahi-Belkaoui (2004) zu nennen. In dieser werden auffallend große Unterschiede zwischen den Ländern festgestellt, welche der Autor auf kulturspezifische Faktoren zurückführt.18

Dem Vergleich der Akzeptanz von Steuerhinterziehung zu anderen Delikten nehmen sich nach Schmölders (1970)19 auch weitere empirische Studien an: Beispielsweise beschreiben Probanden aus den Vereinigten Staaten in einer Studie von Song/Yarbrough (1978) Raubüberfall sowie Bestechung als schwerwiegenderes Verbrechen als die Hinterziehung von Steuern.20 Ebenso stellen Grasmick/Scott (1982) mithilfe von Daten einer weiteren Studie aus den Vereinigten Staaten allgemein fest, dass Steuerbetrug im Vergleich zu einem „Bagatelldiebstahl“ als harmlos angesehen wird.21 Eine Repräsentativbefragung deutscher Probanden von Feld/Schneider aus dem Jahr 2009 offenbart ähnliche Ergebnisse: Die ungerechtfertigte Beziehung von Sozialleistungen wird im Vergleich zu unrichtigen Angaben bei einer Steuererklärung wesentlich häufiger als unvertretbar bewertet.22

Der Einfluss soziodemographischer Faktoren wie Alter und Geschlecht auf die Steuermoral ist für verschiedene Länder vielfach mit empirischen Untersuchungen und Experimenten nachgewiesen.23 Orviska/Hudson (2002) stellen mit Daten des British Social Attitudes Survey von 1996 eine Signifikanz des Geschlechts und des Alters in Großbritannien fest. Torgler belegt die Signifikanz von Geschlecht und Alter nicht nur für Großbritannien, sondern auch für Deutschland und Spanien.24 Das Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung Tübingen hat im Rahmen der o.g. Studie für mehrere Länder Europas, dabei unter anderem auch Deutschland, Spanien und Schweden, eine Signifikanz von Geschlecht und Alter ermittelt.25 Torgler/Werner (2005) weisen mithilfe von Daten des World Values Survey von 1997 und des European Values Survey von 1999 den Einfluss des Ehestatus nach: Verheiratete Personen weisen im Vergleich zu ledigen eine höhere Steuermoral auf.26 Zu ähnlichen Ergebnissen kommen die bereits erwähnten Wissenschaftler Song/Yarbrough (1978): Verheiratete haben im Vergleich zu ledigen, geschiedenen und verwitweten Personen eine höhere Steuermoral.27 Der Effekt der Religiosität auf das Steuerhinterziehungsverhalten ist ebenso wiederholt nachgewiesen: Grasmick et al. (1991) kommen anhand von Daten aus den Vereinigten Staaten von 1989 zu dem Ergebnis, dass häufige Kirchenbesuche und Religiosität einen signifikanten Einfluss auf die Steuermoral ausüben.28 Dieser übersteigt darüber hinaus den Effekt von Alter und Geschlecht.29 Aber auch andere Determinanten der Steuermoral finden in der Literatur Berücksichtigung: Mehrfach werden die Einflüsse von Beruf, Einkommen, Bildung und direkter Demokratie untersucht und dabei Korrelationen mit der steuerlichen Moral festgestellt:30 Eine umfangreiche Studie zur Analyse der Determinanten der Steuermoral und ihres Einflusses in vielen verschiedenen Ländern bieten Torgler/Schaltegger (2005).31

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Thema der Steuermoral im Ländervergleich. Hierbei liegt der Fokus auf den Ländern Deutschland, Spanien, Schweden und Polen. Im Vergleich zu beispielweise Song/Yarbrough (1978) und Grasmick/Scott (1982) wird nicht die Höhe der Akzeptanz einer Steuerhinterziehung mit der Einstellung zu anderen Delikten verglichen, sondern es wird überprüft, ob die Moralvorstellungen über Delikte und auch nicht strafbare umstrittene Themen, wie beispielsweise Homosexualität, miteinander korrelieren. Ähnlich wie in den o.g. empirischen Analysen zu den Determinanten der Steuermoral werden auch in dieser Arbeit einige potenzielle Einflussgrößen herausgegriffen und ihr Effekt auf die Steuermoral getestet. Neben dem Alter, dem Familienstatus und der Religiosität wird ebenso der Einfluss des Kinderstatus analysiert, welcher in der Literatur bislang keine Beachtung gefunden hat.

