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Integration durch Sprache. Die Bedeutung von Sprachkompetenz im Integrationsprozess von MigrantInnen

Bachelorarbeit 2013 71 Seiten

Politik - Sonstige Themen

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1.. Einleitung
1.1 Begriffserklärungen

2. Was ist Integration?
2.1 Zur Notwendigkeit einer Definition
2.2 Das Migrationssoziologische Modell Friedrich Heckmanns
2.3 Zu den Begriffen Integration - Assimilation
2.4 Messung von Integration

3. Das gesellschaftliche Meinungsbild über Sprachkompetenz und Integration
3.1 Transatlantic Trends: Immigration
3.2 Sprache und Identifikation
3.3 Die Meinungen der Menschen über Sprachakzente
3.4 Die Meinung der Schüler/-innen über Sprache

4.Integration und Sprache
4.1 Arbeitsmarkt
4.2 Bildung
4.3 Alltägliche Kommunikation

5.Integrationskurse im integrationspolitischen Konzept der BRD
5.1 Evaluation von allgemeinen Integrationskursen
5.1.1 Nutzung der deutschen Sprache
5.1.2 Arbeitsmarkt und Bildung
5.1.3 Kontakte zu einheimischen und Mitgliedschaft in Organisationen/Vereinen
5.1.4 Emotionale Verbundenheit mit Deutschland
5.1.5 Bewertung des Sprachkurses insgesamt

6 Assimilation statt Integration
6.1 Politische Schlussfolgerungen

7... Literaturverzeichnis

8. Anlagen

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1. Projektablauf der Evaluation

1. Einleitung

Die Bundesrepublik Deutschland hat seit Ende des zweiten Weltkrieges verschiedene Phasen der Migration durchlebt. Vor mehr als 50 Jahren wurden von Unternehmen und Behörden Millionen ausländische Arbeitskräfte, welche bis heute die größte Gruppe von Menschen Migrationshintergrund bilden, angeworben. Mitte der Siebziger Jahre begann die zweite Migrationswelle durch die Einwanderung von Asylbewerbern und Flüchtlingen, welche ihren Höhepunkt Ende der Achtziger bis Mitte der Neunziger Jahre fand. Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion folgte die Dritte bedeutende Migrationswelle durch eine Zuwanderung von Aussiedler/-innen aus der ehemaligen Sowjetunion und Südost- und Ostmitteleuropa. Sodass die Anzahl der Personen mit Migrationshintergrund in Deutschland heute ein Fünftel der Gesamtbevölkerung beträgt und damit einhergehend die unterschiedlichsten Herkunftssprachen anzutreffen sind.1

Trotz dieser millionenfachen Zuwanderung und sprachlichen Vielfalt ignorierten die verschiedenen Regierungen die daraus entstehenden Herausforderungen und reagierten jahrzehntelang mit keinen integrationspolitischen Maßnahmen bzw. Konzepten.2 Erst in den vergangenen Jahren wurde die Integrationspolitik zu den Schlüsselthemen der deutschen Innenpolitik. Analog dazu entwickelte sich in der deutschen Gesellschaft eine immer stärker werdende Forderung nach einer besseren Integration von Migrant/-innen. Woraufhin im Jahre 2005 im Rahmen des Zuwanderungsgesetzes Integrationskurse zur Förderung der deutschen Sprachkenntnisse von Menschen mit Migrationshintergrund eingeführt wurden.

In der deutschen Politik herrscht seitdem ein Konsens über die herausragende Bedeutung der deutschen Sprache für die Integration. Der Erstsprache wird hingegen in diesem Kontext weniger Bedeutung zugesprochen. Die Beachtung der Erstsprachen ist daher nur in sehr wenigen Politprojekten anzutreffen. Insgesamt herrscht in der deutschen Gesellschaft überwiegend ein nach Ingrid Gogolin beschriebener monolingualer Habitus.3

Aufbauend darauf befasst sich die vorliegende Arbeit mit der Bedeutung der deutschen Sprachkompetenz4 und der Erstsprache von Menschen mit Migrationshintergrund für den Integrationsprozess. Dabei wird im ersten Teil der Arbeit, nach der Darstellung der Notwendigkeit einer Definition von Integration, das migrationssoziologische Modell Friedrich Heckmanns vorgestellt, um die verschiedenen Prozesse der Integration in Bezug auf Migrant/-innen und mögliche vor- und nachlaufende Prozesse zu erklären. Danach sollen aufbauend auf den vorangegangenen Erklärungen die Unterschiede und Zusammenhänge von Assimilation und Integration herausgearbeitet werden, um diese später in Bezug auf die geforderte und geförderte deutsche Sprachkompetenz von Menschen mit Migrationshintergrund zu veranschaulichen. Am Ende des ersten Teils der Arbeit wird die Problematik der Messung von Integration aufgezeigt.

Der zweite Teil der Arbeit widmet sich der Darstellung von gesellschaftlichen Meinungen über Sprachkompetenz und Integration anhand von Umfragen und Studien. Ein Schwerpunkt wird dabei auf das Meinungsbild der deutschen Gesellschaft über Sprachen und Akzente gelegt. Dieses soll später zur weiteren Klärung der Bedeutung der Erstsprachen in Bezug auf den Integrationsprozess herangezogen werden. Zudem werden Umfrageergebnisse von Transatlantic Trends vorgestellt, die die Ansicht der deutschen Aufnahmegesellschaft in Bezug auf Migration und Integration abbilden sollen, um diese am Ende der Arbeit in Bezug auf deutschsprachliche Fähigkeiten zu beurteilen.

