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Social Media. Soziale Netzwerke, Blogs, Twitter und Social Sharing

Ein Überblick

Hausarbeit 2012 22 Seiten

Informatik - Wirtschaftsinformatik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Abbildungsverzeichnis

A. Einleitung

B. Social Media
I. Definition Social Media
II. Social Media für Unternehmen
III. Vorteile von Social Media für Unternehmen

C. Soziale Netzwerke
I. Merkmale
II. Facebook
III. Vorteile von Facebook für Unternehmen

D. Blogs
I. Warum Blogs genutzt werden
II. Vorteile von Blogs für Unternehmen

E. Twitter
I. Definition Twitter
II. Warum getwittert wird
III. Vorteile von Twitter für Unternehmen
IV. Hootsuite

F. Social Sharing
I. Definition Social Sharing
II. Vorteile von Social Sharing für das Unternehmen
III. Foto Sharing
1. Warum Fotoplattformen nutzen
2. Flickr
IV. Social Bookmarking
V. Online Video Sharing
1. Virales Marketing
2. Fallbeispiel: Megawoosh - Bruno Kammerl

G. Quick Response Codes

H. Augmented Reality

I. Zusammenfassung

I. Ausblick - Social TV

Literaturverzeichnis

I. Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Nielsen Studie 2009: Vertrauen in Werbung Quelle: Nielsen Studie 2009,

Abbildung 2 Traffic Statistiken auf youtube.com, Quelle entnommen aus: adplanner.google.com, Stand: 01.12.2011

Abbildung 3: Erste Plakatkampagne mit Standard QR Code, Quelle: tagnition.de 17 Abbildung 4: 2. Plakatkampagne mit Sparkassen Branding, Quelle: tagnition.de..

A. Einleitung

Social Media ermöglicht auch wenig technikaffinen Nutzern eine aktive Teilhabe am Internet. Während das Verbreiten von Informationen und Meinungen, das Ver- öffentlichen von Videos, das Übertragen von Veranstaltungen oder ähnliche Tätig- keiten in der Vergangenheit professionellen Medienunternehmen vorbehalten wa- ren, ist es heutzutage auch ohne weitreichende Vorkenntnisse möglich eigene In- halte zu generieren. Der Internetnutzer wird somit vom Konsumenten zum Produ- zenten

B. Social Media

I. Definition Social Media

Das Web 2.0 ermöglicht es Nutzern auf einfache Art und Weise eigene Inhalte zu erstellen und diese über verschiedene Kanäle wie via Foren zu kommunizieren. Social Media geht hierbei noch einen Schritt weiter. So erlauben es soziale Netz- werke wie Facebook Inhalte gezielt ausgewählten Personenkreisen zu kommuni- zieren, deren Nutzer in irgendeiner Art und Weise in Beziehung zueinander stehen. Inhalte bekommen somit eine soziale Komponente und schaffen Interaktion zwi- schen den Nutzern. In Zukunft wird die Zahl der Menschen, die das Internet nutzen um ihre sozialen Kontakte zu pflegen und Informationen auszutauschen weiter steigen. Der Austausch von E-Mails wird durch Social Media ergänzt. Accounts bei sozialen Netzwerken sind schnell angelegt, das Erzeugen von Handyvideos mit anschließendem Hochladen auf Youtube ist mit heutigen Smartphones auch uner- fahrenen Nutzern möglich.

II. Social Media für Unternehmen

Die gekonnte Nutzung von Social Media stellt für Unternehmen heutzutage einen kritischen Erfolgsfaktor im globalen Wettbewerb dar. Eine von Nielsen 2009 veröffentlichte Studie ergab, dass rund 90% der im weltweiten Durchschnitt Befragten Empfehlungen von Freunden und Bekannten vertrauen1. Bei Werbeanzeigen lag das Vertrauen hingegen nur bei ca. 60 (siehe Abbildung 1)1.

Abbildung 1: Nielsen Studie 2009: Vertrauen in Werbung Quelle: Nielsen Studie 2009,

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Nutzer vertrauen dem Unternehmen am stärksten, deren Produkte das halten was sie versprechen. Da sich Nutzer vor einem Kauf häufig in der virtuellen Community nach etwaigen Produkterfahrungen erkundigen, fallen unzutreffende Werbever- sprechungen schnell auf. Kunden nehmen daher zugleich die Rolle von Marken- botschaftern ein, die sowohl einen stark positiven als auch negativen Werbeeffekt bewirken können. Ein Vorläufer dieser Entwicklung ist der Online Shop Amazon, der seine Produkte mit Kundenbewertungen und Kundenrezensionen bewirbt2.

