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Der Buddhismus in Burma

Das Spannungsverhältnis zwischen Religion und Politik

Seminararbeit 2010 19 Seiten

Südasienkunde, Südostasienkunde

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geschichtlicher Überblick zu Burma

3. Religion in Burma
3.1. Buddhismus
3.2. Die Gemeinschaft der Mönche

4. Menschenrechtsverletzungen

5. Religion und Politik
5.1. Militärdiktatur in Burma
5.2. Mönche vs. Militär

6. Resümee

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Im Rahmen des Seminars Religion und Entwicklung haben wir uns mit verschiedenen Aspekten und Ebenen von Religion und Entwicklung beschäftigt. In dieser Seminararbeit soll der Buddhismus in Burma[1] im Blickpunkt stehen, im Besonderen das Spannungsverhältnis zwischen buddhistischer Religion und burmesischer Politik. Viele Jahrzehnte war Burma isoliert und abgeschottet. Im Jahr 2007 rückte das Land erstmals nach längerer Nichtbeachtung des Westens wieder in das Blickfeld der Weltöffentlichkeit, nachdem es zu massiven Demonstrationen gekommen war, die innerhalb der Gemeinschaft der Mönche ihren Ausgangspunkt genommen hatten.

Als zentrale Fragestellung soll beleuchtet werden, welche Rolle der Buddhismus spielt und welchen Stellenwert er inne hat in einem Land wie Burma, das seit Jahrzehnten von einer Militärdiktatur beherrscht wird. Auf der Seite des Buddhismus soll dabei schwerpunktmäßig die Gemeinschaft der Mönche untersucht werden. Ziel ist es, das Spannungsverhältnis zwischen Religion und Politik genauer zu untersuchen. Demnach wird eine Analyse vorgenommen, die Interaktionen zwischen dem Buddhismus und der Militärjunta aufzeigen soll. Als Hypothese wird angeführt, dass der Buddhismus und die Gemeinschaft der Mönche in Burma eher stabilisierend auf die Militärdiktatur wirken als destabilisierend. Des Weiteren gilt die These, dass die militärischen Machthaber bewusst die buddhistische Religion einsetzen, um ihre Macht zu legitimieren.

Der Aufbau der Seminararbeit gestaltet sich wie folgt: Zuerst leitet ein geschichtlicher Überblick über Burma in die Thematik ein. Es folgt eine allgemeine Beschreibung der buddhistischen Religion. Danach wird speziell die Gemeinschaft der Mönche einer Untersuchung unterzogen. Als Überleitung zum zweiten Teil der Seminararbeit werden die Proteste der Mönche im Jahr 2007 eine genaue Beschreibung erfahren. Die Verbindung der Themenfelder Religion und Politik wird dahingehend erfolgen, dass zuerst ein Blick auf die Militärdiktatur in Burma erfolgt und danach eine Gegenüberstellung der politischen und religiösen Seite. Abschließend wird im Resümee der Versuch unternommen, das Spannungsverhältnis zwischen Politik und Religion zu bewerten.

[...]


[1] Im Rahmen dieser Seminararbeit wird die Bezeichnung „Burma“ verwendet. Der gegenwärtig offiziell verwendete Landesnamen „Union Myanmar“ wurde 1989 von der Militärjunta eingeführt. Diese Namensänderung erfolgte ohne Einbezug der Bevölkerung und auch mit dem Hintergedanken, um von den massiven Protesten des Jahres 1988 abzulenken. Somit kann die Verwendung des Namens „Burma“ in dieser Seminararbeit durch den Autor auch als politische Abgrenzung gegenüber der Militärjunta angesehen werden.

Details

Seiten
19
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783656684596
ISBN (Buch)
9783656684589
Dateigröße
467 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v275738
Institution / Hochschule
Universität Wien – Institut für Internationale Entwicklung
Note
Schlagworte
Religion Entwicklung Buddhismus Burma Politik Spannungsverhältnis Gemeinschaft Mönche Menschenrechtsverletzungen Militärdiktatur Militär Militärjunta Myanmar Menschenrechte Meinungsfreiheit Sangha Theravada Theravada-Buddhismus Yangon Shwedagon-Pagode Nonnen Mönchsgemeinschaft Proteste Demonstrationen Widerstandsbewegung

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Titel: Der Buddhismus in Burma