Im nächsten Kapitel folgt eine theoretische Analyse der Steuermoral. Die Begriffe der Steuermoral und Steuerhinterziehung werden definiert. Im Anschluss folgt eine theoretische Analyse ausgewählter Determinanten der Steuermoral, zu denen Hypothesen abgeleitet werden.

3 Theoretische Analyse

3.1 Begriffsabgrenzung von Steuermoral und Steuerhinterziehung

Steuern sind entgeltliche Abgaben an das öffentlich-rechtliche Gemeinwesen, welche keinen Ausgleich für eine besondere Leistung des Steuerpflichtigen darstellen.32 Die Steuern, die der einzelne zu tragen hat, werden zur Bereitstellung staatlicher Leistungen für die Öffentlichkeit verwendet. Der Anreiz des Steuerpflichtigen33, dieser unfreiwilligen Abgabe eines Teiles seines Einkommens zu entgehen, kann ihn dazu verleiten, Steuern zu hinterziehen. Dies erfolgt in Deutschland meist in Form von Schwarzarbeit oder einer Unterlassung der Deklarierung fremdländischer Kapitalrenditen.34 Steuerhinterziehung ist in Deutschland strafbar gem. § 370 AO. Entscheidend für die tatsächliche Begehung dieses Deliktes ist die sog. Steuermoral.35 Diese kann definiert werden als „(…) die Einstellung (Attitüde) einer Gruppe oder der Gesamtheit der Steuerpflichtigen zur Frage der Erfüllung oder Vernachlässigung ihrer steuerlichen Pflichten (…)“.36 Die Steuermoral beschreibt somit die Akzeptanz bzw. Haltung der Steuerpflichtigen gegenüber dem Steuerdelikt sowie seine moralische Bewertung. Sie bildet sich aus einer Vielzahl von Faktoren, welche u.a. länder- und kulturspezifisch bedingt sind.37 Im Gegensatz zur Steuermentalität, welche die generelle Einstellung zu einer Steuer beschreibt, kann von der Steuermoral eines Menschen mit hoher Wahrscheinlichkeit auf die tatsächliche Begehung des Steuerdeliktes geschlossen werden.38 Allerdings entscheidet nicht nur die Steuermoral darüber, ob Steuern hinterzogen werden: Der Steuerpflichtige wägt unter anderem auch emotionale und rationale Entscheidungsaspekte ab.39 Steuermoral kann somit nicht mit dem Begriff der Steuerhinterziehung gleichgesetzt werden; beide Aspekte korrelieren allerdings miteinander.40 Das Ausmaß der Steuerhinterziehung ist in der Forschung schwierig zu erfassen, da es mithilfe von Befragungen oder statistischen Daten lediglich geschätzt werden kann.41 Gleiches gilt auch für die Steuermoral, welche nicht unmittelbar zu beobachten ist.42

3.2 Hypothesenformulierung

Wie bereits dargelegt, ist die Steuermoral ein entscheidender Faktor zur Bestimmung des Ausmaßes der Steuerhinterziehung. Soziodemographische Größen spielen dabei aufgrund ihres Einflusses auf die Höhe der Steuermoral nachgewiesen eine bedeutende Rolle. Im Folgenden wird auf ausgewählte Determinanten eingegangen und ihr möglicher Beitrag zur Erklärung der Höhe der Steuermoral erläutert. Dies erfolgt, um Hypothesen bezüglich der Determinanten abzuleiten zu können, welche im Rahmen der empirischen Analyse getestet werden sollen.

