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Der demographische Wandel und seine Auswirkungen für die gesetzliche Rentenversicherung

Bachelorarbeit 2014 100 Seiten

VWL - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1 Einleitung

2 Der demographische Wandel
2.1 Mortalität und Fertilität
2.1.1 Kennzahlen der Mortalität
2.1.2 Kennzahlen der Fertilität
2.1.3 Kombinierte Maße der Mortalität und Fertilität
2.2 Migration
2.3 Messung der Veränderung einer Bevölkerung
2.4 Dynamik der natürlichen Bevölkerungsbewegung
2.4.1 Mortalitätsrückgang
2.4.2 Fertilitätsrückgang
2.5 Modell des demographischen Übergangs
2.6 Bevölkerungspyramide

3 Die Bevölkerungsentwicklung in Deutschland
3.1 Die demographische Entwicklung in der Vergangenheit
3.2 Die aktuelle demographische Lage
3.2.1 Fertilität
3.2.2 Mortalität
3.2.3 Migration
3.3 Die demographische Entwicklung bis 2060
3.4 Zusammenfassung und Fazit

4 Die gesetzliche Rentenversicherung
4.1 Allgemeiner Überblick über die Sozialversicherung
4.2 Die Stellung der GRV innerhalb des deutschen Systems der Alterssicherung
4.3 Die Wirkungsweise des Umlageverfahrens der GRV
4.3.1 Finanzierungssystem der gesetzlichen Rentenversicherung
4.3.2 Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung
4.4 Zusammenhang zwischen Rentenversicherung und Arbeitsmarkt
4.5 Zusammenfassung und Fazit

5 Nachhaltigkeit in der Gesetzlichen Rentenversicherung
5.1 Die Generationenbilanzierung
5.2 Nachhaltige Finanzierung der gesetzlichen Rentenversicherung
5.3 Einfluss des demographischen Wandels auf die nachhaltige Finanzierung
5.4 Zusammenfassung und Fazit

6 Reformmöglichkeiten der GRV
6.1 Erhöhung des Renteneintrittsalters
6.2 Lebenserwartungsfaktor
6.3 Zusammenfassung und Fazit

7 Zusammenfassung und Fazit

8 Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abb.1: Idealtypischer Verlauf des demographischen Übergangs

Abb. 2: Grundformen von Alterspyramiden

Abb. 3: Lebendgeborene und Gestorbene je 1.000 der Bevölkerung, 1841 – 2050 und Altersaufbau der Bevölkerung, 1864 – 2050(Anteil der Altersjahre in %)

Abb.4: Generationenbilanz des deutschen Staates im Basisjahr 2005, Diskontierungssatz 3 %, Produktivitätsrate 1,5 %

Abb. 5: Nachhaltigkeitslücke in Prozent des BIP im Basisjahr 2005

Abb.6: Nachhaltigkeitswirkungen der Reformen in der GRV, Basisjahr 2008, Diskontrate 3%, Produktivitätswachstum 1,5 %

Abb.7: Lebenserwartung Neugeborener und 65-Jähriger bis 2060

Abb.8: Entwicklung des Beitragssatzes bis 2050 bei einer Rente mit 69

Abb. 9: Entwicklung des Nettosicherungsniveaus vor Steuern bis 2050 bei einer Rente 69

Abb.9: Entwicklung eines Lebenserwartungsfaktors für die deutsche Rentenformel

Tabellenverzeichnis

Tab.1: Berechnung der rohen Sterbeziffer für ausgewählte Länder 2013

Tab. 2: Ausschnitt aus der Sterbetafel 2009/2011 für Deutschland, Männer

Tab.3: Bevölkerung Deutschland nach Altersgruppen 2008 und 2060,Untergrenze der mittleren Bevölkerung

Tab.4: Rentenversicherung alte Bundesländer 1990 bis 2013

Tab.5: Entwicklung der impliziten Schulden der GRV

Tab.6: Entwicklung der Lebenserwartung bei Geburt und im Alter von 65 Jahren in Westdeutschland

Tab.7: Entwicklung des Altenquotienten 2010-2060

1 Einleitung

Zum 01.10.2013 jährte sich der Weltaltentag und erstmals wurde von der Entwicklungsorganisation HelpAge in Kooperation mit dem Weltbevölkerungsfonds UNFPA ein Weltalten-Index veröffentlich.[1] Darin wird die Situation von älteren Menschen in den im Index aufgeführten 91 Ländern anhand von sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen untersucht und bewertet. Senioren in Schweden, Norwegen und Deutschland geht es dabei am besten. Schlusslicht Afghanistan bietet die schlechtesten Bedingungen für ältere Menschen.[2] Der Studie zufolge wächst die Gruppe der älteren Menschen schneller als jede andere Altersgruppe, so dass es im Jahr 2050 mehr Menschen über 60 Jahre als Kinder unter 15 Jahren geben wird. Die Überalterung der Bevölkerung ist dabei nicht nur in wirtschaftlich starken Ländern zu beobachten, sondern ein globaler Trend. Eine bessere medizinische Vorsorge und Versorgung, sowie Hygiene und eine gesündere Ernährung haben zu einer höheren Lebenserwartung beigetragen, so dass viele Staaten auf das rasante Tempo, dass die Überalterung in den letzten Jahren aufgenommen hat, nicht vorbereitet und teilweise überfordert sind.[3]

Obwohl Deutschland in der Studie eine gute Platzierung erreicht hat, wird der demographische Wandel in Zukunft eine große Herausforderung für die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung des Landes darstellen. Der aus dem demographischen Wandel resultierende Fachkräftemangel macht sich jetzt schon bemerkbar, so dass große Unternehmen versuchen, durch zusätzliche Anreize, ihre älteren Fachkräfte an sich zu binden. Der Chemiekonzern Bayer, als Beispiel, gewährt seinen Mitarbeitern ab den 57 Lebensjahr 20 Tage, ab dem 60 Lebensjahr 25 Tage und ab den 63 Lebensjahr 30 zusätzliche bezahlte freie Tage.[4]

Die aus dem demographischen Wandel ausgehende Gefahr für die sozialen Sicherungssysteme ist vom Gesetzgeber bereits erkannt. Die Politik in der Bundesrepublik Deutschland versucht durch fiskalische Maßnahmen, wie z.B. Zuschüsse für den Abschluss einer privaten Pflegeversicherung (PflegeBahr) und für die private Altersvorsorge (Riesterrente), sowie Steuererleichterungen für die Rüruprente und der betrieblichen Altersvorsorge, den Bürger zu einer Eigenvorsorge zu motivieren. Trotzdem werden sich künftig die Auswirkungen des demographischen Wandels extrem auf die Sozialsysteme niederschlagen. Durch den kontinuierlichen Anstieg der Lebenserwartung und dem dauerhaft niedrigen Geburtenniveau steht eine immer größer werdende Anzahl von Rentenempfängern einer immer kleiner werdenden Anzahl von Erwerbstätigen, die durch Beitrags- und Steuerzahlungen die altersspezifischen Transferzahlungen finanzieren, gegenüber, so dass in absehbarer Zeit die in den Generationenverträgen verankerte Gesetzliche Rentenversicherung[5] im Mittelpunkt der Reformdebatten stehen wird.[6]

Der Schwerpunkt der vorliegenden Arbeit bezieht sich daher auf den demographische Wandel und seinen Einfluss auf die nachhaltige Finanzierung des fiskalischen Subsystems der GRV.

