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Die Norwegisierung der Sámi im 19. und 20. Jahrhundert

Magisterarbeit 2012 65 Seiten

Skandinavistik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung
1.1. ÜberdassámischeVolk
1.2. Früheste Quellen und sámische Geschichte

2. Zentrale Begrifflichkeit

3. Geschichtliche Entwicklung in Norwegen nach 1814. Die norwegische Identitätskon­struktion
3.1. Die Rolle des technischen Progresses
3.2. Die Erschaffung des ,nynorsk‘
3.3. Der kulturelle Nationalismus

4. GründefürdieNorwegisierung
4.1. Sozialdarwinismus
4.2. Die Gefahr im Osten
4.3. Die Besiedlung in Norwegen

5. Mittel der Norwegisierung
5.1. Die Reform in der Bildung
5.2. Norwegisierungsstrategien in anderen Sphären
5.2.1. Administrative Veränderungen
5.2.2. Das Gesetz für Grundbesitzrecht
5.2.3. DerPomohandel
5.2.4. Rentierzucht

6. Die Endphase der Norwegisierung
6.1. Die Gründung des Sámikomitees
6.2. Der Alta-Fall

7. Zusammenfassung

Literatur,

1. Einleitung

Der Begriff,Sámi‘ bezeichnet ein Urvolk in dem nördlichen Teil Europas. Die Sámi formen eine ethnische Gruppe in den modernen Staaten Norwegen, Finnland, Schweden und Russland. Sie sind eines der zahlreichsten indigenen Völker, die in Europa überlebt haben und faszinieren die Forscher seitJahrhunderten. Bis heute stellen sich Fragen, was der anthropologische Ursprung dieses Volkes ist, woher die sámischen Sprachen stammen und wann die Territorien in Nordeuropa von ihnen zum ersten Mal bewohnt wurden.

Die Geschichte dieses indigenen Volkes ist lang. Archäologischen Befunden nach ist das heutige Lebensgebiet der Sámi seit langem eine Heimat für Menschen gewesen: „Entlang der Küste Finnmarkens hat man Steinwerkzeuge gefunden, die als Beweis für eine Besiedlung des Gebietes vor SOOOJahren dienen“.[1] Wann genau die Sámi das Gebiet besiedelten, ist laut unterschiedlichen Quellen schwer einzuschätzen. Aber dasjäger- und Fischervolk, das diese Gebiete in Nordeuropa schon seit Tausenden vonJahren besiedelt hat, bestand höchstwahrscheinlich aus den Vorfahren der heutigen Sámi. Durch die Jahrhunderte mussten die Sámi die Vereinnahmung ihres Landes beobachten und miterleben. Als ein friedliches Volk, dessen „eigene Sprache den Begriff,Krieg* nicht aufweist“[2], nahmen die Sámi ihre Kolonisatoren gewaltlos auf und lebten ihren Anforderungen nach, was manchmal eine Steuerzahlung an drei unterschiedliche Mächte bedeutete[3], die eine extreme Armut für die Sámi zur Folge hatte. Die reichen natürlichen Ressourcen von Nordeuropa - ein ergiebiger Fischbestand in dem Meer und den Seen, weitreichendes Weideland und eine Tierwelt reich an jagdwild lockten schon immer Opportunisten an. Das war sowohl ein Segen als auch ein Fluch für die Ureinwohner des europäischen Nordens. Die Neuerungen, die die neuen Siedler mit sich brachten, hatten nicht immer einen positiven Einfluss auf das indigene Volk. Der Alkohol zum Beispiel, der unter anderem das Ende für die Ureinwohner von Amerika als einzige Herrscher ihres Kontinentes bedeutete, übte seinen verderblichen Einfluss auch auf die sámische Gesellschaft aus. Auf der anderen Seite führten die Kolonisatoren viele Modernisierungen und Verbesserungen des Lebens in dem sámischen Alltag ein.

Dass heutzutage die Sámi eine anerkannte Ethnizität mit einer zelebrierten Identität darstellen, ist unbestritten. Es gab allerdings Zeiten, in denen das Wort Sámi eine sehr negative Konnotation trug und den sámischen Namen oder Sprache zu behalten, brachte Armut, Verachtung und Diskriminierung mit sich. In Norwegen und Schweden unterliefen die Sámi im 19. und Anfang des 20.Jahrhundert einen Prozess der Assimilierung - respektive Norwegisierung und Schwedisierung genannt. Die sámischen Sprachen, Namen und Lebensweise waren historisch gesehen unbequem fur die derzeitigen politischen Ziele der Staaten und folglich auch unerwünscht. Dieser Prozess war in Norwegen äußerst ausgeprägt. Die Schwedisierungsmaßnahmen waren weder so intensiv und effizient gewesen noch dauerten sie so lange, wie diese in Norwegen. Besonders in dem Bildungs­wesen wurde vieles unternommen, um die Sámi in ,,a population of Norwegian farmers who are tied by their livelihood to where they live and who have an empathie sense of Nor­wegian nationhood“[4] umzuwandeln. Die sámische Sprachen durften in der Schule überhaupt nicht mehr benutzt werden. In anderen Bereichen kam es auch zu Beschränkungen und Druck, die eigenen Namen und Sprache zu ändern, um sich in die norwegische Gesellschaft eingliedern zu können.

