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Der Lebensmitteleinzelhandel in München. Strukturuntersuchung und Standortbewertung durch Sekundärrecherche

Diplomarbeit 2004 109 Seiten

BWL - Handel und Distribution

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einführung in die Thematik und Aufbau der Arbeit

2 Entwicklungen, Struktur und Veränderungen im Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland
2.1 Entwicklung des Lebensmitteleinzelhandels in Deutschland
2.2 Struktur des Deutschen Lebensmitteleinzelhandels
2.2.1 Betriebstypen des Lebensmitteleinzelhandels
2.2.2 Entwicklungen der Betriebstypen
2.2.3 Entwicklung der Verkaufsflächen
2.2.4 Konzentration
2.2.5 Entwicklung der umsatzstärksten Handelsgruppen
2.2.5.1 EDEKA/AVA-Gruppe
2.2.5.2 ALDI - Gruppe
2.2.5.3 REWE - Gruppe
2.2.5.4 METRO Group
2.2.5.5 LIDL & Schwarz Gruppe Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten
2.2.5.6 Tengelmann Unternehmensgruppe
2.2.5.7 SPAR Handels – AG
2.2.5.8 Sonstige Handelsunternehmen
2.3 Veränderungen und Trends in der Einzelhandelslandschaft
2.3.1 Veränderungen auf der Anbieterseite
2.3.2 Veränderungen auf der Nachfrageseite
2.3.3 Entwicklungstendenzen
2.3.4 Auswirkungen auf das Standortverhalten und die Kommunalentwicklung

3 Standortpolitik im Lebensmitteleinzelhandel
3.1 Der Begriff Standort
3.2 Prinzipien des Standortmarketings
3.3 Bestimmungsfaktoren für die Bewertung eines Standortes
3.3.1 Standortfaktoren im LEH
3.3.1.1 Kaufkraft- und Kundenstruktur im relevanten Marktgebiet
3.3.1.2 Einzugsgebiet
3.3.1.3 Aspekte des Kaufverhaltens
3.3.1.4 Örtliche Konkurrenzverhältnisse
3.3.1.5 Passantenfrequenz und Imageträchtigkeit eines Ortes
3.3.1.6 Infrastruktur und Verkehrsverhältnisse
3.3.1.7 Kapitalverfügbarkeit
3.3.1.8 Rechtliche Rahmenbedingungen
3.3.1.9 Stadtmarketing
3.3.2 Standortanforderungen
3.3.3 Erklärungsmodelle der Standortwahl

4 Standortprofil München – Analyse und Bewertung der Rahmenbedingungen
4.1 Geografische Lage und Einordnung in die Landesplanung
4.2 Städtebauliche und versorgungsstrukturelle Versorgung
4.3 Ziele des Stadtmarketing
4.4 Kaufkraft- und Kundenstruktur in München
4.4.1 Bevölkerungsstruktur und Einwohnerdichte
4.4.2 Haushaltsgrößenverteilung
4.4.3 Altersstruktur
4.4.4 Beschäftigte und Pendler
4.4.5 Arbeitslosenquote und Armutsdichte
4.4.6 Pro-Kopf-Ausgaben, Kaufkraftkoeffizient
4.4.7 Einzelhandelsrelevante Kaufkraft
4.4.8 Bindungsquote
4.4.9 Konsumgewohnheiten

5 Strukturuntersuchung des Lebensmitteleinzelhandels in München
5.1 Methodische Anlage der Untersuchung
5.2 Filialistenstruktur der Gesamtstadt
5.2.1 Regionale Shopping - Center
5.3 Segmentelle Beurteilung
5.3.1 Münchner Norden
5.3.1.1 Merkmale des Segments
5.3.1.2 Unternehmenszugehörigkeit und Betriebstypen
5.3.1.3 Bewertung nach Kennziffern
5.3.1.4 Bewertung der Standortlagen
5.3.2 Münchner Osten
5.3.2.1 Merkmale des Segments
5.3.2.2 Unternehmenszugehörigkeit und Betriebstypen
5.3.2.3 Bewertung nach Kennziffern
5.3.2.4 Bewertung der Standortlagen
5.3.3 Münchner Süden
5.3.3.1 Merkmale des Segments
5.3.3.2 Unternehmenszugehörigkeit und Betriebstypen
5.3.3.3 Bewertung nach Kennziffern
5.3.3.4 Bewertung der Standortlagen
5.3.4 Münchner Westen
5.3.4.1 Merkmale des Segments
5.3.4.2 Unternehmenszugehörigkeit und Betriebstypen
5.3.4.3 Bewertung nach Kennziffern
5.3.4.4 Bewertung der Standortlagen
5.3.5 Münchner Innenstadt
5.3.5.1 Merkmale des Segments
5.3.5.2 Unternehmenszugehörigkeit und Betriebstypen
5.3.5.3 Bewertung nach Kennziffern
5.3.5.4 Bewertung der Standortlagen

6 Fazit

7 Schlussbemerkung

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Umsätze der TOP 10 im Deutschen LEH

Abbildung 2: Region München

Abbildung 3: Stadtteil – und Quartierszentren der Stadt München

Abbildung 4: Die Einwohnerdichte in den Stadtbezirken am 31.12.2002

Abbildung 5: Haushaltsgrößenverteilung der Privathaushalte am 31.12.2002

Abbildung 6: Altersstruktur der Stadt München im regionalen Vergleich (in %)

Abbildung 7: Armutsdichte in den Stadtbezirken

Abbildung 8: Kaufkraftindex in Bayern

Abbildung 9: Gesamtanzahl der Filialen je Unternehmensgruppe

Abbildung 10:Verteilung der Betriebstypen in den Unternehmensgruppen

Abbildung 11: Stadtsegmente

Abbildung 12: Filialstandorte im Norden

Abbildung 13: Filialstandorte im Osten

Abbildung 14:Filialstandorte im Süden

Abbildung 15: Filialstandorte im Westen

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Entwicklung verschiedener Betriebstypen im LEH

Tabelle 2: Entwicklung der durchschnittlichen Verkaufsfläche in Deutschland

Tabelle 3: LEH - Betriebstypen und Vertriebsgebiete der REWE – Gruppe

Tabelle 4: LEH - Betriebstypen der METRO - Group

Tabelle 5: Betriebstypen der LIDL & Schwarz Gruppe

Tabelle 6: LEH - Betriebstypen der Tengelmann Unternehmensgruppe

Tabelle 7: Betriebstypen des SPAR - LEH

Tabelle 8: Familienzykluskonzept und bevorzugte Betriebstypen

Tabelle 9: Standortlagen der Betriebstypen

Tabelle 10: Standortanforderungen der wichtigsten LEH - Handelsunter-nehmen

Tabelle 11: Betriebstypendefinition der Filialisten

Tabelle 12: LEH - Besatz im Norden

Tabelle 13: LEH - Besatz im Osten

Tabelle 14: LEH - Besatz im Süden

Tabelle 15: LEH - Besatz im Westen

Tabelle 16: LEH - Besatz der Innenstadt

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einführung in die Thematik und Aufbau der Arbeit

Diese Arbeit befasst sich mit dem Lebensmitteleinzelhandel (LEH) in München. Ausgangslage ist der harte Konkurrenzdruck und die daraus resultierenden Fusionen. Für die großen der Branche, welche überleben, bleibt nur die Möglichkeit der Expansion. Dies geschieht zum einen durch das Eindringen in den internationalen Markt zum anderen durch einen Verdrängungswettbewerb in Deutschland.