Ausgangspunkt der Arbeit ist der in Kapitel 2 dargestellte demographische Wandel. Die verschiedenen Kennzahlen aus der Bevölkerungswissenschaft bilden die Grundlage um quantitative Aussagen über künftige Entwicklungen einer Bevölkerung zu treffen. Im Schwerpunkt stehen dabei die Kennzahlen der Fertilität und der Mortalität, da diese auf unterschiedlichste Weise errechnet werden und später eine Aussage über die Differenzierung nach Alter und Geschlecht zulassen. Weitere Differenzierungsmöglichkeiten hinsichtlich der Staatsbürgerschaft, des Migrationsstatus sowie weiteren soziökonomischen Charakteristiken werden nicht vorgenommen, da dies im Rahmen dieser Arbeit zu einer unnötigen Ausweitung führt.

Im dritten Kapitel wird die Entwicklung der Bevölkerung in Deutschland behandelt. Dabei wird der Rückgang der Geburtenentwicklung und der Sterbeverhältnisse beschrieben. Die aktuelle demographische Situation sowie die künftige Bevölkerungsentwicklung bis 2060, basierend auf der 12. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes, werden ebenfalls dargestellt.

Kapitel 4 konzentriert sich auf die GRV. Im Rahmen von Abschnitt 4.1 wird kurz ein allgemeiner Überblick über die fünf Säulen der Sozialversicherung gegeben um im Abschnitt 4.2 die Stellung der GRV innerhalb der Alterssicherung zu beschreiben. Abschnitt 4.3 erläutert die Wirkungsweise des Umlageverfahrens womit das Zustandekommen der Einnahmen und Ausgaben für die GRV näher betrachtet wird. Mit dem Zusammenhang zwischen Rentenversicherung und Arbeitsmarkt schließt das Kapitel.

Gegenstand von Kapitel 5 ist die für die Nachhaltigkeitsanalyse notwendige Methode der Generationenbilanzierung. Dabei wird zunächst im Abschnitt 5.1 das System der Generationenbilanzierung und dessen Aussagekraft im Hinblick auf die Tragfähigkeit der Fiskalpolitik erläutert. Abschnitt 5.2 betrachtet die einzelnen Rentenreformen der letzten Jahre und deren Nachhaltigkeitsentwicklung für das Subsystem GRV. Mit dem Abschnitt 5.3 wird der Einfluss der demographischen Entwicklung für die nachhaltige Finanzierung behandelt, womit das Kapitel abgeschlossen wird.

Kapitel 6 befasst sich mit möglichen weiteren Rentenreformen. Dabei wird im Abschnitt 6.1 eine Anhebung der Altersgrenze diskutiert und im Abschnitt 6.2 die Entwicklung eines Lebenserwartungsfaktors. Im Kapitel 7 wird die Arbeit zusammengefasst und mit einem Fazit beendet.

2 Der demographische Wandel

Der Begriff Demographie stammt aus dem griechischen von den Wörtern „demos“ (das Volk) und „gráphein“ (schreiben) und bedeutet wörtlich „Volk beschreiben“.[7] Die Demographie umschreibt mit Hilfe von Zahlen und Kennziffern wie sich die Bevölkerung in einer geographischen Einheit, meist eines Landes, in ihrem Umfang und ihrer Struktur zusammensetzt.[8] Der Begriff Wandel bedeutet Veränderung.

Zu den wichtigsten Ereignissen, die für die Bevölkerungsentwicklung, seinem Umfang sowie der Geschlechts- und Altersstruktur entscheidend sind, zählen Fertilität, Mortalität und Migration.[9] Bei einer Veränderung der Bevölkerungszahl durch Fertilität und Mortalität wird im Allgemeinen von einer natürlichen Bevölkerungsbewegung gesprochen.[10] Dadurch wird ausgesagt, dass der Mensch mit der Geburt in die Bevölkerung eintritt und mit dem Tod diese wieder verlässt. Die räumliche Bevölkerungsbewegung ist gekennzeichnet durch den Begriff der Migration und spiegelt die Veränderung der Bevölkerungszahl und -zusammensetzung durch Zu- und Abwanderungen wider.[11]

Dazu werden im Folgenden zunächst die verschiedenen Kennzahlen der Mortalität und Fertilität dargestellt sowie deren Aussagekraft in der Kombination miteinander (Abschnitt 2.1). Anschließend wird im Abschnitt 2.2 die Migration beschrieben. Abschnitt 2.3 erläutert das Zusammenspiel der drei Bestimmungsgrößen für die Messung der Bevölkerungsveränderung. Die Dynamik der natürlichen Bevölkerungsbewegung in Form des Mortalitätsrückgangs (Abschnitt 2.4.1) und der Fertilitätstransformation (Abschnitt 2.4.2) wird im Abschnitt 2.4 thematisiert. Die Entwicklung der Geburten- und Sterblichkeitsverhältnissen wird anhand des Modells des demographischen Übergangs im Abschnitt 2.5 erläutert. Das Kapitel schließt mit der Darstellung der Alterspyramiden als Werkzeug der Interpretationsmöglichkeiten für die Alterszusammensetzung einer Bevölkerung.

2.1 Mortalität und Fertilität

Die natürliche Bevölkerungsbewegung ist gekennzeichnet durch die beiden Teilprozesse der Mortalität und Fertilität. Für diese beiden Bereiche liegen unterschiedliche Möglichkeiten der Messung vor. Sie können unabhängig voneinander oder in Kombination betrachtet werden.

Die Analyse der Mortalität ist einfacher zu untersuchen, da sich lediglich mit der Fragestellung des „wann“ beschäftigen werden kann. Begründet ist diese eingeschränkte Fragestellung dadurch, dass am Ende des Lebens eines jeden Menschen der Tod, als unausweichliches und abschließendes Ereignis, steht, sowie auch nur einmal gestorben werden kann.[12] In der Untersuchung der Fertilität hingegen stehen andere Fragen im Raum. So kann sich im Bereich der Fertilität nicht nur um die Frage des „wann“ beschäftigt werden, sondern mit dem „ob“ und „wie viele“. Diese unterschiedlichen Fragestellungen sind dadurch begründet, dass nicht jede Frau Kinder kriegen möchte bzw. Kinder kriegen kann und damit, dass gebärfähige Frauen auch mehrere Kinder in die Welt setzen können.

2.1.1 Kennzahlen der Mortalität

Mit der Mortalität bzw. Sterblichkeit wird die Anzahl der Sterbefälle während eines Zeitraumes innerhalb einer Bevölkerung beschrieben.[13] Die Erfassung der Sterbefälle kann durch verschiedene Arten von statistischen Kennzahlen dargestellt werden, so dass sich demographische Basisinformationen zu den Sterblichkeitsverhältnissen, der Lebenserwartung und der Alterung der Bevölkerung bilden.[14]

Zum einen kann die Mortalität mit Hilfe der rohen Todes- oder Sterberate oder –ziffer (CDR) statistisch ermittelt werden.[15] Mit diesem Parameter wird die Zahl der Gestorbenen innerhalb eines festgelegten Zeitraumes, in der Regel innerhalb eines Kalenderjahrs, je 1000 Einwohner der mittleren Bevölkerung dargestellt. [16] Die mittlere Bevölkerung ist dabei als durchschnittliche Bevölkerungszahl innerhalb eines Zeitraums zu verstehen, die sich aus dem arithmetischen Mittel aus dem Anfangs- und Endbestand der Bevölkerung berechnet. Die CDR wird folgendermaßen erfasst:

