Lade Inhalt...

Jugendliche mit besonderem Förderbedarf und ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt

Akademische Arbeit 2006 48 Seiten

Sozialpädagogik / Sozialarbeit

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffsbestimmung
2.1 Der Benachteiligtenbegriff
2.2 Der Begriff der Behinderung
2.3 Benachteiligte Jugendliche oder Jugendliche mit besonderem Förderbedarf?
2.4 Zielgruppe

3 Schule als berufsvorbereitende Instanz?
3.1 Das Konzept der Ganztagsschule
3.2 Zum Verhältnis von Schul- und Beschäftigungssystem

4 Entwicklungsaufgaben in der Jugend

5 Postmoderne und der Begriff der Arbeit
5.1 Postmoderne – Versuch einer Konkretisierung
5.1.1 Zeichen der Zeit
5.1.2 Individualisierung und Pluralisierung
5.1.3 Auswirkungen von Individualisierung und Pluralisierung für Jugendliche mit besonderem Förderbedarf
5.2 Der Begriff der Arbeit
5.2.1 Bedeutung von Erwerbsarbeit
5.2.2 Erwerbsarbeit im Wandel und die Folgen für Jugendliche mit besonderem Förderbedarf
5.3 Erwerbsarbeit aus der Sicht von Jugendlichen mit besonderem Förderbedarf
5.3.1 Arbeitsorientierung und Arbeitserfahrung
5.4 Belastende Erwerbssituationen und mögliche Bewältigungsstrategien
5.5 Jugendarbeitslosigkeit
5.5.1 Folgen von Erwerbslosigkeit für Jugendliche mit besonderem Förderbedarf
5.5.2 Kreislauf der Jugendarbeitslosigkeit

6 Literaturverzeichnis

I. Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Funktionen von Schule

Abbildung 2: Verteilung der Schulformen realisierter und vorgesehener Förderung im Zeitraum 2003 - 2005

Abbildung 3: Verhältnis von Schule und Beschäftigungssystem

Abbildung 4: Entwicklungsaufgaben in der Jugend

Abbildung 5: Bedeutung von Erwerbsarbeit

Abbildung 6: Schulische Vorbildung der Auszubildenden mit neu abgeschlossenem Ausbildungsvertrag nach Ausbildungsbereichen der Jahre 2002 und 2003 in Prozent

Abbildung 7: Arbeitseinstellungen junger Menschen

Abbildung 8: Arbeit aus Sicht von Jugendlichen mit besonderem Förderbedarf

Abbildung 9: Anteil der Arbeitslosen unter 25 Jahren nach bisher zurückgelegter Dauer der Arbeitslosigkeit im Kreis Aachen. Stand Februar 2006

Abbildung 10: Teufelskreis der Jugendarbeitslosigkeit

1 Einleitung

Sie ist lang, die Schlange vor den Toren des Arbeitsmarktes und hinein kommen nur diejenigen, die am Anfang stehen. Doch was entscheidet über den Rang in der Schlange und haben diejenigen im letzten Drittel noch eine Chance auf Einlass?

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit diesen Fragen für die Gruppe der Jugendlichen mit besonderem Förderbedarf. Von Interesse ist der Wechsel von der Schule in das Erwerbsleben. Ob dieser Übergang erfolgreich verläuft, ist von zahlreichen Faktoren abhängig. Insbesondere Jugendliche mit besonderem Förderbedarf sind hier von langen Wartezeiten betroffen, bis sie eine Chance auf eine Ausbildung erhalten. Vielen gelingt dieser Schritt jedoch nicht und wer keine abgeschlossene Berufsausbildung hat, ist erfahrungsgemäß besonders häufig erwerbslos. Das System der Jugendberufshilfe gerät angesichts des angespannten Ausbildungs- und Arbeitsmarktes heute zunehmend unter Druck. Es gilt Angebote zu schaffen, die Arbeitsmarktkapazitäten erschließen und mit den Arbeitspotenzialen der Jugendlichen mit besonderem Förderbedarf zusammenführen.

2 Begriffsbestimmung

Die Adressaten der Jugendberufshilfe werden heute mit vielerlei Bezeichnungen tituliert. Am verbreitetsten und geläufigsten ist wohl der Terminus: „ benachteiligte Jugendliche“. Trotzdem habe ich mich in dieser Arbeit für einen anderen Begriff entschieden: Diese Arbeit widmet sich der Situation von Jugendlichen mit besonderem Förderbedarf. Die Gründe für diese begriffliche Festlegung und die Konkretisierung der Zielgruppe sind Gegenstand dieses Kapitels.

