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Das Medium Film im Sachunterricht - Löwenzahn -

Hausarbeit (Hauptseminar) 2003 52 Seiten

Sachunterricht, Heimatkunde (Grundschulpädagogik)

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Filmgattungen
2.1 Filmgattung: Spielfilm
2.2 Filmgattung: Unterrichtsfilm
2.3 Filmgattung: Dokumentarfilm
2.4 Filmgattung: Pädagogischorientierter Film
2.5 Filmgattung: Sachorientierter Film
2.5.1 Sachorientierter Film mit Spielhandlung
2.5.2 Sachorientierter Film ohne Spielhandlung

3. Einsatz des Mediums Film
3.1 Vorteile des Filmeinsatzes
3.2 Nachteile des Filmeinsatzes
3.3 Notwendige Vorüberlegungen der LehrerIn

4. ‚Löwenzahn: – Wie die Kartoffel in den Keller kommt’
4.1 Allgemeines zur Sendung Löwenzahn
4.1.1 Geschichte des Kinderfernsehens in Deutschland
4.1.2 Konzeption, Prinzip und Themenauswahl der Sendereihe Löwenzahn
4.1.3 Ziele und Zukunft der Sendereihe
4.1.4 Der Moderator Peter Lustig
4.1.5 Markenzeichen der Sendereihe ‚Löwenzahn’
4.2 Inhalt der Folge ‚Wie die Kartoffel in den Keller kommt’
4.3 Relevanz der Einstellungs- und Schnitttechniken bei Löwenzahn
4.4 Relevanz für den Sachunterricht der Grundschule
4.5 Einsatz des Films im Unterricht
4.5.1 Didaktische Analyse nach dem ‚Berliner Modell’
4.5.2 Unterrichtsvorgehen

5. Fazit

6. Anhang
6.a ‚Kartoffellied’
6.b Filmwürfel
6.c Filmdomino
6.d Lügengeschichte zur Sendung ‚Wie die Kartoffel in den Keller kommt’
6.e Aufbau der Kartoffel
6.f Wachstumsbedingungen der Kartoffel
6.g Wir pflanzen selber Kartoffeln
6.h Beobachtungsbogen
6.i Die Geschichte der Kartoffel
6.j Das Kartoffel-Rätsel
6.k Kartoffeln – echt lecker!
6.l Geschmackstest
6.m Kartoffel-Marmelade
6.n Auch Käfer mögen Kartoffeln
6.o Kartoffeldruck
6.p Kartoffeldruck – Bilder von Kartoffelkäfern

7. Literatur

1. Einleitung

Seit­­ die Brüder Lumière im Jahre 1895 ihren Kinematographen in Paris der Öffentlichkeit vorgestellt haben, hat sich die Filmtechnik stark weiter entwickelt.

Im Zuge dieser Weiterentwicklung, haben sich auch die Inhalte der produzierten Filme gewandelt. Zeigten die Brüder Lumière noch vorwiegend Aufnahmen von Monarchen, Ministern und anderen Prominenten, so kann man heute neben den Weltnachrichten im täglichen Fernseh- und Kinoprogramm Spielfilme, Dokumentarfilme, etc. sehen.

Im >Handbuch Medien im Geschichtsunterricht<[1] werden folgende Filmgattungen genannt, die für den Unterricht von Bedeutung sind: „Unterrichtsfilme, Dokumentarfilme, Kulturfilme, audiovisuelle Publizistik (Wochenschauen), gefilmte Interviews, Filmdokumente, Spielfilme, historische Rekonstruktions- und Kostümfilme, Features, Kompilationsfilme“[2]. In >Der Film im Sachunterricht<[3] werden nur die Kategorien „pädagogisch orientierter Film“ und „sachorientierter Film mit bzw. ohne Spielhandlung“ unterschieden.

Im Folgenden möchte ich zunächst auf die Bereiche Spiel-, Unterrichts- und Dokumentarfilme sowie auf die Bereiche der pädagogischorientierten und der sachorientierten Filme eingehen. Anschließend komme ich zu den Vor- und Nachteilen des Filmeinsatzes im Unterricht sowie der richtigen Vorbereitung des Mediums Film. Im Hauptteil stelle ich dann einen, für den Sachunterricht in der Grundschule geeigneten, sachorientierten Film mit Spielhandlung exemplarisch vor.