Der Marktanteil hängt sehr stark von der Verkaufsfläche ab. So versuchen die größten Handelsunternehmen nicht nur ihr Filialnetz ständig zu erweitern, sondern versuchen auch die Verkaufsflächen zu vergrößern, indem alte Standorte durch neue ersetzt werden oder Filialen vergrößert werden. Auf der anderen Seite stehen die Städte bzw. Gemeinden. Diese sind bestrebt, den Bürgern eine Nahversorgung und attraktive Einkaufszonen zu bieten, und dennoch einen ausgewogenen Branchenmix aufrecht zu erhalten, und Überkapazitäten an Verkaufsflächen zu verhindern. Die Standortpolitik ist ein sehr komplexes absatzpolitisches Instrument, welches in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewann. Deshalb beschäftigen sich heute viele Softwarehersteller und Marktforschungsunternehmen mit diesem Thema. So gibt es mittlerweile eine Vielzahl von Programmen und Datenbanken zur Standortplanung und –analyse, mit denen Standorte bezüglich Konkurrenzverhältnissen, demografischen Daten, etc. analisiert werden können. Dies ist jedoch mit erheblichen Kosten verbunden, und somit nur für große Unternehmen möglich. So wurde es zur Zielsetzung dieser Arbeit, inwiefern eine Standortanalyse und -bewertung durch reine Sekundärrecherche machbar ist, ohne dabei auf kostenpflichtige Daten oder Programme zurückzugreifen. Als Untersuchungsraum wurde die Stadt München gewählt. Das wichtigste Rechercheobjekt stellte das Internet dar, wo die wichtigsten Unternehmensdaten und Filialstandorte recherchiert werden konnten. Des weiteren sei hier ein Dank an die Stadt München, insbesondere Frau Beckmann-Scheld vom Referat für Stadtplanung und Bauordnung ausgesprochen, welche die Einsicht in die Nahversorgungsanalyse der Stadt München ermöglichte sowie Bewertungskennziffern der Stadtteile zur Verfügung stellte.

Aufgrund der recherchierten Daten konnten folgende Untersuchungsschwerpunkte gewählt werden:

- Darstellung der Filialstruktur der größten Handelsunternehmen in der Stadt München.
- Auswertung der Daten anhand der soziodemografischen Gegebenheiten und Überprüfung von Zusammenhängen zwischen Standorten und sozialen Unterschieden.
- Des weiteren wurde untersucht, in wiefern die Standortanforderungen der Handelsunternehmen an neue Standorte mit den vorhandenen Standorten in der Stadt München übereinstimmen, bzw. welche Bedeutung die Handelsunternehmen in der Stadt haben. Im Mittelpunkt stehen hierbei die Standortfaktoren der Standortwahl.

In Kapitel 2 wird zunächst die Struktur der LEH in Deutschland aufgezeigt. Dieses Kapitel bildet die Grundlage dieser Arbeit, da die Handelsunternehmen und deren Betriebstypen im Einzelnen erklärt werden und die wirtschaftliche Bedeutung des LEH erläutert wird. In Kapitel 2.1 wird zunächst die Entwicklung des LEH in Deutschland beschrieben. In Kapitel 2.2 wird die Struktur des LEH in Deutschland aufgezeigt. Hierbei wird auf die Entwicklung, die Veränderungen und insbesondere auf die Konzentration im LEH in Deutschland eingegangen. Es werden die größten Handelsgruppen mit ihren Betriebstypen und deren Marktanteile dargestellt. In Kapitel 2.3 werden die Trends und die Entwicklungen in der Einzelhandelslandschaft aufgezeigt.

Kapitel 3 steckt den theoretischen Rahmen für die Kapitel 4 und 5 ab. Hier werden die wichtigsten Faktoren der Standortpolitik im LEH beschrieben. Der Aufbau von Kapitel 3 ist dreigliedrig: Abschnitt 3.1 beschreibt den Standortbegriff im Allgemeinen, Abschnitt 3.2 die Standortbewertung im LEH und Abschnitt 3.3 beschreibt die Bestimmungsfaktoren für die Standortbewertung. Hierauf wurde das besondere Augenmerk gelegt, da die Standortfaktoren und die Standortanforderungen der Handelsunternehmen die wesentlichen Grundaspekte der Untersuchung darstellen.

In Kapitel 4 wird das Standortprofil der Stadt München vorgestellt. Dies geschieht auf Grundlage der in Kapitel 3 aufgezeigten Standortfaktoren. So werden in Abschnitt 4.1 und 4.2 zunächst die geografische Lage und städtebauliche Versorgung der Stadt München vorgestellt. In Kapitel 4.3 werden anschließend die Ziele des Stadtmarketings aufgeführt. In Kapitel 4.4 wird die Kaufkraft- und Kundenstruktur in der Stadt München aufgezeigt.

In Kapitel 5 wird in Abschnitt 5.1 zunächst die methodische Anlage der Untersuchung erläutert. In Abschnitt 5.2 wird die LEH - Filialstruktur der gesamten Stadt dargestellt. Die Untersuchung der einzelnen Stadtsegmente wird in den Abschnitten 5.3 – 5.5 aufgezeigt. Hier werden zunächst die Merkmale jedes Stadtsegments erläutert und anschließend die Unternehmenszugehörigkeiten und die Betriebstypen des jeweiligen Segments dargestellt und bewertet. In Unterpunkt 3 werden die Segmente nach den branchenüblichen Kennziffern bewertet. In Unterpunkt 4 erfolgt eine Bewertung der Standortlagen und ein Vergleich mit den Standortanforderungen der Handelsunternehmen.

In Kapitel 6 werden die gewonnen Erkenntnisse zusammengefasst und in Kapitel 7 eine Schlussbemerkung gemacht.

2 Entwicklungen, Struktur und Veränderungen im Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland

Der LEH umfasst alle Geschäftstypen, die an den Endverbraucher verkaufen und deren Sortiment überwiegend aus Lebensmitteln und lebensmittelnahen Waren bestehen (Griepentrog 2003, S. 23). Auf die rund 82 Millionen Einwohner in Deutschland kommen rund 33,5 Millionen Haushalte (Statistisches Bundesamt 2004). Denen standen 2003 etwa 63.700 Geschäfte des LEH gegenüber (AC Nielsen 2004, S. 5). So steht etwa ein Händler des LEH 600 Haushalten gegenüber.

In diesem Kapitel wird zunächst der LEH in Deutschland dargestellt, um einen Überblick über die Branche zu geben und somit die Grundlagen dieser Arbeit darzustellen. Zunächst werden in Abschnitt 2.1 die Entwicklung des LEH in Deutschland dargestellt. Zusätzlich werden die Betriebstypen definiert und deren Entwicklung erläutert. In Abschnitt 2.2 wird die Struktur anhand der Unternehmenszugehörigkeiten beschrieben. In Abschnitt 2.3 werden die Veränderungen im LEH auf Händler- und Konsumentenseite betrachtet, sowie Prognosen für den LEH der Zukunft erläutert.

