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Handlungsorientierte Methoden in Geographieunterricht

Ein Unterrichtsversuch zum Alpenraum in Klasse 6 (Dokumentierte Unterrichtseinheit)

Unterrichtsentwurf 2009 30 Seiten

Geowissenschaften / Geographie - Didaktik d. Geographie

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

2. Einleitung - Fragestellung und Ziel der vorliegenden Arbeit
2.1. Bezug der Unterrichtseinheit zu den Bildungsstandards
2.2. Klassensituation
2.3. Übergeordnete Teilkompetenzen
2.4. Fachwissenschaftliche Analyse
2.5. Methodisch-didaktische Analyse

3. Beschreibung, Durchführung und Auswertung der Unterrichtsstunden
3.1. Erste Stunde: Die Entstehung der Alpen
3.2. Zweite Stunde: Höhenstufen der Alpen
3.3. Dritte Stunde: In der Welt des Eises Teil 1
3.4. Vierte Stunde: In der Welt des Eises Teil 2
3.5. Fünfte Stunde: Lawinen
3.6. Sechste Stunde: Vom Bergdorf zum Ferienzentrum
3.7. Siebte Stunde: Bergbauern ohne Zukunft?
3.8. Achte Stunde: Wiederholung am Modell

4. Auswertung der Unterrichtseinheit

5. Literaturangaben

6. Abkürzungsverzeichnis

7. Versicherung

8. Anhang: Unterrichtsmaterial

2. Einleitung - Fragestellung und Ziel der vorliegenden Arbeit

Die Alpen stellen für Schülerinnen und Schüler1 ein motivierendes Thema dar. Diesen Eindruck habe ich in meinen bisherigen Unterrichtserfahrungen im Praxissemester und dem 1. Ausbildungsabschnitt im Referendariat gewonnen. Zahlreiche Kinder kennen das Gebirge aus Reisen mit den Eltern und sind bemüht, eigene Erfahrungen und Vorkenntnisse im Unterricht einzubringen. Dennoch lässt sich feststellen, dass der behandelte Unterrichtsstoff selten über einen längeren Zeitraum im Gedächtnis bleibt. Häufig ist das Erlernte schon nach wenigen Wochen vergessen. Dies lässt sich in nahezu allen Fächern und bei unterschiedlichen Themen beobachten.

Somit stellt sich die Frage, wie eine größere Nachhaltigkeit des Erlernten erzielt werden kann.

Die Arbeit trägt den Titel:

„Handlungsorientierte Methoden im Geographieunterricht unter Einbeziehung selbst gestalteter Geländemodelle

- ein Unterrichtsversuch zum Alpenraum in Klasse 6.“

Ziel der Unterrichtseinheit ist es, die vermutlich große Motivation für das Thema aufrecht zu erhalten und gleichzeitig eine möglichst hohe Nachhaltigkeit im Wissenserwerb zu erreichen. Dies soll durch zwei Faktoren sichergestellt werden:

- Handlungsorientierte Methoden: Sie dienen der Schüleraktivierung und beziehen die ganze Klasse aktiv in das Unterrichtsgeschehen ein und sollen die Lernleistung durch das Ansprechen möglichst vieler Sinne steigern.
- Bau von Modellen: Innerhalb einer Kooperation mit dem Fach Kunst erstellen die Schüler eigene Geländemodelle einer Hochgebirgslandschaft. Diese Verknüpfung der Unterrichtsinhalte beider Fächer soll zu einer häufigeren, regelmäßigeren und intensiveren Auseinandersetzung mit dem Erlernten führen.

2.1. Bezug der Unterrichtseinheit zu den Bildungsstandards Geografie

Fachspezifische Methodenkompetenzen Die Schülerinnen und Schüler2 können Basisinformationen aus Karten, Atlaskarten, Profilen, Diagrammen, Klimadiagrammen, Ablaufschemata, Statistiken, Modellen, Bildern, Luftbildern und Texten erfassen und einfache geographische Darstellungsmöglichkeiten selbst anfertigen; einfache (Modell-)Experimente durchführen und auswerten;

Fachkompetenzen

4. Themenfeld: Natur-, Lebens- und Wirtschaftsr ä ume in Europa

Die Schülerinnen und Schüler können im europäischen Raum Zusammenhänge zwischen Klima, Nutzung und Pflanzenwelt einerseits und den Lebensbedingungen andererseits aufzeigen; exemplarisch Naturereignisse und Naturkatastrophen in ihren Auswirkungen als Bedrohung der Menschen beschreiben; ein Hochgebirge Europas (Alpen) als Natur- und Lebensraum erfassen, die Gefährdung des Naturraumes durch menschliche Nutzungen aufzeigen und Handlungsperspektiven für eine zukunftsfähige Entwicklung in Hochgebirgsräumen nachvollziehen die Bedeutung des Tourismus als bestimmenden Wirtschaftsfaktor und die daraus resultierenden Probleme in einer ausgewählten Region Europas darlegen.

