Lade Inhalt...

Analyse der Gestaltung und der Figurenkonstellation in Ingeborg Bachmanns "Ein Schritt nach Gomorrha"

Hausarbeit 2014 19 Seiten

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die narratologische Textanalyse mit Anknüpfung an die Psychoanalyse Freuds und die Gender Studies
2.1 Analyse der Handlung
2.2 Figurenanalyse mit Anknüpfung an die Psychoanalyse Freuds
2.3 Analyse des Geschlechterverhältnisse
2.4 Analyse der Raumdarstellung

3. Fazit

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Ist es überhaupt möglich, dass Figuren aus Büchern die Realität, unausgesprochene und unterdrückte Gefühle der Gesellschaft widerspiegeln? Können wir uns mit solchen fiktiven Charakteren identifizieren oder sind die behandelten Themen, wie der Neuanfang einer Beziehung oder einer gleichgeschlechtlichen Vereinigung, ein Tabu-Thema? Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen, die Ängste und insbesondere die Gefühlsäußerungen, die sich aus den Worten der Autorin Ingeborg Bachmanns ableiten lassen. Das Erkenntnisinteresse der vorliegenden Hausarbeit gilt der textimmanenten Charakteranalyse der beiden Protagonistinnen der Erzählung „Ein Schritt nach Gomorrha“[1] von Ingeborg Bachmann. Das Ziel der Studie ist es, die Gestaltung und die Konstellation der beiden Protagonistinnen in Ingeborg Bachmanns Erzählung zu analysieren. Hierbei richtet sich das Augenmerk auch auf das Geschlechterverhältnis und die psychischen Konflikte. Dabei soll folgende Fragestellung als Richtlinie der Erzähltextanalyse dienen: „Welche Faktoren spielen bei der Figurenkonstellation von Charlotte und Mara eine Rolle und welchen Einfluss haben diese auf die Beziehung der beiden Protagonistinnen?“ Das Interessante an der Fragestellung ist die Verknüpfung des Handlungsverlaufs mit der Charakteranalyse der beiden Figuren Charlotte und Mara. Für die Handlungs- und Figurenanalyse können viele Sachverhalte und ein breites Spektrum an Themen miteinbezogen werden. Aus diesem Grund ist das Thema „die Gestaltung und die Figurenkonstellation der beiden Protagonistinnen“ ein sinnvoller und relevanter Untersuchungsgegenstand, da es für den Einbezug vieler Ansätze und Methoden ideal ist. Um meiner Fragestellung nachzugehen, wähle ich zuerst einen methodischen Ansatz, der sich auch mit anderen Ansätzen gut und flexibel verknüpfen lässt. Die Methodik, die sich aus der Fragestellung ableitet, ist die narratologische Textanalyse. Mit dieser textimmanenten Methodik lässt sich der textnahe Zugang effizient herausarbeiten. Der Text wird wie ein System als etwas Ganzes und Vollkommenes gesehen, der sich in seine Teilbereiche zerteilen lässt. Dabei werden neue Sichtweisen und Anhaltspunkte erzeugt, die bei der zusammenfassenden Analyse auch Details zur Betrachtung ziehen, die nur beim genauen Hinsehen erkannt und beachtet werden. Dies erfordert einen genauen Einblick in die vorliegende Erzählung „Ein Schritt nach Gomorrha“[2] von Ingeborg Bachmann. Das besondere Interesse gilt dabei der Handlungs-, Figuren- und der Raumanalyse. Da die Verwüstung des Raums, welche durch die Protagonistin Mara verursacht wird, eine wichtige Rolle spielt, eignet sich die ausgewählte Methodik besonders gut für die Raumanalyse. Die Handlung, die sich über eine gleichgeschlechtliche Beziehung hinaus mit einer anfänglichen Vereinigung beschäftigt, lässt sich zudem sehr gut mit der Methodik der Gender Studies verknüpfen. Dabei wird auf das Geschlechterverhältnis der beiden Figuren eingegangen, wobei der kollektive Blick der Gesellschaft, der einen enormen Druck auf die Gefühlswelt der Protagonistin Charlottes ausübt, nicht außen vorbleibt. Mit Hilfe der Methodik der Gender Studies wird das Machtverhältnis der beiden Figuren untereinander in Bezug gesetzt und verglichen. Dabei spielt die Psyche und die geführten inneren Monologe Charlottes eine wichtige Rolle. Denn daraus lassen sich ihre Wünsche, Bedürfnisse und ihre Sehnsucht nach einer vollkommenen Beziehung ableiten, die sich anhand der Gender Studies analysieren lassen.