Mit zunehmendem Alter werden Menschen sensibler in Bezug auf die Gefahr, bestraft zu werden. Dies liegt beispielweise daran, dass sie sich sowohl im Berufsleben als auch in der Freizeit ein größeres soziales Umfeld schaffen und eigene Familien gründen. Der Kontakt mit der Gesellschaft nimmt zu und damit steigt auch der soziale Status. Die Reaktion des Umfeldes auf die Begehung eines Deliktes wird durchweg bedeutender. Die Gefahr der sozialen Auffälligkeit wird größer und die potenziellen Kosten einer Strafmaßnahme steigen.43 Die Steuerzahlung wird in jüngeren Lebensjahren oft noch unter anderen Gesichtspunkten betrachtet: Wenn junge Erwachsene ihr erstes Gehalt verdienen, fällt dieses meist beim Berufseinstieg geringer aus als in späteren Jahren. Die Freude über das „erste“ verdiente Geld weicht möglicherweise dem Unmut darüber, dass ein nicht geringer Teil des Einkommens zur Zahlung von Steuern entzogen wird. Die Steuer wird als „ungerechtfertigter Eingriff“44 empfunden; diese Empfindung nimmt allerdings mit zunehmenden Alter ab.45 Die Hinterziehung von Steuern wird somit aufgrund des Anstieges des soziales Status‘ und der zunehmenden Gewöhnung an die Steuerzahllast für den Steuerpflichtigen mit steigendem Alter weniger vertretbar. Die Akzeptanz einer Hinterziehung von Steuern verringert sich. Dies kann gleichgesetzt werden mit einer Erhöhung der Steuermoral, sodass sich eine Hypothese bezüglich steigenden Alters ableiten lässt:

H1: Je älter eine Person ist, desto höher ist ihre Steuermoral.

Mit ähnlichen Darlegungen kann auch ein Einfluss des Familienstandes auf die Akzeptanz von Steuerhinterziehung begründet werden. Zum einen ist anzunehmen, dass Ehepartner gemeinsam z.B. in ihrer Nachbarschaft und bei Freizeitaktivitäten viele Kontakte knüpfen und ihr sozialer Status steigt: Sie fühlen sich eher mit der sozialen und politischen Gemeinschaft verbunden, als wären sie ledig.46 Hinzu kommt das Gefühl der Verantwortung gegenüber dem Ehepartner bzw. der Ehepartnerin: Werden Steuern hinterzogen und die Begehung dieses Deliktes wird bekannt, gilt die vermutlich negative Reaktion des sozialen Umfeldes wahrscheinlich nicht nur dem Einzelnen, sondern dem Ehepaar. Dies führt dazu, dass verheiratete Personen eine Hinterziehung von Steuern für weniger vertretbar halten, als ledige Personen. Einen weiteren Aspekt könnten steuerliche Privilegien von Ehepaaren darstellen. Steuergesetze, welche ledigen Steuerpflichtigen Abzüge und Befreiungen verweigern,47 die aber Ehepaaren zustehen,48 könnten zu einem Empfinden von Ungerechtigkeit führen. Aus diesem Ungerechtigkeitsgefühl entsteht bei unverheirateten Personen möglicherweise ein Anreiz, Steuern zu hinterziehen, sodass die Steuermoral unverheirateter im Vergleich zu verheirateten Personen niedriger ausfällt. Daraus ergibt sich im Umkehrschluss unmittelbar die folgende Hypothese:

H2: Verheiratete Personen weisen eine höhere Steuermoral auf, als unverheiratete.

