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Der Fragebogen in den wissenschaftlichen Arbeiten

Forschungsarbeit 2014 15 Seiten

Germanistik - Sonstiges

Leseprobe

Inhalt

Zum Fragebogen

Pretest

Die Einleitung eines Fragebogens

Arten von Fragen

Formulierung von Fragen und Aussagen

Der Fragebogen in einer empirischen Arbeit

Güterkriterien

Literatur

Zum Fragebogen

Im Folgenden wird auf den Begriff „Fragebogen“ eingegangen. Bei Kallus, K. Wolfgang (2010, 11) findet sich folgende Definition zum Fragebogen:

„Ein Fragebogen ist ein psychometrisch entwickeltes Messverfahren, welches den Kriterien eines psychometrischen Tests so nahe wie möglich kommen soll. Ein Fragebogen liefert quantitative Informationen zur Beschreibung von aktuellen, vorübergehenden oder überdauernden Merkmalen von Personen. Fragebogen [sic] können sehr wohl aber auch zur Beschreibung von anderen Personen oder auch von Merkmalen der natürlichen, sozialen, kulturellen, erbauten und technischen Umwelt und der Arbeitswelt herangezogen werden. “[1]

Bei Raab-Steiner, Elisabeth/ Benesch, Michael[2] (2012, 65) findet sich folgende Definition zum Fragebogen:

„Der Fragebogen wird als Forschungsinstrument zur Erfassung von Meinungen, Einstellungen, Positionen zu Themen oder Sachverhalten eingesetzt.“

Vor der Erstellung eines Fragebogens sollte eine Fragestellung vorliegen. So Raab-Steiner, Elisabeth/ Benesch, Michael[3] (2012, 65).

Gegenstand eines Fragebogens sind laut Trimmel, M.[4] (2009, 89) Fragen. Diese Fragen sollten Auskunft über Einstellungen, Meinungen oder Gefühle zu einem bestimmten Thema geben.

Die Ergebnisse vom Fragebogen beziehen sich auf die konkrete Formulierung und das Integrieren von diesen Fragen in einen Kontext. Ferner sollten die Fragen verständlich sein. Ein Fragebogen kann auch durch das Internet verteilt werden.

Kruse, Otto[5] (2007, 133) macht darauf aufmerksam, dass man durch einen Fragebogen verschiedenartige Informationen von mehreren Personen bekommen kann. Ferner seien elektronische Fragebögen nicht einfach zu strukturieren, denn die Antworten sollten mit der gleichen Form wiedergegeben.

Eine Befragung wird laut Karmasin, Matthias, Ribing, Rainer[6] (2006, 110) anhand eines Fragebogens durchgeführt. Darin können Fragen und Antwortmöglichkeiten vorgegeben. Es gibt ferner die Online-Befragung. Diese wird anhand des Computers bearbeitet und ausgewertet.

Hauser, Bernard/ Humpert, Winfried[7] (2009, 25ff.) verweisen darauf hin, dass Fragebogen die häufigste verwendete Methode in der Schule und in der Erziehungswissenschaft sei.

Der Fragebogen kann laut Hauser, Bernard/ Humpert, Winfried[8] (2009, 25ff.) folgende Vorteile haben:

„Sie ermöglichen eine relativ schnelle und ökonomische Befragung vieler Personen. Dies geschieht in einer einheitlichen Art und Weise, da die meisten Fragebögen mit einem festen Antwortraster (weitgehend standardisiert) arbeiten. In der Durchführung sind Fragebögen sehr viel weniger aufwändig als Beobachtungen.“

Die Erstellung eines Fragebogens benötigt eine sorgfältige Vorbereitung.

Pretest

Ein Pretest ist laut Hauser, Bernard/ Humpert, Winfried[9] (2009, 29) relevant für die Hauptbefragung. Dadurch kann man herausfinden, welche Mängel im Fragebogen vorgekommen sind. Es wird überprüft, ob alle Antwortmöglichkeiten gegeben sind. Es wird auch gesehen, ob die gestellten Fragen verständlich sind. Außerdem wird betrachtet, ob das Ausfüllen des Fragebogens viel Zeit in Anspruch nimmt. Beim Pretest sollte am Ende gefragt werden, ob die Befragten die Fragen für klar halten.