Die Gliederung der Arbeit ist wie folgt: Zuerst beginne ich mit der narratologischen Textanalyse, wobei die Handlung, die Figuren und die Raumdarstellung analysiert werden. Bei der Figurenanalyse wird zudem an die Psychoanalyse von Freud angeknüpft und das Geschlechterverhältnis mithilfe der Gender Studies analysiert. Anschließend wird in der Zusammenfassung die Fragestellung nochmals zusammen-fassend beantwortet.

Der Forschungsstand über die Werke Bachmanns ist sehr breit gefasst. Einige Autoren interpretieren die allgemeine Schreib- und Denkweise Bachmanns, wobei sich andere wiederum spezifisch mit ihren Erzählungen beschäftigen. Viele Autoren haben sich bisher mit ihren Werken auseinandergesetzt und ihre literarischen Werke analysiert, wie zum Beispiel Johanna Bossinade mit ihrem Werk „Kranke Welt bei Ingeborg Bachmann“.[3] Die Autorin Gabriele E. Otto untersucht mit ihrem Buch „Weibliches Erzählen?“[4] insbesondere das Erzählverfahren Bachmanns, wobei sie auch auf die Figurenanalyse der Erzählung „Ein Schritt nach Gomorrha“[5] detailliert eingeht. Des Weiteren analysiert die Autorin Gisela Brinker-Gabler die Sprache in Bachmanns Werken mit dem Buch „Ausnahmezustand. Gesetz und Sprache bei Bachmann und Agamben“.[6] Einen aktuellen Forschungsstand bietet das Buch „Ein anderes Wort und ein anderes Land“[7] von Hajnalka Nagy, der sich insbesondere auch mit der Charakteranalyse der Figuren Charlotte und Mara in Bachmanns Erzählung „Ein Schritt nach Gomorrha“[8] auseinandergesetzt hat.

2. Die narratologische Textanalyse mit Anknüpfung an die Psychoanalyse Freuds und die Gender Studies

2.1 Analyse der Handlung

Die Erzählung „Ein Schritt nach Gomorrha“[9] von Ingeborg Bachmann handelt von der Begegnung zweier Frauen und deren gleichgeschlechtlicher Vereinigung. Die Handlungsschilderung beginnt bei der Protagonistin zu Hause, als sie ihren letzten Gast von der zuvor stattgefundenen Feierlichkeit zu verabschieden versucht. Durch innere Monologe überlegt sie sich, wie sie den unerwünschten Gast aus der Wohnung bitten kann: „Sie muß gehen. Warum geht sie nicht? Ich bin todmüde.“[10] Die Protagonistin wohnt offenbar mit ihrem Freund Franz zusammen, der zurzeit auf dem Heimweg von einer Reise ist und bald wieder zurückkommt. In der nächsten Handlungsabfolge wird Charlotte von Mara überredet, zusammen etwas trinken zu gehen. Charlotte stimmt ungewollt zu und spielt dabei immer wieder mit dem Gedanken, wie sie Mara loswerden kann. Diese Gedanken äußern sich in Gefühlsäußerungen, wie zum Beispiel folgende: „Es wurde lustlos getrunken und getanzt; trotzdem hatte Charlotte das Gefühl, in einen Höllenraum gelangt zu sein [...].“[11] Im weiteren Verlauf der Handlung stellt sich heraus, dass Mara immer wieder nach Charlottes Aufmerksamkeit sucht. Oftmals drückt sie aus, dass sie Charlotte nicht verlassen und für immer bei ihr bleiben will: „Ich bleibe. Hörst du? Ich bleibe.