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Theoretische Grundlagen zur Motivation von Mitarbeitern in Unternehmen

Akademische Arbeit 2007 18 Seiten

Führung und Personal - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Motivationsansätze als Anreiz

2. Motiv
2.1. Anreiz
2.2. Motivation
2.3. Intrinsische und extrinsische Motivation

3. Motivationspyramide nach Maslow

4. Zwei-Faktoren-Theorie nach Herzberg

5. Typologie der Bedürfnisse nach McClelland

6. Prozess der Motivverfolgung nach Porter/Lawler

7. Literaturverzeichnis und weiterführende Literatur

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1 Motivationspyramide nach Maslow

Abb. 2 Zwei-Faktoren-Theorie nach Herzberg

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Motivationsansätze als Anreiz

"Menschen wollen angespornt und begeistert werden: Spitzenleistungen ergeben sich nicht von selbst."

Dr. Hans Christian Altmann, Motivationsexperte und Autor von „Motivieren und Gewinnen“, 1997

Der Motivationsansatz liegt in der Tatsache begründet, dass das menschliche Verhalten durch latente, zeitlich relativ unveränderliche Bedürfnisse bestimmt wird, die durch innere und äußere Anreize aktiviert werden können[1]. Die Motivation dient also als Voraussetzung für ein zielorientiertes Verhalten, ist demnach Grundlage menschlichen Handelns und deshalb besonders für die Unternehmensführung ein wichtiger und nicht zu vergessender Faktor. Möchte man sich – in Funktion der Unternehmensleitung – mit der Frage auseinander setzen, warum manche Menschen engagiert sind und Höchstleistungen erbringen, andere Menschen wiederum nicht, so muss man sich mit der Motivation dieser Menschen beschäftigen.

Auch eine Förderung bzw. ein Halten von sog. High Potentials ist über die Motivation als ein Mittel der Anreizgestaltung zu erklären.

2. Motiv

Das Wort Motiv stammt aus dem Lateinischen (lat. motus) und bedeutet soviel wie Bewegung, Antrieb[2]. Die Begriffe Motiv und Bedürfnisse werden in der allgemeinen Literatur überwiegend synonym benutzt. Im alltäglichen Gebrauch wird der Begriff Motiv auch als Streben, Bedürfnis, Wille, Trieb, Drang, Begehren, Lust, Abscheu, Neigung oder Verlangen beschrieben[3]. Ein Motiv führt zu einer bestimmten Handlung und kann sich demzufolge im Verhalten der Menschen niederschlagen[4]. Das menschliche Verhalten kann durch verschiedene Motive gesteuert werden und ein Motiv kann unterschiedliches Verhalten auslösen[5]. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass der Begriff „Werte“ oder „Wertvorstellungen“ vom Zusammenhang des Motivs abzugrenzen ist. Werte sind Vorstellungen über Eigenschaften von Einzelnen oder von sozialen Gruppen von Menschen bzw. einer Gesellschaft, die beigelegt werden, und die dem Wertenden wichtig und wünschenswert sind.

2.1. Anreiz

Laut Volker Schulze stellen Anreize das Bindeglied zwischen Motiven und Motivation dar. Sie sind verhaltensauslösende Reize, die außerhalb einer Person liegen. Wenn sie ihre Entsprechung in den Bedürfnissen eines Menschen finden, können sie die Person zu einem konkreten Verhalten veranlassen. Außerdem aktivieren sie die Bedürfnisse und führen zu motiviertem Verhalten. Damit Anreize wirksam werden, müssen sie vom Menschen wahrgenommen werden, wobei der Begriff der Wahrnehmung nicht in dem physiologischen Sinne (Hören), sondern in dem übertragenen Sinne (Erkennen des Anreizcharakters einer Sachlage) zu verstehen ist[6].

Grundsätzlich lassen sich Anreize in materielle (monetäre) und immaterielle (nichtmonetäre) Anreize unterteilen.

Des Weiteren lassen sich die monetären Anreize in fixe und variable Anreize unterteilen, wobei die variablen Anreize von der Leistung eines Mitarbeiters in veränderlicher Höhe abhängig sind. Fixe Anreize sind leistungsunabhängig und orientieren sich an den Marktbedingungen und den Anforderungen einer bestimmten Tätigkeit[7].

