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Der Einsatz von Filmen im Englischunterricht

Am Beispiel des Films "Dead Poets Society"

Hausarbeit (Hauptseminar) 2012 14 Seiten

Anglistik - Literatur

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Einsatz von Filmen im Englischunterricht
2.1. Gründe für den Einsatz von Filmen im Englischunterricht
2.2. Kriterien für die richtige Auswahl von Filmen im Englischunterricht
2.3. Lehr- und Lernziele
2.4. Präsentationsformen für Filme
2.5. Lernaufgaben
2.6. Mögliche Probleme beim Einsatz des Mediums Film

3. “Dead Poets Society“ im Englischunterricht
3.1. Inhalt des Films
3.2. Gründe für die Thematisierung von „Dead Poets Society“
3.3. Mögliche Aufgaben

4. Schlussbemerkung

5. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Filme sind heutzutage aus dem Leben der Menschen nicht mehr wegzudenken. Es wird oft kritisiert, dass Eltern ihre Kinder zu viel Fernsehen schauen lassen, da diese dadurch zu viele primitive Dinge, die lediglich zur Unterhaltung ausgestrahlt werden, aufnehmen könnten. Des Weiteren könnte das Lernen und der Umgang mit anderen Menschen vernachlässigt werden, wenn es zu einem übermäßigen Konsum von TV-Sendungen o.ä. käme. Allerdings kann das Fernsehen durchaus hilfreich für die Entwicklung eines Kindes sein. Vor allem wenn der Konsum von Eltern überprüft und begleitet wird und die richtigen Sendungen geschaut werden. Das Fernsehen kann nämlich sehr gut als Informations- und Lernmedium (durch Nachrichtensendungen, Dokumentationen, nicht synchronisierte Filme mit Untertiteln, Übungen) fungieren. Es gibt daher auch viele Gründe für die Verwendung des visuellen, vermittelnden Elementes.

Die fremdsprachliche Entwicklung eines Schülers bzw. einer Schülerin kann durch den Einsatz von Filmen im Englischunterricht gefördert werden.

Diese Methode wird an den Schulen bereits in den Unterricht eingegliedert, doch „ausgehend von der Lektüre […] wird der Film als Vergleichsmedium hinzugezogen, verbleibt dabei aber oft im Schatten des literarischen Textes“ (Blell/Lütge 2004: 405). In dieser Hausarbeit werden Gründe für den Einsatz von Filmen genannt und Kriterien für die richtige Auswahl dargestellt. Des Weiteren werden Darstellungsverfahren vorgestellt und es wird genauen Wert darauf gelegt, welche Filme sich aus welchem Grund für die Anwendung in der englischsprachlichen Lerneinheit besonders gut eignen. Zusätzlich soll hervorgehoben werden, dass die visualisierten Werke, welche meistens auf dem Inhalt von Büchern basieren, sehr wohl ohne die Betrachtung der dazugehörigen Lektüre behandelt werden können. Außerdem werden in dieser Hausarbeit die Formulierung von Lehr- und Lernzielen, Präsentationsformen, Lernaufgaben und mögliche Probleme in Bezug auf die Anwendung des Mediums Film thematisiert. Auf den Einsatz von „Dead Poets Society“ und mögliche Aufgaben und Projekte wird im darauffolgenden Kapitel dann explizit eingegangen, um ein eventuelles Beispiel, zu dessen Verwendung Begründungen geliefert werden, in umfangreicher Form darzustellen.

2. Der Einsatz von Filmen im Englischunterricht

2.1. Gründe für den Einsatz von Filmen im Englischunterricht

Film und Fernsehen sind ein wichtiger Bestandteil der heutigen Jugendkultur und aus dem Leben der Schülerinnen und Schüler nicht mehr wegzudenken. Sie gewinnen viele Informationen durch das Medium und auch die Themen, die in Gesprächen unter Peers geführt werden, drehen sich oft um Ereignisse, die im TV präsentiert wurden. Beim prototypischen Verlauf einer gelungenen Lesesozialisation eines Jugendlichen kommt es in der Zeit der Pubertät zu einer Buch- und literarischen Lesekrise (Vgl. Garbe 2010: 27) und es ist auch allgemein bekannt, dass Heranwachsende das Sehen eines Films dem Lesen eines Buches vorziehen. Wenn man als Lehrer einen handlungs- und produktionsorientierten Unterricht organisieren möchte, ist die Hinwendung zu den Interessen des Schülers erforderlich. Da Filme Bestandteil des Lebens von Jugendlichen sind, ist das Zeigen von Filmen im Unterricht eine Methode, die angewendet werden sollte, um eine abwechslungsreiche Lerneinheit zu gestalten, und die Motivation zur Auseinandersetzung mit einer fremden Sprache kann gefördert werden, wenn der Lehrer die richtige Auswahl getroffen hat und das Wissen über die Anwendung mit dem Medium besitzt.