Bildende Kunst3

Im dreidimensionalen Bereich beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit Körper und Raum. Im spielerischen Umgang mit verschiedenen Materialien entsteht ein durch Erlebnis geprägter Zugang zu Raumbildung und Raumnutzung. Die Schülerinnen und Schüler können in engem haptischen Kontakt mit dem Material plastische Werke schaffen, die sie auch aus unmittelbaren körperlichen Erfahrungen begreifen und entwickeln; sich im Umgang mit dem Material dessen Eigenschaften und Wirkungen erschließen; verschiedene Materialien erproben und diese zur Gestaltung von Raum, Baukörpern und Baugruppen nutzen unterschiedliche formbare und feste Materialien einsetzen, unterschiedliche plastische Gestaltungen schaffen und unterschiedliche Zugangsweisen zum Bauen nutzen.

2.2. Klassensituation

Die dokumentierte Unterrichtseinheit wurde in der Klasse 6b unterrichtet. Die Klasse besteht aus insgesamt 25 Schülern. Davon sind 14 Jungen und 11 Mädchen. Aus dem ersten Ausbildungsabschnitt war mir die Klasse bereits bekannt. Ich habe einige Stunden bei einer Fachkollegin hospitiert und unter deren Anleitung die Einheit „Küsten“ selbst unterrichtet. Zudem leite ich seit Ostern die Fußball-AG, in der die Hälfte der Klasse mitspielt.

Es handelt sich um eine freundliche und an geografischen Themen interessierte Klasse. Letzteres betrifft insbesondere die Jungen, die sich im Erdkundeunterricht bisher besonders hervorgetan haben. Das Leistungsniveau ist jedoch sehr unterschiedlich. Bisher handelt es sich auch um eine disziplinierte Klasse, in der stets eine angenehme Arbeitsatmosphäre herrschte. Schwierig gestaltete sich dagegen das Arbeiten in Gruppen, da einige Schüler nur sehr ungern mit manchen anderen zusammenarbeiten. Deshalb kommt der Gruppeneinteilung im Unterricht besondere Aufmerksamkeit zu.

2.3. Übergeordnete Teilkompetenzen

Fachliche Teilkompetenzen

-Die Schüler sollen:
-Die Alpen als facettenreichen Natur- und Kulturraum anhand ausgewählter physio- und anthropogeografischer Aspekte kennen lernen. Die geologische Entstehungsgeschichte der Alpen in Grundzügen beschreiben und in diesem Zusammenhang stehende zentrale Begriffe (Decken, Falten) erklären können.
-Den hypsometrischen Formenwandel beschreiben und die einzelnen Höhenstufen nennen können.
-Charakteristische Formen glazialer Überprägung nennen und beschreiben, sowie in Zusammenhang mit dem Abschmelzen der Gletscher auftretende Probleme erklären können.
-Lawinen als Beispiel einer Naturgefahr im Alpenraum kennen lernen, Entstehungsbedingungen und Unterschiede einzelner Lawinentypen nennen, und die natürliche Schutzfunktion des Bergwaldes beschreiben können. Die touristische Bedeutung der Alpen erklären können.
-Den Widerstreit zwischen Ökologie und Ökonomie anhand eines konkreten Beispiels nachvollziehen und erklären können.
-Die Probleme der Bergbauern als einen Teil der lokalen Bevölkerung beschreiben können.

Methodische und affektive Teilkompetenzen

Methodische und affektive Lernziele sind häufig eng miteinander verknüpft. In den Unterrichtsstunden mit physiogeografischem Schwerpunkt stehen das selbstständige Lernen und Arbeiten anhand von Schülerversuchen, Laufdiktat und Lernzirkel, sowie praktisches Arbeiten am Modell im Vordergrund. In den Stunden, die anthropogeografische Themen beinhalten, sollen die Schüler Basisinformationen aus Texten herausarbeiten, sich in Personen hineinversetzen und deren Positionen anhand von Diskussionsrunden begründet vertreten können. Generell soll die Klasse für die im Alpenraum auftretenden Konflikte zwischen Natur und Wirtschaft sensibilisiert und zu eigenen Stellungnahmen angeregt werden.

