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Die Psychologie des Gesundheitsverhaltens

Hausarbeit 2012 16 Seiten

Psychologie - Klinische u. Gesundheitspsychologie, Psychopathologie

Leseprobe

Dies ist eine Arbeit im Zusammenhang der Gesundheitspsychologie mit dem gesundheitsbezogenen Verhalten von drei verschiedenen fiktiven Personengruppen, deren Rahmenbedingungen jeweils zu Beginn der Aufgabenbearbeitung beschrieben werden. „Gesundheitspsychologie ist die Wissenschaft vom Erleben und Verhalten des Menschen im Zusammenhang mit Gesundheit und Krankheit. Dabei stehen vor allem riskante und präventive Verhaltensweisen, psychische und soziale Einflussgrößen sowie deren Wechselwirkungen auf körperliche Erkrankungen und Behinderungen im Mittelpunkt.“ (LIPPKE / RENNEBERG, 2006a, S. 3) Im folgenden werde ich Modelle der Gesundheitspsychologie erläutern. Die Modelle dienen dazu, Verhalten im Stadium zu erfassen und Strategien für gesundes Verhalten abzuleiten. Sie sind nur Abbildungen der Wirklichkeit, helfen jedoch durch die Vereinfachung der Komplexität der Realität, Schritte zum Gesundheitsverhalten abzuleiten.

Aufgabe 1)

Thema/Problematik: Leistungsdruck im beruflichen Alltag

1. „Das Vermögen, sich selbst zu organisieren und dadurch äußere Anforderungen aktiv und wirkungsvoller gestalten zu können, lässt sich auch als Fähigkeit zur Selbstregulation bezeichnen. Sie stabilisiert sowohl das innere psychische System als auch das nach außen gerichtete Handeln.“ (PIETER, 2010, S. 99 zitiert nach SCHMAUDER, 2011, S. 4)

2.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

3.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

4. Mithilfe des vorliegenden Fragebogens kann die Selbstwirksamkeitserwartung von Personen erfasst werden. „Selbstwirksamkeitserwartungen sind optimistische Überzeugungen von der eigenen Fähigkeit, schwierige Anforderungssituationen erfolgreich bewältigen zu können.“. (BANDURA 1977) Die Zusammenstellung der verwendeten Fragen orientiert sich am „Fragebogen zur Diagnose der allgemeinen Selbstwirksamkeitserwartung“ von JERUSALEM und SCHWARZER. Unter der selbstgewählten Thematik „Leistungsdruck im beruflichen Alltag“ habe ich meinen Fragebogen genutzt, um die Selbstwirksamkeitserwartung von fünf Personen aus meinem beruflichen Umfeld zu erfassen. Die befragten Personen unterscheiden sich in Geschlecht und Alter. Unter ihnen befinden sich zwei Männer und drei Frauen. Das Alter der Personen ist nach unten auf den Wert 22 und nach oben auf den Wert 32 begrenzt. Zum Zwecke der empirischen Auswertung der entstandenen Daten liste ich in folgender Tabelle die Anzahl der gewählten Beurteilungskriterien je Frage auf.

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Auf den ersten Blick erscheint die Verteilung der gewählten Beurteilungskriterien als ausgeglichen mit Tendenz zu den Kriterien „stimmt eher“ und „stimmt genau“. Dies führt zu der Annahme, dass die Selbstwirksamkeitserwartung der Befragten gesteigert bis hoch ist. Auffällig ist die Vermeidung des Kriteriums „stimmt nicht“. Diese Tabelle bietet jedoch lediglich einen groben Überblick über die Verteilung der Antworten und lässt nur wenige Schlüsse über die Selbstwirksamkeitserwartung der Personen zu. Um eine differenzierte Betrachtung zu ermöglichen, kategorisiere ich die befragten Personen. Die vier Kategorien unterscheiden sich nach den Merkmalen Geschlecht und Altersgruppe. In der jeweiligen Zeile, welche eine Kategorie darstellt, sind die absoluten und relativen Häufigkeiten (in Klammern) der Beurteilungskriterien aufgeführt.