Im nachfolgenden Kapitel werden die Auswirkungen der deutschen Sprachkompetenz und Erstsprache auf dem Arbeitsmarkt und Bildungsbereich veranschaulicht. Dafür werden zuerst Studien des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge und der Beauftragen für Migration, Flüchtlinge und Integration der Bundesregierung vorgestellt, um Unterschiede zwischen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund in den Bereichen zu beleuchten. Die Auswirkungen der Erst- und Zweitsprache werden dann anhand des Ansatzes von Hartmut Esser und der Hypothesen Jim Cummins geklärt, um am Ende der Arbeit deren Beitrag zu den Integrationsprozessen beurteilen zu können. Danach wird die Unterstützung der deutschen Sprachkompetenz zur alltäglichen Partizipation überprüft. Zuletzt wird eine Evaluationsstudie zu den Integrationskursen ausgewertet, um im anschließenden Fazit deren Beitrag zum Integrationsprozess zu beurteilen.

Zur theoretischen Grundlage dieser Arbeit diente speziell Fachliteratur von Friedrich Heckmann, dem Leiter des Instituts Europäisches Forum für Migrationsstudien, Hartmut Esser, Jim Cummins, Ingrid Gogolin und die Beiträge der Migrationsforschung und Interkulturelle Studien. Des Weiteren wurden zahlreiche Studien des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge und die Integrationsindikatorenberichte der Beauftragten für Migration, Flüchtlinge und Integration der Bundesregierung genutzt.

1.1 Begriffserklärungen

Zu Beginn dieser Arbeit werden einzelne grundlegende Definitionen angeführt, welche für das Verständnis dieser Arbeit von Bedeutung sind.

Migration

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge definiert Migration wie folgt: „Von Migration spricht man, wenn eine Person ihren Lebensmittelpunkt räumlich verlegt, von internationaler Migration, wenn dies über Staatsgrenzen hinweg geschieht".5 In dieser Arbeit wird Migration im Sinne der internationalen Migration verstanden.6

Migrationshintergrund

Ein weiterer Begriff, welcher sich im alltäglichen, medialen und politischen Sprachgebrauch etabliert hat, ist der des Migrationshintergrundes. Das Statistische Bundesamt zählt zu Menschen mit Migrationshintergrund „(...) alle nach 1949 auf das heutige Gebiet der Bundesrepublik Deutschland Zugewanderten, sowie alle in Deutschland geborenen Ausländer und alle in Deutschland als Deutsche Geborenen mit zumindest einem zugewanderten oder als Ausländer in Deutschland geborenen Elternteil."7 Der Begriff wurde zur besseren Differenzierung bei wissenschaftlichen Untersuchungen eingeführt, in denen bis dato nur zwischen „Deutschen" und „Ausländern" unterschieden wurde.8 Jedoch weist auch diese Begriffsdefinition erhebliche Schwachstellen auf. Nach diesen Vorgaben Leben in Deutschland im Jahr 2011 15,9 Mio. Menschen mit Migrationshintergrund, wovon 7,2 Mio. ausländische Staatsangehörige und 8,7 Mio. Deutsche mit Migrationshintergrund sind. Zu den Deutschen mit Migrationshintergrund gehören „(...) neben Eingebürgerten und (Spät-)Aussiedlern9 auch deren Kinder sowie die nach dem so genannten »Optionsmodell« geborenen Kinder ausländischer Eltern."10 Innerhalb dieser Bevölkerung mit Migrationshintergrund bestehen folglich signifikante Unterschiede. 3,7 Mio. Deutsche mit Migrationshintergrund und 1,5 Mio. Ausländer haben keine eigenen Migrationserfahrungen gemacht.11 Zudem nimmt die ausländische Bevölkerung aufgrund der sozioökonomischen Merkmale eine Sonderstellung ein. Die derzeitige Definition eröffnet somit das Problem, „(...) dass eine möglichst weite Auslegung (um nahezu alle in Frage kommenden Gruppen zu erfassen) mit einer zunehmenden Heterogenität der Gesamtgruppe einhergeht."12 Die tatsächliche Bedeutung von Sprachkompetenz und der daraus folgende ¡ntegrationspolitische Bedarf der verschiedenen Bevölkerungsgruppen mit Migrationshintergrund sind daher differenziert zu betrachten.13

2. Was ist Integration?

2.1 Zur Notwendigkeit einer Definition

Alle gesellschaftlichen Gruppen und Verbände, politische Parteien, die Öffentlichkeit sowie die Bürger benutzen den Begriff Integration. Er ist bei überall positiv behaftet und alle unterstützen die Integration. Jedoch endet hier der Konsens. Eine einheitliche Begriffserklärung oder Zielgruppe ist nicht zu finden. Daher sind Vorstellungen von einer „(...) erfolgreichen Integration abhängig vom jeweiligen Standpunkt. Dies gilt auch in der Forschung. Schon im Jahre 1990 hatte der Migrationssoziologe Hans-Joachim Hoffmann- Nowotny festgestellt, dass es der Wissenschaft an theoretischen Gemeinsamkeiten und einem einheitlichen Integrationsbegriff fehlt. Das jeweilige Integrationsverständnis ist abhängig vom sozialen und politischen Standpunkt. Die einen verstehen unter Integration die kulturelle Angleichung, die anderen rechtliche Gleichstellung. Einige sehen es wiederum als wechselseitigen Prozess zwischen Einheimischen und Einwanderern. Auch in dem Nationalen Integrationsplan von Bund, Ländern, Kommunen und Verbänden aus dem Jahr 2007 fehlt eine genaue Festlegung von erfolgreicher Integration. Zur Bestimmung von Integrationsprozessen und Integrationspolitik werden dort verschiedene Indikatoren14 genutzt. Als Messungsebene dient dabei der Stand der Menschen mit Migrationshintergrund im Vergleich zur Gesamtbevölkerung.15