Ziel dieser Magisterarbeit ist, die Handlungsweisen, die zu der Norwegisierung der Sámi im 19. und 20.Jahrhundert dienten, zu analysieren. Der Norwegisierungsprozess im Lande galt nicht nur für die Sámi, sondern auch eine andere Ethnizität, die in Norwegen existiert: die Kven. Zentraler Zweck dieser Arbeit ist aber eine ausführliche Untersuchung der sámi­schen Norwegisierung und ihrer Folgen, insofern wird sich das Hauptinteresse der Arbeit ausschließlich diesem Volk widmen. Es wird weiterhin eine mögliche Relation zwischen dem Prozess der Norwegisierung und der Entwicklung eines norwegischen Nationalbe­wusstseins erforscht, in sowohl historischer als auch politischer und kultureller Hinsicht.

Zu diesem Zweck wird zunächst die zentrale Begrifflichkeit, die sich auf die Sámi als indigenes Volk und eine mögliche Identitätskonstruktion bezieht, erläutert. Es wird die Identitätskonstruktion und die essentiellen Gemeinsamkeiten, die die Sámi zu einem Volk machen, untersucht. Eine kritische Auseinandersetzung mit den historischen Hintergründen, die die Bildung des nationalen Bewusstseins in Norwegen voraussetzten, wird einem Herauskristallisieren der auslösenden Faktoren der Norwegisierung zugrunde liegen. Es wird in der Tiefe die Frage untersucht, welche Konsequenzen die Norwegisierung für die sámische Ethnizität in Norwegen hatte. Anhand statistischer Angaben wird gezeigt, wie sich die Anzahl der Menschen, die sich selbst als Sámi bezeichneten, unmittelbar nach denjahren des Norwegisierungshöhepunktes veränderte; auf der anderen Seite aber weckte dieser Prozess das gemeinsame Bewusstsein der Sámi und brachte das Volk zusammen. Es wird die These aufgestellt, dass die kulturelle und politische Unterdrückung die Ent­wicklung eines gemeinsamen Bewusstseins verursachte, dass die Gefahr der Assimilierung und des Verlustes der eigenen Sprache und des kulturellen Erbes die Sámi als Volk zusammenbrachte; die sámische Identitätskonstruktion im modernen Sinne beginnt eigentlich erst nachdem die Sámi davon bedroht waren, als Volk zu verschwinden. Infolgedessen kann die Norwegisierung als ein Katalysator der sámischen Identitätskons­truktion gewirkt haben. Inwiefern diese zerstreuten Stämme, deren Sprachen sich zum Teil so sehr voneinander unterschieden, dass sie sich nicht mal untereinander verstanden, ein Bewusstsein für Zusammengehörigkeit hatten, bevor der Druck der Norwegisierung sie in den Internaten in Finnmark zusammenbrachte, ist eine schwer zu beantwortende Frage. Da eine ethnische Gruppe ist „defined by certain cultural features, including language”[5], ist auf jeden Fall anzunehmen, dass die Sámi schon im 16.Jahrhundert als eine getrennte Ethnizität in Skandinavien anerkannt wurden. Ihre Differenz zu den anderen Skandinaviern wurde zweifelsohne gesehen. Spätestens seit dem Jahr 1751, als das Lappenkodizill unterschrieben wurde, ist es klar zu bemerken, dass die Sámi als ein unterschiedliches Volk wahrgenommen wurden, mit unterschiedlichen Bedürfnissen, wie das Recht sich über die Staatsgrenzen frei zu bewegen. Diese Anerkennung verdiented aber die Sámi wahrscheinlich schon viel früher:

For the Saami, the chronological limit would logically seem to be located at the beginning of the Modern Age [...] (1550-1600). At this time many historically recognized Saami characteristics, such as certain types of dwelling and reindeer husbandry, rapidly formed and became established [...]. While many of the older features, such as religion, clearly survived in the region, one can nevertheless take this to be the point at which the Saarni identity began in historical sense.[6]

Aber wann genau entwickelte sich diese .Identität* so weit, dass sie auch von den Sámi selbst verinnerlicht wurde? Es ist anzunehmen, als sie von dem norwegschen Staat angegriffen wurde. In diesem Sinne wird die These untersucht, dass die Norwegisierung zu der Konstruktion der sámischen Identität einen wesentlich Beitrag leistete.

1.1. Über das sámische Volk

Um die Norwegisierung besser verstehen und analysieren zu können, ist es wichtig, an erster Stelle den Begriff Sámi zu erläutern. Es stellt sich die Frage: was macht einen Sámi aus und welche kulturelle, ethnische und politische Bedeutung trägt dieser Begriff. Zu die­sem Zweck ist es wichtig, Schlüsselmomente der sámischen Geschichte vor dem Anfang der Norwegisierung aufzulisten sowie zentrale Begriffe zu erläutern, die zu dem Verständnis beitragen sollen, was indigenes ,Volk‘, ,Ethnizität‘, .Minderheit* etc. ist.