Bekommen Menschen Kinder, unabhängig davon, ob sie verheiratet, liiert oder ledig sind, entstehen ein Pflichtgefühl und eine Verantwortung gegenüber dem Kind bzw. den Kindern. Diese schließen in der Schule und in der Freizeit Freundschaften und haben in dieser Hinsicht eine Art „Ansehen“, welches sie während ihrer Kindheit und in späteren Jahren ausbauen. Die Reaktion des Umfeldes auf ein Bekanntwerden eines Steuerdeliktes der Eltern oder eines Elternteiles fällt in diesem Fall wahrscheinlich nicht bloß auf den einzelnen Steuersünder bzw. das Paar zurück, sondern auch auf die Kinder. Aufgrund dieser Verantwortung und dem Bedürfnis, eigene Kinder vor schlechter Reputation zu schützen, lässt sich eine weitere Hypothese bezüglich des Familienstandes ableiten:

H3: Personen mit einem oder mehreren Kindern haben eine höhere Steuermoral als jene, die keine Kinder haben.

Moralische Regeln, welchen die Menschen folgen, werden seit jeher von religiösen Ordnungen vorgegeben.49 Ebenso ist die Pflicht, Steuern zu zahlen, tief im Christentum verankert: In alten Schriften wird bereits dazu aufgefordert, seine Steuerschuld zu begleichen.50 Religion stellt eine übernatürliche Autorität51 dar, die dazu verleitet, moralische Grundsätze zu befolgen. Der Glaube an Gott und Hölle bzw. an ihre Äquivalente nicht-christlicher Religionen ist ein bedeutender Faktor moralischen Verhaltens.52 Menschen, welche sich in erheblichem Maße als religiös identifizieren, schämen sich mit hoher Wahrscheinlichkeit dafür, gegen Gesetze zu verstoßen.53 Religiosität übt infolgedessen mit ihren impliziten Grundsätzen einen Einfluss auf das Steuerhinterziehungsverhalten aus. Dies kann durch die Zugehörigkeit zu einer Glaubensgemeinschaft intensiviert werden.54 Ein Steuerpflichtiger, der sich selbst als religiös identifiziert, folgt den moralischen Regeln und fühlt sich somit verpflichtet, einen Teil seines Einkommens an den Staat abzugeben.55 Im Hinblick auf die Religiosität ergibt sich somit unmittelbar die folgende Hypothese:

H4: Identifizieren sich Personen als religiös, weisen sie eine höhere Steuermoral auf als jene, welche sich nicht als religiös identifizieren.

Im Rahmen der empirischen Analyse werden diese Hypothesen für Deutschland, Spanien, Schweden und Polen getestet. Dies soll Aufschluss darüber geben, inwieweit die soziodemographischen Determinanten einen unterschiedlich starken Einfluss auf die Steuermoral in den verschiedenen Ländern ausüben. Im folgenden Kapitel wird zunächst der verwendetet Datensatz erläutert.

4 Empirische Analyse

4.1 Datensatz

Die Daten, welche der in diesem Kapitel durchgeführten Analyse zugrunde liegen, entstammen der World Values Survey. Diese Organisation untersucht den Wertewandel und seinen Einfluss auf das soziale und politische Leben. Ihre Studien umfassen die Befragungen aus mehr als 80 Ländern, in welchen jeweils mindestens 1000 Einwohner über ihre Werte und ihren Glauben befragt werden. Bislang liegen bereits fünf sog. Wellen von Studien vor. Das Stichproben-Design besteht aus einer mehrstufigen, zufälligen Auswahl von Probenahmestellen.56 Da die WVS den Befragten in allen Ländern identische Fragen stellt, ist diese optimal geeignet, Ländervergleiche bezüglich der Steuermoral und ihrer Determinanten durchzuführen. Diese Studie erlaubt es, die Steuermoral als abhängige Variable zu untersuchen.57

Der vorliegende Datensatz entstammt Welle fünf aus dem Jahr 2005 und enthält 5267 Fälle aus insgesamt vier Ländern: Deutschland, Polen, Schweden und Spanien. Von den 5267 Fällen sind 2064 aus Deutschland, 1000 aus Polen, 1200 aus Spanien und 1003 aus Schweden. Das Mindestalter zur Teilnahme an dieser Befragung liegt bei 18 Jahren, ein Höchstalter ist nicht gegeben. Der älteste Proband weist ein Alter von 98 Jahren auf. Das Durchschnittsalter liegt bei 48.11 Jahren. Von den Teilnehmern sind 52% weiblich. Bezüglich ihres Familienstandes haben 55.4% der Befragten angegeben verheiratet zu sein, 20.9% sind ledig, 8.1% verwitwet. Die übrigen 15.6% sind unverheiratet zusammenlebend, geschieden oder getrennt.