Die Darstellung des LEH in Deutschland erweist sich als problematisch, da die Daten von verschiedenen Marktforschungsinstituten, Forschungseinrichtungen und den statistischen Ämtern sehr stark differieren. Gründe dafür sind unter anderem unterschiedliche Definitionen der Vertriebswege sowie nicht berücksichtigte Vertriebswege bei den Erhebungen unterschiedlicher Einrichtungen. So fällt beispielsweise ALDI, aufgrund ihrer Weigerung zur Kooperation, sehr oft aus den Statistiken kommerzieller Marktforschungsinstitute heraus. Besonders bei Vergleichen ist deshalb zu Berücksichtigen, dass die Daten aus unterschiedlichen Quellen stammen können (Menrad 2001, S. 603).

2.1 Entwicklung des Lebensmitteleinzelhandels in Deutschland

Nach dem zweiten Weltkrieg war das LEH - Netz in Deutschland vollständig zusammengebrochen. Es entstanden Einkaufsgenossenschaften und große Unternehmensgruppen. Einige davon wurden nach dem Krieg aus vorher bestehenden Unternehmen wieder aufgebaut, andere entstanden neu. In den Folgejahren konnte der LEH ein stetiges Umsatzwachstum erzielen. Dies setzte sich auch nach der Wiedervereinigung bis 1991 fort, sowohl absolut als auch relativ zum privaten Verbrauch insgesamt. Seitdem hat sich das Bild jedoch gewandelt: Der Anteil des Einzelhandels am privaten Verbrauch sinkt seit Anfang der 90er Jahre zugunsten des Konsums von Dienstleistungen und Gütern für Freizeit, Urlaub, Wohnen und Verkehr auf nur noch 34 % im Jahr 1997 gegenüber 40% im Jahr 1991 (Deutscher Fachverlag 2001, S. 553).

Nach Angaben des Frankfurter Handelsforschungsinstituts M+M EURODATA erwirtschafteten die deutschen Lebensmitteleinzelhändler 2002 rund 201 Mrd. €. Der Umsatz mit Nahrungs- und Genussmitteln konnte 2002 um 3,7 % erhöht werden. So betrug dieser ohne ALDI rund 139 Mrd. € (M+M EURODATA 2003).

Dennoch geht die Anzahl der Geschäfte im LEH stetig zurück. Diese hat sich nach Angaben der Information Resources GfK, Nürnberg zwischen 1991 und 2003 um 30% auf 57.305 Geschäfte verringert (Information Resources GfK 2003). Dem entspricht die Entwicklung der Beschäftigten: Sie sank im gleichen Zeitabschnitt von 508.900 auf 378.800. Der Umsatz je Beschäftigten konnte jedoch um 73 % gesteigert werden (Deutscher Fachverlag 2001, S. 279).

2.2 Struktur des Deutschen Lebensmitteleinzelhandels

Die Umstrukturierung im LEH fand eine wesentliche Ursache in der Einführung der Selbstbedienung Mitte der 60er Jahre. Damit wurde weniger Personal benötigt, die Produktvielfalt nahm zu, und das vergrößerte Sortiment machte die Ausdehnung der Verkaufsfläche notwendig. Es entstanden neue Betriebstypen, die die Prinzipien der Selbstbedienung und Großflächigkeit mit einem konsequenten Niedrigpreismarketing verbanden. Vor allem der Betriebstyp des Lebensmittel - Discounters setzt sich durch. Der Marktanteil der Discounter konnte, bezogen auf die Verteilung der Betriebstypen, von 1 % (1975) auf 17% (2001) erhöht werden (Deutscher Fachverlag 2001, S. 271). Der Begriff „Betriebstyp“ ist streng von der „Betriebsform“ zu unterscheiden. Die Betriebsform bezeichnet die Stellung in der Handelskette. So liefert der Großhandel beispielsweise an Wiederverkäufer, gewerbliche Verwender und Großverbraucher. Einzelhandelsbetriebe setzen Konsumwaren in haushaltsgerechten Kleinmengen an Letztverwender ab (Barth 1988, S. 58 f.).

2.2.1 Betriebstypen des Lebensmitteleinzelhandels

Als Betriebstyp „bezeichnet man eine Kategorie von Handelsbetrieben mit gleichen oder ähnlichen Kombinationen von Merkmalen, die über einen längeren Zeitraum beibehalten werden. Durch die Wahl des Betriebstyps legt der Handelsbetrieb seine Struktur, sein Leistungsspektrum und seinen Marktauftritt fest“ (Leibmann 2001, S.345). Der Betriebstyp ist somit das absatzpolitische Instrument des Handelbetriebs. Im folgenden werden die für diese Arbeit wichtigen Betriebstypen des LEH definiert.

SB-Warenhäuser sind „Einzelhandelsgeschäfte mit mindestens 5.000 m2 Verkaufsfläche, die ein breites, warenhausähnliches Sortiment des Lebensmittel- und Nichtlebensmittelbereichs in Selbstbedienung anbieten“ (AC Nielsen 2004, S. 13). Diese sind meistens in großen Städten an verkehrsgünstigen Stadtrandlagen angesiedelt und verfügen über ein Warensortiment von über 100.000 Artikeln (Kotler/Bliemel 2001, S. 1132). Die Prinzipien der SB-Warenhäuser sind durch geringe Personalkosten, durch wenig Beratung und durch das Anbieten von vornehmlich verpackter und problemloser Ware gekennzeichnet. Darüber hinaus wird durch die kostengünstigen Standorte aggressive Preispolitik betrieben (Blotevogel 2001, S.4).

Verbrauchermärkte sind „ große Einzelhandelsgeschäfte mit einer Verkaufsfläche zwischen 1.500 und 4.999 m². Sie besitzen ein breites, warenhausähnliches Sortiment des Lebensmittel- und Nichtlebensmittelbereiches, die in Selbstbedienung angeboten werden“ (AC Nielsen 2004, S. 13). Der Schwerpunkt liegt jedoch im Lebensmittelbereich. Die Betriebspolitik ist der des SB-Warenhauses identisch. Im Mittelpunkt steht die Standortnähe zum Verbrauchers, in Wohngebietslagen von größeren Städten und in Geschäftszentren. Der Standort ist meist autoorientiert, in Alleinlage oder innerhalb von Einzelhandelszentren (Arend-Fuchs 1995, S. 39 f.).

Kleine Verbrauchermärkte haben eine Verkaufsfläche zwischen 800 und 1.499 m² (AC Nielsen 2004, S. 13). Je nach Standort und Größe verfügen sie über eigene Parkplätze. Im Gegensatz zu großen Verbrauchermärkten sind diese meist wohnortnah zum Konsument positioniert (Blotevogel 2001, S. 4).

