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Wie kam es in Syrien im Verlauf des „Arabischen Frühlings“ zum bewaffneten Konflikt und welche Akteure spielen hierbei eine Rolle?

Bachelorarbeit 2014 49 Seiten

Sozialwissenschaften allgemein

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Arabische Frühling in Syrien
2.1.Situation vor dem Arabischen Frühling
2.2.Entwicklung des Konflikts

3. Die Opposition
3.1.Politische Opposition
3.2.Bewaffnete Opposition

4. Rolle der Konfession

5. Internationale und regionale Akteure
5.1.Unterstützer des Assad-Regimes
5.2.Unterstützer der Opposition
5.3.Die Kurden

6. Perspektiven

7. Fazit

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Nach Jahrzehnten von Freiheitsentzug, Ungerechtigkeit, Korruption, autoritärem Führungsstil, Nepotismus und Folter war es die verzweifelte Selbstverbrennung eines tunesischen Gemüsehändlers namens Mohammed Bouazizi, der die arabische Welt in einen Prozess großer Veränderung stürzte. Tausende gebildete Jugendliche, die unter diesen diktatorischen Regierungen aufwuchsen und keine Arbeit fanden, fassten ihren ganzen Mut zusammen und gingen auf die Straße. Dieser Prozess der Auflehnung gegenüber den Despoten wurde schnell als „Arabischer Frühling“ bezeichnet. Die Flamme, die in Tunesien entfacht wurde, fegte wie ein Lauffeuer über den gesamten arabischen Raum.

Dieser „Arabische Frühling“ traf nicht nur die Machthaber, sondern auch andere Länder völlig überraschend. Massen von Jugendlichen, die voller Opferbereitschaft und Furchtlosigkeit den Sicherheitskräften und Geheimdiensten gegenüberstanden, prägten die Nachrichten. Insbesondere über das Internet organisierten sich die Menschen zu Demonstrationen und Protesten, welche mit Mobiltelefonen gefilmt und anschließend auf Videoplattformen veröffentlicht wurden. Fernsehsenender wie al-Jazeera aus Katar berichteten über die Ereignisse. Auf Facebook und YouTube wurden täglich Bilder, Veranstaltungen und Protestsongs hochgeladen. Dank den Social Media waren die Jugendlichen untereinander sehr gut organisiert. Deshalb wird der „Arabische Frühling“ oft als „Facebook-Revolution“ bezeichnet1. Doch es waren nicht nur Jugendliche, die auf die Straße gingen. Alte, Junge, Muslime, Christen, Säkulare, Konservative, Menschenrechtsaktivisten, Gewerkschaften - alle sozialen und gesellschaftlichen Gruppen beteiligten sich an den Protesten.

Die Proteste liefen von Land zu Land sehr unterschiedlich ab. In einigen kam es zum schnellen Sturz des Machthabers, in anderen zum Bürgerkrieg mit internationalem Eingreifen. Im Folgenden sollen der Verlauf und die unterschiedlichen Entwicklungen des „Arabischen Frühlings“ in einigen Ländern betrachtet werden.

Tunesien:

Die Proteste in Tunesien bezeichnet man auch als „Jasminrevolution“. Zine el-Abidine Ben Ali, der Tunesien 23 Jahre lang regiert hatte, versuchte mit Gewalt, das Anliegen der Demonstranten zu unterdrücken. Es kamen hunderte Menschen bei diesen Protesten ums Leben. Als sich aber der tunesische Generalstabschef weigerte, auf Demonstranten schießen zu lassen, änderte sich die Lage in Tunesien. Nachdem der Chef der Nationalgarde sich auch von Ben Ali distanzierte, musste er nach langer Herrschaft Tunesien verlassen. Bei den ersten freien Wahlen, die nach Ben Alis Weggang stattfanden, gewann die islamische Partei „Ennahda“. Aktuell kommt es immer wieder zu Spannungen und Protesten in Tunesien.

Ägypten:

Im größten arabischen Staat begannen die Proteste am 25. Januar 2011. Der Tahrir-Platz in Kairo wurde zum Symbol des Aufstandes gegenüber Mubarak. Nach langen Protesten wurde das Regime gestürzt. Es kam zu freien Wahlen. Bei diesen gewannen die Partei der Muslimbrüder (Freiheits- und Gerechtigkeitspartei) und die salafistische Partei des Lichts mit großer Mehrheit. Zum neuem Präsidenten Ägyptens wurde der Kandidat der Muslimbrüder, Mohammed Mursi, gewählt.2 Kurze Zeit später kam es erneut zu Protesten gegenüber der neuen Regierung. Schließlich zwang Feldmarschall Abdel Fattah al-Sisi die bestehende Regierung zur Aufgabe. Der amtierende Präsident Mohammed Mursi wurde inhaftiert und die Organisation der Muslimbrüder verboten. Eine neue Protestbewegung, die sich gegen al-Sisi richtete, formierte sich. Immer wieder kam es zu Zusammenstößen und schweren Auseinandersetzungen mit dutzenden Todesopfern. Aktuell ist die Lage in Ägypten sehr angespannt. So kommt es in regelmäßigen Abständen zu Protesten und Ausschreitungen. Es bleibt abzuwarten, was die Zukunft mit sich bringt.

Libyen:

Libyen ist einer der größten Ölproduzenten weltweit und Heimat eines Diktators gewesen. Am 17. Februar 2011 kam es zum Aufstand. Das Volk erhob sich gegen den Despoten Muammar al-Gaddafi. Dieser hatte Libyen seit 1969 mit eiserner Faust regiert. Als die Sicherheitskräfte versuchten, die Proteste blutig niederzuschlagen, formierte sich schnell Widerstand.

Daraufhin gründeten sich militärische Kräfte, die gegen das libysche Militär in die Schlacht zogen. Innerhalb kurzer Zeit gelang es, große Gebiete einzunehmen. Mit Luftunterstützung der NATO wurde schließlich al-Gaddafis Regime gestürzt. Dieser wurde in seiner Heimatstadt Sirte von Aufständischen gestellt und getötet. Der Bürgerkrieg in Libyen dauerte acht Monate und kostete tausenden Menschen das Leben. Bei den ersten freien Wahlen nach dem Konflikt gewann die Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung die meisten Sitze. Eine der schwierigsten Aufgaben besteht darin, die Milizen, die sich im Kampf gegen al-Gaddafi formierten, zu entwaffnen. Diese Milizen liefern sich immer wieder Gefechte, um ihre machtpolitische Stellung zu stärken.

Bahrain:

Dieser Zwergenstaat am persischem Golf, war Schauplatz von Protesten gegenüber der Monarchie.3 Die Lage Bahrains ist von großer geostrategischer und machtpolitischer Bedeutung. So liegt dieser Staat zwischen Saudi-Arabien und dem Iran. Diese beiden Staaten sind historische Gegenspieler, die beide die regionale Vormachtstellung beanspruchen. So demonstrierte die mehrheitlich schiitische Bevölkerung mit iranischer Rückendeckung gegen das sunnitische Königshaus. Auf Bitte des Königs von Bahrain entsendeten Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate Truppen ins Land. Die Proteste wurden nach kurzer Zeit gewaltsam niedergeschlagen. Seitens der Regierung gab es Bemühungen, Reformen zu verabschieden.

Die Folgen des „Arabischen Frühlings“ fielen von Land zu Land sehr unterschiedlich aus. In einigen Ländern kam es zu keinen nennenswerten Veränderungen, während in anderen Bürgerkriege mit zahlreichen Opfern ausbrachen. Allgemein ist aber festzustellen, dass sich die politischen Rahmenbedingungen im arabischen Raum durch die Protestbewegungen nachhaltig verändert haben4. Die Medienlandschaft, die vor dem „Arabischen Frühling“ vom Staat kontrolliert wurde, erlebte eine große Pluralität. Ethnische und religiöse Minderheiten hegten große Hoffnungen für die Zukunft.

Ein weiterer wichtiger Aspekt im „Arabischen Frühling“ sind die Reaktionen des Auslandes.

So standen beispielsweise die Europäische Union und die Vereinigten Staaten von Amerika vor einem großen Dilemma, unterstützten sie doch die Despoten jahrelang militärisch und finanziell. Doch stellten sie sich relativ früh auf die Seite der Freiheitsbewegungen. Länder wie China und Russland nahmen Gegenpositionen ein. Der „Arabische Frühling“ hat kurzfristige Gewinner und Verlierer befördert. So gewannen nach den Protesten und bei den ersten freien Wahlen vor allem islamisch-konservative Bewegungen an Macht, während säkulare Kräfte Einfluss verloren. Die neuen Herrscher stehen vor großen Herausforderungen und müssen sich mit Dynamiken auseinandersetzen, die sich plötzlich ändern können. Eine der größten Herausforderungen wird es sein, die hohe Jugendarbeitslosigkeit zu bekämpfen. So kann man sagen, dass der politische Umbruchprozess in den arabischen Staaten noch sehr offen ist. Denn es bleibt abzuwarten, welche neuen Herrschaftsstrukturen sich herausbilden werden. Eines ist aber klar - die arabische Welt ist insgesamt heterogener geworden. Nachdem anhand einiger Staaten der Verlauf des „Arabischen Frühlings“ herausgestellt wurde, wollen wir uns mit dem Inhalt dieser Arbeit auseinandersetzen. Dieses Werk befasst sich mit dem arabischen Staat, der im Verlauf des „Arabischen Frühlings“ den größten Anteil medialer Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat - Syrien.

Wir werden analysieren, wie die Proteste ihren Anfang nahmen und welche Reaktionen dies mit sich führte. Im Gegensatz zu den oben genannten Staaten spielen in Syrien mehrere Faktoren eine Rolle. So ist wie auch in Bahrain die Konfession und die Zusammensetzung der Gesellschaft ein wichtiger Faktor. Wie in Libyen kam es auch in Syrien zu einer bewaffneten Auseinandersetzung zwischen Regierungstruppen und Gegnern, der externe Akteure auf den Plan rief. Die Protestwelle in Tunesien diente als Vorbild für die Demonstranten. Und am Beispiel Ägyptens merkt man wie wichtig es ist, sich zu vernetzen und Sympathie in der Bevölkerung aufzubauen. Hier sieht man auch, dass ein Übergang von einer Periode zur einer nächsten mit großen Hürden verbunden ist.

Noch immer ist dieses Thema äußerst relevant. Durch die Krimkrise rückte der Konflikt in Syrien medial etwas in den Hintergrund. Da aber diese Auseinandersetzung eine der größten humanitären Katastrophen unserer Zeit ist, sollte es ein starkes Bewusstsein dafür geben. Da es über dieses Thema wenig Literatur gibt, werden wir uns anhand von verschiedenen Onlinequellen ein Bild von der Lage verschaffen.

Wir werden versuchen, dieses durchaus heikle und sensible Thema zu untersuchen, sodass wir mit einem Fazit die Ausarbeitung abschließen und schlussendlich unsere Frage beantworten können, wie es in Syrien zum bewaffneten Konflikt kam, der mittlerweile länger als drei Jahre andauert und in dem bereits hunderttausende Menschen starben sowie Millionen ihre Heimat verlassen mussten, und welche Akteure eine Rolle spielen.

Bevor mit der Arbeit begonnen wird, sollten einige zentrale Begrifflichkeiten geklärt werden. In dieser Arbeit werden Begriffe wie „Regime“ oder der „Westen“ benutzt. Diese Begriffe wirken auf den ersten Blick verallgemeinernd. Doch werden sie bei der Diskussion in der Medienlandschaft oft benutzt und sollen für ein besseres Verständnis der Situation dienen. Diese Arbeit hat das Ziel, den Verlauf des „Arabischen Frühlings“ in Syrien aufzuzeigen. Bei diesem Konflikt treffen nicht nur zwei Gruppen aufeinander, sondern es handelt sich um ein komplexes Gefüge aus verschiedenen Akteuren mit eigenen Machtinteressen. Diese Mischung birgt ein hohes Spannungspotenzial. So könnte die gesamte Region von einem Flächenbrand bedroht sein. In dieser Arbeit wird auf einen begrenzten Zeitraum zurückgegriffen, denn ein tieferer Einblick in die Verflechtungen und Konfliktlinien würde den Rahmen dieser Arbeit sprengen. So werden einige Punkte nur oberflächlich behandelt, um einen Einblick in die Thematik zu bekommen.

2. Arabischer Frühling in Syrien

2.1 Situation vor dem Arabischen Frühling

Baschar al-Assad übernahm die Macht von seinem verstorbenen Vater Hafiz al Assad. Die syrische Mittelschicht identifizierte sich sehr stark mit diesem jungen, charismatischen Präsidenten. Anfänglich versprach dieser verschiedene Reformmaßnahmen. Diese Schritte verpufften jedoch schnell. Korruption und politische Unterdrückung, die unter seinem Vater an der Tagesordnung waren, kehrten schnell zurück. Die Geheimdienste unterliefen die erstmalig erlaubten Nichtregierungsorganisationen. Durch die enge Vernetzung des Assad- Clans mit der Wirtschaft konnten diese sich enormen Reichtum anhäufen. So gingen lukrative Aufträge an regierungsnahe Unternehmen. Dies führte aber zwangsläufig zur Verschlechterung der Lage vieler Schichten in der Bevölkerung. So kam es vor allem zu einer Spaltung zwischen Arm und Reich und zwischen Land- und Stadtbevölkerung. In den Jahren verschlechterte sich dadurch die wirtschaftliche Lage der Landbevölkerung dramatisch. Baschar al-Assad festigte mit verschiedenen Maßnahmen die Macht und Privilegien seines Clans. Sicherheitsapparate kontrollierten die Menschen und kassierten Bestechungsgelder, die weiter nach oben gereicht wurden. Die Geheimdienste waren einer der Faktoren, mit denen Baschar al-Assad seine Position stützte. Menschen, die es wagten, sich gegen die Führung aufzulehnen, wurden inhaftiert, gefoltert oder ermordet. Die Opposition war meist aus dem Ausland aktiv.

Die Baath-Partei, deren Mitglied Baschar al Assad ist, durchzog alle Gesellschaftsschichten. Diese versteht sich als panarabisch-sozialistische Bewegung. „Trotz ihrer breiten gesellschaftlichen Basis schrumpfte die politische Rolle der Baath-Partei unter Baschar al- Assad immer weiter zusammen“5. Viele Menschen in Syrien fühlten sich durch die Politik der Baath-Partei nicht mehr vertreten. So war es im Rahmen des „Arabischen Frühlings“ nur eine Frage der Zeit, bis die Menschen auch in Syrien gegen dieses korrupte und repressive Regime auf die Straßen gehen würden.