2. Filmgattungen

Es lassen sich folgende Filmgattungen unterscheiden: „Komödie, Krimi, Drama, Thriller, Horror, Science fiction, Abenteuer, Western, Kriegsfilm, Historienfilm, Heimatfilm, Märchenfilm, Liebesfilm, Erotik, Musikfilm und Zeichentrickfilm. Arten des Trickfilms (Animationsfilm) sind der Zeichen-, der Puppentrick- und der 3D-Animationsfilm[e] [zuzuordnen]. [Anhand seiner] (...) Funktion wird der Film eingeordnet als: Unterhaltungsfilm, Werbefilm, Dokumentarfilm, Anleitungsfilm. Film[e] [lassen] sich auch einteilen nach dem angestrebten Publikum: Kinderfilme, Jugendfilme und Erwachsenenfilme.“[4]

Im Folgenden möchte ich auf die verschiedenen Filmgattungen kurz eingehen, die im Sachunterricht der Grundschule von Bedeutung sein könnten.

2.1 Filmgattung: Spielfilm

„Der Begriff Spielfilm bezeichnet eine Filmgattung von unterschiedlicher Länge, bei der das Geschehen vor der Kamera mit dem Ziel der Gestaltung einer vorher im Drehbuch festgelegten Handlung in Szene gesetzt wird, wobei Darsteller bestimmte Rollen spielen.“[5]

Für die Filmgattung „Spielfilm“ gibt es verschiedene Definitionen[6], die im Wesentlichen folgende Merkmale beinhalten: Ein Spielfilm ist fiktional, die Handlung ist durchgehend und folgt einem festgelegtem Muster (Drehbuch).

Spielfilme können noch in Unterkategorien eingeteilt werden, wie z.B. den historischen Spielfilm, auf die ich aber nicht näher eingehen möchte. Ich denke für den Sachunterricht sind diese Unterkategorien weitgehend unrelevant.

2.2 Filmgattung: Unterrichtsfilm

Unterrichtsfilme sind speziell auf den schulmäßigen Wissens- und Bildungserwerb ausgerichtete Medien, die einen deutlich begrenzten, auf Lehrpläne ausgerichteten Lerninhalt vermitteln und nach bestimmten didaktischen Gesichtspunkten aufgebaut sind. Ältere Unterrichtsfilme zeichnen sich durch sachliche Strenge, geringe gestalterische Mittel, durch stark belehrender Tendenz aus. Der Ton des Unterrichtsfilm überdeckt häufig den Originalton des Filmmaterials ("Off-Kommentar"). Neuere Unterrichtsfilme zeigen eine Abkehr von den starren Präsentationsformen älterer Filme. Beeinflusst durch die angelsächsische Filmdidaktik integrieren die Filme szenisches Spiel, filmquellenkritische Rekonstruktionen, Reportagen z.B. von Ausgrabungen oder über Forschungsarbeiten mit filmischem Material von Zeitzeugen.

2.3 Filmgattung: Dokumentarfilm

„Dokumentarfilm (...) Film, der Begebenheiten auf Grund von Dokumenten der Wirklichkeit entsprechend darstellt.“[7]

„Dokumentarfilm, auch Kulturfilm, berichtet Tatsachen ohne Spielhandlung.“[8]

Diese Definitionen sind noch sehr allgemein gefasst. Genauer ist diese: „Der Dokumentarfilm gibt im Unterschied zum Spielfilm mit dokumentarischem Material die Realität unmittelbar berichtend wieder; häufig wird er durch gesprochenen Text kommentiert. (...)“[9].

Kurz zusammengefasst kann man also festhalten, dass der Dokumentarfilm vor allem aufklären und informieren will. Allerdings gilt es dabei zu berücksichtigen, dass auch hier die Entstehungszeit und die Absichten des Produzenten nicht unmaßgeblich an der Intention des Films mitwirken.