Das Lesen eines Buches ist definitiv wichtig und sollte im Englischunterricht thematisiert werden, doch auch der Einsatz von Filmen sollte nicht nur bedacht werden, um eine methodische Vielfalt einer Lehreinheit zu garantieren. Es wird den Schülerinnen und Schülern leichter fallen, die fremdsprachlichen Texte/Äußerungen, die vorgetragen werden, zu verstehen als in Romanen, Dramen o.ä. Werken, da das Englische in den ausgewählten Filmen durch Bilder, Situationen, Interaktionen, interpersonelle Beziehungen und die Anwendung der Stimme zur Geltung kommt. Deswegen wird die Sprache, welche mit dem Bild zusammenspielt, wodurch bei den Lernenden mehrere Sinne angesprochen werden, verständlicher dargestellt. Es kann allgemein gesagt werden, dass Filme „Informationen und Hintergrundwissen zu Unterrichtsthemen anschaulicher [vermitteln] als beispielsweise ein Bild oder Lehrervortrag“ (Drumm 2007: 207). Durch diese Methode kommt es dann schließlich zu einer Förderung der „Entwicklung von Kompetenzen in den Bereichen Hören, Sehen, Verstehen, und […] die in Lehr- und Rahmenplänen vieler Länder fixierte Umsetzung von Sprachfunktionen wie Erzählen, Beschreiben und Argumentieren“ (Grimm 2007: 5) wird unterstützt. Die Diskussion über einen Film, der im Unterricht gezeigt wurde, ist ein Standardaspekt der Methode. Eine Filmanalyse, welche immer stattfinden sollte, wird aller Voraussicht nach zur „Entwicklung von komplexen Diskursqualitäten wie dem Diskutieren, Vermitteln, Meinungen aushandeln und vertreten sowie dem Argumentieren […]“ (Grimm 2007: 5) beitragen.

Des Weiteren sollte die Besorgung eines Films für den Lehrer kein Problem darstellen, denn „[d]urch technische Neuerungen ist das Medium sehr leicht zu beschaffen, es gibt eine riesige Auswahl (die ständig anwächst), Filme sind vergleichsweise billig, immer wieder zu verwenden und von hoher Qualität“ (Haß 2006: 154).

2.2. Kriterien für die richtige Auswahl von Filmen im Englischunterricht

Damit der Einsatz des Mediums Film im Englischunterricht erfolgreich wird, ist es wichtig, dass der Lehrer den richtigen Film wählt, da sich nicht jeder für den Unterricht mit Kindern und Jugendlichen eignet. Besonders geeignet sind sogenannte „teenpics“, da bei diesen das Leben von Kindern und Jugendlichen thematisiert wird und sich die Schülerinnen und Schüler somit identifizieren und in die Rollen hineinversetzen können. Bei dieser Art von Spielfilm sind Heranwachsende außerdem auch die Adressaten und die Hauptfiguren sind meistens aus der gleichen Altersgruppe. Um einen Film auszuwählen, der allen Lernenden gefällt, kann der Lehrer im Vorhinein eine Umfrage starten, bei der er nach den Lieblingsfilmen, -soundtracks, oder –schauspielern fragt (Vgl. Grimm 2007: 6). Damit erkennt er die Wirkung des Genres und kann sich dann bei einer Analyse von verschiedenen Filmtrailern einen besseren Eindruck verschaffen. Die Lehrperson sollte jedoch nicht einen Film auswählen, den die Schülerinnen und Schüler schon kennen, da sonst Langeweile entstehen kann und die Lernenden unmotiviert und desinteressiert bei der Forschung/Analyse des Films sowie Entwicklung von Erkenntnissen sein könnten. Es ist daher ratsam, einen etwas älteren Spielfilm zu besorgen, da die Kinder und Jugendlichen die neusten Veröffentlichungen möglicherweise alle kennen, da der Besuch eines Kinos ein weitverbreitetes Hobby von Heranwachsenden ist und sie die Spielfilme heutzutage problemlos im Internet schauen oder downloaden können. Um einschätzen zu können, ob sich ein Film besonders gut eignet, ist es wichtig, dass die Lehrkraft eine genaue Analyse vornimmt. Der Lehrer sollte z.B. schauen, ob Gefühle, Angst, Bedrohung eine Rolle in dem Film spielen und inwiefern alltägliche Themen, die aus anderen Medien bekannt sind, aufgegriffen werden (Vgl. Schröter 2009: 28). Veröffentlichungen mit einer emotionalen Geschichte eignen sich nämlich gut, da eine Nachhaltigkeit bei den Schülerinnen und Schülern erzeugt wird. Wenn Themen angesprochen werden, die in den Medien bekannt sind, liefert dies eine gute Grundlage für eine Diskussion. Außerdem wäre es vorteilhaft, wenn der Lehrer den Film in einzelne Sequenzen teilen könnte, denn dann kann die Konzentration bei den Schülerinnen und Schülern hoch gehalten werden, wenn Beobachtungsaufgaben gestellt werden können, die nach den einzelnen Abschnitten ausgewertet werden. Dadurch kommt es auch zu einem abwechslungsreichen Unterricht, welcher nicht entstehen könnte, wenn die Lehrperson den Film einfach zeigt. Der richtige Film, eine klar strukturierte Planung des Einsatzes des Mediums und gut überlegte Aufgaben sind essentielle Aspekte, die gegeben sein müssen, bevor der Lehrer diese Methode für seinen Unterricht wählt.