Für den Pretest kann man sich laut Raab-Steiner, Elisabeth/ Benesch, Michael (2012, 61) an folgende Fragen:

- „Verständlichkeit der Fragen; oft ergeben sich Unklarheiten in Begriffen oder Fragestellungen.
- Sind alle Antworten in den vorgesehen Antwortkategorien eindeutig zuordenbar?
- Ist das Layout übersichtlich und ansprechend?
- Ist der Fragebogen insgesamt zu lange und wirkt er dadurch ermündend?
- Ist bei offenen Fragen genügend Platz zur Beantwortung vorgesehen?
- Wird man bei der Beantwortung der Fragen in eine bestimmte Richtung gedrängt?
- Ist bei (unvermeidlichen) Verzweigungen klar, wo es weitergeht?
- Wie lange war die Dauer der Bearbeitung?
- Ist der Fragebogen sprachlich auf die Zielgruppe abgestimmt?
- Kann ich mit den vorliegenden Fragen meine Hypothese beantworten?
- Entsprechen die Antwortformate bei den Items meinen Vorstellungen hinsichtlich der Auswertung? Wenn z.B. eine Frage nur mit „ja“ und „nein“ vorgegeben wird, kann dies in Prozenten ausgewiesen werden oder es kann ein Diagramm mit zwei Balken dargestellt werden. “

Die Einleitung eines Fragebogens

Die Einleitung sollte die Befragten dazu motivieren, den Fragebogen auszufüllen. Sie beinhaltet laut Raab-Steiner, Elisabeth/ Benesch, Michael (2012, 52) Folgendes:

- „Eine klare und kurze Darstellung der Person und eventuell der Einrichtung, für die die Erhebung durchgeführt wird.
- Die grobe Darstellung der Fragestellung und eine Erklärung über die Weiterverwendung der gewonnen Daten, z.B. wenn die Daten im Rahmen einer Diplomarbeit erhoben werden.
- Die Bitte um vollständiges Ausfüllen der Fragen und der Hinweis, dass jede Beantwortung sehr wichtig ist.
- Eine Bitte um aufrichtige und rasche Beantwortung der Items mit dem Hinweis, dass es weder richtige noch falsche Antworten gibt (bei Leistungstests wäre das anders).
- Eine Zusicherung der Anonymität, falls diese auch wirklich gewährleistet werden kann.
- Ein Dank für die Bearbeitung des Fragebogens.“

Instruktion

In diesem Teil werden die Items des Fragebogens erklärt. Sie soll ferner deutlich und prägnant sein.

Darüber hinaus sollten sowohl die Anwendung von gewählter Anrede als auch die Formulierung von Fragen einheitlich erfolgen.

[...]


[1] Kallus, K. Wolfgang (2010): Erstellung von Fragebogen. Wien. Facultas WUV/ UTB

[2] Raab-Steiner, Elisabeth/ Benesch, Michael (2012): Der Fragebogen. Von der Forschungsidee zur SPSS-Auswertung. Facultas. Wien. WUV/ UTB. (3. Auflage)

[3] Raab-Steiner, Elisabeth/ Benesch, Michael (2012): Der Fragebogen. Von der Forschungsidee zur SPSS-Auswertung. Facultas. Wien. WUV/ UTB. (3. Auflage)

[4] Trimmel, Michael (2009): Wissenschaftliches Arbeiten in Psychologie und Medizin, Wien, Facultas wuv./UTB

[5] Kruse, Otto (2007): Keine Angst vor dem leeren Blatt. Ohne Schreibblockaden durchs Studium. 12., neu völlig bearbeitete Auflage, Frankfurt am Main, New York Campus Concept

[6] Karmasin, Matthias, Ribing, Rainer (2006): Die Gestaltung wissenschaftlicher Arbeiten. Ein Leitfaden für Seminararbeiten, Bachelor, - Master und Magisterarbeiten sowie Dissertationen 6. aktualisierte Auflage 2011. Erste Auflage 2006. Wien. Facultas WUV. UTB

[7] Hauser, Bernard/ Humpert, Winfried (2009): Signifikant? Einführung in statistische Methoden für Lehrkräfte. Zug. Klett/ Balmer Verlag

[8] Hauser, Bernard/ Humpert, Winfried (2009): Signifikant? Einführung in statistische Methoden für Lehrkräfte. Zug. Klett/ Balmer Verlag

[9] Hauser, Bernard/ Humpert, Winfried (2009): Signifikant? Einführung in statistische Methoden für Lehrkräfte. Zug. Klett/ Balmer Verlag

Details

Seiten
15
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783656746898
ISBN (Buch)
9783656746959
Dateigröße
505 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v281072
Institution / Hochschule
University of Oran
Schlagworte
fragebogen arbeiten

Autor

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