Supermärkte sind Lebensmittel-Einzelhandelsgeschäfte mit einer Verkaufsfläche zwischen 400 und 799 m² (AC Nielsen 2004, S. 13). Das Sortiment besteht häuptsächlich aus Lebensmitteln. Teilweise wird auch ein Nonfood - Randsortiment geführt. Die Waren werden preisaktiv und in Selbstbedienung angeboten (Blotevogel 2001, S. 5). Die Standorte sind meist in Mittel- und Grundzentren gelegen, oft am Rand der gewachsenen Zentren, da meist ein Kompromiss zwischen Zentren- und Autoorientierung gefunden werden muss. Darüber hinaus können neue Standorte oft nur in Zentrenrandlage erschlossen werden. Tendenziell breiten sich Supermärkte auf Kosten kleinerer SB - Läden als Folge betrieblicher Konzentrationsprozesse aus; andererseits stehen sie in Konkurrenz zu Verbrauchermärkten (Arend-Fuchs 1995, S. 42 f.).

Lebensmittel-SB-Märkte haben eine Verkaufsfläche von 200 bis 400 m². Das Warensortiment umfasst Lebensmittel einschließlich Frischwaren und integrierte Nonfood Artikel in Selbstbedienung (Deutscher Fachverlag 2001, S. 447).

Lebensmittel-SB-Läden sind Selbstbedienungsgeschäfte mit einer Verkaufsfläche unter 200 m². Diese werden auch als Nachbarschaftsgeschäfte bezeichnet (Deutscher Fachverlag 2001, S. 447).

Discounter sind Lebensmittel - Einzelhandelsgeschäfte, für deren Absatzpolitik das Discount- Prinzip (Niedrigpreise, begrenztes Sortiment) maßgebend ist, unabhängig von der Größe der Verkaufsfläche (AC Nielsen 2003, S. 13). Die Kosten werden durch wenig Personal und einfache Ladenausstattung niedrig gehalten. Die Standorte der Discountmärkte sind meist in Konsumentennähe, in Stadtteilzentren, Mittel- oder Grundzentren (Blotevogel 2001, S. 5). Bei Discount – Geschäften unterscheidet man zwischen Hard- und Soft – Discountern. Hard - Discounter (z. B. ALDI, LIDL, Penny) legen ihren Schwerpunkt auf Eigenmarken und Schnelldreher. Das Sortiment ist stark eingeschränkt auf 400 – 1.000 Artikel. Der Anteil an Markenartikel ist sehr gering. Bei Soft – Discounter hingegen (z. B. Netto, Plus), welche durch die Handelsunternehmen oft als „Marken-Discounter“ beworben werden, liegt der Schwerpunkt auf Markenartikeln. Gegenüber Hard - Discountern weisen Soft - Discounter mit 2.000 - 2.500 Artikeln erweiterte Sortimente auf. Sie sind teilweise um Bäckereien und Metzgereien ergänzt (Pfeiffer 2003).

Shopping-Center sind Einkaufszentren, über deren Zugehörigkeit zum Einzelhandel sich streiten lässt. Nach Beck kann man Shopping - Center als Sonderform eines Betriebstyps bezeichnen. Meist errichtet ein Unternehmen die Gebäude und vermietet die Räume dann an unabhängige Einzelhändler oder Ketten (Beck 2003, S. 132 f.). Shopping - Center sind in Nachbarschaftszentren (Neighbourhood Center), Gemeinde- bzw. Stadtteilzentren (Community Center) oder Regionale Shopping-Center (Regional Center/Superregional Center) zu untergliedern.

In Nachbarschaftszentren dient ein Supermarkt als Anziehungspunkt. Zusätzlich gibt es 15 bis 20 weitere Geschäfte, die zwischen 10.000 und 15.000 Einwohner mit Waren des täglichen Bedarfs und Dienstleistungen versorgen.

Das Gemeinde- bzw. Stadtteilzentrum erfordert zusätzlich zum Supermarkt noch einen weiteren Kundenmagneten wie z. B. ein SB - Warenhaus. Je nach Größe können 40.000 bis 150.000 Einwohner versorgt werden.

Die Regionalen Shopping - Center sind oft an wichtigen Verkehrspunkten positioniert. Hierdurch können sie ein größeres Einzugsgebiet versorgen. Einzelhandels-, Dienstleistungs- und Gastronomiebetriebe sind hier unter einem Dach vereint. Zusätzlich zu Warenhäusern, Kaufhäusern und SB - Warenhäusern dienen in regionalen Shopping - Centern auch Fachmärkte als Konsummagneten. Der Konsument kann fast alle Güter des kurz-, mittel- und langfristigen Bedarfs erwerben. Hierfür stehen eine ausreichende Anzahl an Parkplätzen zum problemlosen Abtransport zur Verfügung.

2.2.2 Entwicklungen der Betriebstypen

Seit dem zweiten Weltkrieg haben sich die einzelnen Betriebstypen nach und nach entwickelt. Gab es am Anfang ausschließlich „Tante – Emma - Läden“, haben sich bis heute eine Vielzahl von Betriebstypen etabliert. Dabei waren die Einflussfaktoren „Fläche“ und „Personal“ von besonderer Bedeutung. Hinsichtlich der Flächen ist seit längerer Zeit ein langfristiger Trend zur Abnahme der Flächenproduktivität (Umsatz pro m² Verkaufsfläche) festzustellen. Die Flächenproduktivität ging insbesondere während der Rezessionen 1981 - 1984 und 1992 - 1996 zurück, seitdem blieb sie auf niedrigem Niveau ungefähr konstant. Dabei ist besonders interessant, dass kleine SB - Läden eine höhere Flächenproduktivität als große SB - Läden und Discounter aufweisen. So lag die Flächenproduktivität bei Geschäften bis 399 m² im Jahr 1999 bei 10.145 DM/m², bei größeren Supermärken bei 8.787 DM/m² und bei Soft-Discountern sogar nur bei 8.644 DM/m² (Deutscher Fachverlag 2001, S. 453).

Bei großen Verbrauchermärkten mit einer Verkaufsfläche von über 5.000 m² lag die Flächenproduktivität 1999 bei nur 6.865 DM/m² (Deutscher Fachverlag 2001, S. 462). Wenn man die Discounter ausschließt, ist festzustellen, dass bei steigender Verkaufsfläche die Produktivität abnimmt. Dennoch geht der Trend eindeutig zu größeren Verkaufsflächen. Wie sich die Anzahl der Betriebstypen entwickelt hat, ist in Tabelle 1 dargestellt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Entwicklung verschiedener Betriebstypen im LEH

Quelle: Deutscher Fachverlag 2001, S. 271

Seit 1985 expandieren Verbrauchermärkte sehr stark. Nahmen sie 1985 noch 3 % der Zahl der LEH - Geschäfte ein, konnten sie bis 2001 ihren Anteil auf 12,6 % steigern. Ein möglicher Erfolgsfaktor hierfür könnte sein, dass immer mehr Konsumenten ihren Wocheneinkauf mit dem Auto im Verbrauchermarkt erledigen.

Der Vertriebsweg des Discounts hat sich in den 1960er Jahren entwickelt. Seither ist stetiges Wachstum zu beobachten. Der Marktanteil lag 2001 bei 17 % ohne ALDI. Der Lebensmittel - Discount ist der einzige Bereich, der weiterhin Zuwachsraten verzeichnen kann. 2003 konnten die Discounter ohne ALDI nach Angaben von Trade Dimensions bereits 29 % des Deutschen LEH einnehmen. Mit ALDI betrug der Discountanteil in Deutschland 2003 sogar 41 % (Trade Dimensions 2003, S.17 ff.).