Die rohe Sterbeziffer stützt sich dabei auf eine undifferenzierte Betrachtung der Gesamtbevölkerung und steht in einem engen Zusammenhang mit der Altersstruktur. Somit sind die Sterberaten in Regionen, in denen sehr viele alte Menschen leben, hoch, während Bevölkerungen, die von der Struktur her relativ jung sind und eine geringe Sterblichkeit im Kinder- und Jugendalter aufweisen, allgemein niedrigere Todesraten abbilden.[17]

Tab.1: Berechnung der rohen Sterbeziffer für ausgewählte Länder 2013

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle : Eigene Darstellung[18]

Die oben stehende Tabelle 1 zeigt die Gegenüberstellung der rohen Sterbeziffer zwischen zwei europäischen Ländern, Deutschland und Frankreich, einem afrikanischen Land und Peru, als südamerikanischer Vertreter. Peru hat im laufenden Jahr 2013, bei 30,5 Millionen lebenden Menschen im Land, 152.500 Sterbefälle zu verzeichnen, was eine Sterbeziffer von 5 ausmacht. Deutschland hingegen hat mit seinen 80,6 Millionen Einwohnern 886.600 Sterbefälle was eine Todesrate von 11 ergibt, die, im Vergleich zu Peru, doppelt so hoch ist. Bei der Betrachtung des Anteils der Bevölkerung, die über 64 Jahre alt ist wird deutlich, dass in Deutschland nahezu jeder 5 Mensch über 64 Jahre alt ist, während in Peru gerade einmal jeder 17 Mensch sich in dieser Altersklasse bewegt.

Ein ähnliches Verhältnis ist in der Betrachtung zw. den Ländern Frankreich und Tunesien zu erkennen. Den 10,9 Millionen Einwohnern in Tunesien stehen 65.400 Sterbefälle gegenüber, was ein Sterbeverhältnis von 6 ausmacht. Dabei ist zu berücksichtigen, dass in dem nordafrikanischen Land jeder 14 Mensch über 64 Jahre alt ist, so dass Tunesien eine relativ junge Bevölkerung hat. Frankreich hingegen verzeichnet mit seinen fast 64 Millionen Einwohnern 575.100 Sterbefälle und einen Anteil von 17 Prozent der über 64 jährigen zur Gesamtbevölkerung.

Dadurch lässt sich feststellen, dass die allgemeine Sterbeziffer entscheidend von der Altersstruktur der Gesamtbevölkerung beeinflusst ist. Länder wie Deutschland und Frankreich werden mit ihren relativ großen Anteil von älteren Menschen eine höhere Sterberate verzeichnen, als Länder, in denen relativ junge Menschen leben. Deutschland und Frankreich, stellvertretend für alle Industrieländer, weisen dabei generell, mit ihren relativ hohen Anteil von älteren Menschen im Vergleich zu Entwicklungsländern, die durch ihre junge Bevölkerungsstruktur und niedriger Lebenserwartung gekennzeichnet sind, eine höhere Sterberate auf. [19]

Der durch eine hohe Altersstruktur entstehende verzerrende Effekt in der Erfassung der Mortalität wird durch die Darstellung von altersspezifischen Sterbeziffern(MR) ausgeglichen.[20] Dabei werden als Bezugsgröße Alterskohorten zusammengefasst, die hinsichtlich ihrer Sterbewahrscheinlichkeit relativ homogen zusammengesetzt sind. In der Regel werden diese Ziffern auf der Basis von 5-Jahres-Altersgruppen gebildet. Rechnerisch wird die MR folgendermaßen ermittelt:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

wobei:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Ausgenommen von der Messung der Mortalität durch die altersspezifische Sterberate bildet die Säuglingssterblichkeit einen Sonderfall der Ziffernberechnung zur Mortalität. Die Betrachtung dieses Parameters ist insofern für Fragen der demographischen Entwicklung von Belang, als der deutliche Rückgang der Säuglingssterblichkeit, im Wesentlichen aufgrund der Fortschritte in der Medizin, der Hygiene und bei der Ernährung, lange Zeit der Motor für die andauernde Verbesserung der Lebenserwartung gewesen ist, die von wesentlicher Bedeutung für die demographische Entwicklung in den einzelnen Regionen ist.[21] Zur Bestimmung der entsprechenden Bezugsgröße für die Säuglingssterbefälle eines Berichtsjahres müssen die entsprechenden Lebendgeborenen aus zwei Berichtsjahren berücksichtigt werden. Begründet ist das durch den Umstand, dass bei der Ermittlung dieses Parameters die Sterbefälle von Kindern unter einem Jahr als Bezugsgröße verwendet werden. Ein Säugling, als Beispiel, der im Januar gestorben ist, kann im Januar des Vorjahres bereits geboren worden sein. Ein solcher Fall stammt also aus der Masse der Lebensgeborenen des Vorjahres. Dadurch wäre eine Berechnung der Säuglingssterblichkeit, die die gestorbenen Säuglinge eines Berichtsjahres nur auf die Lebendgeborenen desselben Berichtsjahres bezieht, zu ungenau. Die Säuglingssterberate wird wie folgt berechnet:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Gerade in der heutigen Zeit ist der Unterschied dieser Berechnungsziffer zwischen Entwicklungs- und Industrieländern sehr groß. Während Industrieländer, aufgrund ihrer hohen medizinischen und hygienischen Standards, sowie des umfassenden und vielfältigen Angebots in der Ernährung, teilweise in niedrigen einstelligen Promillebereichen liegen, schwankt dieser Wert in den Entwicklungsländern drastisch. Der durchschnittliche Wert der Säuglingssterblichkeit liegt in Afrika bei 68 Promille wohingegen Angola und Marokko, als typisches Beispiel dieser Schwankungsbreite, bei jeweils 98 Promille bzw. 48 Promille liegen.[22] In Deutschland, als ein Vertreter der Industrieländer, liegt der Wert bei 3,2 Promille.[23]

Eine weitere wichtige Darstellungsmöglichkeit der Mortalität sind Sterbetafeln. Aufgrund der vielfältigen Darstellungsmöglichkeiten der Sterblichkeit besteht die Gefahr die Übersicht zur Beschreibung der Mortalität in einer Bevölkerung zu verlieren. Aus diesem Grund können Sterbetafeln verwendet werden, um eine umfassende Kennzeichnung der Sterblichkeitsverhältnisse einer Bevölkerung darzustellen.[24] Mit einer Sterbetafel wird verdeutlicht, „ wie eine Ausgangsmasse gleichzeitig Geborener ‚absterben‘ würde, wenn sie im Verlauf ihres Lebens in den einzelnen Altersjahren unter Sterblichkeitsverhältnissen stehen würde, sie in einem bestimmten Sterbeverhältnis stehen würde (…)“.[25] Durch die Verwendung von altersspezifischen Sterbeziffern, die als Grundlage für die Berechnung einer Sterbetafel dienen, wird der Einfluss des Altersaufbaus der Bevölkerung ausgeschlossen. Somit erhalten Sterbetafeln drei wesentliche Aussagen über 1. die Sterbewahrscheinlichkeit, 2. die Absterbeordnung und 3. die durchschnittliche (fernere) Lebenserwartung.

