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Musiktherapie bei Suchtkranken

Hausarbeit 2012 14 Seiten

Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist Musiktherapie?
2.1. Rezeptive Musiktherapie
2.2. Aktive Musiktherapie
2.3. Arbeitsfelder
2.4. Einzelmusiktherapie
2.5. Gruppenmusiktherapie
2.6. Bausteine der Musik und ihre Wirkung auf den Hörer

3. Sucht
3.1. Sucht in Deutschland
3.2. Die wichtigsten Rauschmittel
3.3. Ursachenforschung
3.4. Suchterkennung
3.5. Suchtbehandlung

4. Musiktherapie mit suchtkranken Menschen
4.1. Musiktherapie mit Drogenabhängigen
4.2. Musiktherapie mit Alkoholikern – Ansätze zur Behandlung
4.2.1. Phasen der Alkoholabhängigkeit
4.2.2. Zitat

5. Resümee

1. Einleitung

Die Musik ist ein wichtiges Medium in der Sozialen Arbeit, auch was die Therapie mit Suchtkranken angeht.

Musik begleitet jeden Menschen durch sein ganzes Leben und das in vielen verschiedenen Lebenslagen, so auch in der Therapie von abhängigen Menschen. Emotionen werden hervorgerufen und es fällt leichter sich auszudrücken. Da jeder Musik anders erfährt, geschieht der Umgang mit ihr individuell.

Ziel dieser Hausarbeit ist es, einen Einblick in die Themengebiete Musiktherapie und Sucht zu gewähren.

Außerdem soll bewusst gemacht werden, dass es beim Musik machen in Form von Therapie nicht um Perfektion geht, sondern um die individuellen Bedürfnisse und Erfahrungen der Patienten.

Die folgende Arbeit schildert erst die Gebiete Musiktherapie und Sucht. Daraufhin befasst sie sich dann genauer mit der Anwendung von Musiktherapie bei Drogenabhängigen und Alkoholikern.

2. Was ist Musiktherapie?

Die Musiktherapie wird von der deutschen musiktherapeutischen Gesellschaft als „praxisorientierte Wissenschaftsdisziplin“ bezeichnet, welche in enger Wechselwirkung mit Medizin, Psychologie, Gesellschaftswissenschaften, Musikwissenschaften und Pädagogik steht (vgl. http://www.musikmagieundmedizin.com/standard_seiten/musiktherapie.html).

Der gezielte Einsatz von Musik und Klängen soll den Kontakt zu anderen Menschen aufbauen und erhalten. Außerdem sollen therapeutische Ziele bei Kindern und Erwachsenen, mit bestimmten Schwierigkeiten, wie z.B. emotionale, soziale, körperliche und/oder intellektuelle Probleme, erreicht werden. Die Musik trägt zur psychischen Stabilisierung bei und ist mitverantwortlich für die Wiederherstellung, Erhaltung und Verbesserung der geistigen und physischen Gesundheit (vgl. Bunt 1998: 16).

2.1. Rezeptive Musiktherapie

Bei der rezeptiven Musiktherapie steht nicht das aktive Musizieren des Patienten im Vordergrund, sondern die passive Wahrnehmung von Musik, die entweder selbst gespielt oder abgespielt wird. Das Hören der Musik erhöht die Selbstwahrnehmung. Die Musik kann von technischen Geräten abgespielt oder vom Therapeuten gespielt werden. Der Vorteil beim Abspielen der Musik ist, dass Wiederholungen so oft wie gewünscht originalgetreu möglich sind. Wenn der Therapeut musiziert, nimmt der Patient die Stimmung und Gefühle des Therapeuten wahr und erlebt diese mit, was den Patienten jedoch auch schnell ablenken kann. Wichtige Anwendungsfelder der rezeptiven Musiktherapie sind unter anderem die Arbeit mit Frühgeborenen, mit komatösen Patienten und auch in der Sterbebegleitung kann man diese Therapie gut anwenden. Diese Form der Musiktherapie ist die älteste und wurde früher als passive Musiktherapie bezeichnet (vgl. http://www.musikmagieundmedizin.com/standard_seiten/musiktherapie.html).

2.2. Aktive Musiktherapie

Der Hauptbestandteil der aktiven Musiktherapie ist das gemeinsame improvisierte Musizieren auf leicht zu spielenden Instrumenten. Der Patient ist im Gegensatz zur rezeptiven Musiktherapie aktiv am Geschehen beteiligt. Die Instrumente bieten dem Patienten die Möglichkeit, sich und seine Gefühle wahrzunehmen und auszudrücken. Die Auswahl der Instrumente wird auf die Therapiesituation abgestimmt und es ist keine musikalische Vorbildung notwendig (vgl. http://www.musikmagieundmedizin.com/standard_seiten/musiktherapie.html).

2.3. Arbeitsfelder

Zu Beginn der Entwicklung der Musiktherapie wurde sie zunächst bei psychisch kranken oder geistig behinderten Erwachsenen angewandt. Die Musiktherapie galt auch in Langzeiteinrichtungen für Menschen mit schwerer körperlicher und seelischer Behinderung oder für Menschen mit chronischer Schizophrenie als Möglichkeit der Kontaktaufnahme. Mit der Zeit wurden genauere Wirksamkeitsnachweise entwickelt und so wurde erwiesen, dass die musiktherapeutische Behandlung auch erfolgreich bei Lernschwierigkeiten, bei der Entfaltung körperlicher Fähigkeiten, Entscheidungsfähigkeit und Unabhängigkeit angewandt werden kann. In der Erwachsenenpsychiatrie stellte man fest, dass mit Hilfe von Musik Spannungen gelöst und Gefühle ausgedrückt werden konnten. Außerdem hat sich das Selbstwertgefühl der einzelnen Klienten deutlich weiterentwickelt. Musik wurde somit zu einem Medium, über das man Gefühle ausdrücken und mitteilen kann. Mit der Zeit entwickelten sich Arbeitsgebiete wie Kinder mit Lernschwierigkeiten, Sprachstörungen und anderen Entwicklungsproblemen, Menschen mit Seh- und Hörbeeinträchtigungen, alte Menschen, erwachsene Straffällige, Hospizarbeit, Krebsbehandlung, Menschen mit Aids, Intensivmedizin oder auch bei Menschen, die sexuellen Missbrauch erleben mussten. Weitere Anwendungsgebiete sind Schulberatungsstellen, Kindertagesstätten, Sonderschulen oder auch Krankenhäuser (vgl. Bunt 1998: 18f).

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Details

Seiten
14
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656704386
ISBN (Buch)
9783656709985
Dateigröße
483 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v277548
Institution / Hochschule
Hochschule Fulda
Note
1,7
Schlagworte
Musiktherapie Sucht Sozialarbeit Musik suchtkrank sozial

Autor

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Titel: Musiktherapie bei Suchtkranken