Im nächsten Schritt soll erläutert werden, wie die Steuermoral der verschiedenen Länder für die Datenanalyse operationalisiert werden kann, da diese nicht, wie beispielsweise das Geschlecht, unmittelbar beobachtbar ist.58 Im ersten Teil der empirischen Analyse wird die Steuermoral im Ländervergleich deskriptiv veranschaulicht. Diese deskriptive Analyse wird durchgeführt, um eine Übersicht über die Höhe der Steuermoral in den verschiedenen Ländern zu erhalten. Im Anschluss folgt zusätzlich ein Signifikanztest, welcher zeigen soll, ob mögliche Unterschiede in der Steuermoral der Probanden aus vier verschiedenen Ländern auch in der Grundgesamtheit bestehen.

4.2 Steuermoral im Ländervergleich

Die Quantifizierung der Steuermoral erfolgt im Rahmen der World Values Survey anhand der allgemeinen Frage, ob die Probanden bestimmte Handlungen für vertretbar halten. Dafür sollen die Befragten auf einer Skala von 1 bis 10 Werte ankreuzen, wobei 1 bedeutet „ unter gar keinen Umständen in Ordnung “ und 0 „ in jedem Fall in Ordnung “. Mit den Werten dazwischen können sie ihre Antworten abstufen.

Nach dieser allgemeinen Anweisung wird neben anderen Delikten und Wertvorstellungen, mit denen sich Kapitel 4.3 ausführlicher beschäftigt, aufgeführt: Steuern hinterziehen, wenn man die Möglichkeit hat. Bewerten die Probanden eine Steuerhinterziehung sehr negativ, also als „ unter gar keinen Umständen in Ordnung “, wird im Folgenden von einer hohen Steuermoral ausgegangen. Beurteilen sie das Steuerdelikt eher als vertretbar, wird eine niedrige Steuermoral angenommen.

Tab. 1: Kennzahlen der Bewertung von Steuerhinterziehung, WVS 200559

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Anmerkung: Die Ergebnisse wurden auf zwei Nachkommastellen gerundet.

Tabelle 1 veranschaulicht, dass von den 5267 Probanden 5161 die Frage zur Akzeptanz einer Steuerhinterziehung beantwortet haben. Die Mittelwerte der Beurteilung einer Steuerhinterziehung liegen in den vier Ländern zwischen 2 und 3. Es zeigt sich dennoch eine höhere Steuermoral bei den spanischen und deutschen Probanden im Vergleich zu den schwedischen und polnischen. Die Standardabweichung zeigt an, wie unterschiedlich die Werte in der Variablen sind. Die Steuermoral scheint bei den Probanden in den jeweiligen Ländern recht unterschiedlich zu sein, denn die Streuung ist beispielweise in Deutschland mit 1.78 beinahe so hoch wie der Durchschnittswert von 2.14. Allerdings lässt sich die Standardabweichung hier nicht sinnvoll interpretieren, da bei der Variablen der Steuermoral keine Normalverteilung vorliegt:60 Der Wert 1 für „ unter gar keinen Umständen in Ordnung “ wurde in allen vier Ländern am häufigsten, im Länderdurchschnitt mit 58.32%, angekreuzt. Die Werte 2 bis 10 wurden nach oben hin abnehmend weniger häufig gewählt: Eine 2 wählten im Länderdurchschnitt noch 12.52% der Befragten, eine 10 beispielweise nur noch 0.74%.61

