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Geschichte und Formen des Snowboardens

Hausarbeit 2012 11 Seiten

Sport - Sportgeschichte

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2. Die Geschichte des Snowboardens
2.1 Anfänge in Amerika
2.2 Entwicklung in Europa

3 Ausübungsformen des Snowboardens
3.1 Freestyle-Snowboarding
3.2 Freeride-Snowboarding
3.3 Alpin-Snowboarding

4 Fazit

5 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Das Snowboarding hat in den vergangenen Jahrzenten einen stetigen Aufschwung verzeichnen können. Der Snowboard-Sport hat sich in kürzester Zeit wie kaum eine andere Sportart international etabliert. Das Snowboarden unterscheidet sich von den herkömmlichen Sportarten, indem es für seine Sportler eine Lebenseinstellung verkörpert. Aufgrund des rasanten Wachstums hat sich dieser Sport in den weltweiten Wintersportgebieten durchgesetzt und ist zu einem festen Bestandteil geworden. Dies ist vor allem der großen Vielfalt des Snowboardings zu verdanken. Die Vielfalt spiegelt sich sowohl in der historischen Entwicklung des Sportgeräts, als auch in den vielen Ausführungsmöglichkeiten dieses Sports wider.

Ziel dieser Arbeit ist, die Vielfalt des Snowboardings mit ihren verschiedenen Ausprägungen darzustellen.

Dazu werden die Entwicklungen und Ausprägungen des Snowboardens betrachtet, angefangen bei der historischen Entwicklung des Snowboards mit ihren Ursprüngen in den Vereinigten Staaten von Amerika und der Entwicklung in Europa bis hin zu den vielfältigen sportlichen Ausprägungen des Snowboardens.

Im Fazit der Studienarbeit werden die Vielfalt des Snowboards und des Snowboardens in ihren verschiedenen Ausprägungen abschließend zusammengefasst.

2. Die Geschichte des Snowboardens

Dieses Kapitel beschäftigt sich mit der historischen Entwicklung des Snowboards und Snowboardens. Zunächst wird die Entstehung der unterschiedlichen Sportgeräte mit ihren Ursprüngen in den USA beschrieben. Anschließend folgt ein Einblick in die Entwicklung der Snowboard-Szene in Europa.

2.1 Anfänge in Amerika

Der Ursprung des Snowboardens liegt im Surfsport. Die Grundidee entstand in den sechziger Jahren in den USA und bestand darin, das Surfen auch im Winter betreiben zu können (vgl. Frischenschlager, 1998, S. 10; Hebbel-Seeger, 1997, S. 11ff.). Die erste Konstruktion eines Snowboards entwickelte der Amerikaner Sherman Poppen. Hierzu wurde er durch seine Tochter inspiriert, die durch ihr stehendes Schlittenfahren für eine erste Anregung sorgte. Das erste Modell bestand aus zwei Skiern, die miteinander verbunden waren. Für Stabilität sollte eine am vorderen Rand angebrachte Schnur sorgen. Dieses Modell wurde in den kommenden Jahren kontinuierlich weiterentwickelt. Ab dem Jahre 1966 konnte der aus Kunststoff angefertigte ‘Snurfer‘, wie das Snowboard damals noch genannt wurde, in Geschäften erworben werden (vgl. Hranik, 2004, S. 11).

Eine sehr bedeutende Persönlichkeit und Vorreiter des Snowboardens ist Jake Burton, der von den Konstruktionen Sherman Poppens fasziniert war. Er nahm sich den Snurfer zum Vorbild und veränderte diesen grundlegend. Seine Boards waren nicht einzig aus Kunststoff hergestellt, sondern zusätzlich aus Holz. Außerdem montierte Burton Wasserskibindungen, die ein vollkommen neues Sportgerät zur Folge hatten (vgl. Ebert, 2007, S. 3f.).