Die Sámi sind das Urvolk Nordeuropas. Das Gebiet, das sie bewohnen, wird von ihnen selber als ,Sápmi* bezeichnet. Dieses Gebiet, das seit Urzeiten von den Sámi Heimat genannt wird, ist aufgrund der Grenzziehung zwischen den modernen Staaten Norwegen, Schweden, Finnland und Russland, aufgeteilt: „The Sami region of today extends from Idre in Dalarna, Sweden and adjacent areas in Norway south to Engerdal in Hedmark County. To the north and east it stretches to Utsjoki in Finland and Varanger in Norway and on to the Kola Peninsula in the Russian Federation”.[7] Durch diejahrhunderte bekamen die Sámi viele verschiedene Bezeichnungen - ,Finnoi‘, ,Skrithfinoi‘, .Screrefennae*[8]. Die früheste bekannte Quelle über sie stammt von dem römischen Schriftsteller und Politiker Tacitus. Seine ethnographische Schrift über die germanischen Völker „Germania“ von 98 n. Chr. Spricht über die ,Fenni‘, es wird meistens angenommen, dass damit die Sámi gemeint sind. Eine an­dere Benennung gehört zu einer moderneren Begrifflichkeit: ,Fappen*. Etymologisch ist das

Wort auf die geographische Bezeichnung ,Lappland‘ zurückzuführen, aber der „Terminus ,Lappen‘ ist durch die politische und ethnische Bewußtseinsbildung im Laufe der vergan- genenjahre durch die Eigenbezeichnung ,Saamen‘ ersetzt worden [...]“.[9]

Heute befinden sich die Sami in ihrem Siedlungsgebiet fast überall in der Minderheit. In Abhängigkeit davon, welche Kriterien zur Bestimmung der Ethnizität gelten, werden unter­schiedliche Angaben in diversen Quellen bezüglich der Anzahl der Sámi heute gefunden. Die Zahlen schwanken zwischen 50 000 und 70 000. Von diesen sind geschätzt etwa die Hälfte, 30 000-35 000, Muttersprachler einer der sámischen Sprachen.[10] Die Mehrheit der Quellen einigt sich über die folgenden Angaben: in Schweden wohnen zwischen 17 000-20 000; 5 700 - in Finnland; am kleinsten ist die sámische Bevölkerung in Russland - rund 2 000 Men­schen; in Norwegen besteht die größte sámische Bevölkerung, zwischen 30 000 und 40 000.[11] Die Mehrheit der norwegischen Sámi „live in the two northernmost provinces (Finnmark 15,000, Troms 9,000)“.[12]

Untersuchungen des anthropologischen Ursprungs der Sámi fanden heraus, dass keine Verwandtschaft zwischen ihnen und den anderen Skandinaviern besteht. Umso inte­ressanter ist die Frage: woher kam dieses Volk? Eine sichere Antwort auf diese Frage liegt noch im Dunkeln der Geschichte. Unter der Annahme, dass die Rentierherden die Hauptnahrungsquelle der Vorfahren der Sámi gewesen sind, gehen viele Forscher davon aus, dass die Lappen dem nach Norden vordringenden Ren gefolgt seien. Nach der letzten Eiszeit wanderte das Ren über Südschweden und über die karelische Landzunge in den skandinavischen Raum ein. Überall auf diesem Weg gibt es auch archäologische Funde [...].[13] Es ist allerdings nicht eindeutig, ob diese archäologische Funde auf die Sámi zurückzuführen sind. Durchaus möglich ist, dass es sich in diesem Fall um ein anderes Volk oder anderen Stamm handelt, denn „Das Feben war viel zu hart, der tägliche Existenzkampf so dramatisch und die Ernährungsweise so abwechslungslos, daß sich keine höhere Kultur entwickeln könnte“.[14] Folglich sind die gefundenen Artefakte nicht unbedingt spezifisch für die sámische Kultur. Auch deswegen ist es so schwierig den sámischen Ursprung heraus­zufinden. Durch diejahre gab es viele Theorien, mehr oder weniger überzeugend:

Early researchers into Saarni racial traits were largely preoccupied with measuring Saarni skulls, and have presented a range ofhypotheses claiming almost every conceivable origin for the Saarni. Guerault (1860-63) and Nilsson (1866) considered the Saarni to be mongoloid. Schefferus (1673) grouped the Saarni with the Finns. Giuffrida-Ruggeri (1913) placed them with the Samoyeds. Wiklund conceived of the Saarni as the remnants of the root race for both yellow and white races. The Saarni have even been called the lost tribe of Israel.[15]

Bisjetzt hat sich keine der existierenden Theorien als eindeutig wahr etabliert. Es ist nicht völlig klar, woher die Sámi stammen. „In ihrem physiognomischen Erscheinungsbild differieren die Lappen deutlich von den anderen Bewohnern der Nordkalotte.“[16] Typisch sind eine kleinwüchsige magere Körperstruktur, eine dunklere Hautfarbe und eine kantig ausgeprägte Gesichtsform. Einem der letzteren Forschungsstände nach, handelt es sich bei den Sámi nicht um eine getrennte ,Rasse“, sondern um eine „Anpassungsform an den Lebensraum“.[17] Die Messungen der physiognomischen Merkmale „stehen denen anderer nordeurasischer Naturvölker sehr nahe, denn alle diese Völker sind phäno- und geno­typisch durch die harte Umwelt mehr oder minder verkrüppelt“.[18] In diesem Kontext sollte sich natürlich „verkrüppelt“[19] als ,den natürlichen Umständen angepasst* verstehen, ähnlich wie die Inuit in Kanada sich mit der Zeit an das harte Klima durch physiologische Veränderungen angepasst haben. Die Sámi an sich haben bemerkenswerte Unterschiede entwickelt, so dass eine ethnologische Grenze zwischen Ostsámi und skandinavischen Sámi gezogen werden kann, die durch den Inari-See verläuft.[20]