Monetäre Anreize [8]

- Lohn
- Erfolgsbeteiligung
- Betriebliche Sozialleistungen
- Betriebliches Vorschlagswesen

Nichtmonetäre Anreize

- Ausbildungsmöglichkeiten
- Aufstiegsmöglichkeiten
- Gruppenmitgliedschaft
- Betriebsklima
- Führungsstil
- Arbeitszeit- und Pausenregelung
- Arbeitsinhalt
- Arbeitsplatzgestaltung

Allerdings können nicht alle Anreize eindeutig einer Kategorie zugeordnet werden. So ist z. B. eine Beförderung primär ein immaterieller Anreiz. Da mit einer Beförderung meist auch eine Lohnerhöhung einhergeht, stellt diese auch einen monetären Anreiz dar.

2.2. Motivation

THOMMEN/ACHLEITNER beschreibt die Motivation als eine Aktivierung oder Erhöhung der Verhaltensbereitschaft eines Menschen, bestimmte Ziele, welche auf eine Bedürfnisbefriedigung ausgerichtet sind, zu erreichen[9].

KLIMECKI/GMÜR stellen darüber hinaus fest, dass die Motivation der Antrieb zum Handeln und damit seine emotionale Grundlage ist. „Eine Motivation kann auf positiven Emotionen wie Hoffnung oder Freude aber auch auf negativen Emotionen wie Angst oder Widerwille beruhen. Die Handlungen einer Person können immer auch von mehreren Motivationen getragen sein, die sich gegenseitig ergänzen oder sogar in einem Konflikt zueinander stehen können[10].“Der Motivationsbegriff ist demzufolge abstrakt, da man Motivation in der Regel nicht beobachten kann. Konkret sichtbar sind für Außenstehende nur einzelne Bewegungsabläufe, die sich unterscheiden lassen, wenn man sie als sinnvolle Handlungen interpretiert. Dieses Handeln kann vielfach zerlegt oder analysiert werden: Es kann z.B. ermittelt werden, welche Fähigkeiten zum Erfolg nötig sind, welche situative Bedingungen eingewirkt haben, welche Erfahrungen und Ziele ein Rolle gespielt haben (…)[11].

[...]


[1] Holtbrügge, Personalmanagement, 2. Auflage, Berlin 2005, S. 11

[2] http//:www.wikipedia.org/wiki/Motiv (Abfragedatum: 12.06.2007)

[3] Bröckermann, Reiner, Personalführung, 1. Auflage, Köln 2000, S. 107

[4] Holtbrügge, Personalmanagement, 2. Auflage, Berlin 2005, S. 11ff

[5] Drumm, Hans Jürgen, Personalwirtschaft, 5. Auflage, Berlin 2005, S. 471

[6] Vgl. Schulze, Volker, Nichtmaterielle Anreize als Instrument der Unternehmensführung, 1. Aufl., Wiesbaden 2000, S. 20

[7] Hungenberg, Harald/Wulf, Torsten, Grundlagen der Unternehmensführung, 2. Auflage, Berlin 2004, S. 289

[8] Thommen, Jean-Paul/Achleitner, Ann-Kristin, Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, 4.Auflage, Wiesbaden 2004, S. 692

[9] Vgl. Thommen, Jean-Paul/Achleitner, Ann-Kristin, Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, 4.Aufl., Wiesbaden 2004, S. 694

[10] in Anlehnung an: Klimecki/Gmür, Personalmanagement, 2.Auflage, Stuttgart 2001, S. 106

[11] Vgl. Neuberger, Oswald, Arbeit: Begriff – Gestaltung – Motivation - Zufriedenheit, 1.Auflage, Stuttgart 1985, S. 128

Details

Seiten
18
Jahr
2007
ISBN (eBook)
9783656820956
ISBN (Buch)
9783656907053
Dateigröße
465 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v283004
Institution / Hochschule
Hochschule Bremen
Note
1,0
Schlagworte
Motivation Mitarbeitermotivation

Autor

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