2.3. Lehr- und Lernziele

In dieser Arbeit wurde bereits eine Vielzahl von Argumenten für den Einsatz von Filmen im Englischunterricht genannt. Diese Gründe offenbarten auch die Kompetenzen, die bei den Schülerinnen und Schülern durch diese Methode entwickelt werden. Letztere werden in diesem Kapitel noch einmal zusammengefasst dargestellt, um die mögliche positive Wirkung des Mediums auf die Kinder und Jugendlichen zu verdeutlichen.

„Ein wesentliches Ziel ist es […] Rezeptions- und Verstehenskompetenzen für die Textsorte Film aufzubauen“ (Henseler/Möller/Surkamp 2011: 15). Beim korrekten Anwenden der thematisierten Methode kann es zu der Förderung des Hör-Seh-Verstehens kommen, was sich als wichtiger Schritt erweist, da das Nutzen für das alltägliche Leben deutlich wird. Die Schülerinnen und Schüler müssen die Handlungen verstehen und auch die Dinge außerhalb des Gesprochenen wahrnehmen können. Im realen Leben ist dies ebenfalls wichtig, da man durch Gestik und Mimik auch nonverbal kommunizieren kann. Des Weiteren sollte die (Weiter-)Entwicklung narrativer Kompetenzen als Lernziel für den englischsprachigen Filmunterricht festgelegt werden (Vgl. Henseler/Möller/Surkamp 2011: 16). Die im Film veranschaulichten Geschichten sollten nach dem Sehen des Films alle gemerkt worden sein, so dass die Schülerinnen und Schüler den Verlauf der Story wiedergeben und darüber diskutieren können. Als weiteres Lernziel muss die Ausbildung filmästhetischer Kompetenzen genannt werden (Vgl. Henseler/Möller/Surkamp 2011: 17). Die Kinder und Jugendlichen sollten nicht nur naive Zuschauer sein, sondern beispielsweise auch verstehen können, warum die Betrachter bei einigen Filmen mitfühlen, welche Effekte dazu genutzt werden etc. Außerdem ist es wichtig, dass die Lernenden „[…] über eine gezielte Analyse zu einer Deutung des Films hinsichtlich Filmthematik, Filmtechnik, Filmwirkung und Filmaussage und somit zu einem fundierten kritischen Zugang […] gelangen“ (Drumm 2007: 209). Die Kritikfähigkeit in Bezug auf Filme ist somit ebenfalls eines der zentralen Ziele des englischsprachigen Filmunterrichts. Die Förderung von kultureller und interkultureller Kompetenz sollte ebenfalls fokussiert werden (Vgl. Henseler/Möller/Surkamp 2011: 23), da bei der Wahl bestimmter Genres von Filmen das Leben anderer Kulturen thematisiert wird. Die Lernenden müssen eine tolerante und verständnisvolle Haltung gegenüber anderen Gesellschaften einnehmen und sich in deren Leben hineinversetzen können. Dies könnte u.a. dazu führen die eigenen Ziele im Leben zu reflektieren, wenn man z.B. erkennt, dass man bessere Chancen hat als andere Menschen. „Zusammengefasst: Der fremdsprachliche Filmunterricht kann zur Ausbildung unterschiedlicher Kompetenzen beitragen“ (Henseler/Möller/Surkamp 2011: 22). Verschiedene Lehr- und Lernziele aus unterschiedlichen Bereichen können formuliert werden. Die verdeutlicht die Möglichkeiten der Förderung durch das fokussierte Medium.

2.4. Präsentationsformen für Filme

Es gibt verschiedene Möglichkeiten für die Präsentation eines Films im Englischunterricht. Im Folgenden sollen Vorzeigemodi vorgestellt werden, die innerhalb des Klassenzimmers angewendet werden können. Schließlich gibt es auch die Möglichkeit einen Film außerhalb der schulischen Einrichtung zu fokussieren, wie z.B. mit Hilfe der Durchführung eines Kinobesuches.

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Details

Seiten
14
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656844433
ISBN (Buch)
9783656844440
Dateigröße
388 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v284373
Institution / Hochschule
Universität Rostock – Institut für Anglistik/Amerikanistik
Note
2,0
Schlagworte
Englischunterricht Englisch Filme Fachdidaktik

Autor

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