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Die relative Häufigkeit des Kriteriums „stimmt genau“ bei der Kategorie „Mann“ ist deutlich höher als bei der Kategorie „Frau“. Die relative Häufigkeit des Kriteriums „stimmt kaum“ ist nahezu gleich. Vergleicht man die relativen Häufigkeiten der beiden Altersgruppen untereinander, so ist nur ein marginaler Unterschied zu erkennen. Diese Verteilung lässt Annahmen über eine gesteigerte Selbstwirksamkeitserwartung des Geschlechtes „Mann“ zu. Diese Annahme gilt es nun zu bestätigen oder zu widerlegen. Diesbezüglich betrachte ich die konkrete Auswahl der einzelnen Befragten.

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Anhand dieser Tabelle können Rückschlüsse auf die ursprünglich aufgestellten Annahmen gezogen werden. Die Tendenz zur hohen Selbstwirksamkeitserwartung wird maßgeblich durch zwei Ausreißer (M, C) geprägt. Diese Ausreißer sind von unterschiedlichem Geschlecht. Die Selbstwirksamkeitserwartung dieser Personen ist hoch. Auffällig ist, dass sich M konkret entscheidet. C hat eine hohe Selbstwirksamkeitserwartung, entscheidet sich aber lediglich in 44% der Antworten konkret. Es besteht eine nahezu gleiche Verteilung der Bewertungskriterien bei den Befragten J und S. Diese haben eine mäßige Selbstwirksamkeitserwartung. J, S und D entscheiden sich bei konkret formulierten Aussagen für ein unklares Beurteilungskriterium („stimmt kaum“, „stimmt eher“). Diese Personen wählten das konkrete Kriterium „stimmt genau“ nur dann, wenn die Aussage nicht konkret formuliert war. Bei der/dem Befragten D werden häufig die Kriterien „stimmt genau“ und „stimmt kaum“ gewählt. Da sich viele der zu beurteilenden Aussagen sehr ähneln und nahezu denselben Inhalt vermitteln, widerspricht sich diese Auswahl. Bei negativ assoziierten Wörtern wie „Rückschritt“ und „Überraschen“ wählt der/die Befragte das Kriterium „stimmt kaum“. Fallen ungenaue Aussagen wie „…ich werde schon klar kommen“, so entscheidet diese Person sich für „stimmt genau“. Scheinbar möchte jeder Mensch selbstwirksam sein und nach außen erscheinen. Daher wird das Kriterium „stimmt nicht“ vermieden.

Damit würde er/sie mangelnde Selbstwirksamkeit akzeptieren und nach außen preisgeben.

Als Ergebnis dieser empirischen Untersuchung stelle ich Folgendes fest. Die Selbstwirksamkeitserwartung ist unabhängig von Alter und Geschlecht ist. Sie ist unter anderem abhängig von den Kompetenzen, Neigungen und individuellen Erfahrungen der jeweiligen Person.

Offensichtlich ist, dass Personen eine höhere Selbstwirksamkeitserwartung haben, wenn ihnen der Widerstand/das Problem bekannt ist. Das Überwinden von Widerständen schätzen Personen einfacher ein, als das Erreichen selbstgewählter Ziele. Es fällt ihnen ebenfalls schwer eine konkrete Aussage über sich selbst zu treffen. Die Möglichkeit der Wahl von Alternativen gibt ihnen Sicherheit und vermeidet mentalen Gesichtsverlust bei Fehlentscheidung oder Misserfolg. Ob das Entscheidungskriterium konkret oder ungenau ausfällt, ist von der Attribuierung von Erfolg und Misserfolg abhängig. Schreibt sich eine Person erfolgreiche Problemlösungen in der Vergangenheit selbst zu, so ist die Selbstwirksamkeitserwartung hoch und die das Beurteilungskriterium wird konkret gewählt. Schreibt sich eine Person jedoch Misserfolge selbst zu und glaubt, Erfolge sind nur durch günstiges Wirken der Umwelt entstanden, so ist die Selbstwirksamkeitserwartung niedrig und es wird ein ungenaues Kriterium mit der fortbestehenden Wahl von Alternativen gewählt.

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Details

Seiten
16
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656694380
ISBN (Buch)
9783656695912
Dateigröße
400 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v276280
Institution / Hochschule
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH
Note
1.5
Schlagworte
Einsendeaufgabe DHfPG Psychologie Gesundheitsverhalten Hausarbeit Transtheoretisch Modell Strategie Selbstregulation Selbstwirksamkeit Deutsche Hochschule für Gesundheitsmanagement und Prävention

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Titel: Die Psychologie des Gesundheitsverhaltens