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Interne und externe Funktionen und Aufgaben eines Businessplans

Seminararbeit 2014 22 Seiten

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation

Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

ABBILDUNGSVERZEICHNIS

1. Einleitung

2. Grundlagen des Businessplans
2.1 Definition
2.2 Ziele, Zweck und Zielgruppen
2.3 Aufbau bzw. zentrale Bausteine

3. Aufgaben und Funktionen des Businessplans
3.1 Unternehmensintern als Führungs-, Planung- und Steuerungsinstrument
3.1.1 Konkretisierung der Unternehmensziele
3.1.2 Planung potenzieller Chancen und Risiken und Entwicklung von Handlungsstrategien
3.1.3 Grundlage für Soll/Ist-Vergleiche
3.2 Unternehmensextern als Kommunikations- und Verhandlungsinstrument
3.2.1 Kapitalbeschaffung und Ressourceneinsatz
3.2.2 Kunden- und Lieferantenkommunikation

4. Zusammenfassung und Ausblick

LITERATURVERZEICHNIS

ABBILDUNGSVERZEICHNIS

Abbildung 1: Zielgruppen des Businessplans

Abbildung 2: Aufbau eines Businessplans

Abbildung 3: Interne und Externe Aufgaben des Businessplans

Abbildung 4: Zielfestlegungsprozess

Abbildung 5: SWOT-Analyse eines Businessplans

1. Einleitung

„Wer nicht weiß, wo er hin will, darf sich nicht wundern,

wenn er woanders ankommt.“[1] (Mark Twain)

Aufgrund der zunehmenden Globalisierung und Vernetzung werden die Unternehmungen immer mehr mit Marktveränderungen u.a. mit kürzer werdenden Produktlebenszyklen, intensivierenden Wettbewerb und sich kontinuierlich ändernden Konsumentenverhalten konfrontiert. Eine Nichtanpassung könnte zum unternehmerischen Misserfolg und somit zu einem Markaustritt führen. Nur solche Unternehmen, die vorausschauende Ziele zur Erreichung einer Vision definieren, sind erfolgreich und in der Lage langfristig zu existieren. Aufgrund der Gegebenheit, dass die Zukunft grundsätzlich nicht vorhersehbar ist, stellen ihre Eventualitäten bzw. Ereignisse eine Herausforderung für die Unternehmen dar.[2] Um diese zu überwinden ist eine strukturierte und zukunftsorientierte Planung von Bedeutung.[3] Ein wichtiges und unterstützendes Werkzeug ist der sogenannte Businessplan, der alle notwendigen Planungsschritte zur Zielerreichung schrittweise erfasst. Neben dieser Funktion als Wegweiser für die unternehmensinternen Akteure dient der Businessplan unter anderem auch als Kommunikationsmittel bei der externen Kapitalbeschaffung. Aber damit nicht genug. Die Aufgabenbereiche eines Businessplans sind vielfältig und damit für verschiedene Zwecke geeignet.

Ziel dieser Arbeit ist es, die internen und externen Aufgaben eines Businessplans aufzuzeigen. Die vorliegende Arbeit gliedert sich in 4 Kapitel und wird mit Abbildungen ergänzt. In Kapitel 2 werden zunächst die Grundlagen des Businessplans für ein besseres Verständnis behandelt. Dazu wird zum einen der Begriff „Businessplan“ definiert und zum anderen sein Zweck mit den Zielen und Zielgruppen beschrieben. Abschließend werden die zentralen Bausteine eines Businessplans aufgeführt. Auf diesen Grundlagen aufbauend werden in Kapitel 3 die Aufgaben bzw. Funktionen eines Businessplans detaillierter beschrieben. Im Fokus steht die Aufteilung nach interne und externe Aufgaben. Die Ausführungen schließen in Kapitel 4 mit einer Zusammenfassung ab.