2.2 Entwicklung des Konflikts

Wegen der im vorherigen Abschnitt beschriebenen Gründe kam es im Zuge des „Arabischen Frühlings“ auch zu Protesten in Syrien. Im Vergleich zu anderen Ländern begannen die Proteste aber sehr verhalten und vereinzelt. Zum „Tag des Zorns“, zu dem die Demonstranten aufriefen, kamen nur sehr wenige Menschen. Zu Beginn waren die Proteste vor allem in Form von Slogans präsent. Ein Leitspruch, der sich in das Bewusstsein der Menschen einprägte, war „Gott, Syrien, Freiheit“. Dieser ist eine Abwandlung des Regime-Leitsatzes „Gott, Syrien, Assad“. Weitere Protestslogans waren „friedlich, friedlich“ und „das syrische Volk ist eins“6. Erst durch die Festnahme von mehreren Kindern in Daraa bekam die Protestbewegung neuen Aufwind. Diese hatten, inspiriert von anderen Ländern, regimekritische Parolen auf Wände gemalt. Die Nachricht, dass die Kinder im Gefängnis durch Sicherheitskräfte gefoltert worden seien, trieb weitere Demonstranten auf die Straße. Der Gouverneur des Bezirks ließ daraufhin auf die Menschenmenge feuern. Dieses Ereignis in Daraa entflammte die Protestbewegung endgültig.

In mehreren Städten gingen die Menschen jetzt auf die Straßen. Das Assad-Regime versuchte, diese Proteste immer wieder gewaltsam niederzuschlagen. So kam es am 18. März 2011 zu den ersten Todesopfern, als Sicherheitskräfte auf friedliche Demonstranten das Feuer eröffneten. Dies führte zu weiterer Gewalt, so wurde das Hauptquartier der Baath-Partei in Daraa in Brand gesetzt. Baschar al-Assad, der sich erstmals zu Wort meldete, machte Mächte aus dem Ausland für die Proteste in seinem Land verantwortlich. Diese These stellte er wiederholt im Laufe des Konflikts auf. Das harte Vorgehen der syrischen Sicherheitskräfte rief erste internationale Reaktionen auf den Plan. So zeigte sich der UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon über die Lage in Syrien sehr beunruhigt. In den darauf folgenden Tagen kam es in weiteren Städten zu solidarischen Protesten. Die Aufhebung der Notstandgesetzgebung, eine der Hauptforderungen der Bevölkerung, wurde durch den Präsidenten daraufhin durchgeführt. Trotz dieses Schrittes von Baschar al-Assad rückten in Daraa Panzer gegen die friedlichen Demonstranten an. Heckenschützen schossen gezielt auf die Menschenmenge, dabei kamen dutzende Menschen ums Leben.

Trotz der Gewalt, die vom Regime ausging, strömten immer mehr Menschen auf die Straßen.

Das Regime versuchte immer wieder, mit massiver Gewalt den Willen der Demonstranten zu brechen und so die Protestbewegung in Syrien zum Erliegen zu bringen. Der Westen distanzierte sich deutlich von Baschar al-Assad. So reagierten die Vereinigten Staaten von Amerika mit ersten Sanktionen gegenüber dem syrischen Regime. Auch die Europäische Union, die jahrelang die syrische Regierung mit Waffentechnologie ausrüstete, verhängte aufgrund der anhaltenden Gewalt ein Waffenembargo. Die Zahl der Menschen, die öffentlich den Rücktritt des Despoten forderten, stieg schnell. Im Vergleich zu anderen Ländern des „Arabischen Frühlings“ gab es in Syrien keine Massenmobiliserung wie z.B. auf dem Tahrir- Platz7 in Ägypten. Die Taktik des Regimes, durch Straßensperren und Medienzensur ein Zusammenkommen der Demonstranten zu verhindern, zeigte sich als sehr effektiv. Die syrischen Proteste waren vor allem durch eine Tatsache gekennzeichnet. Die meisten Demonstranten waren in kleinen, dezentralen Gruppen organisiert und machten durch kreative Aktionen auf ihren Unmut aufmerksam.

Um dieses Problem zu lösen und die Opposition zu stärken, trafen sich im Sommer 2011 einige syrische Oppositionelle in der Türkei. Bei diesem Treffen wurde der Syrische Nationalrat gegründet. Durch die Gründung dieser Organisation hatte die internationale Gemeinschaft nun einen oppositionellen Gesprächspartner. Aufgrund der Gewalt gegenüber friedlichen Demonstranten distanzierte sich die Arabische Liga relativ früh vom syrischen Regime. Mehrere arabische Staaten zogen ihre Botschafter aus Syrien ab. Auf wachsenden Druck hin versuchte Baschar al-Assad durch einige Zugeständnisse, wieder an Legitimität zu gewinnen. So wurden neben der Baath-Partei auch andere Parteien erlaubt. Die Regierung versuchte durch einen „Nationalen Dialog“, die Opposition zu beschwichtigen. Dieser Vorstoß wurde seitens der Regierungskritiker aber als „Showveranstaltung“ abgelehnt. Die Europäische Union, die sich im Zugzwang sah, verhängte gegen das syrische Regime ein Ölembargo. Nach tausenden toten Zivilisten schickte die Arabische Liga eine Beobachtermission nach Syrien. Dieses Vorhaben wurde aber nach kurzer Zeit wegen anhaltender Gewalt abgebrochen.

Durch die massive Gewalt, die das Assad-Regime der Protestbewegung entgegensetzt hatte, sahen sich viele Soldaten gezwungen, von der regulären syrischen Armee zu desertieren und sich der Freien Syrischen Armee anzuschließen, die in der Türkei gegründet wurde. Unter dieser Organisation sollte nun der bewaffnete Kampf gegen das repressive Assad-Regime geführt werden. Das Verhindern einer gewaltsamen Auseinandersetzung durch Reformen scheiterte an der massiven Gewaltanwendung des Regimes. Da die Demonstranten wochenlang vergeblich versucht hatten, mit friedlichen Protesten den Präsidenten zu Schritten zu bewegen, dieser aber den Weg der Gewalt wählte, brach in Syrien der bewaffnete Konflikt aus. Im Februar 2012 wurde von Seiten der Vereinten Nationen und der Arabischen Liga Kofi Annan zum Sondergesandten für Syrien gewählt8.

Die Freie Syrische Armee, die zu Beginn ihrer Gründung den Schutz von Demonstranten gewährleisten sollte, versuchte im Laufe des Konflikts, durch offensive Operationen mehr und mehr Gebiete unter ihre Kontrolle zu bringen. Da die Auseinandersetzung immer mehr Menschen das Leben kostete, sah sich der UN-Sicherheitsrat in der Pflicht, diesen Konflikt beizulegen. So kamen im schweizerischen Genf die Außenminister der fünf ständigen Mitglieder des Sicherheitsrates, der Türkei und mehreren arabischen Statten zusammen. Das Ziel war es, beide Konfliktparteien zu einem Dialog zu bewegen. Die westlichen Mächte waren für eine Übergangsregierung ohne Assad. Russland wiederum argumentierte, dass man Baschar al-Assad von einer Übergangsregierung nicht ausschließen sollte, was von der Außenministerin der Vereinigten Staaten von Amerika, Hillary Clinton, vehement abgelehnt wurde. Es wurde an beide Seiten appelliert, den Sechs-Punkte-Plan, der von Kofi Annan ausgearbeitet wurde und der einen Waffenstillstand vorsah, einzuhalten. Die syrische Regierung akzeptierte diesen Plan und stimmte einem Waffenstillstand zu. Trotz der Vereinbarung bekämpften sich beide Seiten weiterhin. Russland hatte den Vorschlag, bei einem weiteren Treffen mit dem Iran und den syrischen Konfliktparteien den Konflikt zu lösen. Bei der ersten Genfer Konferenz wurde der Iran nach amerikanischem Druck nicht eingeladen9.

Nachdem die Zahl der Opfer und der Flüchtlinge stetig anstieg, entschlossen sich die Vereinten Nationen, Beobachter nach Syrien zu entsenden. Da diese aber immer wieder unter Beschuss standen, wurde die Mission kurz darauf ausgesetzt. Nach einem Massaker in der Provinz Homs, bei dem Zivilisten, darunter auch viele Kinder, ermordet wurden, wiesen zahlreiche Staaten syrische Botschafter aus, darunter auch die Bundesrepublik. Im Juni 2012 gab es zwischen der Türkei und Syrien einen schweren Zwischenfall. Das syrische Militär schoss ein türkisches Militärflugzeug ab. Die syrische Regierung wirft der Türkei immer wieder vor, dass sie die Rebellen logistisch und militärisch unterstütze, was seitens der Türkei verneint wird. Immer mehr Soldaten desertierten und traten der Freien Syrischen Armee bei. Diese wurde stärker und gewann großen Einfluss, wodurch sie immer größere Aktionen gegen das Regime umsetzen konnte.

Nicht nur die Freie Syrische Armee kämpfte gegen das Regime. Es formierten sich auch andere Gruppierungen, die sich dem bewaffneten Kampf anschlossen. Eines der größten Attentate ereignete sich in Damaskus, wobei der syrische Verteidigungsminister und sein Stellvertreter starben. Dies war nicht nur ein herber Verlust für die Führungsriege der Regierung, sondern auch ein persönlicher Verlust für Assad, da der Stellvertreter ein Verwandter von ihm war. Kofi Annan, der den Sechs-Punkte-Plan vorlegte, trat aufgrund fehlender Fortschritte bei der Lösung des Konflikts von seinem Posten als UN- Sondergesandter zurück. Sein Nachfolger wurde der ehemalige algerische Außenminister Lakhdar Brahimi. Auf politischer Ebene verbuchte die Opposition weitere Fortschritte. Das überlaufen von Riyad Hidschab, der Ministerpräsident war, stärkte die Opposition noch mehr. Der internationale Druck auf Präsident Assad wurde immer stärker. Der US-amerikanische Präsident Barack Obama drohte sogar mit einem Militärschlag, sollte es in Syrien zu einem Angriff mit Gas kommen. Obama bezeichnete einen Giftschlag als rote Linie10. Nicht nur Land und Menschen litten unter dieser Auseinandersetzung. Auch das Kulturerbe von Syrien wurde zu großen Teilen zerstört. Der Basar in Aleppo, der mehrere hunderte Jahre alt ist, ging durch die anhaltenden Kämpfe in Flammen auf. Baschar al-Assad, der sich lange nicht zu Wort meldete, rief bei einer Fernsehansprache zur Bekämpfung der Opposition auf. In seiner Rede kündigte er ein Referendum an, bei dem das syrische Volk über eine neue Verfassung abstimmen sollte. Die Opposition boykottierte dieses Vorhaben.

Die Türkei, die ein entschiedener Gegner der syrischen Regierung ist, bat die NATO wegen mehrfacher Provokationen um Hilfe. Durch die Mitgliedschaft der Türkei kam es zum Bündnisfall. Patriot-Raketen, die vor möglichen Angriffen aus Syrien schützen sollten, wurden in der Türkei stationiert. Auch Deutschland ist bei dieser Mission beteiligt11. Die türkischen Behörden hatten kurz davor ein Passagierflugzeug, das auf dem Weg von Moskau nach Damaskus war, gestoppt. Nach behördlichen Angaben wurden an Bord Waffen entdeckt. Dieses Ereignis führte zu kurzen Spannungen zwischen Russland und der Türkei. Der russische Präsident Vladimir Putin sagte einen Besuch des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan ab.

Im April 2013 gab es erste Vermutungen für einen Angriff mit Giftgas. Die rote Linie, die von Seiten der US-Regierung festgelegt wurde, drohte überschritten zu werden. Es gab Spekulationen, dass in Syrien in geringer Menge Giftgas eingesetzt wurde. Die Europäische Union entschloss sich, wegen der anhaltenden Gewalt die Opposition weiter zu unterstützen. So wurde ein bestehendes Ölembargo für die Gegner Assads aufgehoben, paradoxerweise aber wurde das Waffenembargo gegen Syrien nicht weiter verlängert. Vor allem die starken Waffenexportländer Frankreich und Großbritannien stellten sich gegen ein weiteres Embargo. Der Konflikt in Syrien kostete immer mehr Menschen das Leben und zog auch die Länder in der Region in Mitleidenschaft. Israel als größter Verbündeter der US-Regierung in der Region startete einige Angriffe auf syrischem Boden, um den Nachschub für Waffen, die sich gegen Israel richten könnten, zu unterbinden. Diese Vermutung richtete sich vor allem gegen die Hisbollah. Diese schiitische Miliz aus dem Libanon nahm öffentlich Partei für das Assad- Regime und kämpft seither an der Seite der syrischen Truppen gegen die Opposition. Bei der Eroberung der Grenzstadt al-Kusair zwischen Syrien und Libanon hatte die Hisbollah einen großen Anteil. Im Sommer des gleichen Jahres 2013 kam es dann zu einer Tragödie in der Nähe von Damaskus. Bei einem Angriff mit Giftgas starben nach Oppositionsangaben zwischen 500 und 1300 Menschen. Die syrische Regierung und die Opposition beschuldigten sich gegenseitig. Um diesen Zwischenfall zu untersuchen, schickten die Vereinten Nationen unabhängige Beobachter ins Land. Die syrische Regierung stimmte diesem Vorhaben zu. Wegen diesem Giftgasanschlag erwogen die Vereinigten Staaten von Amerika einen kurzen Militärschlag gegen Stellungen des syrischen Regimes.

Auch Großbritanniens Pläne für einen Angriff wurden konkreter. Die Bundesrepublik verurteilte, blieb aber zurückhaltend. Baschar al-Assad gab sich daraufhin als kampfbereit und bezeichnete die Vorwürfe, er sei für den Angriff verantwortlich, als „Unsinn“12. Nach der Untersuchung des Giftgaseinsatzes durch die UN-Chemiewaffenexperten berichteten die Vereinigten Staaten von Amerika, der Einsatz vom chemischen Kampfstoff Sarin gelte als bewiesen. Auch die europäischen Außenminister kamen zu der gleichen gemeinsamen Meinung und sahen Baschar al-Assad als Urheber für diesen Angriff.