2.4 Filmgattung: Pädagogischorientierter Film

FUSSHÖLLER und SCHRÖTER sehen folgende Ziele für diese Filmgattung:

- „ Vorstellung sozialer Probleme und Anregung zu deren Analyse, Lösung und Behebung;
- Mithilfe beim Erziehungsproze[ss] bezüglich Denken, Handeln und Einstellung der Schüler[Innen];
- Bewu[ss]tmachen des eigenen und des Rollenverhaltens der Mitmenschen und Anstoß zu einer kritischen Überprüfung und evtl. Änderung bzw. Respektierung dieses Verhaltens;
- Aufzeigen der Wechselwirkung zwischen eigenem Verhalten und den Reaktionen der Mitmenschen“[10]

Pädagogischorientierte Filme vermitteln ihren erzieherischen Auftrag meistens durch Spielhandlungen und können deshalb auch der Filmgattung ‚Spielfilm’ untergeordnet werden.

Filme dieser Gattung sollen vor allem als Leitfaden für die SchülerInnen angesehen werden. Sie sollen mit Hilfe dieser Filme Problemlösestrategien entwickeln sowie ihr Toleranzspektrum erweitern.

2.5 Filmgattung: Sachorientierter Film

FUSSHÖLLER und SCHRÖTER unterteilen die Filmgattung ‚Sachorientierter Film’ in zwei Kategorien:

2.5.1 Sachorientierter Film mit Spielhandlung und

2.5.2 Sachorientierter Film ohne Spielhandlung

2.5.1 Sachorientierter Film mit Spielhandlung

In dieser Gattung des Filmes, werden nüchterne Sachverhalte in Form „eine[r] durchlaufende[n], abgeschlossene[n] Spielhandlung“[11] vermittelt. Man spricht hier von einer Mischform des Sachfilmes und des Erlebnisfilmes. Durch diese Mischung sollen die SchülerInnen auf der emotionalen Ebene „aktivier[t]“ werden, wodurch der „Lernproze[ss] des Schülers (...) verbesser[t]“[12] werden soll.

FUSSHÖLLER und SCHRÖTER stehen dieser Filmgattung eher kritisch gegenüber, „da in der schulischen Praxis immer wieder deutlich, da[ss] (...) der erlebnishafte Charakter die Aufmerksamkeit und Konzentration der Schüler[Innen] von der eigentlichen, sachlichen Information ablenkt (...).“[13] Ich dagegen sehe das etwas anders. Ganz im Gegenteil, glaube ich, wirkt eine spielerische ‚Verpackung’ von sachlichen Fakten eher motivierend auf die SchülerInnen. Durch die Einbettung eines Themas in eine lebensnahe Rahmengeschichte wird den SchülerInnen der sachliche Inhalt leichter zugänglich gemacht.

Im Hauptteil dieser Arbeit werde ich mich noch näher mit dieser Gattung des Filmes auseinandersetzen. Dabei werde ich versuchen die Lerneffektivität eines solches Filmes näher zu beleuchten.

2.5.2 Sachorientierter Film ohne Spielhandlung

FUSSHÖLLER und SCHRÖTER sehen die Aufgabe dieser Filmgattung darin, „Informationen [zu ordnen] und auf das Wesentliche zu reduzier[en] und die Hauptprobleme und Hauptbeziehungen klar und deutlich heraus[zu]stell[en]“[14]. Filmische Mittel, die dabei helfend eingesetzt werden sind Filmgestaltende Mittel (Trickdarstellungen, Zeitraffer, Zeitlupe, Kamerastandpunkte,...), Wiederholungen innerhalb des Films sowie Ersatz und Ergänzung realer Begegnung (z.B. als sinnvolle Ergänzung zum Unterrichtsgang).

3. Einsatz des Mediums Film

Soll ein Film im Unterricht zum Einsatz kommen, gibt es einige Dinge, die vor der Filmvorführung bedachtet werden müssen, auf die ich im Folgenden näher eingehen möchte.