2.4. Fachwissenschaftliche Analyse

Entstehung der Alpen: BÄTZING (2003) unterscheidet drei Hauptphasen, die zum heutigen Landschaftsbild der Alpen geführt haben. Während der Sedimentationsphase von vor 200 Mio. - 100 Mio. Jahre drifteten Europäische und Afrikanische Platte auseinander, das Thetys-Meer entstand. In vier Trögen, die durch schmale Landrücken voneinander getrennt waren, fand Sedimentation unter unterschiedlichen regionalen Bedingungen statt.

Während der alpidischen Faltung von vor 100 Mio. - 20 Mio. Jahren verschwand durch eine nordwärts gerichtete Bewegung der Afrikanischen Platte das Thetys-Meer. Die Sediment-Pakete wurden zunächst gefaltet und dann übereinander geschoben, es entstanden Falten und Decken. Durch die alpidische Hebung (seit 20 Mio. Jahren) erhielten die Alpen Hochgebirgscharakter.4

Hypsometrischer Formenwandel: Der hypsometrische Formenwandel wird (im Gegensatz zum peripher-zentralen, planetarischen und westöstlichen) von BÄTZING, als „der grundlegendste Formenwandel, der den gesamten Alpenraum gleichermaßen prägt“5, bezeichnet. Er verleiht den Alpen seine charakteristische Gestalt aus grünen Tälern, mit Wald bestandenen Hängen, offenen Almwiesen und steilen Felswänden. Einheitliche Höhenangaben sind nicht zu treffen, da die jeweilige Vegetation von zahlreichen anderen Faktoren (Exposition, Böden, Lage in den Alpen) bestimmt wird. Durch die Abnahme der Temperatur mit der Höhe, sowie gewöhnlich eine Zunahme des Niederschlages, der in höheren Regionen oft als Schnee fällt6, haben sich die typischen Höhenstufen ausgebildet:

-nivale Stufe:
-alpine Stufe:
-subalpine Stufe:
-montane Stufe:
-kolline Stufe:

Fels- und Eisstufe Mattenstufe

Nadelwaldstufe Laubwaldstufe

Landwirtschafts- und Siedlungsstufe

Glaziale Formung: Für die Ausprägung des heutigen Landschaftsbildes zeigt sich vornehmlich die glaziale Überprägung des Alpenraumes im Pleistozän verantwortlich. Niedrige Jahresdurchschnittstemperaturen begünstigten die Akkumulation von Schneemassen, aus denen schließlich die Gletscher entstanden und über Jahrtausende das Relief veränderten7. Heute findet man zahlreiche glaziale Spuren wie Trogtäler, Moränen, Gletscherschliffe, u.v.a.m. Die rezente Vergletscherung verleiht den Alpen Hochgebirgscharakter. Beispielhaft lassen sich in vielen Teilen der Alpen noch heute die landschaftsprägenden, glazialmorphologischen Prozesse beobachten.

Gletscherschwund: Seit dem Höhepunkt des Gletschervorstoßes, im Rahmen der Kleinen Eiszeit Mitte des 19. Jahrhunderts, schwinden die Gletscher auch im alpinen Raum Jahr für Jahr. Seit den 1970er Jahren haben die Alpengletscher rund ein Drittel ihrer Fläche und etwa die Hälfte ihres Volumens verloren8. Dies zieht gravierende Folgen für Mensch und Umwelt nach sich: Die Höhengrenzen werden sich verschieben, Pflanzen und Tiere müssen sich an ihre neue Umgebung anpassen. Ebenso ist eine Zunahme der Naturgefahren zu befürchten, etwa wenn Lockermaterial, das nicht mehr vom Gletscher bedeckt ist, durch Starkregen ins Tal gespült wird. Weiterhin verlieren die Talwände infolge der mangelnden Stabilisierung durch die Gletscher an ihrer Basis und das Auftauen des Permafrostes ihre Stabilität - Felsstürze sind die Folge. Nicht zuletzt werden Skigebiete auf Dauer unrentabel, denn die ausbleibenden Schneemassen müssen durch aufwändige Beschneiungsmaßnahmen kompensiert werden.9