Um einen Militärschlag im letzten Moment zu verhindern, kam seitens Russland ein überraschender Schritt. Der russische Präsident Vladimir Putin hatte den Vorschlag, dass das syrische Regime seine Chemiewaffen vernichten solle. Es kam zur Einigung zwischen Russland und den Vereinigten Staaten von Amerika. So sollten die syrischen Chemiewaffen unter internationale Kontrolle gestellt werden, um einen weiteren Zwischenfall zu vermeiden. Der US-amerikanische Präsident Obama behielt sich aber immer noch einen Militärschlag gegen das syrische Regime vor. Im gleichen Zeitraum wurde auch der Bericht der UN- Chemiewaffeninspektoren veröffentlicht. In diesem wurde bewiesen, dass das Nervengas Sarin am besagten Tag „in relativ großem Umfang“13 eingesetzt wurde. Doch klärt der Bericht nicht, wer Schuld am Giftgaseinsatz trägt. Indizien sprechen aber für eine Beteiligung von Regierungstruppen. Nach der Bekanntmachung des Berichtes musste der UN- Sicherheitsrat reagieren, um nicht an Glaubwürdigkeit zu verlieren. Die Differenzen des Gremiums wurden zur Seite gelegt und alle fünfzehn Mitglieder stimmten für die Zerstörung der syrischen Chemiewaffen. Denn die Tatsache, dass in Syrien Chemiewaffen eingesetzt wurden, brach ein Tabu. Es handelte sich jetzt nicht mehr um einen Bürgerkrieg mit tausenden Toten und Millionen von Flüchtlingen, sondern der Einsatz chemischer Kampfstoffe brach eine internationale Norm. „Denn wenn ein gezielter und massiver Einsatz von Chemiewaffen keinerlei Konsequenzen nach sich ziehen würde, könnten jeder Kriegsherr und jede Bürgerkriegspartei, nicht nur in Syrien, dies als Freibrief zum Einsatz von Masssenvernichtungswaffen verstehen“14.

Das syrische Arsenal beinhaltet ca. 1000 Tonnen an chemischen Kampfstoffen. Um die Vernichtung zu kontrollieren, wurden einige Standorte von den Vereinten Nationen untersucht. Die UN-Experten und die Mitarbeiter der OPCW15 kehrten anschließend von Damaskus nach Den Haag zurück. Seitens des syrischen Regimes gab es auch Bemühungen. So wurden nach Angaben alle Produktionsanlagen, in denen man Chemiewaffen produzieren konnte, vollständig zerstört. Doch befand sich ein Großteil der Chemiewaffen immer noch in Syrien. Baschar al-Assad verpflichtete sich, die Waffen außer Landes zu schaffen, dafür mussten diese aber durch das Kampfgebiet transportiert werden. Die Frist dafür wurde seitens der Regierung immer wieder nicht eingehalten. Als Argument für die Verzögerung wurden die anhaltenden Kämpfe genannt. Es gibt auch Vermutungen, dass Baschar al-Assad den Prozess hinauszögert, um ein internationales Eingreifen zu verhindern. Naheliegend kann man sagen, das Baschar al-Assad hier um Zeit spielt. Aktuell wurden immer noch nicht alle Chemiewaffen abtransportiert16.

Ein weiterer Ansatz, die bewaffnete Auseinandersetzung zu beenden, wurde im Rahmen der Genf 2-Konferenz öffentlich. Der UN-Sondergesandte Brahimi warnte aber davor, dass man nicht allzu hohe Erwartungen haben sollte. Bei dieser Konferenz saßen sich erstmals die politische Opposition und Regierungsvertreter gegenüber. Beide Seiten machten sich gegenüber schwere Vorwürfe und machten die andere Seite für das Leid der Zivilbevölkerung verantwortlich. Die Opposition forderte vehement eine Übergangsregierung ohne Assad. Das syrische Regime hielt wiederum einen Rücktritt Baschar al-Assads für ausgeschlossen. Der Fokus der Regierung wurde auf die Bekämpfung des Terrorismus gelegt. Diese Bezeichnung wurde oft als Synonym für die Rebellen benutzt. So gab es auch bei der zweiten Genfer Konferenz keine nennenswerten Annäherungen in wichtigen Fragen. Doch sah man eine Notwendigkeit, den Zugang für einen Hilfskonvoi nach Homs zu gewährleisten. Es gab aber bei der Durchführung noch Differenzen zwischen den Konfliktparteien. Die Konferenz war durch gegenseitige Verachtung gekennzeichnet. Andere behaupteten, dass es schon ein Erfolg war, dass sich beide Parteien überhaupt zusammen an einen Tisch setzten - auch, wenn es keine handfesten Resultate gab17.

So bleibt ein großer Graben zwischen beiden Konfliktparteien. Sowohl die Regierung, als auch die Opposition machen sich gegenseitig Vorwürfe, Kriegsverbrechen zu verüben. Veröffentlichte Bilder zeigen, welch Grausamkeit die Auseinandersetzung in Syrien angenommen hat. Auf den Bildern sind schockierende Folterspuren an Menschen erkennbar. Experten stuften die Echtheit als glaubwürdig ein. Ein weiteres Beispiel für Menschenrechtsverletzungen zeigt die Regierung, indem sie mit Sprengstoff gefüllte Fässer auf Wohngebiete wirft18. Der Konflikt in Syrien geht jetzt in sein viertes Jahr. Der Krieg wird weiterhin mit aller Härte und Grausamkeit geführt. Jede Konfliktpartei versucht, mit aller Kraft ihre Machtposition zu stärken. Immer mehr Akteure spielen hierbei eine größere Rolle. Das größte Leid trifft die Zivilisten, die zwischen den Fronten stehen. Es gibt mittlerweile mehrere Millionen von Flüchtlingen. Diese sind im Inland und im Ausland verteilt. Die Binnenflüchtlinge stellen den weitaus höheren Anteil der beiden Gruppen dar. Die Zahl der Toten dieses Konflikts ist angesichts der unklaren Lage relativ schwer bestimmbar, Schätzungen gehen hierbei ziemlich weit auseinander. Selbst die Vereinten Nationen haben aufgrund der anhaltenden Gewalt aufgehört, die Zahl der Opfer der Auseinandersetzung in Syrien zu zählen. Aktuell ist der Verlauf des Konflikts sehr unsicher. Auch die Konfliktlinien werden immer unübersichtlicher. Das Bewusstsein für diesen Konflikt nimmt stetig ab, da die Medien größtenteils über andere Konfliktherde berichten.

3. Die Opposition

Eine organisierte Opposition unter der Herrschaft des Assad-Clans gab es nicht. Unter Hafez al-Assad war die Tätigkeit als Oppositioneller sogar verboten und konnte unter Umständen lebensgefährlich sein. Durch den „Arabischen Frühling“ und das dadurch entstandene Machtvakuum gab es immer mehr Oppositionskräfte, die sich gegen die Regierung von Präsident Baschar al-Assad richteten. So kann man zwischen einer politischen und einer bewaffneten Opposition unterscheiden. Diese beiden Oppositionskanäle sind in einigen Punkten lose verbunden. Wir werden analysieren, wie die politische und bewaffnete Opposition gegenüber der Regierung aufgestellt ist.

3.1 Politische Opposition

Es gibt einige Oppositionsgruppen, die sich aus verschiedenen Mitgliedern zusammensetzten. Wir möchten hier die wichtigsten Oppositionskräfte näher kennenlernen und ihre Ziele analysieren.

Syrischer Nationalrat

Eine der ersten oppositionellen Vereinigungen war der in Istanbul gegründete Syrische Nationalrat. Dieses Oppositionsbündnis besteht aus unterschiedlichen Strömungen, darunter Liberale, Linke und Muslimbrüder. Den stärksten Einfluss hat jedoch die Muslimbruderschaft. Staaten wie Katar, Saudi-Arabien und die Türkei unterstützen dieses Bündnis mit Geldern. Die meisten der Mitglieder des Syrischen Nationalrates sind im Exil lebende Syrer. Der Vereinigung fordert vor allem eine Bewaffnung der Freien Syrischen Armee und eine internationale Intervention, um das Assad-Regime zu stürzen.19.

Georges Sabra, ein ehemaliges Mitglied der kommunistischen Partei Syriens und Christ, wurde zum neuen Vorsitzenden gewählt. Bei den Wahlen ging ein Großteil der Sitze an die syrische Muslimbruderschaft, wodurch diese Organisation einen starken Einfluss auf den Rat ausübt. Insgesamt konnte der Nationalrat bisher die Erwartungen nicht erfüllen.

Kritiker des Syrischen Nationalrates sagen, er habe eine zu geringe Führungskraft innerhalb der Opposition inne, eine Koordinierung mit der Freien Syrischen Armee fehle und er werde vornehmlich von ausländischen Staaten beeinflusst. Der Anspruch des Syrischen Nationalrates, er vertrete die Mehrheit der syrischen Bevölkerung, wird seitens vieler abgelehnt. Argument für diese Aussage ist die fehlende Transparenz. Auch kennen viele Mitglieder die aktuelle Situation in Syrien nur sehr schlecht, da sie jahrelang im Exil lebten.

Nationales Koordinationskomitee für Demokratischen Wandel Ein weiteres wichtiges Oppositionsbündnis ist der NCC20. Dieses setzt sich ausschließlich aus Parteien und Organisationen aus Syrien zusammen. Die Zusammensetzung ist sehr heterogen. So gibt es neben Nationalisten auch Linke, Sozialisten und Kurden in diesem Bündnis. Der Sitz liegt in Damaskus.

Der NCC verfolgt einen klaren säkularen Kurs und ist für die Trennung von Staat und Religion. Anders als andere Gruppen setzt der NCC auf einen friedlichen Protest und verzichtet auf Gewalt. Er ist vehement gegen die Einmischung aus dem Ausland und sieht den bewaffneten Kampf als falschen Weg an. Diesem Pfad des friedlichen Widerstandes wurde aber bei einer gemeinsamen Erklärung mit anderen Oppositionsbündnissen abgeschworen. So erklärte der NCC, er unterstütze nun auch die Freie Syrische Armee beim Kampf gegen das Assad-Regime. Ziel des NCC ist es, einen Weg von der Diktatur in eine Demokratie zu schaffen. Doch hat das Komitee auf medialer und finanzieller Ebene kaum Unterstützung. Auch fehlt es ihr an diplomatischer Stärke. Sowohl seitens der Bevölkerung, als auch seitens des bewaffneten Widerstandes erfährt der NCC kaum Unterstützung. Die meisten Menschen sehen in ihm keinen repräsentativen Vertreter21. Der NCC ist für eine Übergangsregierung ohne Assad. Zwischen dem NCC und anderen Oppositionsgruppen kommt es immer wieder zu Meinungsverschiedenheiten und Spannungen, wie beispielsweise mit dem Syrischen Nationalrat. An der Syrien-Konferenz nahm der NCC nicht teil22.

Nationale Koalition der syrischen Revolutions- und Oppositionskräfte

Die „Nationale Koalition“ ist das größte und einflussreichste Oppositionsbündnis in Syrien. Es wurde aufgrund von wachsendem Druck durch das Ausland in Katar gegründet. Ziel ist es, eine Übergangsregierung ohne Baschar al-Assad einzusetzen. Bei einem Treffen der „Freunde Syriens“23 wurde die Nationale Koalition als legitime Vertretung des syrischen Volkes angesehen. Der aktuelle Vorsitzende ist der syrische Politiker Ahmed Dscharba. Koordiniert wird die Koalition aus der türkischen Metropole Istanbul. Sie setzt sich aus verschiedenen Organisationen und Gruppen zusammen24, darunter die syrische Muslimbruderschaft, Säkulare und andere Minderheitenvertreter wie Kurden oder Turkmenen. Auch der Syrische Nationalrat ist der Nationalen Koalition beigetreten. Nach dem Sturz Baschar al-Assads möchte das Bündnis Syrien in einen demokratischen und rechtsstaatlichen Übergang führen. Sie wirft dem syrischen Regime verschiedene Menschenrechtsverletzungen vor und fordert, die Täter beim Internationalen Gerichtshof in Den Haag vor Gericht zu stellen.

Sie sucht den Dialog mit anderen Oppositionellen und setzt sich für humanitäre Hilfe in Syrien ein25. Verhandlungen mit Baschar al-Assad lehnt die Nationale Koalition strikt ab. Viele Kritiker werfen der Nationalen Koalition fehlende Repräsentation der Opposition vor. So sind größere Oppositionsgruppen wie der NCC der Koalition nicht beigetreten.

Lokale Koordinationskomitees / Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte Kleinere lokale Gruppen organisieren Nahrungs- und Medikamentenspenden. Sie nutzen soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter um Informationen zu übermitteln. Diese lokalen Koordinationskomitees galten zu Beginn der Proteste als Rückgrat der Bewegung gegen die syrische Regierung. Sie werden vor allem von jüngeren Personen gefördert. Es gibt eine Zusammenarbeit mit der Nationalen Koalition und der Freien Syrischen Armee. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in Großbritannien veröffentlicht mit Hilfe solcher LCC immer wieder Zahlen zu Opferzahlen und Flüchtlingen. Doch gibt es Kritik an der Vorgehensweise, da es sich bei den Zahlen meistens um solche aus der Sicht der Opposition handelt.

Neben diesen großen und einflussreichen Bündnissen gibt es noch eine Vielzahl von kleineren Oppositionsorganisationen. Man merkt, dass die syrische Opposition in sich sehr gespalten ist. Bisher war es nicht möglich, alle Strömungen und Interessen in einer einzigen Kraft gegen Baschar al-Assad zu formieren. Dies führt dazu, dass die syrische Opposition nicht geschlossen gegenüber der syrischen Regierung steht - durch diese Tatsache verliert sie an Stärke. Um nicht an Kraft einzubüßen, müssten sich alle Oppositionsvereinigungen geschlossen vereinen. Denn das gemeinsame Ziel der politischen Opposition ist der Sturz der syrischen Regierung unter Baschar al-Assad. Doch gibt es unter den verschiedenen Gruppierungen enorme Meinungsverschiedenheiten, was vor allem Baschar al-Assad und seiner Regierung in die Hände spielt.

3.2 Bewaffnete Opposition

Zu Beginn der Demonstrationen waren die Menschen relativ friedlich auf die Straßen gegangen. Doch durch das harte und repressive Vorgehen der syrischen Sicherheitskräfte bildeten sich schnell bewaffnete Gruppierungen, die sich gegen die syrische Regierung auflehnten.