3.1 Vorteile des Filmeinsatzes

Sicherlich gibt es Argumente, die gegen den Einsatz von Filmen im Unterricht generell sprechen (z.B. die Kinder verbringen in ihrer Freizeit mehr als genug Zeit vor dem Fernseher...), doch gibt es auch eine Reihe von Vorzügen, die nur das Medium Film bieten kann.

Neben dem Medium Film gibt es viele andere beliebte Unterrichtsmedien, doch ist keines dieser Medien in der Lage Einblicke in die emotionale Befindlichkeit der Beteiligten zu geben.

Schriftliche Dokumente, z.B. die Rede von Goebbels im Sportpalast im Februar 1943, können unter Berücksichtigung rhetorischer Mittel analysiert werden. Doch kann ein Schriftstück die beeindruckende Stimmung wiederspiegeln?

Die Wirkung des Mediums Films kann folgendermaßen zusammengefasst werden:

Kein anderes Medium vermag es die Menschen derart zu fesseln. Filme regen dazu an Partei zu ergreifen, sich mit den Darstellern bzw. Personen zu identifizieren. Sie vermitteln ein Gefühl von Objektivität.

Genau hier liegt die Gefahr der Filme – das Gezeigte wird als real, als tatsächlich wahr angenommen. An dieser Stelle muss die pädagogische Arbeit beginnen, um den SchülerInnen zu vermitteln, dass historische Filmdokumente, wie etwa die Wochenschau während des Dritten Reichs, nicht frei von Wertung und Fiktion sind.

Die Möglichkeiten mit dem Medium Film zu arbeiten sind sehr vielfältig. So eignet es sich nicht nur dazu bereits produzierte Filme anzusehen, sondern man kann mit der entsprechenden Ausrüstung selbst Filme drehen. Möglich wäre zum Beispiel die Herstellung eines Films, der das Abspielen eines Daumenkinos zeigt. Somit hätte man beispielsweise die Anfänge des Trickfilms gezeigt. Denkbar wäre sicherlich auch die Verfilmung eines Theaterstückes. Aber auch die Darstellung einer wachsenden Blume im Zeitraffer wäre bereits mit wenig technischem Aufwand realisierbar.

Abschließend lässt sich hier also sagen, dass das Medium Film in seiner Wirkung und seiner Vielfältigkeit einzigartig ist.

3.2 Nachteile des Filmeinsatzes

Neben den eindeutigen Vorzügen des Mediums Films, besteht allerdings die Gefahr, dass die gezeigten Filme einfach nur aufgenommen und akzeptiert werden und die Reflektion ausbleibt.

Für die LehrerInnen ist es wichtig sich bewusst zu machen, dass der Einsatz eines Filmes keineswegs den Unterricht an sich ersetzen kann. Neben dem Film müssen LehrerInnen weiterhin auch auf andere Medien zurückgreifen.

3.3 Notwendige Vorüberlegungen der LehrerIn

Vor- und Nachteile des Mediums Film bringen auch mit sich, dass eine entsprechende Vorbereitung des Unterrichts durch die LehrerIn stattfinden muss. Dazu gehört zum einen, das die LehrerIn den Film mindestens einmal vor dem Unterricht gesehen haben sollte und zum anderen, das er (sie) sich entsprechend mit dem Inhalt auseinander setzt und zusätzliches Arbeitsmaterial für die SchülerInnen zusammenstellt. Genauso wichtig ist es, dass sich die LehrerIn vor dem Einsatz eines Filmes im Unterricht bewusst macht, zu welchem Zeitpunkt des Unterrichts der Film gezeigt werden soll – als Einführung in eine Unterrichtseinheit, im Zentrum der Unterrichtseinheit, am Ende einer Unterrichtseinheit oder außerhalb der Unterrichtszeit.[15]

Bei der Planung muss ebenfalls berücksichtigt werden, dass den SchülerInnen Raum gegeben werden sollte, um Fragen stellen zu können, die möglicherweise durch den Film aufgekommen sind.