Integration ist demzufolge „zunächst soziologisches Grundproblem", welches für alle gesellschaftlichen Bereiche und Gruppen gilt und keine genau definierte Zielvorstellung beinhaltet.16 Die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund kann dabei als Spezialfall gesondert betrachtet werden. Eine Übertragung auf die Menschen ohne Migrationshintergrund istjedoch ohne weiteres möglich.17

2.2 Das Migrationssoziologische Modell Friedrich Heckmanns

Friedrich Heckmann, Professor für Soziologie an der Universität Bamberg und Leiter des Europäischen Forums für Migrationsstudien, ist ein im deutschsprachigen Raum bedeutender Migrationssoziologe. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die Soziologie interethnischer Beziehungen, Migration und die Integration von Migrant/-innen. 1997 präsentierte er aufbauend auf ein Assimilationsmodell ein integrationstheoretisches Konzept. Beide Modelle werden nachfolgend vorgestellt.18

Akkomodation und Akkulturation

Nach Heckmann besteht nach erfolgreicher Migration für Einwanderer/-innen und Minderheiten19 die Notwendigkeit sich eine gewisse Basis an „Wissensbeständen und Qualifikationen anzueignen", welche für die grundlegende Interaktion mit der Mehrheitsgesellschaft20 von Bedeutung sind.21 Aus der Ressourcenungleichheit der Gruppen schließt er, dass zu Beginn hauptsächlich die Minderheit - in diesem Fall die Migrant/-innen -von der Mehrheit lernen muss. Zu diesen Qualifikationen gehören z.B. Verkehrsregeln und Sprachkenntnisse. Diese „funktionalen Lern- und Anpassungsprozesse"22 bezeichnet Heckmann als Akkomodation. Diese Prozesse der Akkomodation gehen in der Regel nicht mit dem Verlust grundlegender Einstellungen, Werte und Überzeugungen einher. Sie dienen ausschließlich der grundlegenden Interaktion mit der Mehrheitsgesellschaft und dessen Institutionen. Nach Heckmann bleibt es aber häufig nicht bei der Akkomodation. Im Fall von fortschreitenden Kulturkontakten kommt es zu weiteren „Erfahrungs- und Sozialisationsprozessen" der Personenstruktur der Minderheiten.23 Diese Veränderung bezeichnet er als Akkulturation. Genau beschreibt er diese als eine „(...) durch Kulturkontakte hervorgerufene Veränderung von Werten, Normen und Einstellungen bei Personen, den Erwerb von Kenntnissen, Fähigkeiten und Qualifikationen (Sprache, arbeitsbezogene Qualifikation, gesellschaftlich-kulturelles Wissen u.a.) sowie Veränderung von Verhaltensweisen und „Lebensstilen"[Hervorhebung im Original; Anm. d. Verf.] (z.B. in Bezug auf Arbeit, Wohnen, Konsum, Freizeitverhalten, Kommunikationsform, Heiratsmuster)".24 Dabei ist die Akkomodation die Voraussetzung für den Prozess der Akkulturation. Bei dieser kommt es dann zu einer Annäherung der Minderheitsgesellschaft an die Mehrheitsgesellschaft, wobei auch die Mehrheitsgesellschaft gewisse Elemente der Minderheitenkultur annimmt. Hierbei unterscheidet Heckmann nach Personen- und Gruppen-Akkulturation. Auf der ersten Ebene kommt es zu Veränderungen der Selbstidentität und auf der Ebene der Gruppen-Akkulturation zu einer Veränderung von kollektiven Werten und Normen. Dies hat nach Heckmann zur Folge, dass sich die Sozialstrukturen modifizieren oder Teile verschwinden und schließlich ein Wandel der Gruppenidentität beginnt.25 Dieser wechselseitige Annäherungsprozess bedingt jedoch kein Verschwinden der kulturellen Existenz und kann unterschiedlich weit fortschreiten.26

Assimilierung

Nach Heckmann kommt es zur Assimilierung, wenn ethnische Grenzziehungen und kulturelle Existenzen verschwinden und es zur einer gänzlichen Angleichung kommt. Dies hat ein Verschwinden von ethnischen Gruppen innerhalb der gesamten Gesellschaft zur Folge. Auf der Ebene von Einzelpersonen und gesamten Gruppen kommt es zur vollständigen „(...) Übernahme der Kultur der Mehrheitsgruppe durch die bisherige ethnische Minderheit".27 Daraus folgt das Verschwinden von ethnisch fundierten Organisationen und der eigenen Identität der ethnischen Minderheit. Nach Heckmann ist es jedoch problematisch den genauen Punkt der Veränderung von Akkulturation bzw. fortschreitender Annäherung zum „Gleichsein" auszumachen. Diese Situation sieht Heckmann im Grunde als reine Idealvorstellung. Deswegen befürwortet er den Begriff Assimilierung, welcher keinen Zustand sondern einen Prozess bezeichnet. Zudem sieht Heckmann darin ein Problem Mehrheits- und Minderheitsgesellschaft bzw. Gruppen als eine Gesamtheit anzusehen. Eine Einheit der Kultur ist nach Heckmann in gewisser Weise eine Fiktion.28

Integrationsmodell

Heckmann bezeichnet Integration als ein allgemeines und formales Konzept. Er definiert Integration „(...) als einen Prozeß, bei dem einzelne Elemente zu einer existierenden Struktur hinzugefügt werden und neue und alte Strukturen zu einem verbunden Ganzen werden".29 Im Vorgang der Migration bedeutet Integration „(...) das Einfügen von Bevölkerungen in existierende Sozialstrukturen und die Qualität dieser Verbindung in Bezug auf sozioökonomische, legale und kulturelle Verhältnisse."30 Demzufolge bedeutet Integration auf ein gesellschaftliches System angewandt, ein Prozess „(...) durch den eine Migrationsbevölkerung einen Mitgliederstatus in der Gesellschaft erwirbt und Zugang zu Positionen und Status auf der Basis von Chancengleichheit erwirbt."31 Diesen Prozess unterteilt Heckmann in vier unterschiedliche Dimensionen: strukturelle Integration, kulturelle Integration (Akkulturation), soziale Integration und identifikatorische Integration.