Freie Syrische Armee

Das Ziel dieser zu Beginn des Konflikts gegründeten Organisation war, die Demonstranten vor der syrischen Armee zu schützen. Sie bestand anfangs vor allem aus desertierten Soldaten der regulären Armee, die über militärische Erfahrungen verfügten. Im Verlauf der Auseinandersetzungen schlossen sich immer mehr Zivilisten an. Es gibt auch einige ausländische Kämpfer in den Reihen der Freien Syrischen Armee. So ist sie ein Zusammenschluss von unterschiedlichen ideologischen Hintergründen. Die Kommandostrukturen der Freien Syrischen Armee sind dezentral und nicht einheitlich geregelt, sondern in verschiedenen lokalen Gruppen organisiert, die einzig das Ziel vereint, eine Zukunft ohne Baschar al-Assad herbeizuführen26. In der Vergangenheit musste die Freie Syrische Armee erhebliche Niederlagen gegen die syrischen Streitkräfte einstecken. Um die Verluste zu minimieren und eine Stärkung der Verbände zu erlangen, wurde der alte Stabschef Selim Idriss abgesetzt. Diesem warfen Kritiker vor, er sei ein schwacher General und zu oft im Ausland gewesen.

Als neuer Stabschef wurde General Abdelilah al-Bashir gewählt. Er desertierte früh von der Syrischen Armee und soll die Freie Syrische Armee zu neuer Stärke führen27. Faktisch verliert sie im Laufe des Konflikts immer mehr an Bedeutung und Schlagkraft. Ein Grund hierfür ist das Fehlen von schweren Waffen. Der Westen, der die FSA unterstützt, liefert kein Kriegsmaterial. Menschenrechtsorganisationen werfen der Freien Syrischen Armee immer wieder Menschenrechtsverletzungen vor.

Neben der Freien Syrischen Armee gibt es noch dutzende andere Brigaden, die einen bewaffneten Kampf gegen die syrische Regierung führen. Einige stehen al-Kaida nahe. Diese sind die wichtigsten Akteure in Syrien und entziehen sich jeder politischen Kontrolle.

Jabhat al-Nusra li-Ahl al-Sham

Die Unterstützungsfront für das syrische Volk, kurz Nusra-Front hat es durch spektakuläre Anschläge gegen das syrische Regime in das Bewusstsein der Menschen geschafft. Die Nusra-Front steht der al-Kaida-Führungsorganisation nahe. Seitens der Vereinten Nationen wird sie als Terrororganisation eingestuft. Zwischen der Nusra-Front und anderen Rebellengruppen gibt es eine enge Zusammenarbeit.

Die Freie Syrische Armee zum Beispiel schätzt die gut ausgebildeten und disziplinierten Kämpfer. Die Nusra-Front, die auch Selbstmordattentate verübt, wird in den Online-Medien stark repräsentiert. Bombenanschläge werden gefilmt und in gut vernetzten Plattformen veröffentlicht. Ziel ist es, im Kerngebiet Syriens einen islamischen Staat zu gründen. Um das zu erreichen, versucht die Nusra-Front, durch die Unterstützung der zivilen Bevölkerung deren Herzen zu gewinnen. So übernehmen sie in den von ihnen kontrollierten Städten kommunale Dienste wie Müllentsorgung und Lebensmittelverteilung. Die Nusra-Front hat einen rasanten Anstieg ihrer Mitgliederzahlen in den letzten Monaten verzeichnet. Der Großteil ihrer Mitglieder kommt aus Syrien28, doch auch Ausländer, vor allem Nordafrikaner und einige Europäer, kämpfen für die Nusra-Front. Sie genießt in der Bevölkerung einen guten Ruf, da sich ihre Angriffe auf die syrische Armee und Sicherheitskräfte beschränken, zivile Verluste werden weitgehend vermieden.

Islamischer Staat im Irak und in Syrien

Die von der UN als Terrororganisation eingestufte Gruppierung ISIS steht ideologisch al- Kaida nahe. Sie entstand im Irak und hat erst in jüngerer Zeit in Syrien Fuß gefasst. Vor allem in der Provinz Rakka kontrolliert sie größere Gebiete. In diesen versucht sie, die Bevölkerung durch Versorgung mit Lebensmitteln, Benzin, Strom und Wasser sowie Schulunterricht und öffentlichen Verkehrsmitteln für sich zu gewinnen. Doch hat die Bevölkerung große Vorbehalte gegenüber den Kämpfern der ISIS. So sind viele ihrer Mitglieder für ihre enorme Brutalität bekannt. In kontrollierten Gebieten gibt es immer wieder Hinrichtungen auf öffentlichen Plätzen. Im Gegensatz zu der Nusra-Front rekrutiert ISIS hauptsächlich Nichtsyrer insbesondere aus Saudi-Arabien, Tschetschenien, Nordafrika und Irak und Europa. Ein weiteres Merkmal der ISIS ist ihr ausgeprägter Hass auf Schiiten und ihr hartes Vorgehen gegen Zivilisten. Dies führte zu starken Vorbehalten in der Bevölkerung. Die ISIS ging auch gegen andere Rebellenbrigaden vor, was zu großen Spannungen mit anderen Gruppen führte29. So gab es Entführungen von Mitgliedern anderer Rebellenbrigaden. Auch wurde ein Kommandant der Freien Syrischen Armee entführt, gefoltert und ermordet. Die Nusra-Front, die auch al-Kaida nahe steht, beteiligte sich auch am Kampf gegen die ISIS.

Um diese Situation zu ändern, appellierte der Anführer der al-Kaida Aiman Sawahiri aus Pakistan an die ISIS. Sie solle ihre Operationen nicht auf Syrien ausweiten, sondern solle ihre Aktivitäten auf den Irak fokussieren. Die ISIS-Führung widersetzte sich diesem Appell und entzog sich so der Kontrolle der al-Kaida Führung in Pakistan. Daraufhin wurde die Gruppierung aus dem Netzwerk ausgeschlossen. Auch die Regierung in Bagdad bekämpft nun die ISIS. Dafür erhält sie militärische Unterstützung aus den USA30.

Diese Gruppierungen bestimmen die Schlagzeilen der Medien. Doch gibt es noch zahlreiche weitere Brigaden, die gegen die Regierung von Baschar al-Assad kämpfen. Darunter ist z.B. die Ahrar ash-Sham. Zusammen mit sieben anderen Rebellengruppen gründeten sie im Herbst 2013 die Islamische Front, die einen Sturz des Regimes militärisch herbeiführen möchte, um einen islamischen Staat zu gründen. Sie erhält staatliche Unterstützung aus der Türkei, Katar und Saudi-Arabien. Reiche Privatinvestoren aus der Golfregion spenden größere Summen an die Islamische Front.

Sie ist zu einer beträchtlichen Macht angewachsen31. Auch kooperiert sie mit der Nusra-Front und zeitweise mit der Freien Syrischen Armee. Es kommt immer wieder zu Spannungen mit Kämpfern der ISIS. Man sieht an der Zusammensetzung der bewaffneten Opposition, dass sie genau so gespalten ist wie die politische Opposition. Bisher war es nicht möglich, die verschiedenen Gruppierungen zu vereinen. So setzt sich der Großteil der bewaffneten Opposition mit Brigaden zusammen, die ideologisch dem al-Kaida Netzwerk nahestehen. Experten halten diese Annahme aber für übertrieben. Ihrer Einschätzung nach wird die Rolle al-Kaidas in Syrien durch die Medien überbetont. Aber diese Tatsache hat vor allem dem Assad-Regime in die Hände gespielt. So konnte Baschar al-Assad den Kampf gegen die Oppositionellen als Kampf gegen den Terrorismus instrumentalisieren. Dies führte dazu, dass vor allem der Westen vorsichtiger wurde. So setzten die Vereinigten Staaten von Amerika weitere Hilfe für die Rebellen aus. Viele Staaten sehen sogar Baschar al-Assad als kleineres Übel an. Bezeichnete er sich doch selber als letzte Bastion gegen den internationalen Terrorismus32.

Die Opposition bleibt in sich sehr gespalten. Sie ist eine Ansammlung von verschiedenen ideologischen Interessenverbänden. Diese verbraucht mehr Kraft und Energie im Kampf gegeneinander, statt ihre gemeinsamen Ressourcen gegen das Regime von Baschar al-Assad zu bündeln. Viele Gruppen sind auch vom Ausland abhängig und fördern die Interessen dieser Parteien in Syrien. Diese haben weiter reichende Pläne als den Sturz des syrischen Regimes.

So kann man sagen, dass „der Großteil oppositioneller Gruppen den Machtspielen und Selbstbehauptungen innerhalb der Machtverhältnisse verfällt, die sich auch durch die Einmischung konkurrierender ausländischer Akteure verschieben“33.

4. Rolle der Konfession

Syrien ist ein Vielvölkerstaat. Die Gesellschaft ist multireligiös und multikulturell. Es gibt über 15 verschiedene religiöse und ethnische Gruppen. Die größte ist die der Araber, danach kommen die Kurden. Es gibt auch Armenier und Turkmenen. Die offizielle Landessprache ist Arabisch, doch sprechen viele Menschen auch Kurdisch, Aramäisch, Armenisch oder Turkmenisch. Neben diesen ethnischen Gruppen gibt es auch eine Vielzahl von Religionen und Konfessionen. Mit 73% bilden die Sunniten die Mehrheit, daneben gibt es Alawiten mit 10% und Drusen mit 3%. Christen, die in verschiedene Konfessionen geteilt sind, stellen mit über 11% die zweitgrößte Gruppe da. Einige Stadtteile und Dörfer sind überwiegend von einer religiösen Gruppierung bewohnt. Doch gibt es keine strikte Abgrenzung in Wohnorten34. Durch den Irakkrieg flüchteten viele Iraker nach Syrien, neben diesen gibt es auch viele Flüchtlinge aus Palästina. Das Zusammenleben der verschiedenen Bevölkerungsgruppen war über Jahre hinweg relativ friedlich. Trotzdem stellt sich die Frage, welche Rolle die Konfession in der Entwicklung des Konflikts einnimmt. Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten, da jede einzelne Gemeinschaft in sich nicht homogen ist. So sind die Rebellen zum Großteil Sunniten, doch gibt es reiche und einflussreiche Sunniten, die auf Seiten des Assad Regimes Position nehmen. Denn vor dem Konflikt profitierte die Wirtschaftselite enorm von der Regierung.

Die meisten Geschäftsleute in Syrien sind Sunniten. Gleichzeitig kämpfen Christen, denen man vorwirft, sie würden mit dem Assad-Regime kollaborieren, in nicht geringer Zahl auf der Seite der Rebellen. Doch gibt es Stimmen, die behaupten, der Konflikt in Syrien trage konfessionelle Züge. Man spricht in westlichen Medien sogar von einem Konfessionskrieg. Gibt es Kräfte, die einen Vorteil von einer solchen Entwicklung ziehen würden, und trägt der Konflikt allmählich konfessionelle Züge? Und wenn es so eine Dynamik gibt, wie kam es dazu?

Wie bereits beschrieben, demonstrierten anfangs verschiedene Gruppen gemeinsam gegen die Regierung von Baschar al-Assad. Die Minderheit der Alawiten, zu denen auch der Assad- Clan gehört, konnte schon in der Kolonialzeit mit französischer Hilfe im Militär Fuß fassen.

In den folgenden Jahren kam es dazu, dass diese im Militär und in der Politik Führungspositionen einnehmen konnten. Die Alawiten, die sich selbst als Teil des Schiitentums sehen, werden von vielen Muslimen als Häretiker und Ketzer bezeichnet35. Da die Alawiten an der Macht ihre Positionen missbrauchten, gab es gegenüber dieser Gruppe Vorbehalte. Diese Entwicklung sollte auch eine Rolle im syrischen Konflikt spielen. Denn je länger der Konflikt dauerte und die Parteien brutaler wurden, desto mehr verhärteten sich einige Positionen der verschiedenen Gruppierungen. So sehen sich einige in der Rebellenbewegung als einzig Rechtsgläubige36. Die Sunniten, die die Mehrheit der Rebellen stellen, wollen sich gegen die jahrzehntelange Unterdrückung wehren, die sie von dem Assad- Regime erfahren haben. Im Verlauf des Konflikts in Syrien wurde dadurch die gesamte alawitische Gemeinschaft als Unterstützer des Assad-Regimes diskreditiert.

Einen wichtigen Beitrag für diese Entwicklung leistete auch die Shabiha-Miliz, die sich vor allem aus Mitgliedern der alawitischen Konfessionsgemeinschaft zusammensetzt. Dieser Miliz wurden im Laufe des Konflikts verschiedene Massaker an Sunniten angelastet37. Wegen solchen Massakern fürchtet sich der Großteil der alawitischen Gemeinschaft vor Racheakten. Auch Vertreter der Vereinten Nationen warnen vor einem Genozid. Diese Angst wird auch durch Slogans der Rebellen geschürt.

So plakatieren einige Oppositionelle, dass Alawiten in den Sarg kommen sollen. Es hingen auch Plakate mit der Aufschrift „Freiheit oder wir verbrennen die Alawiten“ in Geschäften. Es ist für Alawiten schwer, in Gebieten zu leben, die von Rebellen bewohnt werden.

Im Verlauf des Konfliktes wurden auch immer wieder gezielt Alawiten Opfer von Gewalt. Der UN-Sonderberater für Prävention von Genozid Adam Dieng warnte, dass einige Gemeinschaften in dieser Auseinandersetzung besonders unter Gewalt leiden, da sie als regierungsnah oder -fern gelten. Die gesamte Gruppe wird wegen einiger Individuen diskreditiert.

Wegen solchen Ereignissen behaupten UN-Menschenrechtsermittler, dass der Konflikt in Syrien immer mehr zu einem Konfessionskrieg wird. Auch der UN-Generalsekretär Ban-Ki Moon warnte vor religiös motivierter Gewalt in Syrien. Doch von wem wird diese befeuert? Das Assad Regime versuchte durch die Privilegierung einiger Gruppen, die Protestbewegung zu spalten. Dies führte zu weiteren Vorurteilen gegenüber den verschiedenen Konfessionen. So behaupten einige, die Syrische Armee nehme bewusst Partei für Alawiten. Durch dieses Handeln sei die syrische Regierung konfessionell gebunden und nicht neutral. Die syrische Armee, die im Fastenmonat Ramadan eine Offensive gestartet hatte, befeuerte damit die Argumente der Gegner. Als auch noch Minarette angegriffen und zerstört wurden, war die Provokation perfekt38. Berichte, dass die Regierung Sunniten aus ihren Häusern vertreibe, streute weiter die Befürchtung eines Konfliktes mit konfessionellen Zügen. Durch solche Vorfälle wuchs der Hass gegenüber den Alawiten. Aus Angst vor schwerwiegenden Konsequenzen änderten viele ihre Tattoos. So wurde schnell aus einem Schwert mit zwei Spitzen ein christliches Kreuz. Denn im Gegensatz zu den Alawiten genießen Christen etwas mehr Respekt seitens der Rebellen.