Tab. 2: Ausschnitt aus der Sterbetafel 2009/2011 für Deutschland, Männer

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Statistisches Bundesamt (2013a)

Die Tabelle 2 zeigt einen Ausschnitt der Sterbetafel 2009/2011 von Männern in Deutschland und veranschaulicht die wichtigsten Parameter über die Sterbe- und Überlebensverhältnisse in den verschiedenen Altersstufen. Die Sterbewahrscheinlichkeit, als Schlüsselvariable der Sterbetafel, gibt wieder, mit welcher Wahrscheinlichkeit eine Person, die das Alter x erreicht hat, vor Vollendung des nächsten Alters ( x+1) verstirbt. Die Sterbewahrscheinlichkeit wird dabei definiert aus der Anzahl der Sterbefälle einer Altersklasse (Alter x) geteilt durch die Zahl der Personen, die die Altersklasse erreicht. Auf der anderen Seite kann aus der Sterbewahrscheinlichkeit auch eine Überlebenswahrscheinlichkeit abgeleitet werden d.h. die Wahrscheinlichkeit vom Alter x aus das Alter x+1 lebend zu erreichen. Ausgehend von diesen Werten bewegt sich der Bestand der überlebenden Personen in den entsprechenden Altersklassen. Dabei handelt es sich nicht um tatsächlich beobachtete Individuen, sondern lediglich um einen vorgegebenen Ausgangsbestand (Radix). Die Anzahl der überlebenden Personen des Ausgangsbestandes verdeutlicht jedoch die Absterbeordnung der Sterbetafelbevölkerung und liefert, aus demographischer Sicht, eine wichtige Information, da dadurch das gesamte Sterblichkeitsbild einer Population abgebildet ist.

Der letzte wichtige Parameter, den eine Sterbetafel verdeutlicht, ist die durchschnittliche (fernere) Lebenserwartung. Sie gibt an, wie viele Lebensjahre im Alter x noch zu erwarten sind, wenn das zu diesem Zeitpunkt beobachtete Sterberisiko der Bevölkerung in den einzelnen Altersjahren und auch während ihres ganzen Lebens erhalten bliebe. Aus der Tabelle 2 ist zu sehen, dass ein neugeborenes männliches Kind eine Lebenserwartung von 77,72 Jahren hat. Weiterhin verdeutlicht sie für Personen, die ein bestimmtes Lebensalter erreicht haben, wie groß die Anzahl der weiteren zu erwartenden(ferneren) Lebensjahre sind. Ein 95-jähriger Mann hat demzufolge noch eine weitere Lebenserwartung von 2,71 Jahren. Mit Hilfe der aus den Sterbetafeln abgeleiteten Mortalitätsmaßen wird somit die Möglichkeit gegeben raumzeitliche Vergleiche zwischen einzelnen Ländern zu erstellen bzw. die Veränderung dieser Kennzahlen in einer Bevölkerung zu interpretieren.

2.1.2 Kennzahlen der Fertilität

Bei dem Begriff der Fertilität muss im Vorfeld eine Abgrenzung zwischen der biologischen und demographischen Bewertung berücksichtigt werden. Fertilität im Sinne der Biologie bedeutet bereits die potenzielle Fähigkeit Kinder zu zeugen, währenddessen die demographische Sichtweise lediglich die tatsächlich realisierten Geburten einer Einzelperson, eines Paares, einer Gruppe oder einer ganzen Bevölkerung, was der häufigste Fall in der Betrachtung ist, bewertet. Für die folgende Erklärung der Kennzahlen der Fertilität wird die biologische Bewertung außer Acht gelassen. Dabei wird der Begriff Fruchtbarkeit und Fertilität im Folgenden synchron verwendet.

Analog zur Mortalität kann die Fertilität mit Hilfe einer allgemeinen(rohen) Geburtenrate oder –ziffer (CBR) dargestellt werden. Die CBR wird mathematisch wie folgt berechnet:

Die rohe Geburtenziffer ist die einfachste Form zur Berechnung der Fortpflanzungsintensität einer Bevölkerung. Genau wie bei der rohen Sterbeziffer bezieht sie sich auf die gesamte durchschnittliche Bevölkerung und gibt die Zahl der Geburten pro 1000 Einwohner in einem Jahr an. Dadurch, dass die Geburten auf die gesamte Bevölkerung bezogen sind, ist diese Kennzahl sehr stark von der Altersstruktur einer Bevölkerung beeinflusst. Bevölkerungen, deren Altersstrukturen hoch sind oder die in ihrer Zusammensetzung einen sehr großen Männeranteil und einen geringen Frauenanteil im gebärfähigen Alter aufweisen, erhalten hinsichtlich der Fertilität keine zuverlässige Aussage.[26]

Ein Fertilitätsmaß, welches Altersstruktureffekte von nicht an der Geburtenentwicklung beteiligten Teilmassen einer Bevölkerung ausgliedert, ist die allgemeine Fruchtbarkeitsrate (GFR). Mathematisch wird die GFR wie folgt berechnet:

Bei der allgemeinen Fruchtbarkeitsrate wird die Zahl der Lebendgeborenen von Frauen im gebärfähigen Alter zwischen dem 15 und 49 Lebensjahr je 1000 Frauen ermittelt. Die Grenze für gebärfähige Frauen wird dabei allgemein zwischen der Altersklasse 15 und 49 gesetzt, da der überwiegende Teil der Geburten, statistisch gesehen, in diese Altersklasse fällt.[27] Frauen, die unter 15 Jahre oder über 49 Jahre alt sind und Kinder gebären, werden durch diese Kennziffer nicht berücksichtigt. Die Werte dieser Geburten fließt lediglich in die allgemeine Geburtenziffer ein.[28] Das Ergebnis spiegelt die tatsächliche Fortpflanzungsintensität einer Bevölkerung wieder.

Mit der Ermittlung der altersspezifischen Fruchtbarkeitsrate(FR) besteht eine weitere Möglichkeit die Ungenauigkeit der CBR zu umgehen und tiefere Einblicke zu den Fruchtbarkeitsraten für die einzelnen Altersstufen zu erhalten.

Bei der Ermittlung der altersspezifischen Fertilitätsrate werden die Geburten von Frauen im Alter X auf 1000 Frauen dieser Altersstufe bezogen. Mit der Berechnung für jedes einzelne Altersjahr zwischen 15 und 49 werden somit 35 verschiedene Geburtenziffern erstellt. Die Ermittlung der altersspezifischen Fruchtbarkeitsrate ist dabei relativ aufwendig und lässt nur begrenzte Vergleiche zu. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, die 35 Geburtenziffern zur totalen Fruchtbarkeitsrate zusammenzufassen.