Deshalb ist es sinnvoll, wenn die LehrerIn sich bereits im Vorfeld Fragen zum Film überlegt, denn „[n]ur wer mit Zielsetzungen und Fragen an ein Bild herangeht, kann wirklich beobachten. Dann erst wird es nicht beim Bildanschauen bleiben, dann erst wird Bildbetrachtung zum entdeckenden, suchenden, registrierenden Tun.“[16].

Diese Leitfragen sollten so formuliert sein, dass die SchülerInnen eventuell unklare Stellen und aufkommende Fragen mittels der Leitfragen selbst beantworten können. Wichtig ist bei der Formulierung, dass das entsprechende Vorwissen der Kinder berücksichtigt wird[17]. Sinnvoll wäre es deshalb solche Leitfragen bereits vor Filmbeginn an die SchülerInnen weiterzugeben. Außerdem können solche Leitfragen die Aufmerksamkeit der SchülerInnen auf die wesentlichen Inhalte des Films lenken. Dadurch werden die SchülerInnen zu „geistiger Aktivität ‚gezwungen’, und der Prozess der Erkenntnisgewinnung [wird] schon während der Filmvorführung in Gang gesetzt“[18].

Die Entscheidung zu welchem Zeitpunkt des Unterrichts ein Film gezeigt werden soll, nennen FUSSHÖLLER und SCHRÖTER in >Der Film im Sachunterricht< die Bestimmung des „didaktischen Ortes innerhalb der Unterrichtseinheit“[19]. Durch diese zeitliche Einordnung des Filmes in den Unterricht soll nach FLUSSHÖLLER und SCHRÖTER „[d]er eigentliche Wert des Sachunterrichtfilms (...) ausgeschöpft werden.“[20]

Abhängig von dem „didaktischen Ort des Films innerhalb der Unterrichtseinheit“[21] hat der Filmeinsatz verschiedene Intentionen. Zwar gehen auch FUSSHÖLLER und SCHRÖTER darauf ein, doch die von SCHNEIDER im >Handbuch Medien im Geschichtsunterricht< dargestellten Intentionen des Filmeinsatzes erscheinen mir differenzierter und aktueller. Im Folgenden werde ich deshalb die von SCHNEIDER formulierten Intentionen kurz darstellen[22]:

a. Illustratorischer Filmeinsatz, Lerneffektuierung, Imagination

- Der Sachverhalt ist den SchülerInnen bereits bekannt und der Film soll den behandelten Unterrichtsstoff festigen.

b. Differenzierung und Intensivierung

- Vorhandene Kenntnisse werden visualisiert und intensiviert.

c. Konfrontation und Motivation

- Der Film soll auf ein neues Thema einstimmen und dabei Stellungnahmen provozieren und zur Diskussion anregen.

d. Heuristische Filmverwendung, Kenntniserwerb, Interpretation

- Der Film wird als Arbeitsmaterial genutzt.

e. Problematisierung

- Im Unterricht aufgekommene Fragen können mittels des Films gelöst werden.

f. Zusammenfassung, Vertiefung, Festigung

- Der Film gibt einen Überblick über das bereits Gelernte.

g. Kreativität und Selbsttätigkeit

- Gemeint ist die Arbeit mit Videotechniken sowie die Produktion eines eigenen Filmes.

h. Wiederholung, Vertiefung, Kenntnissicherung

- Spielfilme können zur Lernkontrolle werden

Um diesen Themenkomplex abzuschließen, kann also festgehalten werden, dass der Filmeinsatz im Unterricht keinesfalls als unmotivierte Haltung der LehrerIn gegenüber des Unterrichtsinhaltes zu sehen ist. Im Gegenteil, der Einsatz eines Filmes im Unterricht verlangt eine gründliche und ausführliche Vorbereitung seitens der LehrerIn.