Der Wert 1 für „ unter gar keinen Umständen in Ordnung “ soll nun als Kriterium verwendet werden, um die Steuermoral im Ländervergleich anhand eines Diagramms zu verdeutlichen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Die Steuermoral im Ländervergleich, WVS 200562

Abbildung 1 offenbart, dass knapp 60% der deutschen Probanden der Meinung sind, eine Steuerhinterziehung sei unter gar keinen Umständen in Ordnung. Im Vergleich zu Polen und Schweden weist Deutschland damit eine leicht höhere Steuermoral auf. In Spanien ist die Steuermoral am höchsten: Knapp 65% der spanischen Befragten halten das Steuerdelikt für unvertretbar. Es fällt auf, dass bei dem gewählten Kriterium der Steuermoral Polen und Schweden ihre Plätze getauscht haben: In Abbildung 1 zeigt sich für Polen eine höhere Steuermoral als für Schweden. In Tabelle 1 weißt Schweden allerdings mit 2.29 einen niedrigeren Mittelwert, also eine scheinbar höhere Steuermoral, auf als Polen. Dies erklärt sich dadurch, dass die polnischen Probanden zwar mit einer größeren Häufigkeit den Wert 1 angekreuzt, jene schwedischen Befragten allerdings den Wert 2 bis 4 häufiger gewählt haben (33.5% im Vergleich zu 21.17% bei den polnischen Probanden). Dies hat den Mittelwert der Steuermoral für die schwedischen Probanden im Vergleich zu den polnischen stärker verringert.63

Die oben aufgeführten Ergebnisse lassen erkennen, dass es einen Unterschied in der Steuermoral zwischen den Ländern gibt. Um von den berechneten Mittelwerten der vier Länder in der Stichprobe Rückschlüsse darauf ziehen zu können, ob diese zwischen den Ländern auch in der Grundgesamtheit statistisch signifikant voneinander verschieden sind, wird hierzu ein univariates Verfahren für den nichtparametrischen Vergleich, der U-Test nach Mann und Whitney, verwendet.64 Bei der Durchführung des U-Tests ergibt sich ein Signifikanzwert (p-Wert). Dieser beschreibt die Irrtumswahrscheinlichkeit, welche verbunden ist mit einer Zurückweisung der Nullhypothese.65 Bei Durchführung des Tests für Deutschland und Polen ergibt sich ein p-Wert von 0.00. Es ist somit anzunehmen, dass die Angaben zur Steuermoral zwischen den beiden Ländern auch in der Grundgesamtheit verschieden voneinander sind. Signifikante Ergebnisse zeigen sich auch für Spanien und Polen, Spanien und Schweden sowie für Spanien und Deutschland. Die Durchführung des U-Tests für Polen und Schweden ergibt einen p-Wert von 0.66, für Deutschland und Schweden 0.13: Es liegt hierbei kein signifikanter Unterschied bei der Steuermoral zwischen den jeweiligen zwei Ländern vor.66 Die Signifikanzwerte für Polen und Schweden lassen sich möglicherweise dadurch begründen, dass die Angaben der Probanden zur Steuermoral zwischen den Ländern bereits in der Stichprobe des WVS nicht stark voneinander abweichen. Bei einem anderen Kriterium zur Veranschaulichung der Steuermoral als dem des Mittelwerts, einem Ländervergleich der Häufigkeit des Wertes

1 für „ unter gar keinen Umständen in Ordnung “ in Abbildung 1, tauschen Polen und Schweden sogar ihre Plätze.

Es lässt sich hier bereits festhalten, dass die Steuermoral der Probanden in den vier Ländern unterschiedlich ausgeprägt ist. Abgesehen von den Ländervergleichen Polen mit Schweden sowie Schweden mit Deutschland sind diese Unterschiede zudem signifikant. Dies gibt einen ersten Hinweis darauf, dass die in Kapitel 3.2 erläuterten Determinanten möglicherweise einen unterschiedlich starken Einfluss auf die Steuermoral der verschiedenen Länder haben und wahrscheinlich soziale und institutionelle Merkmale der Länder die Höhe der Steuermoral bestimmen.67 Nach der Darstellung der Steuermoral im Ländervergleich findet im nächsten Schritt eine Einordnung der moralischen Einstellung zur Steuerhinterziehung in den Kontext anderer Delikte und Verhaltensnormen statt.