Die Christen haben als einzige nichtmuslimische Gemeinde in Syrien eine besondere Stellung. So wurden sie in den Jahren vor dem Bürgerkrieg privilegiert. Sie profitierten vom Assad-Regime. Doch nach Beginn der Proteste und dem Versuch, diese mit Gewalt einzudämmen, distanzierten sich viele Kirchenvertreter vom Regime. Sie erhoben ihre Stimme gegen dieses und kritisierten die Menschenrechtsverletzungen. Christliche Intellektuelle wie Michel Kilo riefen offen zum Widerstand auf.

Da aber auch die Gemeinschaft der Christen nicht homogen ist, gibt es von Seiten einiger Christen große Vorbehalte gegenüber der Rebellenbewegung. Sie fürchten durch die Unterstützung dieser eine Islamisierung Syriens. Dadurch werden die Christen sowohl seitens der Rebellen, als auch der Regierung beschuldigt, auf der jeweils anderen Seite zu stehen.

Es scheint, dass vor allem die Christen ein Verlierer dieses Krieges sein könnten, wenn er weiter konfessionelle Züge annimmt. Schon jetzt gibt es Repressalien seitens der Regierung39 gegenüber oppositionellen Christen.

Auch in den Nachbarländern Syriens wächst die Angst der Alawiten. Durch einen Bombenanschlag in der Türkei wächst der Druck auf die dort lebende alawitische Minderheit40 weiter. Das spielt vor allem der syrischen Regierung in die Hände, da sie den Kampf von Beginn an als Terrorbekämpfung beschrieb. Baschar al-Assad behauptet, dass in Syrien jugoslawische Verhältnisse nach seinem Weggang drohen würden. Mit diesem Argument legitimiert er die Gewalt, rechtfertigt das Vorgehen gegen Demonstranten und erweckt eine scheinbare Glaubwürdigkeit. So schürt vor allem Baschar al-Assad eine Konfessionalisierung des Konflikts in Syrien. Aber auch die Rebellen, in deren Reihen viele Ausländer kämpfen, treiben die Eskalation voran41. Den eine weitere Zuspitzung und Gefährdung der Bevölkerung lässt die Unterstützung dieser gegenüber der Opposition schwinden. Auch der Eindruck, al-Kaida habe die Rebellenbewegung unterwandert, schürt Ängste in weiten Teilen der Welt, weshalb sich in den westlichen Ländern keine Bereitschaft zur militärischen Unterstützung der Rebellen zeigt.

Ein weiterer wichtiger Faktor, der die Konfessionalisierung fördert, sind externe Akteure, die versuchen, den Konflikt als einen sunnitischen Aufstand gegen das alawitische Regime zu stilisieren. Für diese Einflussnahme Dritter müssen vor allem die Syrer selbst einen hohen Preis zahlen. Denn diese Mächte vergrößern den Graben im Konflikt. Doch sind die Syrer untereinander wirklich so zerstritten, wie es immer behauptet wird?

Der Krieg in Syrien wird in Städten und Dörfern geführt, nicht in Moscheen oder Kirchen42. All diese Punkte bedürfen weiterer tieferer Recherchen. Doch gibt es in Syrien kaum neutrale Quellen, um dies näher zu erforschen. Es liegt in den Händen der Syrer, inwiefern sich der Konflikt weiter konfessionalisiert. Denn wenn es weiter zu einer Eskalation kommt, wird es schwer, nach dem Krieg die Parteien zu Versöhnung aufzurufen. Denn die Konfessionalisierung führt zu breiten Gräben zwischen den Gemeinschaften43, unter denen vor allem die syrische Bevölkerung leidet.

5. Internationale und regionale Akteure

Syrien ist ein Land, in dem viele strategische Konfliktlinien des Nahen Ostens aufeinandertreffen. So gibt es ein komplexes Geflecht aus unterschiedlichen Machtinteressen44. Wie in der Vergangenheit ist Syrien nun wieder Schauplatz dieser Kräfte geworden. Im Bürgerkrieg spielen hierbei eine Vielzahl von regionalen und internationalen Faktoren eine Rolle. Einige unterstützen das syrische Regime, andere wiederum nahmen früh Stellung für die Seite der Rebellenbewegung und unterstützen diese. Betrachtet man die Parteien und ihre Interessen, merkt man, wie komplex die Situation ist45. Dieses Kapitel soll dazu dienen, die einzelnen Akteure, die in dieser bewaffneten Auseinandersetzung direkt oder indirekt involviert sind, zu untersuchen. Welche Interessen haben die unterschiedlichen Parteien in Syrien und warum wird eine Seite so energisch unterstützt? Fördern diese externen Akteure eine weitere Eskalation des Konflikts? Um den Konflikt in Syrien zu verstehen, muss man sich die einzelnen Unterstützer und Gegner der jeweiligen Seite genauer anschauen.

5.1 Unterstützer des Assad-Regimes

Genau wie die Rebellen genießt auch das Regime unter Baschar al-Assad Unterstützung verschiedener Akteure. So gibt es regionale und internationale Parteien, die immer noch an der syrischen Regierung festhalten46. Diese Unterstützung zielt vor allem darauf ab, eigene Interessen in Syrien und der Region durchzusetzen. Auch möchte man mit einer Parteinahme für das Regime dessen Legitimität gegenüber anderen stützen. Das Regime wird seitens seiner Unterstützer militärisch und logistisch versorgt. Ihrer Meinung nach ist Syrien ein Teil ihrer Achse und es liegt ihnen viel daran, dass dies in der Zukunft auch so bleiben soll. Sollte es nicht so sein, müssten sie mit großen Einbüßen rechnen. Einige Akteure wären mit der Existenz bedroht, andere wiederum müssten mit einem starken Rückgang ihres Einflusses in der Region fürchten.

Iran

Die Regierung in Teheran ist ein wichtiger Unterstützer des syrischen Regimes. Iran unterstützt dieses militärisch, logistisch und finanziell. Im Nahen Osten ist Syrien das einzige arabische Land, das gute Beziehungen zum Iran unterhält. Deshalb möchte der Iran diesen Verbündeten als Stellvertreter im arabischen Raum behalten. Vor allem dient Syrien als Verbindung zur schiitischen Hisbollah im Libanon. Der Iran fürchtet durch einen Sturz Baschar al-Assads eine Schwächung ihres Einflusses in der Region. Dies hätte auch Konsequenzen im Atomkonflikt, da die Position Irans geschwächt würde47. Eine Allianz zwischen dem Iran und Syrien gibt es seit dem Krieg zwischen Irak und Iran. Da Syrien Differenzen mit Saddam Hussein hatte, nahm es Stellung auf der Seite Teherans. Seither haben beide Seiten sehr stark von diesem Bündnis profitiert. So erhält das syrische Regime günstige Kredite, Waffen und Öl aus Teheran. Es gibt Stimmen, die meinen, der Iran heize durch seine Rolle in Syrien den Konflikt weiter an. Doch Teheran musste auch einen Preis für die Unterstützung zahlen, so distanzierte sich die Hamas vom Iran und wechselte ihren Standort nach Katar.

Der Iran, der im Laufe des „Arabischen Frühlings“ hoffte, mit weiteren arabischen Ländern gute Beziehungen aufzubauen, wurde enttäuscht. Auch der Machtwechsel in Ägypten war nicht zum Vorteil des Iran48. Dieses Bündnis zwischen dem Iran, Syrien und der Hisbollah wird nicht nur seitens des Westens mit großer Sorge beobachtet. Auch arabische Länder äußerten Bedenken. Der jordanische König sieht die Gefahr des „schiitischen Halbmondes“ im Nahen Osten. Saudi Arabien kritisiert, dass die Macht des Irans in der Region überproportional angestiegen sei. So drängen diese Länder auf ein militärisches Eingreifen des Westens. Dieser hätte den Zweck, die Achse zwischen diesen Staaten zu schwächen und Iran aus der Allianz zu lösen. Eigentliches Ziel sei es aber, einen Sturz der Regierung in Teheran herbeizuführen. Doch festigten die Aufstände die Zusammenarbeit zwischen dem Iran, der Hisbollah und der syrischen Regierung noch weiter.

So schickte der Iran sogar Militärberater und al-Quds-Einheiten nach Syrien, um bei der Bekämpfung der Aufständischen zu helfen49. Der Konflikt in Syrien hat, wie bereits erwähnt, auch eine konfessionelle Komponente. Da die Familie al-Assads Alawiten sind und diese sich der Gruppe der Schiiten zurechnen, sieht es der Iran als seine religiöse Pflicht an, diesen Glaubensgeschwistern in Syrien zu helfen. Dies führt zwangsläufig zur Konfrontation mit Saudi Arabien, das sich als Hüter des sunnitischen Islams versteht. So wird zwischen diesen beiden Parteien ein Stellvertreterkrieg in Syrien geführt, der vor allem darauf abzielt, die andere Seite zu schwächen und seine eigene machtpolitische Position zu stärken50.

Durch seine wichtige Rolle in der Region spielt Teheran eine herausragende Funktion bei der Lösung des Konflikts. Denn kein Land hat einen größeren Einfluss als der Iran. Doch nutzt er seine Position eher dazu, die Situation zu destabilisieren. So beschrieb der iranische Präsident die Rebellen als Terroristen, die das Hauptproblem in Syrien darstellten. Man unterstützt weiterhin die syrische Seite mit iranischen Freiwilligen, militärischer Ausbildung und dem Aufbau von Milizen, die sich im Kampf gegen die Aufständischen beteiligen.

Genoss der Iran in der Vergangenheit in arabischen Staaten noch große Beliebtheit durch antiisraelische und anti-amerikanische Rhetorik, verliert er zusehends an Sympathie.

Experten sind sich darüber einig, dass das syrische Regime ohne iranische Hilfe schon lange entmachtet wäre. Die Ausladung bei der Genf 2 Konferenz, die auf westlichen und arabischen Druck hin folgte, hatte zum Zweck, den Einfluss des Irans weiter zu schwächen - doch bleibt der Iran weiterhin Teil einer möglichen Lösung des Konflikts51.

Hisbollah

Die schiitische Miliz aus dem Libanon mit dem Namen „Partei Gottes“ wird von vielen Staaten als Terrororganisation gelistet. Durch die Iranische Revolution wurden andere Schiiten im Nahen Osten ermutigt, sich zu organisieren. Zu Beginn ihrer Gründung lag der Fokus auf dem bewaffneten Kampf gegen Israel. Am Anfang des „Arabischen Frühlings“ nahm die Hisbollah eine relativ neutrale Rolle ein. Dies änderte sich aber, nachdem es in Syrien zum bewaffneten Konflikt kam.

So beteuerte der Anführer der Hisbollah, Hassan Nasrallah, seine Treue zum syrischen Regime. Denn nicht nur konfessionell stehen sich beide Parteien nahe, auch militärisch kooperieren sie. Von der syrischen Hafenstadt Latakia aus wurden iranische Waffen in den Libanon zur Hisbollah geschleust. Auch Baschar al-Assad lieferte jahrelang an die Schiitenmiliz. So ist es nicht verwunderlich, dass die Hisbollah Partei für das syrische Regime genommen hat - ein Sturz des Regimes wäre ein herber Rückschlag für die Hisbollah. Da Syrien einen starken Einfluss auf die Miliz hat und diese mit Waffen versorgt, konnten diese dadurch zusätzlich ihre Macht innerhalb des Libanon weiter ausbauen. Im Verlauf des Konfliktes in Syrien verwickelte sich die Hisbollah immer stärker. Hassan Nasrallah nahm auch öffentlich Stellung und gab zu, dass Kämpfer der Hisbollah an Seite der syrischen Regierungstruppen kämpfen. Der Tod des Militärführers der Hisbollah in Syrien wurde seitens der Milizführung nicht bestritten. Dies zeigt, wie stark das Engagement der Schiitenmiliz in Syrien ist52. Dies wurde vor allem durch die Eroberung der Grenzstadt al- Qusair deutlich. Denn ohne Hilfe der Hisbollah ist es schwer anzunehmen, dass diese Stadt von den Regierungstruppen zurückerobert werden konnte.

Das Bündnis zwischen Syrien und der Hisbollah ist immer stärker ausgeprägt. So schickte die Führung tausende Kämpfer nach Syrien, um an der Seite der Regierung gegen die Rebellen zu kämpfen. Dies hatte zu Folge, dass es zu Anschlägen in Gebieten kam, die von der Hisbollah kontrolliert werden. Hassan Nasrallah machte für solche Angriffe immer wieder sunnitische Terrororganisationen verantwortlich. Im Libanon, dem Stammgebiet der Hisbollah, kommt es immer wieder zu Gefechten zwischen Befürwortern und Gegnern des Regimes53. Die Parteinahme der Hisbollah für die syrische Regierung kostete ihr viel Sympathie im arabischen Raum. Galten sie nach dem Krieg gegen Israel 2006 als Helden, werden sie heute nur als Marionetten des Iran angesehen. Denn zu Beginn hieß es, man schütze nur schiitische Heiligtümer, doch wurde man im Laufe des Konflikts zur aktiven Kriegspartei, wodurch die Hisbollah weiter an Glaubwürdigkeit verlor. Es ist schwer anzunehmen, dass Hassan Nasrallah durch eigenen Antrieb in den Konflikt eingegriffen hat. Gegner der Hisbollah meinen, der Befehl zur Unterstützung des syrischen Regimes kam aus dem Iran.

So habe sich die Führung der Schiitenmiliz den Ajatollahs in Teheran untergeordnet. Die Hisbollah spielt gegenwärtig eine sehr wichtige Rolle im syrischen Konflikt54.

Russland und China

Nicht nur regional bekommt die syrische Regierung Unterstützung. Auch international gibt es Kräfte, die hinter Baschar al-Assad stehen, darunter die zwei UN-Vetomächte Russland und China. Während sich die Volksrepublik bei der Unterstützung zurückhaltend gibt, unterstützt der Kreml Syrien deutlich aktiver. Dies liegt vor allem daran, dass Syrien ein langjähriger Verbündeter Russlands im Nahen Osten ist. Deswegen möchte der Kreml nicht, dass es zu einem Regimewechsel in Syrien kommt, vor allem nicht von außen. Denn dies könnte zur Folge haben, dass Russland seinen Anspruch als Großmacht verliert. Nach russischer Auffassung könnte durch eine Intervention in Syrien der Sturz autoritärer Regime durch die Vereinten Nationen vereinfacht werden, was nicht im Interesse der Regierung in Moskau ist55.

Deswegen versucht Russland mit den zur Verfügung stehenden Mitteln, einen Regimewechsel in Syrien zu verhindern. So schlug die russische Regierung einen nationalen Dialog zwischen den Parteien vor, an dem auch die jetzige Führung teilnehmen sollte.