Die Strukturelle Integration ist nach Heckmann die Partizipation der Migrant/-innen in den Kerninstitutionen heutiger Gesellschaften bzw. den Aufnahmegesellschaften. Dies meint den Erwerb von Rechten und den tatsächlichen Zugang zu gesellschaftlichen Positionen, welche die Möglichkeit zur Partizipation in den Institutionen der Aufnahmegesellschaft zur Folge hat. Eine fortgeschrittene kulturelle Integration oder auch Akkulturation ist nach Heckmann eine Vorbedingung der Teilhabe. Sie bezeichnet die Prozesse, welche sich auf die Kenntnis der Kultur des Aufnahmelandes und das Erlernen kognitiver Fähigkeiten beziehen. Dies bedeutet die Internalisierung von Werten, Normen, Einstellungen und Veränderungen im Glaubenssystem. Diese Veränderung findet wechselseitig statt und führt zu einer schrittweisen Verschmelzung ethnischer Gruppen bzw. Migrant/-innen und Aufnahmegesellschaften. Diese kann zur Herausbildung neuer kultureller Muster führen.32 Der Gegensatz zur Akkulturation ist die Bildung und Erhaltung ethnischer

Minderheitenkulturen. Unter der sozialen Integration versteht Heckmann die Ausweitung der sozialen Kontakte und Gruppenmitgliedschaften über die ethnische Gruppe hinaus. Diese Möglichkeit der Eingliederung ist jedoch abhängig von der Bereitschaft der Aufnahmegesellschaft Sozialbeziehungen zu akzeptieren.33 Als vierte Dimension sieht Heckmann die identifikatorische Integration. Er meint damit die subjektiven Zugehörigkeits­und Identifizierungsgefühle zu einer nationalen oder ethnischen Gemeinschaft. Dabei schließt er schon die Bereitschaft zur Identifizierung mit jener Gemeinschaft ein. Ein Identifizierungsangebot der Aufnahmegesellschaft sei jedoch Voraussetzung. Die identifikatorische Dimension ist die letzte Stufe im Prozess der Integration.34 Nach Heckmann ist die Integration von Migrant/-innen dementsprechend ein wechselseitiger Prozess zwischen Minderheitsgesellschaft und Mehrheitsgesellschaft. Dieser hängt zum großen Teil von den individuellen Bestrebungen der Migrant/-innen ab. Häufig intensiviert sich die Fortschreitung des Prozesses der Integration bei Individuen auch unbewusst. Dies geschieht beim Wählen und Treffen von Entscheidungen, welche die soziale Situation der Einzelperson verbessern sollen. Dadurch integriert sich die Einzelperson schneller als bewusst gewollt. Um diese Entscheidung jedoch überhaupt treffen zu können, ist es, so Heckmann, Aufgabe der Politik bestimmte Anreize, Bedingungen und Möglichkeiten zu fördern und zu unterstützen.35

2.3 Zu den Begriffen Integration - Assimilation

An dieser Stelle soll versucht werden, mögliche Zusammenhänge und Unterschiede der Begriffe Integration und Assimilation zu veranschaulichen. Dies geschieht auf Grundlage der vorgenommenen Definitionen.

Mit der aufkommenden Radikalisierung des Nationalismus am Ende des 19. Jahrhunderts bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts stand das Konzept der Assimilation im Kontext der Unterdrückung von Minderheiten zur Durchsetzung kulturell homogener Staaten. Mit dieser Entwicklung einhergehend wurde der Begriff der Assimilation mit Ethnozentrismus, kulturelle Unterdrückung unter der möglichen Anwendung von Gewalt in Verbindung gesetzt.36 Der Begriff Integration hingegen gelangte erstmals in Großbritannien in die politische Debatte, um eine Alternative zwischen ethnischen Konflikt und aufgezwungener Assimilation zu beschreiben. Auch in Frankreich, wo er Ende der achtziger Jahre eingeführt wurde, hatte der Begriff eine neutralisierende Funktion und beschrieb eine politische Strategie des Ausgleichs.37 In Deutschland etablierte sich der Integrationsbegriff in den 1970er Jahren in der Verbindung mit Migration. Er beinhaltete dabei Aspekte, wie beispielsweise Schutz des Arbeitsmarktes. Der Inhalt des Begriffs glich jedoch der Assimilation.38 Es wurde somit unter Integration vielmehr Assimilation verstanden. In den folgenden Jahrzenten verschwand der Begriff Assimilation aus dem Sprachgebrauch der Öffentlichkeit und wurde „(...) durch den in der Verwendung flexibleren Begriff der Integration substituiert".39 Dies hat sich bis heute nicht geändert. Aumüller spricht infolgedessen von einer Umgehung aufgrund eines sich entwickelnden Sprachtabus.40 Der putative Integrationsbegriff wird seitdem zur Beschreibung von Prozessen der Vergesellschaftung im Rahmen eines Nationalstaates genutzt.41 Dabei kann der Einsatz von Integration in drei Verschiedenen Bestimmungen gegliedert werden:

1. Unter dem Aspekt der Inklusion, welcher sich auf die Aufnahme bzw. den Eintritt in ein System bezieht, und die Anpassung der Immigrant/-innen an die Aufnahmegesellschaft betrachtet.
2. Unter Einbezug der Kohäsion und dem daraus folgendem Verständnis des Aufnahmelandes als „Einwanderungsland".
3. Unter dem Gesichtspunkt der Föderation als Mittel der Systemstabilität42

