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Internationales Wirtschaftsrecht in Stichworten

Vorlesungsmitschrift 2004 9 Seiten

Jura - Zivilrecht / Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Kartellrecht, Wirtschaftsrecht

Leseprobe

Fragenkatalog Internationales Wirtschaftsrecht, SS 2004

I. Allgemeiner Teil

1. Einführung in das Internationale Privatrecht! (7)

- sagt, welches Recht bei grenzüberschreitenden Verträgen zum Tragen kommt
- jeder Staat hat eigenes IPR, in der EU gilt ein Einheitliches
- es gilt das Recht des Landes, in dem die charakteristische Leistung erbracht wird
- bei Streit gilt Recht, das gelten würde, wenn Vertrag zustande gekommen wäre (ansonsten Beurteilung jeder Erklärung nach dem Heimatrecht)
- bei Eigentumsvorbehalt gilt das Recht des Landes, in dem die Ware steht
- vom Vertragsschluss per Handschlag wird abgesehen
- beim Verbraucherschutz gilt Recht des Landes, in dem Verbraucher ist

2. Kriterien für die Beurteilung eines (Schieds-)Gerichts! (8)

- Richtigkeit der Entscheidung
- rechtliches Gehör (Schiedsrichter hat mehr Zeit als Richter)
- Einigung zur gütlichen Einigung
- Schnelligkeit (Schiedsgericht langsamer)
- effiziente Organisation (Verwaltungsaufwand bei Schiedsgericht geringer)
- Kostengünstigkeit (Schiedsgericht teurer)
- Geheimhaltung (Ausschluss der Öffentlichkeit, schriftlich vereinbaren)
- Schiedsgerichtsspruch kann nicht angefochten werden (§ 1029, 1031 ZPO)

3. Was ist eine Mediation-Vermittlung und welche Vorteile bringt das? (6)

- 3. neutrale Person (Mediator) unterstützt Streitbeilegung von 2 oder mehr Parteien
- Vorteile:
- Schnelligkeit
- Zufriedenheit
- Vertraulichkeit
- Kostengünstigkeit
- Erhaltung geschäftlicher Beziehungen

II. Gründung einer GmbH

1. Was beinhaltet die gesetzliche Grundlage (GmbH-Gesetz)? (4)

- GmbH haftet unbeschränkt, ist Kaufmann und juristische Person
- Gesellschafter haften beschränkt (mit Stammeinlage)
- wenn Gründungsmitglieder vor Abschluss des Gesellschaftsvertrags zusammenwirken, haften sie persönlich und solidarisch
- GmbH ist immer Handelsgesellschaft
- GmbH kann verklagt werden, nicht aber die Gesellschafter

2. Was sind Gründungsvoraussetzungen einer GmbH? (5)

- entsteht mit HR-Eintrag (§ 11)
- notariell beurkundeter Gesellschaftsvertrag (§ 2), nicht zu nackt, nicht zu detailliert, aber Mindestinhalt beachten (§ 3)
- Gegenstand des Unternehmens ist zwingend (Formulierung geschickt wählen)
- Stammkapital mind. 25.000 € (§ 5), ½ muss bei Gründung eingezahlt sein
- Stammeinlage mind. 100 € (§5), wenn höher durch 50 teilbar
- auch Sachen (Wert genau festlegen, Einlage in vollem Umfang, aber Anrechnung auf die 12.500 €)
- Gesamtbetrag der Stammeinlagen muss mit Stammkapital übereinstimmen

3. Wie ist der Geschäftsführer einer GmbH zu beurteilen? (5)

- Vertragspartner/Organ der GmbH (§ 39), kein Angestellter (Dienstvertrag)
- Bestellung erfolgt durch Gesellschafter, deklaratorische HR-Eintragung
- Entlassung durch Widerruf der Bestellung (Dienstvertrag läuft weiter), bei Amtsniederlegung endet Dienstvertrag
- hat Ges. zu führen, ist für alles verantwortlich, ordentliche Buchführung nach HGB
- muss straffrei sein und keinen Bankrott/Konkurs verantwortet haben

4. Weitere Fakten zur GmbH! (5)

- Gesellschafterversammlung ist oberstes Willensbildungsorgan (§ 46)
- bei Änderung des Ges.Vertrags müssen alle Gesellschafter anwesend sein und zustimmen
- Kapitalerhöhung aus Ges.Mitteln problemlos (Zuweisung an alle Anteilseigner)
- bei mehr als 500 AN muss ein Aufsichtsrat gewählt werden
- Auflösung der GmbH (§ 60/61) durch Liquidation

III. Der Business-Plan

1. Warum und wie? (5)

- ohne Business-Plan kein Kapital für Selbständigkeit
- logischer und übersichtlicher Aufbau
- ehrlich und ohne Ungereimtheiten
- spannend und für Laien verständlich
- sollte nur das beinhalten, was man beweisen kann = wissen wovon man spricht

2. Struktur und Inhalt eines Business-Plans! (8)

- Inhaltsverzeichnis
- Unternehmen (3)
- U.-Profil (Geschichte, Geschäftsfelder/Produktbereich, Rechtsform, Töchter)
- U.-Ziele (langfristige Ziele, Strategie, operative Maßnahmen, Meilensteine)
- Ges.Struktur (welche Struktur besteht bei Gründung, welche mittel- und langfristigen Ziele haben die Gesellschafter)
- Managementteam und Personal (3)
- Darstellung der Organisationsstruktur durch Organigramm
- Werdegang und Qualifikation des Management/Know-How-Trägers
- zu welchen Zielgruppen bestehen Geschäftsbeziehungen
- Produkt (5)
- Funktion und Leistung (für Kd., aktueller Stand der Technik, Innovation, Wettbewerbsvorteile bzgl. Kosten/Kundennutzen)
- Preisgestaltung (Endverkaufspreis, Handelsspanne)
- Entwicklungsstand (Stadium, weitere Schritte)
- Patent-/Lizenzsituation (Schutzrechte des U. und der Konkurrenz)
- Herstellungsprozess (Schilderung mit Kostenplan, Kapazitäten, Qualitätssicherung)
- Markt (3)
- rel. Segment (Volumen und Wachstum, Umsatzpotenzial, Service, Beratung)
- Zielkundengruppen (welche, Referenzkd.grp., Abhängigkeit von Großkd.?)
- Vertrieb/Marketing (Verkaufsprozess, Vertriebskanäle -> Zielkd.grp., Umsatzanteile und Marktanteil pro Kanal)
- Wettbewerb (3)
- vergleichbare Produkte
- Marktanteil, Wachstumsrate, Ergebnisse, Vertriebskanäle der Wettbewerber
- Stärken/Schwächenprofil meines Produkts im Vergleich zum Wettbewerber
- Chancen und Risiken (2)
- welche Risiken bestehen grundsätzlich für U.-Entwicklung und wie will man denen entgegentreten
- welche Chancen sieht man
- Planung (für die kommenden 5 Geschäftsjahre) (3)
- Umsatz, Rohertrag, Ergebnisplanung
- Planbilanzen zur Ermittlung des Finanzierungsbedarfs
- Personal- und Investitionsplanung

[...]

Details

Seiten
9
Jahr
2004
ISBN (eBook)
9783656900832
ISBN (Buch)
9783656900849
Dateigröße
455 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v288189
Note
Schlagworte
internationales Wirtschaftsrecht BWL Recht

Autor

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