Aus sprachwissenschaftlicher Sicht könnten die Sámi mit den Finnen, Esten oder anderen Völkern, die finnougrischen Sprachen sprechen, verwandt sein. Die finnougrischen Sprachen konstituieren einen getrennten Zweig in der europäischen Sprachenlandschaft und sind insofern .exotisch*, da sie nicht zu der indoeuropäischen Sprachfamilie gehören. Sprachen dieser Sprachfamilie sind auch Ungarisch, Chantisch, Mansisch, Komi, Udmurtisch. Die Zugehörigkeit der sámischen Sprachen zu der finnougrischen Sprachfamilie zeugt fur eine kulturelle Gemeinsamkeit mit den Völkern, deren Sprachen aus dieser Sprachfamilie stammen. Viele Gemeinsamkeiten haben die sámischen Sprachen auch mit den samojedischen, besonders auf der lexikalischen Ebene, es bestehen viele Wortgleichheiten. Mehrere Lehnwörter aus dem Finnischen indizieren einen Umgang mit den Finnen, der seit mindestens 2000Jahren existiert.[21] Die Lehnwörter aus dem Altnordischen wanderten wahrscheinlich schon 500z600 in die sámischen Sprachen ein, als ein stärkerer Kontakt mit den Norwegern bestand.[22] Obwohl eine eindeutige Aussage über die Frage, woher sie kommen und welche ethni­sche Zugehörigkeit sie haben, nicht gemacht werden kann, kann man mit relativer Sicher­heit sagen, dass die Sámi sich als Volk von den heutigen Skandinaviern unterscheiden.

Umso weniger rational scheint ein Versuch, diese Menschen, die weder genetisch noch sprachlich mit den Norwegern verwandt sind, zu norwegisieren.

1.2. Früheste Quellen und sámische Geschichte

Es ist sehr wichtig, ausdrücklich zu vermerken, dass in dem Fall der Sámi erst nach dem Ersten Weltkrieg sich die Kennzeichen einer Identitätskonstruktion bemerkbar machen. Vorher waren die Sámi eher zerstreute Stämme, die ein großes Territorium in Skandinavien bewohnten. Aus diesem Grund hatten die unterschiedlichen Stämme auch wenig Kontakt miteinander und untergingen folglich auch zum Teil einer unterschiedlichen geschichtlichen Entwicklung. Deswegen ist es schwierig, die sámische Geschichte als eine Einheit zu betrachten und überhaupt feste Aussagen über ,die Sámi als Volk* zu machen.

Des Weiteren sind die Quellen, die in diesem Kapitel angegeben werden, teilweise sehr alt und deswegen nicht immer vollkommen verlässlich. Vielmals wird über die ,Fenni* gesprochen, die laut neueren Quellen tatsächlich die Sámi waren. Für die Ziele dieser Arbeit wurde dieser Umstand ohne Weiteres angenommen. Nichtsdestotrotz müssen die ältesten Quellen sehr kritisch und mit Vorsicht betrachtet werden.

Die Sámi blicken auf eine sehr lange Geschichte zurück. Berichte über sie sind schon in Tacitus „Germania“ zu finden, aber auch in manchen skandinavischen Sagen. Über sie infor­mieren auch der Norweger Ottar, Adam von Bremen, der griechische Historiker Procopius.

Tacitus schreibt imjahre 98 n.Chr. eine kurze ethnographische Schrift über die germa­nischen Stämme in Europa - „Germania“. Darin erwähnt er auch das Volk der ,Fenni‘ (.Fen­nen* in der deutschen Übersetzung) und beschreibt ihre Gesellschaft als eine unentwickelte und extrem arme: „Bei den Fennen ist eine wunderbare Wildheit und abscheuliche Armuth. [...] zum Febensunterhalt dient Gras, zur Kleidung Felle, das Fager ist der Boden“.[23]

Die nächste bedeutende Quelle erscheint erst ca. 500Jahre nach Tacitus. Der griechische Historiker Procopius erwähnt die Sámi unter dem Namen Skritiphinoi und beschreibt sie als einjägervolk.[24]

Óttar war ein wohlhabender norwegischer Bauer, der nach der von ihm unternom­menen Reise in den höheren Norden, einen Bericht darüber schrieb und diesen dem König Alfred dem Großen von England gab. Es wird berichtet, dass Óttar selbst Rentiere besaß, was zu dieser Zeit nur für die Sámi typisch war, und dass die Sámi ihm eine Steuer zahlten - die sogenante ,finneskatt‘, wobeijeder seinem Wohlstand entsprechend zahlte.[25] Aus seinem Bericht ist zu lesen, dass die Sámi, in deren unmittelbaren Nähe er lebte, in erster Finie Fischer undjäger waren, diejagd auf Pelztiere und Wal- und Seehundfang betrieben,[26] aber auch, dass sie sich mit der Rentierzucht beschäftigten: „Ottar er den forste av váre kilder som spesielt nevner tamreinen i forbindelse med samene“.[27] Dass sie ihm Steuer zahlten, spricht für ihre friedliche Natur und den Mangel an militärischen Erfahrungen. Es bestätigen sich die Informationen, die Tacitus angibt, dass die ,fenni‘ keine Waffen besaßen. In diesem Sinne nehmen manche Historiker an, dass die Steuer, die die Sámi an die skandinavischenjarlen zahlen haben müssen: ,finneskatt‘, eigentlich Resultat eines Abkommens zwischen den Sámi und den Skandinaviern war. Die Sámi produzierten Waren, die in Westeuropa als rar und wertvoll galten: „fine furs, hides, ropes and walrus ivory, which were useful in the gift exchange system between members of the Norse elite“.[28] Deswegen stellt sich die These, dass die Sámi die Steuer ,finneskatt‘ zahlen mussten, um sich die Protektion der skandinavischenjarle gegen eventuelle Kolonisatoren ihrer Territorien zu sichern. Wäre die Vergünstigung nicht gegenseitig gewesen, macht Bately die berechtigte Bemerkung, dass „otherwise they would simply have .vanished* into the landscape“.[29] Weiterhin konnten die Sámi von ihren Beziehungen mit den Skandinaviern und insbesondere mit den Norwegern durch den Erwerb neuen Wissens profitiert haben, beispielsweise bei der Landbebauung: „Moreover, linguists argue that loanwords in Sami which are derived from early Norwegian, maybe as early as 500z600, [...] imply that groups of Sami at this stage took up agriculture according to the practice of their Nordic neighbours“.[30] Es sind auch archäologische Befunde vorhanden, die belegen, dass die Sámi von den Skandinaviern metallische Gegenstände bekamen, höchstwahrscheinlich als Währung bei dem Handel: „Sami metal depostis from the 9th and 10th century mainly contain objects probably deriving from the West“.[31] In allen Fällen steht die Annahme fest, dass die Beziehung zwischen den Sámi und den Skandinaviern, insbesondere den Norwegern auf gegenseitigem Respekt und Zusammenarbeit basierten.

