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Illustrative Propaganda. Der Einfluss von Bilderbüchern auf Kinder und Jugendliche im Dritten Reich

Hausarbeit 2007 12 Seiten

Geschichte Europa - Deutschland - Nationalsozialismus, II. Weltkrieg

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Geschichtlicher Hintergrund

2. Definition des Begriffes „Propaganda“

3. Grundzüge der nationalsozialistischen Ideologie
3.1 Rassenideologie
3.2 Kriegserziehung

4. Nationalsozialistisches Bild vom Kind

5. Umsetzung der NSIdeologie in Bilderbüchern
5.1 Kriegsbilderbücher
5.2 antisemitische Bilderbücher

1. Geschichtlicher Hintergrund:

Spricht man über die Zeit des „Nationalsozialismus“, so befindet man sich geschichtlich ungefähr im Zeitraum von 1933 bis 1945.

Am 30. Januar 1933 wurde der Führer der „Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei“, Adolf Hitler, von dem damaligen Reichspräsident des Deutschen Reiches, Paul von Hindenburg, zum Reichskanzler ernannt ( http://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_Hitler ).

Schon innerhalb kürzester Zeit gelang es dem neuen Machthaber Hitler, die zuvor existierende parlamentarische Demokratie in Deutschland immer mehr zu schwächen und schließlich zu seinen Zwecken endgültig zu zerschlagen. In den folgenden 12 Jahren errichte man unter Hitlers Führung die Diktatur des sogenannten „Dritten Reiches“, die bis dahin an Härte und Grausamkeit mit nichts in der deutschen Geschichte zu vergleichen war (Konrad, 2004).

Im Laufe des Jahres 1933 wurden alle anderen Parteien verboten oder zur Selbstauflösung gedrängt, sodass die Nationalsozialisten die alleinige Macht hatten. Zu den Opfern ihrer Diktatur gehörten alte politische Gegner aus der Weimarer Zeit, Anhänger der Sozialdemokratie, Kommunisten und speziell die, mit besonderem Eifer und vor allem mit besonderem Fanatismus verfolgten, Juden (Konrad, 2004).

2. Definition des Begriffes „Propaganda“:

Der Begriff „Propaganda“ steht laut Lexikaerklärungen für die „B eeinflussung deröffentlichen Meinung durch Wort, Schrift, Bild, Musik, Sinnbild und Aktion, hauptsächlich in politischer Absicht “ ( http://lexikon.meyers.de/index.php? title=Propaganda&oldid=62400).

Adolf Hitler schrieb in seinem monströsen Werk „Mein Kampf“ dazu: „ Der Sieg einer Idee wird um so eher möglich sein, je umfassender die Propaganda die Menschen in ihrer Gesamtheit bearbeitet hat. “ (Hitler, Adolf, Mein Kampf, 1927)

Es deutete sich in dieser Äußerung Hitlers schon an, dass das Wort „Propaganda“ unter der Herrschaft der Nazis eine neue Dimension erfuhr. In ihrer stark aggressiven Propaganda schwang eine ständige Drohung mit, eine ablehnende Haltung gegenüber der nationalsozialistischen Weltanschauung mit Haft, Folter, KZ oder dem Tod zu bestrafen (Pausewang, 2005).

Die NS Propaganda war im Leben der Menschen des „Dritten Reiches“ allgegenwärtig. Fahnen, Plakate, der Deutsche Gruß, das brutale Auftreten von SA und SS, Paraden und die monumentale Architektur, zum Beispiel Teile der von Hitler geplanten „Welthauptstadt Germania“, sollten die Menschen einschüchtern und animieren, den Nationalsozialismus und seine Ideologie voll und ganz zu verinnerlichten und verfehlten ihre Wirkung nicht (Pausewang, 2005).

Das am 13.03.1933 eingerichtete Propagandaministerium mit der offiziellen Bezeichnung „Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda“ wurde geleitet von Reichspropagandaminister Joseph Goebbels. Hier wurde unter anderem festgelegt, was im Radio gesendet und in den Zeitungen geschrieben werden durfte; es erfolgte also eine strenge Zensur. Die Reichspropagandaämter und der Sicherheitsdienst der SS unterrichteten das Ministerium regelmäßig über die Einhaltung der Richtlinien und die Stimmung in der Bevölkerung. Schrift, Presse, Theater, Rundfunk, Musik, Bildende Kunst und Film unterstanden Goebbels‘ totaler Kontrolle ( http://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Goebbels ).

3. Grundzüge der nationalsozialistischen Ideologie:

Bis zum heutigen Zeitpunkt existiert keine einheitliche Konzeption der so vielseitigen und facettenreichen, nationalsozialistischen Ideologie. Dennoch lassen sich verschiedene NSideologische Leitgedanken festmachen, von denen wir uns in dieser wissenschaftlichen Hausarbeit im Zusammenhang mit Bilderbüchern auf zwei konzentrieren möchten.

3.1 Rassenideologie:

Einen besonderen Stellenwert in der nationalsozialistischen Ideologie nahm die Feindschaft gegenüber Juden ein, welche man seit dem 19. Jahrhundert auch als „Antisemitismus“ bezeichnete ( http://de.wikipedia.org/wiki/Judenfeindlichkeit ).

Hitler unterschied in seiner Rassenideologie zwischen "Herrenrasse" und "Untermenschen", wobei er der arischen Rasse, also den Deutschen, die eindeutige kulturelle Führungsrolle zuschrieb. Die Juden degradierte er zur minderwertigen "Gegenrasse", die nur darauf abziele, die deutsche Rasse zu ersetzen. Der Jude galt als „Monster“, als "Inkarnation des Bösen" und wurde als Erzfeind der Menschheit bezeichnet. Alle den „Ariern“ zugerechneten Eigenschaften seien bei den Juden als Gegenteil ausgeprägt, so hieß es. Würden „Arier“ zum Beispiel Arbeit als Beitrag zur Gemeinschaft des Volkes betrachten, so sähen Juden sie nur als Mittel zur persönlichen Bereicherung. „Arier“ seien ehrlich, Juden hingegen egoistisch und hinterlistig ( http://de.wikipedia.org/wiki/Judenfeindlichkeit ).

Im NSParteiprogramm von 1920 hieß es:

"Staatsbürger kann nur sein, wer Volksgenosse ist .Volksgenosse kann nur sein, wer deutschen Blutes ist, ohne Rücksichtnahme auf Konfession. Kein Jude kann

[...]

Details

Seiten
12
Jahr
2007
ISBN (eBook)
9783656708865
ISBN (Buch)
9783656712411
Dateigröße
499 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v278015
Institution / Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen
Note
1,5
Schlagworte
illustrative propaganda einfluss bilderbüchern kinder jugendliche dritten reich

Autor

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