Der traditionelle LEH ist der Verlierer unter den Betriebstypen. Der Marktanteil ist von fast 100 % im Jahr 1975 auf fast 70 % in 2001 gefallen, wobei dieser vermutlich noch weiter absinken wird.

Dem traditionellen LEH gehören die Supermärkte, SB - Märkte und SB - Läden an. Das Wachstum der Supermärkte ging in den 1970er und 1980er Jahren sehr dynamisch voran. Doch dann setzte ein Abwärtstrend ein. Der Marktanteil der Supermärkte liegt heute bei etwa 13 % (Deutscher Fachverlag 2001, S. 274).

SB - Märkte und SB - Läden waren in den 1960er und 1970 Jahren der dominierende Betriebstyp des LEH. Heute liegt, durch die starke Konkurrenz der Verbrauchermärkte, der Marktanteil nur noch bei ca. 30 % (Blotevogel 2001, S. 5).

2.2.3 Entwicklung der Verkaufsflächen

Analysiert man die Verkaufsflächenentwicklung im LEH in Deutschland, so ist eine Entwicklung analog zu Kapitel 2.2.2 zu erkennen. Während in den 90er Jahre ein enormer Rückgang der LEH – Geschäfte bis 400 m² zu erkennen ist, gewinnen LEH – Geschäfte mit Verkaufsflächen von über 1.000 m² deutlich an Bedeutung. Andererseits verloren in den 90er Jahren die großen Verbrauchermärkte und Einkaufscenter über 10.000 m² an Wichtigkeit. Die besten Zukunftsaussichten haben nach einer Umfrage große Supermärkte mit Verkaufsflächen über 1.500 m² (Menrad 2001, S. 605 f.). Die Entwicklung der durchschnittlichen Verkaufsfläche im LEH in Deutschland ist in folgender Tabelle dargestellt:

Tabelle 2: Entwicklung der durchschnittlichen Verkaufsfläche in Deutschland

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Deutscher Fachverlag 2001, S. 448

Betrachtet man die in Tabelle 2 abgebildeten durchschnittlichen Verkaufsflächen, so ist festzustellen, dass sich seit 1971 ein klarer Trend zur größeren Verkaufsfläche entwickelt hat, die Gesamtanzahl der Geschäfte jedoch parallel sinkt. So betrug die durchschnittliche Verkaufsfläche im Jahr 1971 noch 1.323 m² pro Geschäft, während diese im Jahr 2000 bereits bei 402m² pro Geschäft lag. Dieser Trend wird sich laut Tietz auch weiterhin fortsetzen (Tietz 1992).

2.2.4 Konzentration

Infolge des Preis- und Verdrängungswettbewerbs nimmt die Unternehmenskonzentration im LEH in Deutschland fortlaufend zu. Im Jahr 2002 vereinnahmten die zehn größten Handelsunternehmen im deutschen LEH bereits 84% des Lebensmittelumsatzes (M+M EURODATA 2003, S. 1).

Es kann davon ausgegangen werden, dass sich die Konzentration im LEH künftig zwar verlangsamen, jedoch fortsetzen wird (Wigger 1998, S. 147). Prognosen zufolge werden die fünf führenden Unternehmen ihren Marktanteil bis 2010 auf 80% steigern können (M+M EURODATA 2002). Die durch Firmenübernahmen verstärkte Konzentration hat dazu geführt, dass mittlerweile eine kleine Anzahl führender Großunternehmer des Handels mehrere Vertriebslinien, vom Supermarkt bis zum Fachmarkt, unter einem Dach vereinen. Abbildung 1 zeigt die Verteilung der Umsätze der größten Unternehmen im LEH in Deutschland 2002:

Abbildung 1: Umsätze der TOP 10 im Deutschen LEH

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten Quelle:M+M EURODATA 2003a

Betrachtet man Abbildung 1 so fällt auf, dass die METRO Group zwar mit einem Gesamtumsatz von 32 Mrd. € im Jahr 2002 den Platz eins im Deutschen LEH einnimmt, der Nonfood - Anteil jedoch mit 55% höher als der Food – Anteil war. Den höchsten Food – Umsatz konnte 2003 die EDEKA - Gruppe mit 20,9 Mrd. € erzielen. Die weitaus niedrigsten Nonfood – Anteile haben LEKKERLAND - TABACCOLAND, die SPAR AG und Schlecker. Dies ist dadurch begründet, dass sich die Food - Umsatzangaben auf die im LEH üblicherweise definierten FMCG (Fast Moving Consumer Goods) beziehen. Hierzu zählen, zusätzlich zu Lebensmitteln und Getränken, im weiteren Sinne, alle Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel, Nahrungsergänzungsmittel, Tiernahrung sowie alle Genussmittel (Griepentrog 2003, S. 64).

Ursachen für die hohe Konzentration sind beispielsweise die Kostenvorteile (economies of scale), die Großunternehmen durch rationelleren Arbeitseinsatz, ein geringeren Fixkostenanteil, Kostenvorteilen bei der Warenbeschaffung und einen effizienteren Werbemitteleinsatz realisieren. Darüber hinaus entfalten großbetriebliche Formen eine größere Attraktivität für die Konsumenten, da sie Preisvorteile sowie breitere bzw. tiefere Sortimente bieten (Blotevogel 2001, S. 17). Als Motor für die Unternehmenskonzentration wirkt die Aussicht auf eine größere Marktmacht durch Preisvorteile beim Einkauf, ein effizienteres Management sowie effizienterer Einsatz von Mitteln zur Absatzförderung. Dies ist notwendig, da sich die Handelsspannen im LEH immer mehr verringern. Den Lebensmittelproduzenten, die sich noch überwiegend aus kleinen und mittelständischen Unternehmen zusammensetzen, stehen mittlerweile nur noch wenige große Handelspartner gegenüber, so dass die Produzenten stark von deren Vorgaben abhängen (DG Bank Branchenzentrum 2000, S. 11). Die Bestrebungen des Einzelhandels, die Zahl seiner Zulieferer zu reduzieren sowie die wachsenden Anforderungen an die Lieferanten im Hinblick auf Preis, Lieferfähigkeit und technische Ausstattung führen aber dazu, dass der Konzentrationsgrad auch auf der Produzentenseite zunimmt. Schätzungen zufolge wird sich die Zahl der unabhängigen Lieferanten bis zum Jahr 2005 um zwei Drittel verringern, indem viele kleinere und mittlere Firmen von großen Konzernen übernommen werden bzw. ganz aus dem Markt ausscheiden (M+M EURODATA 2000).

Die Konzentration auf wenige große Handelsunternehmen ist auch in den europäischen Nachbarländern zu beobachten. So vereinen z. B. in Großbritannien die fünf größten Handelsunternehmen gut 70% des nationalen LEH - Marktes auf sich (Dawson 2001, S.46). Trotz des bereits erreichten hohen Konsolidierungsniveaus ist in den Ländern der Europäischen Union mit einer weiteren Konzentration im LEH zu rechnen. Der Großteil der Branchenkonsolidierung ist in den kommenden Jahren jedoch im mittelosteuropäischen Raum zu erwarten, wobei dort der Strukturwandel durch die Expansion westeuropäischer Lebensmitteleinzelhändler vorangetrieben wird (DG Bank Branchenzentrum 2000, S. 57).

