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Stille Reserven in der Bilanz. Ihr Finanzierungsnutzen anhand einer Fallstudie

Studienarbeit 2014 12 Seiten

BWL - Investition und Finanzierung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Begründung der Themenstellung
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

2. Reservemöglichkeiten in der Bilanz
2.1 Definition von Reserven in der Bilanz
2.1.1 Zwangsreserve
2.1.2 Schätzungsreserve
2.1.3 Ermessensreserve
2.2 Stille Reserven auf der Passivseite der Bilanz

3. Fallbeispiel der Bäckerei Claasen
3.1 Überprüfung der Passivseite auf Reserven
3.2 Nutzen zur Finanzierung für die Bäckerei Claasen GmbH

4. Fazit und Ausblick

Literaturnachweis

Quellennachweis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Arten der stillen Reserve

Quelle: Buchführung und Bilanz, Teil B Bilanzierung, S.257, Hahn – Wilkens, 2. Auflage, Oldenbourg Verlag

Abbildung 2: Passivseite der Bilanz der Fallstudie „Bäckerei Claasen GmbH“

Quelle: Fallstudie zum Modul BWL08 – Finanzmanagement Online,

Frau Wuttke-Hilke

1. Einleitung

1.1 Begründung der Themenstellung

In welcher Form können Unternehmen stille Reserven in der Bilanz bilden und welcher Nutzen kann aus diesen für eine spätere Finanzierung gezogen werden? Vor dieser Frage stehen Unternehmen, insbesondere wenn Investitionen anstehen und es um deren Finanzierung geht. Stille Reserven können aus einer Bilanz nicht abgelesen werden. Somit ist es für den Unternehmer wichtig zu wissen, wo sich diese verbergen und in welcher Art.

1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

Im Rahmen dieser Arbeit wird erst geklärt, was stille Reserven in der Bilanz sind und die Möglichkeiten zur Reservebildung untersucht. Hier wird herausgestellt, welche Arten und Freiräume es hierfür gibt.

Nach diesem allgemeinen Teil wird insbesondere auf die stillen Reserven der Passivseite eingegangen, als Vorbereitung auf die Untersuchung der nachfolgenden Fallstudie.

Anschließend werden anhand des Fallbeispiels der „Bäckerei Claasen“ aus dem Studienmodul BWL08 vom Zeitraum April/Mai/Juni 2014 und deren Bilanzen, die zur Verfügung stehenden Reserven in der Passiva analysiert und deren Nutzen für die Finanzierung aufgezeigt.

2. Reservemöglichkeiten in der Bilanz

2.1 Definition von Reserven in der Bilanz

Unter einer stillen Reserve versteht man die Differenz zwischen dem Buchwert einer Position in der Bilanz zum Stichtag und deren tatsächlichem Marktzeitwert oder (Wieder-)Anschaffungswert. Dies führt zu einer Unterbewertung der Aktivseite oder eine Überbewertung der Passivseite und bedeutet somit, dass es sich hierbei um Eigenkapitalanteile handelt.[1]

Dieser Mehr- oder Minderwert wird erst bei Veräußerung des Sachgutes (Tagesveräußerungswert) oder bei Auflösung der Rücklage ersichtlich und kann somit nicht einfach aus der Bilanz abgeleitet werden. Relevant für die stillen Rücklagen ist nur ein Mehrwert, da die Minderung eine negative Auswirkung hat und somit ebenfalls eine Minderung des Eigenkapitals verursacht.

Die Höhe der Reserve kann in der Regel nicht durch den Unternehmer willkürlich bestimmt werden. Es wird unterschieden zwischen Zwangsreserve, Schätzungsreserve oder Ermessensreserve. Die stillen Reserven werden zudem nach deren Bestehensdauer unterschieden. Es gibt zwei Zeitunterschiede, nämlich die dauerhafte Reserve und die temporäre Reserve. Die dauerhafte Reserve wird erst bei der Unternehmensliquidation bekannt, z.B. beim Verkauf von Grundstücken. Die temporäre Reserve kann in kurz-; mittel- und langfristig unterschieden werden. Temporäre Reserven werden noch während der Geschäftstätigkeiten aufgelöst.[2] Die stillen Reserven erhöhen bei Auflösung den Unternehmenswert gegenüber dem ausgewiesenen Wert in der Bilanz oder GuV und mindern den Gewinn bei deren Bildung. Zudem gelten sie als verdeckte Eigenkapitalanteile, welche nach Aufdeckung in der Regel der Besteuerung unterliegen, da diese während der Laufzeit zu einer Senkung der steuerlichen Bemessungsgrundlage führten. Eigenkapitalgeber lehnen jedoch stille Rücklagen ab, denn diese mindern au den oben geführten Gründen die Gewinnausschüttung.

2.1.1 Zwangsreserve

Für die Bildung von Zwangsreserven gelten bestimmte Bewertungs- und Ansatzvorschriften. Hierunter fällt zum Beispiel das Verbot zur Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Wirtschaftsgütern, wie eigene Patente oder selbst gefertigte Anlagen/Maschinen.[3]

2.1.2 Schätzungsreserve

Hier werden Rückstellungen für Verluste, Mängel oder Nacharbeiten gebildet, welche sicher anfallen werden. Der genaue Wert ist aber noch nicht absehbar. Aus diesem Grund muss ein geschätzter Betrag als Rückstellung gebildet und in der Bilanz ausgewiesen werden. Diese Schätzung darf aber kein willkürlicher Betrag sein, sondern muss eine realistische Bewertung, nach dem Vorsichtsprinzip[4], darstellen. Somit führen Schätzwerte bei Rückstellungen, welche über den tatsächlich benötigten Wert gebildet wurden, zu stillen Reserven.[5]

2.1.3 Ermessensreserve

Ermessensreserven entstehen durch vorsichtig vorgenommene Abschreibungen, Rückstellungen oder Wertberichtigungen, d.h. wenn die Freiräume der GoB voll ausgeschöpft werden. Z.B. kann eine Maschine im Betrieb länger genutzt werden, als es lt. Gesetzgeber in der Abschreibungstabelle[6] vorgegeben wurde.[7]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Arten der stillen Reserve

[...]


[1] Vgl. Buchführung und Bilanz, Teil B Bilanzierung, S.257, Hahn – Wilkens, 2. Auflage, Oldenbourg Verlag

[2] Vgl. Jahresabschluß, Bewertung und Bilanzanalyse, S.123, Joachim Koch, 1998, Erich Koch Verlag

[3] Vgl. Grundkurs Buchführung, S. 340, Auer & Schmidt, 4. Auflage, Springer Gabler Verlag

[4] Vgl. HGB, 56. Auflage §252 Abs. 1 Nr. 4

[5] Vgl. Jahresabschluß, Bewertung und Bilanzanalyse, S.124, Joachim Koch, 1998, Erich Koch Verlag

[6] Siehe Einkommensteuergesetz, §7 Abs. 1 Satz 2

[7] Siehe HGB, 56. Auflage, §§253, 279f.

Details

Seiten
12
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783656725947
ISBN (Buch)
9783656725749
Dateigröße
567 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v277642
Institution / Hochschule
AKAD University, ehem. AKAD Fachhochschule Stuttgart
Note
2,7
Schlagworte
stille reserven bilanz finanzierungsnutzen fallstudie

Autor

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