Durch die Addition der 35 altersspezifischen Fertilitätsraten, geteilt durch 1000, wird die totale Fruchtbarkeitsrate (TFR) ermittelt, die mit nachstehender Formel berechnet werden kann:

Mit der totalen Fruchtbarkeitsrate, auch Gesamtfertilitätsrate, zusammengefasste Geburtenziffer oder Gesamtfruchtbarkeitsrate genannt, wird ein Index ermittelt, der unabhängig vom Altersaufbau der Bevölkerung ist. Damit ist sie die am häufigsten verwendete Kennziffer zur Charakterisierung der Fruchtbarkeitsverhältnisse. Sie „gibt die hypothetische Zahl der Kinder an, die eine Frau im Laufe ihres Lebens bekommen würde“.[29] Die Annahmen gehen davon aus, dass sich das Geburtenverhalten der Frau im Laufe ihrer gesamten fruchtbaren Lebensjahre so verhält, wie die aktuellen altersspezifischen Fruchtbarkeitsraten aller Frauen im Alter von 15 bis 49 Jahre in der betrachteten Region ohne Berücksichtigung der Sterblichkeit.[30]

Die Werte zur Gesamtfertilitätsrate sind regional sehr unterschiedlich und schwanken zwischen einzelnen Ländern. In Deutschland lag 2010 die durchschnittliche Zahl der Kinder je Frau bei 1,39.[31] Das bedeutet, wenn 1000 Frauen in diesem Jahr den Altersabschnitt von 15 bis 49 durchleben, dann hätten sie 1,39 Kinder zur Welt gebracht. In Frankreich, als Nachbarland, lag der Wert im gleichen Jahr bei 2,02. Für die Bestanderhaltung einer Bevölkerung d.h. die Anzahl der Kinder, die eine Frau im Laufe ihres Lebens gebären muss, um die Bevölkerung in ihrer Anzahl konstant zu halten bzw. vollständig zu ersetzen, ist eine totale Fruchtbarkeitsrate zwischen 2,1 und 2,5 notwendig.[32]

2.1.3 Kombinierte Maße der Mortalität und Fertilität

Mit der Kombination zwischen Kennziffern der Mortalität und der Fertilität wird die Möglichkeit gegeben eine Aussage über das natürliche Bevölkerungswachstum zu erhalten. Dazu ist die Geburtenüberschussrate, auch Geburtenbilanzrate genannt, hilfreich. Sie wird aus der Differenz zwischen der allgemeinen Geburtenrate und der rohen Sterberate gebildet.[33] Das Ergebnis spiegelt dabei die Entwicklung der Gesamtbevölkerungszahl wieder d.h. bei einer positiven Differenz liegt ein Geburtenüberschuss vor, so dass die Bevölkerung wächst. Bei einer negativen Differenz wird von einem Geburtendefizit gesprochen, welches eine Schrumpfung der Gesamtbevölkerungszahl bedeutet.

Durch die Verwendung der Geburtenüberschussrate steht eine Kennzahl zur Verfügung, die eine Aussage über die Dynamik der natürlichen Bevölkerungsbewegung tätigt. Dadurch bleibt jedoch die Frage unberücksichtigt, ob bei einem Geburtenüberschuss dieser dann ausreichend ist um den Bevölkerungsstand langfristig zu erhalten. Denn die Geburtenüberschussziffer, ebenso wie ihre beiden Teilkomponenten, wird entscheidend vom Altersaufbau der Bevölkerung beeinflusst. So können hohe Geburtenüberschüsse das Ergebnis von starken Geburtenjahrgängen sein, die in das reproduktive Alter kommen. Anderseits können niedrige Geburtenüberschüsse ein Zeichen eines relativ geringen Anteils von Frauen im gebärfähigen Alter sein. Um eine Aussage über die Bestandserhaltung einer Bevölkerung zu erhalten, ist es notwendig zwei weitere folgende Kennziffern zu berücksichtigen.

Die Bruttoreproduktionsrate (BRR) gibt als Maß an, wie viele Töchter eine Frau durchschnittlich in ihren Leben zur Welt bringen würde, wenn die aktuellen altersspezifischen Fertilitätsziffern bis zum Ende der Fruchtbarkeitsperiode konstant bleiben. Somit ist die Bruttoreproduktionsziffer die auf die Zahl der Töchter beschränkte Gesamtfertilitätsrate und berechnet sich wie folgt:

Der zweite zu berücksichtigende Parameter ist die Nettoreproduktionsrate (NRR). Um eine Aussage über die wahrscheinliche Bevölkerungsentwicklung zu erhalten, ist es erforderlich die Sterbewahrscheinlichkeit mit zu berücksichtigen. Die Nettoreproduktionsrate gibt somit an, ob das Niveau der Geburten ausreicht, um die Muttergeneration durch Geburten von Töchtern zu ersetzen. Im Vergleich zur Bruttoreproduktionsrate wird dabei die Tatsache berücksichtigt, dass Mädchen und

Frauen das gebärfähige Alter gar nicht erst erreichen oder nicht vollenden.[34] Die Nettoreproduktionsrate berechnet sich wie folgt:

Wenn die Berechnung der Nettoreproduktionsziffer einen Wert von 1 ergibt, bedeutet dies, dass die Muttergeneration quantitativ vollständig durch die Töchtergeneration ersetzt wird. Dadurch ist langfristig mit einer Stagnation der Bevölkerung zu rechnen.[35] Erst wenn der Wert der NRR- Ziffer < 1 ist, ist die Mädchengeneration kleiner als die der Mütter, so dass die Voraussetzungen einer Bevölkerungsalterung gegeben sind.[36]

2.2 Migration

Die demographische Entwicklung in der beobachteten Region bzw. Gebiet hängt nicht nur entscheidend von den Faktoren der natürlichen Bevölkerungsbewegung ab, sondern mit der Zu- und Abwanderung sind weitere Parameter zu berücksichtigen, die diese Entwicklung beeinflussen.[37] In Verbindung mit der Beschreibung der Bevölkerungsentwicklung wird unter der Zu- und Abwanderung, die im Folgenden auch Migration oder Wanderung bezeichnet wird, eine auf Dauer angelegte räumliche Veränderung des Lebensmittelpunktes einer Person verstanden.[38] Da bei der Bewertung der demographischen Entwicklung in der Regel ein Land untersucht wird, wird im Allgemeinen die Außenwanderung in diesem Land definiert. Die Außenwanderung, auch internationale Wanderung genannt, vollzieht sich über die Grenzen eines Landes, wohingegen die Binnenwanderung, als weiterer Begriff, lediglich die räumliche Veränderung über die Grenzen von Teilgebieten innerhalb eines Landes berücksichtigt.[39]

Der Wanderungssaldo setzt sich zusammen aus der Differenz zwischen Zu- und Fortzügen und dient als weitere wichtige Kennziffer für die Vorausbeschreibung der Bevölkerungsentwicklung. Als Fortzug wird dabei eine Abmeldung aus einer Gemeinde des Landes in das Ausland gesehen. Als Zuzug gilt, wenn sich jemand aus dem Ausland in einer Gemeinde des Landes anmeldet. Im Gegensatz zu den Geburts– und Sterbefälle, die in Deutschland von den Standesämtern registriert werden, erfolgen die Meldungen über Zu- und Fortzüge von den Einwohnermeldeämtern der betroffenen Gebieten, so dass die Richtigkeit der Wanderungsdaten von den vorgenommen oder unterlassenen Meldungen abhängt. Der Wanderungssaldo hat dabei nicht nur Einfluss auf den Umfang der Bevölkerung.[40] So beeinflusst die Altersstruktur der zu- bzw. abgewanderten Bevölkerung, deren Geburtenverhalten und die Sterblichkeit im Vergleich der einheimischen Bevölkerung die Altersstruktur.[41]

Da die Zuwanderung in Deutschland eine lange Tradition hat und einer Vielzahl von politischen, gesellschaftlichen wirtschaftlichen Faktoren unterliegt, stellt diese Kennzahl eine sehr schwierige demographische Variable dar, die erheblichen Schwankungen unterliegt. Da eine Berücksichtigung der Einflussgrößen ein eigenes Thema wäre und es auch nicht wesentlich zum Ziel dieser Arbeit beiträgt, wird lediglich der Wanderungssaldo als Zahl für die demographische Entwicklung berücksichtigt.

