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Energie- und Ressourceneffizienz und der Rebound-Effekt

©2014 Hausarbeit 10 Seiten

Zusammenfassung

Energie ist eines der wichtigsten Themen der heutigen Zeit. Nach Wosnitza/Hilgers wird der Energiebedarf durch die exponentiell wachsende Weltbevölkerung weiterhin wachsen – inklusive der Steigerung des CO2-Ausstoßes. Es ist energie-, umwelt- und klimapolitisch sehr wichtig, erneuerbare Energien auszuweiten und den Energiekonsum zu reduzieren. Innerhalb des Aktionsplans „Energieeffizienz“ hat die Europäische Kommission ihren Mitgliedern das Ziel „20% Energieeinsparungen gegenüber der Trendentwicklung“ aufgegeben.
Durch viele Untersuchungen und Studien ist mittlerweile bekannt, dass die Erdgas- und Erdölreserven nur noch ca. 50 Jahre ausreichen. Grund dafür ist zum einen der starke Bevölkerungswachstum, zum anderen aber auch das gesteigerte Transportaufkommen und die wachsende Energienachfrage aufstrebender Nationen wie Russland, China und Indien. China und Indien umfassen ca. ein Drittel der Weltbevölkerung und haben bis heute ihren Energieverbrauch zu 1980 versechsfacht und es wird bis 2030 nochmal auf das Doppelte ansteigen. Gerade Russland und China setzten auf Energie aus fossilen Brennträgern, Kernkraftwerken oder Erdöl. Der starke Energieverbrauch bei der Produktion von Gütern, Transporten etc. bringt einen verstärken Treibhausgasausstoß mit sich.

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Relevanz des Themas

2 Definitionen
2.1 Energieeffizienz
2.2 Ressourceneffizienz
2.3 Rebound Effekt

3 Thesen
3.1 Vorstellung der Thesen
3.2 Diskussion der Thesen
3.2.1 These 2: Ohne Energieeffizienz keine Energiewende und keine Klimastabilisierung
3.2.2 These 4: Mit umweltpolitischen Maßnahmen kann dem Rebound-Effekt entgegen gewirkt werden

4 Fazit

II Quellen

1 Einleitung

Energie ist eines der wichtigsten Themen der heutigen Zeit. Nach Wosnitza/Hilgers wird der Energiebedarf durch die exponentiell wachsende Weltbevölkerung weiterhin wachsen - inklusive der Steigerung des CO2-Ausstoßes. Es ist energie-, umwelt- und klimapolitisch sehr wichtig, erneuerbare Energien auszuweiten und den Energiekon­sum zu reduzieren. Innerhalb des Aktionsplans „Energieeffizienz“ hat die Europäische Kommission ihren Mitgliedern das Ziel „20% Energieeinsparungen gegenüber der Trendentwicklung“[1] aufgegeben.[2]

1.1 Relevanz des Themas

Durch viele Untersuchungen und Studien ist mittlerweile bekannt, dass die Erdgas- und Erdölreserven nur noch ca. 50 Jahre ausreichen. Grund dafür ist zum einen der starke Bevölkerungswachstum, zum anderen aber auch das gesteigerte Transportaufkommen und die wachsende Energienachfrage aufstrebender Nationen wie Russland, China und Indien. China und Indien umfassen ca. ein Drittel der Weltbevölkerung und haben bis heute ihren Energieverbrauch zu 1980 versechsfacht und es wird bis 2030 nochmal auf das Doppelte ansteigen. Gerade Russland und China setzten auf Energie aus fos­silen Brennträgern, Kernkraftwerken oder Erdöl. Der starke Energieverbrauch bei der Produktion von Gütern, Transporten etc. bringt einen verstärken Treibhausgasausstoß mit sich.[3]

2 Definitionen

Nachfolgend sollen die Begriffe Energie- und Ressourceneffizienz sowie der Rebound­Effekt in seinen verschiedenen Ausprägungen erläutert werden. Zudem soll ihr Zu­sammenhang dargestellt sein.

