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Kreatives Schreiben mit Ernst Jandls "Fünfter sein" für die 1./2. Klasse Grundschule

Unterrichtsentwurf 2014 8 Seiten

Didaktik - Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft

Leseprobe

Inhalt

Ziele der Unterrichtsreihe

Aufbau der Unterrichtsreihe

Thema der Unterrichtsstunde

Ziele der Unterrichtsstunde

Lernausgangslage

Geplanter Verlauf

Fachliteratur

Ziele der Unterrichtsreihe

Die Kinder sollen…

...durch das Vorlesen des Bilderbuchs „fünfter sein“ in ihrer Schreibmotivation gefördert werden.

…ihre Fähigkeiten im Umgang mit der Anlauttabelle anwenden und vertiefen (Erstklässler).

…die Fähigkeit anbahnen, eigene Texte zu planen und zu verschriftlichen (Zweitklässler).

…ihre Arbeitsergebnisse präsentieren lernen und Anerkennung erfahren.

Aufbau der Unterrichtsreihe

1. „Wir lernen ein neues Bilderbuch kennen“ – Einstimmung auf das Bilderbuch „fünfter sein“, indem das Titelbild und die Figuren betrachtet werden und somit erste Leseerwartungen aufgebaut werden.

2. „Meine Lieblingsfigur“ – Schreiben eigener Texte zur Lieblingsfigur des Bilderbuches im Hinblick auf die Förderung der Schreibmotivation.

3. „Wir lernen einen Teil der Geschichte kennen“ -Den Abzählreim entdecken und als Anlass zum Austausch nutzen.

4. „Was unser Spielzeug erlebt hat“ – Intentionales Schreiben als Vertiefung der bisherigen Schreibprozesse.

5. „Wie geht es weiter?“ – Verschriftlichung einer möglichen Idee zum Fortgang der Geschichte anhand einer ausgewählten Seite des Buches „fünfter sein“ zur Förderung der Schreibmotivation.

6. „Wir erfahren das Ende der Geschichte“ – Präsentation der Arbeitsergebnisse im Hinblick auf die Würdigung der individuellen Leistungen sowie der Vergleich mit dem Ende des Buches.

Thema der Unterrichtsstunde

„Was ist hinter der Tür?“ - Verschriftlichung eines möglichen Fortgangs der Geschichte zur Förderung der Schreibmotivation sowie zum Aufbau kreativer Schreibkompetenzen.

Ziele der Unterrichtsstunde

Die Schülerinnen und Schüler sollen…

… die Geschichte „Fünfter sein“ fortsetzen, indem sie eigene Schreibideen entwickeln und umsetzen.

… in ihrer Schreibmotivation gefördert werden.

… den Fortgang der Geschichte auf ihrer jeweiligen Stufe der individuellen, schriftsprachlichen Entwicklung verschriftlichen bzw. malen.

Sachanalyse

Bilderbuch „fünfter sein“

„Mit dem Begriff `Bilderbuch` wird ein Buch bezeichnet, in dem die Bilder im Vergleich zum Text überwiegen, mindestens aber dem Text quantitativ gleichgestellt sind“ (Hollenstein/Sommermoser 2006: 1).

Das ausgewählte Bilderbuch „fünfter sein“ thematisiert die Situation im Wartezimmer eines Doktors. Hierbei handelt es sich um einen Abzählreim von Ernst Jandl. Die Bilder zeigen ein Zimmer mit fünf Stühlen. Anfangs belegen fünf Spielzeuge die Stühle: Ein aufziehbarer Pinguin ohne Flügel, eine Nachziehente mit lediglich einer Rolle, ein Teddy mit verbundenem Arm und Augenklappe, ein Frosch mit Pflaster und eine Pinocchio-Puppe mit abgebrochener Nase. Die Tür des Zimmers öffnet sich in regelmäßigen Abständen und die Spielzeugfiguren verlassen nach und nach das dunkle Zimmer, kommen jedoch anschließend repariert aus der Tür wieder heraus. Die Situation erinnert deutlich an ein Wartezimmer. Erst auf der letzten Seite erfährt der Leser, was sich hinter der Tür verbirgt: Ein freundlich aussehender Arzt vor einem Werkzeugtisch.