4.3 Steuermoral im Kontext anderer Verhaltensnormen

Die Moral bezeichnet die in einer Gesellschaft und auch bei einzelnen Personen gebräuchlichen Normen und Werte sowie die Einstellung zu einer bestimmten Thematik, wie zu jener der Steuerhinterziehung. Die moralische Haltung gegenüber dem Steuerdelikt ist somit ähnlich zur moralischen Einstellung gegenüber anderen Gesetzwidrigkeiten oder umstrittenen und teilweise tabuisierten Themen in der Gesellschaft verankert. Gleichsam wie die moralische Haltung gegenüber dem Steuerdelikt entsteht auch die Akzeptanz anderer Straftaten, wie der Sozialleistungsbetrug oder die Annahme von Bestechungsgeldern, vorwiegend im Rahmen gesellschaftlicher Faktoren.

[...]


1 Vgl Torgler/Schaltegger (2005), S. 2.

2 Vgl. Torgler (2002), S. 657.

3 Vgl. Torgler/Schaltegger (2005), S. 2.

4 Vgl. Franzen (2008b), S. 94.

5 Vgl. Franzen (2008a), S. 74; Torgler (2002), S. 657.

6 Vgl. Allingham/Sandmo (1972).

7 Vgl. ebd. (1972), S. 327ff.

8 Vgl. Alm et al. (1995); Frey (2004); Kirchgässner (2007); Kirchler/Maciejovsky (2002).

9 Schmölders, G. veröffentlichte 1960 seine ersten empirischen Befunde zur Steuermoral und Steuerhinterziehung in Deutschland: Vgl. Schmölders (1960).

10 Vgl. ebd. (1970), S. 75ff.

11 Vgl. H ü bner (2010), S. 6.

12 Vgl. Schmid (2012), S. 109f.

13 Vgl. ebd. (2005), S.8ff.

14 Vgl. BMF (2005).

15 Beispielsweise gehören Deutschland und Schweden zu den nordeuropäischen Ländern; Spanien zählt zu den romanischen Ländern: Vgl. ebd. (2006), S. 239.

16 Vgl. ebd. (2006), S. 238ff.

17 Vgl. Torgler (2002), S. 678.

18 Vgl. ebd. (2004), S. 141.

19 In einer Befragung von Schmölders, G. gibt ein Großteil der Probanden an, ein Steuersünder sei mit einem „raffinierten Geschäftsmann“ zu vergleichen.: Vgl. ebd. (1970), S. 82f.

20 Vgl. ebd. (1978), S. 445f.

21 Vgl. ebd. (1982), S. 217ff.

22 Vgl. H ü bner (2010), S. 4f.

23 Vgl. Kirchler/Maciejovsky (2001), S. 179; Schmid (2012), S. 110.

24 Torgler, B. zeigt in mehreren Studien eine Signifikanz von Alter, Geschlecht und anderen soziodemographischen Determinanten hinsichtlich der Steuermoral: Vgl. beispielweise Alm/Torgler (2006); T orgler/Schaltegger (2005); Torgler/Werner (2005).

25 Vgl. BMF (2005) S. 54f.

26 Vgl. ebd. (2005), S. 433ff.

27 Vgl. ebd. (1978), S. 447.

28 Zu diesem Ergebnis kommen auch Alm/Torgler (2006); BMF (2005); Kirchgässner (2007).

29 Vgl. Grasmick et al. (1991), S. 263.

30 Diese Aspekte werden im Rahmen der multivariaten Analyse berücksichtigt und weiter erläutert (vgl. Kapitel 4.2.2).

31 Ein Literaturüberblick zu weiteren Studien, welche Determinanten der Steuermoral untersuchen, findet sich in Schmid (2012), S. 110ff.