Im Unterschied zu Assimilation beinhaltet der Integrationsbegriff heute jedoch eine sozialinterventionistische Komponente. Der Gebrauch geht von reflexiv bis transitiv. Zudem beschreibt die Integration einen nicht endenden Prozess und die Assimilation einen totalen Status. Ferner kann es bei Assimilation und Integration auf gesellschaftlicher Ebene zur unterschiedlichen Formen der Überintegration43 und Desintegration44 kommen. In Bezug auf Assimilation kann es zur Desintegration kommen, wenn die Erwartungen von assimilierten Menschen mit Migrationshintergrund an Partizipation in der Aufnahmegesellschaft nicht erfüllt werden und folglich ein Spannungsverhältnis zwischen Wirklichkeit und eigenen Erwartungen entsteht. In Bezug auf Integration beschreibt Dieter Oberndorfer45 die Problematik der Desintegration folgendermaßen:

„Die Wirksamkeit staatsbürgerlicher, sozialer und kultureller Gleichberechtigung für die [...] Integration wird eingeschränkt oder sogar aufgehoben, wenn sie zwar formal eingeräumt, aber von der Aufnahmegesellschaft nicht oder nur sehr eingeschränkt akzeptiert und praktiziert wird.'46

Diese Problematik veranschaulicht den Schlüsselpunkt bei der Erfassung der Zusammenhänge beider Begriffe. Integration kann als eine theoretische Vorstufe zu einer Assimilation von Menschen mit Migrationshintergrund möglich sein, solange die von der Gesellschaft aufgestellten bzw. geforderten Erwartungen erfüllt sind. Folglich steht der heutige Begriff der Integration zur Assimilation in dem Verhältnis, dass eine Integration auch mit einem geringen Maß an Assimilation erreichbar ist.47 48

2.4 Messung von Integration

Eine Integration in die Gesellschaft zu messen ist in der Wissenschaft umstritten. Der Begriff ist für viele an eine strukturfunktionalistische Theorie und einen Wertekonsens gebunden. Wenn in der Öffentlichkeit von der Messung von Integration gesprochen wird, ist jedoch häufig nicht die Integration in die Gesellschaft gemeint, sondern in gesellschaftliche Teilbereiche. Dabei wird auf von der Wissenschaft erstellte Kriterien zurückgegriffen und unter Einsatz derer gezielte empirische Daten der Bevölkerung mit Migrationshintergrund ermittelt. Diese werden als Monitoringsysteme bezeichnet. Mittels Indikatoren, welche einen Fortschritt beim Integrationsprozess belegen, falls bestimmte Problemanzeigen nicht mehr vorliegen, werden gesellschaftliche Teilbereiche wie z.B. Arbeitslosenzahl von Migrant/-innen veranschaulicht. So kann auch der Erfolg von Integrationspolitik überprüft werden.4950 Dazu werden eindeutige Indikatoren für eine Bevölkerungsgruppe entwickelt und auf Grundlage empirischer Daten verglichen, wie sich gesellschaftliche Prozesse in einem festgelegten zeitlichen Rahmen entwickeln.49 50 Der Fortschritt bemisst sich dabei daran, ob Lebensbedingungen von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund sich angleichen.51

Diese Art der Messung von Integration birgt jedoch einige Problembereiche: Die Indikatoren müssen so genau definiert sein, dass bei einer Kombination aller Indikatoren die derzeitige wirtschaftliche, kulturelle, soziale und politische Stellung von Menschen mit Migrationshintergrund dargestellt wird. „Indicators alone do not mean much. In order to become meaningful they have to be compared over time and - more importantly - to other sets of data."52 Des Weiteren mangelt es bei der Datenlage häufig an Differenzierungen der Zielgruppen. Der Mikrozensus53, auf deren Basis der Integrationsindikatorenbericht54 der Bundesregierung erstellt wurde, differenziert in einer Kombination aus Staatsangehörigkeit, Geburtsland und Einbürgerung. Wie oben erwähnt55, beinhaltet die Bevölkerungsgruppe der Menschen mit Migrationshintergrund jedoch eine viel heterogenere Gruppe. Zudem stellt sich die Frage einer festgelegten Referenzgruppe bzw. Vergleichsgruppe:

"Although this is common practice, the question has to beasked whether it is really useful to compare the migrants' characteristics those of the indigenous population. Is the average of the non- immigrant population really a good point of reference? Or does this sort of comparison neglect central characteristics of the migrants and other important factors determining the indicator in question? Just to give an example: can the high unemployment rate among migrants in many European countries really be considered an indicator of a lack of integration? Isn't it rather an indicator of a lack of qualifications?"56

Der Vergleich müsste folglich zwischen einer Referenzgruppe gleicher Qualifikation vorgenommen werden. Bei einer Feststellung höherer Arbeitslosigkeit von Migrant/-innen könnte auf eine Diskriminierung geschlossen werden. Ferner ist es fraglich, ob Prozesse der kulturellen Integration überhaupt in Zahlen zu messen sind.57

Bei der Strukturellen Integration, welche Zugang zu gesellschaftliche Positionen in der Aufnahmegesellschaft beschreibt, können die Positionen vertikal (Bildung, Höhe von Einkommen) und horizontal (Wohngebiete, Schulen) unterschieden werden. Bei einer Ausgangslage von gleicher Verteilung, könnte die Mehrheitsbevölkerung als Vergleichsparameter herangezogen werden. Die Differenz würde infolgedessen den Zustand der strukturellen Integration widerspiegeln. Jedoch gehen horizontale sowie vertikale Segregation oft miteinander einher. Demnach müsste eine differenzierte Vergleichsgruppe z.B. Migrant/-innen anderer Nationalitäten, abhängig von Indikator und Fragestellung, herangezogen werden. Ein weiteres Problem ist die Deutung von zeitlichen Rahmen. Dort stellen sich die Fragen, was bestimmte und nicht mehr vorhandene Problemanzeigen für den Integrationsprozess generell aussagen und welcher Schluss aus gleichbleibender Differenz gezogen werden kann.58

3. Das gesellschaftliche Meinungshild über Sprachkompetenz und Integration

Im folgenden Kapitel werden Ergebnisse von Umfragen und Interviews vorgestellt, welche das Meinungsbild über Sprachkompetenz und Integration in der Bundesrepublik Deutschland veranschaulichen sollen. Ein Schwerpunkt wird dabei auf die Ansichten bezüglich Sprachen von Migrant/-innen und hörbare Akzente in der deutschen Sprache gelegt.