Vorab gilt es festzustellen, dass die Gruppe der Jugendlichen mit besonderem Förderbedarf nicht allgemein zu definieren ist. Um sie dennoch für den vorliegenden Zusammenhang einzugrenzen, bedarf es einer Annäherung über die Begriffe der Benachteiligung (2.1) und der Behinderung (2.2). Auf der Grundlage der Betrachtung dieser Begriffe folgt in Kapitel (2.4) die Konkretisierung der Zielgruppe für den Kontext dieser Arbeit.

2.1 Der Benachteiligtenbegriff

Jugendsozialarbeit[1] und Jugendberufshilfe bezeichnen sich selbst als Maßnahmen der Benachteiligtenförderung. Sucht man in den gesetzlichen Grundlagen nach einer Bestimmung ihrer Zielgruppe, so sind die Ergebnisse eher allgemein als eindeutig. In § 242 des Arbeitsförderungsgesetzes (SGB III) beispielsweise heißt es, dass zur förderungsfähigen Zielgruppe der sozial benachteiligten Auszubildenden 1.) verhaltensgestörte Jugendliche, 2.) Legastheniker, 3.) Jugendliche, für die Hilfe zur Erziehung geleistet wird, 4.) ehemals Drogenabhängige, 5.) Strafentlassene, Strafgefangene, Straffällige, 6.) Spätaussiedler, 7.) ausländische Jugendliche und 8.) Alleinerziehende gehören. Hiermit sind zwar bestimmte Gruppen genannt, jedoch findet sich keinerlei Aussage darüber, was im Einzelnen wen, wie und warum benachteiligt und somit zum Adressaten der Jugendberufshilfe macht. Gleichermaßen unbestimmt äußert sich das Kinder- und Jugendhilfegesetz (SGB VIII). Dort heißt es in §1 Absatz (3) Satz 1, dass Jugendberufshilfe „[…] junge Menschen in ihrer individuellen und sozialen Entwicklung fördern und dazu beitragen [soll], Benachteiligungen zu vermeiden oder abzubauen“.[2]

Auch hier wird der Benachteiligtenbegriff wie selbstverständlich verwandt, ohne dass Aussagen darüber getroffen werden, was konkret die Benachteiligung der Jugendlichen ausmacht, und woraus sich letztlich die in Aussicht gestellte Förderung rechtfertigt. Dieser Umstand muss kritisch betrachtet werden. Mit den derzeitigen gesetzlichen Grundlagen - und der daraus resultierenden Praxis - kann schließlich jedes Individuum, das einer der beispielhaft genannten Gruppen zugehörig ist, vorschnell und evtl. unbegründet mit dem Stigma der Benachteiligung versehen werden. An dieser Problematik wird eine grundsätzliche Schwierigkeit deutlich: Benachteiligung bezeichnet weniger eine Eigenschaft, sondern vielmehr eine Relation zwischen individuellen, inneren Voraussetzungen und den strukturellen, äußeren Bedingungen, in welche die Jugendlichen eingebunden sind.[3] Das Bundesministerium für Bildung und Forschung schlägt hier die Differenzierung nach individuellen und strukturellen Dimensionen von Benachteiligung vor.

- Individuelle Dimensionen von Benachteiligung

Mit individueller Benachteiligung werden Umstände angesprochen, die unmittelbar mit der jeweiligen Person in Verbindung stehen. Wesentlich sind hier die soziale Herkunft, Schulausbildung, Geschlecht und Nationalität.[4]

- Strukturelle Dimensionen von Benachteiligung

Als strukturelle Benachteiligungen bezeichnet man die Folge von Ungleichheiten, welche sich aus regionalen Bezügen ergeben. So ist das lokale Angebot an Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten, die wirtschaftliche Lage der Region, der örtliche Arbeitsmarkt, Möglichkeiten der schulischen und beruflichen Förderung sowie ein entsprechendes Freizeit- und Kulturangebot maßgeblich für die Chancen von Jugendlichen auf einen gelingenden Einstieg in das Erwerbsleben.[5]

Es bleibt festzuhalten, dass die Jugendlichen mit besonderem Förderbedarf in hohem Maße von Benachteiligungen und den damit verbundenen sozialen Ungleichheiten betroffen sind.