Interessant ist die Anmerkung über die Sámi in der Egils Saga, dass eine Steuer von den ,finn* im Norden gesammelt wurde: „hann fekk honum og finnferd, konungssyslu á fjalli og finnkaup“.[32] Unter anderem werden auch andere Völker benannt: ,Kvenir‘, ,Kirjálar‘, die eindeutig keine sámischen Völker sind. Aus diesem Grund ist es relativ gefahrlos anzu­nehmen, dass mit dem Begriff.finn* doch genau die Sámi gemeint sind, und dass ,Finnmg rk* eine geographische Bezeichnung für das Wohngebiet dieses Volkes ist. Aus der Saga lässt sich herauslesen, dass es sich bei dem .finneskatt* um eine Tradition gehandelt hat, da die Sámi mal mehr, mal weniger bezahlten: „Teir fóru um vetrinn á fjall og hg fdu med sér ^rjá tigu manna; ^ótti Finnum miklu minni vegr at ^essum syslumg nnum en Ipá er Tórólfur fór; greiddisk allt miklu verr gjald ^ad, er Finnar skyldu reida“.[33] Es können Beispiele aus mehreren Sagen hervorgebracht werden, die belegen, dass ein Kontakt zwischen den Sámi und den Skandinaviern bestand: Die Heimskringla erwähnt sie in den Geschichten von Olav Tryggvason und König Harald Härfagre. Aber auch in diesen Fällen müssen die Quellen mit Vorsicht behandelt werden, und obwohl generell angenommen wird, dass an diesen Stellen tatsächlich die Sámi erwähnt werden, ist es immerhin nicht vollkommen sicher, dass das unbedingt der Fall ist.

Von den später erschienenen Quellen sind der deutsche und der dänische Historiker Adam von Bremen und Saxo Grammaticus erwähnenswert, die auch über einjägervolk in Skandinavien schreiben. Interessant sind die Informationen, die von dem Schweden Olaus Magnus stammen, dass auch die sámische Frauen an der Jagd teilnahmen,[34] ein deutlicher Beweis über die relative Gleichstellung der Geschlechter in der sámischen Gesellschaft.

Über die Zeit bis 1751, demjahr, in dem das sogenannte Lappenkodizill unterschrieben wurde, ist über die sámische Geschichte die Entwicklung der separaten Stämme verhält­nismäßig wenig bekannt. Es gibt Informationen, dass ihre Länder von den Norwegern, vor allem aber auch von den Russen und den Finnen langsam kolonisiert wurden: „Particularly during times ofharvest failure and famine, many lesser freeholders and peasants left their families and fled north in search of the riches offered by the northern forests and to seek shelter from the advancing feudal powers”.[35] Somit wurden langsam auch die Territorien im Norden von den schon stabilen Staaten Schweden, Norwegen und Russland beansprucht. Aufgrund von Unklarheiten unter den Staaten gab es auch Bereiche, die von mehr als einem Staat als eigene Territorien anerkannt wurden. Somit mussten die Sámi, die in solchen Ländern lebten, Steuer an bis zu drei Steuerempfänger zahlen: Russland, Norwegen und Schweden. Im 17.Jahrhundert haben Russland und Norwegen sich darüber geeinigt, von den Sámi, die an der Küste lebten, nicht gleichzeitig Steuer zu verlangen. Alle Sámi, die im Landesinneren lebten, mussten Steuer an Dänemark-Norwegen auf der einen Seite, und an Schweden auf der anderen bezahlen.[36] Die Unklarheiten bezüglich genauer Grenzen zwischen den Staaten wurden im lS.Jahrhundert behoben. Das Friedensabkommen von Teusina vom Jahre 1595 setzte die Grenzen zwischen Russland und Schweden fest. Die Sámi, die auf der Kola Halbinsel lebten, wurden von den skandinavischen Sámi getrennt. Die Grenzefrage zwischen Dänemark-Norwegen und Schweden wurde in dem Friedensvertrag von 1751 in Stromstad geklärt. Ein 30-seitiges Addendum sorgte fur die sámischen Migrationsrechte über die Staatsgrenzen, das sogenannte Lappenkodizill, das auch als die ,Sámi Magna Carta*[37] bekannt ist. Es wurde das Sonderrecht der Rentierzüchter berücksichtigt, wonach ihnen die Bewegungsfreiheit über die Staatsgrenzen hinaus zusammen mit dem Rentier gewährt wurde.