Man will damit die Legitimität Baschar al-Assads erneuern und dessen Macht beibehalten56. Außerdem versuchen Russland und China immer wieder, durch ihr Vetorecht im Sicherheitsrat eine Pattsituation herbeizuführen Sanktionen gegen das syrische Regime zu verhindern. Jeglicher Vorstoß einer Seite wird von der anderen Partei verworfen. Ein anderer Grund, warum sich Russland und China auf die Seite des Regimes stellen, liegt in ihrem eigenen sozialen und sozioökonomischen Gefüge. Denn sollten diese beiden Staaten außenpolitisch Schwäche zeigen, könnte dies zu Spannungen innerhalb ihrer Staatsgrenzen führen. Sowohl Russland, als auch China beherbergen ein großes Potenzial an innenpolitischen Spannungen.

Sollte es zu einem Sturz des syrischen Präsidenten kommen, müsste Russland als Waffenlieferant an Syrien mit großen Einbußen rechnen. Doch der Kreml fürchtet nicht nur Einbußen im militärischen Sektor. Syrien ist ein rohstoffreicher Staat. Die russische Regierung will ein zweites Libyen verhindern. Als Gaddafi gestürzt wurde, schlossen westliche Unternehmen Verträge mit der libyschen Regierung, um dadurch im Energiesektor unabhängiger von Russland zu werden. Dies wäre nicht im Interesse Moskaus und muss daher mit aller Kraft vermieden werden. Syrien spielt für den Kreml auch eine wichtige strategische Rolle. So gibt es eine russische Militärbasis an der westlichen Küste bei Tartus. Diese liegt an strategisch wichtigen Ölverladestationen. Auch die Öl-Pipeline Baku-Tiflis-Ceyhan verläuft nah an dieser Basis. So könnte der Kreml bei gegebenem Anlass schnellen Einfluss auf diese strategisch wichtigen Standorte nehmen57.

Irak

Der Irak, der zu Beginn keine eindeutige Position hatte, wird immer mehr in die Spirale der Gewalt gezogen. Der schiitische Regierungschef al-Maliki nahm wegen strategischen Interessen mit dem Iran Position für das syrische Regime. So erlaubt er der iranischen Seite, Hilfsgüter und Waffen nach Syrien zu transportieren.

Aber der Fokus des Iraks liegt vor allem auf innenpolitischen Aspekten. So versucht man, ein Übergreifen der Kämpfe von Syrien in den Irak so gut es geht zu verhindern. Denn wenn die Gewalt weiter andauert und es zu einer weiteren Eskalation kommt, ist der Irak vom Zerfall bedroht58. Die Regierung in Bagdad versucht auch, ein Erstarken sunnitischer Kräfte zu verhindern. Denn die Kämpfe zwischen sunnitischen und schiitischen Gruppen flammen immer wieder auf und es kommt zu großen Verlusten innerhalb der Zivilbevölkerung. Diese Angst wurde in letzter Zeit durch das Erstarken der ISIS verstärkt, die immer mehr Angriffe auf die Sicherheitskräfte verübt. So konnte diese Organisation auch zusammenhängende Gebiete erobern, was einen starken Zuwachs ihrer Macht zeigt59. Auch die große Anzahl syrischer Flüchtlinge im Irak birgt großes Spannungspotenzial.

Es liegt an der Regierung unter Nuri al-Maliki, den Graben zwischen den unterschiedlichen Konfessionen beizulegen und eine weitere Eskalation zu vermeiden.

5.2 Unterstützer der Opposition

Saudi-Arabien und Katar

Saudi-Arabien und Katar geben sich in der Arabischen Liga als Vorreiter gegen die syrische Regierung. Mit großem Engagement versuchen sie, gegen Baschar al-Assad vorzugehen. Die Tatsache, dass der Iran auf der Seite der syrischen Regierung ist, brachte die beiden Staaten auf den Plan. Denn es gibt eine lange Tradition zwischen diesen Parteien im Kampf um die Macht im Nahen Osten. Mit großer Sorge wird das Erstarken schiitischer Kräfte beobachtet. Beide Staaten, vor allem Saudi-Arabien, versuchen dieses mit ihren Mitteln zu verhindern. Diese Entwicklung sah man in Bahrain, als saudische Truppen dem sunnitischen Heerscher gegen schiitische Demonstranten zur Hilfe kamen. Auch im Oman befürchtet man gleiche Entwicklungen. Saudi-Arabien versucht, den sunnitischen Islam in der Region zu verbreiten. Katar ist ein kleines Land mit einer nicht zu unterschätzenden Rolle. Durch den Fernsehsender Al-Dschasira, der hohe Einschaltquoten hat, kann dieser Zwergenstaat großen Einfluss auf die Auffassungen der arabischen Bevölkerung nehmen. So ist Katar der Staat im arabischen Raum, in dem die Informationen und Nachrichten verbreiten werden.

Durch den enormen Erdölreichtum ist es Katar möglich, die syrischen Rebellen mit hohen Summen zu unterstützen. Ein weiteres wichtiges Interesse liegt auf den eigenen Verbindungswegen für Erdöl. Denn dadurch könnte Katar schneller Erdöl nach Europa und in andere Staaten exportieren60. Nach Meinung beider Staaten gibt es keine Chance mehr auf eine friedliche Lösung im syrischen Konflikt. Hardliner sehen Syrien als eine neue Front zwischen Sunniten und Schiiten. So befeuern Saudi-Arabien und Katar mit ihrer Rhetorik den Konflikt in Syrien. Vor allem wird der Graben zwischen den Konfessionen immer größer, sodass die Gefahr besteht, dass dieser auf die gesamte Region übergreift61. Durch diese Entwicklung versucht vor allem Saudi-Arabien, seine Macht in der Region zu stärken und den Widersacher Iran zu schwächen.

Sollte Saudi-Arabien hier nachgeben, drohen innenpolitische Unruhen. Eine Revolution wie in anderen arabischen Staaten liegt sicherlich nicht im Interesse der saudischen Machthaber.

Katar wiederum möchte sich als diplomatischer Vermittler in der Region profilieren und möchte weiterhin ein Ansprechpartner des Westens bleiben. Vor allem, da das US- amerikanische Hauptquartier in Katar liegt, wird ein Übergreifen der Gewalt auf Katar gefürchtet62. Saudi-Arabien und Katar unterstützen ausschließlich sunnitische Gruppen in der Region. So zahlt man Mitgliedern der Freien Syrischen Armee einen Sold, der dazu dienen soll, dass noch mehr Soldaten aus der regulären syrischen Armee desertieren. Nicht nur Soldaten der Freien Syrischen Armee werden mit finanziellen Mitteln unterstützt. Es ist kein Geheimnis, dass beide Staaten Organisationen unterstützen, die al-Kaida nahestehen. Training und militärisches Equipment wird zur Verfügung gestellt. Eine Übergangsregierung mit Assad lehnen Saudi-Arabien und Katar strikt ab und sehen eine Entmachtung von Assad als unvermeidlich an. Der Konflikt in Syrien wird vor allem durch die Tatsache befeuert, dass hier zwei regionale Mächte aufeinanderprallen. Zwischen ihnen herrscht ein Stellvertreterkrieg, der mit allen möglichen Mitteln geführt wird. Für beide Parteien spielen hierbei Konfession und machtpolitische Interessen eine wichtige Rolle63.

Türkei

Einer der Staaten, die mit den größten Folgewirkungen wegen dem syrischen Konflikt konfrontiert werden, ist zweifellos die Türkei. Denn sie hat den größten Grenzverlauf mit Syrien. Ein Großteil der Flüchtlinge ist in die Türkei geflohen. Genaue Zahlen gibt es nicht, aber es sind mehrere Hunderttausend. Einst waren die beiden Staaten starke Verbündete, doch dies ist mittlerweile vorbei. Die „Null-Problem-Politik“, die die Türkei in der Region durchzusetzen versuchte, brach zusammen. Vor allem durch den Konflikt in Syrien wurde das Verhältnis zu vielen Staaten in der Region schlechter. Für die Regierung in Ankara ist ein Abgang Baschar al-Assads unvermeidlich. So ist es für die islamisch-konservative Regierungspartei AKP von großem Interesse, die jetzige Regierung durch eine sunnitische Führung zu ersetzten.

Um dies herbeizuführen, unterstützt sie öffentlich die Freie Syrische Armee und andere Rebellengruppen im Kampf gegen das Regime. Die Rebellen haben in der Türkei einen logistischen Rückzugsraum eingerichtet. Auch die politische Opposition ist sehr stark in der Türkei vertreten64. Es kam mehrfach zu schweren Angriffen auf türkischer Seite. Bei einem Bombenanschlag in Reyhanli an der Grenze zu Syrien starben dutzende Menschen. Einen weiteren Spannungsherd bieten die vielen Flüchtlinge, die sich vor allem aus Sunniten zusammensetzen. Es gibt immer wieder Probleme zwischen diesen und der alevitischen Minderheit in der Türkei, die als Unterstützer des syrischen Regimes gelten. Um entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, autorisierte das türkische Parlament die Armee, Operationen in Syrien durchzuführen. Doch ein militärisches Eingreifen durch türkische Streitkräfte wird seitens der Bevölkerung in der Türkei weitgehend abgelehnt65.

Doch das Hauptaugenmerk der Türkei dürfte auf der Kurdenfrage liegen. Die größte kurdische Gemeinschaft ist in der Türkei beheimatet. Eine weitere kurdische Autonomieregion wie im Nordirak würde den türkischen Kurden einen neuen Aufwind geben, was die Regierung in Ankara verhindern möchte.

Denn nachdem sich die Kurden in Syrien organisierten, gab es seitens der türkischen Regierung Befürchtungen, dass der Konflikt mit den Kurden in der Türkei wieder aufflammt66 und sich kurdische Parteien in der Region mit der verbotenen PKK zusammenschließen. Aus diesem Grund unterstützt die türkische Regierung vor allem moderatere Gruppierungen wie die syrische Muslimbruderschaft. Dadurch versucht sich die AKP als alternatives Modell in der Region durchzusetzen67.

Die Türkei ist augenscheinlich ein großer Verlierer des Konfliktes in Syrien. In der Vergangenheit gab es auf vielen Ebenen starke Kooperationen mit dem Regime unter Baschar al-Assad. Doch aus den einstigen Verbündeten sind erbitterte Feinde geworden. Ein langer Konflikt in Syrien bedroht die Sicherheitslage in der Türkei auf das Schärfste.

Denn es kommt an der Grenze zwischen beiden Staaten immer wieder zu Scharmützeln, sodass die türkische Regierung Unterstützung bei der NATO erbat. Daraufhin wurden Luftabwehrraketen des Typs Patriot in der Türkei positioniert. Diese sollen türkisches Staatsgebiet vor weiteren Angriffen aus Syrien schützen68. Im Verlauf des Konfliktes versuchte die Türkei durch die Unterstützung al-Kaida-naher Gruppierungen einen schnellen Sturz des syrischen Regimes herbeizuführen sowie kurdische Parteien an der Grenze zur Türkei zurückzudrängen. Islamistische Kämpfer aus dem Ausland reisen meist über die Türkei nach Syrien ein. Diese Entwicklung ist auch nicht im Interesse der Regierung in Ankara. Deshalb werden mittlerweile moderatere Organisationen wie die Freie Syrische Armee unterstützt69. Es wird sich zeigen, ob die Türkei gut daran tat, islamistische Gruppierungen gefördert zu haben.

Vereinigte Staaten von Amerika und Europäische Union

Im Gegensatz zu Russland und China streben die USA und die EU einen Sturz Baschar alAssads an. Der Westen würde gern das jetzige Regime durch eine demokratische und prowestliche Regierung ersetzen.

Deshalb unterstützt es vor allem säkulare Oppositionelle. Sie versucht dadurch, andere Mächte in Syrien zurückzudrängen. Der Westen fürchtet vor allem, dass radikale Gruppierungen an Einfluss gewinnen, die einen Zerfall Syriens beschleunigen und eine Eskalation in der gesamten Region herbeiführen könnten. Ihrer Auffassung nach kann es in Syrien nur durch den Sturz des Assad-Regimes zu Demokratie und Frieden kommen. Die Vereinigten Staaten erhoffen sich durch einen Machtwechsel in Syrien auch eine Schwächung des Iran70. Der Westen fürchtet bei der aktuellen Entwicklung, Syrien könnte eine Basis für Terrororganisationen werden.

Diese Sorge vermischt sich mit der Angst, dass die syrischen Chemiewaffen in falsche Hände gelangen könnten. Denn im Verlaufe des Konfliktes sah man, wie verheerend der Einsatz solcher menschenverachtenden Waffen sein kann.

Obwohl der US-Präsident Barack Obama einen Einsatz mit Chemiewaffen als „rote Linie“ bezeichnete, blieb bisher ein Angriff von westlicher Seite aus. Diese ausbleibende Militärintervention ist vor allem auf die starke syrische Luftwaffe und die Kriegsmüdigkeit der Vereinigten Staaten zurückzuführen71. Ein fehlendes UN-Mandat und das Vetorecht Russland und Chinas tun ihr übriges.

Der Westen sieht die Opposition als legitime Vertretung der syrischen Bevölkerung. Als Gesprächspartner wird der syrische Präsident Baschar al-Assad abgelehnt. Jegliche Kriegsverbrechen werden dem syrischen Regime angelastet. Der Konflikt in Syrien bedroht auch Partner des Westens in der Region. So startete die NATO eine Mission ohne ein UN- Mandat. Diese hat es zum Ziel, den Bündnispartner Türkei vor feindlichen Angriffen aus Syrien zu schützen. Die Europäische Union fürchtet die Störung ihres Mittelmeerdialoges. Eine Behinderung würde wirtschaftliche und sicherheitspolitische Probleme mit sich bringen. Aus Sicht der Vereinigten Staaten ist es von Interesse, den Konflikt in Syrien schnell beizulegen. Denn sollte der Konflikt weiter andauern, gäbe es auch schwere Rückschläge im Nahost-Friedensprozess. Dies würde vor allem Israel, einem traditionellen Verbündeten in der Region, schaden. Nicht nur sicherheitspolitisch ist Syrien für den Westen wichtig. Auch auf wirtschaftlicher Basis ist es von Interesse, eine pro-westliche Regierung in Damaskus zu haben.

