Lade Inhalt...

Die systematische Ausgrenzung von Menschen mit Behinderung während des Nationalsozialismus

Hausarbeit 2013 17 Seiten

Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Ausgangslage

3 Rassenhygiene durch Sterilisation
3.1 Die Sterilisationsdiskussion vor 1933
3.2 Das GzVeN und andere rechtliche Bestimmungen
3.3 Durchführung der Sterilisationen

4 Rassenhygiene durch Vernichtung
4.1 Kinder-Euthanasie
4.2 Erwachsenen-Euthanasie
4.3 Wilde Euthanasie

5 Der Fall Günter E.

6 Wiedergutmachung nach 1945

7 Fazit

8 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

„Es kann keinem Menschen das Recht zukommen, andere Menschen als minderwertig zu bezeichnen und sie körperlich zu schädigen.“ (Rudnick, 1985, S. 20) Diese Aussage von Martin Rudnick meint, dass alle Menschen gleich sind und keiner über den anderen urteilen darf. Aktuell, in der Zeit der Inklusion, werden Menschen mit Behinderungen ein Teil der Gesellschaft. Sie sollen unterstützt und gestärkt werden, sowie an der Gemeinschaft teilhaben. Doch auch heute ist dies nicht immer Realität. Menschen mit Behinderungen werden an einigen Stellen der Gesellschaft stigmatisiert und ausgegrenzt. Doch so wurden sie nicht immer akzeptiert. In der Zeit der nationalsozialistischen Regierung wurden Menschen mit Behinderungen abgewertet, ihre Fähigkeiten untergraben und körperlich misshandelt. Sie wurden kategorisiert, zwangssterilisiert und zu Tode gebracht. In dieser Zeit sollte die deutsche Bevölkerung von diesen Menschen „bereinigt“ werden. Sie galten als minderwertig. Diese Hausarbeit thematisiert die Rassenhygiene, welche in Deutschland zur Zeit des NS-Regimes konsequent durchgeführt wurde. Wie wurden Menschen mit Behinderungen in der Zeit der nationalsozialistischen Regierung ausgegrenzt?

Ich habe mich zur Bearbeitung dieses Themas entschlossen, da ich selbst sechs Jahre in der stationären sowie in der ambulanten Behindertenhilfe gearbeitet habe. Gerade im ambulanten Bereich kam es, trotz Inklusionsdebatten vor, dass über „zweitklassige“ Menschen diskutiert wurde. Diese Themen wurden angerissen, wenn es um das Thema Verselbstständigung ging. Aussagen wie: „Das packt der doch nicht!“ bis hin zu „Die dürfen sich nicht vermehren.“ sind dort gefallen. Aussagen, die diese Menschen abwerten und Begründen zur Sterilisation enthalten, wie sie auch in der NS-Zeit verwendet wurden, um diese Menschen zu sterilisieren oder zu töten.

Zuerst wird die Ausgangslage der Rassenhygiene thematisiert. Woher kommen diese rassenideologischen Thesen? War es ein Produkt der NS-Regierung oder liegt der Grundstein weiter in der Vergangenheit? Im zweiten Kapitel wird das „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ behandelt. Es enthält die Grundsätze des GzVeN und setzt sich mit der Umsetzung diesem auseinander. Es beinhaltet ebenfalls die Grundzüge eines Verfahrens vor dem Erbgesundheitsgericht. Im folgenden Kapitel wird die Vernichtung der Menschen mit Behinderungen aufgegriffen. Es beschreibt die radikalste Umsetzung dieser Politik, die „deutsche Rasse“ zu säubern und setzt sich mit der „Kinder- und Erwachseneneuthanasie auseinander“. Im folgenden Kapitel wird das Schicksal eines Jungen beschrieben, welcher als erblich vorbelastet galt und Opfer der nationalsozialistischen Ideen wurde. Das letzte Kapitel beschäftigt sich mit der Wiedergutmachung nach 1945. Wie wurden Opfer entschädigt? Gab es Entschädigung oder waren Urteile des GzVeN rechtens? Diese Fragen werden im Kurzen erläutert. Auf dieser Grundlage wird am Ende der Arbeit ein kurzer Überblick über die Gesamtsituation der nationalsozialistischen Ausgrenzung von Behinderten gegeben.