Die schriftlichen Quellen über das sámische Volk aus dem 17Jahrhundert sind schon von einem größeren historischen Wert. Die schriftlichen Dokumente aus der Zeit „sind in Zusammenhang mit Maßnahmen entstanden, mit denen die Politik der nationalen Einheit insbesondere seit der zweiten Hälfte des 17.Jahrhunderts in Schweden-Finnland und in Dänemark-Norwegen gefördert werden sollte“.[38] Am wichtigsten war, die sámische Religion besser zu verstehen, und die Sámi im Idealfall zum Christentum zu bekehren, was eine Vor­aussetzung für die Stabilität der Staaten ein Faktor sein könnte. Sowohl auf den schwedi­schen als auch auf den norwegischen Territorien wurden Missionare beauftragt, die sámi­sche Kultur, Lebensweise, Sprachen und Religion zu dokumentieren und dort den christlichen Glauben zu verbreiten. Sehr bekannt ist in diesem Zusammenhang der Deutsche johannes Schefferus, Professor für Rhetorik und Staatslehre an der Universität Uppsala, der eine Abhandlung über die Sámi verfasste: „Lapponia“ erschien 1673 in Frankfurt am Main.[39] Die Abhandlung wurde sehr schnell populär und in mehrere Sprachen übersetzt.

In Norwegen wurde Thomas von Westen mit der Aufgabe beauftragt, die Sámi zum Christentum zu bekehren. Er wurde später oft als ,Saamenapostel*[40] bezeichnet. Seine Schriften, die er auf Berichten der Sámi basierte, sowie eine bedeutende Kollektion von Schamanentrommeln wurden leider in dem Brand von Kopenhagen 1795 zerstört. Von Westens Erfolg auf seiner Mission beruhte auch auf dem Fakt, dass er eine sámische Sprache lernte. Er führte sogar einen Zensus durch, aus dem bekannt ist, dass „1724 there were 1472 Sámi families, representing 77231 individuals, in the Sámi areas of Norway“.[41]

Die Arbeit, die Schefferus und von Westen über die Sámi leisteten, ist zentral in dem Sinne, dass die Existenz der Sámi zum ersten Mal für die Welt „veröffentlicht“ wurde und sie für den Rest Europas bekannt machte. Viele andere Forscher beschäftigten sich in dieser Zeit auch mit den Sámi, unter anderem Olsen undjens Kildal,Johan Randulf, Carl Solander, Knut Leem, Henric Frobius und Sigvard Kildal, die über Norwegischlappland berichteten, sowie Pehr Högström und Pehr Fjellströmm, die Informationen über Schwedischlappland sammelten.[42]

Diese Werke konstituieren die Basis für eine extensive Forschung über die Sámi, die bis heute noch fortgeführt wird. Es werden immer noch die Aspekte des ,Sámitums‘ untersucht und analysiert, wie bereits erwähnt, die Faszination mit diesem Volk bleibt erhalten. Heutzutage wird viel über die Sámi von Forschern und Wissenschaftlern sámischen Ursprungs geschrieben. Berühmte Namen darunter sind der Professor für Ethnologie Israel Ruong oder die Professorin für sámische Fiteratur Vuokko Hirvonen. Andere namhafte sámische Wissenschaftler sind Harald Gaski, Mikael Svonni, Nilla Outakoski. Bekannte Forscher, die wichtige Beiträge zur Sámiforschung leisteten und deren Werke unter anderem auch dieser Arbeit als Quellen zu Grunde liegen, sind Vorren und Manker, Hugh Beach, Ole Magga, Ivar Björklund. Mehrere Werke wurden in den letztenjahren verfasst, die sich aufdie soziokulturellen und -politischen Aspekte des Lebens der Sámi konzentrieren sowie die Aufsätze von Thuen oder Jones-Bamman.[43]

Dieser Überblick über die sámische Geschichte und Forschung hatte zum Ziel, die Sámi als einen Exoten unter den Völkern in dem heutigen Europa darzustellen. Das sind sie jedenfalls - ein indigenes Volk, das seit Urzeiten Territorien in Fennoskandinavien bewohnt und das sich von den heutigen Skandinavier in mehrerer Hinsicht, die seine unikale Identität zum Vorschein bringt, unterscheidet - Sprache, Herkunft, kulturelle Traditionen, Kunst. Sie sind ein Volk mit besonderer Stellung unter den anderen in Europa, das schon immer vielerlei Forschung in unterschiedlichen Bereichen inspiriert hat.

2. Zentrale Begrifïlichkeit

Essenziell fur die richtige und profunde Ausarbeitung des Themas über die Norwe- gisierung der Sámi ist die Definition mehrerer Begriffe. In diesem Kapitel sollen meiner Ansicht nach die wichtigsten, sofern möglich, definiert und erläutert werden.

An allererster Stelle ist eine Auseinandersetzung mit dem Begriff,ldentität‘ nötig, da er in einem engen Zusammenhang mit dem Thema steht. Es soll die These untersucht werden, dass die Norwegisierung der Sámi eine verstärkte Identitätskonstruktion unter ihnen ausgelöst haben muss, und um diese überhaupt beweisen zu können, muss eine Definition für .Identität* herausgearbeitet werden.