Unternehmen beobachten oft was in den Medien über sie berichtet wird und kon- trollieren interne Nachrichten. Angesichts von unzähligen Blogs und sozialen Netz- werken ist eine lückenlose Kontrolle heutzutage jedoch nicht mehr möglich. Um das von einem Unternehmen im Internet vermittelte Bild zu kontrollieren bedarf es vielmehr neuer Wege. Pressemitteilungen sind dabei als alleinige Kommunikati- onsmittel unzureichend. Vielmehr benötigt es einer regen Kommunikation mit den (potentiellen) Kunden unter Nutzung der gesamten Bandbreite an den zur Verfü- gung stehenden sozialen Medien. Unerlässlich ist es dabei, eindeutige Verhaltens- richtlinien für die Kommunikation mit den Kunden vorzugeben.

III. Vorteile von Social Media für Unternehmen

Die Nutzung von Social Media bietet Unternehmen eine Reihe von Vorteilen. Social Media verhilft intensive Kundenbeziehungen aufzubauen und zu erhalten. Mit Soci- al Media ist es einfacher und kostengünstiger geworden mit bestehenden Kunden in Kontakt zu treten und diese über Neuigkeiten zu informieren. Laut einer Studie 2011 von Backstrom, Karrer, Marlow und Ugander hat ein Nutzer durchschnittlich auf Facebook 190 Freunde3. Mit einem Klick auf den „Gefällt mir“-Button hat man gleich im Schnitt 190 Freunde gesagt, dass ein Produkt einem gefällt. Die Informa- tion bzw. der Inhalt wird von einem Kontakt zum anderen Kontakt weitergegeben. Man kann hier den viralen Effekt erzielen. Wenn der Nutzer die Information für empfehlungswürdig hält, wird es auch weitergeben. Bestehende Kunden empfeh- len ihren Freunden ein Produkt. In Social Media ist der Freundeskreis um ein Viel- faches größer, die Reichweite der Empfehlung damit auch. Mit Online- Mundpropaganda kann man somit neue Kunden gewinnen und loyale Markenfans beeinflussen potenzielle Kunden in ihren Kaufentscheidungen. Das Ranking eines Unternehmens in Suchmaschinen kann mit Social Media verbessert werden. Face- book und Twitter Beiträge werden in Echtzeit durchsucht. Auch Videos, Fotos, Blogbeiträge und andere Inhalte können das Ranking beeinflussen. Damit steigt die Chance nicht mehr nur mit der Webseite im relevanten Suchergebnis präsent zu sein sondern auch mit Social Media Inhalten. Ein Link auf die Webseite des eige- nen Unternehmens sollte im Beitrag oder in einer Beschreibung platziert werden um mehr Traffic auf die Webseite zu generieren. Es sollte Nutzer darauf hinweisen wo sie das Produkt kaufen können, ohne plump zu wirken. Mit Social Media stehen einem kostengünstige und zudem einfache und schnell einsetzbare Tools z.B. Fa- cebook oder Blogs zur Verfügung, die die Kommunikation mit den potenziellen Kunden direkter, unmittelbarer und authentischer erlauben. Die alleinige Abhängig- keit von Journalisten und Agenturen ist nicht mehr gegeben. Vielmehr wird das Unternehmen selbst zur Kommunikationszentrale. Die der Entwicklung des Inter- nets zugrunde liegende Motivation war nicht der Vertrieb von Produkten und Dienstleistungen, jedoch bieten verschiedene Anwendungen und Plattformen per- fekte Vertriebskanäle wie Twitter. Im Web teilen die Nutzer in den sozialen Netz- werken durch Interaktion und ihre Profildaten viel über ihre Person und ihre Inte- ressen mit. Für Unternehmen ist dies die perfekte Werbeumgebung, da sie Anzei- gen zielgruppenspezifisch schalten können. Streuverluste, wie sie üblicherweise bei Werbespots im Fernsehen und Printanzeigen auftreten, können somit weitest- gehend vermieden werden. Zwar werden in sozialen Netzwerken mitunter auch negative Erfahrungen kommuniziert, die eine Marke potentiell schädigen können. Vielfältige Kritiken, Meinungen und Wünsche sollten jedoch zugleich als Ideenge- ber für einen besseren Service, für neue Anwendungen oder neue Einsatzgebiete betrachtet werden. Das Social Web dient somit auch als offenes Brainstorming für Produktideen.