2 Ausgangslage

1929 nahm Adolf Hitler in seinem Buch „Mein Kampf“ Bezug auf die soziale Frage und der dahinterstehenden Humanität. Humanität, sei eine Mischung aus Dummheit, Feigheit und eingebildetem Besserwissen (vgl. Hitler, 1934 nach Kuhlmann, 2008, S. 86). Das Leben sei ein ewiger Kampf mit einer natürlichen Auslese. So entstand der Gedanke der Utopie der Reinigung. Daraus leitete sich der Gedanke der nationalsozialistischen Volkspflege ab – der damaligen aktuellen Umsetzung der Sozialen Arbeit. Volkspflege sei eine zuwendende Hilfe für benachteiligte Volksgenossen. Dabei musste jeder Mensch seinen Wert beweisen gefördert zu werden (vgl. Kuhlmann 2008, S. 86). Dieser Wert bezog sich auf die genetischen Anlagen eines Menschen. Seit 1933 war somit die Antwort auf die soziale Frage die Medizin. Durch ausmerzende „Erbpflege“ sollten Erbkranke Menschen zurückgedrängt werden. In dieser Zeit beschäftigten sich auch professionelle Vertreter der Sozialen Arbeit mit dieser „Volkspflege“. Wer reinrassig war, war höherwertig. Die Nationalsozialisten waren gegen die Wohlfahrtspflege. Sie fördere auch die schwachen Menschen, welche ohne soziale Unterstützung auf „natürliche“ Weise aussterben würden (vgl. Kuhlmann 2008, S. 87). „Alle Wohlfahrtspflege und Sozialarbeit soll […] der Stärkung des reinen und gesunden Blutes dienen.“ (Hering; Münchmeier, 2007, S. 161) Menschen wurden kategorisiert und abhängig von dieser Kategorie wurden ihnen unterschiedliche Rechte und ihr Status zugesprochen. So kam es schnell zu einer Widersprüchlichkeit im nationalsozialistischen Staat. Auf der einen Seite die „reinrassige“, funktionierende Gesellschaft. Auf der anderen Seite die Minderheit, welche zwar gefördert wurde, in Einzelfällen allerdings auch „ausgelesen“ wurde (vgl. Hering; Münchmeier, 2007, S. 162). Diese rassenbiologischen Ansätze, genannt Eugenik, haben dabei ihren eigentliche Ursprung nicht in der Zeit des Nationalsozialismuses, sondern waren eine Weiterentwicklung einer Wissenschaft der Ungleichheit der Menschen (vgl. Friedlander, 1997, S. 29ff).

Die zunehmende Bedeutung der Biowissenschaften ergab sich aus der Evolutionstheorie von Charles Darwin. 1859 veröffentlichte er sein Buch „Die Entstehung der Arten durch natürliche Zuchtauswahl oder die Erhaltung der begünstigten Rassen im Kampfe ums Dasein“. Darin beschrieb er die natürliche Auslese und die Selektion verschiedener Pflanzenarten. Diese Lehre wurde von Tille, Haeckel, Plötz und Schallmayer auf die Menschen übertragen, jedoch ohne Zustimmung von Darwin. Darwin erwähnte laut Tille nicht explizit die sozialen Probleme der sozialen Auslese in der modernen menschlichen Gesellschaft (vgl. Rudnick, 1985, S. 7). Es sei ein Naturgesetz, welches das Überleben und Fortbestehen des Stärkeren beschreibt (vgl. Friedlander, 1997, S. 29ff) und durch Förderung der Schwächeren zur Schädigung der gesamten Art beitrage (vgl. Rudnick, 1985, S. 12f). Ohne konkrete wissenschaftliche Belege fassten Wissenschaftler allgemeine Vorurteile zusammen und mutmaßten darüber, dass die Unterschiede der Menschen genetisch veranlagt und unveränderlich seien. Der Begriff Eugenik ist laut Charles Davenport die „Wissenschaft der Aufwertung der menschlichen Rasse durch verbesserte Fortpflanzung.“ (vgl. Friedlander, 1997, S. 32) Bis nach dem ersten Weltkrieg konzentrierten sich deutsche Wissenschaftler auf die Förderung der Fortpflanzung von Erbgesunden – die „positive Eugenik“. Dennoch begründeten sie, dass die Armenfürsorge die natürliche Auslese verhindere. In den Jahren der Weimarer Republik nahm das Interesse an Eugenik zu. Bereits 1920 schlugen Binding und Hoche in ihrer Schrift „Die Freigabe der Vernichtung unwerten Lebens“ vor, das Problem behinderter Anstaltsbewohner radikal zu lösen. Sie begründeten darin „Sterbehilfe“, für unheilbar kranke Menschen zu leisten. Dies sei, laut Binding und Hoche, eine staatliche Angelegenheit und muss individuell und sorgfältig entschieden werden (vgl. Friedlander, 1997, S. 41ff). Die Nationalsozialisten bedienten sich später der Argumente von Binding und Hoche zur Durchführung der Euthanasie (siehe Kapitel 4 Rassenhygiene durch Vernichtung). Die Nationalsozialisten verfolgten somit die „negativen Eugenik“ - die Ausschaltung Erbkranker.