Eine weitere wesentliche Person, die sich an Nachfolge-Modellen des ‘Snurfers‘ versuchte, war Dimitrie Milovich, ein begeisterter Surfer und Surfboard-Entwickler. Er konstruierte den sogenannten ‘Winterstick‘ und ging damit im Jahr 1972 in Produktion. Seine ‘Wintersticks‘ waren die ersten Boards mit Stahlkanten (vgl. Hranik, 2004, S. 13; Hebbel-Seeger, 1997, S. 12ff.). Zudem waren sie deutlich fortschrittlicher in der Technik und individueller gestaltet. Die Boards waren jedoch aufgrund ihrer Bauweise aufwändiger herzustellen. Dieser Mehraufwand und die kostenintensive Gestaltung ließen die ‘Wintersticks‘ für Sportler1 kostspielig und teilweise unbezahlbar werden. Die hohen Produktionskosten und die schwer verkäuflichen hochpreisigen Boards hatten finanzielle Engpässe zur Folge (vgl. Weiß, 1996, S. 12). Dimitrie Milovich musste seine Firma im Jahr 1984 schließen, da er sich mit seinen Boards nicht mehr am Markt durchsetzen konnte (vgl. Hranik, 2004, S. 13; Hebbel-Seeger, 1997, S. 12ff.).

Ein weiteres Sportgerät, das den Surfsport im Winter ermöglichte, war das von Bob Webber entwickelte ‘Skiboard‘. Webber konstruierte das ‘Skiboard‘ im Jahre 1972 gemeinsam mit Tom Sims, dem damaligen Skateboard-Weltmeister. Da die Lebensdauer der ‘Skiboards‘ gering war, verkauften sie ihre Rechte an Jake Burton – ein weiterer amerikanischer Mit-Erfinder des Snowboardens (vgl. Hebbel-Seeger, 1997, S. 12ff.).

Snowboard-Sportler mussten die Berge lange Zeit, zu Fuß besteigen, um auf ihre Pisten zu gelangen, da ihnen bestimmte Richtlinien der Liftanlagen die Nutzung untersagte (vgl. Weiß, 1996, S. 12). Es dauerte lange Zeit bis es zum Durchbruch dieser Sportart kam und dem Snowboarden Wertschätzung geschenkt wurde. Dieser Durchbruch fand in den Skigebieten Kaliforniens statt und vollstreckte sich über die gesamten Vereinigten Staaten. Die Wertschätzung für diese Sportart hielt an und hatte zur Folge, dass die Lifte in den Skigebieten auch für Snowboarder geöffnet wurden (vgl. Hranik, 2004, S. 13).

2.2 Entwicklung in Europa

In den 1980er Jahren stieg die Nachfrage für das Snowboarden auch in Europa gewaltig an (vgl. Weiß, 1996, S. 14). Der neue Trend des Snowboardens wurde nicht komplett von den Amerikanern übernommen. In Europa wurden eigene Snowboards konstruiert, mit denen sie sich von den Amerikanern absetzten (vgl. Hebbel-Seeger, 1997, S. 16ff.). Zudem hatten die Europäer überwiegend das alpine Snowboarden zum Ziel und entwickelten aus diesem Grund Snowboards, mit denen höhere Geschwindigkeiten erreicht werden konnten (vgl. Gibbins, 1997, S. 10f.).

Als Pionier des Snowboardens in Europa gilt der Schweizer José Fernandes. Der damalige erfolgsgekrönte Schweizer Skateboard-Meister hatte großen Einfluss auf das heutige Snowboard, indem er die damaligen Boards mit fortschrittlicheren Bindungen versah. Im Jahr 1987 wurde die erste Weltmeisterschaft auf europäischem Boden ausgetragen, diese fand in Livigno und St. Moritz statt (vgl. Weiß, 1996, S. 14). Auch die ersten ‘amerikanischen Weltmeisterschaften‘ fanden in diesem Jahr statt (vgl. Ebert, 2007, S. 5). In den darauffolgenden Jahren wurde das große Potential dieser Sportart ersichtlich. Dies hatte zur Folge, dass Organisationen und Verbände gegründet wurden, um diesem Sport sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene zu mehr Bekanntheit zu verhelfen. Durch diese Entwicklung wurde der Grundstein zu einem angesehenen Profisport gelegt (vgl. Weiß, 1996, S. 14).