2.2.5 Entwicklung der umsatzstärksten Handelsgruppen

Die Konzerne haben sich meist aus kleinen Unternehmen gebildet. Entweder entstanden aus kleinen Einkaufsgenossenschaften durch Zusammenschlüsse große, oder die Unternehmen wurden von Einzelpersonen in jahrelanger Arbeit aufgebaut. Alle Gemeinsam kämpfen im heutigen Preis- und Verdrängungswettbewerb gegeneinander. Im folgenden werden die umsatzstärksten Unternehmensgruppen, absteigend sortiert nach dem Food – Umsatz, genauer beschrieben. Anzumerken ist hierbei, dass Drogeriemärkte und ähnliche Vertriebsschienen nicht detailliert dargestellt werden, da diese im weiteren Verlauf der Arbeit nicht von Bedeutung sind.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.2.5.1 EDEKA/AVA-Gruppe

Die EKEKA/AVA - Gruppe steht mit dem Food - Umsatz an der Spitze der Unternehmen des Deutschen LEH. Der Food – Anteil der Gruppe beträgt 84,5 % bei einem Gesamtumsatz von 25,2 Mrd. € in 2002. „Die EDEKA - Gruppe ist ein freiwilliger Zusammenschluss von etwa 4.400 selbstständigen Einzelhandelskaufleuten des Lebensmittelhandels und eine der größten Kooperationsgruppen des Handels in Europa“ (EDEKA 2004a).

Die Geschichte der Gruppe geht bis Ende des 19. Jahrhundert zurück. 1898 wurde in Berlin die "Einkaufsgenossenschaft der Kolonialwarenhändler im Halleschen Torbezirk zu Berlin" gegründet. Diese ist heute die EDEKA Berlin-Brandenburg. 1907 schloss sich dann der „Verband deutscher kaufmännischer Genossenschaften“ zusammen. Dieser Bestand zu der Zeit aus 23 Einkaufsvereinen des deutschen Reiches. In diesem Jahr wurde auch die erste EDEKA - Zentrale gegründet.

„Im Jahre 1911 überliessen die inzwischen als "E inkaufszentrale d er K olonialwarenhändler, Berlin" firmierende Ursprungsorganisation dem Verband und der Zentrale zugunsten der Gesamtorganisation die Rechte an dem von ihr geprägten Wort- und Bildzeichen (EdK). So entstand aus den drei Anfangsbuchstaben der Firmenbezeichnung einer Berliner Genossenschaft der Begriff EDeKa. Damit ist die äußere Voraussetzung für die Verwendung eines einheitlichen Werbe- und Warenzeichens geschaffen.“

Nach der Wiederaufbauzeit nach dem Krieg, eröffnete EDEKA 1960 ihren ersten SB- Laden. In den 70er Jahren wurde EDEKA in eine AG umgewandelt. Doch der Grundsatz der genossenschaftlichen Selbständigkeit wurde aufrecht erhalten.

Die EDEKA besteht heute aus 14 regionalen Genossenschaften und 7 Großhandelsbetrieben. Diese führen etwa 2.400 LEH – Filialen in Eigenregie unter den Namen „E neukauf“, „E Friedrichsen“ „E aktiv markt“ und „E center“. 4.400 Geschäfte werden durch selbständige Einzelhändler geführt (EDEKA 2004b).

Seit 1999 hat EDEKA die Mehrheitsanteile an der AVA-Gruppe und ist somit Beteiligungsgesellschaft (EDEKA 2004a).

Der EDEKA/AVA Gruppe gehören die 3 Regionalgesellschaften Nord, Süd und West an. Ihnen sind die 12 EDEKA - Großhandlungen, die AVA - Gruppe mit deren Tochterunternehmen, die Reichelt Filialisten und die BVA (Bayrische Warenhandelsgesellschaft) in Nürnberg zugeordnet.

Die AVA – Gruppe ist im LEH, bezogen auf die Anzahl der Verkaufsstätten relativ schwach vertreten. Sie erwirtschaftete im Jahr 2000 mit ihren 166 Marktkauf und Dixi Filialen 4,18 Mrd. € brutto. Das sind etwa 20 % des EDEKA – Food – Umsatzes (AVA 2004).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.2.5.2 ALDI - Gruppe

Die ALDI Gruppe, welche sich in die Unternehmensgruppen ALDI SÜD und ALDI NORD aufteilt, besitzt deutschlandweit rund 3.400 Discountgeschäfte (Deutscher Fachverlag 2001, S. 423). Bereits 1913 wurde die erste Filialunternehmung in Essen durch die Gebrüder Albrecht gegründet. 1960 erfolgte dann die Aufteilung in die zwei eigenständigen Unternehmensgruppen ALDI SÜD und ALDI NORD (ALDI 2004), woraufhin 1962 die erste ALDI Filiale nach strengem Discountprinzip eröffnet wurde (EHI 2001, S. 198). Die einzelnen Unternehmensgruppen unterteilen sich wiederum in Gesellschaften, die selbständig handeln. Allein ALDI SÜD vereint 27 Gesellschaften (ALDI 2004).

2.2.5.3 REWE - Gruppe

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die REWE ist durch ihre selbständigen Einzelhändler eine genossenschaftliche Handelsgruppe. Gegründet wurde die damalige Einkaufsgenossenschaft im Jahr 1920. Im Jahr 1935 wurde die Genossenschaft in „Rewe-Zentrale Deutscher Lebensmittel - Großhändler Genossenschaften e.G.m.b.H.“ umbenannt. Anfang der 70iger Jahre folgte dann die Umwandlung in „Rewe- Zentral - Aktiengesellschaft Köln“.

In den Folgejahren wurden die Mehrheitsanteile an der Leibbrand-Gruppe, mit den Filialunternehmen HL, miniMAL, toom und Penny, sowie von Stüssgen erworben. Später gingen diese ganz in den Besitz der Gruppe über.

Der REWE - Gruppe gehören heute insgesamt 20 Beteiligungsunternehmen an, 11 davon sind Groß- und Einzelhändler im Food Bereich (Deutscher Fachverlag 2001, S. 409 ff.). Weitere Geschäftsfelder sind der Nonfood - Einzelhandel, der Großhandel und das Geschäftsfeld Rewe-Touristik, welches ein starker Wachstumsträger der Handelsgruppe ist (REWE 2004). In Abbildung 2 werden die Betriebstypen, die jeweiligen Märkte sowie das Vertriebsgebiet des jeweiligen Betriebstypen im Deutschen LEH dargestellt.

Tabelle 3: LEH - Betriebstypen und Vertriebsgebiete der REWE – Gruppe

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: REWE 2004

Penny ist mit 2.400 Discount – Filialen der stärkste Filialist der REWE. Mit diesem Betriebstyp wird etwa ein Viertel des Food – Umsatzes erwirtschaftet. Von den 1.500 REWE Nahkauf Filialen und REWE Centern werden 40 % durch selbständige Einzelhändler geführt, bei allen anderen Betriebstypen handelt es sich um Filialen der Gruppe.