3.1 Transatlantic Trends: Immigration

Transatlantic Trends: Immigration ist ein Projekt des German Marshall Fund der Vereinigten Staaten. Die Gründung der Stiftung im Jahre 1972 war das Ergebnis einer Schenkung der BRD an die USA, um an den Marshallplan zu erinnern. Die GMF widmet sich der Vertiefung der Verständigung von Europäerinnen und US-Amerikaner/-innen und untersucht dabei gesellschaftliche Gegenstände, die beide Seiten zugleich betreffen. Seit 2008 veröffentlicht die Stiftung jedes Jahr gebündelte Ergebnisse von Umfragen zur Thematik der Einwanderung von Migrant/-innen.59 Die Umfragen führt das Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid60 durch.

In dem Bericht von 2011 sehen 4% der deutschen Bevölkerung die Einwanderung als wichtigsten politischen Gegenstand der nächsten Jahre. Die Arbeit der Regierung in Bezug auf Integration von Migrant/-innen beurteilen 38% als gut und 58% als schlecht. 72% haben keine Angst vor der Einwanderung von Migrant/-innen und 54% sagen, dass die Anzahl an Einwander/-innen genau richtig ist. Auf die Frage, ob der kulturelle Hintergrund ähnlich zu dem der deutschen Gesellschaft sein müsste, stimmen 55% zu und 44% verneinen es.

[...]


1 Vgl. Internetauftritt des Statistischen Bundesamtes: „Pressemitteilungen - Ein Fünftel der Bevölkerung in Deutschland hatte 2010 einen Migrationshintergrund";https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2011/09/PD11_355_122.html (Aufruf: 08.01.2013).

2 Vgl. Internetauftritt der Bundeszentrale für politische Bildung: „Wann war das? - Geschichte der europäischen Migrationspolitik bis heute"; 2008 Berlin; http://www.bpb.de/gesellschaft/migration/dossier- migration/56522/geschichte (Aufruf: 08.01.2013).

3 Vgl. Gogolin, Ingrid: „Sprachenvielfalt - Ein verschenkter Reichtum"; 2003 Hamburg; http://www.migration- online.de/beitrag._aWQ9MTUwNA_.html (Aufruf: 08.01.2013).

4 Sprachkompetenz ist die Summe aller sprachlichen Fähigkeiten, die eine Person in derjeweiligen Sprache besitzt. Vgl. Internetauftritt des Duden: „Kompetenz"; http://www.duden.de/rechtschreibung/Kompetenz (Aufruf: 08.01.2013).

5 Bundesamt für Migration und Flüchtlinge: „Migrationsbericht 2010"; S.14;http://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Publikationen/Migrationsberichte/migrationsbericht- 2010.pdf?_________ blob=publicationFile (Aufruf: 04.12.2012).

6 In diesem Werkt wird der Begriff Migrant/-innen als Synonym für Immigrant/-innen benutzt.

7 Statistisches Bundesamt: „Bevölkerung und Erwerbstätigkeit - Ergebnisse des Mikrozensus 2010"; Wiesbanden 2011, S.6;https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/Bevoelkerung/MigrationIntegration/Migrationshinterg rund2010220107004.pdf?______________________ blob=publicationFile (Aufruf: 04.12.2012).

8 Vgl. Ebd.

9 „Spätaussiedler sind deutsche Volkszugehörige aus den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion und anderen osteuropäischen Staaten, die im Wege eines speziellen Aufnahmeverfahrens ihren Aufenthalt in Deutschland begründet haben." Internetauftritt des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge: „Spätaussiedler"; http://www.bamf.de/DE/Migration/Spaetaussiedler/spaetaussiedler-node.html (Aufruf: 08.01.2013).

10 Statistisches Bundesamt: „Datenreport 2008 - Ein Sozialbericht für die Bundesrepublik Deutschland"; Bonn 2008, S.18;http://www.gesis.org/fileadmin/upload/forschung/publikationen/datenreport/2008/Datenreport2008- Gesamt.pdf (Aufruf: 07.12.2012). Die Autoren meinen mit „Optionsmodell" die geforderte Erklärung von Menschen, die die deutsche Staatsangehörigkeit entweder nach dem Geburtsortprinzip oder durch Einbürgerung erhalten haben und sich ab den Zeitpunkt der Volljährigkeit bis zur Vollendung des 23. Lebensjahres für oder gegen die deutsche Staatsbürgerschaft entscheiden müssen. Vgl. Internetauftritt der Bundesregierung: „Optionsmodell";http://www.bundesregierung.de/Content/DE/StatischeSeiten/Breg/IB/Einbuergerung/gp-optionsmodell.html (Aufruf: 07.12.2012).

11 Vgl. Internetauftritt der Bundeszentrale für politische Bildung: „Bevölkerung mit Migrationshintergrund I"; http://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/soziale-situation-in- deutschland/61646/migrationshintergrund-i (Aufruf: 08.12.2012).

12 Luft, Stefan: „Wie funktioniert Integration? Mechanismen und Prozesse"; in: „aktuelle analysen"; Hans- Seidel-Stiftung e.V., band 53, 2009 München, S.11.