3 Ausübungsformen des Snowboardens

Im Snowboarding haben sich im Laufe der Zeit verschiedene Ausprägungen herausgebildet: Freestyle-Snowboarding, Freeride-Snowboarding und Alpin-Snowboarding. Für jede dieser Ausprägungen werden spezielle Snowboards benutzt, die für die jeweiligen entscheidenden Anforderungen optimal konstruiert sind (vgl. Ebert, 2007, S. 6). In den folgenden Kapiteln werden die drei Ausprägungen des Snowboardens erläutert, um die Vielfalt dieser Sportart aufzuzeigen.

3.1 Freestyle-Snowboarding

Der kreativste Fahrstil ist das Freestyle-Snowboarding. Freestyle wird auf sämtlichen Pisten (plane ebene Pisten, Buckelpisten, Halfpipes) ausgeübt. Gekennzeichnet ist dieser Stil durch die Kombination des normalen Fahrens mit vielerlei Tricks. Hierbei lassen sich die als ‘Freestyler‘ bezeichneten Snowboarder häufig vom Skateboarden inspirieren, indem sie einige Tricks des Skateboard-Sports nachahmen und für das Snowboarden verändern (vgl. Weiß, 1996, S. 63).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Freestyle-Snowboarder2

Hauptsächlich fahren ‘Freestyler‘ in Snowboard-Parks, die aus mehreren Teilen der Skateboard-Szene bestehen. Eines der Bestandteile sind sogenannte ‘Kicker‘, aus Schnee errichtete Schanzen. In jedem Snowboard-Park sind zudem Halfpipes vorhanden, die ebenfalls vom Skateboarden bekannt sind. Die sogenannten ‘Rails‘ komplettieren die wesentlichen Bestandteile der Parks. Sie stellen Treppengeländer dar und sind aus Metall und Eis errichtet. Insbesondere durch diese speziellen Parks, in denen die ‘Freestyler‘ ihre Tricks ausüben können, wird die Gemeinsamkeit zwischen dem Skateboarden und dem Freestyle-Snowboarding deutlich. Freestyle-Snowboarding ist in hohem Maße geprägt von Individualität, da jeder Fahrer diesen Fahrstil mit eigenen Elementen modifiziert. Die Individualität spiegelt sich auch darin wider, dass ‘Freestyler‘ zumeist alleine fahren, um den eigenen kreativen Stil auszuleben. ‘Freestyle-Snowboarder‘ verkörpern immer einen gewissen ‘Style‘, der sich in ihrer speziellen Fahrweise, ihren individuellen Tricks, der Kreativität und der Mode jedes einzelnen ausdrückt. Diese vielen Faktoren ermöglichen es ihnen, sich voneinander abzugrenzen (vgl. Pottkämper, 2010, S. 47ff.).

[...]


1 Werden Personenbezeichnungen aus Gründen der besseren Lesbarkeit lediglich in der männlichen oder der weiblichen Form verwendet, so schließt dies das jeweils andere Geschlecht mit ein.

2 http://blog.carat-hotel.de/wp-content/uploads/snowboard-freestyle.jpg

Details

Seiten
11
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656839972
ISBN (Buch)
9783656839989
Dateigröße
466 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v283942
Institution / Hochschule
Hochschule für Gesundheit und Sport, Ismaning
Note
1,3
Schlagworte
Vielfalt Snowboarding Snowboarden Snowboard Wintersport Alpin

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Titel: Geschichte und Formen des Snowboardens