Das Bilderbuch „fünfter sein“ greift die Thematik des Arztbesuches und die damit oft verbundene Angst auf, sodass es zu den problemorientierten Bilderbüchern zuzuordnen ist. Diese Literaturgattung bezeichnet Kinderliteratur, die sich mit gesellschaftlichen, sozialen und politischen Problemen beschäftigt. Durch entstehende Empathie lernen die Rezipienten, das Fiktionale auf die eigene Lebenswelt zu übertragen (Vgl. Kurpjuhn 2000: 1f.).

Arztbesuche betreffen Kinder in der Grundschule, die Schülerinnen und Schüler der X-Schulezu diesem Zeitpunkt insbesondere, da die Zahngesundheit und zahnärztliche Untersuchung bevorsteht. Aus diesem Grund eignet sich das vorliegende Bilderbuch als Ausgangsmedium für die Umsetzung eigener Schreibideen, aber auch für den Austausch innerhalb der Klassengemeinschaft über eigene Ängste und positive Erfahrungen.

Kreatives Schreiben

Unter dem Begriff des kreativen Schreibens versteht man arrangierte oder angeleitete Zugänge zum Schreiben, mit denen kreative Prozesse ausgelöst werden. Bartnitzky zufolge bedarf kreatives Schreiben „immer der didaktischen Inszenierung“ (Bartnitzky 2000: 102). Im Kontrast zum freien Schreiben findet das Kind die Idee für seinen Text nicht in sich, sondern wird in seinem Ausdruck und seiner Imaginationskraft durch gezielte Verfahren gestärkt (Vgl. Böttcher 1999:47).

Anlautlineal:

Die Kinder der Klasse 1 arbeiten seit einiger Zeit mit dem Anlautlineal von Norbert Sommer-Stumpenhorst und wiederholen den Rap in regelmäßigen Abständen. Das Anlautlineal vermittelt den Kindern durch die Zuordnung von Phonem und Graphem erste Grundprinzipien der Schriftsprache. Sie lernen, „[…] die Einzelteile eines Wortes aus dem Klangkontinuum zu isolieren“ (Sommer-Stumpenhorst 2005: 39) und sind so in der Lage, Wörter zu schreiben, ohne dass ihnen alle Buchstaben bereits bekannt sind (Vgl. ebd: 39 f.).

Lernausgangslage

Personaler Entwicklungsstand: Die Klasse 1/2 besteht derzeit aus 20 Kindern, 4 Mädchen und 3 Jungen in Klasse 1, 7 Mädchen und6 Jungen in Klasse 2. Die LAA ist seit Beginn des Referendariats am 02.05.2014 wöchentlich mit vier Stunden im Fach Sprache in der Klasse. Aufgrund der Jahrgangsmischung handelt es sich um eine sehr heterogene Lerngruppe.

Besonderheiten der einzelnen Schüler: Die Kinder zeigen sich der Schule und dem Unterricht überwiegend aufgeschlossen und lernbereit. Für die Klasse 2 ist im Besonderen auf folgende Kinder hinzuweisen: A* verfügt über einen überdurchschnittlichen IQ bei gleichzeitiger geringer Anstrengungsbereitschaft. Ihm fällt es mitunter schwer, sich an Klassenregeln zu halten, arbeitet in Arbeitsphasen teils interessiert, kreativ und aufmerksam, teils benötigt er konkrete Impulse, um die Arbeit zu beginnen. B* und C* fällt es insbesondere in Plenumsgesprächen oder bei der Verbalisierung von Arbeitsanweisungen schwer, konzentriert zuzuhören und dem Unterricht zu folgen.

In Klasse 1 ist insbesondere auf D* und E* hinzuweisen. D* hat Deutsch als Zweitsprache, entwickelt ihren Wortschatz kontinuierlich weiter. Es gelingt ihr gut, Wörter nach Gehör zu schreiben, benötigt jedoch hinsichtlich der Bezeichnung von Gegenständen Hilfe. E* kann sich teilweise schwer an Klassenregeln halten, benötigt Hilfe bei seiner Arbeitsplatzorganisation und hat einen hohen Bewegungsdrang.

Sozialer Entwicklungsstand: Der soziale Umgang in der Klasse 1/2 ist gut. Die Einhaltung der erarbeiteten Klassenregeln, wie das gegenseitige Zuhören und die Meldekettewerden immer wieder geübt und werden größtenteils gut umgesetzt. Dies gewährleistet eine relativ ruhige und produktive Arbeitsatmosphäre.

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Details

Seiten
8
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783668278349
Dateigröße
408 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v292895
Note
Schlagworte
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Titel: Kreatives Schreiben mit Ernst Jandls "Fünfter sein" für die 1./2. Klasse Grundschule