13 Vgl. Statistisches Bundesamt: „Datenreport 2008"; S. 18ff.

14 Auf diese wird im Laufe der Arbeit genauer eingegangen.

15 Die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration: „Integration in Deutschland- Erster Integrationsindikatorenbericht: Erprobung des Indikatorensets und Bericht zum bundesweiten Integrationsmonitoring"; S.3ff; http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Publikation/IB/2009-07-07- indikatorenbericht.pdf? blob=publicationFile (Aufruf: 11.12.2012).

16 Löffler, Berthold: „Integration in Deutschland"; S.5.

17 Vgl. Ebd., S. 1ff.

18 Vgl. da Silva, Turian: „Das war der Anfang!" Haben Integrationskurse nachhaltige Auswirkungen auf die Integration von Zuwanderern in Deutschland? Eine empirische Studie"; Grin Verlag, 1. Auflage, 2011 München, S. 15.

19 Unter dem Begriff „ethnische Minderheiten" (eine ethnische Gruppe) versteht Heckmann Teilbevölkerungen von Gesamtgesellschaften. Diese sind entweder Teile von Völkern, Angehörigen eines Volkes oder ethnische Kollektive, aber keine einheitlichen Phänomene. Minderheiten zeichnen sich durch eine gemeinsame Herkunft, Zusammengehörigkeitsbewusstsein und Gemeinsamkeiten von Kultur und Geschichte aus. Die Identität der Minderheit hat ihre Begründung aus dem eigenen Bewusstsein der Gruppe oder aus der Ansicht und Bezeichnung von außen. Innerhalb der Minderheit bestehen gemeinsame Institutionen und Beziehungssysteme. Nichtsdestotrotz sind Minderheiten keine geschlossenen Einheiten. Nach Heckmann sind diese einer größeren Gesellschaft zugehörig und zeichnen sich durch eine interne Ausdiffernzierung aus. Zudem meint der Begriff Minderheit, nach seiner historischen Bedeutung, eine einhergehende Benachteiligung, Diskriminierung, minderer Ressourcenverfügung oder Stellung minderer Rechte. Vgl. Heckmann, Friedrich: „ Ethnische Minderheiten, Volk und Nation - Soziologie inter-ethnischer Beziehungen"; Enke Verlag, 1992 Stuttgart, S.54ff. u. Aumüller, Jutta: „ Assimilation - Kontroversen um ein migrationspolitisches Konzept"; transcript Verlag, 2009 Bielefeld, S. 116.

20 Unter ethnischen Mehrheiten versteht Heckmann die dominierende ethnische Gruppe im System ethnischer Schichtung. Vgl. Ebd., S.56.

21 Heckmann, Friedrich: „Ethnische Minderheiten, Volk und Nation"; S. 167.

22 Ebd., S.168.

23 Ebd., S.168.

24 Ebd., S.168.

25 Vgl. Wilk, Burkhard: „ Die politische Idee der Integration"; Duncker & Humblot Verlag, 2011 Berlin, S. 19f.

26 Vgl. Heckmann, Friedrich: „Ethnische Minderheiten, Volk und Nation"; S. 167ff.

27 Ebd., S. 170.

28 Vgl. Ebd.,S.170f.

29 Heckmann, Friedrich: „Integration und Integrationspolitik in Deutschland"; in: „efms Paper", european forum for migration studies, Nummer 11,1997 Bamberg, S.1; http://www.efms.uni-bamberg.de/pdf/efms_p11.pdf (Aufruf: 14.12.2012).

30

31 Vgl. Heckmann, Friedrich; Wunderlich, Tanja; Worbs, Susanne; W. Lederer, Harald: „ Integrationspolitische Aspekte einer gesteuerten Zuwanderung - Gutachten für die interministerielle Arbeitsgruppe der Bayerischen Staatsregierung zu Fragen der Zuwanderungssteuerung und Zuwanderungsbegrenzung"; european forum for migration studies, Bamberg, S.15f; http://www.efms.uni-bamberg.de/pdf/bayern.pdf (Aufruf: 15.12.2012).

32 Vgl. Ebd.

33 Vgl. Friedrich, Heckmann: „Integration und Integrationspolitik in Deutschland"; S.lff.

34 Vgl. Heckmann, Friedrich; Schnapper, Dominik (Hrsg.): „The Integration of Immigrants in European Societies - National Differences and Trends of Convergence"; Lucius & Lucius Verlag, 2003 Stuttgart, S. 9ff.

35 Vgl. Heckmann, Friedrich: „Integration or assimilation"; in: Aretz, Hans-Jürgen; Lahusen, Christian (Hrsg.):

„Die Ordnung der Gesellschaft - Festschrift zum 60. Geburtstag von Richard Münch"; Peter Lang Verlag, 2005 Frankfurt am Main, S.277f.

36 Vgl. Aumüller, Jutta: „ Assimilation - Kontroversen um ein migrationspolitisches Konzept"; S.45

37 Vgl. Pagenstecher, Cord: „ Ausländerpolitik und Immigrantenidentität - Zur Geschichte der Gastarbeit in der Bundesrepublik"; Bertz Verlag, 1994 Berlin, S.50.

38 Aumüller, Jutta: „ Assimilation - Kontroversen um ein migrationspolitisches Konzept"; S.131.

39 Vgl. Ebd.

40 Vgl. Ebd., S.45.

41 Vgl. Rainer, Bauböck: „Integration von Einwanderern -Reflexionen zum Begriff und seinen Anwendungsmöglichkeiten"; in: Waldrauch, Harald: „Die Integration von Einwanderern. Ein Index der rechtlichen Diskriminierung"; Campus Verlag, 2001 Wien, S.31ff.