2.3 Messung der Veränderung einer Bevölkerung

In welchem Umfang und in welche Richtung sich die Zahl der Menschen in einem Land bewegt, hängt von dem Zusammenwirken der drei beschriebenen Einflussgrößen entscheidend ab. Mit Anwendung der demographischen Grundgleichung kann die Veränderung der Bevölkerungsgröße in einem Zeitintervall festgehalten werden.[42] Die demographische Grundgleichung lautet:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

wobei:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Durch die Gleichung kann die Bevölkerungsentwicklung nach Größe und Struktur für einen beliebigen Zeitpunkt t+n bei einem gegebenen Bevölkerungsstand zum Zeitpunkt t aus der Zunahme durch Geburten und Zuwanderung sowie der Abnahme aus Sterbefällen und Abwanderung errechnet werden.

2.4 Dynamik der natürlichen Bevölkerungsbewegung

Mit dem Abschluss der Erläuterungen zur Migration wurde in dieser Arbeit die letzte wesentliche Kennzahl zum Verständnis der demographischen Veränderung vorgestellt. Aufgrund der verschiedenen Möglichkeiten der statistischen Erfassung der Fertilität und Mortalität nahmen diese beiden Einflussgrößen einen wesentlichen größeren Teil in der Darstellung ein. Um den Hintergrund der heutigen demographischen Entwicklung besser zu verstehen, ist es notwendig die Dynamik der natürlichen Bevölkerungsbewegung anhand von Modellen und Erkenntnissen genauer zu definieren.

2.4.1 Mortalitätsrückgang

Bei einer langfristigen Analyse der weltweiten Sterblichkeitsveränderungen sind, trotz der regionalen Unterschiede, stetige Zunahmen in der Lebenserwartung der Bevölkerung zu erkennen.[43] Dabei lässt sich der Rückgang weltweit in drei Phasen unterscheiden, wobei die Veränderung der Sterblichkeitsverhältnisse zunächst in Europa begann.[44] Das Modell des epidemiologischen Übergangs von A.R. Omran verdeutlicht genauer, in welchen drei Phasen der Sterblichkeitswandel ablief.[45]

Die erste Phase, die bis zur zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts andauerte, ist das Zeitalter der Seuchen, Epidemien und Hungernöten.[46] Die Zeit ist durch große Schwankungen der Mortalität gekennzeichnet, so dass zeitweise die Sterberaten über denen der Geburten lagen. Die Lebenserwartung ist relativ niedrig und variiert in den einzelnen Ländern zwischen 20 und 40 Jahren.

In der zweiten Phase erfolgt der Übergang von der hohen zur niedrigen Mortalität. Die Jahre der schweren Epidemien bleiben aus und haben nur noch regionale Bedeutung, so dass ein kontinuierlicher Rückgang der Sterblichkeit bis Mitte der 20. Jahrhunderts vorherrscht. Die Lebenserwartung aus dieser Übergangsphase steigt von etwa 30 auf rund 50 Jahre an. Die Mortalitätsverhätnisse in der darauf folgenden dritten Phase haben sich auf einem niedrigen Niveau eingependelt. In dieser Phase sind die degenerativen und gesellschaftlich verursachten Krankheiten die häufigste Todesursache.[47] Eine hohe durchschnittliche Lebenserwartung, die 70 Jahre übersteigen kann, periodische Fruchtbarkeitsschwankungen, sowie ein verlangsamtes Bevölkerungswachstum sind weitere Determinanten dieser Phase. Die wirtschaftlich weit entwickelten Länder befinden sich bereits seit längeren in der dritten Phase des epidemiologischen Übergangs.[48] Trotzdem ist diese Stufe kein weltweiter Standard. Überwiegend Entwicklungsländer haben heute noch mit Hungersnöten und den darauf folgenden Seuchen zu kämpfen.

Die Gründe für den Rückgang der Sterblichkeit lassen sich in drei Kategorien einordnen.[49] Einmal gibt es ökologische Gründe, womit das Zusammenspiel von Krankheitsüberträgern, Umweltbedingungen und die Widerstandsfähigkeit des Menschen gemeint ist. Darüber hinaus werden sozioökonomische, politische und kulturelle Determinanten wie z.B. die Verbesserung der Ernährungslage und der Hygiene verantwortlich gemacht. Der Fortschritt der Medizin ist als letzter maßgeblicher Bestimmungsgrund für den Rückgang der Sterblichkeit entscheidend.

2.4.2 Fertilitätsrückgang

Ebenso wie bei der Mortalität ist in Europa auch bei der Fertilität eine Veränderung erfolgt. Obwohl das Ausmaß und der Ablauf der Fertilitätstransformation gut belegt sind, ist es trotzdem schwierig den Fertilitätsrückgang auf eine allgemeingültige Ursache zurückzuführen. Begründet ist dies dadurch, dass nicht nur zwischen einzelnen Ländern ehebliche Unterschiede auftreten, sondern auch innerhalb der einzelnen Ländern.[50] Jedoch gibt es zwei unterschiedliche Erklärungsansätze die herangezogen werden, um den Rückgang der Geburten zu erklären.

Auf der einen Seite wird der Fertilitätsrückgang versucht durch die Innovations- und Diffusionshypothese zu erklären. Diese besagt, dass das sinkende Geburtenniveau „durch die Innovation und Diffusion kontrazeptiver Ideen und Techniken“[51] begründet ist. Dabei wird in erster Linie nicht der Einsatz von technischen Hilfsmitteln zur Geburtenkontrolle verantwortlich gemacht, sondern vielmehr die Tatsache, dass sich der Menschen mit seiner Einstellung zur Geburtenkontrolle geändert hat. Der Trend der planmäßigen Familiengründung ist zunächst von der Ober- und Mittelschicht verfolgt worden und wurde dann von den anderen Bevölkerungsgruppen übernommen. Der Verwendung von kontrazeptiven Techniken stand im 19 Jahrhundert zunächst sehr begrenzt zur Verfügung und gewinnt im Rahmen der Hypothese erst zwischen den beiden Weltkriegen an Bedeutung. Auf der anderen Seite wird der Fertilitätsrückgang als eine Anpassung des Menschen an die gewandelten sozialen, wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse begründet.[52] Beide Erklärungsansätze einzeln betrachtet oder gegenübergestellt reichen nicht aus, um den Fertilitätsrückgang zu erläutern. Erst durch das Verbinden beider Ansätze, die den Fertilitätsrückgang als Ergebnis von Innovation und Anpassung begründen, steht eine ausreichende Antwort zur Verfügung.[53]

2.5 Modell des demographischen Übergangs

In den beiden zurückliegenden Abschnitten ist die Mortalitäts- und Fertilitätsrückgang getrennt voneinander betrachtet worden. Da sich in vielen Gebieten der Welt die Geburten- und Sterblichkeitsverhältnisse zwar zeitlich versetzt, doch, nach gewissen gleichen Regeln, verändert haben, werden die beiden Transformationsprozesse in einem Modell zusammengeführt, um eine Aussage über die Veränderungen der Bevölkerungsentwicklung in der Vergangenheit zu erklären und zukünftige Trends zu prognostizieren.

Ein häufig verwendetes Modell ist dabei das aus der Bevölkerungsgeographie stammende Modell des demographischen Übergangs. „Dieser Übergang beschreibt das Zusammenspiel zwischen Geburten und Sterbehäufigkeiten bei ihrer Transition von einem sehr hohen zu einem niedrigen Niveau“.[54] Da sich in vielen Ländern der Welt d.h. sowohl in Europa, als auch in den ehemaligen Kolonien (Nordamerika, Australien) und Entwicklungsländern Gemeinsamkeiten in der Reihenfolge der demographischen Veränderung beobachten ließen bzw. noch zum Teil beobachten lassen, stellt das Konzept ein idealtypisches Beispiel für den Übergang von einem hohen zu einem niedrigen Bevölkerungswachstum dar.[55] In Abbildung 1 werden die verschiedenen Phasen des demographischen Übergangs verdeutlicht.