2. Grundlagen des Businessplans

Die Notwendigkeit eines Businessplans ist gegeben aufgrund der sich zunehmend veränderten Rahmenbedingungen der Wirtschaft. Er bildet die Grundlage für das Erreichen der Unternehmensziele, liefert essentielle Informationen über sämtliche Geschäftsbereiche und ist damit ein wesentlicher Unternehmensbestandteil. Damit dient der Businessplan für viele Marktteilnehmer als Orientierungshilfe und ist ausschlaggebend für potenzielle Marktaktivitäten. Um die internen und externen Aufgaben bzw. Funktionen in Kapitel drei besser verstehen zu können, sollten zunächst die Grundlagen eines Businessplans behandelt werden. Neben der Begriffsklärung werden nachfolgend der Zweck, die Ziele, die Zielgruppen und der Aufbau eines Businessplans beschrieben.

2.1 Definition

Der Begriff „Businessplan“ hat seinen Ursprung aus dem Amerikanischen und galt in der Zeit zur Unterstützung der Kapitalakquisition einer Existenzgründung.[4] Ziel war es, die Kapitalgeber über die Vorteilhaftigkeit einer Investition zu überzeugen, um so an die erforderlichen finanziellen Mitteln zu gelangen. Die finanzielle Unterstützung sollte zur Realisierung des Investitionsvorhabens dienen.[5] Heute geht der Businessplan über die reine finanzielle Unterstützungsfunktion der Kapitalakquisition hinaus und ist die Basis für viele Akteure. Dabei gilt dies nicht ausschließlich für Existenzgründungen sondern auch für bereits etablierte und agierende Unternehmen. Sowohl in der Literatur als auch in der Praxis finden sich zahlreiche Definitionsansätze zu dem Begriff „Businessplan“. Synonym verwendet werden solche Begriffe wie Geschäftsplan, Gründungs- bzw. Unternehmensplan.[6]

Elsenmüller und Grampp (2002) definieren den Businessplan als eine ausführliche Beschreibung des Unternehmenskonzeptes und der Geschäftsidee, in der sich das Unternehmen auf dem Markt positionieren möchte.[7] Volkmann und Tokarski (2006) greifen die Ergebnisse von Elsenmüller und Grampp (2002) auf und ergänzen diese mit einem zeitlichen Aspekt der Unternehmensplanung von ca. drei bis fünf Jahre.[8] Den inhaltlichen Aspekt hingegen berücksichtigt Klandt (2006) und definiert den Businessplan als eine „detaillierte Beschreibung eines vollständigen Gründungskonzepts“[9], das insbesondere über die Leistung, Gründungspersonal und Marktsituation informiert. Freiling (2006) wiederum definiert ihn als eine detaillierte Dokumentation eines gründlichen Planungsprozesses, wobei die „systematische, ziel- und strategiegerichtete Aufbau einer geschäftlichen Tätigkeit“[10] im Zentrum steht.

Im Hinblick auf die vorliegenden Definitionen wird im Rahmen dieser Arbeit der Businessplan als eine schriftliche Ausarbeitung des Unternehmenskonzeptes inkl. der innovativen Geschäftsidee verstanden, welches die Planungsprozesse und die Erfolgsmöglichkeiten über eine bestimmte Zeitperiode systematisch, zielgerichtet und strategiegerichtet dokumentiert, um einen ersten Gesamteindruck zu verschaffen und um die kontinuierliche Grundstruktur des Unternehmenserfolges im Visier zu haben.

2.2 Ziele, Zweck und Zielgruppen

Mittlerweile gehört der Businessplan zu einem Standardinstrument im unternehmerischen Alltag. Er dient primär als Richtlinie für unternehmerische Aktivitäten eines bereits auf dem Markt agierenden Unternehmens und aber auch für Unternehmen, die bislang nicht auf dem Markt vertreten sind, jedoch mit einer innovativen Geschäftsidee einen Neueintritt planen.[11] Für Beide ist dabei ein umfassender und klar strukturierter Businessplan die Voraussetzung für den Unternehmenserfolg. Mit seinen Inputs liefert er wichtige Informationen zur Unternehmensstrategie und gibt Auskunft über die Unternehmensentwicklung. Des Weiteren beschreibt er die bevorstehenden Herausforderungen eines Unternehmens und die möglichen Bewältigungsmaßnahmen. Auch wird über den Ressourcenbedarf sowie dessen Deckung informiert.[12] Darüber hinaus kommen dem Businessplan weitere wichtige Aufgaben hinzu, die in Kapitel 3 ausführlicher behandelt werden. Festzuhalten an dieser Stelle ist, dass der Businessplan über den Zweck als reine Dokumentation hinausgeht und für Planungs-, Entscheidungs-, Kommunikations- und Kontrollzwecke zur Verfügung steht. [13]