Lawinen: Als Lawinen bezeichnet man „ruckhaftes und rasches Niedergehen von Schnee und Eis in einem Hang auf einer Gleitschicht im Schnee oder auf dem Untergrund. Es werden Lockerschnee- /trockener Schnee), Festschnee- (nasser Schnee), und Eislawinen unterschieden. Lawinen sind häufige Ereignisse und lagern bilanzmäßig beachtliche Schneemengen um. Die wichtigsten Einflüsse auf die Entstehung von Lawinen sind: Hangneigung und Oberflächengestaltung, Mächtigkeit, Zusammensetzung und Schichtung des Schnees, Temperatur und Beschaffenheit des Untergrundes (Schutt- und Vegetationsdecken). Lawinen entstehen bereits auf Hängen von 10° Neigung; häufiger treten sie jedoch auf mehr als 20° geneigten Hängen auf.“10 Dem Bergwald kommt eine zentrale Rolle beim Schutz vor dieser Naturgefahr zu, als „Bannwald“ haben die Bäume zwischen 1400m und 1800m (Nordalpen) eine wichtige Funktion.

Widerstreit zwischen Ökonomie und Ökologie: Die Alpen stellen ein Gebiet dar, in dem beispielhaft Konflikte zwischen dem Naturraum und dessen Nutzung auftreten. Wenngleich das Gebirge seit Jahrhunderten wirtschaftlich genutzt wird, und etwa die Almen erst durch Viehhaltung zu ihrer heutigen Vegetationszusammensetzung kamen, so geben doch die einschneidenden Auswirkungen auf die Natur durch die Trends der letzten fünfzig Jahre hin zum Massentourismus immer wieder Anlass dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Nicht selten sehen die Gemeinden großzügig geplante und oft realisierte Tourismus-Projekte als einzigen Ausweg aus der wirtschaftlichen Perspektivlosigkeit. Gründe dafür sind im Freizeitverhalten der Reisenden zu suchen. Kurztripps durch Billigflieger sind für viele Urlaubsuchende attraktiver als ein Wochenende in den Alpen. Das Motto „Spaß und Action“ erhielt daher in den letzten Jahrzehnten auch Einzug in den alpinen Raum. Neuere Trends wie „Sanfter Tourismus“ oder „Ökotourismus“ scheinen jedoch für immer mehr Gemeinden ein Schlüssel zum Erfolg zu sein - ein Beispiel dafür stellt die Gemeinde Lesachtal in Kärnten dar. Auch immer mehr Bergbauern versprechen sich von einem solchen Konzept eine Perspektive.

2.5. Methodisch-didaktische Analyse

Aufbau der Unterrichtseinheit: Für die Unterrichtseinheit Alpen stehen laut Vorschlag des Schulcurriculums zwölf Unterrichtsstunden zur Verfügung. Ich halte einen dreiteiligen Aufbau der Einheit für sinnvoll: Zunächst werden einige topografische Grundlagen gelegt und das Thema „Verkehr in den Alpen“ behandelt. Diese beiden Stunden stehen zeitlich vor dieser Dokumentation und sollen der Klasse einen ersten Zugang zur Thematik verschaffen. Anschließend stehen ausgewählte physiogeografische Aspekte im Vordergrund. Die Entstehungsgeschichte der Alpen sowie Höhenstufen und glaziale Überprägung als Charakteristika des Alpenraumes müssen unbedingt Eingang in die Unterrichtsreihe finden. Eine Stunde zu Lawinen - ein für Schüler besonders Interessantes Thema - steht exemplarisch für alpine Naturgefahren. Schließlich werden im kulturgeografischen Teil Nutzungskonflikte zwischen Wirtschaft und Naturschutz bzw. aktuelle Probleme der lokalen Bevölkerung behandelt. Den Abschluss bildet eine Wiederholungsstunde mit anschließender Lernstandsdiagnose.

Handlungsorientierte Methoden: Die Erarbeitung des jeweiligen Unterrichtsgegenstandes soll vorwiegend durch handlungsorientierte Methoden erfolgen. Davon verspreche ich mir eine nachhaltigere Lernleistung, da diese Untersuchungen zufolge deutlich ansteigt, je mehr Sinne am Lernen beteiligt sind. Dies lässt sich von 20% bei reinem Zuhören, auf über 90% durch aktives Mitwirken steigern. Schülerorientierte Lernformen wie Laufdiktat, Stationen-Lernen, Schülerversuche und Rollenspiel werden im Unterricht eingesetzt. Weiterhin soll auf diese Weise eine größtmögliche Einbeziehung aller Schüler aus der Klasse stattfinden.