C. Soziale Netzwerke

Plattformen, die es Nutzern erlauben sich miteinander zu vernetzen, untereinander zu kommunizieren sowie Informationen und Inhalte auszutauschen, bezeichnet man als soziale Netzwerke. Das Problem in der Realität ist, dass Verbindungen verborgen sind. Im sozialen Netzwerk sind diese verborgenen Verbindungen sicht- bar und es besteht die Möglichkeit die Freunde der Freunde kennenzulernen und Kontakt aufzunehmen. Es ergeben sich Chancen, die so in der Realität nicht mög- lich sind.

I. Merkmale

Eine frühe Form von sozialen Netzwerken waren Foren, die es Nutzern ermöglich- ten, sich zu bestimmten Themen auszutauschen. Das persönliche Profil stand da- bei weniger im Vordergrund als das gemeinsame Interesse und der Austausch spezieller Daten und Informationen. Zentrales Kennzeichen moderner sozialer Netzwerke sind die Profile der einzelnen Nutzer, die dessen Eigendarstellung die- nen und mit vielen persönlichen Informationen wie Alter, Geschlecht, Ausbildung, Hobbys, sowie eigenen privaten Fotos und Videos bestückt werden. Sie stellen eigene Inhalte für andere Nutzer und auf anderen Plattformen bereit. Die Verweil- dauer der Nutzer auf sozialen Netzwerken ist viel höher als auf herkömmlichen Webseiten. Laut einer Studie vom Marktforschungsinstitut TNS Infratest verbrin- gen die Nutzer im weltweiten Durchschnitt 4,6 Stunden pro Woche in sozialen Netzwerken, auf herkömmlichen Webseiten dagegen nur 3,94. Die Zahl der Nutzer sozialer Netzwerke wächst beständig. Soziale Netzwerke sind bei Nutzern beliebt, weil sie eine besonders einfache Möglichkeit darstellen mit einer Vielzahl anderer Personen aus unterschiedlichen Regionen und Ländern in Kontakt zu tre- ten und mit ihnen Informationen auszutauschen. Urlaubserlebnisse werden heutzu- tage vielfach nicht mehr mittels analoger Medien wie Postkarten mitgeteilt, sondern über die jeweiligen sozialen Netzwerke verbreitet. Dadurch dass sich User sich miteinander vernetzen die sich ansatzweise kennen lernen, entsteht eine wesent- lich höhere Vertrauensbasis als in den Zeiten des Web 1.0. Täglich wird eine Viel- zahl an Videos, Fotos, Links im sozialen Netzwerken geteilt und somit massenhaft verbreitet. Durch dieses Schneeballprinzip können von Unternehmen produzierte Inhalte auch ohne kostenintensive Werbekampagnen eine hohe Reichweite errei- chen.

II. Facebook

Facebook ist das derzeit weltweit beliebteste soziale Netzwerk und hat wie keine andere Plattform in so kurzer Zeit eine große Marktposition und Medienpräsenz erlangt. Facebook wurde im Jahre 2004 gegründet und umfasst derzeit 800 Millionen aktive Nutzer und 350 Millionen der Nutzer verwenden Facebook über Mobilgeräte5. Besucher tätigen auf einer normalen Webseite wie heise online 6 Seitenaufrufe wohingegen es bei Facebook 15 Seitenaufrufe sind6. Der Nutzer bewegt sich verstärkt innerhalb des Netzwerkes. Mehr als die Hälfte der Nutzer ist einmal täglich online, sind aktiv, posten, und kommentieren.