2.2 Der Begriff der Behinderung

Im Rahmen der begrifflichen Bestimmung der Zielgruppe muss noch auf die Unterscheidung zwischen Benachteiligung und Behinderung verwiesen werden. Gemäß § 2 des SGB IX (Neuntes Sozialgesetzbuch. – Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen - )

sind Menschen […] behindert, wenn ihre körperliche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweichen und daher ihre Teilhabe am Leben der Gesellschaft beeinträchtigt ist.[6]

Die Zuschreibung einer Behinderung ermöglicht den betroffenen Jugendlichen Zugang zu bestimmten Maßnahmen der Jugendberufshilfe. Auf die unterschiedlichen Formen von Behinderung und die verschiedenen Fördermöglichkeiten in den sogenannten Rehabilitationsmaßnahmen einzugehen, würde den Rahmen dieser Arbeit verlassen. Von Interesse sind jedoch die Grenzen zwischen Benachteiligung und Lernbehinderung. Diese sind in der Regel fließend. Nicht für alle lernbehinderten Jugendlichen ist die Teilnahme an einer Rehabilitationsmaßnahme sinnvoll. Im Fachkonzept für berufsvorbereitende Maßnahmen der BA heißt es daher:

Für Jugendliche und junge Erwachsene, die wegen ihrer Behinderung zwar besonderer Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben bedürfen (§ 98 Abs. 1 i.V.m. § 102 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1b SGB III) jedoch nicht auf eine besondere Einrichtung im Sinne des § 35 SGB IX für behinderte Menschen angewiesen sind, erfolgt die Förderung in wohnortnahen ambulanten Maßnahmen.[7]

In der Praxis besuchen demnach lernbehinderte sowie nichtbehinderte Jugendliche gemeinsam die Maßnahmen der Jugendberufshilfe. Das Stigma der Lernbehinderung ist somit innerhalb der Zielgruppe dieser Arbeit zu finden.

2.3 Benachteiligte Jugendliche oder Jugendliche mit besonderem Förderbedarf?

Wie bereits in Kapitel (2.1) deutlich wurde, ist der Benachteiligtenbegriff in mehrfacher Hinsicht problematisch. Zum einen werden unter ihm individuelle Problemlagen subsummiert, was zu einer künstlichen Zusammenfassung und defizitären Sichtweise der Jugendlichen führt. Es ist durchaus notwendig, sich der bestehenden Formen von Benachteiligung bewusst zu werden und somit auch ihre individuellen Komponenten zu berücksichtigen. Ich halte es jedoch nicht für angemessen, die Jugendlichen über ihre Dispositionen zu definieren. Durch die Fokussierung auf die Defizite erfolgt eine indirekte Schuldzuweisung an die Betroffenen. Sie werden somit einzig und allein für ihre Schwierigkeiten beim Übergang von der Schule in Arbeit verantwortlich gemacht (vgl. 5.1.3). Um nicht missverstanden zu werden, es geht mir hier nicht darum, die individuelle Seite der Benachteiligung auszublenden. Vielmehr geht es um eine Veränderung der Sichtweise, welche die gesellschaftliche und strukturelle Bedingtheit von Arbeitslosigkeit unter den betroffenen Jugendlichen berücksichtigt. Es scheint somit angemessener von Jugendlichen mit besonderem Förderbedarf zu sprechen als von benachteiligten Jugendlichen. Des Weiteren rechtfertigt der aktuelle Stand der Begriffsdiskussion im Handlungsfeld der Jugendberufshilfe die Verwendung dieser Bezeichnung.

Dennoch kommt die vorliegende Arbeit nicht vollständig ohne den Terminus „benachteiligte Jugendliche“ aus. In juristischen und förderrechtlichen Zusammenhängen hat der Benachteiligtenbegriff bisweilen Gültigkeit. Weiterhin ist er notwendig, um bestimmte Ungleichheiten zu identifizieren und beschreibbar zu machen. Er findet sich in dieser Arbeit demnach wieder, wenn seine Verwendung aus Gründen der Vereinfachung und Verständlichkeit sinnvoll erscheint. Er entspricht jedoch nicht meine Sichtweise der hier angesprochenen Jugendlichen.

2.4 Zielgruppe

Es ist bereits deutlich geworden, dass Jugendliche mit besonderem Förderbedarf keine eindeutig zu definierende Gruppe sind. Ihre Heterogenität macht es unmöglich allen Individualitäten in einer Diplomarbeit gerecht zu werden. Demnach wird die Zielgruppe für diese Arbeit weiter eingegrenzt.

Auf dem Hintergrund der vorausgegangenen begrifflichen Annäherung versucht die vorliegende Arbeit ihre Fragestellungen im Hinblick auf die Situation der Jugendlichen mit besonderem Förderbedarf zu beantworten. Hierbei stehen Jugendliche ohne Schulabschluss und diejenigen, welche die Schule für Lernbehinderte oder eine Förderschule[8] besucht haben im Mittelpunkt.