“[12] Mara begleitet Charlotte nach Hause, die immer noch widerwillig versucht, den ungewollten Gast loszuwerden. Nach einer langen und heftigen Diskussion nimmt die Handlung eine Wende ein und Charlotte fängt an, die Zärtlichkeiten und Anspielungen Maras zu erwidern: „Maras nasses Gesicht, naß noch, während sie schon zu lachen begann, preßte sich gegen Charlottes Gesicht, zärtlich, warm, und ihrer beider Tränen vermischten sich.“[13] An dieser Stelle ist es offensichtlich, dass Charlotte sich nicht gegen die Liebkosungen Maras wehrt und somit den Versuch der intimen Nähe erwidert. So interpretiert die Autorin Gabriele E. Otto die Umstellung Charlottes: „Nach der Überwindung eines anfänglichen Widerstands gegen Maras Anwesenheit, ihre Forderungen und die sich darin ausdrückende Sicht Maras beginnt Charlotte die eigene Sicht der Geschlechterbeziehung zu artikulieren.“[14] Charlotte kann sich vorerst nicht entscheiden, eine Beziehung mit Mara einzugehen, sondern sie beginnt erstmals in folgender Szene an eine gleichgeschlechtliche Vereinigung zu denken: „Nichts mehr erschien ihr unmöglich. Wieso sollte sie nicht mit einem Wesen von gleicher Beschaffenheit zu leben beginnen?“[15] Dabei überlegt sie sich immer wieder, wie sie die neue Situation dem jetzigen Freund Franz beibringen kann, da sie eine neue Zukunft mit Mara plant und in Gedanken bereits konstruiert hat, wie sie die neue gemeinsame Wohnung mit Mara einrichten wird.[16] Im weiteren Verlauf der Handlung stimmt sich die Protagonistin immer mehr auf den Gedanken ein, eine gleichgeschlechtliche Liebe anzugehen: „Sie ließ ihren Gefühlen und Gedanken freien Lauf.“[17] Des Öfteren erzählt sie, wie sie in der Beziehung zu Franz unterdrückt wurde. Dabei wird von ihren unerfüllten und unbeachteten Gefühlen und der Tatsache erzählt, dass die Männer immer mit Macht und Bestimmung über sie geherrscht haben, was anhand der Wohnungsbeschreibung stark zur Geltung kommt. Dabei berichtet Charlotte von Gegenständen, die Franz ausgesucht hat: „Die Möbel hatte Franz ausgesucht [...].“[18] In der Beziehung zu Mara, welche eine Wende in ihrem Leben einnehmen soll, weiß sie, dass sie über Mara herrschen wird.[19] Das vorherige Leben der Protagonistin Charlotte kann als Ursache für das Eingehen des Verhältnisses mit Mara gesehen werden. Die bestimmende Art von Klaus, seine Herrschaft über Charlotte und das leidvolle Leben der Protagonistin könnten als Ursache gesehen werden, welches sich in einem gleichgeschlechtlichen Verhältnis zu Mara auswirkt. In der Beziehung zu Mara ist Charlotte die Instanz, die über Mara steht und über wichtige Entscheidungen im Handlungsverlauf bestimmt, wie zum Beispiel der Beschluss, die Beziehung zu Franz aufzugeben und somit ihr komplettes Leben umzustimmen: „Sie war frei. Nichts mehr erschien ihr unmöglich. Wieso sollte sie nicht mit einem Wesen von gleicher Beschaffenheit zu leben beginnen?“[20] Am Ende der Handlung ist ein zärtlicher Liebesakt zwischen den Frauen illustriert. Die Schlussgebung der Handlung bleibt offen, da die Begegnung mit Franz, dessen Reaktion außen vor bleibt. Auch die Beziehung zwischen den beiden Frauen bleibt schließlich offen und wird nicht weiterhin erläutert.