2.2.5.4 METRO Group

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die METRO Group ist 1996 durch Verschmelzung mehrerer Handelsunternehmen entstanden (METRO 2004a). Sie ist mit über 32 Milliarden Gesamtumsatz das Stärkste Handelsunternehmen in Deutschland. Der Food - Umsatz von 14,4 Mrd. € in 2002 beträgt etwa 45 % des Gesamtumsatzes.

Der METRO Konzern wurde 1964 von Otto Beisheim gegründet. Damals war die METRO jedoch lediglich Cash & Carry Markt für Gewerbebetreibende (METRO 2004a). Die Gruppe führt mit seinen Extra und Real Märkten rund 750 Verkaufsstellen in Deutschland (siehe Tab. 3), welche insgesamt eine Verkaufsfläche von rund 3 Mio. m² einnehmen (METRO 2004b). Im Jahr 2003 erwirtschafteten diese Betriebstypen einen Umsatz von 11 Mrd. € (METRO 2004b).

Tabelle 4: LEH - Betriebstypen der METRO - Group

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: METRO 2004b

Vergleicht man den Gesamtabsatzmarkt der METRO Gruppe mit den anderen Konzernen der TOP 10 (außer ALDI, LIDL und Schlecker), so ist auffallend, dass das Unternehmen nur wenige Vertriebsschienen betreibt, die über den Lebensmittelhandel und -großhandel hinausgehen. Dennoch erreicht die Gruppe den höchsten Umsatz der Handelsunternehmen in Deutschland. Dies ist nicht verwunderlich, denn zur METRO Group gehören zum einen das Warenhaus „Galeria Kaufhof“ und zum anderen die Nonfood – Fachmärkte „ Media Markt“, „Saturn“ und „Praktiker“. Hinzuzufügen ist jedoch, dass in den Galeria Kaufhof Filialen meist große Feinkostabteilungen vorhanden sind, welche zum Food – Umsatz beitragen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.2.5.5 LIDL & Schwarz Gruppe Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Anfänge der Firma LIDL reichen bis in die 30er Jahre zurück, als das Unternehmen im Schwäbischen als LIDL & Schwarz Lebensmittel-Sortimentsgroßhandlung gegründet wurde. Später teilten sich die Aktivitäten in den Bereich der Discount - Lebensmittelmärkte unter dem Firmennamen LIDL sowie den Bereich der SB - Warenhäuser und Verbrauchermärkte wie Kaufland und Handelshof. Heute ist LIDL, als Teil der LIDL & Schwarz Unternehmensgruppe, unter den Top 10 des deutschen Lebensmittel-Einzelhandels und als internationales Unternehmen mit eigenständigen Landesgesellschaften in ganz Europa aktiv. Die in Abbildung 4 dargestellten Vertriebsschienen erwirtschafteten im Jahr 2000 rund 94 % des Gesamtumsatzes in Höhe von 12,7 Mrd. €.

Tabelle 5: Betriebstypen der LIDL & Schwarz Gruppe

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Deutscher Fachverlag 2001, S. 468

2.2.5.6 Tengelmann Unternehmensgruppe

Die erste Tengelmann Filiale wurde bereits 1893 vom Schokoladenhersteller und Kaffeeröster Wissol gegründet. 1914 umfasste das Filialnetz schon 560 Verkaufsstellen in Deutschland (Tengelmann 2004). 1953 wurden die ersten Tengelmann Selbstbedienungsgeschäfte in München eröffnet (EHI 2001, S. 188). 1971 übernahm die Gruppe die Kaiser´s Kaffeegeschäft AG in Viersen. Ein Jahr später war das Geburtsjahr des Markendiscounters Plus. 2002 wurde die Rechtsform der offenen Handelsgesellschaft in eine Kommanditgesellschaft geändert (Tengelmann 2004). Die folgende Abbildung zeigt die LEH – Betriebstypen von Tengelmann, mit denen 2002 etwa 70% des Gesamtumsatzes in Höhe von 8,1 Mrd. € erzielt werden konnten. Weitere wichtige Geschäftsfelder der Gruppe sind Bauchmärkte u. a. OBI, der Bekleidungsdiscounter KIK sowie der Drogeriemarkt KD.

Tabelle 6: LEH - Betriebstypen der Tengelmann Unternehmensgruppe

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: M+M EURODATA 2003b, S. 1

2.2.5.7 SPAR Handels – AG

SPAR, welche eine[1] freiwillige Handelskette ist, hat seine Wurzeln in den Niederlanden. Sie ist seit 1932 in Deutschland präsent. „Die Abkürzung der ersten Buchstaben in niederländischer Sprache ergab den Namen des Verbundes: „DE SPAR“, auf deutsch ”Die Tanne”. Damit war gleichzeitig auch das Logo der SPAR geboren“ (SPAR 2004a).

Im Focus der SPAR AG liegt der Großhandel mit der Belieferung von etwa 2.500 selbständigen SPAR Einzelhändlern, sowie in der Belieferung von den konzerneigenen Einzelhandelslinien INTERMARCHE, EUROSPAR Verbrauchermärkte und dem Lebensmitteldiscounter NETTO. Der Gruppe zugehörig ist auch die Vertriebslinie SPAR Convenience, durch welche Tankstellen und Kioske beliefert werden. Seit 1985 ist SPAR eine Aktiengesellschaft. 1997 erwarb die französische Handelsgruppe ITM Entreprises S.A., Paris, den Mehrheitsanteil an der SPAR und ist somit Hauptaktionär (SPAR 2004a).

Die Gruppe ist ausschließlich im Lebensmittelhandel tätig. Dies begründet auch den hohen Food – Anteil von fast 93 %. Abbildung 6 zeigt die Vertriebsschienen des SPAR – LEH. Die Supermärkte der Gesellschaft werden ausschließlich durch selbständige Einzelhändler geführt. Bei den anderen Betriebstypen handelt es sich um Filialisten der AG. Die Verbrauchermarktfilialen der SPAR bringen in den letzten Jahren der Gruppe große Verluste ein, so dass die AG einige Märkte veräußern musste. Laut Süddeutscher Zeitung befinden sich aktuell nur noch 93 INTERMARCHE und EUROSPAR Filialen im SPAR - Besitz (Thiede 2004, S. 21). Alle weiteren sollen nach Angaben der SPAR AG bis Ende des Jahres verkauft, privatisiert oder geschlossen werden (SPAR 2004c).

Tabelle 7: Betriebstypen des SPAR - LEH

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle SPAR 2004b, S. 3

2.2.5.8 Sonstige Handelsunternehmen

Im folgenden werden die Fakten von weiteren wichtigen Handelsunternehmen des Deutschen LEH´s zusammengefasst.

Obwohl der Konzern LEKKERLAND - TABACCOLAND keine einzige Filiale im herkömmlichen LEH besitzt, steht der Konzern auf Rang acht der TOP 10 im Deutschen LEH. Der Konzern ist ein Full – Service – Spezialist im Bereich der Convenience - Absatzkanäle. Beliefert werden rund 70.000 „Tankstellen-Shops, Kioske, Tabakwarenfachgeschäfte, Getränkefachmärkte, Kaufhäuser, Lebensmittelmärkte, Bäckereien, Kantinen und Convenience-Stores“ (LEKKERLAND-TABACCOLAND 2004).