3 Schule als berufsvorbereitende Instanz?

Da der Wechsel von der Schule in das Erwerbsleben in dieser Arbeit von Interesse ist, soll zunächst die Schule, als Ausgangspunkt dieses Übergangs, im Hinblick auf das Thema der Berufsvorbereitung betrachtet werden.

Sucht man nach grundlegenden Aufgaben von Schule, so lassen sich vier zentrale Funktionen identifizieren.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Funktionen von Schule

Die Qualifizierungsfunktion

Schule bereitet auf das Leben nach der Schule vor. Somit übernimmt sie die Funktion der Vermittlung von Fähig- und Fertigkeiten, die ihre Absolventen für die Teilhabe am Beschäftigungssystem und am gesellschaftlichen Leben qualifizieren.

Die Selektions- und Allokationsfunktion

Postmoderne Gesellschaften zeichnen sich durch eine hohe arbeitsteilige Differenzierung aus. In der Vorbereitung auf das Beschäftigungssystem kommt der Schule somit eine Verteilerfunktion zu. Schule selektiert und weißt die unterschiedlich qualifizierten Jugendlichen den jeweiligen Ebenen des Beschäftigungssystems zu.

Integrations- und Legitimationsfunktion

Schule als Ort der Sozialisation übernimmt die Integration junger Menschen in das gesellschaftliche System durch die Vermittlung und Repräsentanz gesellschaftlicher Normen und Werte.

Die Funktion der Kulturüberlieferung

Schule ist auch ein Ort, an dem kulturelle Identität gebildet werden kann. Dies erfolgt einerseits durch Auseinandersetzung mit der Kulturüberlieferung, andererseits durch das Leben der eigenen Kultur im Kontext der Schule. Beides führt zur Weiterentwicklung und Bildung kultureller Identität.

Quelle: Gudjons, H. (2003): Pädagogisches Grundwissen.[9]

Schule ist die Instanz, die maßgeblich über Zukunftschancen mitentscheidet. Doch leider hat sich die Situation an den Schulen, vor allem an den Sonder- und Förderschulen, derart verändert, dass ihr Bildungsauftrag, zugunsten einer immer notwendiger werdenden Beziehungs- und Erziehungsarbeit, in den Hintergrund tritt. Wachsende Problemlagen im privaten Bereich werden in die Schule transportiert. Die häufig beklagten „sozialen Defizite“ der Schüler machen vielerorts ein normales Lernen nahezu unmöglich. Lehrer geraten in die Doppelrolle von Wissensvermittler und Sozialarbeiter. Dieser Umstand erschöpft nicht nur jegliche individuellen Ressourcen. Viele Lehrer sind gezwungen Aufgaben zu übernehmen, für die sie schlichtweg in ihrer Ausbildung nicht vorbereitet werden. Hieraus ergibt sich die Notwendigkeit ständiger Fort- und Weiterbildung, die häufig auf Kosten der eigenen Freizeit und der eigenen Finanzen geht. Die Lage an vielen Schulen kann diesbezüglich ruhigen Gewissens als dramatisch bezeichnet werden. Das Thema der Berufsvorbereitung wird folglich ebenfalls häufig vernachlässigt. Gerade die Heranführung Jugendlicher mit besonderem Förderbedarf an das Thema „Arbeit“ erfordert ein hohes Maß an Einsatz, Kreativität und Netzwerkarbeit seitens der Schule. Eine ausführliche Begleitung, Reflexion und Intervention bei auftretenden Krisen ist hier mehr als in den allgemeinbildenden Schulen notwendig. Dies setzt Kapazitäten voraus, die noch lange nicht flächendeckend vorhanden sind. Weiterhin mangelt es bisweilen an einer umfassenden Festschreibung der Berufsvorbereitung in den Lehrplänen.[10]

3.1 Das Konzept der Ganztagsschule

Bund und Länder setzten derzeit verstärkt auf das Konzept der Ganztagsschule, um der Bildungsmisere zu begegnen. Ob dies jedoch Auswirkungen auf den Bereich der Förderung der beruflichen Orientierung hat, ist fraglich. Auf der Grundlage des Investitionsprogramms "Zukunft Bildung und Betreuung" stellt der Bund den Ländern bis zum Jahr 2007 vier Milliarden Euro für den Auf- und Ausbau von Ganztagsschulen zur Verfügung.[11] Hiervon entfallen laut Verwaltungsvereinbarung 913.967.660 Euro auf das Land Nordrhein-Westfalen.[12] Es obliegt den Ländern, über den Einsatz dieser Mittel zu entscheiden. Die Abbildung 2 veranschaulicht die Verwendung der Fördergelder für Nordrhein Westfalen seit dem Jahr 2003. Es wird deutlich, dass der Primarbereich (Grundschule) im Zentrum der Förderung steht. Lediglich 6% der Mittel wurden für die Umsetzung des Ganztangkonzepts in den Sonderschulen aufgewendet.

