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Geschlecht und Sozialisation

Vorlesungsmitschrift 2012 6 Seiten

Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Leseprobe

VL Nr. 10, Thema: Geschlecht und Sozialisation

Psychologische Bezüge zu Sozialisation am Beispiel geschlechtsspezifischer Entwicklung

- Wir werden nicht zum Mädchen oder Jungen geboren!

Geschlechtsspezifische Sozialisation:

Geschlecht nimmt entscheidend Einfluss auf Sozialisationsprozesse!

Geschlechterunterschiede -> biologisch zugeschriebenes Geschlecht und sozial + kulturell definiertes Geschlecht Geschlechtstypische Auffälligkeiten:

Befunde und Einschätzungen in der Forschung sind häufig gegensätzlich

Verschiedene theoretische Ansätze, z.B. hirnphysiologische, psychologische, soziologische u.a. Befunde Jungen:

- Höhere Verletzbarkeit
- Entwicklungsverzögerung
- Häufiger Verletzungen/ Sport-Verkehrsunfälle durch Risikoverhalten
- Häufiger in Gewaltdelikten verwickelt
- Höhere vollzogene Suizidquote
- Höheres sichtbares gesundheitsriskantes Verhalten
- Seltener in ärztlicher Behandlung

Befunde Mädchen:

- Reifungsvorsprünge
- Stärker psychosomatische Erkrankungen
- Körperbesorgnis mit Beginn der Pubertät steigt
- Eher unsichtbares gesundheitliches Risikoverhalten
- Abnahme von Selbstvertrauen mit Beginn der Pubertät
- Höhere Quote an Selbstmordversuchen

- Keine Unterschiede in kognitiver Fähigkeit (leichte im räumlichen Vorstellungs- und Orientierungsvermögen
- Mehr Unterschiede innerhalb eines Geschlechts als zwischen den Geschlechtern

Unterschiedliches Sozialverhalten von Mädchen und Jungen in Gruppen

Jungen: Hierarchie und Konkurrenz (offen geäußerte Aggression)

Mädchen: Anerkennung und Kommunikation, subtile Aggressionsäußerungen

Theorien zum Erwerb der Geschlechtsidentität: Psychoanalyse und Bindungstheorie, Lerntheorie, Kognitive Entwicklungspsychologie

Erwerb der Geschlechtsidentität in psychoanalytischer Sicht (Grundannahmen S.Freud)

Die frühe Kindheit hat Bedeutung für die geschlechtsspez. Sozialisation

Unbewusste psychische Prozesse (als Teil der inneren Realität)

Triebtheoretischer Ansatz/psychischer Apparat/psychische Instanzen Es – Ich – Über-Ich (Lustprinzip – Realitätsprinzip – Moralitätsprinzip)

[...]

Details

Seiten
6
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656748724
ISBN (Buch)
9783656748106
Dateigröße
443 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v280875
Institution / Hochschule
Universität Kassel – Sozialwesen
Note
Schlagworte
geschlecht sozialisation

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Titel: Geschlecht und Sozialisation