Abb.1: Idealtypischer Verlauf des demographischen Übergangs

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: In Anlehnung an Bähr (2010), S. 208

Die 1. Phase, auch Vorbereitungsphase oder prätransformative Phase genannt, ist gekennzeichnet durch hohe Geburten- und Sterberaten, die nur wenig voneinander entfernt sind, so dass die Bevölkerung nur langsam wächst bzw. stagniert. In der darauf folgenden 2. Phase (Transformationsphase) sinkt die Sterberate bei gleich bleibenden Geburtenziffern. Der Rückgang der Sterberaten ist durch den Fortschritt in den Bereichen Medizin und Hygiene, Verbesserungen der Ernährungsgrundlagen sowie durch allgemeine höhere Lebensstandards begründet. Die durchschnittliche Lebenserwartung beginnt zu steigen und die Bevölkerung wächst. In der mitteltransformativen Phase (3.Phase) nehmen die Sterberaten weiter ab. Die Familien reagieren auf die geänderten Lebensbedingungen mit der niedrigen Säuglings- und Kindersterblichkeit und passen ihre Kinderzahl an. Dadurch sinkt die Geburtenrate ebenfalls. Durch den Vorsprung des Sterberatenrückgangs gegenüber dem Geburtenrückgang können maximale Wachstumsraten erreicht werden. In der 4. Phase, der späten Transformationsphase, stabilisieren sich die Sterberaten auf einem niedrigen Niveau. Die Geburtenraten fallen weiterhin, was zu einem stark zurückgehenden Bevölkerungswachstum führt. In der 5. und letzten Phase, der posttransformativen Phase, stabilisiert sich die Geburtenrate auf einem geringen Niveau und weicht kaum noch von der Sterberate ab, so dass es nur noch zu einem geringen oder auch stagnierenden Bevölkerungswachstum kommt. Im Gegensatz zu Phase 1 ist die durchschnittliche Lebenserwartung jedoch wesentlich höher.

Die Annahmen aus dem Modell des demographischen Übergangs lässt jedoch nur eine bedingte Übertragung auf den realen Verlauf in den einzelnen Ländern zu. Die 5. Phase verdeutlicht ein Gleichgewicht zwischen Geburten- und Sterberate, so dass generell die Bevölkerung wachsen sollte. Die Fertilität ist jedoch in einigen Ländern deutlich unter das Niveau der rohen Sterberate gefallen, wodurch langfristig die Bevölkerung schrumpft. Weiterhin können die historischen Übergänge von hoher zu niedriger Sterblichkeit und Fertilität aus dem Modell nicht auf die Entwicklungsländer übertragen werden. Die Transformation in Europa und Nordamerika ist durch die Entstehung der gesellschaftlichen Modernisierungsprozesse entstanden d.h. durch die normale Entwicklung der Industrieländer ist die Dauer der einzelnen Transformationsphasen aus der Historie begründet. In der heutigen Zeiten können die Entwicklungsländer jedoch auf das Wissen der Industrieländer zurückgreifen, womit der Übergang zwischen den einzelnen Phasen schneller vollzogen werden kann als das Modell, historisch bedingt, vorgibt.

2.6 Bevölkerungspyramide

Eine häufig verwendete Methode, um die Alterszusammensetzung einer Bevölkerung grafisch zu verdeutlichen, ist die Darstellung durch eine Bevölkerungspyramide.[56] Mit Hilfe dieser Diagramme lassen sich Trends für die Bevölkerungsentwicklung ableiten, so dass Konsequenzen hinsichtlich des Potenzials an Arbeitskräften, sozialen Beziehungen, Bedarf an speziellen Einrichtungen sowie den Handlungsbedarf der sozialen Sicherungssysteme sichtbar werden. Der Begriff Bevölkerungspyramide ist dadurch gebräulich geworden, da die jüngsten Jahrgänge die Basis der Grafik bilden und auch die meisten Vertreter stellen. Die darauf folgenden Jahrgänge nehmen mit zunehmendem Alter ab, so dass derartige grafische Darstellungen pyramidenförmig aufgebaut sind.

Der Aufbau der Bevölkerungspyramide ist dabei gleich. Auf der Abszisse sind die Häufigkeiten getrennt nach weiblichen und männlichen Bevölkerungsanteilen abgebildet, auf der Ordinate erfolgt eine Unterteilung nach den verschiedenen Altersjahrgängen. Um Vergleiche im Zeitablauf oder mit anderen Ländern durchführen zu können, werden allgemeine relative Angaben verwendet, wobei die Bezugsbasis für beide Seiten die jeweilige Gesamtbevölkerung ist. Daraus lassen sich drei Grundtypen von Alterspyramiden unterscheiden, die in Abbildung 2 dargestellt sind.[57]

Abb. 2: Grundformen von Alterspyramiden

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Kuls (1993) S. 64

Mit der Grundform A ist ein gleichschenkliges Dreieck abgebildet, welches den klassischen Körper einer Pyramide darstellt. Eine solche Alterszusammensetzung ist für Länder typisch, die eine hohe Fertilität und eine konstante Sterblichkeit über alle Altersstufen hinweg aufzeigen. Typ A entspricht dabei einer wachsenden Bevölkerung und ist ein Kennzeichen von vielen Ländern in der dritten Welt bzw. auch einer Reihe von Industrieländern zu Beginn des demographischen Übergangs. Der Aufbau in Form eines Dreiecks hatte Deutschland im Jahr 1910.[58]

Typ B hat die Form einer Glocke und bildet sich dadurch, dass die absolute Anzahl der Geburten gleich bleibt und die Sterblichkeit der einzelnen Geburtsjahrgänge erst mit zunehmendem Alter wirksam wird. Da die Anzahl der Bevölkerung weder steigt noch sinkt gilt die Glocke als demographisches Ideal.[59] Den Altersaufbau in Form einer Glocke ist aktuell in der Bevölkerungspyramide der Vereinigten Staaten zu sehen.[60] Mit einer TFR von 2,01 liegen die Vereinigten Staaten damit knapp auf dem Geburtenniveau, dass die Anzahl ihrer Bevölkerung konstant bleibt (siehe hierzu auch Kapitel 2.1.2).

Typ C ist mit der Form einer Urne vergleichbar und bildet sich aus einer dauerhaft rückläufigen Geburtenzahl und einem steigenden Überhang an älteren Menschen.[61] Dieser Aufbau in der Altersstruktur bedeutet für das jeweilige Land, dass seine Bevölkerung schrumpft. Das Vorliegen der klassischen Form des urnenförmigen Aufbaus der Alterspyramide ist aktuell in keinem Land zu beobachten, jedoch ist der Übergang zu dieser Form häufig in ökonomisch hoch entwickelten Ländern vorzufinden.[62] Deutschland gleicht aktuell in ihrem Bevölkerungsaufbau einer „zerzausten Wettertanne“[63] und wird, laut den Annahmen der 12. koordinierten Bevölkerungsvorausberechung, bis zum Jahr 2060 einen urnenförmigen Altersaufbau vorweisen.

