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Der Einfluss der demografischen Entwicklung auf das Risikomanagement von Kreditinstituten. Eine Analyse

Seminararbeit 2014 17 Seiten

BWL - Bank, Börse, Versicherung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Einführung und Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

2 Demografischer Wandel im Überblick

3 Einfluss des demografischen Wandels auf das Risikomanagement
3.1 Risikomanagement – Begriff und Bedeutung
3.2 Risikoarten
3.2.1 Kreditausfallrisiken
3.2.2 Zinsänderungsrisiken
3.2.3 Operationelle Risiken
3.2.4 Vertriebsrisiken

4 Fazit

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Bevölkerung nach Altersgruppen in Deutschland

Abbildung 2: Geburtenrate Lebendgeborene

Abbildung 3: Lebenserwartung in Deutschland

1 Einleitung

1.1 Einführung und Problemstellung

Zu einer der wichtigsten gesellschaftlichen Entwicklungen des 21. Jahrhunderts gehört sowohl in Deutschland als auch in anderen Nationen der demografische Wandel. Er beschreibt die Schrumpfung und Alterung der Bevölkerung.[1] Diese Veränderungen und Trends in den Strukturen der Gesellschaft kommen nicht unerwartet. Die heutigen Prognosen und die Alterspyramiden sind das Ergebnis jahrelanger zu beobachtender Entwicklungen in der Bevölkerung.[2] Am 14.05.2013 fand der zweite Demografiegipfel mit führenden deutschen Politikern, unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel, in Berlin statt. Die Probleme sind erkannt und Maßnahmen werden bereits eingeleitet. Dennoch wird die Gesellschaft und Wirtschaft vor große Herausforderungen gestellt.[3]

Die Finanzdienstleister und vor allem Kreditinstitute sind durch die Auswirkungen dieser Entwicklung auf die Volkswirtschaft, Immobilienmärkte und Finanzmärkte betroffen. Es kann einerseits als Chance gesehen werden, da ein steigender Bedarf an Altersvorsorgeprodukten festgestellt wird. Andererseits gehen Veränderungen im Produktportfolio, der Personalstruktur und Risiken der Banken einher, die strategische und geschäftspolitische Überlegungen herbeiführen.[4] Insbesondere das Risikomanagement von Kreditinstituten gewinnt zunehmend an Bedeutung. Spätestens seit der Finanzmarktkrise 2007 wurde der Gesellschaft aufgezeigt, welche Auswirkungen eintretende Risiken und eine Kette von Fehleinschätzungen auf Banken und Finanzdienstleister haben. Es existieren eine Vielzahl von Gesamtbankrisiken, die teilweise nicht genau quantifiziert werden können, aber vorhanden sind. Dazu lässt sich auch die demografische Entwicklung zählen. Es wird in den nächsten Jahren die Aufgabe der Banken sein, diese Veränderung in der Bevölkerungsstruktur zu analysieren und daraus neue Risiken abzuleiten, um erste Steuerungsmaßnahmen ergreifen zu können. Aus diesem Grund wird gerade im Bereich Risikomanagement viel Vorsorge betrieben, was sich auch an den Neuerungen im Zusammenhang mit Basel III zeigt.

Kreditinstitute können nur dann ihre Risiko-Profile optimieren und anpassen, wenn sie über ein geeignetes Risikomanagement verfügen und alle Parameter berücksichtigen, unter anderem die demografische Entwicklung.[5]

1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die demografische Entwicklung aufzuzeigen, das Themengebiet Risikomanagement zu erläutern und zu analysieren, inwieweit das Risikomanagement auf den demografischen Wandel reagiert. Darüber hinaus werden künftige Problematiken beschrieben.

Die Seminararbeit gliedert sich in vier Kapitel. Zur Hinführung wird mit einer Einführung und der Problemstellung begonnen. In Kapitel zwei wird der demografische Wandel erläutert und die verschiedenen Entwicklungen beleuchtet. Der Themenschwerpunkt folgt in Kapitel drei. Dort wird der Einfluss des demografischen Wandels auf das Risikomanagement analysiert und die Bedeutung für Kreditinstituten herausgearbeitet. Es werden ebenfalls zukünftige Handlungsfelder aufgezeigt. Im abschließenden Kapitel vier wird eine Zusammenfassung gegeben und Schlussfolgerungen gezogen.