Auf Grund dieser, schon vorher existierenden Ansichten der Eugenik fiel auch die Professionalisierung der Sozialen Arbeit der NS-Politik zum Opfer. Sie wurde zu dieser Zeit entprofessionalisiert. Ansichten und Lehren von Alice Salomon oder Anna v. Gierke wurden, genauso wie die Personen selbst, aus dem Lehrplan für die Ausbildung der Fürsorgerinnen gestrichen. Rassenhygiene und die nationalsozialistische Geschichte standen im Vordergrund. Ausgrenzende Volkspflege wurde vermittelt. Die Themen beschränkten sich auf: Volk und Staat, Volksfürsorge und Erziehung zu persönlicher Kultur. Der Unterricht war geprägt von parteiinternen Überzeugungen. Kritisches Denken war unerwünscht. Die vorher fast schon fortschrittliche Weiterentwicklung der Soziale Arbeit fiel somit auf das unterste Niveau zurück (vgl. Hering und Münchmeier, 2007, S. 167ff).

3 Rassenhygiene durch Sterilisation

Mit der Ernennung zum Reichskanzler ebnete Adolf Hitler den Weg für die schon vor 1933 vorbereitete politische Ausgrenzung der Behinderten. Es wurden Gesetze erlassen und durchgeführt, die als Machtinstrument dienten (vgl. Friedlander, 1997, S, 61f). Doch auch vor der Zeit der nationalsozialistischen Regierung wurde über eine Zwangssterilisation von behinderten Menschen diskutiert.

3.1 Die Sterilisationsdiskussion vor 1933

Bereits vor 1933, der Zeit der nationalsozialistischen Regierung, wurde über Zwangssterilisation von erbkranken Menschen diskutiert und diese wurden auch in Einzelfällen praktiziert. Eine offene Diskussion wurde bereits 1899 entfacht, nachdem in den USA ein Gefangener zwangssterilisiert wurde. Dies ging zurück auf ein Verfahren, entwickelt 1898 von Dr. Ochse, zur Verhinderung der Fortpflanzung Minderwertiger. Der Medizinrat Näcke forderte daraufhin die Sterilisierung aus eugenischen Gründen. Danach brach die Diskussion nicht mehr ab (vgl. Rudnick, 1990, S. 94). 1914 wurde ein erster Gesetzesentwurf erstellt, welcher wegen dem ersten Weltkrieg keine Beachtung fand. Danach folgten noch zwei weitere Initiativen einen Gesetzesentwurf einzureichen, allerdings wurden diese dem Reichstag nicht zugeleitet. Auch die Sozialdemokraten debattierten über dieses Thema. 1932 legte der Preußische Landesgesundheitsrat einen Gesetzesentwurf vor, welcher sich nur in dem Punkt, der Freiwilligkeit, vom späteren Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses (GzVeN) unterschied (vgl. Rudnick, 1985, S. 20ff).

3.2 Das GzVeN und andere rechtliche Bestimmungen

1933 wurde das „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ (GzVeN) verkündet. Am 01. Januar 1934 trat es in Kraft. Im selben Jahr wurde das öffentliche Gesundheitssystem gleichgeschaltet und es entstanden Erbgesundheits- (EGG) und Erbgesundheitsobergerichte (EOG) (vgl. Rothmaler, 1989, S. 157). Es war das Gesetz, welches zur Sterilisation von Erbkranken aufforderte. Das GzVeN unterschied sich von früheren Gesetzesentwürfen in dem Punkt, §12, dass es eine Sterilisierung gegen den Willen des Betroffenen nicht ausschloss (vgl. Rudnick, 1985, S. 52). Es gab bis ins Jahr 1939 immer wieder Gesetzeserweiterungen. So wurden zum einen die Auswahlkriterien angepasst und zum anderen hatten Betroffene das Recht die Sterilisation zu verweigern. Im letzteren Fall mussten sich Betroffene in eine Klinik einweisen lassen. Entlassen wurden diese allerdings erst nach einer Sterilisation (vgl. Friedlander, 1997, S. 71).

1936 wurde das Gesetz abgeändert. So sollte die Sterilisierung bis zu diesem Jahr unter chirurgischen Voraussetzungen geschehen, ab 1936 unter „ärztlichem“ Eingriff. Dies beschrieb die Methode auch Röntgenstrahlen und Radium (besonders bei Frauen ab dem 38. Lebensjahr praktiziert) einzusetzen (vgl. Friedlander, 1997, S. 71).