Aus der Handlungsanalyse lässt sich ableiten, dass die bisherige Lebensweise Charlottes und ihre Unterdrückung ein wichtiger Bestandteil für den weiteren Handlungsverlauf der Erzählung sind. Mara ermöglicht Charlotte ein Herrschergefühl, weil sie sie um jeden Preis für sich gewinnen möchte. Auch wenn Charlotte dies am Anfang nicht akzeptiert, nimmt sie die Rolle von ihrem Freund Franz ein und herrscht über Mara. Das Fazit der Handlungsanalyse ist, dass die unterdrückten Wünsche und die unbefriedigte Lebensweise von Charlotte einen enormen Einfluss auf die Beziehung der Figuren hat, da die Rollen von Anfang an klar definiert sind. Charlotte übernimmt die Rolle eines Menschen, der Regeln vorschreibt, um somit ihre unterdrückten Wünsche auszuleben und Mara übernimmt die frühere Gehorsamkeit Charlottes, um sie für sich zu gewinnen.

2.2 Figurenanalyse mit Anknüpfung an die Psychoanalyse Freuds

Die Figurenselektion in der Erzählung „Ein Schritt nach Gomorrha“[21] ist durch bestimmte Kriterien ausgezeichnet. Den zwei Frauen wird eine besondere Rolle zugesprochen und es entsteht ein damit einhergehendes Machtverhältnis. Da Charlotte in ihrer Beziehung zu Franz zuvor unterdrückt wurde, versucht sie jetzt dasselbe bei Mara, um ihre höhergestellte Rangposition zu zeigen. Dies wird deutlich, als Charlotte durch innere Monologe ihre zukünftige Lebensphase mit Mara bestimmend konzipiert: „Auch brauchte sie jemand um sich, neben sich, unter sich [...] für den sie den Ton angab, den Wert einer Sache bestimmte, einen Ort wählte.“[22] Die beiden Frauen stellen ein Oppositionspaar dar, wobei Charlotte eine ähnliche Rolle wie Franz und Mara die Rolle Charlottes einnimmt. Gabriele E. Otto schreibt in ihrem Werk „Weibliches Erzählen?“[23] folgendes: „Mara verkörpert als Persönlichkeitsanteil der Protagonistin ein ursprüngliches Begehren Charlottes.“[24] Mara wird hier nur als „Persönlichkeitsanteil“[25] Charlottes bezeichnet, die nicht als ganze Persönlichkeit gesehen wird. Maras Unterordnung kommt hier stark zur Geltung. Die Figuren Charlotte und Franz erleben einen Rollentausch, wobei Charlotte, die ihrem Freund Franz untergeordnet war und ihn begehrt hat, jetzt von Mara sehnlichst begehrt wird. Charlotte, die in ihrer Beziehung zu Franz von Frust geplagt war, da sie sich ihm immer zu unterwerfen hatte, nimmt eine Wende in dem neu zu beginnenden Verhältnis zu Mara eine Wende ein. Sie ist gekennzeichnet durch eine bestimmerische Art, Macht und eine deutlich überwiegende Überlegenheit im Gegensatz zu Mara, die sich Charlotte unterwirft und ihre frühere Position einnimmt. Auch die Homogenität und die Heterogenität sind von großer Bedeutung. Heterogenität meint das uneinheitliche Zusammentreffen von Elementen, die sich in einem oder mehreren Merkmalen unterscheiden, wobei sich Homogenität durch eine gleiche Beschaffenheit auszeichnet, welche einen Gegensatz zur Heterogenität darstellt.[26] Diese beiden Elemente lassen sich durch den Vergleich von bestimmten Merkmalen unterscheiden. In der Erzählung „Ein Schritt nach Gomorrha“[27] kommt die Heterogenität, also die Uneinheitlichkeit der Charaktereigenschaften der beiden Frauen besonders zur Geltung. Der starke Wille Maras stößt ständig auf das Abweisen Charlottes. Somit wird eine Vereinigung der beiden Figuren vorerst verhindert. Die Homogenität zeigt sich auch in der Hartnäckigkeit Maras und Charlottes.

[...]


[1] Bachmann, Ingeborg: Ein Schritt nach Gomorrha. In: Dies.: Sämtliche Erzählungen. 8. Aufl. München/Zürich 2010. S. 187-213.

[2] Ebd., S. 187-213.

[3] Bossinade, Johanna: Kranke Welt bei Ingeborg Bachmann: über literarische Wirklichkeit und psychoanalytische Interpretation. Freiburg im Breisgau: Rombach 2004.

[4] E. Otto, Gabriele: Weibliches Erzählen? Entwicklung der Erzählverfahren in Ingeborg Bachmanns Prosa. Würzburg: Königshausen& Neumann 2009.

[5] Bachmann, Ein Schritt nach Gomorrha, S. 187-213.

[6] Brinker-Gabler, Gisela: Ausnahmezustand. Gesetz und Sprache bei Bachmann und Agamben. In: Topographien einer Künstlerpersönlichkeit. Neue Annäherungen an das Werk Ingeborg Bachmanns, hg. von Barbara Agnese. Würzburg: Königshausen& Neumann 2009, S. 125-133.

[7] Nagy, Hajnalka: Ein anderes Wort und ein anderes Land. Zum Verhältnis von Wort, Welt und Ich in Ingeborg Bachmanns Werk. Würzburg: Königshausen& Neumann 2010.

[8] Bachmann, Ein Schritt nach Gomorrha, S. 187-213.

[9] Bachmann, Ein Schritt nach Gomorrha, S. 187-213.

[10] Ebd., S. 188.

[11] Ebd., S. 190.

[12] Ebd., S. 196.

[13] Ebd., S. 195.

[14] E. Otto, Weibliches Erzählen?, S. 132.

[15] Bachmann, Ein Schritt nach Gomorrha, S. 198.

[16] Ebd., S. 200.

[17] Ebd., S. 198.

[18] Ebd., S. 200.

[19] Ebd., S. 201.

[20] Ebd., S. 198.

[21] Bachmann, Ein Schritt nach Gomorrha, S. 187-213.

[22] Ebd., S. 200.

[23] E. Otto, Weibliches Erzählen?, S. 132.

[24] Ebd.

[25] Ebd.

[26] Vgl. Gildemeister, Regine; Hericks, Katja (Hg.): Geschlechtersoziologie. Theoretische Zugänge zu einer vertrackten Kategorie des Sozialen. München: Oldenbourg Verlag 2012.

[27] Bachmann, Ein Schritt nach Gomorrha, S. 187-213.

Details

Seiten
19
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783656714040
ISBN (Buch)
9783656714026
Dateigröße
489 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v278400
Institution / Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen – Germanistisches Institut
Note
2,0
Schlagworte
analyse gestaltung figurenkonstellation ingeborg bachmanns schritt gomorrha

Autor

Teilen

Zurück

Titel: Analyse der Gestaltung und der Figurenkonstellation in Ingeborg Bachmanns "Ein Schritt nach Gomorrha"