2 Demografischer Wandel im Überblick

Der demografische Wandel beschreibt die „Veränderung in der Zusammensetzung von Gesellschafften, insbesondere der sogenannten Altersstruktur“.[6] Die wichtigsten Einflussfaktoren dieser Entwicklung sind die Geburtenrate bzw. Fertilität, die steigende Lebenserwartung und die Wanderungsbewegung.[7]

Für die Weltbevölkerung wird ein Anstieg der Bevölkerungsanzahl prognostiziert, verstärkt durch das massive Wachstum in Indien und China. Dies spiegelt sich aber nicht auf die Entwicklungen in Deutschland sowie den meisten bedeutenden Wirtschaftsräumen nieder. Hier wird eine rückläufige Einwohnerzahl gemessen.[8]

Allein in Deutschland betrug die Einwohnerzahl im Jahr 2010 noch 81,5 Mio. Menschen. Für das Jahr 2030 wird eine prognostizierte Einwohnerzahl von 77,4 Mio. angenommen. Dies entspricht einem Rückgang von 4,1 Mio. Menschen und relativ ca. -5,03 % in einen Zeitraum von 20 Jahren.[9]

Für den Bankensektor ist vor allem die Verschiebung der Altersstruktur entscheidend, welche durch die nachfolgende Bevölkerungspyramide besonders veranschaulicht werden kann.[10]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Bevölkerung nach Altersgruppen in Deutschland

Quelle: Statistisches Bundesamt (2014), online im Internet, abgerufen am: 26.02.2014

Es zeigt sich besonders deutlich eine vertikale Verschiebung nach oben. Der Anteil der Bevölkerungsgruppe über 64 Jahre kann sich im Zeitraum von 2010 bis 2030 von 21 % auf 29 % steigern. Dies entspricht einem absoluten Wachstum von 5,5 Mio. Menschen. Der Anteil dieser Gruppe umfasst dadurch die größte Zunahme und übersteigt damit auch den Anteil der unter 20-Jährigen, welcher im Jahr 2030 mit 17% beziffert ist.[11]

Dem gegenüber steht auch eine Verschiebung der Bevölkerung im Bereich der erwerbstätigen Personen (20 bis 65 Jahre).[12] Hier wird für Deutschland ein Rückgang von 61 % auf 54 % erwartet, was einer absoluten Veränderung von -7,6 Mio. Menschen entspricht.[13]

Die Gründe und Einflussfaktoren für eine derartige Entwicklung wurden bereits eingangs erwähnt. Für die negativen Veränderungen in Deutschland kann die Geburtenrate herangezogen werden.

[...]


[1] Vgl. Juncker, K. / Nietert, B.: Demographic Banking, S. 53.

[2] Vgl. Bundesministerium für Bildung und Forschung (Hrsg.): Gesellschaft im demografischen Wandel, online im Internet, Abfrage vom 25.02.2014.

[3] Vgl. Die Bundesregierung (Hrsg.): Zweiter Demografiegipfel, online im Internet, abgerufen am 25.02.2014.

[4] Vgl. Juncker, K. / Nietert, B. (Hrsg.): Demographic Banking, S. 300.

[5] Vgl. Hannemann, R. / Schneider, A.: Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk), S. 2 - 5.

[6] Zitiert aus: Bundeszentrale für politische Bildung (Hrsg.): Demografischer Wandel, online im Internet, abgerufen am 26.02.2014.

[7] Vgl. Hornung, J.: Nachhaltiges Personalmanagement in der Pflege, S. 2.

[8] Vgl. Juncker, K. / Nietert, B. (Hrsg.): Demographic Banking, S. 298.

[9] Vgl. Statistisches Bundesamt (2014): Bevölkerungsvorausrechnung, online im Internet, abgerufen am: 26.02.2014.

[10] Vgl. Juncker, K. / Nietert, B. (Hrsg.): Demographic Banking, S. 298.

[11] Vgl. Statistisches Bundesamt (2014): Bevölkerungsvorausrechnung 2010 bis 2030, online im Internet, abgerufen am: 26.02.2014.

[12] Vgl. Juncker, K. / Nietert, B. (Hrsg.): Demographic Banking, S. 299.

[13] Vgl. Statistisches Bundesamt (2014): Bevölkerungsvorausrechnung 2010 bis 2050, online im Internet, abgerufen am: 26.02.2014.

Details

Seiten
17
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783668119598
ISBN (Buch)
9783668119604
Dateigröße
729 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v286897
Institution / Hochschule
Duale Hochschule Baden Württemberg Mosbach
Note
1,9
Schlagworte
einfluss entwicklung risikomanagement kreditinstituten eine analyse

Autor

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Titel: Der Einfluss der demografischen Entwicklung auf das Risikomanagement von Kreditinstituten. Eine Analyse