1935 trat das Gesetz zum Schutze der Erbgesundheit des deutschen Volkes in Kraft. Es verbot Eheschließungen zwischen Erbkranken bzw. Erbkranken und „rein arischen“ Menschen. Entsprach jemand den Kriterien, in den meisten Fällen eine ansteckende Krankheit, eine geistige Behinderung oder einen rechtlichen Vormund besaß, durfte er nicht ehelichen. Dem Standesbeamten musste vor der Eheschließung ein Ehetauglichkeitszeugnis vorgelegt werden, damit dieser die Trauung vollziehen konnte. Unwirksam war dieses Gesetz, wenn ein Partner unfruchtbar war (vgl. Friedlander, 1997, S. 65ff).

Bis 1939 nahmen die Zahlen der Zwangssterilisationen ab. Durchgeführt wurden sie nur noch, wenn Fortpflanzungsgefahr bestünde. Vermutungen zufolge ebbte dies ab, da ab 1939 die Euthanasieaktionen – T4 – begannen (siehe 4 Rassenhygiene durch Vernichtung) (vgl. Rudnick, 1985, S. 89).

3.3 Durchführung der Sterilisationen

Der Angriff auf die Behinderten begann mit der Sterilisation und einer eingeschränkten Grundversorgung (vgl. Friedlander, 1997, S. 84). Weit über die Hälfte der Zwangssterilisierten waren geistig behinderte oder psychisch kranke Menschen (vgl. Kuhlmann, 2008, S, 95). Sterilisationen durften ab dem zehnten Lebensjahr, sofern freiwillig gewünscht, durchgeführt werden. Ab dem vierzehnten Lebensjahr waren Zwangssterilisationen legitim (vgl. Rudnick, 1985, S. 88). Nach der in Kraftsetzung des Gesetzes kam es zu einer Flut von Anzeigen von Anstaltsleitern, Fürsorgebehörden oder Hausärzten. Diese ließ allmählich nach, als sich der Verfolgungscharakter dieses Gesetzes herausbildete. Gerade Ärzte und Heilanstalten fürchteten um ihren Ruf und ihre Patienten (vgl. Rothmaler, 1989, S. 157f). Das Gesundheitsamt fasste in einer entsprechenden Kartei alle Erkranken zusammen. Ferner auch Menschen mit einem auffälligen bzw. von der Norm abweichenden Verhalten. Angedacht war, dass Menschen mit einer erblichen Belastung freiwillig einen Antrag auf eine Sterilisation stellten (vgl. Rudnick, 1985, S. 88f). Dazu kamen Anzeigen, die jeder stellen konnte, der einen Verdacht einer Erbkrankheit hatte. In letzteren Fällen konnte ein Amtsarzt Fälle beim Erbgesundheitsgericht melden (vgl. Rothmaler, 1989, S. 158). Die Ärzte wurden in Sachen Erbkrankheiten von ihrer Schweigepflicht entbunden (vgl. Rudnick, 1985, S. 88f). „Diese […] Aufhebung des Berufsgeheimnisses ist […] durch die Wichtigkeit des Gegenstandes gerechtfertigt“. (Reuter, 1936 nach Rudnick, 1985, S. 88f) Diese Rangfolge der Antragsstellung sollte den Zwangscharakter des Gesetzes verschleiern (vgl. Rothmaler, 1989, S. 158). Ein Antrag wurde vor dem EGG verhandelt. Dieses ernannte einen Richter als Kammervorsitzenden. Zwei weitere Ärzte dienten als Gutachter. Doch weder vor 1933 noch nach 1944 waren Ärzte Beisitzer einer juristischen Kammer. Ärzte wurden somit zu Sachverwaltern des Staates. Zwar waren während der Verhandlung Rechtsbeistände möglich, konnten von den Richtern allerdings auch zurückgewiesen werden (vgl. Rothmaler, 1989, S. 158). Bis 1936 gab es die Möglichkeit im Beschwerdeverfahren selbst einen Gutachter zu bestimmen. Nach 1936 war es nur noch möglich, sich von Obergutachtern untersuchen zu lassen. Ein unabhängiger Gutachter wurde unterbunden (vgl. Rothmaler, 1989, S. 158). Wurde Einspruch gegen ein Urteil erhoben, so wurde der Antrag vor dem EOG verhandelt. Dort wurde dann die endgültige Entscheidung zur Sterilisation gefällt (vgl. Rudnick, 1985, S. 88f). Inhalte und Begründungen in den Beschlüssen waren widersprüchlich. Eine gerechte Entscheidung war eine Entscheidung zum Wohl des Volkes (vgl. Rothmaler, 1989, S. 158).

[...]

Details

Seiten
17
Jahr
2013
ISBN (eBook)
9783656881124
ISBN (Buch)
9783656881131
Dateigröße
443 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v287916
Note
1,3
Schlagworte
ausgrenzung menschen behinderung nationalsozialismus

Autor

Teilen

Zurück

Titel: Die systematische Ausgrenzung von Menschen mit Behinderung während des Nationalsozialismus