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Schulinspektion. Eine Methode zur Schul- und Unterrichtsentwicklung

Hausarbeit 2013 10 Seiten

Pädagogik - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. chulinspektion
2.1. Externe Evaluation
2.2. chulinspektion in Hamburg
2.3. Vor- und Nachteile einer chulinspektion

3. Die chulinspektion im piegel des Domänenmodells
3.1. Das Domänenmodell .
3.2. Notwendige trukturen und Kompetenzen für das Gelingen einer chulinspektion
3.2.1 trukturen .
3.2.2. Kompetenzen
3.3. Praxisbeispiel

4. Fazit

5. Literatur- und Quellenangaben

1. Einleitung

Ziel dieser Arbeit ist es, eine der im Seminar behandelten Strategien zur Unterrichts - bzw. Schulentwicklung auf die dafür notwendigen Kompetenzen und Strukturen hin zu untersuchen. Die Grundlage dafür bietet das Domänenmodell für Professionalität von Paseka, Schratz und Schrittesser.

Bei der thematisierten Strategie handelt es sich um die Schulinspektion. Diese Form externer Evaluation gewann nach dem PISA-Schock an Bedeutung. Seit diesem hat der Staat ein gesteigertes Interesse daran, seine Schulen zu vergleichen, um etwaige Probleme aufzudecken und positive Entwicklungen anzustoßen. Instrument dafür ist die Schulinspektion, die als Gegenstand der Arbeit gewählt wurde.

Die Schulinspektion dient zum einen der Schulentwicklung nach den vom Land festgelegten Richtlinien, zum anderen der Unterrichtsentwicklung, indem Außenstehende einen Unterricht evaluieren und der Lehrperson einen neuen Blickwinkel eröffnen. An den Evaluationsprozessen werden unterschiedliche Akteure mit unterschiedlichen Zielen beteiligt, was Vorteile hat, aber auch zu Missverständnissen führen kann.

Die Arbeit ist wie folgt aufgebaut: Zunächst wird überblicksweise geklärt, worum es sich bei einer externen Evaluation handelt (2.1.). Daraufhin werden Ablauf und Ziele der Hamburger Schulinspektion erläutert (2.2.) und die Stärken und Schwächen dieser Strategie aufgedeckt (2.3.). Es folgt die kurze Erklärung der für die Schulinspektion relevanten Domänen (3.1.) und der sich daraus ergebenden notwendigen Kompetenzen und Strukturen (3.2.). Ein Fallbeispiel wird auf das (Nicht-)Vorhandensein dieser Kompetenzen und Strukturen hin untersucht (3.3.). Abschließend findet eine Zusammenfassung der Ergebnisse statt (4.).

2. Schulinspektion

Für ein besseres Verständnis der Strategie Schulinspektion ist zunächst eine kurze Erläuterung des Begriffs Externe Evaluation erforderlich. Im Anschluss werden Verlauf und Ziele der Schulinspektion in Hamburg sowie die Stärken und Schwächen dieser Evaluationsform dargestellt.

2.1. Externe Evaluation

Im pädagogischen Zusammenhang bezeichnet der Begriff Evaluation die Ä…Beurteilung von Leistungen, Lehrplänen, Unterrichtsprogrammen und schulischen Angeboten“ (ALTRICHTER 2004, S. 13). Paseka und Hager unterscheiden drei Evaluationsformen: externe Evaluation, sowie Selbstevaluation und Evaluation als Dialog. Da diese Arbeit eine Form der externen Evaluation behandelt, werden die anderen Evaluationsformen nicht weiter thematisiert (Zu den unterschiedlichen Evaluationsformen: Siehe PASEKA/ HAGER 2006).

Externe Evaluationen haben im Bildungsbereich das Ziel, Entscheidungsgrundlagen für den Auftraggeber - meist eine bildungspolitische Behörde, ein Ministerium - zu liefern. Ihr Gegenstand sind meist Methoden und Techniken, Lehrpersonen und Institutionen sowie deren Strukturen. In der externen Evaluation wird ein Blick von außen auf die Praxis geworfen. Ein/e Evaluator/in ist ein/e unbeteiligte/r Beobachter/in, welche/r möglichst objektiv Daten sammelt (Vgl. Ebd. S. 122 ff.).

2.2. Schulinspektion in Hamburg

Die Hamburger Schulinspektion wurde 2006 als Abteilung des Instituts für Bildungsmonitoring gegründet. Auslöser für die bundesweite Qualitätssteuerung an staatlichen Schulen in Form eines standardisierten Verfahrens war das negative Abschneiden deutscher Schüler/innen bei der PISA-Studie.

Bei der Schulinspektion handelt es sich um eine Form externer Evaluation, bei der Kontrolleur/e/innen die Schule und ihren Unterricht inspizieren und bewerten. Mit ihrer Hilfe werden empirische Daten über vorhandene Defizite und Stärken erhoben (Vgl. DIEDRICH 2011, S. 5 f.). Ein wichtiger Bezugspunkt ist der Orientierungsrahmen für Schulqualität. Dieser unterscheidet drei

Qualitätsdimensionen:

ÄFührung und Management (1), Bildung und Erziehung (2) und Wirkungen und Ergebnisse (3). Insgesamt 14 Qualitätsbereiche konkretisieren diese Dimensionen, jeder Bereich [teilt sich] wiederum […] in zwei bis fünf Qualitätsmerkmale [auf]“ (DÖBERT/ DEDERING 2008, S.87).

Normative Aussagen wie Empfehlungen an die Schule oder das Anstoßen von Entwicklungsprozessen fallen nicht in den Aufgabenbereich der Schulinspektion. Diese sammelt lediglich deskriptive Daten, aus denen anschließend normative Aussagen über die Schulentwicklung der Einzelschule sowie des Schulsystems abgeleitet werden können. Der Grund für diese Aufgabentrennung ist die Einschätzung, dass beide Prozesse bei Vermischung der Rollen der gleichen Akteure eine geringere Qualität aufweisen würden (Vgl. DIEDRICH 2011, S. 7 f.).

Die Schulinspektion hat drei Funktionen:

1. Katalyse: Der Entwicklungsstand der Schulen soll mithilfe unterschiedlicher Datenquellen und Perspektiven der betroffenen Akteur/e/innen wiedergegeben werden. So werden Handlungsfelder identifiziert und Prioritäten für die zukünftige Entwicklung gesetzt.
2. Staatliche Gewährleistung: Die schulische Qualität soll sichtbar gemacht werden, indem die Schule einen Nachweis über bisherige und geplante Leistungen erbringt. Diese Sichtbarmachung gewährleistet vergleichbaren Standard aller Schulen.
3. Erkenntnis: Die empirischen Befunde erlauben eine Einschätzung der Qualität der Einzelschule sowie des Schulsystems. Sie zeigen Stärken und Defizite auf, was normative Aussagen über die Handlungsfelder der künftigen Schulentwicklung ermöglicht (Vgl. Ebd., S. 5 f.).

Eine Schulinspektion verläuft idealerweise innerhalb von ca. 14 Wochen wie folgt:

[...]

Details

Seiten
10
Jahr
2013
ISBN (eBook)
9783656728801
ISBN (Buch)
9783656728788
Dateigröße
843 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v279110
Institution / Hochschule
Universität Hamburg
Note
1,7
Schlagworte
schulinspektion eine methode schul- unterrichtsentwicklung

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Titel: Schulinspektion. Eine Methode zur Schul- und Unterrichtsentwicklung