32 Vgl. § 3 Abs. 1 AO.

33 § 33 AO definiert den Begriff des Steuerpflichtigen.

34 Vgl. BMF (2005), S. 55f.

35 Vgl Torgler/Schaltegger (2005), S. 2.

36 Schmölders (1970), S. 75.

37 Vgl. Torgler/Schaltegger (2005), S. 2.

38 Vgl. Schmölders (1970), S. 78f.

39 Vgl. Franzen (2008a), S. 76.

40 Vgl. Kirchgässner (2007), S. 41ff.; Reckers et al. (1994); Torgler/Schaltegger (2005), S. 4.

41 Vgl. Franzen (2008a), S. 73; Kirchler/Maciejovsky (2002), S. 19.

42 Vgl . Frey (2004), S. 47.

43 Vgl. Tittle (1980).

44 Schmölders (1970), S. 54.

45 Vgl. ebd. (1970), S. 54.

46 Vgl. Torgler/Schaltegger (2005), S. 16.

47 Vgl. Song/Yarbrough (1978), S. 447.

48 Ein Beispiel für ein Privileg verheirateter Personen in Deutschland ist das Ehegattensplitting nach § 32a Abs. 5 EStG.

49 Vgl. Anderson/Tollison (1992), S. 376.

50 Dies geschieht in Paulus Brief an die Römer 13.1-7: Vgl. Grasmick et al. (1991), S. 255.

51 Anderson, G. M. und Tollison, R. D. bezeichnen Religion als „supernatural police“: Ebd. (1992), S. 376.

52 Vgl. ebd. (1992), S. 374ff.

53 Vgl. Grasmick et al. (1991), S. 251.

54 Vgl. Schmid (2012), S. 120.

55 Vgl. Torgler/Schaltegger (2005). S. 17.

56 Vgl. WVS (o.J.).

57 Vgl. BMF (2005), S. 50f.

58 Vgl. Frey (2004), S. 47.

59 Eigene Darstellung.

60 Dies wurde zusätzlich anhand eines statistischen Verfahrens geprüft. Die Nullhypothese einer Normalverteilung der Variable der Bewertung von Steuerhinterziehung wird anhand eines KolmogorovSmirnov-Tests geprüft, welcher sich auch für ordinalskalierte Variablen eignet (vgl. Duller (2008), S. 108.) Die Nullhypothese wird bei einem Signifikanzwert von 0.00 verworfen: Die gegebene Verteilung weicht signifikant von der Normalverteilung ab.

61 Zur Veranschaulichung der Häufigkeitsverteilung siehe A.1 im Anhang.

62 Eigene Darstellung in Anlehnung an BMF (2005), S. 50.

63 Siehe Häufigkeitstabelle in A.1 im Anhang.

64 Der U-Test stellt eine Alternative zum t-Test dar. Letzterer wird bei intervallskalierten, normalverteilten Variablen angewandt und kann hier somit keine Anwendung finden: Vgl. B ü hl (2012), S. 170.

65 Die Nullhypothese lautet: Die Angaben zur Akzeptanz von Steuerhinterziehung entstammen der gleichen Grundgesamtheit (sie unterscheiden sich nicht zwischen den jeweiligen Ländern).

66 Weitere Erläuterungen zum U-Test anhand des Beispiels für Deutschland und Polen und auszugsweise Testergebnisse finden sich in A.2 im Anhang.

67 Vgl. Torgler (2002), S. 678.

Details

Seiten
41
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656685937
ISBN (Buch)
9783656685906
Dateigröße
618 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v274468
Institution / Hochschule
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover – Betriebswirtschaftliche Steuerlehre
Note
1,0
Schlagworte
Steuermoral Steuerhinterziehung empirische Analyse world value survey

Autor

Zurück

Titel: Steuermoral. Eine empirische Studie zur Akzeptanz von Steuerhinterziehung