III. Vorteile von Facebook für Unternehmen

Facebook ist für Unternehmen so relevant, denn dort sind auch Kunden im interna- tionalen Bereich vertreten. Facebook Nutzen geben mehr oder weniger bewusst viele Informationen über sich und das eigene Konsum- und Freizeitverhalten auf Facebook preis. Für Unternehmen war es noch nie so leicht die relevante Zielgrup- pe exakt zu orten wie es in Facebook möglich ist. Der Nutzen von Facebook für Unternehmen ergibt sich daraus, dass Kunden hier viel Zeit verbringen und der Kommunikation mit Freunden und Bekannten, aber auch mit Unternehmen viel Zeit widmen. Unternehmen können mittels Facebook ihre Kundenbeziehung stärken und den direkten Kontakt fördern. Sie können Ansprechpartner sein, bei Fragen weiterhelfen und ihre Kompetenz zeigen und den Kunden eine Plattform anbieten auf der Kunden ihre Zufriedenheit zum Ausdruck bringen. Durch die Möglichkeit Profildaten zu teilen ist es zudem einfacher die Zielgruppe eines Produkts gezielt zu bewerben. Viele Aktivitäten von Unternehmen sind in sozialen Netzwerken auf Marktforschung ausgerichtet. Unternehmen möchten mehr über den Kunden und sein Verhalten herausfinden. Durch das Überwachen der Kanäle versuchen sie die Meinungen von Kunden zum Unternehmen und dessen Produkten in Erfahrung zu bringen. Ein weiterer Aspekt ist die Förderung der Öffentlichkeitsarbeit mit beste- henden oder potenziellen Kunden, Journalisten oder mit zukünftigen Mitarbeitern. Der Austausch ist öffentlich und einfacher. Ein Mehrwert ergibt sich auch für das Unternehmen bei der Personalsuche. Stellenangebote werden aktiv von Nutzern weiterempfohlen und der direkte Kontakt zum Arbeitgeber ist möglich. Facebook hat für Unternehmen ebenfalls Fanseiten bereitgestellt. Das sind Profile für Unter- nehmen. Vorteil solcher Fanseiten ist, dass diese Seiten komplett offen für Such- maschinen und auch für nicht registrierte bzw. angemeldet Nutzer zu sehen sind. Darüber hinaus haben Entwickler die Möglichkeit, eine Vielzahl an Anwendungen in Facebook zu integrieren. Zum Beispiel einen Online Shop, Umfragen oder Videos aus Youtube. Damit Nutzer gewisse Inhalte sehen können, müssen diese vorher freigeschaltet werden, indem der Nutzer zum Beispiel auf den „Gefällt mir“-Button klickt. Damit diese Freischaltung durch den Nutzer erfolgt, müssen entsprechende Anreize geschaffen werden. Hierbei kann es sich beispielsweise um grafisch und textlich entsprechend aufbereitete Reiter oder auch um Gewinnspiele handeln. But- lers wiederum bietet einen eigenen Online Shop auf seiner Facebookseite an. Die Nutzer können direkt auf der Facebookseite einkaufen. Wenn einem ein Produkt gefällt, kann der Nutzer dies seinen Freunden und Bekannten mitteilen. So sieht man bei wie vielen Usern das Produkt beliebt ist und welche Freunde dieses Pro- dukt auch gekauft haben. Einen weiteren Schritt geht das Unternehmen Pandora, auf deren Facebookseite Nutzer die Möglichkeit haben eine eigene Kette zu ent- werfen und diese anschließend zu erwerben.

D. Blogs

I. Warum Blogs genutzt werden

Im 20. Jahrhundert wurden Nachrichten nahezu ausschließlich von professionellen Journalisten geschrieben über deren Veröffentlichung eine kleine Gruppe von Per- sonen entschied. Im 21.Jahrhundert hingegen kommt eine private Komponente hinzu. Auf den immer beliebter gewordenen Blogs kann nun jeder Reporter und gleichzeitig Herausgeber sein. Blogs erzeugen Millionen von Nachrichten7.

[...]


1 Vgl. (Nielsen, 2009) S.2

2 Vgl. (Bannour & Grabs, 2011), S. 331

3 Vgl. (Backstrom, Karrer, Marlow, & Ugander, 2011)

4 Vgl. (AFP, 11)

5 Vgl. (Facebook, 2012)

6 Vgl. (Bager, 2010)

7 Vgl. (CommonCraft, Blogs in klarem Deutsch, 2008)

Details

Seiten
22
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656899877
ISBN (Buch)
9783656899884
Dateigröße
897 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v292838
Institution / Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Berlin früher Fachhochschule
Note
1,7
Schlagworte
Social Media Facebook Twitter Soziale Netzwerke Blogs FOM

Autor

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Titel: Social Media. Soziale Netzwerke, Blogs, Twitter und Social Sharing