42 Unter Überintegration ist gemeint, dass Teile eines Systems durch das gesamte System blockiert werden und damit zur Erstarrung des Gesamtsystems führen. Vgl. Luft, Stefan: „Wie funktioniert Integration?

Mechanismen und Prozesse"; S. 7.

43 Unter Desintegration wird die Lähmung eines Systems bezeichnet, welche sich in Orientierungsverlust bzw. Problemen der Identitätsfindung der Mitglieder der Gesellschaft aufzeigt. Dies kann zur Auflösung des sozialen Zusammenhalts führen. Vgl. Ebd. U. Sackmann, Rosemarie: „Zuwanderung und Integration -Theorien und empirische Befunde aus Frankreich, den Niederlanden und Deutschland"; VS Verlag, 1. Auflage, 2004 Wiesbaden, S.46.

Dieter Oberndorfer ist emeritierter Professor für Wissenschaftliche Politik und Soziologie an der Universität Freiburg und 2. Vorsitzender des Rat für Migration e.V. .Vgl. Internetauftritt der Universität Freiburg; http://portal.uni-freiburg.de/politik/professuren/internationale-politik/mitarbeiter/prof-dieter-oberndoerfer (Aufruf: 21.12.2012).

45 Oberndorfer, Dieter: „Integration der Ausländer in den demokratischen Verfassungsstaat: Ziele und Aufgaben"; in: Yves Bizeul (Hrsg.): „Integration von Migranten - Französische und deutsche Konzepte im Vergleich"; S. 14.

46 Vgl. Aumüller, Jutta: „ Assimilation - Kontroversen um ein migrationspolitisches Konzept"; S.44ff. u. Heckmann, Friedrich: „Ethnische Minderheiten, Volk und Nation"; S. 170ff.

47 Vgl. Hans, Silke: „Assimilation oder Segregation"; VS Verlag, 2008 Berlin, S.43ff.

48 Vgl. Friedrichs, Jürgen; Jagodzinski, Wolfgang (Hrsg.): „Theorien sozialer Integration"; in: „Soziale Integration"; Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Sonderheft 39, Westdeutscher Verlag,

1999 Opladen, S. 9ff.

49 Vgl. Siegert, Manuel: „Integrationsmonitoring-State of the Art in internationaler Perspektive - Studie im Auftrag des Bumdesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf)"; in: „Schriftenreihe"; european forum for migration studies, Fassung von 23.02.2006, 2006 Bamberg, S.112.http://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Publikationen/Expertisen/integrationsmonitoring- expertise.pdf?_____________ blob=publicationFile (Aufruf: 20.12.2012).

50 Vgl. Berger-Schmitt, Regina; Jankowitsch, Beate : „Systems of Social Indicators and Social Reporting: The State of the Art"; 1999 Mannheim, S.9ff.

51 Vgl. Koopmans, Ruud; Engels, Dietrich; Köller Regine: „Zweiter Integrationsindikatorenbericht - erstellt für die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration", Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, 2011 Köln/Berlin, S.4.

52 Council of Europe: „Measurement and indicators of integration"; 1997 Strasbourg, S.14.

53 Der Mikrozensus ist eine repäsentative Mehrzweckstichprobe von 1% der Bevölkerung. Vgl. Santel, Bernhard: „ Integrationsmonitoring: Neue Wege in Nordrhein-Westfalen"; in: „Politische Essays"; Rat für Migration e.V., Ausgabe 02/2008, 2008 Osnabrück, S. 5.

54 Der zweite Indikatorenbericht wurde 2011 für die Beauftrage für Migration, Flüchtlinge und Integration der Bundesregierung erstellt und ist ein Ergebnis des Nationalen Integrationsplans von 2007, in dem sich die Bundesregierung dazu verpflichtet hat, die Entwicklung dergesellschaftlichen Integration zu messen. Der Bericht dient als Feedback für Integrationsmaßnahmen. Vgl.. Koopmans, Ruud; Engels, Dietrich; Köller Regine: „Zweiter Integrationsindikatorenbericht - erstellt für die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration", S.4.

55 Vgl. dazu Kaptitel 1.2 Council of Europe: „Measurement and indicators of integration"; S.14.

57 Amesberger, Helga; Halbmayr, Brigitte; Pelinka, Anton (Hrsg.): „Integrationsindikatoren - Zur Nachhaltigkeit von Integrationspolitik"; Wien 2000, S.9ff; http://www.ikf.ac.at/pdf/Integrationsindikatoren_Gesamtbericht.pdf (Aufruf: 21.12.2012).

58 Vgl. Internauftritt des German Marshall Fund oft he United States: „About GMF"; http://www.gmfus.org/about-gmf/ (Aufruf: 21.12.2012).

59 Es wurden jeweils tausend Leute in einer mehrstufigen Zufallsstichprobe interviewt. In jedem Haushalt wurde der Befragte per Zufallsprinzip gezogen (ausgewählt durch den am nächsten liegenden Geburtstag). Um einer verwertbare Antwort zu erhalten, mussten bis zu fünf Telefoninterviews und vier face-to-face Interviews durchgeführt worden sein. Die Umfrage ist dabei repräsentativ für die Bevölkerung von 18 Jahren und älter.

60 Vgl. Internetauftritt vonTransatlantic Trends: „Methodology"; http://trends.gmfus.org/immigration/methodology-2/ (Aufruf: 22.12.2012).

Details

Seiten
71
Jahr
2013
ISBN (eBook)
9783656672746
ISBN (Buch)
9783656672722
Dateigröße
2.9 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v275121
Institution / Hochschule
Universität Rostock – Institut für Politik- und Verwaltungswissenschaften
Note
1,3
Schlagworte
integration sprache bedeutung sprachkompetenz integrationsprozess migrantinnen

Autor

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Titel: Integration durch Sprache. Die Bedeutung von Sprachkompetenz im Integrationsprozess von MigrantInnen