„Amartya Sen vertritt die Ansicht, dass nicht nur die kulturelle Zugehörigkeit, eine Einteilung der Welt nach wenigen Kriterien wie Ethnizität oder Religion, die Identität eines Menschen ausmacht.“[44] Also haben mehrere Faktoren eine Bedeutung bei der Bestimmung der Identiät eines Menschen oder einer Gruppe. Neben Ethnizität und Religion können das die Sprache, Kulturerbgut und die traditionelle Lebensweise sein. Des Weiteren muss die Identität eines Individuums als „eine Konstruktion, die auf äußere Bedingungen reagiert“[45] verstanden werden. Deswegen war der Eingriff des norwegischen Staates auf die sámische Gesellschaft und auf zentrale Charakteristiken, die die Identität einer Gruppe ausmachen - Sprache und kulturelle Traditionen, so gefährlich - die Identität einer Person kann beeinflusst und willkürlich geändert werden.

Der Begriff.Minderheit* an sich ist einer, der eine so breite Bedeutung haben kann, dass es sehr schwierig ist, ihn klar zu definieren. Eine Gruppe von Menschen kann eine Minderheit darstellen, basierend auf, im weitesten Sinne, Unterschieden, die sie gegenüber der dominierenden Gesellschaft aufweisen. Eine Definition aber, die alle Minderheiten auf der Welt umfassen könnte, sollte so allgemein sein, dass die Besonderheiten der diversen Minderheiten nicht darin angegeben werden könnten. Deswegen sind alle Definitionen des Begriffes, die zum Zwecke dieser Arbeit gefunden wurden, relativ umfassend und etwas ungenau. Im allgemeinen Verständnis kann .Minderheit* mit der Definition Capotortis bestimmt werden:

Die wohl weiteste Anerkennung hat die Definitionsthese von Capotorti erfahren, der ein Mitglied der VN- Unterkommission zur Verhinderung der Diskriminierung und zum Schutz von Minderheiten war. Demnach ist eine Minderheit: „Eine zahlenmäßige kleinere Gruppe als der Rest der Bevölkerung, dessen Mitglieder Staatsangehörige sind und ethnische, religiöse oder sprachliche Merkmale besitzen, die sie vom Rest der Bevölkerung unterscheidet und die, wenn auch nur implizit, ein Solidaritätsgefühl zeigen, um ihre Kultur, Tradition, Religion oder Sprache zu bewahren.[46]

Der Begriff.Ethnizität* stammt aus dem griechischen Wort ,ethnos‘, das Heide[47] bedeu­tete und somit eine Konnotation der Fremdheit und der Nichtzugehörigkeit trägt. „Today the word is used in scholarship to refer to a group of people, or to a cultural minority”[48], oder als Eriksen es ein wenig allgemein ausdrückt:,, [...] has something to do with the classification ofipeople and group relationships”.[49] Der Begriff schließt in sich kulturelle Aspekte wie Sprache, Religion, Traditionen und weitere Charakteristika ein, die eine Gruppe benutzt, um sich selbst zu definieren, oder als Basis ihrer Identität sieht. Die Ethnizität ist an erster Stelle ein Aspekt der sozialen Beziehungen und ist mit dem Zusammengehörig­keitsgefühl der Menschen verbunden.[50]

In einer unmittelbaren Beziehung mit dem Begriff.Ethnizität* steht .ethnische Minderheit*, besonders im Falle der Sámi in den skandinavischen Staaten und Russland. Sie sind sowohl eine Ethnizität an sich, wie aus der oben erwähnten Definition abzuleiten ist, als auch eine ethnische Minderheit in dem Rahmen der Staaten, in denen sie geboren sind: „An ethnic minority can be identified as a group which is numerically inferior to the rest of the population in a society, which is politically non-dominant and which is being reproduced as an ethnic category, (cf. Minority Rights Group, 1990: xiv)“.[51]

Sowohl die Selbstidentifikation als auch die Sprache, die die Rolle der „particular cultural feature“[52], die nötig für die Bestimmung der ethischen Identität ist, übernimmt, sind wichtige Faktoren bei der Selbstbestimmung der heutigen Sámi. Die ethnische Identität

[...]


[1] Kirchhof, Barbara: Die Lappen. Wirtschafts- und Lebensweise am Rande der Ökumene im Wandel. In: Europäische Hochschulschriften: Reihe 19, Volkskunde, Ethnologie: Abteilung B, Ethnologie; Band 9. Peter Lang: Frankfurt am Main, 1984. S. 14.

[2] Pentikäinen,Juha: Die Mythologie der Saamen. Berlin: Reinhold SchletzerVerlag, 1997. S. 20.

[3] Siehe: Solbakk,John Trygve: The Sámi People - a handbook. Karasjok: Dawi Girji OS, 2006. S. 36.

[4] Paine, Robert: Norwegians and Saarni: Nation-State and Fourth World. S. 211-248. In: Gold, Gerald L. lHrsg.1: Minorities and Mother Country Imagery. St. Tohn’s: Institute of Social and Economic Research, Memorial University of Newfoundland, 1984. S. 219. Kulonen, Ulla-Maija; Seuruiärvi-Kari, Irja [Hrsg.]: The Sami. Helsiniki: Suomalaisen Kirjallisuuden Seura, 2005.