Eine reale Alterspyramide lässt sich heute kaum noch eine der vorgestellten Grundformen zuordnen. Dafür haben die einzelnen Länder teilweise zu große außergewöhnliche Einwirkungen auf die Fertilität und Mortalität, die evtl. auch historisch bedingt sind. So beeinflusst die Zusammensetzung einer Bevölkerung nach Alter und Geschlecht die zukünftigen Entwicklungen der Geburten- und Sterberaten, sowie, bis zu einem gewissen Maße, das Wanderungsverhalten. Begründet ist das dadurch, dass sich die Besonderheiten des Altersaufbaus, z.B. der Baby Boom, innerhalb der Pyramide fortbewegen und, sobald die entsprechenden Jahrgänge selber in das reproduktionsfähige Alter eindringen, einen Echo-Effekt auslösen.

Die Faktoren Fertilität und Mortalität sind wesentlich für die altersmäßige Zusammensetzung der Bevölkerung verantwortlich. Die Fertilität bestimmt die Basis der Pyramide, die, bei einem anhaltenden Rückgang der Geburtenrate, für einen steigenden Anteil der Älteren an der Bevölkerung verantwortlich ist. Dadurch steigt das Durchschnittsalter der Bevölkerung langfristig. Die Veränderung des Einflussparameter Mortalität wirkt sich auf die Lebenserwartung aus, so dass eine sinkende Sterberate die Lebenserwartung verlängern kann. Ein Sterblichkeitsrückgang, überwiegend in den höheren Altersgruppen, führt zu einem zusätzlichen Alterungseffekt. Eine alternde Bevölkerung kann somit das Ergebnis durch den Rückgang der beiden Einflussparameter sein.

3 Die Bevölkerungsentwicklung in Deutschland

Die deutsche Bevölkerung wird sich in den kommenden Jahren einen drastischen Veränderungsprozess unterziehen. Dabei wird sich nicht nur die Anzahl der in Deutschland lebenden Menschen verändern, sondern auch deren Altersstruktur. Die demographische Entwicklung ist dabei historisch gewachsen und wird sich künftig nicht so schnell aufhalten lassen. Aus diesem Grund wird zunächst die demographische Entwicklung in der Vergangenheit beschrieben (Abschnitt 3.1). Der Status Quo der aktuellen demographischen Lage wird in Abschnitt 3.2 thematisiert. Anschließend (Abschnitt 3.3) wird ein Überblick über die demographische Entwicklung bis 2060 aus der 12. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung gegeben.

3.1 Die demographische Entwicklung in der Vergangenheit

Die Bevölkerungsentwicklung in Deutschland ist lange Zeit von einer stetigen Zunahme der Einwohnerzahl gekennzeichnet gewesen. Dabei verdoppelte sich die Bevölkerungszahl seit der Gründung des deutschen Reichs 1870/1871 von knapp 41 auf 82 Millionen Menschen im Jahr 1996. [64] Im Jahr 2002 erreichte Deutschland seinen Höhepunkt mit 82,537 Millionen Menschen, die in dem Land lebten. Seitdem sind die Entwicklungszahlen rückläufig.

Der Alterungsprozess der deutschen Bevölkerung vollzieht sich dabei schon seit mehr als 100 Jahren, doch gerade im letzten Jahrhundert verstärkt sich dieser Prozess, der das Resultat sinkender Geburtenhäufigkeit und Sterblichkeit ist.[65] In Abbildung 3 wird die zunehmende Dynamik des Alterungsprozesses anhand des demographischen Übergangs mit Hilfe der Kurvenverläufe der natürlichen Bevölkerungsentwicklung verdeutlicht.

[...]


[1] Vgl. o.V. (2013a), o.S.

[2] Vgl. o.V. (2013b), S. 17

[3] Vgl. Bundesministerium des Inneren (2011), S. 21

[4] Vgl. Bayer AG (2013), o.S.

[5] Die Gesetzliche Rentenversicherung wird im weiteren GRV abgekürzt.

[6] Vgl. Raffelhüschen (2013), S. 4

[7] Vgl. Bibliographisches Institut GmbH (2013), o.S.

[8] Vgl. Bundeszentrale für politische Bildung (o.D.), o.S.

[9] Vgl. Hoßmann/Münz (2012), o.S.

[10] Vgl. Bähr (2010), S. 142

[11] Vgl. Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (o.D.a), o.S.

[12] Vgl. Bähr(2010),S. 142

[13] Vgl. Schimany(2007), S. 20

[14] Ebenda, S.21 f.

[15] Vgl. Heineberg (2003), S. 72

[16] Vgl. Kuls (1993), S. 127

[17] Vgl. Bähr (2010), S. 143

[18] Datenquelle Stiftung Weltbevölkerung; Vgl. Stiftung Weltbevölkerung (o.D.), o.S.

[19] Vgl. Heineberg (2003), S. 72

[20] Ebenda

[21] Vgl. Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (2004), S. 45 f.

[22] Vgl. Stiftung Weltbevölkerung (o.D.), o.S.

[23] Vgl. Stiftung Weltbevölkerung (o.D.), o.S.

[24] Vgl. Bähr (2010), S. 145

[25] Vgl. Bolte/Kappe/Schmid (1980), S. 21

[26] Vgl. Schimany (2007), S. 21

[27] Vgl. Kuls (1993), S. 107

[28] Vgl. Pötzsch ( 2012), S.8

[29] Vgl. Schimany (2007), S.22

[30] Vgl. Schimany (2007), S.22

[31] Vgl. Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (o.D.b), o.S.

[32] Vgl. Heineberg (2003), S. 71

[33] Ebenda S. 74

[34] Vgl. Schimany (2007), S.22

[35] Vgl. Bähr (2010), S. 154

[36] Vgl. Schimany (2007), S. 22

[37] Vgl. Bundesministerium des Inneren (2011), S. 25

[38] Vgl. Kröhnert (2007), S. 1

[39] Vgl. Schimany (2007), S. 23

[40] Vgl. Schimany (2007), S. 39

[41] Ebenda

[42] Vgl. Bähr (2010), S. 141

[43] Vgl. Bähr (2010), S. 157

[44] Vgl. Kuls (1993), S. 130

[45] Vgl. Kuls (1993), S. 132 ff.

[46] Vgl. Spree (1998), S. 13

[47] Ebenda, S. 25

[48] Vgl. Kuls (1993), S. 133

[49] Vgl. Bähr (2010), S. 164

[50] Vgl. Bähr (2010), S. 180

[51] Ebenda, S. 181

[52] Ebenda

[53] Ebenda, S. 188

[54] Vgl. Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (2004), S.9

[55] Vgl. Münz/Ulrich (2012), S.2

[56] Vgl. Bähr/Jentsch/Kuls (1992), S. 177 ff.

[57] Ebenda, S. 178

[58] Vgl. Statistisches Bundesamt (2009), S. 14

[59] Vgl. Rademacher (2013), S. 83

[60] Vgl. Central Intelligence Agency (2014), o.S.

[61] Vgl. Statistisches Bundesamt (2009), S. 14

[62] Vgl. Lexas (o.D.), o.S.

[63] Vgl. Statistisches Bundesamt (2009), S. 14

[64] Vgl. Statistisches Bundesamt (2011), S. 34

[65] Vgl. Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (2004), S. 9

Details

Seiten
100
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783656725039
ISBN (Buch)
9783656725015
Dateigröße
1.3 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v279603
Institution / Hochschule
Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach
Note
1,6
Schlagworte
wandel auswirkungen rentenversicherung

Autor

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Titel: Der demographische Wandel und seine Auswirkungen für die gesetzliche Rentenversicherung