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Der Gesundheitsbegriff und die historische Entwicklung der Gesundheitsförderung in Unternehmen

Hausarbeit 2014 17 Seiten

Soziologie - Arbeit, Beruf, Ausbildung, Organisation

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Literaturverzeichnis

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

1. Einleitung

2. Gesundheit - Definition und Begriffserklärung
2.1 DER GESUNDHEITSBEGRIFF AUS VERSCHIEDENEN SICHTWEISEN
2.2 GESUNDHEITSMODELLE, INSBESONDERE DIE SALUTOGENESE NACH AARON ANTONOVSKY

3. Historische Entwicklung der Gesundheitsförderung

4. Gesundheitsförderung im Betrieb
4.1 DEFINITION UND EINORDNUNG DER BETRIEBLICHEN GESUNDHEITSFÖRDERUNG
4.2 NOTWENDIGKEIT GESUNDHEITSFÖRDERNDER MASSNAHMEN IM BETRIEB
4.3 GESETZLICHE GRUNDLAGEN

5. Akteure der betrieblichen Gesundheitsförderung und Möglichkeiten der Maßnahmen in unterschiedlichen Unternehmensgrößen
5.1 LEISTUNGSERBRINGER UND IHRE BEDEUTUNG BEI DER UMSETZUNG DER BGF
5.2 DIE AUSGESTALTUNG DER BGF IN KLEIN- UND MITTELBETRIEBEN IM GEGENSATZ ZU (INDUSTRIELLEN) GROSSBETRIEBEN
5.3 INSTRUMENTE ZUR UMSETZUNG DER BGF
5.4 WIRTSCHAFTLICHER NUTZEN GESUNDHEITSFÖRDERNDER MASSNAHMEN

6. Fazit und Ausblick

Literaturverzeichnis

AOK-BV (Hrsg.): Wirtschaftlicher Nutzen von Betrieblicher Gesundheitsförderung aus der Sicht von Unternehmen, Online im Internet: http://www.aok- bv.de/imperia/md/aokbv/gesundheit/vorsorge/betriebe/bgfstudie2007.pdf [19.04.2014]

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung Bund (Hrsg.): Leitbegriffe der Gesundheitsförderung, 2013, Online im Internet: http://www.bzga.bund.de/leitbegriffe/ [20.04.2014]

Borstel, S.: „Arbeit macht immer mehr Menschen krank“, 2010, Online im Internet: http://www.Welt.de/politik/deutschland/article6895681/Arbeit-macht-immer-mehr- Menschen-krank.html [29.03.2014]

DGUV (Hrsg.): Anerkannte Berufskrankheiten, Online im Internet: http://www.dguv.de/de/Zahlen-und-Fakten/BK-Geschehen/Anerkannte-BKen/index.jsp [19.04.2014]

DGUV (Hrsg.): Arbeits- und Wegeunfallgeschehen, Online im Internet: http://www.dguv.de/de/Zahlen-und-Fakten/Arbeits- und-Wegeunfallgeschehen/index.jsp [19.04.2014]

DGUV (Hrsg.): Berufskrankheiten-Geschehen, Online im Internet: http://www.dguv.de/de/Zahlen-und-Fakten/BK-Geschehen/index.jsp [19.04.2014]

Deutsches Netzwerk für betriebliche Gesundheitsförderung (Hrsg.): Was ist BGF?, Online im Internet: http://www.dnbgf.de/bgf-themen/was-ist-bgf.html [20.04.2014]

Franke, A.: Modelle von Gesundheit und Krankheit, Stand 2006

Faller, G.: Lehrbuch Betriebliche Gesundheitsförderung, Stand 2010

GKV-Spitzenverband (Hrsg.): Leitfaden Prävention, Online im Internet: http://www.gkv- spitzenverband.de/krankenversicherung/praeventionselbsthilfeberatung/praeventionund betrieblichegesundheitsförderung/leitfadenpraevention/leitfadenpraevention.jsp [20.04.2014]

Hurrelmann, K., Klotz, T., Haisch, J.: Lehrbuch Prävention und Gesundheitsförderung, 2. Überarbeitete Auflage, Stand 2007

Kreis, J., Bödeker, W.: Gesundheitlicher und ökonomischer Nutzen betrieblicher

Gesundheitsförderung und Prävention, Online im Internet: http://www.dnbgf.de/fileadmin/texte/BGF/IGA-Report.pdf [29.03.2014]

Meifert, M., Kesting, M.: Gesundheitsmanagement im Unternehmen - Konzepte - PraxisPerspektiven, Stand 2012

Meinel, H.: Betrieblicher Gesundheitsschutz, 5.Auflage, Stand 2011

Naidoo, J., Wills, J.: Lehrbuch der Gesundheitsförderung, 2.Auflage, Stand 2010

Oppolzer, A.: Gesundheitsmanagement im Betrieb - Integration und Koordination menschengerechter Gestaltung der Arbeit, Stand 2006

Sambale, M.: Empowerment statt Krankenvorsorge - Stärkung der Prävention des Case Managements im Strukturwandel des Gesundheitswesens, Stand 2005

Steffken, G.: Betriebliche Gesundheitsförderung - Problembezogene psychologische Intervention, Stand 2004, Göttingen

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

Die Gesundheit von Individuen und ganzen Bevölkerungsgruppen steht in der heutigen Zeit im Fokus zahlreicher privater, gesellschaftlicher und politischer Diskussionen. Dabei geht es sowohl um das den Staat immer mehr finanziell belastende Gesundheitssystem als auch um die steigenden Bedürfnisse des Einzelnen an Gesundheit und medizinischer Versorgung. Darüber hinaus spielt Gesundheit eine immer größere Rolle in der Arbeitswelt. Vermehrt plakativ auftretende Schlagzeilen wie „Arbeit macht immer mehr Menschen krank“1 zeigen die gestärkte Bedeutung einer gesunden Arbeitsumgebung.