Bau und Einsatz der Geländemodelle: Der Einsatz von Geländemodellen verspricht viele Vorteile: So kann beispielsweise die Dreidimensionalität behandelte Sachverhalte deutlich besser veranschaulichen, als dies durch den Einsatz von Bildmaterial möglich wäre. Weiterhin kann man Versuche direkt am Modell durchführen und muss nicht durch unrealistische Nachbauten abstrahieren. Ein von mir gestaltetes Lehrermodell wird zu diesem Zweck einige Male eingesetzt. Parallel zum Erdkunde-Unterricht bauen die Schüler im Fach Bildende Kunst eigene Alpen-Modelle in Kleingruppen. Unterschiedliche Schwerpunkte (z.B. Jahreszeiten) können die Schüler in einem grob gesteckten Rahmen selbst setzen. Die Schülermodelle dienen vorwiegend dazu, die im Erdkundeunterricht erlernten geografischen Aspekte, im Kunstunterricht praktisch umzusetzen. Auf diese Weise soll eine intensivere Auseinandersetzung mit dem Thema „Alpen“ stattfinden. Weiterhin werden die behandelten Inhalte zum Abschluss der Unterrichtseinheit anhand der Schülermodelle wiederholt.

Binnendifferenzierung: Da ich die Klasse bereits im ersten Ausbildungsabschnitt eine Zeit lang unterrichtet habe, ist mir die heterogene Zusammensetzung bekannt. Einige Schüler (etwa 5-6) arbeiten sehr zügig und ordentlich. Einige andere (etwa 3-4) benötigen für die gleichen Aufgaben deutlich mehr Zeit. Die Rücksprache mit Kollegen ergab, dass dies auch in anderen Fächern der Fall ist, und dass diese Schüler bereits im letzten Jahr versetzungsgefährdet waren. Die Heterogenität macht eine Binnendifferenzierung innerhalb der Stunden nötig, die meistens durch Fundamentum und Additum hergestellt wird, um Unterschiede im Arbeitstempo auszugleichen.

[...]


1 Im Folgenden wird der Begriff „Schüler“ zusammenfassend für „Schülerinnen und Schüler“ verwendet.

2 Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg (Hrsg.) (2004): Bildungsstandards für Geographie im Rahmen der Fächerverbundes Geographie - Wirtschaft - Gemeinschaftskunde, Gymnasium - Klassen 6, 8 10, Kursstufe

3 Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg (Hrsg.) (2004): Bildungsstandards für Bildende Kunst, Gymnasium - Klassen 6, 8 10, Kursstufe

4 vgl. BÄTZING, Werner (2003): Die Alpen. München, Beck, S. 25ff

5 BÄTZING, Werner (2003): Die Alpen. München, Beck, S. 34

6 vgl. LESER, Hartmut (Hrsg.) (2001): Wörterbuch Allgemeine Geographie, S. 337f

7 vgl. LIEDTKE, Herbert & Joachim MARCINEK (Hrsg.) (2000): Physische Geographie Deutschlands. Gotha, S. 649ff

8 vgl. MAISCH, Max & Wilfried HAEBERLI (2003): Die rezente Erwärmung der Atmosphäre - Folgen für die Schweizer Gletscher. In: Geographische Rundschau, 55

9 vgl. ABEGG, Bruno & Hans ELSASSER (1996): Klima, Wetter und Tourismus in den Schweizer Alpen. In: Geographische Rundschau, 48, S. 737-742, sowie Seydlitz, Geographie 2, S.149

10 LESER, Hartmut (Hrsg.) (2001): Wörterbuch Allgemeine Geographie, Diercke, S. 462

Details

Seiten
30
Jahr
2009
ISBN (eBook)
9783656744429
ISBN (Buch)
9783656744399
Dateigröße
1.6 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v276618
Institution / Hochschule
Staatliches Seminar für Didaktik und Lehrerbildung Stuttgart, Abteilung Gymnasien
Note
1,0
Schlagworte
handlungsorientierte methoden geographieunterricht unterrichtsversuch alpenraum klasse dokumentierte unterrichtseinheit

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Titel: Handlungsorientierte Methoden in Geographieunterricht