4. ‚Löwenzahn: – Wie die Kartoffel in den Keller kommt’

Bei der Analyse der Kindersendung ‚Löwenzahn: Wie die Kartoffel in den Keller kommt’ werde ich wie folgt vorgehen:[23]

4.1 Allgemeines zur Sendung Löwenzahn

4.2 Inhalt der Folge ‚Wie die Kartoffel in den Keller kommt’

4.3 Relevanz der Einstellungs- und Schnitttechniken in Bezug auf die Intention der Sendung

4.4 Relevanz für den Sachunterricht der Grundschule und Richtlinienbezug (NRW)

4.5 Möglichkeiten des Einsatzes im Unterricht

4.1 Allgemeines zur Sendung Löwenzahn

Bevor ich zur Konzeption, dem Prinzip und den Zielen der Sendung komme, möchte ich gerne einen Exkurs über die Geschichte des Kinderfernsehens in Deutschland wagen.

4.1.1 Geschichte des Kinderfernsehens in Deutschland

Mit dem Sendestart des ersten Programms in den 1950ern beginnt auch die Zeit des Kinderfernsehens. Bis Mitte der 1970er Jahre ging die Gestaltung des Kinderfernsehens bei den öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten mit Diskussionen einher. Es wurde diskutiert welchen Stellenwert das Kinderfernsehen im deutschen Fernsehen einnehmen und welche Intention Fernsehen für Kinder haben sollte.

In den 1960ern sollte „das Fernsehen für Kinder (...) helfen, den gesellschaftlichen Umschwung zu flankieren und zu beschleunigen“[24]. Als 1973 die Sesamstraße ins deutsche Fernsehen kam, sollte Kinderfernsehen nicht mehr nur den „pädagogisch-didaktischen Nachhilfeunterricht übernehmen, sondern auch [einen] emanzipatorischen Einfluss entwickeln.“[25] Neben den pädagogischen Werten einer Kindersendung wurden nun auch „psychologische[ ], ökonomische[ ] oder bildungstheoretische[ ] Gesichtspunkte[ ] öffentlich und unter Experten diskutiert“[26].

[...]


[1] 2. Auflage von 1999

[2] Handbuch Medien im Geschichtsunterricht, S. 367

[3] 1. Auflage von 1977

[4] www.kunstwissen.de/fach/f-kuns/film/film01.htm vom 14.07.03

[5] www.kunstwissen.de/fach/f-kuns/film/film01.htm vom 14.07.03

[6] siehe u.a Bertelsmann – Die neue deutsche Rechtschreibung, 1996

[7] Bertelsmann - Die neue deutsche Rechtschreibung, 1996

[8] Der Brockhaus in einem Band, 1993

[9] www.kunstwissen.de/fach/f-kuns/film/film01.htm vom 14.07.03

[10] Der Film im Sachunterricht, 1977, S. 22f.

[11] Der Film im Sachunterricht, 1977, S. 24

[12] Der Film im Sachunterricht, 1977, S. 24

[13] Der Film im Sachunterricht, 1977, S. 24

[14] Der Film im Sachunterricht, 1977, S. 25

[15] Handbuch Medien im Geschichtsunterricht, 1999, S. 379

[16] Hans Krauss – ‚Das Lichtbild in der Heimatkunde’ zitiert in: Der Film im Sachunterricht, 1977, S.31f.

[17] vgl. Der Film im Sachunterricht, 1977, S. 31

[18] Der Film im Sachunterricht, 1977, S. 31

[19] 1. Auflage 1977, S. 32

[20] Der Film im Sachunterricht, 1977, S. 32

[21] Der Film im Sachunterricht, 1977, S. 32

[22] Handbuch Medien im Geschichtsunterricht, 1999, S. 377f.

[23] Anmerkung: Wie ich beim ZDF erfahren habe, heißt die vorliegende Folge nicht ‚Peter als Bauer’ sondern ‚Wie die Kartoffel in den Keller kommt’.

[24] ERLINGER In: Kinderfernsehen, 2003, S. 200

[25] ERLINGER In: Kinderfernsehen, 2003, S. 200

[26] ERLINGER In: Kinderfernsehen, 2003, S. 201

Details

Seiten
52
Jahr
2003
ISBN (eBook)
9783638295369
Dateigröße
1.5 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v27499
Institution / Hochschule
Technische Universität Dortmund – Fachbereich Geographie
Note
sehr gut
Schlagworte
Medium Film Sachunterricht Löwenzahn Arbeitsmethoden

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