Im Zusammenhang mit dem wachsenden Gesundheitsbewusstsein nimmt die (betriebliche) Gesundheitsförderung deshalb eine absolut wichtige Position im deutschen Gesundheitswesen ein.

In der folgenden Ausarbeitung geht es um die Klärung des Gesundheitsbegriffes und die historische Entwicklung der Gesundheitsförderung. Dabei wird auf das salutogenetische Modell und die Ottawa-Charta als Grundstein der Gesundheitsförderung eingegangen. Schwerpunkt der Arbeit ist im Anschluss die Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) in Deutschland, die anhand von Praxisbeispielen konkretisiert wird. Es werden gesetzliche Grundlagen, gesundheitsgefährdende Risikofaktoren sowie Akteure und Maßnahmen der BGF beleuchtet.

2. Gesundheit - Definition und Begriffserklärung

2.1 Der Gesundheitsbegriff aus verschiedenen Sichtweisen

Obwohl Gesundheit aus gesellschaftlicher Sicht als ein sehr substanzielles Gut angesehen wird, gibt es keine wissenschaftlich begründbaren, eindeutigen Definitionen. Das Verständnis von Gesundheit und Krankheit verändert sich nicht nur in unterschiedlichen historischen und kulturellen Kontexten, sondern auch innerhalb der Gesellschaft - je nach Blickwinkel, Interesse oder Bezugssystem.2 So kann Gesundheit Beispielsweise als Störungsfreiheit definiert werden. Diese Sichtweise gehört zwar nicht zu den ältesten Vorstellungen, kennzeichnet aber das Verständnis des westlich-industriellen Gesundheitssystems.3 Ein wiederum anderer Ansatzpunkt ist die Definition von Gesundheit als Wohlbefinden. Hierbei ist besonders auf die wohl bekannteste Begriffsbestimmung durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) von 1946 einzugehen. Demnach ist „Gesundheit ein Zustand des vollständigen, körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur das Freisein von Krankheit und Gebrechen.4

Andere Blickwinkel bieten Definitionen in Bezug auf die Leistungsfähigkeit und Rollenerfüllung, Gesundheit als Gleichgewichtszustand (Homöostase) oder als Flexibilität (Heterostase). Die Homöostase bezeichnet Gesundheit als einen Zustand von Ausgeglichenheit und Ausgewogenheit und ist die weltweit am meisten vertretene und älteste Sichtweise. Die Heterostase ist demgegenüber gekennzeichnet durch die Vorstellung vom gesunden Menschen, der in der Lage ist, den Störungen, mit denen er konfrontiert ist, aktiv zu begegnen und sie zu überwinden.5

2.2 Gesundheitsmodelle, insbesondere die Salutogenese nach Aaron Antonovsky

Um den Gesundheitsbegriff zu konkretisieren, werden im Folgenden bekannte Modelle erläutert.

Als Erstes ist das Resilienz-Modell zu nennen. Das 1955 entstandene Konzept orientiert sich hauptsächlich an Kindern, die unter widrigen Bedingungen aufwachsen und schwere Traumata erleben mussten. Resilienz bezeichnet in diesem Zusammenhang die Fähigkeit, sich trotz schlechter Bedingungen positiv zu entwickeln. Genauer beschäftigt sich die Resilienzforschung damit, welche Faktoren geeignet sind, angesichts zahlreicher existierender Risikofaktoren keine gesundheitliche Störung zu entwickeln.6 Ein weiteres Modell, die Salutogenese, nach Antonovsky, beruht auf den Grundannahmen, dass Krankheiten eine normale Erscheinung um menschlichen Leben sind und keine Abweichung von der Normalität sowie darauf, dass Gesundheit und Krankheit Pole eines gemeinsamen Kontinuums sind.7 Im engen Zusammenhang hiermit steht die oben genannte Theorie der Heterostase.

In der salutogenetischen Auffassung geht es vor allem darum, dass jeder Mensch Widerstandsressourcen besitzt, die ihm dabei helfen, den Umgang mit Stressoren und kritischen Lebenssituationen zu bewältigen.

[...]


1 Borstel, S. (2010): „Arbeit macht immer mehr Menschen krank“, Online im Internet: http://www.welt.de/politik/deutschland/article6895681/Arbeit-macht-immer-mehr- Menschen-krank.html, [29.03.2014]

2 Vgl. Sambale, M.: Empowerment statt Krankenvorsorge - Stärkung der Prävention des Case Management im Strukturwandel des Gesundheitswesens, 2005, S.38

3 Vlg. Franke, A.: Modelle von Gesundheit und Krankheit, 2006, S.30, 31

4 Vgl. ebd., S. 31

5 Vgl. Ebd., S.37-39

6 Vgl. Franke, A.: Modelle von Gesundheit und Krankheit, S.173

7 Vgl. ebd., S. 158

Details

Seiten
17
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783656747192
ISBN (Buch)
9783656747185
Dateigröße
486 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v280624
Institution / Hochschule
Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg
Note
2,0
Schlagworte
gesundheitsbegriff entwicklung gesundheitsförderung unternehmen

Autor

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