Die Notwendigkeit sowie der Nutzen eines Businessplans sind u.a. die effiziente Entscheidungsfindung, Aufdeckung der Chancen und Risiken und die optimale Planung der Ressourcen. Primär verfolgt der Businessplan folgende Ziele:

Einerseits wird die Umsetzbarkeit des Vorhabens überprüft und andererseits sollte die Realisierbarkeit aussagekräftigt und wirkungsvoll den potenziellen Interessenten präsentiert werden, um sie als Unterstützungspartner zu gewinnen.[14] Um die Wahrscheinlichkeit der Überzeugung und Gewinnung zu erhöhen ist der Businessplan nach den Bedürfnissen der potenziellen Geschäftspartner auszurichten.[15]

Die folgende Abbildung zeigt einen Überblick der möglichen Interessenten eines Businessplans. Sie lassen sich in primäre und Sekundäre Zielgruppen, Venture-Capitalists, Private-Equity-Gesellschaften, Business-Angels und Banken untereilen, die im Einzelnen kurz erläutert werden.

Abbildung 1: Zielgruppen des Businessplans

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an Dorizzi und Stocker (2006), S. 21ff.

Primäre Zielgruppen

Primär ist der Businessplan an Kapitalgeber gerichtet. Diese lassen sich klassifizieren in Eigenkapital- und Fremdkapitalgeber:

Eigenkapitalgeber

Mit der finanziellen Beteiligung identifizieren sich die Eigenkapitalgeber mit dem jeweiligen Unternehmen und gehören zu ihren Teilinhabern. Dessen Interessenbereiche in einem Businessplan liegen insbesondere bei den zukünftigen Renditeerwartungen, Unternehmenswertsteigerung und Finanzpolitik.[16]

Fremdkapitalgeber

Als Fremdkapitalgeber kommen zumeist Banken, öffentliche Träger aber auch private Kredit- bzw. Darlehensgeber in Frage. Die Motivation zur Bereitschaft der finanziellen Beteiligung ist geringer als wie bei den Eigenkapitalgebern. Hier wird das zur Verfügung stehende Kapital mit einem entsprechenden Zinssatz verzinst. Sie beurteilen den unternehmerischen Erfolg, die Finanzdaten und die Erfahrung des Managements im Falle einer Kreditwürdigkeitsprüfung. Primäres Interesse der Fremdkapitalgeber ist bei der Art und Weise der Kreditdeckung.[17]

[...]


[1] Vgl. Friedag/Schmidt (2009), S. 31.

[2] Vgl. Oehlrich (2010), S. 3.

[3] Vgl. Dorizzi/Stocker (2006), S. 5; Sammet/Schwartz (2011), S. 103.

[4] Vgl. IHK Aschaffenburg (2013), S. 1.

[5] Vgl. Oehlrich (2010), S. 5.

[6] Vgl. Ripsas et al. (2008), S. 7.

[7] Vgl. Elsenmüller/Grampp (2002), S. 86.

[8] Vgl. Volkman/Tokarski (2006), S. 100.

[9] Vgl. Klandt (2006), S. 142.

[10] Vgl. Freiling (2006), S. 227.

[11] Vgl. Fueglistaller et al. (2008), S. 229 f.

[12] Vgl. Valiant Bank AG (o.J.), S. 4.

[13] Vgl. Voigt (2002), S. 237 f.

[14] Vgl. Dorizzi/Stocker (2006), S. 16.

[15] Vgl. Ebd., S. 21.

[16] Vgl. Dorizzi/Stocker (2006), S. 21.

[17] Vgl. Hutzschenreuter (2011), S. 36; Dorizzi/Stocker (2006), S. 21f.

Details

Seiten
22
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783656848707
ISBN (Buch)
9783656848714
Dateigröße
519 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v284596
Institution / Hochschule
Universität Kassel
Note
2,0
Schlagworte
intern extern Aufgaben Funktionen Businessplan

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