2.1 Energieeffizienz

Die Energieeffizienz ist eine Maßeinheit für den Aufwand an Energie im Vergleich zu einem festgelegten Nutzen. Der Energieverbrauch wird dann als effizient angesehen, wenn ein minimaler Energieaufwand erreicht wird. Energieeffizienz entspricht also dem ökonomischen Prinzip bzw. dem Minimalprinzip. Mit der Steigerung der Energieeffizi­enz kann eine erhöhte Energieeinsparung erzielt werden, da man pro produzierten

Output weniger Energie benötigt und die überschüssige Energie dann einsparen kann. Es kann allerdings auch zu einem Rebound-Effekt (siehe 2.3) kommen. Gerade die steigenden Energiepreise aber auch die immer höheren Gesetzesauflagen zur umwelt­freundlichen Produktion und Klimaschutz treiben immer mehr Unternehmen an energiesparende Wertschöpfungsketten einzuführen. 2012 wurde die neue Energieef­fizienz-Richtlinie von der Europäischen Kommission verabschiedet. Sie formuliert das Ziel, die Energieeffizienz und die Energieversorgung aus erneuerbaren Energien bis 2030 um 20% zu erhöhen sowie den CO2 Ausstoß um 20% zu senken. Im August 2014 wurden von der EU-Kommission verschiedene Vertragsverletzungsverfahren eingelei­tet, unter anderem gegen Deutschland.[4]

2.2 Ressourceneffizienz

Ressourceneffizienz beschreibt das Verhältnis von dem Nutzen bzw. der Menge des Outputs zu dem eingesetzten Input. Je geringer also der notwendige Einsatz an Input für eine gegebene Menge Output, desto effizienter werden die Ressourcen eingesetzt. Es gibt verschiedene Möglichkeiten Ressourcen effizienter einzusetzen. Zum einen ist es möglich, beim Produktdesign Einsparungen zu bewerkstelligen, zum anderen kann man den Ressourcenverbrauch in der Nutzungsphase sowie die sortenreine Trennung und Rückführung oder das Recycling von Materialien als Ressourceneffizienz be­schreiben. Gerade in der Nachhaltigkeitsdebatte ist Ressourceneffizienz ein wichtiges Thema. Ressourceneffizienz geht hier mit der Entkopplung, also der Reduzierung von Treibhausgasausstößen bei der Produktion von Produkten einher.[5] So ist in der deut­schen, nationalen Nachhaltigkeitsstrategie verankert, den Einsatz von abiotischen Primärressourcen (natürliche, unbearbeitete, nicht nachwachsende Ressourcen) zu senken.[6] Das 2012 verabschiedete Ressourceneffizienzprogramm „ProgRess" be­schreibt Ziele zur effizienten Nutzung von nicht energetisch genutzten abiotischen Ressourcen, die die indirekte Materialaufwendungen von Importen sowie die ungenutz­te Extraktion von Primärrohstoffen global bei der Berechnung der Rohstoffproduktivität einkalkulieren.[7] In der Wirtschaft wird Ressourceneffizienz häufig anhand der Kennzahl Direct Material Input (DMI) gemessen. Dieser Wert gibt die Summe der abiotischen, inländisch geförderten Rohstoffe und der importierten Halb-Fertigwaren an.[8] Bei der Ressourceneffizienz kann der Rebound-Effekt ebenfalls zum Tragen kommen. Wenn die Wirtschaftsleistung stärker wächst als die Effizienzsteigerung des Ressourcenein-

[...]


[1] Wosnitza/Hilgers [2012], S. V.

[2] Vgl. Wosnitza/Hilgers [2012], S. V.

[3] Vgl. Wosnitza/Hilgers [2012], S. V.

[4] Vgl. Richter [2014], o.S.

[5] Vgl. Viere/Stock/Hey [2014], S. 93 ff.

[6] Vgl. Kommission der EG [2005], S. 4 ff.

[7] Vgl. Deutsche Bundeskabinett [2012], o.S.

[8] Vgl. Umweltbundesamt für Mensch und Umwelt [2012], S. 7.

Details

Seiten
10
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783656852452
ISBN (Buch)
9783656852469
Dateigröße
650 KB
Sprache
Deutsch
Institution / Hochschule
Hochschule Fresenius; Köln
Erscheinungsdatum
2014 (Dezember)
Note
2,0
Schlagworte
energie- ressourceneffizienz rebound-effekt

Autor

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Titel: Energie- und Ressourceneffizienz und der Rebound-Effekt