Der Konzern LEKKERLAND Deutschland wurde 1960 gegründet. Die Ursprünge kommen jedoch aus Holland, wo auch der Name LEKKERLAND aus der Abwandlung von „Lekker“ (was für köstlich steht) her kommt. 1974 folgte der „Zusammenschluss der Tabakwarengroßhandlungen J. A. Giesen (Essen); Wilhelm Grünewald (Mönchengladbach) und Fritz Tenberg (Borken) zur tobaccoland GmbH & Co. KG“. 1999 fusionierten die Großunternehmen LEKKERLAND und tabaccoland zur LEKKERLAND-TABACCOLAND GmbH & Co. KG (LEKKERLAND-TABACCOLAND 2004).

Schlecker ist eines der führenden Unternehmen in der Drogeriemarktbranche. Obwohl dies die einzige Vertriebsschiene ist, steht Schlecker auf Platz 9 des Food – Umsatzes in Deutschland. Dies begründet sich dadurch, dass Drogerieartikel den Gütern des täglichen Verbrauchs zugehörig sind, und somit zum Food - Umsatz zählen. 1975 eröffnete Firmeninhaber Anton Schlecker die erste Filiale in der neuen Betriebsform Drogeriemarkt. Die Märkte befinden sich in Orten ab 1.500 Einwohnern (Schlecker 2004).

Den letzen Rang der Food Top 10 nimmt die Dohle Handelsgruppe Holding GmbH & CO. KG ein. „In der Dohle-Gruppe sind zum größten Teil selbständige Unternehmen zusammengefasst, die ihre Warenbeschaffung Food und Nonfood sowie die komplette Zentralregulierung über Dohle abwickeln“ (Deutscher Fachverlag 2001, S. 434). Das Unternehmen ist unter anderem auch Franchisegeber für HIT-Märkte und eine Reihe von C+C und Großhandelsunternehmen. An einigen HIT-Märkten hält die Dohle-Gruppe auch Beteiligungen.

Für den weiteren Verlauf der Arbeit seien noch folgende Handelsfirmen genannt: Die Norma Lebensmittelfilialbetrieb GmbH & Co. KG, mit etwa 1.200 Discountfilialen in Deutschland, die Bartels-Langess-Gruppe, welche im LEH den Betriebstyp V-Markt betreibt und Wal Mart Deutschland.

2.3 Veränderungen und Trends in der Einzelhandelslandschaft

2.3.1 Veränderungen auf der Anbieterseite

Nicht nur die Anzahl der Konzerne geht zurück, sondern auch die Anzahl der Läden. Waren es 1971 noch 86.398 SB - Geschäfte mit einer Gesamtverkaufsfläche von 11.380.000 m², so lag die Zahl der Geschäfte am 01.01.2000 bei 60.463 und einer Gesamtverkaufsfläche von 24.320.000 m² (Deutscher Fachverlag 2001, S. 448).

Auf der Angebotsseite untergliedert sich der Nahrungsmittelmarkt in zunehmend mehr Segmente. Dies gilt sowohl für Produktionsweisen als auch für Produkteigenschaften. Auf dem gesättigten Nahrungsmittelmarkt sind Innovationen unabdingbar, um Marktanteile zu sichern bzw. auszubauen. Der klassische LEH (Verbrauchermarkt, Supermarkt, Discounter) setzt einer Erhöhung der Produktvielfalt durch seine eingeschränkte Sortimentbreite allerdings Grenzen. Relativiert wird dies wiederum durch eine zunehmende Differenzierung der Vermarktungswege von Nahrungsmitteln. Beispiele hierfür sind Direktvermarktung und Bauernmärkte, regionale Versorgungssysteme, Verkauf in Tankstellen, Lieferservice bis hin zum[2] E-Commerce (Tietz 1992).

2.3.2 Veränderungen auf der Nachfrageseite

Die Veränderungen der Alterstruktur, der Wohnstandorte und die Zuwanderungen werden für den LEH enorme Auswirkungen haben (Tietz 1992, S. 107). Der Konsument der Zukunft kann keinem einheitlichen Schema untergliedert werden. Er ist dynamisch, sprunghaft und unberechenbar (KPMG 2003, S.59).

Deutschland wird laut Prognosen des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2050 statt heute 82 Millionen nur noch etwa 60 Millionen Einwohner haben. Fast ein Drittel davon wird über 65 Jahre alt sein. (Statistisches Bundesamt 2000) Es werden jährlich mehr Deutsche sterben als geboren werden. Gründe dafür sind die steigende Lebenserwartung sowie der Rückgang der Geburtenrate (Statistisches Bundesamt 2000 a). Darüber hinaus wird es immer mehr Single-Haushalte und kinderlose Familien geben, dafür weniger Familien mit Kindern (GfK 2002a, S. 10).

2.3.3 Entwicklungstendenzen

Grundsätzlich sind folgende Entwicklungstendenzen zu nennen:

Zunächst ist hier die zunehmende Differenzierung zu nennen (GfK 2002a, S.10). Dies gilt für die Verbrauchereinstellungen und -wünsche. Die Nahrungsmittelnachfrage der Verbraucher unterteilt sich in immer mehr Gruppen, aber auch die Nachfrage der einzelnen Konsumenten wird differenzierter.

Im Focus des LEH der Zukunft stehen neue demografische Zielgruppen und Querschnittszielgruppen.

Senioren werden eine neue Kerngruppe der demografischen Zielgruppendefinierung sein. Sie sind für den LEH von besonderer Bedeutung, da sie vorwiegend Geld für Güter des täglichen Gebrauchs ausgeben. Der Handel wird dieser Zielgruppe mit steigendem Dienstleistungsangebot (wie Heimlieferung) sowie seniorengerechtem Sortiment entgegen kommen (Eggert 1998, S. 64).

[...]


[1] Eine Freiwillige Handelskette, auch als Freiwillige Gruppe bezeichnet, ist eine Form der Kooperation, bei der Groß- und Einzelhandelsunternehmungen (Handel im institutionellen Sinne) meist gleichartiger Branchen zur gemeinsamen Durchführung unternehmerischer Aufgaben vorwiegend unter einheitlichem Organisationszeichen zusammenarbeiten (Vehmeier 2003).

[2] Als E-Commerce oder E-Business bezeichnet man den Geschäftsverkehr zwischen Unternehmen untereinander (Business to Business) oder zwischen Unternehmen und ihren Kunden (Business to Customer), der ganz oder teilweise über das Internet oder ähnliche offene oder geschlossene Computernetze abgewickelt wird (Net – Lexikon 2004).

Details

Seiten
109
Jahr
2004
ISBN (eBook)
9783638303231
ISBN (Buch)
9783638789264
Dateigröße
1.4 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v28584
Institution / Hochschule
Fachhochschule Weihenstephan; Abteilung Freising – Landwirtschaft und Ernährung
Note
2,0
Schlagworte
Lebensmitteleinzelhandel München Strukturuntersuchung Standortbewertung Sekundärrecherche

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Titel: Der Lebensmitteleinzelhandel in München. Strukturuntersuchung und Standortbewertung durch Sekundärrecherche