[5] 102, unter Ethnic identity: stages.

[6] Ebd.

[7] Helander, Elina: The Sami People; Demographics, Origin, Economy, Culture. S. 23-34. In: Majority-minority relations. The case ofthe Sami in Scandinavia; Report; Guovdageaidnu, Norway, 2-4July 1993. Kautokeino: Nordic Sami Institute, 1994. S. 23.

[8] Dahlström, Asa Nilsson: Negotiating Wilderness in a Cultural Landscape. Predators and Saarni Reindeer Herding in the Lapponian Heritage Area. Uppsala: Uppsala University Library, 2003. S. 33.

[9] Pentikäinen: Die Mythologie der Saamen. S. 18.

[10] Siehe: Kuutma, Kristin: Collaborative Representations. Interpreting the Creation ofa Sámi Ethnography and a Seto Epic. Helsinki: Suomalainen Teideakatemia, 2006. S. 31.

[11] Siehe: Dahlström: Negotiating Wilderness. S. 32.

[12] Paine: Norwegians and Saarni. S. 216.

[13] Kirchhof: Die Lappen. S. 10.

[14] Seebass, Friedrich: Die Lamen. S. 481-508. In: Geographische Rundschau. Zeitschrift far Schulaeoaravhie. Heft 12. Braunschweig u.a.: Georg Westermann Verlag, 1963. S. 482.

[15] Beach, Hugh: The Saarni of Lappland. In: The Minority Rights Group. Report No. 55. London: Minority Rights Group, 1988.

[16] Kirchhof: Die Lappen. S.ll.

[17] Ebd.

[18] Seebass: Die Lamen. S. 482.

[19] Ebd.

[20] Siehe: Kirchhof: DieLappen. S. 11.

[21] Vgl. Beach: The Saarni of Lappland. S. 5.

[22] Batelv [Hrsg.]: Ohthere's voyages. S. 96.

[23] Tacitus, Cornelius: Germania. Leipzig [u.a.]: Teubner, 1930. S. 31.

[24] Siehe: Vorren 0mulv; Manker, Ernst: Samekulturen. En kulturhistorisk oversikt. Tromso - Bergen - Oslo: Universitetsforlaget, 1976. S. 23.

[25] Siehe: Nesheim, Asbjorn: Über die Lappen und ihre Kultur. Oslo:Johan Grundt Tanum Forlag, 1964. S. 23.

[26] Siehe: Ebd. S. 26.

[27] Vorren; Manker: Samekulturen. S. 24.

[28] Bately iHrsg.l: Ohthere's voyages. S. 96.

[29] Ebd. S. 97.

[30] Ebd.

[31] Ebd.

[32] Nordal, Sigurdurjohannesson [Hrsg.]: Egilssaga skalla-grímssonar. Reykjavik: íslenzkaFornritafélag, 1988. S. 19.

[33] Nordal [Hrsg.]: Egilssagaskalla-grímssonar. S. 41.

[34] Nesheim: Über die Lappen und ihre Kultur. S.24.

[35] Solbakk: The Sámi People - a handbook. S. 35.

[36] Siehe: Ebd. S. 36.

[37] Solbak: The Sámi People - a handbook. S. 39.

[38] Pentikäinen: Die Mythologie der Saamen. S. 36.

[39] Siehe: Ebd. S. 38.

[40] Ebd.

[41] Solbak: The Sámi People - a handbook. S. 55.

[42] Siehe: Pentikäinen.: Die Mythologie der Saamen. S. 38.

[43] Kuutma: Collaborative Representations. S. 33.

[44] Frommberg, Patrick: Minderheitenrechte und kulturelle Entwicklung untersucht am Beispiel aktueller Diskurse über die Landrechte der Saarni in Norwegen. Unveröffentlichte Magisterarbeit. Universität Potsdam, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät, InstitutfürGeographie, 27.11.2009. S. 27.

[45] Dörfler-Dierken Angelika; Kümmel Gerhard [Hrsg.]: Identität, Selbstverständnis, Berufsbild. Implikationen der neuenEinsatzrealität für die Bundeswehr. Opladen: Leske und Budrich, 2010. S. 8.

[46] Schönfeldt, Mirko: Die sprachliche und kulturelle Minderheit der Samen in Norwegen unter besonderer Berücksichtigung des restlichen Schutzregimes. Berlin: Duncker & Humblot, 2007. S. 75.

[47] Siehe: Eriksen, Thomas Hylland: Ethnicity and nationalism, 2. Edition. London [u.a.]: Pluto Press, 2002. S.4.

[48] Kulonen; Seuruiärvi-Kari [Hrsg.]: The Sami. S. 103. Unter Ethnicity.

[49] Eriksen: Ethnicity and nationalism. S. 4.

[50] Siehe: Kulonen; Seuruiärvi-Kari [Hrsg.]: The Sami. S.103. Unter Ethnicity.

[51] Eriksen: Ethnicity and nationalism. S. 121.

[52] Kulonen; Seuruiärvi-Kari [Hrsg.]: The Sami. S. 103. Unter Ethnic minority.

Details

Seiten
65
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656729686
ISBN (Buch)
9783656740896
Dateigröße
699 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v275770
Institution / Hochschule
Universität zu Köln
Note
2,0
Schlagworte
norwegisierung sámi jahrhundert

Autor

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Titel: Die Norwegisierung der Sámi im 19. und 20. Jahrhundert