Denn sollte es zum Sturz Baschar al-Assads kommen, könnte der Westen Syrien als Transitland benutzen. Dadurch könnte Erdöl leichter vom Golf in die Europäische Union befördert werden72 und damit einhergehend eine Unabhängigkeit von Russland geschaffen werden. Doch wird die jetzige Situation von einigen westlichen Politikern weitaus pessimistischer gesehen und Baschar al-Assad als das kleinere Übel angesehen. So wurde vor einem militärischen Eingreifen in Syrien ausdrücklich gewarnt, da dieses terroristischen Organisationen in die Hände spiele. Doch scheint es plausibler, dass die Vereinigten Staaten einen weiteren Krieg im Nahen Osten vermeiden wollen, der mit unvorhersehbaren Kosten verbunden wäre.

Obwohl Spitzenpolitiker wie der Republikaner McCain einen Militärschlag und

Flugverbotszonen forderten, kam es bisher zu keiner Intervention73. Dies rüttelt weiter an der Glaubwürdigkeit der Vereinigten Staaten.

Jordanien

Das Königreich mit seinen etwa sechs Millionen Einwohnern hat vor allem mit der großen Anzahl syrischer Flüchtlinge zu kämpfen. Es kommt immer wieder zu Spannungen zwischen Einheimischen und Flüchtlingen74. Denn viele Syrer arbeiten als Schwarzarbeiter oder leben in Zelten am Straßenrand. Jordanien fürchtet, in den Konflikt stärker hineingezogen zu werden und hat die Sorge, dass es auch zu Protesten im eigenen Land kommen könnte. Diese würden die Macht der Herrscher schwächen. Denn das auf politische und wirtschaftliche Unterstützung angewiesene Jordanien möchte gerne weiterhin ein zuverlässiger Partner des Westens bleiben75. Es ist für die jordanische Regierung eine schwere Aufgabe, die Versorgung der syrischen Flüchtlinge zu gewährleisten. Sie ist auf Hilfen von außen angewiesen.

Neben Unterstützern und Gegner des Regimes in Syrien gibt es noch Akteure, die sich nicht auf eine Seite gestellt haben, aber dennoch aktiv oder passiv von den Ereignissen betroffen sind. Darunter sind Israel und der Libanon. Der Knesset geht es vor allem um die Sicherheit der besetzten Golan-Höhen und um ein stabiles Verhältnis im Nachbarland. Der Einfluss Irans auf Syrien und die Hisbollah bereiten Israel größte Sorgen.

So wird befürchtet, dass Syrien zerfällt und anti-israelische Mächte in der Region weiter an Kraft gewinnen, was als eine Gefährdung des Staatsgebietes angesehen wird. Israel versucht mit Angriffen in Syrien, die Waffenlieferungen für die Hisbollah im Libanon zu verhindern. Denn diese könnte sich mit modernsten Waffen gegen Israel wenden76.

Die Knesset ist bemüht, diesen Entwicklungen entgegenzuwirken und schreckt nicht vor militärischer Intervention zurück, sollte israelisches Staatsgebiet gefährdet werden. Dies könnte der Fall sein, wenn biologische oder chemische Kampfstoffe in israelfeindliche Hände gelangen77.

Ein anderer Staat, der versucht, neutral zu bleiben ist der Libanon. Trotzdem ist er sehr stark vom Konflikt betroffen. So gibt es neben Befürwortern auch Gegner der Regierung. Die schiitische Hisbollah im Libanon ist ein energischer Unterstützer des Assad-Regimes. Die libanesische Opposition versucht hingegen, den Einfluss Syriens auf den Libanon zu vermindern und so innenpolitisch wieder die Zügel in die Hand zu nehmen. Doch hat der Libanon mit einer großen Anzahl von Flüchtlingen zu kämpfen. Dies führt zu Spannungen innerhalb der Konfessionen. Es kommt auch immer wieder zu Kämpfen zwischen den einzelnen Gruppen, sodass man befürchtet, dass der Libanon in die bewaffnete Auseinandersetzung verwickelt werden könnte. Dies würde innenpolitisch und regional eine Destabilisierung des Libanons herbeiführen78. Je länger der Konflikt in Syrien dauert, desto gefährlicher wird die Lage für Staaten wie Israel oder den Libanon. Denn die bewaffnete Auseinandersetzung greift immer wieder auf die Nachbarländer über und bedroht diese mit weitreichenden Folgen.

5.3 Die Kurden

Die größte Minderheit in Syrien ist die der Kurden, welche vor allem in Nordsyrien leben. Im Verlauf des Konfliktes haben mehrere kurdische Parteien es geschafft, zusammenhängende Gebiete unter ihre Kontrolle zu bringen. Diese Gruppierungen werden im „Hohen Kurdischen Rat“ zusammengefasst. Hierbei spielt die PYD79 die größte Rolle.

Diese fördert einen systematischen Aufbau von lokalen Selbstverwaltungsstrukturen80. Dies ist nur möglich, indem man nicht in größere Gefechte mit der syrischen Regierung verwickelt ist. Denn während der Proteste konnte Baschar al-Assad den Großteil der Kurden vom Körper der Demonstranten lösen, indem er ihnen größere Autonomie zugestand. So versuchen die Kurden mittlerweile, eine eigene Verwaltung in ihren Gebieten aufzubauen. Hierbei spielt die PYD eine enorm wichtige Rolle, die mit der kurdischen PKK81 kooperiert. Trotz alledem kommt es immer wieder zu Gefechten mit Rebellen und der Regierung82. Diese Kämpfe werden von kurdischen Bataillonen angeführt, in denen auch im Gegensatz zu den anderen Konfliktparteien Frauen beteiligt sind. Doch die meisten Kämpfe führen diese Bataillone mit islamistischen Gruppierungen. Die Staat Kamischli im Norden Syriens wird als inoffizielle Hauptstadt der Kurden bezeichnet.

Seitens der kurdischen Minderheit wird seit Beginn der Aufstände eine gefährliche Schaukelpolitik geführt. So könnte nach dem Nordirak eine zweite autonome Kurdenregion in Syrien entstehen. Dies hätte zur Folge, dass die Kurden einen dritten Weg gehen. Sie stellen sich weder auf die Seite der Regierung, noch auf die der Rebellen, sondern gehen ihren eigenen Plänen nach. Dadurch können sie in Ruhe weiter an ihrer Autonomie arbeiten. Da die syrische Regierung keine kurdischen Gebiete bombardiert, kann man sich auf den Hauptfeind konzentrieren. Die PYD hat 45.000 Kämpfer, ein Drittel davon sind Frauen. Es gibt auch Einheiten, deren Mitglieder sich nur aus Frauen zusammensetzen. Die meisten Kämpfe führen die Kurdischen Bataillone mit al-Kaida-nahen Gruppierungen.

Diese bezeichnen die Kurden als Kommunisten und Ungläubige. Die Kurden wiederrum werfen den al-Kaida-Kämpfern vor, sie arbeiteten mit dem Regime zusammen83. Eine weitere autonome Kurdenregion würde für die Türkei große sicherheitspolitische Probleme mit sich bringen. So versucht die Regierung in Ankara, mit ihrem Verbündeten Nordirak ein Embargo gegen die Kurden in Syrien zu führen. Der Plan ist es, die Kurdenregion in Syrien von der Außenwelt abzuschneiden.

Ankara fürchtet, durch eine weitere autonome Kurdenregion könnten die Kurden im eigenem Land zu neuem Selbstbewusstsein kommen und so auch in der Türkei versuchen, eine autonome Kurdenregion zu gründen. So wurde jüngst eine Mauer gebaut, um den Übergang zur Grenzstadt Nusaybin zu verhindern. Auch der Nordirak besitzt bei der Frage um die Kurden in Syrien keine klare Linie. So werden einerseits die kurdischen Brüder im Norden Syriens unterstützt. Andererseits möchte man die Beziehungen zu Ankara nicht verschlechtern. Denn zwischen der Türkei und dem Nordirak gibt es eine starke Kooperation auf wirtschaftlicher Ebene. Doch die Kurden in Syrien versuchen, den Ängsten der Türkei entgegenzuwirken, indem sie verlautbaren, dass sie keinen eigenen Staat in Syrien gründen möchten, sondern weitreichende Autonomie wollen84. Ein Schritt auf diesem Weg wurde durch die Unterteilung der Kurdenregion in drei Kantone gemacht. Es bleibt abzuwarten, ob es der kurdischen Gemeinschaft gelingt, diesen schweren Spagat zu bewältigen.

6. Perspektiven

Aktuell gibt es verschiedene Szenarien, wie der Konflikt in Syrien weitergehen könnte. Denn durch die Verdichtung des Konflikts ist es sehr unwahrscheinlich, dass Baschar al-Assad von der Macht freiwillig abdankt. Denn er sieht sich trotz allen Vorwürfen als legitimer Präsident Syriens, der wieder an Stärke gewonnen hat. So ist die erste Perspektive für den weiteren Verlauf ein Machterhalt des Regimes. Diese Möglichkeit würde aber das Regime in Damaskus weiter international isolieren. Vor allem würde die syrische Bevölkerung darunter leiden. Durch die anhaltenden Sanktionen würde es weiteres großes Leid unter der Bevölkerung geben. Es wäre mit noch härteren Vergeltungsakten seitens der Regierungstruppen zu rechnen. Die Opposition würde sich dadurch noch mehr radikalisieren. Das nächste Szenario wäre ein Sturz des Regimes85, dessen Ressourcen im Laufe des Konflikts zu Ende gehen würden oder das durch interne Spannungen innerhalb des Führungskaders maßgeblich geschwächt werden würde.

Ein drittes Szenario wäre ein erbittert weiter geführter Bürgerkrieg mit noch weitaus größeren Folgen für die Nachbarstaaten und die gesamte Region, der durch externe Einflüsse noch weiter angeheizt werden könnte. Dies würde zu weiteren Flüchtlingsströmen führen, sodass es in den Flüchtlingslagern zu Spannungen kommen könnte. Zu befürchten wäre auch eine weitere Eskalation auf konfessioneller Ebene86. Denn es werden immer wieder bestimmte Bevölkerungsgruppen aufgrund der Taten einiger weniger diskreditiert. Solch eine Entwicklung könnte innerhalb Syriens zu weiteren Problemen führen. So könnten autonome Verbände, die sich jeglicher staatlicher Kontrolle entziehen, an Macht gewinnen. Menschen, die ihre Ideologie nicht vertreten, könnten vertrieben oder sogar getötet werden. Es wären Zustände wie im jugoslawischen Bürgerkrieg zu befürchten, wo versucht wurde, ganze Bevölkerungsgruppen wegen ihres Glaubens auszulöschen.

Eine militärische Intervention von außen ist sehr unwahrscheinlich, da Russland und China eine ablehnende Haltung gegenüber einem Eingreifen vertreten. Und es wäre schwer, ohne ein UN-Mandat eine Einmischung zu rechtfertigen. Die Vereinigten Staaten wollen bei gegebenen Umständen keine Intervention riskieren87. Denn die syrische Luftverteidigung ist immer noch souverän und könnte erhebliche Verluste bei den Kampfverbänden verursachen.

Auch wegen der Zersplitterung der Opposition möchte man nicht in diesen Konflikt stärker hineingezogen werden. Denn keiner kann sagen, wie lang der Konflikt in Syrien noch dauern könnte. Unter all diesen Szenarien ist das Wahrscheinlichste, dass der Konflikt noch lange andauern wird. Denn es ist nicht anzunehmen, dass sich die Opposition und das Regime auf einen Übergang einigen können. Sollte der Konflikt weiter andauern, könnte das Regime in der Hauptstadt und in alawitisch geprägten Siedlungsgebieten des Landes weiter ihre Kontrolle halten. Die kurdische Minderheit könnte im Norden Syriens weiter ihre Macht ausbauen88. Den Rest des Landes würden dann die Rebellen kontrollieren. Dies hätte wahrscheinlich Vertreibungen und weitere Effekte auf die Nachbarstaaten zu Folge. Syrien wäre von dem Zerfall bedroht und wäre in unterschiedliche Gebiete unterteilt.

7. Fazit

Der Konflikt in Syrien geht jetzt schon seit einer geraumen Zeit. Die Proteste begannen friedlich, doch durch den massiven und gewalttätigen Einsatz der syrischen Sicherheitskräfte eskalierte der Konflikt vollends. Dadurch kam es in Syrien zu einem brutalen Krieg, der bereits Tausenden das Leben kostete und Millionen Menschen zu Flüchtlingen machte. Die politische Opposition ist in sich gespalten. Unterschiedlichste Gruppierungen bekämpfen sich. Das eigentliche Ziel, der Sturz Baschar al-Assads, ist in den Hintergrund getreten. Die Bündniskonstellationen zwischen diesen bewaffneten Verbänden verändern sich immer wieder. Auch Gruppen, die al-Kaida nahestehen, eigene Ziele verfolgen und mit der anfänglichen Protestbewegung wenig gemeinsam haben, gewinnen immer mehr an Macht.

In Syrien prallen verschiedenste Interessen aufeinander. Der Hegemonialkampf der beiden traditionellen Feinde Saudi-Arabien und Iran wird in Syrien ausgetragen. Milizorganisationen wie die Hisbollah kämpfen auf Seiten der Regierungstruppen. Viele Gruppen setzen sich ausschließlich aus Menschen gleicher Konfession zusammen. Diese Homogenität entfachte auf konfessioneller Ebene Hass zwischen den verschiedenen Gemeinschaften, die vor dem Konflikt relativ friedlich miteinander gelebt hatten.

Nicht nur regional, sondern auch international ist Syrien ein Spielball der Großmächte. Es hat den Anschein, als ob sich die Vereinigten Staaten von Amerika und Russland in Fragen, die Syrien betreffen, wieder in einem Kalten Krieg befänden. Man versucht, sich jedem Vorstoß der anderen Seite zu widersetzen. Dies führt im Sicherheitsrat der Vereinigten Nationen zur einen Pattsituation zwischen den Vetomächten. Die dritte Partei in Syrien, die der kurdischen Gemeinschaft, versucht im Gewirr des Krieges, eine souveräne Verwaltung aufzubauen. Diese Entwicklung könnte zu einer weiteren autonomen Kurdenregion führen. Das NATO- Mitglied Türkei würde dies nicht akzeptieren. So bleibt auch die Kurdenfrage in der Region von großer Bedeutung. Die Lage in Syrien bleibt bis auf Weiteres unklar. Aber die vielen Flüchtlinge in der Region, die konfessionellen Spannungen und die vielen verschiedenen Akteure mit ihren unterschiedlichen Interessen befeuern den Konflikt weiter und fördern die Spirale der Gewalt. Ein Ende des Konfliktes ist nicht in Sicht.

Doch wären alle beteiligten Akteure gut beraten, sich zusammen auf eine Lösung zu einigen.