[...]


[1] Jugendsozialarbeit ist der Teilbereich der Jugendhilfe, der die berufliche und gesellschaftliche Integration junger Menschen und deren Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zum Ziel hat. Demzufolge wird Jugendsozialarbeit nicht nur im Kontext von Jugendhilfe durchgeführt. Auch Bildungs-, Arbeitsmarkt-, Migrations-/Integrations-, Sozial- und Wohnungsbaupolitik spielen eine nicht unbedeutende Rolle. Zitiert nach: (http://www.bagjaw.de/arbeitsfelder.html#1) [Stand: 14.04.2006].

[2] SGB VIII (2002): §1 Absatz 3 Satz 1. Beck Texte im dtv. 24 Auflage. S. 16

[3] Vgl.: Geßner, Thomas (2004): Was benachteiligt wen und warum? Versuch einer Präzisierung des Konstrukts „Benachteiligung“ IN: Zeitschrift für Sozialpädagogik, 2.Jg. 2004, H1, S. 34 f

[4] Vgl.: Bundesministerium für Bildung und Forschung (Hg.) (2005a): Berufliche Qualifizierung Jugendlicher mit besonderem Förderbedarf – Benachteiligtenförderung -. S. 14 ff

[5] Vgl.: Bundesministerium für Bildung und Forschung (2005a) a.a.O., S. 12

[6] SGB IX (2003): Teil 1. Regelungen für behinderte und von Behinderung bedrohte Menschen. § 2 Absatz 1 Satz 1. Beck Texte im DTV. 14. Aufl. S. 161

[7] Bundesagentur für Arbeit (2006b): Fachkonzept für Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen gem. §61 SGB III. http://www.arbeitsagentur.de/content/de_DE/hauptstelle/a-05/importierter_inhalt/pdf/bvB_Fachkonzept_03_2006.pdf S. 26 [Stand 20.04.2006].

[8] Der Schulversuch "Förderschule" wurde am 1. August 1994 an 31 Sonderschulen in NRW begonnen. Es war das Ziel des Schulversuchs festzustellen, wie lernbehinderte, erziehungsschwierige und sprachbehinderte Schülerinnen und Schüler in einer Sonderschule – Förderschule - gemeinsam gefördert werden können. Der Schulversuch ist mittlerweile abgeschlossen. Bis zur Entscheidung, welche Konsequenzen aus dem Schulversuch zu ziehen sind, können die Förderschulen wie bisher weitergeführt werden.

Zitiert nach: Bildungsportal NRW.: http://www.bildungsportal.nrw.de/BP/Schule/System/Schulformen/Foerderschulen/Foerderschule.html [Stand 28.04.2006].

[9] Gudjons, H. (2003): Pädagogisches Grundwissen: Überblick – Kompendium – Studienbuch. 8 Auf. Klinkhardt, Bad Heilbrunn. S. 304f

[10] Vgl.: Retzlaff, H.(1999): Zum Verhältnis von Schul- und Beschäftigungssystem. IN: Stark, W. / Fitzner, T. / Schubert, C. [HG] (1999): Jugendberufshilfe im Dilemma. 1 Aufl. Ernst Klett Verlag, S. 103 ff

[11] Vgl.: Bundesministerium für Bildung und Forschung (2006a): Das Investitionsprogramm "Zukunft Bildung und Betreuung ". http://www.bmbf.de/de/3735.php [Stand: 22.03.2006].

[12] Vgl.: Bundesministerium für Bildung und Forschung (2006b): Fördersumme aus dem Investitionsprogramm des Bundes "Zukunft Bildung Betreuung" (IZBB) insgesamt für die Jahre 2003-2007 . http://www.ganztagsschulen.org/1145.php [Stand 22.03.2006].

Details

Seiten
48
Jahr
2006
ISBN (eBook)
9783656832454
ISBN (Buch)
9783668140196
Dateigröße
701 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v283512
Institution / Hochschule
Katholische Hochschule NRW; ehem. Katholische Fachhochschule Nordrhein-Westfalen, Abteilung Aachen
Note
1,3
Schlagworte
jugendliche förderbedarf chancen arbeitsmarkt

Autor

Teilen

Zurück

Titel: Jugendliche mit besonderem Förderbedarf und ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt