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Thematische Karteninterpretation. Zentrale Orte und Stadtrandkerne von Schleswig-Holstein

von L. Ralfs (Autor)
Hausarbeit 2014 13 Seiten

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Interpretation der zentralen Orte und Stadtrandkerne von Schleswig-Holstein
1.1 Einordnung des Kartenmaterials

2. Interpretation
2.1 Beschreibung
2.2 Erklärung

3. Fazit

Literaturverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Interpretation der zentralen Orte und Stadtrandkerne von Schleswig-Holstein

Im Rahmen dieser Hausarbeit soll das vorliegende thematische Kartenblatt der Zentralen Orte und Stadtrandkerne von Schleswig-Holstein untersucht werden

Zunächst wird die vorliegende thematische Karte eingeordnet. Anschließend wird diese im Rahmen einer Interpretation beschrieben und erklärt.

1.1 Einordnung des Kartenmaterials

Die vorliegende thematische Karte zeigt die zentralen Orte und Stadtrandkerne von Schleswig-Holstein, dem nördlichsten Bundesland Deutschlands. Es ist das gesamte Bundesland von Schleswig-Holstein dargestellt und durch eine helle Farbe hervorgehoben. Angrenzend, durch eine dunklere Farbe gekennzeichnet, sind Hamburg, Niedersachen, und Mecklenburg- Vorpommern, sowie im Norden Dänemark. Diese Karte liegt im Maßstab 1:1.000.000 (1cm = 10km) vor und wurde von der Abteilung der Landesplanung und Vermessungswesen des Innenministeriums des Landes Schleswig-Holstein herausgegeben. Sie stellt die zentralen Orte und Stadtrandkerne von Schleswig- Holstein dar, die den Stand vom 1. Oktober 2009 darlegen. Dieses Bundesland liegt in der UTM Zone 32N WGS 1984.

Die zentralen Orte und Stadtrandkerne werden durch Punktsignaturen kenntlich gemacht. Die Kreisgrenze wird durch Liniensignaturen dargestellt.

Die zentralen Orte sind ein raumordnerisches Instrument. Die zentralen Orte und Stadtrandkerne haben eine für ihre Verflechtungsbereiche übergemeindliche Versorgungs-, Arbeitsmarkt- und Wirtschaftsfunktion. Es soll mit Ihnen die Daseinsvorsorge bzw. zur Grundversorgung der Bevölkerung überörtlich gesichert werden. Für jeden Menschen muss im Bundesland ein höher gelegeneres Zentrum in zumutbarem Maße zu erreichen sein, um Angebote wahrnehmen zu können.

Die zentralen Orte unterteilen sich in Oberzentrum, Mittelzentrum, Unterzentrum, ländlicher Zentralort, Stadtrandkern I. Ordnung, Stadtrandkern II. Ordnung. Die zentralen Orte haben unterschiedliche Versorgungs- und Entwicklungsfunktionsstufen.

Diese sind hierarchisch nach ihrer räumlichen Relevanz, in Bezug auf die übergemeindliche Versorgungs-, Arbeitsmarkt- und Wirtschaftsfunktion, geordnet.

Außerdem kommt es bei der Einteilung der Zentren nicht nur auf die gegebenen Daseinsfunktionen an, sondern auch auf die Bevölkerungszahl im Nah-, Mittel,- oder auch Oberbereich des zentralen Ortes.

Ländliche Zentralorte haben im Nahbereich die Aufgabe der Grundversorgung (Grundbedarf). Im Nahbereich muss die Einwohnerzahl mindestens 5.000 betragen.

Unterzentren bieten ebenfalls den Grundbedarf für die Bevölkerung im Nahbereich, jedoch unterscheidet sich dieses Zentrum zum ländlichen Zentralort. Der Unterschied ist die höhere Bevölkerungsanzahl im Nahbereich, die Größe des zentralen Ortes und eine bessere Ausstattung. In einem Unterzentrum müssen im Nahbereich mindestens 10.000 Personen leben.

Unterzentren mit Teilfunktion von Mittelzentren sind Zentren außerhalb von Ordnungsräumen, die mindestens 10 Kilometer von Mittel- und Oberzentren entfernt sind und anteilig den gehobenen und längerfristigen Bedarf bei der Versorgungsfunktion decken können. Für die Festsetzung dieses zentralen Ortes benötigt es mindestens 20.000 Einwohner im Mittelbereich.

Mittelzentren und Mittelzentren weisen im Verdichtungsraum neben der Grundversorgung eine Versorgungsfunktion (gehobener Bedarf) und Zentralitätsbedeutung auf. In solch festgesetzten zentralen Orten existieren eine größere, vorhandene Wirtschaft und Ansätze der Industrie. Diese Zentren müssen im Mittelbereich über mindestens 40.000 Einwohner verfügen.

Oberzentren haben eine überregionale, wenn nicht sogar landesweite Bedeutung. Sie sind das Arbeitsmarkt-, Wirtschafts- und Versorgungszentrum der Region. Die Eigenschaften eines Oberzentrums gehen über das Unter- und Mittelzentrum hinaus. Es ist zusätzlich ein Angebot hochwertig und hochspezialisierter Güter und Dienstleistungen vorhanden.

Da im Umkreis von 10 Kilometer um Hamburg keine Mittel- und Oberzentren ausgewiesen werden sollen, werden Stadtrandkerne I. und II. Ordnung festgesetzt. Diese Orte erfüllen wichtige Teilfunktionen für die Bevölkerung im Nah- und Mittelbereich. Stadtrandkerne I. Ordnung werden ab einer Bevölkerungsanzahl von 20.000 ausgewiesen, Stadtrandkerne II. Ordnung ab einer Bevölkerungszahl von 10.000.

2. Interpretation

Im Folgenden wird die thematische Karte der zentralen Orte und Stadtrandkerne von Schleswig-Holstein interpretiert. Dazu gehört die Beschreibung der Karte, sowie anschließend die Erklärungen zur Festlegung der zentralen Orte. Um dies darzulegen, werden Aspekte wie die Historie, Wirtschaft, Gesellschaft und Politik mit einbezogen.

2.1 Beschreibung

In der vorliegenden thematischen Karte sind die zentralen Orte und Stadtrandkerne von Schleswig-Holstein dargestellt. Diese Punkte sind unregelmäßig im Bundesland verteilt. Unterzentren und noch kleinere Zentren befinden sich in Reichweite zu größeren Zentren. In jedem Kreisgebiet gibt es mindestens ein Oberzentrum, Mittelzentrum, oder Unterzentrum mit Teilfunktionen eines Mittelzentrums. In Schleswig-Holstein befinden sich in Küstennähe der Ostsee mehr Oberzentren, als an der Nordsee.

Aus der Punktsignatur ist erkennbar, dass der zentrale Ort mit der größten regionalen und überregionalen Bedeutung in Hinsicht auf Versorgung,- Wirtschafts- und Arbeitsmarktfunktion, das Oberzentrum als größten Punkt dargestellt wird.

Auffällig ist die Polyzentralität durch das raumordnerische Instrument der zentralen Orte in Schleswig-Holstein: Damit im gesamten Bundesland die Bevölkerung in zumutbarer Entfernung die zentralen Orte für die Versorgungs-, Arbeitsmarkt- und Wirtschaftsfunktion zur Verfügung hat, ist ein polyzentristischer Aufbau von Vorteil und durch den Staat vorgegeben.

In Schleswig-Holstein sind 4 Oberzentren, 5 Mittelzentren im Verdichtungsraum, 14 Mittelzentren, 9 Unterzentren mit Teilfunktionen eines Mittelzentrums, 37 Unterzentren, 39 ländliche Zentralorte, 1 Stadtrandkern I. Ordnung mit Teilfunktionen eines Mittelzentrums, 4 Stadtrandkerne I. Ordnung und 17 Stadtrandkerne II. Ordnung festgelegt. Dies macht eine Summe von 130 zentralen Orten in Schleswig-Holstein (Siehe Tabelle 1). 996 Gemeinden habe keine zentralörtliche Einstufung.

Die 4 Oberzentren haben eine Einwohnerzahl von 613.830, was einen Anteil von 21,6% an der Gesamtbevölkerung von Schleswig-Holstein bildet. Die Mittelzentren im Verdichtungsraum weisen eine Einwohnerzahl von 206.195 auf. Der Anteil an der Gesamtbevölkerung ist 7,3 %. Mittelzentren machen mit 318.334 Einwohnern einen Anteil von 11,2% aus. Die Unterzentren mit Teilfunktionen eines Mittelzentrums haben bei einer Einwohnerzahl von 93.374 einen Anteil von 3,3 %. Die 37 Unterzentren haben durch eine Einwohnerzahl von 288.015 einen Anteil von 10,2%. Die 39 ländlichen Zentralorte weisen eine Einwohnerzahl von 112.423 auf, was einen Anteil von 4,0% an der Gesamtbevölkerung ausmacht. Die Stadtrandkerne der I. Ordnung mit Teilfunktionen eines Mittelzentrums haben nur einen Anteil von 0,9%. Die restlichen Stadtrandkerne I. Ordnung haben einen Anteil von 2,6% bei einer Einwohnerzahl von 74.643. Die 17 Gemeinden, die zu den Stadtrandkernen II. Ordnung festgelegt wurden, haben eine Einwohnerzahl von 204.373 und dadurch 7,2% Anteil an der Gesamtbevölkerung in Schleswig-Holstein. Insgesamt haben die zentralen Orte eine Einwohnerzahl von 1.936.703, was einen Anteil von 68,2% an der Gesamtbevölkerung von Schleswig-Holstein ausmacht. In den Gemeinden ohne zentralörtliche Einstufung leben 900.670 Menschen, die den restlichen Anteil von 31,7% bilden.

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Details

Seiten
13
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783656745891
ISBN (Buch)
9783656745860
Dateigröße
1.6 MB
Sprache
Deutsch
Institution / Hochschule
Philipps-Universität Marburg – Geographie
Erscheinungsdatum
2014 (September)
Note
1,1
Schlagworte
thematische karteninterpretation zentrale orte stadtrandkerne schleswig-holstein

Autor

  • L. Ralfs (Autor)

    1 Titel veröffentlicht

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Titel: Thematische Karteninterpretation. Zentrale Orte und Stadtrandkerne von Schleswig-Holstein