Dies ist nur mit internationaler Hilfe und verschiedenen Druckmitteln wie Sanktionen möglich. Denn sollte der Konflikt in Syrien weiter gehen, könnte dies erst der Anfang sein. Es könnte zu einem Flächenbrand in der gesamten Region kommen, der viele Staaten in der Region mit dem Zerfall bedrohen könnte. Die größten Verlierer wären hierbei, wie es auch in Syrien der Fall ist, die Zivilisten, die sich nicht an den Kampfhandlungen beteiligen. So ist der Krieg in Syrien ein sehr komplexes Geflecht aus verschiedenen Akteuren.

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1 Ranko, Annette (2013): Naher Osten Nachbarregion im Wandel. Die Medienrevolution: von al-Jazeera bis Facebook. Online verfügbar unter http://www.bpb.de/izpb/156579/naher-osten?blickinsbuch, zuletzt geprüft am 04.05.2014.

2 Mattes, Hanspeter (2013): Naher Osten Nachbarregion im Wandel. Die arabischen Protestbewegungen von 2011. Ägypten. Online verfügbar unter http://www.bpb.de/izpb/156579/naher-osten?blickinsbuch, zuletzt geprüft am 04.05.2014.

3 Focus Online (2013): Krise in der arabischen Welt. Bahrain. Online verfügbar unter http://www.focus.de/politik/ausland/krise-in-der-arabischen-welt/tid-22930/grosses-dossier-zum-arabischen- fruehling-aus-unterdrueckten-werden-helden-bahrain_aid_656368.html, zuletzt geprüft am 04.05.2014.

4 Mattes, Hanspeter (2013): Naher Osten Nachbarregion im Wandel. Die arabischen Protestbewegungen von 2011. Politische Folgen des "Arabischen Frühlings". Online verfügbar unter http://www.bpb.de/izpb/156579/naher- osten?blickinsbuch, zuletzt geprüft am 04.05.2014.

5 Wieland, Carsten (2013): Syrien. Das politisch-ideologische System Syriens und dessen Zerfall. Online verfügbar unter https://www.bpb.de/apuz/155105/syrien?blickinsbuch, zuletzt geprüft am 04.05.2014.

6 Asseburg, Muriel (2013): Syrien. Ziviler Protest, Aufstand, Bürgerkrieg und Zukunftsaussichten. Online verfügbar unter https://www.bpb.de/apuz/155105/syrien?blickinsbuch, zuletzt geprüft am 04.05.2014.

7 Asseburg, Muriel (2013): Syrien. Ziviler Protest, Aufstand, Bürgerkrieg und Zukunftsaussichten. Online verfügbar unter https://www.bpb.de/apuz/155105/syrien?blickinsbuch, zuletzt geprüft am 04.05.2014.

8 Süddeutsche (2013): Wie sich Assad an der Macht hält. Online verfügbar unter http://www.sueddeutsche.de/politik/2.220/chronologie-der-ereignisse-in-syrien-vom-politischen-fruehling-in- den-krieg-1.1758046, zuletzt geprüft am 18.05.2014.

9 Spiegel Online (2012): Syrien-Konferenz in Genf: Assad bleibt an Übergangsregierung beteiligt. Online verfügbar unter http://www.spiegel.de/politik/ausland/syrien-konferenz-in-genf-assad-bleibt-an-uebergangsregierung- beteiligt-a-841912.html, zuletzt geprüft am 12.05.2014.

10 Süddeutsche (2013): Wie sich Assad an der Macht hält. Online verfügbar unter http://www.sueddeutsche.de/politik/2.220/chronologie-der-ereignisse-in-syrien-vom-politischen-fruehling-in- den-krieg-1.1758046, zuletzt geprüft am 18.05.2014.

11 Frankfurter Allgemeine (2013): „Patriot“-Raketen eingetroffen. Online verfügbar unter http://www.faz.net/aktuell/politik/tuerkei-patriot-raketen-eingetroffen-12032867.html, zuletzt geprüft am 10.05.2014.

12 Süddeutsche (2013): Wie sich Assad an der Macht hält. Online verfügbar unter http://www.sueddeutsche.de/politik/2.220/chronologie-der-ereignisse-in-syrien-vom-politischen-fruehling-in- den-krieg-1.1758046, zuletzt geprüft am 18.05.2014.

13 Süddeutsche (2013): Wie sich Assad an der Macht hält. Online verfügbar unter http://www.sueddeutsche.de/politik/2.220/chronologie-der-ereignisse-in-syrien-vom-politischen-fruehling-in- den-krieg-1.1758046, zuletzt geprüft am 18.05.2014.

14 Perthes, Volker (2013): Modell vorm Zerfall. Online verfügbar unter http://www.swp- berlin.org/fileadmin/contents/products/fachpublikationen/IP_06_2013_Perthes_01.pdf, zuletzt geprüft am 17.05.2014.

15 Organisation für ein Verbot von Chemiewaffen

16 ntv (2014): Assad verschleppt Giftgas-Vernichtung. Online verfügbar unter http://www.n-tv.de/politik/Assad- verschleppt-Giftgas-Vernichtung-article12385231.html, zuletzt geprüft am 16.05.2014.

17 Kapp, Jean-Pierre (2014): Syrien-Konferenz in Genf vertagt. Online verfügbar unter http://www.nzz.ch/aktuell/international/auslandnachrichten/syrien-konferenz-in-genf-vertagt-1.18233623, zuletzt geprüft am 30.05.2014.

18 Abdullah, Bassam (2014): Genf 2-Der Weg zum Frieden? Online verfügbar unter http://www.huffingtonpost.de/bassam-abdullah/genf-2-der-weg-zum-friede_b_4758231.html, zuletzt geprüft am 30.05.2014.

19 Zein, Huda (2013): Syrien. Identitäten und Interessen der syrischen Oppositionellen. Online verfügbar unter https://www.bpb.de/apuz/155105/syrien?blickinsbuch, zuletzt geprüft am 08.05.2014.

20 Abk. Nationales Koordinationskomitee für Demokratischen Wandel

21 Zein, Huda (2013): Syrien. Identitäten und Interessen der syrischen Oppositionellen. Online verfügbar unter https://www.bpb.de/apuz/155105/syrien?blickinsbuch, zuletzt geprüft am 08.05.2014.

22 Reuters Deutschland (2014): Oppositionsgruppe NCC bleibt Syrien-Konferenz fern. Online verfügbar unter http://de.reuters.com/article/worldNews/idDEBEEA0F06920140116 , zuletzt geprüft am 06.05.2014.

23 Zusammenschluss westlicher und arabischer Staaten, um die syrische Opposition zu unterstützen

24 tagesschau (2013): Das Who's who der Assad-Gegner. Online verfügbar unter http://www.tagesschau.de/ausland/oppositionsyrien106~_page-2.html , zuletzt geprüft am 10.05.2014.

25 Abdullah, Bassam (2014): Genf 2-Der Weg zum Frieden? Online verfügbar unter http://www.huffingtonpost.de/bassam-abdullah/genf-2-der-weg-zum-friede_b_4758231.html, zuletzt geprüft am

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26 Zein, Huda (2013): Syrien. Identitäten und Interessen der syrischen Oppositionellen. Online verfügbar unter https://www.bpb.de/apuz/155105/syrien?blickinsbuch, zuletzt geprüft am 08.05.2014.

27 Nordhausen, Frank (2014): Freie Syrische Armee wechselt Stabschef aus. Online verfügbar unter http://www.berliner-zeitung.de/politik/buergerkrieg-in-syrien-freie-syrische-armee-wechselt-stabschef- aus,10808018,26227142.html, zuletzt geprüft am 16.05.2014.

28 Steinberg, Guido (2014): Die neuen Löwen Syriens. Salafistische und jihadistische Gruppen dominieren die syrische Aufstandsbewegung. Online verfügbar unter http://www.swp- berlin.org/fileadmin/contents/products/aktuell/2014A18_sbg.pdf, zuletzt geprüft am 28.05.2014.

29 Salloum, Raniah (2014): Al-Qaida in Syrien und Irak: Neuer Gottesstaat im Nahen Osten. Online verfügbar unter http://www.spiegel.de/politik/ausland/isis-in-irak-und-syrien-bauen-die-extremisten-am-gottesstaat-a- 941782.html , zuletzt geprüft am 28.05.2014.

30 Steinberg, Guido (2014): Die neuen Löwen Syriens. Salafistische und jihadistische Gruppen dominieren die syrische Aufstandsbewegung. Online verfügbar unter http://www.swp-

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31 taz (2014): Rebellengruppen verbünden sich. Online verfügbar unter http://www.taz.de/!128094//, zuletzt geprüft am 12.05.2014.

32 Herzinger, Richard (2014): Auf einmal erscheint Assad als das kleinere Übel. Online verfügbar unter

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33 Zein, Huda (2013): Syrien. Identitäten und Interessen der syrischen Oppositionellen. Online verfügbar unter https://www.bpb.de/apuz/155105/syrien?blickinsbuch, zuletzt geprüft am 08.05.2014.

34 Said, Salam (2013): Syrien. Gesellschaftliche und sozioökonomische Entwicklung Syriens. Online verfügbar unter https://www.bpb.de/apuz/155105/syrien?blickinsbuch, zuletzt geprüft am 06.05.2014.

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36 Rosiny, Stephan (2013): Syrien: Vom Bürgerkrieg zum regionalen Flächenbrand! Online verfügbar unter

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37 Salloum, Raniah (2012): Krieg der Konfessionen in Syrien: Schwerter zu Kreuzen. Online verfügbar unter

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38 Salloum, Raniah (2012): Aufstand gegen Assad: Syriens Armee schürt Krieg der Konfessionen. Online verfügbar unter http://www.spiegel.de/politik/ausland/massaker-von-tremseh-der-konflikt-in-syrien-wird-zum- konfessionskrieg-a-844221.html , zuletzt geprüft am 10.05.2014.

39 Der Deutsche Bundestag (2013): Die Lage der Christen in Syrien. Online verfügbar unter http://www.bundestag.de/dokumente/analysen/2013/Die_Lage_der_Christen_in_Syrien.pdf, zuletzt geprüft am 09.05.2014.

40 Güsten, Susanne (2013): Syrien: Angst vor Konfessionskrieg in Grenzregion. Online verfügbar unter http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/1401534/Syrien_Angst-vor-Konfessionskrieg-in-Grenzregion, zuletzt geprüft am 17.05.2014.

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42 Röhlig, Marc (2013): Bestellte Konfessionskrieger. Online verfügbar unter http://www.tagesspiegel.de/meinung/syrien-bestellte-konfessionskrieger/9105024.html, zuletzt geprüft am 18.05.2014.

43 Asseburg, Muriel (2013): Syrien. Syrien: ziviler Protest, Aufstand, Bürgerkrieg und Zukunftsaussichten. Online verfügbar unter https://www.bpb.de/apuz/155105/syrien?blickinsbuch , zuletzt geprüft am 04.05.2014.

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47 Helberg, Kristin; Christian, P.Hanelt (2013): Syrien-Vom Aufstand zum Krieg. Online verfügbar unter http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xbcr/SID-4D2BE3A2-9B77BCA6/bst/BS_Spotlight1302_DE_web.pdf , zuletzt geprüft am 06.05.2014.

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53 Bickel, Markus (2013): Die „Achse des Widerstands“ steht. Online verfügbar unter http://www.faz.net/aktuell/politik/syriens-unterstuetzer-die-achse-des-widerstands-steht-12548788.html, zuletzt geprüft am 21.05.2014.

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78 Helberg, Kristin; Christian, P.Hanelt (2013): Syrien-Vom Aufstand zum Krieg. Online verfügbar unter

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79 Partei der Demokratischen Union

80 Asseburg, Muriel; Wimmen, Heiko (2012): Syrien im Bürgerkrieg. Externe Akteure und Interessen als Treiber des Konflikts. Online verfügbar unter http://www.swp-

berlin.org/fileadmin/contents/products/aktuell/2012A68_ass_wmm.pdf, zuletzt geprüft am 16.05.2014.

81 Die Arbeiterpartei Kurdistans

82 Deutsch Türkische Nachrichten (2014): Syrien vor dem Zerfall: Kurden gründen Autonomie-Regierung. Online verfügbar unter http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2014/01/497462/syrien-vor-dem-zerfall-kurden- gruenden-autonomie-regierung/, zuletzt geprüft am 27.05.2014.

83 Nordhausen, Frank (2014): Die Frau, die Al-Kaida das Fürchten lehrt. Online verfügbar unter http://www.fr-

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84 Erdmann, Kathrin (2014): Auf dem Weg zur Selbstverwaltung? Online verfügbar unter http://www.deutschlandfunk.de/syriens-kurdischer-norden-auf-dem-weg-zur- selbstverwaltung.724.de.html?dram:article_id=279865 , zuletzt geprüft am 27.05.2014.

85 Asseburg, Muriel; Wimmen, Heiko (2012): Der gewaltsame Machtkampf in Syrien. Szenarien und

Einwirkungsmöglichkeiten der internationalen Gemeinschaft. Online verfügbar unter http://www.swp- berlin.org/fileadmin/contents/products/aktuell/2012A12_ass_wmm.pdf, zuletzt geprüft am 16.05.2014.

86 Asseburg, Muriel; Wimmen, Heiko (2012): Der gewaltsame Machtkampf in Syrien. Szenarien und

Einwirkungsmöglichkeiten der internationalen Gemeinschaft. Online verfügbar unter http://www.swp- berlin.org/fileadmin/contents/products/aktuell/2012A12_ass_wmm.pdf, zuletzt geprüft am 16.05.2014.

87 CSS ETH Zürich (2012): Der Syrische Bürgerkrieg: Zwischen Eskalation und Intervention. Online verfügbar unter http://www.css.ethz.ch/publications/pdfs/CSS-Analysen-124-DE.pdf, zuletzt geprüft am 04.05.2014.

88 Asseburg, Muriel (2013): Syrien. Syrien: Ziviler Protest, Aufstand, Bürgerkrieg und Zukunftsaussichten. Online verfügbar unter https://www.bpb.de/apuz/155105/syrien?blickinsbuch, zuletzt geprüft am 04.05.2014.

Details

Seiten
49
Jahr
2014
ISBN (Buch)
9783656829270
Dateigröße
660 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v281387
Institution / Hochschule
Hochschule Fulda
Note
1,7
Schlagworte
türkei krieg arabischer frühling assad bürgerkrieg syrien irak

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Titel: Wie kam es in Syrien im Verlauf des „Arabischen Frühlings“ zum bewaffneten Konflikt und welche Akteure spielen hierbei eine Rolle?